Indiana Tribüne, Volume 28, Number 135, Indianapolis, Marion County, 30 January 1905 — Page 4
Jupiana Tribüne
Januar 1905; ;;
Indiana Tribüne. HnauIzkAtdtn von dn ntedra s. Indianapolis, Ind.
tiartf O.THudiu Präsident. OeschäftSloeal: No, 31 Süd Delaware Strabe. TBLEPHOHE 269, fei Uied Kl the Post Office ot Indianapolis s sccond dass matter. Tolstoi an den Zaren. Die London TimeS" bringt einen bisher nicht veröffentlichen Brief, den Leo Tolstoi vor etwa drei Jahren, als er flch dem Sterben . nahe roähnte, an den Zaren'gerichtet hat. Das interes. sante Schriftgück beginnt mit der An. rede Lieber Bruder- und fährt dann fort: Ich kann nicht flerben, ohne Dir zu sagen, waS ich von Deiner jetzigen Thätigkeit denke, und wie sie in Wirk, lichkeit sein sollte, welche große Wohl thaten fle sür Millionen Menschen und für .Dich selbst bringen könnte, und welch großes Elend sie für die Menschen und für Dich dringen kann, wenn' fle sich in der bisherigen Weise weiter üußert. Ein Drittel von Rußland besin dei sich unter besonderer Controlle, daS heißt außerbalb des Gesetzes. Die Ar. mee von Polizei, offener und geheimer, wächst beständig. Gefängnisse. Exile und Zuchthäuser fließen über von poli tischen und gemeinen Verbrechern". Verfolgungen aus Gründen der Reli, gion sind niemals , so zahlreich und grausam gewesen, wie gerade jetzt. Uederall. in den Städten und den Mit telpunkten der Industrie, werden Trup. pen zusammengezogen und mit gelaoenen Waffen gegen das Volk dirigirt. In vielen Orten haben sich bereits brudermörderische Zusammenstöße er. eignet, überall werden solche vorbereitet und neue und größere Kämpfe sind un. vermeidlich. fcme Folge dieser eifrigen und grau samen Thätigkeit der Regierung ist eS, daß die ländliche Bevölkerung jene hundert Millionen, auf denen die Macht Rußland'S ruht von Jahr zu Jahr ärmer wird, sodaß Hunger eine gevöhnliche Erscheinung geworden ist. Und die allgemeine Unzufriedenheit aller Klassen mit der Regierung, ihre unfreundliche Haltung gegen sie, hat entsprechend zugenommen. Der .'Grund für alles dies ist der: Deine Helfer sagen Dir, daß sie durch die Hemmung alleS LebenSfortfchutteS inder Nation das Wohl des Volkes und Deine eigene Ruhe und Sicherheit her beiführen. Man kann s'c3 verstehen, warum diejenigen, denen dieser Stand der Dinge vortheilbast ist, und die in der Tiefe ihrer Seele fagen: Nach uns die Sündfluth", Dir dies sagen; aber es ist erstaunlich, wie Du, ein freier, vernünftiger und guter Mann, ihnen glauben kannst, und ihrem schrecklichen Rathe folgend, soviel UebleS thust oder geschehen läßt, um daS Unerreichbare, die Hemmung des ewigen Fortschrittes der Menschheit, zu erreichen. Deine Rathgeber sagen Dir, daß, weil Orthodoxie und Autokratie in einer vergangenen, Zeit, gut für daS russische Volk waren, sie auch jetzt und bis zum Ende der Zeit gut sein müß. ien. und daß eS daher für die Wohl fahrt des russischen Volkes erforderlich sei, diese beiden Formen von Religion und politischer Organisation "unter allen Umständen beizubehalten. DaS ist aber ein doppelter Fehler. Erstens ist eS unmöglich ' zu behaupten, daß Orthodoxie, die vielleicht .früher, ein. mal eine natürliche Religion für das russische Volk war, auch jetzt noch na türlich ist. Und zweiten-, wenn Or thodoxie wirklich daS natürliche für das Volk wäre, so läge kein Grund, vor, Zwanz - anzuwenden, um diese Glau benSform aufrecht zu erhalten, oder diejenigen, denen fle widerstrebt, griu fam zu verfolgen. Dasselb? .gllt,. von der Autokratie. Sie erschien ' dem Volke natürlich, als es noch daran glaubte, daß der Zar ein unsehlbarer Gott auf Erden sei, der allein das Volk regieren könne; aber jetzt ist diese RegierungZsorm unnatür lich, weil Jeder weiß, oder, so bald er ein wenig Erziehung genossen hat, bald herauösindet, daß ein guter Zar nur ein glücklicher Zufall ist, . und daß Za. ren Ungeheuer und Verrückte sein kön nen und schon waren, wie Johann der Vierte und Paul. Bezüglich der An . hünglichkeit des Volkes an die Autokran it und deren Vertreter, den Zaren, Hil Du vielleicht irregeführt durch den 'stand, daß.in.Moskau und deren ZrMtn das Volk, wenn eö Dir begeg.
