Indiana Tribüne, Volume 28, Number 135, Indianapolis, Marion County, 30 January 1905 — Page 5
Jndiana Trivüno, 30 Januar Jüo3
F a t n m.
Von Marie Marx-Koning. Autorisierte Uebersetzung von E. Otten. Etwas geräuschvoller als gerade noihig war. warf sie die Zimmerthür auf und stand nun da, in strahlender Schönheit, in ihrem wogenden, lichtblauen, mit vielen Spitzen garnirten Kleide. Sag' mal, wie findest du mich jetzt?" . . . fragte sie.triumphirend, das kokette Kopfchen mit den welligen, röthlich blonden Haaren heraussordernd erhobzn. Er saß am Tisch und las aufmerk sam die Zeitung. Wie . , fragte er zerstreut, ohne aufzublicken. Wie du mich findest?" . . . wiederholte sie, und der Ausdruck in ihren Zügen war schon weniger strahlend. Jetzt blickte er auf. liefe die Zeitung ein wenig ünken. ., Ah, schön . .". wunderschön! . . Dann nahm er die Zeitung wieder zur Hand und las weiter ... Wie eine Blume, die sichtlich welk wird, stand sie da, mitten, im Zimmer. Ihre Wangen schienen schmäler, ihre Augen wurden matter. . : Hinter ihr strömte die Zugluft hinein; an der weißen Korridorwand waren seltsame Schatten, die das Flurlicht darauf zeichnete. Er sah auf. Mach' doch die Thür zu, Kindchen, es zieht so," sagte er, indem er sie mit flüchtigem Blick streifte. Langsam wandte sie sich um. So schwer waren ihr plötzlich alle Glieder, daß sie kaum zu gehen vermochte. Sie schloß die Thür, richtete halb unbewußt den Blick auf die häßlichen Schattenbilder, ging auf einen Sessel zu und warf sich hinein, ihre Arme, bis zu den Ellenbogen unter den Spitzen entblößt, auf die Lehnen gestützt, den Blick starr ins Zimmer gerichtet. Sie sah nichts: langsam füllten sich ihre Augen mit Thränen, die sie mit einer Art von Wohlbehagen über ihre Wanaen rinnen fühlte, über ihre Wangen und ihr Kinn, bis sie auf ihr hellblaues Kleid niedertropften. Plötzlich neigte sie sich vornüber, schlug die Hände vor die Augen imb begann laut zu schluchzen. Erschreckt blickte er auf, warf die Zeitung auf den Tisch und fragte in ehrlichem Erstaunen: Was ist denn das jetzt wieder?" Sie begann noch lauter zu weinen. Er stand auf, ging auf sie zu und versuchte die kleinen Fäuste zu ergreifen, die sie krampfhaft in die Augenhöhlen preßte. x Aber Kindchen, Kindchen, was .ist denn das, was hast du nur? So sag es mir doch wenigstens!" Endlich stieß sie unter verzweifeltem Schluchzen die Worte hervor: Dir hast mich nicht mehr lieb ... oh ... oh! . ." Aber wie so denn um Gottes willen? Ich bitte dich. Aennie, sei doch nicht so. kindisch!" Weil, weil ... du hast mich nicht 'mal angesehen." . Natürlich habe ich dich angesehen . .'. wie kannst du nur fo thöricht sein!" Du hast in die Zeitung gesehen... in die Zeitung. Die Zeitung ist dir natürlich viel wichtiger als ich! An der Zeitung ist dir viel mehr gelegen als an mir!" Aber, Aennie, sei doch nicht so ungerecht! Ich habe Dich wohl angesetzen!" Nein . . . wenigstens nicht so . . . wie früher . . Und wieder begann sie unbändig zu schluchzen und stieß ihn heftig von sich mit so lebhafter Bewegung, daß' das wellige, röthlich blonde Haar sich löste und ihr in großen Wellen über die Schultern fiel. Und laut schluchzte sie weiter. Aber, Aennie, denk doch an das Mädchen!" Nein ... ich denke nicht an das Madchen. Das Mädchen ist mir ganz egal!" Ec begriff sie nicht. Konnte also auch kein. Mitleid haben. Eine tiefe Furche grub sich zwischen seine Augenbrauen. Er