Indiana Tribüne, Volume 28, Number 138, Indianapolis, Marion County, 2 February 1905 — Page 4

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Zndiana Tribüne. Heraulzeaeden von der Qttttitdeta O. Indianapolis, Ind.

harry O. Thudium .... Präsident. GeschaftSloeal: cto 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 209 K tred ai the Pott Office ot Indianapolis a aecond das matter. Spießer und Prohi's. Das Vorgehen des Gouverneurs und der Legislatur in der Temperenzgefetz gebung wird wenigstens das Gute mit sich bringen, daß der Spießbürger aus seiner Lethargie aufgerüttelt wird. Denn Spießer find die liberalen Bürger gerade so gut hier wie im alten Ba terlande, sie denken nicht daran, die Initiative zu übelnehmen, bis eZ ihnen an Hais und Kragen geht. Wären sie hier weniger apathisch, so Hütten die Prohibitioniften niemals so unver schämte Forderungen zu stellen ge wagt. Sobald die Parteien ihre Kandidaten nominirt haben werden die Trockenen rührig. Sie kündigen ihnen in ein druckZvoller Weise den Besuch einer Delegation an und sichern derselben höflichen Empfang. Der Herr Kandidat sieht sich don feierlich aussehenden Herren dann heimgesucht. Mit unver blümter Unverschämtheit legen ihm die Herren klar, daß sie die auöschlaggedende Macht, die gesetzliebenden Bürger vertreten und verlangen von ihm Er klärungen, wie er über die Temperenz frage denkt, lagen dabei durchdlickm, daß seine Wahl einzig und allein davon abhäng und erlangen zumeist von dem Kandidaten die weitgehendsten Ber sprechungen. . Dieselben werden nicht Veröffentlicht, weil dann die Herren Spießer aus ihrer Beschaulichkeit auf geschreckt. Schaden anrichten und dem Kandidaten eine gesalzene Niederlage bereiten würden. - Ist der Kandidat gewühlt, so hält er sich natürlich den Temperenzlern verpflichtet; denn von den Liberalen weiß er ja nur vom Hörensagen, bafc sie überhaupt existiren. Die Tempe renzler aber sorgen durch stete Mahnungen dasür, daß er seinen Bersprechun gen nachkommt. Nun der StaatZverband deutscher Vereine in Fristen; ist, wird eS hoffent lich anders werden. Jeder Eandidat, sei eS für Legislatur oder Executive Aemter, wird sich unverhoZen erklären müffen, wie er zu den Prohibitioniften steht, und so erfahren, daß in Wirklich keit das liberale. Bürgerthum die Mehrzahl im Staate hat. Man kann nach den Aeußerungen des Gouverneurs annehmen, daß er sich vor der Wahl den Prohibitioniften derpflichtet hatte, während der liberale Wühler sich mit den Platform.Erklü. rungen zufrieden gab. Der Zar hat schließlich eingewil ligt, eine Delegation der Streiker zu empfangen aber erst mußte eine Hekatombe geopfert werden. Das ist so russischer Brauch. Jedes Legislatur.Mitglied, wel. cheS einen Eisenbahn Freipaß ange nommen hat, trügt BestechungSgelder mit sich, sagt Gouverneur Folk. Daß er recht hat, bezweifelt kein vernünftiger Mensch. ' Wenn die Fleischmagnaten, die nach der Entscheidung deS BundesObergerichtS sich zahlloje freche Ueber tretungen der EinhaltSbefehle deS Stich terS GroScupp mit demselben Maße gemessen werden, wie die beiden Mit glieder der hiesigen HardwoodFinl sherS Union", so würden sie lebenS länglich sitzen müssen. Für den Fall das der Eioffuk deS Gouverneurs Temperez Gesetzgebung herbeiführt, hat daS Volk, welches den Mann vertrauensvoll als Candidaten annahm ohne sich darüber zu orten tiren wie er siaz znr TeMpttenz.Frage halte, niemandem die Schuld beizn? messen als sich selbst. Man Hütte Hanly. als er noch Eandidat war, in terviewen und auf eine erschöpfende Antwort, wie er über Temperenzsragen denke, bestehen sollen. Das statistische Bureau veröffent ticht in seinem letzten Berichte eine Sta tißik über unsere Ausfuhr an Brod flössen im Jahre 1904. Dieselbe er giebt einen Rückgang dieser Ausfuhr an Getreide und Mehl gegen das Vor -jähr. Während unserer Ausfuhr an Getreide und Mehl im Jahre 1903 noch