net, Hurrah!- ruft und, hinter Dir herläuft. Glaube nicht, daß dies ein Ausdruck von Anhänglichkeit an Dich ist. Das Volk, das so thut, setzt sich nur aus Neugierigen zusammen, die hinter jedem ungewöhnlichen Schau, spiele herlaufen würden. Zudem sind die Leute, die Du für die Bekunder der Ergebenheit des Volke- hältst, oft nichts weiter als ein von der Polizei zufam. mengebrachter und instruirter Haufen, mit dem man Dich über die Stimmung im Volke hinwegtäuscht. - DaS war z. B. der Fall, mit Deinem Großvater in Charkow, als der Dom voller Volk- war, nur bestand das Volk aus verkleideten Polizisten. Wenn Du nur einmal unter den Landleuten wandeln wolltest, die während der Fahrt des kaiserlichen ZugeS auf der ganzen Bahnlinie hinter den Truppen Spalier bilden, und wenn Du hörtest, was diese Landsleute sagen, so würdest Du von den wirklichen Vertretern des Volkes Worte vernehmen, die ganz unvereinbar mit der Anhänglichkeit an das Prinzip der Autokratie und dessen Vertreter sind. Autokratie ist eine antiquarische RegierungSsorm, die den Bedürfnissen irgend eines Volkes irgendwo in Centralafrika, abgifchnit. ten von der ganzen Welt, angepaßt sein mag. Aber nicht daS Bedürfniß deS russischen Volkes, daS theilnimmt an der Erleuchtung der ganzen Welt. Da. her kann diese Regierungsform und die damit verbundene Orthodoxie nur auf. recht erhalten werden durch Gewalt jeder Art, besondere Controlle, Ver bannungen. Hinrichtungen, Verfol gungen auS Religionsgründen, Ver. bot von Büchern und Zeitungen, Ver stümmelung der Erziehung und, allge mein gesprochen, durch jede Art von schlechten und grausamen Thaten. Darin bestand denn auch bis jetzt Deine Regierungsthätigkeit, anfangend mit der Antwort, die Du der TverDe putation gabst, einer Antwort, die die Entrüstung des ganzen russischen Volkes hervorrief, denn Du nanntest die berechtigten Wünsche deS Volkes un. sinnige Träumereien". Die Fortsetzung waren alle Deine Maßnahmen mit Be zug aus Finnland, Besitzergreifung in Chma, Dein Projekt erner Friedens, conferenz im Haag unter gleichzeitiger Verstärkung der Armee, der Verstärkung des administrativen Despotismus, die Unterstützung von GlaudenSverfotgun gen. Deine Zustimmung zur Einsüy. rung deS SpirituS'MonopolS d. h. Handel der Regierung in dem Gift, oas das Volk ruinirt und schließlich die Ausrechterhaltung der körperlichen Züchtigung als eines Strafmittels trotz aller Petitionen um Abschaffung dieser unsinnigen und gänzlich zwecklosen Maßregel, die eine Schande sür das russische Volk ist. ' Könnte das russische Volk Dir jetzt seine Wünsche kundgeben, so würden es, meiner Meinung nach, die folgen den sein: l Die Arbeiter würden sagen, daß sie von jenen Sondergesetzen befreit sein möchten, die ihnen die Rechte aller übrigen Bürger vorenthalten. Weiter würden sie wünschen : BewegungS freiheit, Freiheit der Erziehung und die Freiheit, jene Religion zu beken nen, die ihren geistigen Bedürfnissen entspricht. Vor allem aber würden hundert Millionen Menschen mit einer Stimme sagen, daß sie Freiheit inder Benutzung des Landes wünschen, das beißt Abschaffung deS Grundbesitz. Rechtes. Die Abschaffung dieses Rech teS ist eS, die, meines ErachtenS. jene erste Aufgabe darstellt, deren Lösung daS Ziel der russischen Regierung un serer Zeit sein sollte. In jeder Periode menschlicher Ent Wicklung giebt eS einen Schritt, der zur Verwirklichung jener besseren Le densformen führt, nach denen das Leben strebt. Die Abschaffung der Leibeigenschaft vor fünfzig Jahren war ein solcher Schritt. In unserer Zeit würde ein solcher Schritt die Befreiung der arbeitenden Massen von der Mi norität, die sie bedrückt, sein. Im westlichen Europa hält man die. seö Ziel für erreichbar durch Ueber, tragung der Bergwerke und Fabriken in das gemeinsame Eigenthum der Ar. beiter.. Sei diese Lösung der Frage für westliche Völker nun richtig oder nicht; auf daZ Mutige Rußland läßt sie sich nicht anwenden, da hier ein enormer Theil der Bevölkerung auf dem Lande und in vollkommener Ab hängigkeit von den Landeigenthümern lebt. In Rußland kann die Befreiung nur erreicht werden durch die Abschaf fung deS Grundbesitzrechtes und duich die Anerkennung des Landes und Bo denS als ein'.'S gemeinsamen Besitz thumS. . Das ist seit langem der in nerste Wunsch deS russischen Volkes, dessen Ersüllung eS. stets von der Re. gierung erwarten wird. Ich persün lich bin der Ansicht, daß in unserer Zeit der Besitz von Land sine so schreiende und offenherzige Ungerechtigkeit ist, wie eS vor fünfzig Jahren die Leibeigen schaft . war. Die Abschaffung deS GrundbesitzrechieS würde das russische Volk auf sine höbe Stufe von Unab hängigkeit, Wohlfahrt und Zufrieden heit bringen."
Dke deutschen Volksschulen., ' Nahezu neun Millionen Kinder (genau 8.924,779) besuchen nach Angabe des letzten Statistischen Jahrbuchs sür das Deutsche Reich" die deutschen Volksschulen. Davon entfallen 5,670.000 auf Preuken. 3.253.000 auf die übrigen Bundcsstaaten und ElsaßLothringen. Sie werden insgesammt in 59,348 Schulen unterrichtet, von denen sich 36,756 in Preußen, 22.592 im übrigen Deutschland befinden. Nach
unseren Bnrchnungen kommen demnach auf eine preußische Schule' 154, au eine außerpreußische daaeqen nur 14 Schüler. An diesen Schulen waren (die Angaben beziehen sich meist auf das Jahr 1901) insgesammt 124.027 Lehrer und 22,513 Lehrerinnen, zusammen also 146.540 vollbeschäftigte Lehrkräfte thätig. Von den Lehrern amtirten 76.342, von den Lehrerinnen 13.866 in Preußen, während 47.685 Lehrer und 8647 Lehrerinnen in den übrigen Bundesstaaten angestellt waren. Die Lehrerinnen machten in beiden Fällen 15.3 v. H. der Gesammtheit aus;'faßt man das Verhältniß zu ihren männlichen Kollegen ins Auge, so kamen beide Male auf je hundert Lehrer etwa achtzehn Lehrerinnen. Ti; Aufwendungen für das gesummte Volksschulwesen betrugen im Reich: 419.092.000 M., wovon 269.9 Mill'onen auf Preußen. 149.1 Millionen aus die außerpreußischen Staaten ' fielen. Von diesen Kosten wurden 120.6 Millionen vom Staate gedeckt, nämlich in Preußen 73,0 und außerhalb desselben 47.6 Millionen Mark. Während also in Preußen der Staat nur 27 v. H. der Schuluntcrhaltungskosten trug, war das in den übrigen Bundesstaate bereits mit 32 v. H. der ffall. Auf dön Kopf der preußischen Bevölkerung entfielen nach unseren Berechnungen 7.8 Mark von Schullasten, auf die NichtPreußen dagegen nur je 6,8 Mark. Demgemäß stellten sich auch die aus den einzelnen Volksschüler, in Preuhen entfallenden Kosten, mit 48 M. etwas höher als der übrige Durchschnitt, der nur 45.9 M. betrug. Während also Preußen im Punkte -der . finanziellen Schwankungen hinter den übrigen Bundesstaaten nicht nur nicht zurücksteht, sondern ihnen sogar", wenn man auf die durchschnittlichen Leistungen sieht, etwas voran ist, läßt sich das tn einigen sehr, wichtigen anderen Beziehungen leider nicht sagen. Auf eine Lehrkraft kommen im Durchschnitt des ganzen Reiches 61 Schüler, und zwar in Preußen ,63, 'außerhalb desselben 57.5. und ein Mehr von über : sunj Schülern pro Lehrkraft fällt bei der großen Gesammtsumme doch schon recht bedeutend ins Gewickt. Dit schlimmsten Verhältnisse weisen die preußische Provinz Posen mit 74 und die beiden Lippe mit 92 und 99 Sckülern pro Lehrkraft auf. Ueber den Erfolg des Volksschulunterrichts giebt äii genannter Stelle lediglich die Tabelle über die Schulbildung 'der 'im Ersaß jähre 1902 eingestellter Rekruten Auskirnst. Hiernach waren . unter 259,20? eingestellten Mannschaften nur 99 ohne Schulbildung, d. h. 0,04 v. H. Hiervon entfielen auf Preußen allein 77 Personen, d. h. .005 v H., von. dem Reste kamen 10 auf Elsaß-Lothringen, je 2 auf Baden, Bayern und Hessen, einer auf Sachsen und 4 auf Würitem' berg; in den anderen Vundesstaaten wurden Rekruten ohne