wurde blaß vor verhaltenem Zorn; begann hastig auf und ab zu gehen, während er nervös auf seiner Cigarre kaute, und in dem unaufhörlichen Krachen seiner Stiefel etwas wie einen Protest gegen dies seiner Ansicht nach unsinnige Weinen zu hören dermeinte. - . Annie war still geworden; sie ruhte nun wie gebrochen in dem Sessel: die Augen geschlossen, die Hände um ein zerknittertes Taschentuch zu Fäusten geballt. .Die Petroleumlampe flackerte. Nur die krachenden Stiefel sprachen weiter. Möchtest du nicht aufhören mit diesem furchtbaren Hin- und Herlaufen?" fragte Annie nervös. Schwerfällig sank er auf den ersten Stuhl, der ihm gerade in den Weg kam, und starrte finster vor sich hin. Möchtest, du mir nicht sagen, was ich jetzt wieder gethan habe?" fragte er dann, sich gewaltig zur Ruhe zwingend. Sie öffnete die Augen und sah ihn an. Und in ihrem Blick lag so viel ehrlicher Kummer, daß er sich plötzlich weich werden suhlte. Er warf seme Elgarre in einen Aschenbecher und trat zu ihr. Was hast du denn nur, Kindchen, ich bitte dich!" fragte er, indem er sie an sich druckte.
Sie legte ihre Arme um seinen Hals und küßte ihn heiß auf die Wange. Hast du mich wirklich noch lieb? wirklich?" ' Aber natürlich, mein Kind Warum hast du mich denn nicht angesehen?" - ' Ich habe dich ja angesehen." Nein, das hast du nicht, gar nicht Dein Kleid? natürlich habe ich das angesehen."' Ich habe es mir sogar selbst &t macht." - Es ist reizend!Das meinst du gar 'nicht, sonst würdest du es dir wohl besser angesehen haben." Aber, Kindchen, ich hatte mich gerade in etwas vertieft." Das ist es ja gerade; früher würdest du dich niemals in etwas vertieft haben, wenn ... ! . . ." Ihm wurde weh ums Herz. Da war es schon wieder, das entsetzliche Wort früher". Mein Gott, sie waren jetzt doch Mann und Frau, Aennie aber konnte es nicht verstehen.daß . . . Du mußt nicht immer fo viel über früher" schwätzen," sagte er, mit leisem Unwillen in der Stimme. Schwätzen, nennst du das?" Nun ja, das ist ja nur ein Wort; aber ich meine, daß es nun eben jetzt" ist und nicht früher"." Aber Fritz, begreifst du denn nicht, wie furchtbar das für mich ist? Ich sitze, den ganzen Tag da und quäle mich mit dem Kleid ab. Ich komme herein und denke, daß du . . Nun, was denn?" Ach, ich kann es nicht sagen . . Dann !ann ich es auch nicht begreifen. Hätte ich etwa vor dir auf die flniee fallen sollen?" . Früher würdest du das gethan haben!" Aber nun höre doch- bitte endlich 'mal auf mit deinem früher". Früher sah ich dich fast nie. Alles was du thatest, war mir neu, das war etwas ganz anderes!" Also . . . jetzt langweile ich dich?" Das sage ich nicht, du bist mein
liebes, schönes Frauchen, aber ich kann unmöglich in ewigem Entzücken leben, darunter würden meine Nerven viel zu sehr leiden," er versuchte einen scherzenden Ton anzuschlagen. Uebrigens: gestern kamst du auch mit einem neuen Kleide, da warst du . auch schön und vorgestern auch, du bist eben immer schön. Und das weiße Kleid mit dem gelben Sammet hast du ja auch selbst gemacht!" Das ist es auch eigentlich nicht," klagte Aennie, den tragischen Blick ihrer sonst so tändelnden Augen ins Leere gerichtet. ' Aber was denn, mein Schatz? Die Zeitung? Ich werde es nie wieder thun, ich verspreche es dir. Aber ich muß doch meine Zeitung lesen." Ich weiß es ja eigentlich selbst nicht recht, aber früher .. ." Du, Annie, hör' jetzt nun aber wirklich auf mit deinem