Indiana Tribüne, Volume 28, Number 141, Indianapolis, Marion County, 6 February 1905 — Page 5

diiDicna Trtvlwo, 6 Februar l??Z.

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üi Jndiana' grötte Dr? SoodS Händler. Alter Kriegsveteran gestorben. Capt. David Braven ein Veteran deZ Bürgerkrieges und ein wohlbekann ter Bürger der Stadt, ist gestern früh in seiner Wohnung 1920 Capitol Ave. gestorben. Braden war in Pennsylva. nia geboren, kam jedoch vor über 50 Jahren bereits nach Indianapolis. Er stand vom AuSdruche des Bürgerkrie geZ, bis zum End: desselben In aktivem Dienste und er zeichnete sich verschieden Iich durch Muth und Unerschrockenheit so auS, daß sich Präsident Lincoln ver. anlaßt sah, ihn im Range zu befördern. Mardi GraS Excursionen. Nach Nev Orleans, Mobile und Pensacola via Pennsylvania Linien. ExcursionS Fahrkarten nach New Orleans, La.. Mobile, Ala. und Pensacola, Fla., via Pennsylvania Linien, werden verkauft von 1. bis 6. März, einschließlich. Man frage bei den Tirket-Agenten der Pennsylvania Linien für weitere Information über Fahrpreis, Abfahrtszeit und Gepäck-Beförderung u. s. tt. an. Personal-Notiz;. Herr C h a S. S ch w a k t aus New Port befand sich gestern im Deut fchen Haufe, um den Herren Ed. Ber termann und Wm. Springhorn einige Finessen im edlen Skatspisle abzulau schen, um auf das nationale Turnier vorbereitet zu fein. r fc M Am (adlirt 1853.) ..Jadiana'S gröhter Laden... Fabrik Neste Q$y .... der . . ..Anzüge-Abtheilung . 150 Dutzend Frauen Percale Wrap flers, in dunkelblau, grau oder cöwarz, im DienstagS-Verkaufe. .69 Frauen Mohair Kleiderrocke neue Effekte. $5 Werthe, in diesem Verkaufe ...52.05 50 Mädchen Jackets,Winter Schwe re, gemischt und einfarbig in Größen von 6 12 Jahren, Werthe $10 und $12, Auswahl in diesem Verkaufe $5 05 Frauen Kimonos und Dressing SacqueS, schöne Schattirungen, ge schmackvoll besetzt 51.00, $1.25, $1.50 Werthe, in diesem Verkaufe 58c i Kleine Größen in Frauen und Mad chen Winter Coats, 20 derselben in ; Mischungen und Kerseys, waren Z10 , und 512.50, in diesem Verkaufe j 52.40 Zweiter Stock. MW M GflffiB C0. KMleV 000 o o o preise gelisfert von A. B. MEYER & C0. Pennsylvania Anthracits $7.50 PocahontaZ Lump ... 5.50 Smokeleß Lump 5.60 Ohio Cannel Lump 5.50 Ohio Cannel Egg .... 5.50 Kanawha Lump 4.50 Pittsburg Lump ...4.50 Brazil Block .'. 4.25 tzocking Valley 4.25 Straight Creek Lump 4.50 Straight Creek Egg. . . . , ... 4.25 Greme Counch, No. 4, Vein Lump .... 3.50 Sreene Counry, No.4, Vein Egg 3.50 Jackson Ohio Lump. 5.00 Oven Coke Egg 5.60 SaS House Lump Coke 5.50 Sa? tzouse Crushed Coke .... .... .... 6.00 ertraSerechn2 wo selcht getrazn vndr vifst N

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Ein Phantom. Nach dem Russischen von Luchmanow, Natascha, ich will jetzt ein wenig ruhen, laß mich um 8 Uhr wecken. Heute gibt's wieder bis 3 Uhr Nachts zu arbeiten." ut, ich werde dafür sorgen." . Er küßte die blonden Löckchen auf der Sirn und ging auf sein Zimmer. Schade, er sollte sie auf die Lippen küssen, dann hätte er ganz deutlich die grauen erbosten Augen bemerkt, er hätte gefühlt, wie kalt die nervös zusammengepreßten Lippen waren, alsdann hätte er sich vielleicht gefragt: was bedeutet das, weshalb, ist's so schon lange? Natalia Nikoljewna