Schulbildung überhaupt nicht vorgefunden, so daß sich der gesammte außerpreußische Durchschnitt nur auf 0.002, v. H. stellte. Diese Zahlen, in denen ElsaßLothringen. Posen und .Westpreuß:n besonders stark vertreten sind, weisen übrigens deutlich darauf, hin, daß es in erster Linie die Zwiesrachigkeit der Bevölkerung ist, der die Schuld an der relativ häufigen Ergebnislosigkeit der Schularbeit beizumessen ist. Unruhen in den Savincr Bergen In Palombara, einem prächtig gelegenen Sabinerstädtchen, geriethen dit Bauern in einen blutigen Konflikt mit der bewaffneten Macht. Das ging sc zu: Die Bauern wollten den ALald von Castiglione. den sie vor 25 Jahren dem Fürsten Borghese mit der Betpflichtung. darauf Oliven zu pflanzen. das Kastell wieder herzustellen im einen öffentlichen Garien anzulegen, in Erbpacht gegeben hatten, wieder in den Besitz der Gemeinde bringen, da der Fürst nicht daran dachte, seinen Vertrag zu halten. Nachdem dik Rechtsmittel fehlgeschlagen waren und der Pächter des Fürsten in der Voraussicht von dem, was geschehen würde, den Wald abzuholzen begann, unl sich das Holz zu retten, begaben sich die Bauern auf das Gemeindeland, theilten das niedergeschlagene Holz und trugen es nach Hause. Einige Carabinieri. die erschienen waren, blieben dem drohenden Hausen gegenüber machtlos. Am Abend vereinigten sich die Bauern von neuem, um zu berathen, was weiter zu tben sei. Aber als sie ein Delegirter zur Ruhe ermähnte und zur Unterstützung seines Ersuchens 40 Carabinieri erschienen, versuchten sie die Polizei zu umzingeln. Die jetzt erfolgende VerHaftung eines ihrer Rädelsführers gab das Zeichen zum Widerstande gegen die Staatsgewalt. Revolver wurden aus die Beamten abgefeuert, ein Steinhagel fiel auf sie nieder. Von den Carabinieri wurden ein Offizier und acht Mann verwundet. Die Behörden entsandten nach Palombaraeinige Kompagnien Infanterie. Zeitungs-Räthsel waren schuld daran, daß ein Engländer dem Wahnsinn anheimfiel.
: DU sah SchtuerS Ebott aus! Bei den historischen Forschungen für eine Don Carlos"-Aufführung km Wiener Burgtheater war man auch bestrebt, das Urbild der Eboli irgendwo zu entdecken. Und siehe da es fand sich in der Hofbibliothek, in der Jconografia Espanola" von Valentin Cardera . y Salano (Madrid 1855). Der zweite Band bringt ihr Porträt und alles Nähere, was man über sie zu wissen wünscht. Aber besser wäre es vielleicht gewesen, wir hätten es nie erfahren. Denn diese EboH" wird für alle Schillerfreunde eine große Enttäuschung bedeuten und für eine Don Carlos-Aufführung ist dieses Original" nun erst gar nicht zugebrauchen. Schiller, hat hier entstellt und fast möchte man sagen idealisirt, wie selten vorher. Bei dem spanischen Schriftsteller ist die Eboli die spätere Gemahlin des Oberkammerherrn Ruy Gomez de Silva, desselben Mannes, gegen den bei Schiller die Eboli Don Carlos um Schutz bittet, indem sie sagt: Ein frecher Günstling des Monarchen buhlt um meine Hand Ruy Gomez, Graf von Silva." Wie gesagt, die echte Eboli hat diesen Gomez gar nicht für so frech geachtet, denn sie schenkte ihm ihre Hand; ja, die Historie weiß sogar von einer sehr braven tugendsamen Gräfin zu erzählen, die ihrem Gatten nicht weniger als zehn gesunde Kinder noch dazu schenke!. . . Aber die Enttäuschung wird immer größer. Denken wir an Don Carlos' Worte von den Thränen", die er aus den Engelsblicken" der Eboli gepreßt" hat, und vergleichen wir dann das Porträt dieser Frau mit dem Bildniß, wie es der Dichter zeichriete. . Da sehen wir die Eboli mit einer schwarzen Binde über dem einen Auge. Und der erläuternde Text erzählt, wie die Prinzessin schon in frühester Jugend durch einen Unglücksfall beim Fechten dieses eine Auge verlor. Nein, diese Eboli im Original ist weder schön noch verführerisch, also nicht geeignet für die Rolle, die sie in des Dichters unsterblichem Drama zu spielen, hat. Ein japanischer Salomo?
