Indiana Tribüne, Volume 28, Number 140, Indianapolis, Marion County, 4 February 1905 — Page 6
Judiana Tribünc. Febrltar 1905
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S Dr August Koenig's Z Hamburger Brustthee Ifk au heilkräftig 5Bur In und Kräutern jsain mengtsttztund ist bal best Heilmittel gegen i Hai: UNd LungenAeschwerden, Hut in OrlginalPaken. Jwfwwjwwäw WarttM nicht Ihr Helmanziehend machen, durch den Gebrauch eineS P4;T"FtfVi: " 5- i 1 4iii fci ! I W wL - ymf t1 I MMW. ) k nMm" Garland Ofen... ....und.... Range... Dieselben Übertressen alle andern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnügen rzeigt, in WILLIQ'S . ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße I g 1 Prozent jahrlich. Ziusk zahlbar dirrteljährlich. Dividenden zahlende Aktien in etablirten Manufaktur - Geschäften in Indianapolis. Ebenso Bonds, GrundeigenthumS-öypothe ken und clle Sorten Geldanlagen ersten Ran geS. Bessere Sicherheit als eine Bank. Um roechselbar in Baar auf 10tägige Kündigung. BURTON & STAHL ...Deutsche Advokawr 607 &tatc Life Gebäude. tltUtn Sie Ihren Anzug oderNeöerzieher ....von.... TV. 6. SCHNEIDE da erhalten Sie perfektes Paffen und die feinste Arbeit zu den medrigsten Preisen. Anzüge oder Ueberziehcr ans Bcftcllnng J15, $18, $20, $25, IB&. Hosen $3, $2, $5, $6 ttÄ. 38 Monument ylaH. t. ctablirt 1863, nimmt jederzeit Tngage, nntS entgegen. Irgendwelche Orchester. Z2usik und irgend eine Anzahl von RusÜm. Wird geliefert. Neue Ausstattung und neu, Uniformen. N. L. Killer, Director Her? vprengpfeil, SeschäftSführn. B01 Kcntucky Lvenue. Telephon , , . . . 5keu4SL3.
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'Maden. Karlsruhe. Geh. Rath Dr. Meidinger, der seit Anfang der 60er Jahre an der Spitze der badischenLandesgewerbehalle steht und sich durch seine Entdeckungen auf dem Gebiete der experimentellen Physik einen geachteten Namen gemacht hat, ist von seinem 2lm zurückgetreten. Auf mehreren Weltausstellungen, so in London und Paris, war er als Preisrichter thätig. B u ch h e i m. Hier ist der zur hiesigen Gemeinde gehörige Wolfegghof j des Landwirths Knobelspiels mit allen Wintervorräthen niedergebrannt, während die Bewohner zum größten Theil in der Kirche waren. 10 Hühner verbrannten mit. Der Schaden beträgt 13,000 Mark, er ist durch Versicherung gedeckt. Es wird Vrandstiftung vermuthet, ohne daß ein Thäter bekannt ist. E t t l i n g e n. Einen entsetzlichen Tod erlitt die 0jähr!ge Frau desKappenmaüjtts Dillmann auf ihrem j Grundstück am weißen Vergle. Dort stand das Gartenhaus lichterloh in Flammen, prasselnd stürzten Dach und j Stützpfosten zusammen, und als man den glühenden Schutt untersuchte, fand man eine halbverkohlte weibliche Leiche; Beine und Arme waren bereits abgebrannt, das Gesicht bis zur Unkenntlichkut entstellt. Ob die Frau den Tod suchte, ist unaufgeklärt. Freiburg. Beim Wasserschloßchen erschoß sich der Chemiker Dr. Dreher, und in der Schloßbergstraße der' Stucent Herwig. Die Gründe sind in beiden Fällen nicht bekannt. Heiligenberg. Letztens war der verheirathete Gartenarbeiter ' R. Höri in den fürstlichen Anlagen , am Weg: nach Beuren mit Holzfällen beschäftigt, wobei er vom Stück eines Stammes aus den Rücken getroffen wurde, w-as seinen augenblicklichenTod zur Folge iatte. Mannheim. Ein schrecklicher Unglückssall ereignete sich auf der Rheinau. Der Fabrikarbeiter Hermann Huber von Ketsch, der früher in der Fabrik chemischer Dünger auf der Rheinau beschäftigt war, trat, wahrscheinlich um zu nächtigen, dort unbeobachtet ein und stürzte in einen Bebälter, in den das siedende Wasser der Dampfmaschine abläuft. Auf den furchtbaren Hilfeschrei eilten die zur Nachtschicht anwesenden Arbeiter herbei und zcacn den bis an den Hols in kochendem Wasser steckenden Verunglückten heraus. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. N e u k i r ch. Der in den 60er Iahren stehende Polizeidiener und Landbriefträger Kern gerieth auf demHeimwege von einem Dienstgange, vermuthlich infolge eines Schlaganfalles, in den Wolfsgraben und ertrank. Vheinpfakz. S P e i e r. Schieferdeckermeister Mathäus Dinzinger fiel am Fabri! - Neubau der Munitionsfabrik Heß aus beträchtlicher Höhe von einer Leiter herab gegen eine Mauer und zog sich gefährliche Verletzungen zu. Der Verunglückte wurde in seine Wohn.'lng getragen. An n weiler. In der Werkstätte des SchreinermeistersHeinrich Seebach hier brach Feuer aus, welches sich in kurzer Zeit auf die Nachbarsanwesen von Heinrich Staab und Daniel Voos ausdehnte und alle drei Anwesen bis auf die Umfassungsmauern fast vollständig einäscherte. H a ß l o ch. Dem in der Blech-Em-ballagen - Waarenfabrik beschäftigten Arbeiter Dasbach passirte das Unglück, daß er sich an einer Stanzmaschine die drei mittleren Finger der linken Hand vollständig abquetschte. Kaiserslautern. Im Hause
des Baclermeisters Phil. Happersverger, Wittelsbacherstraste 11 hier, wohnt der verheirathete Gipser Roß ling in Miethe. Als Rößling in der Stadt und seine Frau im Walde war, Holz zu holen, blieben die Kinder der Eheleute allein zu Hause. Auf unaufgeklärte Weise fiel die das Ofenrohr schließende Kapsel heraus, und die Kohlengase des brennenden Ofens drangen in das Zimmer, wo sich die beiden Kinder. 2 und 6 Jahre alt, befanden. Das 2 Jahre alte Kind ist durch die Gase erstickt, während das 6jährige bewußtlos, aber noch lebend in's Krankenhaus gebracht wurde. Ludwigs Hafen. Der 63 Jahre alte Privatmann Joh. Jakob Mohr erschoß sich auf dem hiesigen Friedhof. Er schoß sich in beide Augen und hatte sich zur Vorsicht noch eineu Strick um den Hals gelegt. ttaß'Lothringen. Straßburg. Ein schweres Unglück hat ein in Neudorf wohnendes, jungverheirathetes Ehepaar Schmidt betroffen. -Der Vater, ein Tagner, war an einem Unwohlsein erkrankt und hatte von einem Arzt txvt opmm haltige Arznei verschrieben bekommen. Zu gleicher Zeit erkrankte auch das erste, drei Monate alte Kind der Eher... i . :c . c ji . i -r. l icmc, lylil lvllioe aucg arziucyereus eine Medizin verordnet, jedoch eines anderen Charakters. Da die beiden Medizinflaschen einander ähnlich sahen. verwechselte die Mutter die für das Kind bestimmte Arznei mit der des Mannes und gab dem Kind von der opiumhaltigen Medizin ein. Jbtt Irrthum wurde zwar bald bemerkt.