stand, sich Mit dem Rucken an den Schreibtisch lehnend, und sah ihm nach, dann preßte sie fest die Hände zusammen und, sich plötzlich aufrichtend, ging sie aufgeregt im Zimmer aus und ab. Na, das ist ein Leben! sprach sie ZU sich selbst. Herrgott, welch eine Langeweile! Jeden Tag dasselbe zur selden Stunde, ja zur selben Minute. Es hat nicht mal Sinn, sich schlafen zu legen, um für ganz dasselbe 2t den wieder aufzustehen. Es kann doch unmöglich immer so bleiben, bis man grau geworden, bis zum Grab?. Dicke Thränen strömten ihr aus den Augen. Es muß doch irgendwo ein anderes Leben geben, andere Interessen, ist's denn möglich, daß alle nur essen, schlasen, spazieren gehen und arbeiten ? Mein Mann. . . Er hat das Prinzip, sich nicht aufzuregen, sein Herz soll schwach sein. Ist. dies vielleicht ein Grund, sich allem gegenüber so kalt und gemessen zu verhalten? Ja, möge dieses Herz brechen,' möge es vor Glück zerspringen oder vor Leidenschaft, ja selbst vor Kummer nur nicht dieses ZZischleben! Und sie ging wieder im Zimmer auf und nieder, ab und zu stehen bleibend und erbost flüsternd: Herrgott, welch eine Langeweile! Im Flur erklang die Glocke. DaS Mädchen ging über den Corridor, öffnete -und ließ jemand herein. Im Saal vernahm man weiche Männerschritte und es klopfte an Natalia Nikolajewnas Thür. Vor ihr stand Ogulski, Bahningenieur, der beste Freund ihres Gatten. Ogulski kam von einem vergnügten Festessen und war heiterster Stimmung. Es schien, als ob er in seinem kastanienfarbigen Bart die frische Herbstluft mit herein gebracht hätte, und in den großen, glänzenden, braunen Augen den letzten Strahl der untergehenden Sonne. Er näherte sich Natalia Nikolajewna dichter, als es bei einer einfachen Begrüßung der Brauch ist, und ihr kleines Händchen ergreifend, hielt er es länger fest, als es Sitte ist. Das nenne ich Instinkt! Ich wollte etwas spazieren gehen. Der Abend ist herrlich, und ich fühlte, daß Sie Langeweile hatten, daß ich mal vorkommen müßte und so kam ich!" Woher wissen Sie, daß ich mich langweile?" Ja, um 7 Uhr ist die Zeit für das Schläfchen meines liebsten Michael Petrowitsch. nicht wahr?" Gewiß, ja?" Und Sie sind allein, zur Dämmerstunde, da arbeitet das Köpfchen, das Herz schlägt, man möchte leben, und um uns herum erstirbt alles zu dieser Stunde. Ist's nicht so? Na, gestehen Sie, hab' ich's nicht errathen?" Ogulski ergriff wieder die Hand der jungen Frau, nahm sie unier seinen Arm und sing an, mit ihr durchs Zimmer zu spazieren. Er erzählte ihr wie einem Kinde, das man belustigen möchte, verschiedene Stadtneuigleiten. Seine klangvolle Bruststimme beruhigte ihre Nerven, seine zärtlichen und glänzenden Augen sahen ihr so nah in's Gesicht, das sie mit ihren Strahlen zu erwärmen schienen. Zwischen ben dunkelrothen, feuchten Lippen schimmerten so fröhlich die weißen Zähne hindurch. Sich auf den Arm dieses vergnügten, gesunden Menschen stützend, fühlte sie noch stärker, wie voll ihr Herz war - von Lebensdurst und wie unbefriedigt sie war. Ogulski setzte Natalie Nikolajewna in den Sessel neben der Saalthür und stellte sich vor sie hin. Fort mit dem Kummer, sehen Sie doch nicht so traurig aus, ich kann's nicht mit ansehen, 7enn Ske mich so anblicken! Es geht mir ans Herz. Nun, lächeln Sie mal! Was nützt es denn, sich das Leben zu verderben!". ... . ' Michael Petrowitsch hat einen Charalier und Sie haben einen anderen. Er braucht dieses stille, abgemessene Leben und Sie verderben dabei. Weshalb tragen Sie eine über Ihre Kraft schwere Last?" Ja, was soll ich denn thun, wie soll ich unsere Bedürfnisse in Einklang bringen?" Mein Gott, wie in Einklang bringen? Ja, das geht nicht! Ganz einfach, möge er leben, wie er will und Sie leben, wie Sie wollen. Er will schlafen?