früher", damit machst du mich ganz rasend, und jetzt laß mich 'mal sehen, reizend, ganz reizend, schade um die rothen Augen und das rothe Näschen!" Ach was jetzt hältst du mich zum besten!" Nein, aber ich denke ja gar nicht dran. Jetzt stell' dich 'mal dahin, so mitten ins volle Licht" wieder flackerte die Lampe und jetzt laß mich 'mal sehen . . . Wundervoll, wirklich wundervoll!" Gefällt's dir?" .Ja. sehr." Seht es mir gut?" Ausgezeichnet." Und so billig, denk dir doch, nur zwölf Gulden, alles zusammen." Mit der Spitze?" Ja, alles zusammen." Sie war jetzt wieder ein wenig heiterer geworden, steckte das blonde Haar auf und bot ihm ihre Lippen, um die bereits ein Lächeln spielte. Und froh und glücklich darüber, daß sie wieder lachte, küßte er sie lange und innig. Dann führte sie seufzend die Hand an- die Stirn. Ich habe fo furchtbare Kopfschmerzen bekommen." . Du bist ja auch ein dummer Kerl!" Sie sah müde aus; lehnte ihren Kopf an seine Brust. Ich will nur gleich zu Bett gehen, willst du dann" dem Mädchen sagen . . .?" sie warf einen Blick auf das Theegeschirr. Gewiß, mein Kind." Er drückte ihr die Hand. Geh' du nur ruhig, du kleines, verwöhntes Frauchen!" Wieder seufzte sie tief. Ach ja, verw'öhnt' mich nur ein wenig!" sagte sie mit einer traurigen Gelassenheit, ' die ihn rührte, er wußte selber nicht warum. Er küßte sie aufs neue. Dann ging sie. In dem langen Korridor beschlich sie wieder das unangenehme Empfinden, das jw zuvor schon gequält. Sie schauderte leicht. Das Mädchen öffnete knarrend die Küchenthür. Sie blieb einen Augenblick stehen und sagte: Pietje, Sie räumen das Theegeschirr dann Wohl fort, nicht wahr?" Jawohl, gnädige Frau, antwortete das Mädchen schläfrig. Dann ging sie langsam die Treppe hinauf, trat in ihr Schlafzimmer und steckte Licht an. Sie zog ihr Kleid aus, warf einen prüfenden Blick darauf, breitete es
über die Lehne eines Stuhles und zupfte ein wenig an den Spitzen. Schön war es, s ehr schön, nur wollte ste morgen noch ein Rüsche um den Kragen heften und die Haken ein wenig anders annähen. Es schloß nicht ganz gut. Sie zögerte noch einen Augenblick und zog dann die Haarnudein aus dem üppigen Haar, so daß es ihr wogend über die Schultern fiel. Sie wußte, daß sie schön war, so, mit ihren vollen Locken und ihren schlanken, entblößten Armen. Sie konnte niemals der Versuchung widerstehen, sich so einen Augenblick im
Spiegel zu betrachten. Ach. wie lanaweiliq dieser Kopfschmerz! dachte sie dabei, hoffentlich wurde das morgen wieder vorüber sein. Sie ließ die Kleider fallen und dreitete sie ordentlich über einen Stuhl. Sie war sehr ordentlich. Das mußte man sein, wenn man eine Hausfrau ar. Es wäre ja thöricht gewesen, die Sachen zu verschlampen, das hatte sie übrigens niemals gethan. Als junges Mädchen auch nicht. rostelnd schlug ste die Decken zurück und stiea ins Bett. Wie angenehm! Jetzt noch ein leichtes Schaudern, und dann wurde sie bald durch und durch warm sein. Da kam Fritz schon. Die Stiege knarrte. Ihre Augen richteten sich sehnsuchtig auf die Thur. Da war er. Ganz vorsichtig öffnete er die Thür. Ist jetzt alles wieder vorbei?" fragte er lachend. Ja, alles," antwortete sie zögernd. Gute Nacht, Kind." Fritz küßte sie. Aber sie hielt ihn fest. Nein, erst noch sagen, daß du mich furchtbar, furchtbar lieb hast!" Ich habe dich furchtbar, furchtbar lieb," sagte Fritz, sie bei jedem furchtbar" küssend. Und genau so wie