einen Werth von nahezu 193 Millionen

Dollars hatte, siel sie im Jahre 1904 auf etwas über 92 Millionen Dollars. Ganz besonders stark ist dieser Rück. gang der Ausfuhr in Weizen und Mehl, was einerseits auf die geringere Weizenernte des letzten JahreS, anern theils auf den gesteigerten Jnlandver brauch zurückzuführen ist; zum Theil mögen auch die Preissteigerungen in Amerika dazu beigetragen haben. Der Weltmarkt versorgt sich da, wo er am billigsten einkaufen kann. Unsere Wei zenverschiffung fiel von 73 Millionen BushelS auf 13 Millionen; der weitaus größte Theil deS Weizens ging von den Häfen der Paclsicküfte ab. Unsere MehlauSfuhr ging von 19s Millionen Faß auf 11 Millionen Faß zurück. Die Ausfuhr von MaiS belief sich in 1903 auf 91 Millionen BushelS, in 1904 auf 254z Millionen BuihelS. Hierbei ist zu berücksichtigen daß die Maisernte von 1903 weniger reich ausgefallen, als die von 1904, die für den Export bis jetzt nur kurze Zeit in Betracht kommt. Unsere letzte De zemberAuSfuhr an Mais ist, der Ernte entsprechend, fast die doppelte der Au? fuhr im Dezember 1903. Auch in der Ausfuhr von Rogzen und Gerste ist eine Abnahme zu verzeichnen, doch spie len diese beiden Getreidearten in unse rem Export keine große Rolle. Ungewöhnlich stark ist der Rückgang von Hafergrütze. In 1903 exportirten wir 35.473,000 Pfund, in 1904 nur 23. 618.000 Pfd. Wenngleich die Ausfuhr an Brodstoffen letztes Jahr stark abge fallen ist, so ist damit nicht gesagt, daß dieser Rückgang ein ständiger ist. In den Der. Staaten sind noch weite Flächen, die sich zum Getreidebau eig. nen und nur des Pfluges harren, so daß wir trotz der rasch steigenden Be Völkerungsziffer und deS dadurch be dingten größeren Inland ConsumS noch recht viel an das Ausland abgehen können;' vorausgesetzt, daß wir gute Erntejahre haben. Das furchtbare Elend in dem rufstschen Volk, zumal unter den Arbeitern und Bauern, ist wohl mit der Haupt gründ, weshalb die Unruhen in Ruß land in den letzten Tagen einen so schlimmen Charakter annehmen kann ten. Die Armuth und der Steuerdruck, die auf den russischen Bauern lasten, sind geradezu unglaublich. In Mittel und West-Europa und noch weniger in unserem besser fituirten Lande kann man sich von einer Armuth, wie sie in Rußland herrscht, eine annähernd rich tige Vorstellung machen. So kommt eS, daß in weiten Theilen des Zarenreiches der größere Theil der Btvölkerung beständig von 6tm Schreck gespenst des Hungers bedroht ist. DaS Elend, welches auf dem russischen Volke liegt, scheint dort alle LedenS. freuoigkeit erstickt zu haben. Die Re krutenaushedungen haben ergeben, daß in Folge der schlechten Ernährung die meisten jungen Männer gar nicht mehr für dm militärischen Dienst zu gedrau chen sind. Schon eine im Jahre 1899 einge jetzte Commission zur Untersuchung der landlvirthschafttlchen Zustünde im Lande berichtete, daß die Getreidepro buttion in den Jahren von 1865 bis 1900 um 35 und in einzelnen Landes theilen um 41 Prozent zurückgegangen sei und zwar hauptsächlich, weil den Bauern in Folge. deS furchtbaren Steuerdruckes die Mittel zur Beschaf sung der nöthigen Arbeitsthiere, wie Arbeitsmittel genommen werden. In der Provinz Riozan hatten 32,009 von 80.000 Farmern kein Pferd, und 21, 000 weder ein Pferd noch eine Kuh; das Bley war verkauft worden, um da? Geld für den Steuer.Collector auf zutreiben.. ES giebt große Landstre cken, in denen die meisten Farmer nur Theilbesitzer von Pferden sind, d. h. vier Bauern eignen ein Pferd; und diese gelten schon für besser situirt, weil in sehr vielen Füllen sechs, ja seldst acht, amuten aus ein einziges Zugthier zur Benutzung bei ihrer Feld. deftellung angewiesen sind. Nach den von den Semstwoö von 49 Provinzen gesammelten Statistiken, die wohl- auf Richtigkeit ' Anspruch machen können, beträgt das durch schnittliche Einkommen einer aus acht Köpfen bestehenden Bauernfamille jährlich etwa $105.08 in Geld und $107.12 in Farmprodulten; von dem Gelde nimmt $48 fiö bet' Eieuer Eollector, $8.84 geht für Kleider darauf. $1.96 für Zucker und Thee. 61 64 für HauShaltungLgegenstände, 81.20 für Salz. 88 Cents für Kero sin, 39 Cents für Seife und 4 Cents für Artikel deS persönlichen Com fortS.Da ist eS denn sehr begreiflich, daß ein so mißhandeltes Volk des na tionalen Gedankens völlig verluftig c,e gangen ist. Jene bedauernswerthen Menschen haben ihrem Lande nichts weiter zu danken, als ein erbärmliches Leben; sie können nicht einsehen, wa. rum sie für eine Regierung kämpfen sollen, die sür diese trostlosen Zustände mitverantwortlich ist. (Westl. Post.)