- Nun, so schlafe er. Sie brauchen Luft, Bewegung? Fahren wir aus! Nehmen wir uns in paar feurige Rappen, die uns wie . ein Sturm von dannen tragen, daß der Wind ins Gesicht schneidet, und durchfliegen wir alle Inseln. Einverstanden? Ja,' nicht gleich, jetzt, weiß ich, ist's schon spät, aber morgen, übermorgen, wann Sie 'wollen.- Nun hö-

renSie, Natala Nikolajewna, seienSie keine lügnerische Puppe, wie alle Frauen, feien Sie aufrichtig wahr, gestehen Sie, es ist Ihnen schwül mit Ihrem Michael Petrowitsch? Halt,

j keine Widerrede, sehen Sie,ich bin ja selbst fern Freund. Sie tonnen micy doch nicht anführen, ich sehe. . . er paßt nicht zu Ihnen!" Ich denke auch gar nicht daran, zu lügen," sagte die junge Frau und ihre Stimme hatte plötzlich Klang. Ich langweile mich, ich langweile mich schrecklich, ich fürchte mich oft vor mir selbst! Ich gehe ans Fenster und denke: Ist's nicht besser.sich 'rauswerfen? Michael Petrowitsch liebt mich. Aber, welch' eine ruhige vernünftige Liebe! Er bat ein schwaches Herz, darf sich nicht aufregen, und deshalb hat er das ganze Leben färblos gestaltet, hat ihm den Reiz des Unvorhergesehenen und der Leidenschaft genommen. Bei uns ist alles abgemessen. Alles zur bestimmten Zeit. Glauben Sie mir, wenn ich so denke, daß auf diese Weise das ganze Leben vergehen soll, so verliere ich den Verstand. Wenn ich manchmal aus der Ferne Musik höre, fremdes Lachen, so möchte ich alles hingeben, mich unter die Menge mischen, schreien, singen, mit ihr lachen, nur um zu fühlen, wie das Leben in mir und um mich herum kocht." Die junge Frau sprach, am ganzen Körper zitternd, Thränen drängten' sich ihr in die Augen. Rothe Flecke wurden auf den Wangen sichtbar. Die Brust hob und senkte sich, sie bemerkte nicht, wie Ogulski vor ihr auf den Knien lag und ihre Hände mit heißen Küssen bedeckte. Natalia Nikolajewna, Natascha, Theuerste! Sie können ja nicht ihren Mann lieben!" Ach, was ist das für eine Liebe!!" In diesem Augenblick fiel im Saal nebenan ein Stuhl um und ein Seufzer erklang. Natascha und Ogulski. sprangen auf, einen Augenblick sahen sie sich an, er mit Schrecken, sie mit weit aufgerissenen Augen, wie ein Mensch, der vom Schlaf erwacht. Ihre' erste instinktive Bewegung war zu fliehen, dann, wie sich zum verzweifelten Schritt entschließend, lief sie zur Thür, riß sie auf und stürzte' in den Saal. Ihr gegenüber, halb .ausgestreckt auf dem Sofa, lag ihr Mann. Er war bläulich-blaß; unter den Augen bemerkte sie dunkle Ringe. Er athmete mühsam, die Hand ans Herz drückend. Michael Petrowitsch Mischa!" Sie warf sich auf ihn nieder, aber er stieß schwach ihre Hand fort. Laß. . . es geht vorüber!" Sie schwieg, die weitgeöffneten, erschrockenen Augen nicht von ihrem Manne lassend. Wenn ein vom Donnerschlag getroffener Mensch denken könnte, so würden sich seine