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JVf Wi. saiii SMMiWM'." "E3CF tzWM in?CGUURlTY CXASGCRATI0N SUPPRWKtyc MAWUFACTURCD lOU OV , c&racrn'cacc fMftTTf UrtftsiÄ T?MII iH iwnj i . i & Pri40nPd)Mt 4X oocy war es zu spar, und das nmv starb, obwohl ärztliche Hilfe schnell zur Stelle war. K o l m a r. Eine rohe That wurde hier verübt. Der 66jährige Eigenthümer LazaruS hörte aus seinem Hof seine Tochter um Hilfe rufen; er eilte hinaus und erfuhr, daß ein Kerl, wie sich nachher herausstellte, der Tagelöhner enn aus Jngersheim, die Tochter belästigt habe. Als er dem Senn sein Benehmen verwies, zog dieser sein Messer und versetzte dem alten Mann zwei Stiche in den Unterleib. Lazarus bruch zusammen und ist im Krankenhaus in Behandlung: sem Zustand ist sehr ernst. Der Unhold wurde verhzftet. Mulhausen. Wegen Unterschlägung, Betrugs und Urkund'enfälschung hatte sich der 37jährige frühere Rechtsanwalt Stadelmann vor der hiesigen Strafkammer zu verantworten. Der Angeklagte, den hauptsächlich der vielseitige Verkehr mit der Damen"-Welt zu Grunde gerichtet hat, gerieth vor einiger Zeit in Concurs, wobei sich eine Schuldenlast von etwa 100,000 Mark herausstellte. Als er schließlich nicht mehr ein noch aus wußte, unterschlug er die ihm von seinen Klienten anvertrauten Gelder. Später unternahm der ungetreue Anwalt einen Selbstmordversuch und flüchtete, nachdem er als geheilt aus dem Krankenhause entlassen war, nach der Schweiz, wo er bald darauf verhaftet und nach hier ausgeliefert wurde. Das Urtheil lautete unter Annahme mildernder Umstände auf fünf Jahre Gefängniß. Mecürenöurg. Schwerin. Im hohen Alter von 83 Jahren verstarb der Organist a. D. Wilhelm Conradi, der hier, allgemein bekannt und hochgeachtet war. Conradi besuchte 1838 40 bas Lehrerseminar in Ludwigslust, wurde Lehrer in Schwerin und trat 1882 in den Ruhestand, verwaltete aber sein Organistenamt, das er 1869 bei der Einweihung de St. Paulskirche übernommen hatte, in größter Gewissenhaftigkeit und Treue bis zu seinem 83. Lebensjahre. Bützow. In dem Wohnhause des Erbpächters Fr. Vordeck in Bernitt brach Feuer aus, das sich auch bald dem anliegenden Viehhause mittheilte. Gefährdet war auch die Schcun. Eine weitere Ausbreitung des Brandes war wegen der ifolirten Lage des Gebäudes ausgeschlossen. Ueber die Entstehungsursache ist nichts bekannt. Neubukow. Als der Zimmerer V. Moratzky jun. den Mühlendamm passirte, verfehlte er in der Dunkelheit die über den Mühlenbach führende Brücke, stürzte m's Wasser und ertrank. P a r ch i m. Der Rentner Hermann Joseph feierte sein 50jahriges Bürgerjubiläum. Magistrat und Bürgerausschuß ließen durch eine Deputation die künstlerisch ausgestattete Erneuerung des Bürgerbriefes überreichen. Der Jubilar übergab Bürgermeister Peeck eine Anweisung auf 200 Centner Bricketts zur Vertheilung an Bedürftige und stiftete ferner S000 Mark, deren Zinsen alljährlich an verschämte Ortsarme zur. Vertheilung kommen sollen. W i s m a r. Knechte der aus ver Stadt heimkehrenden Fuhrwerke des Gutes Stieten bemerkten, daß ihrMitknecht Böttcher vom Bock verschwunden war. Nach einigem Suchen fanden sie den Vermißten am Wege liegen. Er war an der rechten Seite des Kopses verletzt, gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich und starb bald darauf. In welcher Weise Böttcher verunglückt lst, wnd dle genchtllche Untersuchung ergeben müssen Hldenburg. Oldenburg. Rentner Karl Fuhrken zu Oldenburg verkaufte von den am Haarenufer belegenen Ländereien einenBauplatz an den Kaufmann Friedrich Grundmann zu Oldenburg. Der Antritt erfolgt sofort. Der Kaufpreis betränt 6000 Mark.
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Der Wine of Carduitst eine milde Medizin, aber ein wirksames Stärkungsmittel, dessen Erfolg in der BeHandlung der Frauen - 5Zrankheiten unübertroffen ist. Ueber 1,600,000 leidende Frauen sind von Leiden kurirt worden, von denen man gewöhnlich glaubt, daß sie die kostspielige Behandlung eines Spezialisten erfordern, indem sie daö große Frauen-Stärkungsmittel gebrauchten. Der V!ns of Cardnl empfiehlt sich für sittsame Frauen mit geringen Mitteln, weil er in der Zurückgezogen, heit zu Hause gebraucht werden kann, ohne sich einer beschämenden örtlichen Untersuchung und gefährlichen Behandlung unterwerfen zu müssen. Die Behandlung ist nicht kostspielig, und jede Leidende kann sie selbst vornehmen. Wenn Sie ein Opfer von Frauenschwäche, irgend welcher Art sind, dann ist der Wlne ot Cardaifcte Medizin, die Sie gebrauchen sollten, und Sie können es sich nicht gestatten, die Behandlung hinauszuschieben. Ihr Leiden wird immer schlimmer, nie besser. Der Vslne ot Cardui verfehlt nie, selbst das chronischste Leiden der ernstlichsten Natur zu lindern, und in einem aus zehn Fällen bringt es absolute Heilung. 1.600.000 kurirte Frauen empfehlen den Wine of Cardul. Sie sollten den Wine ok Cardui gebrauchen, verlangen 8ie ihn geule on Ihrem ilpolfjeßer.