Zttar zum Gefecht! Vorbereitungen aus einem riegsschisse sür einen Zusammenstob mit dem Feinde. Wenn ein Kriegsschiff sich für einen Zusammenstoß mit dem Feinde vorbereitet, so ist das erste, was geschehen muß, jedes Hinderniß vom Deck zu beseitigen, das mit der Benutzung der Geschütze in Konflikt gerathen könnte, namentlich Gegenstände, die, wenn sie zufällig getroffen würden, zersplittern und so die eigene Besatzung gefährden könnten. Die Zeltstützen werden flach auf Deck gelegt oder an der Schiffsseite befestigt, und ebenso werden die Bootträger aus dem Wege geschafft. Ferner muß alles nicht unbedingt nothwen-

mge Tauwerk vom Deck beseitigt werden. Die polirten messingenen Lukendeckel und die Glasdacher zur Be deckung der Luken werden über Bord geworfen. An ihre Stelle treten Stahlplatten, die unter dem Namen Kampf deckel geführt werden und alle Oeffnungen auf Deck verschließen. Alle zur Bequemlichkeit dienenden - Leitern und Treppen werden gleichfalls entweder in die unteren Schiffsräume geschafft oder über Bord gethan. Außerdem m es von großer Wichtigkeit, daß alle Gefäße I C V . w I MII Ntioav!, verpennn ooer anoeren entzündlichen Flüssigkeiten, die bisher auf dem Spardeck als dem sichersten Platz vor Feuersgefahr aufgestellt waren, gleichfalls in's Meer geworfen werden. Die Segel auf den Hilfsbooten wer den in Wasser getaucht und dann von unten um die Boote gelegt, um sie vor Feuer zu schüfen. Außerdem wird zedes Boot auf der Unterseite mit emem Splitternetz versehen, um das Umherfliegen von Splittern zu verhindern, falls es von einem Geschoß getroffen wird. Weiterhin muß gesehen werden, daß die Signalmannschaft bereit ist, Signale zu geben und zu empfangen. Die Deckel der Slgnalbucher werden mit Bleistücken beschwert, damit sie über Bord geworfen werden können und untersinken, falls das Schiff zur Uebergäbe gezwungen werden sollte, weil sie unter keinen Umstanden m die Hand des Feindes kommen' dürfen. Die Flagge wird so weit wie möglich heruntergeholt, damit , sie nicht leicht fortgeschossen werden .kann. Sämmtliche wasserdichte Thüren, "mit Ausnahme der für den Verkehr auf. dem Schiff unerläßlich nothwendigen,' sind zu schließen. Der Chefarzt richtet zwei oder drei Stationen auf dem Schiff ein, deren zede unter emem Assistenten steht. Auf jeder Station wird ein Operationstisch aufgestellt und alle Instrumente, Lösungen, Verbandzeug, chirurgische Vorrichtungen und sonstiges Zubehör zu sofortigem Gebrauch bereit gelegt. In den Kriegsmarinen wird meist dafür gesorgt, daß jeder Mann im Stande ist, einen Nothverband anznlegen; ' auch müssen die Leute durch die Aerzte in Friedenszeiten darin unterwiesen werden, wie sie einen Ve?