Indiana Tribüne, Volume 28, Number 140, Indianapolis, Marion County, 4 February 1905 — Page 4

Jnvtsna Tribüne, S. Februar 1005,

Indiana Tribüne. Hnaulgeaedtn voa tt suteeeg JndiMapoliS, Ind.

Harrtz V. Thudium - - Präsident. GeschäftSlocal! No 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 2öS. -; tered at the Post Office ot Indianapolis as sccood dass matter. Cs wär so schön gewesen. Nicht genug, daß die Landpomme ranzen in der Legislatur uns vorzu schreiben versuchen wie, wo und was dir trinken sollen, so wollen sie UNS jetzt noch ferner beglücken, indem sie unS der Arbeit überbeben im nächsten Herbst einen neuen Mayor zu wühlen. Prächtige Gesüblsmenschen diese Leutchen, welche an den Brüsten der NewS ihre Weisheit saugen aber leider wird ihnen wohl ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Der Um stand, daß das Comite, welches den Municipal Codex dahin amendiren möchte, daß unsere städtischen Beamten bis zum 1. Januar 1903 im Amte bleiben, von unserm famosen städt An walt Varrum als Vorsitzer geleitet wnd, sollte genügen, um klar zu stellen, daß e5 sich nicht darum handelt, die Jnter essen der Stadt, sondern nur fchnöde Privat-Interessen zu fördern. Die Bevölkerung von Indianapolis hat ja so wie so nicht viel zu sagen, denn sie wird in jeder Weife von Poli tilern, Anwälten und Predigern bevor mundet, aber bis jetzt hatte sie wenizftenS das Recht, alle zwei Jahre zum Stimmlagen zu. gehen und auch dies soll ihr nun, wenigstens fr diesmal, genommen werden. Wir haben nichts gegen Mayor Höltzman, er thut feine Pflicht, wie er 'sie versteht. Man kann nicht verlangen, daß er die Löcher im Straßenpflaster sieht, wenn feine kZeit darauf in Anspruch genommen wird, durch die Löcher eines Guckkastens über Fragen hoher Moral zu entscheiden. Oder will man ihm vielleicht einen Vorwurf daraus machen, daß unvernünftige Polizisten für die Jnnehaltung der Polizeistunde bei anständigen Lokalen sorgen, während die gemeinsten Spelunken überhaupt tilz zu fchließen brauchen, fondern Tag und Tag offen sind.' Das wäre jeden falls höchst ungerecht dem Manne'gegen. über, der so viele Reformen versprach und keine durchsührte. AIS Herr Warrum das Amendement zur Codisi cirungSbill einreichte, welches Herrn Holtzman noch? weitere zwei Jahre der Versuchung aussetzt. Mayor unserer sündigen Stadt zu fein, übersah er wohl im Hinblick auf die Fortdauer seines eigenen fetten PöstchenS für wel tere zwei Jahre, daß die Jndianapoli ser an einer zweijährigen Fehladmini stration mehr als genug hat. ., Das deutsche Theater sollte am nächsten Mittwoch von allen denjenigen, die deutsche Bestrebungen fördern wol len besucht werden. Die Vorstellung wird eine vortreffliche sein, denn die besten Darfteller deS St. Louifer Cn femble wirken darin mit. Die Aus gaben für die Vorstellung sind so be deutende, daß nur ein volles Haus vor einem Desicit schützen kann. Wenn den Deutsch'Amerikanern unserer Stadt an der Erhaltung unserer Bühne liegt, so sollten sie diesmal das Theater bis zum letzten Platze füllen. Jede Gemeinschaftsbildung, die mehr sein will als eine Schülervereinigung, GesinnungSgenossenschaft usw., die, darüber hinausgehend, wichtige Funktionen des sozialen Lebens an sich reißen und der - Herrschaft der einen Weltanschauung unterwerfen will und das thut Haeckel's projektirter Mo niftenbund, der Wissenschaft, Ethik. Religion, Schul- und Staatswesen vom monistischen" Standpunkte aus regeln möchte jede derartige Gemeinschafts bildung muß von Anfang an innerlich und über kurz oder lang auch äußerlich zu Grunde gehen. " (D. F. W.) Man schreibt uns aus Jena. 17. Januar : - Ernst Abbe, der Maxn, der heute von mehr als 3000 Men fchen aller Stände zu Grabe geleitet worden ist, war als Gelehrter, als Organisator und als Menschen freund gleich hervorragend. Für seine Persönlichkeit aber war kein Zug be zeichnender, als die außerordentliche Zurückhaltung und Bescheidenheit, die er in allem bewährte, was seine Per son betraf. Er wollte nicht, daß von ihm und - seinen Verdiensten ge