früher?" Genau so wie früher." Und daß du mich immer' lieben wirst." Und daß ich dich immer lieben werde," scherzte Fritz, indem er ihre Stimme nachahmte. Nein, es muß dir ernst sein!" Es ist mir auch ernst, es ist mir immer ernst gewesen." ' Nun so geh' nur wieder zu' deiner schönen Zeitung." Ich werde also lieber auf ein Wochenblatt abonniren," sagte Fritz lachend, schlaf wohl, mein Kind, und morgen keine Kopfschmerzen, hörst du wohl?" Dann ging er hinaus zu seiner Zeitung. In ihrem Kopf hämmerte es. Sie legte sich so, daß sie am wenigsten davon fühlte, und streckte sich voller Behaaen ans. und' ihr Blick xti geraoe aus bläue Kleid, und dadurch kehrten ihre Gedanken immer wieder zu dem zurück, was heute Abend geschehen war. Und es war doch so. Fritz war mcyl mehr so wie früh:?. Früher entzückte ihn alles, was sie that, und jetzt, jetzt hatte sie sich geradezu ein Fest daraus gemacht, einmal sehr schön zu sein, sehr schön, für ihn, und er hatte noch nicht einmal von seiner Zeitung aufgeblickt. Ach, solche Enttäuschungen" 'hatte sie jetzt immerfort! Es war auch jetzt wirklich ganz anders als früher, früher war er doch viel aufmerksamer, sie konnte kaum , eine Bewegung machen, ohne daß er darauf achtete. Ob das wohl immer so war bei den Männern, wenn sie eine Weile verheirathet sind? daß sie dann so . : . so alltäglich zu einem werden, es war doch sehr schade. Es gab solche Leere, und, wenn das noch schlimmer würde, immer schlimmer, wie sollte es dann wohl enden? Er küßte sie auch nicht mehr so wie früher, beinahe nie mehr leidenschaftlich . . . Früher konnte sie sich sogar ein wenig davor fürchten. Jetzt sehnte sie sich oft danach, denn jetzt liebte sie ihn so viel mehr als damals! Seltsam: sie liebte ihn mehr und er sie weniger als früher. Nein, nein, nein, angstvoll ließ sie den Blick über die Decke gleiten: das mußte sie nicht denken, das wollte sie -nicht denken! Doch ist es so, doch ist es so. Die Worte, dröhnten immerfort in ihrem Kopf. Die Schmerzen wurden immer schlimmer, ihre Schläfen pochten, ihre Wangen glühten. Das schöne, mit so viel Sorgfalt gearbeitete Kleid ein hellblauer Fleck, der triumphirend alles in dem Zimmer überstrahlte schien sie auszulachen. Sie zog die Kniee ein wenig empor, drehte sich so herum, daß sie das Kleid nicht sehen konnte. Aber dann war es, als erhöbe es sich vom Stuhl, als neige es sich über sie, so, daß sie es . sehen mußte. Sie schloß- die Augen; versuchte an etwas Angenehmes zu denken . . . an . . . den Neisefußsack, den sie für Fritz, arbeitete in den Stunden, wenn er nicht zu Hause war, wie schön der, werden und wie Fritz sich darüber freuen würde. Aber sie vermochte ihre Gedanken nicht zu zwingen. Sie wiederh'?lten immer und -immerfort:. doch ist es so... doch ist es so . . . er liebt mich doch nicht mehr so wie früher, so nicht mehr! Alles in ihr krampfte sich zusammen; und während sie das blühende Gesicht in die Kissen preßte, schluchzte sie leise, ganz leise vor sich hin, so wie jemand, der da weiß, daß es keinen Trost gibt... Er war hinunter gegangen. Ein wenig nachdenklich. Im Wohnzimmer räumte daZ Mädchen schläfrig das Theegeschirr ab. Er