Gedanken so im Wirbelwind drehen, wie sie jetzt in -diesem armen Frauenkopf flogen. Alles, zu Ende! Er hatte alles gehört. Schmach und Tod! Und. . . plötzlich fühlte sie klar, daß alles, was soeben zwischen ihr und jenem fremden Menschen vorgegangen war, eine Fieberphantasie, eine Lüge war. . . . Daß ste mit aller Kraft ihres Herzens ihren Mann liebte, daß dieser hilflos vor ihr daliegende Mensch ihr Theuustes auf der Welt bedeutete, daß ihre Sehnsucht und Nerven und Erbitterung nur eine Folge davon waren, daß der Dienst und die Beschäftigung und die Müdigkeit ihr diesen Mann entrissen. Daß außer ihm sie keinen auf der Welt liebte. Sie erinnerte sich seiner gleichmäßigen, ruhigen Zärtlichkeit, seiner steten Güte und Sorge für sie, seines thaksächlich schwachen Herzens. Der Gedanke, ihn zu verlieren, kam ihr zum. ersten Male klar zum Bewußtsein. Sie blickte um sich, auf die Blumen, Möbel, Bilder, auf den ganzen alltäglichen Rahmen ihres Glücks. Ja,. ja, dieses graue, einförmige Leben war daö Glück, was sie mit eigenen Händen zerbrochen hatte. Ich werde gehen. . . vielleicht kann der Arzt". . . . sagte neben ihr Ogulski. Michael Petrowitsch hörte es. Nicht nöthig, bleiben Sie nur!" Natalia .Nikolajewna ging plötzlich fest auf Ogulski zu und flüsterte: Gehen Sie!" Und Sie?" begann Ogulski. ..Ich? Was geht das Sie an! Ich..." Natascha". rief ihr Mann. Wasser!" Ogulski entfernte sich schnell. Natalia Nttolajewna reichte mit zitternden Händen ihrem Mann ein Glas Wasser. Er trank es aus und athmete tief auf, sichtbar erleichtert. Die iödtliche Blässe schwand, die Augen wurden wieder klar, er setzte sich auf den Divan und zog seine Frau an. sich. . Mem Täubchen. . .!" Wie, Täubchen?" regte, es sich in ihrem Kopf, als sie ihm schüchtern in die Augen blickt. Hatte sie sich nicht verhört? Mein Liebling, Natascha, wie du dich erschreckt hast! Jetzt ist's vorüber, aber es war mir sehr schlecht. Ich wachte, auf, das Mädchen sagte mir, ." Ogulski sei bei dir, ich wollte kommen, verstehst du, eö preßte sich in mir zusammen, ich öffnete kaum die Thür, wollte dich rufen und dann erinnere ich mich nicht mehr, wie" ich

aufs :fa siel, aufwachte, und du warst neben mir. Wie, hast du dich erschreckt?". Er sprach und preßte den Kopf seiner Frau an sich, mit der Hand ihre Haare streichelnd, seine Stimme war schwach und gut, wie diejenige eines Menschen, der eben von einer Qual befreit ist und doch nicht an sich denkt, sondern andiejenige, die er liebt. Er sprach, und mit jedem seiner Worte zauberte er Sonne in das Herz seiner Ttiau. Die Nachtgespenster wichen, die Furcht machte einer unbeschreiblichen, unsinnigen Freude Platz. Also, er hatte nichts gehört, er wußte nichts und wird nie erfahren, wie schwach und treulos seine Frau einen Augenblick gewesen. Also war alles vorbei, es war ein Traum, ein schreckliches Alpdrücken, und sie wachte wieder auf an der Brust ihres einzigen guten Freundes. Ihr Körper erzitterte, sie siel auf die Knie, seine Hände mit Küssen bedeckend. In ihrer Seele sang und jubelte es. Sie lebte wieder und lebte neben dem lieben ihr theuren Menschen, und er küßte ihren Kopf und wiederholte: Natascha. meine Natascha, wie sehr habe ich gefürchtet, dich ohne Hilfe al-