sprachen oder geschrieben wurde; der Werth und die segensreiche Wirksam keit der Leistung galt 'ihm alles, die Person nichts. Die Gelehrten, die aus der Naturforscher Versammlung in Halle im Jahre 1891 sehr wichtige Versuche auS dem Gebiete der theore tischen Optik kennen lernten, erfuhren zu ihrem größten Erstaunen, daß Ernst Abbe alles dies bereits vor 20 Jahren gefunden hatte. Hätte er feine Ent deckungen mitgetheilt (eS ist noch bis heute nicht vollhändig geschehen), so wäre er mit einem Schlage ein berühmte Mann' gewesen, aber darauf kam es ihm eben nicht an, fondern 'er legte nur auf die Erkenntsiß der richtigen Prinzipien felbft und ihre zweck müßige Verwendung Werth. Die Ent deckung, um die eS sich dabei handelte, war die . große neue Theorie deS Mi kroskopS. Gleichzeitig mit Abbe be. meckte der große Helmholtz die Wider

sprüche gegen die damals herrschende Theorie vom Mikroskope, die sich bei der Beobachtung ergaben; er kam aber nicht auf den Gedanken, daß die ganze theoretische Grundlage falsch sei, und als er von Abbe'S Theorie hörte, reiste er expreß nach Jena, um sie sich von ihm erklären zu lassen. Wenn je ein Mgnn bewiesen hat, daß gesunde Praxis die Tochter gesun der Theorie ist. so ist eS Abbe. AlS ihn Carl Zeiß 1866 zur Mitarbeit an seiner optischen Werkstatt heranzog, stellte sich der damals 26-jährige Do cent der Mathematik keine geringere Aufgabe, als die, die optische Technik auS dem Zustande deS TaftenS und ProbirenS auf den sicheren Weg wissen schaftlicher Zuverlässigkeit zu führen. Durch die große Arbeit der Be rechnung der Grenze deS Mikro fkops 1374 (die bald nach ihm auch Helmholtz fand) durch die genaue Un tersuchung und Feststellung aller Mög lichkeiten und aller Fehler des mikrosko pischen Apparates, machte er die bishe rige, wie er sie. selbst nannte, Phan-tasie-Optik zu einer wirklichen Optik. Der entscheidende Schritt in dieser Hin ficht war die Gründung des glastechni schen LahoratoriumS, das er 1881 ge meinsam mit Dr. Schott in'S Leben rief. Die Arbeit dieses Laboratoriums ist epochemachend geworden; volllom men neue Glasarten gingen aus ihm hervor, die ganz neue GlaSarten er möglichtm, und danlfeiner Leistungen kann man sagen, daß man heute ebenso viel oder gar noch mehr Gläser, alS Metalle kennt. Die optische Werkstatt wuchs nun schnell zum Großbetriebe heran, zu einem Werke, daS anf den verschieden sten Gebieten der optischen Jndnftrie die Führung auf dem Weltmarkte be saß, und dieses ganze gewaltige Werk verwandelte Abbe 1891 durch einen Akt großartiger Schenkung in eine Stif tung, deren Zwecke durch und durch gemeinnützige sind. Millionen anzu häufen, daran lag Abbe gar nichts. Während die Gehälter der oberen An gestellten der Stiftung die Grenze von etwa 18,000 Mk. nicht überschreiten dürfen, wird der Verdienst deS Arbeiters durch die Organisation fortgesetzt erhöht. Alle Angestellten sind am Ge winne betheiligt. Großartige WohlfahrtSeinrichtungcn, Krankenkassen, Sparkassen, Pensionskassen, Badean stalten etc. wurden geschaffen; alle wei teren Betriebsüberschüsse aber wurden grundsätzlich sür gemeinnützige Zwecke ausgewandt. BlS Ostern 1903 haben diese Aufwendungen für die Univer sität, das VolkShelm, das Kinderheim öffentliche Parkanlagen, Heilstätten u. s. w. die Summe von 3.331,000 Mr. erreicht. Der Segen, den unsere Stadt von Abbe und seinem Wirken erfahren hat, ist ein tausendfältiger; und so ist eS auch die ganze Stadt, die den großen Menschen und Gelehrten betrauert. Wach? milch. WachZmilch, zum Poliren von Möbeln, harten Fußböden usw. 12 Theile Potasche werden durch Kochen in 120 Theilen Regen- oder Flußwasser gelöst, nach erfolgt Lösung 24 Theile zerschnittenes, gelbes Wachs hinzugeschüttet, wobei' eine Entwickelung von Kohlensäure stattfindet, nach deren Aufhören noch 120 Theile heißen Wassers hinzukommen und daö Ganze zu einer gleichförmigen, milchähnlichen Flüssiakeit gekocht wird. Die fertige Wachsmilch ist :n gut verschlossenen Flaschen aufzubewahren. Sie dient zum Anstriche auf Holz, zum Poliren von Möbeln, für Fußböden, zum Anstriche von Gipssiguren, denen sie ein angenehm matteö Aussehen verleiht und gestattet, daß sie mit Wasser gereinigt werden können; auch eignet sich die Wachsmilch zur Herstellung von Wachspapier, wozu man' noch besonders, um daö Packpapier wasserdicht zu machen, einen Zusatz von Harzmilch vorschlägt, welche in ähnlicher Weise wie WachZmilch bereitet wird.

Stywanenvraten und Chrysanthe mnm-Talat. Die leidende Krllurmenschhe'tt ver. dankt dem erfindungsreichen König Edward VII. f.hon wieder einmal eine Wohlthat, eine sensationelle Neuerung diesmal aber keine Neuerung auf dem Modegebiet, sondern auf kuliflarischem Gebiet. Undalle Genießer sind sich darüber einig: es war die höchste Zeit, daß wieder einmal etwas Kulinarisches erfunden wurde, etwas ganz Aparates, ganz Rares. Denn seitdem man in den Bierhallen Kaviarbrödchen bekommt, seitdem die Austern in den Waarenhäusern zu haben sind, seitdem die Ananas ein Marktgemüse geworden ist, kann man mit diesen Genüssen keinen Staat mehr machen. König Edwards neue Erfindung ist der Schwiznenbraten, der diesmal auf der königlichen Weihnachtstafel zu Sandringham präsentirt wurde und natürlich sofort für alle anständigen Diners in England Vorschrift göworden ist. Die Schwäne kommen aus dem königlichen Park von St. Hellen in Norwich, wo man sie aufzieht und entsetzlicher Gedanke! mästet. Sie werden mit einer Portwein-Sau serviert, schmecken wie ein Mittel zwi-

j chen Gänse- und Hasenbraten und sind ein ziemlich billiges Essen. Denn ver einzelne Vogel kostet beim Einkauf zwei Pfund Sterling, und für ein mittelgroßes Diner werden vier ode: fünf Stück genügen. Die alte, unmoderne Zeit, der diese: Vogel für etwas Halbheiliges. Mythi. sches, Poetisches galt, ist also verblichen vor dem frohen Realismus gegenwär tiger Zeitläufte. Die Griechen glar.bten in ihrer Naivität, der Vater der Götter und Menschen habe sich einst in der edlen Hülle dieses Thieres verborgen, Homer und Shakespeare wurden die Schwäne ihrer Zeit genannt, und von dem geheimnißvollen Gesang des GLttervogels erzählen die Dichter viel. Jetzt wissen wir, daß .der Schwan zwar nicht singt, aber wie Gänsebraten schmeckt, und bewerten ihn mt anders als eine Hammelkeule oder ein Spanferkel. Wer aber noch eine Spur .von Poesie im 2ht hat, der wird, wenn als fünfter Gang Mastschwan aufgetragen wird, die Tafelmusik spielen lassen: Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!" . Von einer anderen kulinarischen Neuerung wird aus Paris berichtet, und zwar auch von einer Neuerung, die ein bisher nutzlos poetisches Naturgebilde für die Küche erobert hat. Der Pariser Figaro" erzählt nämlich, daß jetzt bei den großen Diners im Faubourg Saint Germain : Salat von Chrysanthemen serviert wird. Die reizende Hausfrau bereitet diesen Salat selber, indem sie nach dem Braten die Chrysanthemum - Bouauets der Tlfeldekoration zerpflückt und mit all den Ingredienzen begreßt und bestreut, die zu einem anständigen Salat gehö ren. Die weißen Chrysanthemen aber' sollen den besten Salat abgeben. ' Und so verändert sich auchhier die Stellung des Menschen der Natur gegenuber. Der Poet sah die .Chrysantheme an, und seine Seele - empfand ein Gedicht; das Weltkind steckte sie auch das war poetisch. in das Knopfloch; der ganz Moderne aber begießt sie mit Essig und 'Oel, ißt sie auf und sagt zu einer charmanten Tischnachwrin: ;,Wie edel sind diese Chrysanthemen beinahe so edel wie Gurkensalat!" Weihaiwci. Der Fall Port Arthurs hat neben seiner Bedeutung für den russisch-ja-panischen Krieg auch eine mittelbare politische Bedeutung für einzelne der am Kriege nicht betheiligten Mächtet Er bringt nämlich o Ironie der Weltgeschichte! die WeihaiweiFrage aufs politisch-diplomatische Tapet. Im Pekinger Vertrage vom 1. Juli 1898 pachtete" England Weihaiweis von China für eine ebenso lange Z?it, wie Port Arthur im Besitz der Russen bleibe." Millionen übe: Millionen haben die Briten inzwischen für die Befestigung Weihaiweis ausgegeben, und nun wird die Frage der Räumung der Festung durch die Engländer akut! Für den Augenblick freilich braucht man in England noch keine Anordnungen für die Räumung Weihaiweis zu treffen. Denn für jetzt haben die Briten noch gute Gründe, einstweilen Weihaiwei nicht wieder den Chinesen zurückzugeben. Port Arthur ist allerdings thatsächlich nicht mehr im Besitz der Russen. Formell indeß ist das doch noch der Fall. Solange nämlich, bis der russisch-chinesische Pachtvertrag über Kwantung aufgelöst oder geändert ist. was erst bei Gelegenheit des russisch-japanischen Friedensschlusses erwartet werden könnte. Bis dahin ist Rußland nominell weiter Pächter von Kwantung, also von Port Arthur. Diese übrigens rechtlich unanfechtbare Auffassung vertritt man selbstverständlich auch in Londoner Regierungskreiscn, und der Standard" erfährt denn auch schon, England werde Weihaiwei so lange behalten, bis Rußland seinen Ansprüchen auf Port Arthur formell entfagt habe. Damit wird es Rußland natürlich nicht sehr' eilig haben, und es wird auch in Zukunft auf Port Arthur nur dann verzichten, wenn es den Frieden braucht und ihn anders als durch Preisgabe des Kwantung-Pachtvertra-ges nicht erhalten kann. Der bekannte plattdeutfche Rezitator Fritz Rieck ist in Hambürg. 77 Jahre alt. gestorben.

Der Palast auf Nüdern. Ein wirklicher Palast auf Ra dern" ist der neue Eisenbahnsi. lo wa