AP E l s f l e t h. Der Zimmergeselle Schmidt aus Norden, ein junger Mann von etwa 20 Jahren, fiel beim Versuche, sich auf einem Dampfer hie: ein Unterkommen zu versichern, in die Weser und ertrank. Die Leiche wurde gefunden.. Delmen horst. Ein entsetzlicher Fall ereignete sich in der hiesigen Herberge. Dem Kommis Julius Ludwig aus Hamburg war der Raum für Unreine oder Betrunkene als Nachtherberge angewiesen worden. Es ist dies ein abgeschlossener Raum ohne Fenster, in dem sich nur Stroh für Nachtlager befindet. Später wurde der Mann in der Nähe-der natürlich unverriegelten Thür in hockender Stellung todt aufgefunden. Er war an verschiedenen Theilen des Körpers stark verkohlt und in seiner Nähe glimmte und schwählte noch eine Partie Stroh. Der Bedauernswerthe hat jedenfalls den Ausgang aus seinem Nachtraum nicht finden können und ein Streichholz entzündet. Er hat dasselbe dann wohl achtlos fortgeworfen und das Stroh in Brand gesetzt. Durch den sich entwickelnden Rauch wird der Aermste dann bald erstickt sein. Mehrere Bergfahrer.' die dieser Tage eine Besteigung der Zugspitze unternahmen, lernten auf der Eisenbahnsahrt nach Garmisch drei Damen kennen: im Laufe des Gespräches boten die Herren sich ihnen als Führer auf di? Zugspitze an. Der Aufstieg wurde denn auch bei vollständig ungenügender Ausrüstung und mit sehr wenig Mundvorrath unternommen. Die Gesellschaft gelangte bis zur Knorrhütte, wo die Herren, nach den M. N. N.". ihre Begleiterinnen zurückließen und den Aufstieg auf die Zugspitze fortsetzten. Drei Tage und vier Nächte warteten die Damen vergebens auf Hilfe und schleppten sich dann mit vollständig erfrorenen Gliedern und vom Hunger gepeinigt zu Thal. Der Abstieg gestaltete sich zudem äußerst gefährlich. Vom Reinthalerhof aus mußten sie nach München gebracht werden. Die Kälte betrug um diese Zeit 30 Grad. Man erinnert s i ch nocy deS Untergangs des russischen Kriegsschiffes Warjag" vor Tsch?mulpho. Rudolf Greinz widmete damals dem Untergang des stolzen Schiffes und dem tapferen Verhalten- seiner Besatzung in der Münchener Zeitschrift Jugend" ein Gedicht. Das schöne Gedicht hat auch in Rußland sehr gefallen, ist, rn's Russische übersetzt, in der Nowoje Wremja" veröffentlicht und dann von einem Herrn Th. v. Saixin als heroischer Marsch des Warjag"" componirt worden. Diese? Marsch wird jetzt in der russischen Flotte gespielt. Der Componist hat aus dem Kaukasus an Rudolf Greinz ein Exemplar des Marsches zum freundlichen Andenken übersandt. In Reichenberg (Böhmen) hat auf grauenhafte Art ein junges Mädchen einen Mord verübt. Die sechzehnjährige Marie Hradetz wurde, als sie die elektrische Bahn verließ, auf dem Marktplätze verhaftet, weil gegen sie der dringende Verdacht vorlag, bie 30jährige Arbeiterin Anna Diwok in Reichenberg, bei der sie länaere Äeit aewobnt hatte, in ihrer Wohnung ermordet und ihr ein auf 400 Kronen lautendes Einlagebuch der Postsparkasse geraubt zu haben. Marie Hradetz war nach der Entdeckung des Mordes flüchtig geworden, kehrte jedoch bald nach Reichenberg zurück, wo sie von der Polizei in Haft genommen wurde. Anfangs leugnete sie die That, schließlich gestand sie, die Diwok beim Frisiren von rückwärts mit einem Stricke erdrosselt zu haben. Sie gab auch zu, das Sparkassenbuch sowie andere Werthgegenstände geraubt zu haben. Die 400 Kronen hatte sie bereits beim Postsparkassenamte erhnben. CCT Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt. Mucho's Longfellow". .