lern zurückzulassen n.h Iasper S teelers Stück. Skizze von Lily Feeler. Iasper Steeler stürmte ins Zimmcr. Sein Gesicht strahlte. Schweißperlen rollten über feine glühenden Wangen. Blanche! Mein Stück ist angenvmmen," rief er triumphirend. Denke dir doch, Liebling, es ist angenommen und morgen soll die erste Probe sein. Der Direktor sagt, es wird Sensation erregen., Ist das nicht herrlich, Blanche? Liebling, lebe, kämpse noch ein wenig! In einem Monat werden wir reich fein, und ich bringe dich nach dem Süden, wo du neu aufleben wirst, wo die milde, Luft deine Wangen wieder röthet und du neue Kräfte erlangen wirst." , ' Die junge Frau drehte sich um. J3st es denn' wirklich wahr?" flüsterte sie, eine widerspenstige Locke aus der Stirn streichend. , Setze dich zu mir und erzähle mir alles. Ich wußte, daß du Erfolg haben würdest sagte ich es dir nicht? Wann sols es aufgeführt werden?" ..In vierzehn Tagen ungefähr.' Die Rollen sind schon alle vertheilt." Es scheint, zu schön, um wahr zu sein," sagte sie im Flüsterton, der Kranken eigen. Aber trotzdem ist es wahr, meine Liebe," erwiderte er strahlend. Und denken. dir, was wir uns alles werden leisten... können. Wir. bezahlen den Arzt, die Wohnung und dir erkaufen wir ein neues Leben; wie schön das Iasper, willst du Frau Lupm nicht gleich deinen Erfolg mittheilen? Sie weiß dann, daß wir sie bald bezahlen können." . Natürlich! meine kleine Frau denkt auch an alles. Frau Lupin, Frau Lupin, ach kommen" Sie doch mal herauf!" Die Treppe ächzte, und die HausWirthin kam langsam pustend die Stufen herauf. Frau Lupin," sagte Iasper, ich habe eine gute Nachricht für Sie, Sie sollen " Freut mich, freut mich," unterbrach ihn die Frau, wird aber auch wahrhaftig mal Zeit, daß zwischen Wirthin und Miethern, die die Miethe schuldig sind, etwas Angenehmes Passirt Iasper blickte nach seiner Frau und sah. wie ihre schmalen Wangen noch blässer wurden. Frau Lupin," fuhr Iasper fort, ich wollte sagen, daß Sie immer sehr freundlich mit uns geWesen sind, obgleich unsere Armuth Sie gegen uns hätte einnehmen müssen." Aber nee, Herr Steeler, gar nicht, Armuth ist ja keine Schande," protestirte die weise Wirthin. Als Zeichen unserer Dankbarkeit wollen wir Ihnen zuerst mittheilen, daß mein Schauspiel angenommen ist und in kurzer Zeit im Jollity-Theater aufgeführt wird." Und mein Geld?" fragte die Frau neugierig. Sie werden es sicher bekommen," antwortete Iasper enttäuscht. Das ist mir angenehm, sehr angenehm, aber nun will ich nur wieder an meine Arbeit gehen." Blanche schien durch die große Freude wieder auszuleben, es kam wieder Glanz in ihre Augen und Farbe in ihre Wangen. Allerdings war es die Farbe, welche seelische Erregung bei den Schwindsüchtigen hcrvorzaubert. Aber Iasper sah in diesen Zeichen das Erwachen neuen Lebens. Als er eines Tages aus der Probe heimkehrte, trat er an das Bett seiner Frau und zog .stolz ein Theaterprogramm aus der Tasche. Es war. ein Theaterzettel wie jeder andere, aber den beiden in der einfachen Kammer dünkte er mehr als alle anderen. Daß ich nicht dabei sein kann," sagte Blanche klagend, das ist . doch zu schade! Du wirg allein gehen , müssen, mein Lieber." Ich?- rief Iasper, ich ich denke gar nicht daran, ich werde bei dir bleiben." ' Aber, du lieber Iasper, du! Du mußt" doch der .Aufführung deines Stückes beiwohnen!"