Eine japanische Legende erzählt: Eine junge Frau, die arm war, mußte ihr kleines Kind bei einer anderen Frau in .Pflege geben,' da . sie in fremden Dienst ging. Nach ein paar Iahren aber verließ sie ihre Stelle und wollte nun ihr Kind, das sie herzlich liebte, wieder bei sich haben. Zu ihrer großen Ueberraschung erklärte aber die Frau, bei der sie das Kind inPflege gegeben hatte, das Kind sei ihr eigenes und wollte es nicht zurückgeben. Die Sache kam vor einen berühmten und weisen Richter Namens Oka, der. weithin im Lande wegen seiner Gerechtigkeit. und seines Scharfsinns bekannt war. Der befahl,, jede der beiden Frauen solle einen Arm des -Kindes nehmen und daran ziehen. ' Die, die sich als die stärkste erweise, solle das Kind haben. Die wahre Mutter, obwohl sie 'nicht zu widerstreben wagte, ergriff voll vorwurfsvoller Sorgsamkeit und Zärtlichkeit dieHand des Kindes, während das fremde Weib aus Leibeskräften an dem anderen Arm riß. Kaum aber hatte das Kind einen Schmerzensschrei ausgestoßen, als die Mutter sejne Hand losließ und sich weigerte,, weiter zu ziehen. Ihre Freunde redeten ihr zu, das andere Weib forderte sie laut auf, doch fortzufahren. 'Der Richter hatte still und aufmerksam dagesessen, nun erklärte er das grausame Weib für eine freche Betrügerin, die jedes mütterlichen Gefühls bar die Pein ihres angeblichen Kindes mit ansehe, und befahl, sie streng zu bestrafen. Der glücklichen Mutter aber gab er ihr Kind zurück. Enfant terrible. Karlchen (zum Bräutigam der Schwester): Onkel, was ist denn heute bei uns los. daß es so feierlich aussieht?" Bräutigam: Das' weißt Du noch nickt? Heute feiert Deine Schwester Verlobung!" Karlchen (erfreut): Ach ja, du ist's immer so hübsch! Das Material. Richter: Sie sind angeklagt, sechs Stöße PaPier, drei Flaschen Tinte und fünf Gros Federn gestohlen zu haben. Was haben Sie zu Ihrer Vertheidigung zu sagen?" Angeklagter:- Ich bin Schriftsteller und sammelte Material für einen neuen Roman." Sonderbare Verlob u'tt g. So ist denn Deine Verlobung wirklich zurückgegangen?" Ja, Papa war mit seiner Stellung nicht einverstanden, Mama genügten - seine sozialen Beziehungen nicht." Und was denkst Du über die Sache?" Ich denke, ich muß warten,. bis er erst um meine Hand angehalten hat. Der humane P-rofessor. Zu Professor Hyrtl kam eines TageS ein Candidat der Medicin mit der Bitte, ihm bei dem am nächsten Tage stattfindenden Rigorosum keine Frage aus de? Anatomie des Gehirnes zu ertheilen, da er als armer Teufel, der größtentheils durch Ertheilung von Lektionen seinen Unterhalt zu verdienen gezwungen sei, nicht Zeit fand, diesem Gegenstände genauere Beachtung zu schenken. Als der Candidat da Rigorosum glänzend bestanden hatte, sagte ihm Professor Hyrtl: Nun sehen Sie, man kann auch ohne Hirn durchkommen."
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