gen, den die elektii.che Ei,enbah..kompagnie von Pr:sion in Lan:ashire für den outen:eur von Nhodesia, Sir W. H. Milton, gebaut kat. Dieser Wagen, der das bis letzt noch nicht 2ag? wesene an Eleganz bedeutet, ist in sechs verschiedene Räume getheilt mit einem Korridor, der um den. , ganzen Wagen heruniZa'-ft, auf der einen Se:te in einen Balkon ausläuft und auf dr arrt 'n er Plattform mit cnern Cisschrank ender. Der Balkon ist m t Rouleaux verschlossen, so daß er bei jeglicher Witterung benutzt werden kann. Der Wohnraum ist mit höchstem Komfort ausgestatlet. Die Möbel sind aus schwarzem un) weißem Mahaqoni aufs z'erlichsie ae schnitzt, während das Sofa und die drehbaren Lehnsessel trni rothem Ma roquinleder gepolstert sind. Da' son stiae MMement beehi ous Kred-m tischen, Kommoden, Regalen, Sp'ezeln u. f. w. Kleine Klapptische, ein .'lektnscher Fächer, Hut- und Kleider stände? gehören auch zur Einrichtung. Was Schlafzimmer ist mit einer Garderobe ausaesiatiet, hat einen wandhoben Anllcldesplezel Komm? den mit Schubfächern und Rechen. Ein praktischer Arbeitstisch steht darin. eine zmammenklappbare Waschtoilette mit Bürsten- und Kammständer und einem drehbaren Rasierpieael. Das danebenliegede Z-mn-er seines Sekretars ist ebenfalls luxuriös eingerichtet; fein Schlafzimmer i Ht Zwei Betten ausgestattet. Dis Badezimmer hat eme besondere Vorrichtung für Nadel bäder. ein Luzus, der roch nie auf einer Eisenbabn bis jetzt angebracht worden ist. Ds Ved'?ntenzZmmer bat ebenso wie das Schlafzimmer des Sekretärs ?w?i B?het. DZ: Küche enthält zwei pefen. einen rfsenn Herd und Koblenbehälter. VorrZcht'q?n zum Wärmen von Tellern und Nfannen, zum Backen u. f. w.z auf der Blattform befindet sich eine Sveilekammer mit einem tllbavarat. Alle Räume sind durch elek'r'sckes Licht erlenktet, borfi sind auch Oellmpen da. falls die Leitung versagen sollte. Daö PferdefchlaStthaus von Paris. In Paris scheint das todte Pferd in dem Maße an Achtung zu gewinnen, als diese dem lebenden vom Automobil gestohlen wird. Seit Langem allerdings ist dort wie - in allen anderen großen Städten das Voruithnl g. wichen, das dem sorgfältigst gepflegten der Hausthiere alle Nützlichkeit im Tode absprach. Der Verbrauch ton Pferdefleisch in Paris ist in dm legten Jahrzehnten überraschend gewachsen. Im Jahre 1872 wurden noch nicht'e'inmal 5000 Pferde geschlachtet, im Jahre 1903 dagegen mehr als 