uiattj einigen WelgerungSverfuHen willigte Iasper ein, hinzugehen. Er suchte daim seinen Schneider auf und bestellte sich einen neuen Frack. Bei seiner Rückkehr traf er den Arzt, der gerade das Haus verließ. Ach, Herr Doktor, ich hoffte Siö zu treffen," sagte er, ihm die Hand reichend. Meine Frau? Wie finden Sie sie, besser, nicht wahr?" Der Arzt lächelte ernst. Nein." erwiderte er, ich sinde sie gar nicht besser; sie muß jede Aufregung vermeiden. Ihre Nerven sind sehr überreizt, sie muß fort, so bald wie möglich, das ist die einzige Rettung. Augenblicklich ist sie noch zu schwach dazu, aber in einem Monat muß sie nach dem Süden sonst ,na, hoffen wir das Bfste. auf Mederseben!-" Er sprang in seinen Wagen, und Iasper ging sinnend die Treppe hinauf. Es würde schon alles gut werden.

Der Abend der Aufführung war gekommen. Iasper war sehr aufgeregt, aber glücklich lauschte er dem Geplauder seiner Blanche. Du wirst so schnell wie möglich zu mir zurückkommen, nicht wahr?" sagte sie. Ich bin so ängstlich. Wenn du dir einen Wagen nimmst, kannst du in einer halben Stunde hier sein. Ich weiß, es ist egoistisch von mir, aber ich möchte so gern den Ausgang wissen." Auf ihren Wangen lag ein flammendes Roth, ihre Augen hatten einen ungewöhnlichen Glanz. Ich bin gespannt, ob sie dich vor die Rampe . rufen werden, Jasher. Ich hoffe es. Du .siehst so gut aus. Wenn sie verlangen, daß du eine Rede hältst, was wirst du sagen? O, ich bin darauf vorbereitet, mein Schatz!" Mach 's nur nicht zulang! Küsse mich noch." . ' Sie schlang ihre Arme um seinen Nacken und preßte die heißen Lippen auf die seinen. Dabei traten ihr Thränen in die Augen. Blanche, was bedeutet das? Du weinst?" Ich weine nicht, nur " Soll ich bei dir bleiben. Lieb? Ich glaube, sie werden mich gar nicht vermissen. Sie mögen mir telegraphiren." Mein Schatz, es war nur eine Schwäche. Ich bin so aufgeregt und ängstlich." Ich komme so schnell wie möglich zurück, kleine Frau," sagte er, sie liebkosend. Erfolg ist uns sicher, und das bedeutet Gesundheit für dich und für mich die ganze Welt- Denke daran, Liebling!" Schweigend bürstete er' seinen Hut. Plötzlich drehte er sich um und fragte noch einmal: Soll ich lieber doch bleiben?" .Nein. mein Iasper, ich will alles von dir selbst hören." Er küßte sie noch einmal. Dann eilte er auf die Straße. Blanche sank matt in die Kissen zurück. . Iasper faß in seiner Loge. Die ersten Akte seines Stückes waren ohne Zwischensall vorübergegangen. Nun kam der setzte 'und wichtigste. Er lauschte nicht den Worten, die er geschrieben, er sah nicht die Schauspieler auf der Bühne, er hörte nur das leise Gemurmel der Begeisterung, das durch die Reihen ging, er sah nur das blasse Gesicht seines Weibes, . das in dem dürf:igen Raum, den er sein Heim nannte, lag. Plötzlich entstand ein mächtiges Getöse im Zuschauerräum. Er hörte den Ruf Autor", aber, er verstand es nicht. Er sah das Gesicht einer , kleinen Frau strahlen. Da wurde die Logenthür aufgerissen und die Stimme des Direktors drang an sein )r. Gratulire! Glänzend!" Träumend