-; mundeten zu tragen haben, was zur' Wiederbelebung emes Ertrunkenen zu geschehen hat, wie eine Aderpresse zu handhaben ist u. s. w. Zuweilen wird ein Theil des gepanzerten Geschützstandes als chirurgische Nothstation eingerichtet. Die Lazarethgehilfen müssen die Zuführung der Verwundeten zu den Aerzten besorgen und diesen in jeder möglichen Weise beistehen. Wenn ein Arzt seine Station innerhalb der Kasematten oder des Panzerthurms hat, so ist er ziemlich sicher. Im Lazarethräum dagegen befindet er sich den feindlichen Geschossen ziemlich stark ausgesetzt. DaS wandernde Moor. , Die kleine Marktstadt Castlerea in Irland, die ungefähr 1000 Einwohner zählt, ist durch ein wanderndes Moor in die größte Gefahr gerathen. Das Moor, das hier in Frage kommt, liegt drei Meilen oberhalb des genannten Städtchens und dehnt sich über .volle elf Meilen aus. Kürzlich verbreitete sich in dem Distrikt mit einem Male die Schreckensnachricht, daß dieses Sumpfgelände in's Rutschen gekommen sei. Sofort entstand in dem ganzen Distrikt eine' wahnsinnige Panik. Zwischen der kleinen Stadt und dem Sumpf befindet sich eine Anzahl Farmen, die in erster Linie in Gefahr waren, und ihre Bewohner ergriffen so schnell sie konnten die Flucht. In vielen Fällen geschah das auch keinen Moment zu früh, denn die acht Fuß tiefe halbflüssige Masse bewegte sich schnell und stetig vorwärts. Die kleinen Häuser der Landbewohner und die Scheunen ' mit ihrer ganzen Habe waren schon nach kurzer Zeit volle acht Fuß tief begraben und von Straßen und so weiter war absolut nichts mehr zu sehen. Man versuchte Hindernisse zu errichten,' aber mußte bald einsehen, daß das absolut nichts helfen konnte. Der Flecken steht vermuthlich QX s'NIem ' vollzömmenen Untergang und diele Personen sind schon zetzt ob dachlos. Derartige Moorrutschungen kommen in Irland öfters bor. Im' Jahre 1896 erst passirte etwas Aehnliches in der Grafschaft Kerry und da, mals wurden zwei englische Quadrat, meilen vollkommen verwüstet und acht Personen fanden dabei ihren Tod. Die erste ungarische' Violinprofessorin, Fräulein Varady. und die erste Zeichenprofessorin, Fräulein Sellak, wurden letzthin in Budapest diplomirt. Bis zu dem. Zeitpunkte gab es im Lande der Magyaren nur Lehrerinnen dieser Fächer. . ..

Palast M. ?Mern." " . Visendakiuwaggon mit Badezimmer sür e Gouverneur von Lkhodefla. Ein wirklicher Palast auf Rädern" ist der neue Eisenbahnsalonwagen, den die. elektrische Eisenbahnkompagnie von Presion, England, für den Gouverneur von Nhodesia, Sir W. H. Miltongebaut hat. Dieser Wagen, der das bis jetzt noch nicht Dagewesene an E.'eganz bedeutet, ist in sechs verschiedene Räui7.e getheilt, mit einem Korridcr, der um den ganzen Wagen herumläuft und auf der einen Seite in einen Balkon ausläuft und auf der anderen Seite in