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Die Preßfreiheit" in Japan. Die Japaner haben durch die Bezwingung Port Arthurs einen großen Erfolg über die Russen davongetragen. Im selben Augenblick aber dürfen sich auch tie Russen eines Sieges über Ja.pan rühmen, ist es ihnen doch gelun gen, dem fortschritt.ich:n Chrysanthemumrciche seine rückständigen Sitten aufzuzwln?en. Wie nämlich die Deutsche Japan-Post" n-.ellet. ist das sozialistische Blatt Heimin Skimbun" vor der japanischen Regierung unt rdrück.' worden, wei es einen Art kel re:ös fent.ichm wollte, der b'.t Hei igk'it dee laiserlich:n Ha.lchal!es rerlctzte un! das konstitutionelle System störte. Ewurde nicht nur die Fortführung de:Blattes verboten, fondern es wurker sogar die Maschiren konsiszirt, außer dem wurden der Herausgeber im Drucker (!) zu fünf Monaten schwereGefängniß und zu 50 Jen Geldstrafi verurici t. 3u gleicher Zeit wurdt ein sczialistischer-Ver.in in Tokio v?r boten. Einen Fluchtversuch, bei dem er das Leben einbüßte, unternahm ein Insasse des Arbeitshauses in Schweidnitz. Als die Häftlinge nach den Klosettanlagen geführt wurden verblieb ein 20jähriger Bursche unbe. merkt in einem Raume. Er zwängte fich durch den Gitterverschluß des Fensters und sprang aus dem zweiten Stockwerk auf den Hof. Hierbei stürzte er so unglücklich ab, daß er einer, schweren SchädclbmÄ erlitt, an dessen Folgen er bald darauf verstarb. Vierzia Stunden im Meere. In der Nähe der Landzunge Malamocco im adriatischen Meere scheiterte das italienische Schiff Maistrello." Das Schiff Cavallana" rettete einen der Schiffbrüchigen, einen aewissen Vasotto. Drei andere Personen. die die Mannschaft bildeten, unter ihnen der Schiffsbesitzer Malstrello, fanden den Tod in den Wellen. Basotto erzählte, daß das Schiff Malstrello" sich mit Fischfang beschäftigte. Plötzlich kam ein heftiger Sturm, und das Schiff schlug um. I5r, Basotto, befand sich tn diesem Augenblicke im Ballastraum, um irgend ein Geräth zu holen; dort blieb er nun fast 40 Stunden eingeschlossen, mit dem Korper bis zum Halse im Wasser. Der Aermste hatte schon alle Hoffnung verloren. Endlich näherte sich die Mannschaft des Schiffes Cavallaria" und warf ihm durch die Schiffsluke ein Ruder zu, mittelst dessen Basotto in Sicherheit gebracht wurde. Kuriose Gesuche. In einer neulichcn Sitzung des Schweizer Ständeraihs zu Bern erwähnte der Präsident zwei merkwürdige Gesuche. Einem reisenden Handwerksburschen war es in Jstrien schlecht ergangen; in einer Herberge zu Abbazia wurden ihm seine Habseligkeiten gestohlen. Er wußte sich nicht anders zu helfen, als daß er dem Bundespr'äsidenten nach Bern schrieb und von ihm verlangte, er möchte ihm wieder zu seiner Habe verhelfen. Als er von dieser Seile seine Antwort erhielt, beschwerte er sich tt der Bundesversammlung bitter über den Bundespräsidenten. Die Schweiz ist des Rühmender ihr bisher vor Gott und den Menschen zukam, nicht mehr würdig," schloß er sein geharnischtes Schreiben und legte zugleich eine Rechnung über den Betrag der HabseligZeiten bei, mit dem Ersuchen um Bezahlung. Der zweite Gesuchsteller hatte einen Haftpflichiprozeß derloren, und er verlangte nun von den eidgenössischen Räthen die Aufhebung des Haftpflichtgesetzes. JnAustralien sind in den letzten Jahren sämmtliche Staatsbeamte arm gestorben; der kürzlich versiorbene Sir George Dibbs hinterließ nur etwa 10,000. Die Herstellung von Samowars (Theekessel) in Rußland erheischt einen Kostenaufwand von über 4.000.000 Rubel (1 Rubel gleich 76 Cents)' per Jahr.