nahm die Zeitung, versuchte zu lesen . .' ..nein, es ging nicht ... das Geklapper mit den Tassen! So, jetzt ging sie. Gott sei Dank! Gute Nacht, Herr Doktor." ' .Gute Nacht, Hietje : . ." Si? zog ungeschickt die Thür ZnS Schloß, und er blieb allein mit bt Lampe. Er nahm die Zeitung wieder auf, runzelte die Stirn und begann zu lesen. , Aber er war mit seinen Gedanken nicht dabei. Einzelne Worte von Aennie die ganze Scene füllte sein Denken aus. Es kam in der letzten Zeit alle Augenblicke vor, daß ste weinte, und um jede Kleinigkeit! Er konnte nichts mehr thun 'öder sagen, ohne daß es Spektakel gab. Durfte er- nun wahrhaftig nicht, 'mal mehr die Zeitung lesen? Man kann eben nicht ewig Liebhaber bleiben. Merkwürdig doch cigentlich, daß das bei Frauen so ganz anders ist. Aennie ist viel zärtlicher als früher. Er hatte noch niemals darüber nachgedacht, aber es war so, und kein Wunder, oaß Aennie es merkte. "Er faltete die Zeitung zusammen, legte sie mechanisch auf den Tisch, direkt unter die Lampe, genau in die Mitte eines Musters in der Tischdecke. Eigentlich hatte Aennie recht, er hatte sich das schöne Kleid nicht angesehen, das das gute Kind gemacht hatte, um, nun ja, um ihm zu gefallen. War und blieb denn solch ein schönes, junges, zärtliches Geschöpf mit hingebender Liebe in den Augen nicht immer schöner und reizvoller als alles andere in der Welt? Aber das kam durch die Gewohnheit, die war daran Schuld, daß man das Schöne nicht mehr sah. . Er stand auf und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. Sie weinte in der letzten Zeit so häufig, er mächte ste nicht glücklich, und er selbst konnte diese Scenen auch nicht vertragen, die, obgleich sie stets mit einer Versöhnung endeten, doch stets ein Gefühl der Unsicherheit zurückließen. Ein schlimmes Etwas, diese Gewohnheit, die einem das Schönste und Reizvollste mit der Zeit als etwas ganz Selbstverständliches erscheinen läßt. . Aber das war es nicht, wenigstens .nicht das allein, denn .Aennie war genau so, wie sie früher gewesen war, noch zärtlicher, fast noch hingebender. Armes Kind, sie hatte das schöne Kleid angezogen und er, Grobian, der erÄar! .'Er öffnete die Zimmerthür, drehte die, Lampe aus und ging leise die Treppe hinauf.. Vielleicht schlief sie schon. Behutsamer denn je öffnete 'er die Thür zum Schlafzimmer. Das erste, wqs, er sah, war das blaue Kleids das dalag' wie, ein tragischer Vorwurf. Auf den Zehenspitzen - schlich er sich zum Bett.' Sie lag ganz still. '. . schlief wohl schon. . . er neigte sich über sie, ihr Athem war nicht so wie der eines Schlafenden. Annie", flüsterte er. Sie rührte sich nicht, aber er sah. wie ste zitterte. " Vist du wach?" fragte er mit weicher Stimme. " Ja", antwortete sie, seltsam klar und kühl wie. nach einem Überwundenen Schmerz. " ' 'Kannst du nicht schlafen?" - Er fuhr ' mit der Hand über die Stirn, fühlte, daß ihr Kissen naß war von Thränen, begriff, daß ihr Zittern stilles Schluchzen gewesen. . . Da sank er vor dem Bett auf die Knie und neigte, sich über ste und sagte mit einer Stimme, die wie gebrochen klang durch mühsam emporquellende Männerthränen: Annie, mein Schautz, mein Liebchen. . . es war häßlich von mir. verzeih mir, mein Kind. . . sei mir nicht böse, es thut mir ja fo leid!" . Und ihre Stimme, die wieder so seltsam kühl und klar klang, antwortete: . Ich bin dir ja gar nicht böse. . . und ich habe dir schon lange verziehen .... und eigentlich weine ich auch gar nicht, weil du so bist. . . sondern, weil es so ist. . . Und diesmal fühlte der Mann, durch sein eigenes Leid weich geworden, das tief Tragische dieser einfachen Wahrheit.
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