einer Plattform mit einem Eisschrank endet. Der Balkon ist mit Rouleaus verschlossen, so daß er bei jeglicher Witterung gebraucht werden kann. Der Wohnraum ist mit höchstem Komsort ausgestattet. Die Möbel sind aus schwarzem und weißem Mahagoni aus's Zlerllchste geschnitzt, wahrend das Sofa und die drehbaren Lehnsessel mit rothem Maroqumleder gepolstert sind. Das Schlafzimmer ist mit einer iLaroerove aufgewallet, hat einen wandhohen Ankleidespiegel. Kommoden mit Schubfächern und Rechen. Ein praktischer Arbeitstisch steht darin, eine zusammenklappbare Waschtoilette mit Bürsten- und Kammständer und einem drehbaren Rasirspiegel. Das daneben liegende . Zimmer des Sekretärs ist ebenfalls luxuriös eingerichtet; sein Schlafzimmer ist mit zwei Betten aus gestattet. Das Badezimmer hat eine besondere Vorrichtung für Nadelbäder, em Luxus, der noch nie auf emer Eisenbahn bis jetzt angebracht worden ist. Das Bedientenzimmer hat ebenso wie das Schlafzimmer des Sekretärs zwei Betten. Die Küche enthalt zwei Oefen, einen offenen Herd und Kohlenbehälter, Vorrichtungen zum Warmen von Tellern und Pfannen, zum Backen u. f. w.; auf der Plattform befindet um em? Speisekammer mit einem Kühlapparai. Alle Räume sind durch elektrisches Licht erleuchtet, doch sind auch Oellampen da, falls die Leitung versagen sollte. Wohlthätige Nkurrung. Nichtgehaltene Bankettrede erntete in Lom dn grofzen Veisall. Bei einem vor Kurzem in London abgehaltenen Bankett des dortigen Bar-tholomew-Klubs, dem der Lordmayor und viele andere Mitglieder der städtifchen Verwaltung beiwohnten, führte der Obmann des, Klubs eine originelle Neuerung ein.. Jeder de? Theilnehmer an dem Mahle fand auf seinem Platze nicht blos ein gedrucktes Verzeichniß der kulinarischen Genüsse, wie dies üblich ist, sondern auch den Wortlaut aller Reden, die während des Banketts unter normalen Umständen hätten gehalten werden sollen. Der kühne Neuerer hatte mit einem Streiche den ein sonst erfreulkches Mahl verdüsternden Redeübungen ein Ende bereitet, indem er diese im Voraus in Druck, legen ließ und es dem Belieben des einzelnen Gastes anheimstellte, sich daran zu ergötzen oder auch nicht. Gleichwohl wurde bei dem interessanten Festmahle, das diese segensreiche Neuerung brachte, gesprochen und der Redner, der Alderman und Sheriff Vezey Strang erzielte mit seinem Speech, obgleich dieser nur wenige Worte umfaßte, einen stürmischen Erfolg. Der Redner sagte nämlich: Herr Lordmayor, My Lords und Gentlemen! Bezüglich meines Toasts verweise ich Sie auf Seite elf!" (Donnernder Beifall.) Eine Ehe zwischen Onk e l und Nichte ist kürzlich durch Richterspruch in Rome, N. Y., aufgelöst worden, nachdem die erst 19jährige Frau die Erklärung abgegeben hatte, daß sie im Jahre 1902 ihren Oheim Milford Letson geheiratet habe, ohne zu wissen, daß Letson ihr Oheim war. Das Mädchen war im Alter von zwei Jahren in einem Waisenhaus untergebracht worden, und ihre Verwandten hatten ihre Spur verloren, bis ihre Schwester,. Frau Vernevall von Allentown, Pa., die sie endlich ausgekundschaftet hatte, ihr im September vorigen Jahres schrieb: Du hast unseren Onkel geheirathet." Seltsames Gerichtsverfahren. Ein merkwürdiges Verfahren, Streitigkeiten zu schlichten, war früher in Grönland gang und gäbe. Die beiden Gegner mußten, in der Mitte eines Zuhörerkreises stehend. .. ! i. r ' rpoiilreoer auseinanoer nngen. uer den andern nach Kräften lächerlich gemacht hatte, war der Sieger im Kampfe. Dieses harmlose Mittel, über die Schwierigkeiten hmuberzukommen, ist im südlichen Grönland abgeschafft. Nur im nordlichen Theile des Landes. wo me Bewohner noch wemg von der Civilisation beeinflußt werden, wird dieses seltsame Schiedsgerichtsverfahxen noch angetroffen. Beinahe lebendigbegraben wurde dieser Tage ein gewisser Nathan F. Chidister in Jeferson, Okla. Die Leidtragenden waren im Trauerhause versammelt' und der Leichenbestatter entfernte den Deckel des Sarges, damit sie noch, einen letzten Blick auf ihren Freund werfen könnten. Zu seinem Erstaunen bemerkte der Leichenbestatter, daß die untere Seite des Sargdeckels feucht war. Es stellte sich heraus, daß Chidister athmete. Sofort wurden Aerzte herbeigerufen und diese erklärten, daß Chidister nur scheintodt war und bald wohlauf sein werde, was euch eintraf. -

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