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U Ein tragischer Zwischenfall auf der Bühne ereignete sich unlängst bei der Aufführung des Faust" im Tamberlik-Theater in Le Ferrol. In der Duellscene griff der Bassist M. Dubois den Tenoristen M. Viel Wüthend mit seinem Degen an, und bald entspann sich ein ernsthafter Kampf. Als man hinter der Scene sah, was vorging, stürzten Leijte auf die Kämpfenden, die sie aber nur mit Mühe gelrennt werden konnten. Die Oper mußte unterbrochen werden, der Tenor war unfähig weiterzusingen. Die Ursache des Streites ist unbekannt. Ein Greizer Original ist dieser Tage in einer Schlucht am Hainberge erfroren aufgefunden worden. Es war der letzte Höhlenbewohner, im Volksmunde Finder" genannt; sein richtiger Name war Forscher. Vor Jahren hauste der jetzt Erfrorene mit seinem gleichgestnnten Cumpan Lieb" in einer Höhle am Papiermühlefelsen. Obwohl es sich um eine eigenartige Duldung des Vagabundenthums handelte, konnten die beiden Gesellen doch Jahre hindurch ungestört in der Höhle hausen. Es entstand die Streitfrage, zu welcher Gemeinde sie gehört. Natürlich hatte kein Gemeinwesen sonderlich Verlangen nach ihnen. So wurden die Höhlenbewohner zu einer Art Berühmtheit, und kein Fremder besuchte Greiz, Dhne dem Göltzschthale und Höhlenmenschen einen Besuch abzustatten. Die Lebensweise der beiden war die der Naturvölker. Katzen, Hunde und sonstige von ben anderen Menschen nicht gerade bevorzugte Thiere dienten ihnen zur Nahrung. Da Lieb" und Finger" klug genug waren, die Neugier der Menschen auszunützen, so empfingen sie ihre. Besucher stets in höchst theatralischer Pose vor der Höhle liegend. An Trinkgeldern fehlte es dabei natürlich nicht. Auch Ansichtskarten gab es, auf denen die beiden Wilden" vor ber Höhle sitzend zu. sehen waren. Als man immer eindringlicher redete, wurde ihnen schließlich das Wohnen in der Höhle verboten, und Lieb kam nach Altensalz in das Ar, menpflegehaus, wo er ba'd starb. Jetzt hat der kalte Schneesturm, vor dem Finger sich viele Jahre, hindurch zu schützen wußte, auch ihm das Lebenslichtlein ausgeblasen. Besonders be merkenswerth ist, baß die Höhlenbewohner bei Volkszählungen stets verhaftet und mitgezählt wurden. Greiz ist nun um eine Original ärmer. Ein M.uskelkünstler" wurde unlängst in einer Sitzung der Berliner medizinischen Gesellschaft vorgeführt. Der junge Mann hat es im Laufe der Jahre zu einer merkwürdigen Fertigkeit gebracht; er hat seine Muskeln so weit in der Gewalt, daß er sie einzeln nach Belieben in Thätigkeit treten lassen und zusammenziehen kann. Das Spiel der Muskeln, das dem Körper die seltsamsten Formen gibt, geht anscheinend ganz mühelos vor sich. Bald werden die Eingeweide nach oben gepreßt, und der Leib erscheint muldenförmig eingesunken; bald werden sie abwärts gedrängt, so daß sich der Leib wie eine mächtige Kugel vorwölbt. Dann wieder beschreibt die Oberfläche des Leibes eine rasch dahineilende Wellenlinie, oder der Leib erscheint durch eine lange Querfurche in zwei Theile geschieden. Einzelne Muskelbündel werden am Rumpf und an den Gliedmaßen angespannt und bis zu den lebhaftesten Zuckungen bewegt. Die Fähigkeit, verschiedene Muskelgruppen in Wirksamkeit treten zu lassen, geht so weit, daß der merkwürdige Mensch sogar seinen Puls unterdrücken und sein Herz von der Stelle verschieben kann. Die Verla'gerung des Herzens ist durch Röntaenvhotogramme festgestellt worden. Ausreichender Grund. Vorstandsdame eines Kaffeekränzchens: Wegen Vollzähligkeit der verehrten Vereinsdamen ehe ich mich heute leider gezwungen, die heutig Sitzung aufzuheben!
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