36.00). dQs Iaht' 1904 wird es auf die Hahl von etwa 45,000 bringen. Trotz diesel ungeheuren Quankltälen. die v:ri gt wurden, blieb eine heimliche Abnii'. gung gezzn das Pferdefleisch bestch.'n der Art, daß selbst das Strafgesetzbuch jeden Schlächter verpflichtete, durch besondere Aufschrift das Pferdefleisch in seiner Auslage von den übrigen Sorten zu .unterscheiden. Es gab freilich' auch Liebhaber g:nug. die s'ch längst emanzipirt hatten. Ein kleiner Restaurateur in einem Arbeiterviert:! sah seine Kundschaft an den. Tagen sich verdoppeln, an denen er Nosbif aus Pferdefleisch ankündigte, und er rühmt sich, bei diesen Gelcgenhnten Feinschmecker angelockt zu haben, dik keine pekuniären Gründe hatkn, sich des altbeliebten Bocus" oder Mouton" zu enthalten. Seit Kurzem ist die Pferdeschlachterei offiziell und in allen Ehren legitimirt. In der Rue Brancia !rn Viertel Vaugirard wurdk das für 350,000 Francs erbaute Pferdeschlachthaus mit einem großen Bankett eröffnet, und Niemand Gcr'n'ecer als ein Minister, Herr Pelletan. führte dabei den Vorsitz. Das Meü d!L Banketts wurde leider nicht Besannt gegeben. Das Schlachthaus ist sehr geräumig und kann auf Jahre hinaus für den steigenden Konsum ausreichen. Am Eingänge sieht man die Büste de Thierarztes Emile Decroix. des eigent. lichen Propheten der Pferdefleisch esser in Frankreich, der ebenso seh: aus physiologischen wie ökonomische Gründen für die Verwendung des Pferdefleisches als Nahrungsmittel eingetreten war. 5lölncr Blttmettspicle 180'. Frau Staatsminister Dr. Nöthe' Weimar hat einen außerordentliche Preis ausgesetzt, dessen Verwendung sie den Preisrichtern überläßt; Her: Wilhelm He!)er-KLln hat eine Brillantbuser..nadel für ein leicht zu vertonendes dreistrophiges Gedicht bestimmt, und aus Anlah der Jahrhun dertfeier von Schillers Tode und de dritten Centenariums der Verösfentlichung des Don Quirote hat die Leitung der Kölner Blumenspiele eine Erzbüste Schillers als Preis für das beste Gedicht auf Schiller und eine Prachtausgabe des Don Quixote mit den Zeichnungen Dorös für das best.' Gedicht auf Cervantes ausgesetzt. Als Frist für die Einsendungen der Gedichte auf Schiller und Cervantes ist der 1. Februar bestimmt, während für alle übrigen der 15. Januar bestehen bleibt. - NachArgentiniensindim Jahre 1904 rund 130,000 Einwanderer gekommen. -

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