lehnte sich Iasper über die Brüstung und verbeugte sich, während der Applaus noch zunahm. Wieder und wieder mußte er sich verbeugen. Dann griff er nach Hut und Mantel und stürzte aus dem Theater. Er sprang in die nächste Droschke und nannte dem Kutscher seine Wohnung. Fahren Sie' wie der Wind, 10 Mark sollen Sie haben, wenn Sie mich in 20 Minuten hinbringen." Iasper lehnte sich erschöpft in den Fond zurück. Ihm klopfte das Herz zum Zerspringen. Der Wagen hielt. Iasper sprang hinaus und warf dem Rosselenker das Geld zu. Er flog die Treppen hinauf und betrat rasch das Zimmer seiner Frau. Bei dem flackernden Schein eines Lichtes trat, er auf ihr Bett zu. Er warf sich auf dasselbe und breitete seine . Arme aus. Er küßte sie, . schluchzte, streichelte sie, aber sie sagte kein Wort, sie lag ruhig und still. Zuerst achtete er kaum darauf. Nur allmäblich wurde es ihm bewußt. Gewiß sie fchlief. Er erhob sich und sah ihr inö Gesicht, gerade als das Licht noch einmal aufflackerte und verlosch. Ja, seine Blanche schlief; aber eS war- der Schlaf, von dem es kein Erwachen gibt. Die Aufregung der letz ten Zeit hatte ihre Kräfte aufgezehrt. Die Stunde seines Triumphs war die Stunde ihres Todes gewesen. Erklärliches Miß. trauen. Fräulein Klara, ich liebe Sie aufrichtig und gedenke Sie zu meiner Frau zu machen." Ach Gott, wäre es möglich, Herr Förster? Wenn Sie nur dieses eine Mal wenigstens die Wahrheit sprachen wollten!" '

HumoristisÄe Otephansb-te. ' Aus einem Berliner Vorort erzahlt nan ein Geschichtchen, das den Vorzug der Wahrheit haben soll. Ein Briefträger konnte an einem Vormittage einen Brief für ein Haus, in der Berti ner Straße nicht bestellen, weil auf dem Grundstück frei herumlaufende bissige Hunde ihn anblafften und zu beißen drohten. Er nahm daher das Schriftstück wieder mit, nachdem er den Vermerk darauf gesetzt hatte: Wegen bissiger Hunde nicht zu bestellen." Ein zweiter Stephansbote, der den Brief am Nachmittag abgeben sollte und ebenfalls unverrichteter Sache abziehen mußte, schrieb als zweite Notiz auf den Umschlag die Worte: Mir beißen se ooch!"

RauSt bit Tish I Mingo. Feuer - Signale fratftU xnk 9tarM i Sngliff'i Opnn-Hsu Gastunb Sirto Fort . Neble und SNchigan i N. Jersey u.Vkass W t Pine und Slorth Varket und Pine , Vcrmont nahe Sast 51$. 8 CprihcnhauS Ma-s.Slvc nahe WiU & Teuiware und Walnut i Jersey u L-ntral A. 6 llafi. iutf CotocP Av SW m d 11. Straße Park Av und 12 St, Columbia undHillsid Highland Aoe u.Pratt i JUinoii und St. Jo 3 Pennsylv. und Pratt Wcridian und 11. Stk f Xo. 5 Cpriyenhau ,b, nage Jllmoii 5 Senate Lve u. LtEIatr ? Jllinsis und ZNichigan D,sylvania und 14. Senate Ave. nd 15. 1 No. 1 Epritzmhan I RvenaheMiiga x Keridia und Walnut 4 California u Vermont Blake und New gort c Ind. Av. u. St. air 7 öity Hospital Blake und Norty 9 ZMchigan und 2ie a No. 6 Spritzenhaus Qashington nahe West Snsendors u Wash, 3 Missouri New Merk 'S Meridian u Wash iv JllmoiS und Ohw if Capitol Av.u Wsss mgan'L .Porthau Straßenbahn EUlle SB. 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