Indiana Tribüne, Volume 28, Number 135, Indianapolis, Marion County, 30 January 1905 — Page 3

IJ

ip JndisuQ Oribüne, SO. Januar 1905

echselndes Glück

Scheint in dem begonnenen großen Kampfe in der Mandschurei zu walten. Für die deutschen streikenden Bergleute. Die Lütticher WeltansstellunF. Die Lage in Polen drohend. Italienischer Bischof als Senator. Vorbereiluugen für Gen. Stoessels Empfang m Frankreich. Studenten in Hannover demonstrieren.

Japan. Auch die Japaner siegen. Tokio, 29. Jan.. 8 Uhr Adendö. Aus dem Hauptquartiere in der Mandfchurei wird gemeldet: Unsere Truppen besetzten Samstag Llutako und wurden in der letzten Nacht zweimal von überlegenen Kräften angegriffen. Wir schlugen den An griff vollftündig ab. Eine andere unserer Abtheilungen griff Sonntag bei Tagesanbruch den Feind in der Nachbarschaft von Feitffai hotzu, etwa 2 Meilen nördlich von Heikutai an und besetzie die Stellung. Der Feind machte letzte Nacht einen heftigen Angriff auf Heikutai, wurde aber abgeschlagen. Die dortigen russischen Truppen haben sich über den Hun'Jluß zurückgezogen. Unsere Trup pen verfolgen sie. In der Richtung von Tschenschieh pao und Sckajantow machte der Feind letzte Nacht mehrere erfolglose Angeiff. Bei Heikutai steht das 1. und ein gemischte Corps von Infanterie mit einer Division Kavallerie unter Gen. Mischtschenco. Wir nahmen 500 Ossi ziere und Gemeine gefangen." Tokio, 29. Jan. Die Russen haben etwa 65,000 Mann dem linken japanischen Flügel gegenüber gesam melt und bombardken den linken Flügel und daS Zentrum. Mit kleineren Abtheilungen greifen die Russen längs der ganzen Front an. . Nachrichten aus dem Hauptquartier melden, daß die Ruffen auf den rechten japanischen Flügel und daS Zentrum bombardirten und vergebliche Angriffe machten. Auf dem linken Flügel wa ren die Japaner siegreich und besetzten Lieutioko und Lichiawopong am SamS tag; die Russen zogen sich nach Norden und Westen zurück. Die Japaner besetzten am Samstag Stellungen südöstlich von Heikutai und greifen jetzt die Hauptftellung an. Eine andere Abtheilung Vertrieb ein Regiment Infanterie, eine Brigade Kavallerie und 12 Geschütze aus Haerhpao, 5 Meilen südlich von Hei kutai. Nüssen nach der Heimat h. T s ch i s u, 29. Jan. Drei Dampfer mit 2s00 Russen gingen heute von hier nach Odessa ab. Zwei Dschunken, die Vorläufer von 25 anderen, kamen von Port Arthur an. Die Frauen und Kinder hatten schwer unter der Kälte gelitten. RussischerAngriff. S z e s a n g t a i, 29. Jan. Eine Schlacht begann am 23. Januar bei Tagesanbruch. Der rechte russische Flüael rückte, von Truppen aus dem Osten verstärkt, gegen den linken japa Nischen Flügel vor. Die Infanterie trieb, von Artillerie unterstützt, die Japaner aus 2 Dörfern. Bald war der ganze rechte Flügel engagirt. Das russische Geschützfeuer war heftig, aber die Japaner blieben fast still. Die Straßen in den eroberten Dörfern ren mit russischen und japanischen 2ti chen bedeckt. Die Gegend ist flach und leicht be völkert, die Dörfer sind groß und ent halten große Vorräthe von NahrungS Mitteln. ES schneit und ist bitter kalt. Die Truppen suchen den Schutz der we nigen Dörfer, die in diesem Distrikte der Zerstörung entgangen sind.' Am 26. Januar begann wieder das Geschützfeuer und die VorwärtZbewe gung auf dem rechten russischen Flügel wurde wieder aufgenommen. Der Wind trieb den Japanern den Schnee in'S Gesicht, so daß dieselben nur auf kurze Entfernung sehen konnten. Am 27. Januar wurde der Kampf fortgesetzt, doch scheint sich derselbe nicht auf daS Centrum und den rechten Flü gel zu ergrecken. Auf beiden Seiten ist mehr Artillerie in Anwendung als in irgend einer vorausgegangenen Schlacht. Sacharoff'S Bericht. St. Petersburg. 29. Jan. General Sacharoff meldet dem General stabe vsm 23. Januar:

Am 26. Januar Ncentrirte der Feind beträchtliche Streitkräste .bei SandepaS, um die Offensive zu ergreifen. Am 27. Januar ging unsere Ab theilung auf dem äußersten linken Flügel zur Offensive über und griff die Dörfer Sonnapu und Paotsta, südlich

von Sanoepas, an. Wayreno oes ganzen 27. tobte ein hartnäckiger Kampf; wir nahmen Humapu um Mitternacht. Eine Abtheilung, die am 26. auf SandepaS vorging, besetzte am Abend einen großen Theil deS befestigten Dorfes. Als sie aber auf eine Redoute mit 3 Reihen von Hindernissen stieß. die durch Feldartillerie und Schnell euergeschützen' vertheidigt wurde, .zog sie sich zurück, da die Redoute ohne. vorausgegangenes Bombardement unmög ich zu nehmen war. Am 27. und 23. wurde die Redoute heftig beschossen. Am 26. und 27. machte unsere Kavallerie, be 6 Meilen südlich von San. depas operirte, 100 Gefangene von ei' ner japanischen Kompagnie." St. Petersburg, 29. Jan. Nach Gen. Sacharoff'S Bericht muth maßt man hier, daß Gen. Kuropatkin'S Sieg nicht weit her war, da er SandePas wieder räumen mußte. Rukland. Großfürst Sergius. St. Petersburg, 29. Jan. Der ganze Unwille der Unzufriedenen richtet sich gegenwärtig gegen Großfürst SergiuS, der als das reaktionärste Mitglied der Kaiserfamilie bekannt und verhaßt ist. Seinem Einflüsse auf den Zaren wird es zugeschrieben, daß noch keine Volksvertretung besteht, daß Trepoff zum Generalgouverneur ernannt wurde u. s. w. Läden geplündert. Warschau, 26. Januar. Die Streikftörungen nehmen einen ernsten Charakter an. ES wurden zahlreiche Läden geplündert. Alle Fabriken, Theater und Schulen sind geschlossen, die Straßenlampen ausgelöscht. ES wurden zahlreiche Verhaftungen vore nommen. Engländer verwundet. London, 29. Jan. Von War schau meldet ein Korrespondent, daß der britische Vize-Konsu! Muonkan von Husaren verwundet wurde, als er die Straße entlang ging. Streik. K o l p i n o, 29. Jan. Alle Ar beitervereine sind von 'der Polizei geschloffen worden. Die Arbeiter der langen einen 8ftündigen Arbeitstag, Beibehaltung der Leute über 60 Jahre und einen Minimal'Lohn von 60 Cents per Tag. Die Geschützfabriken sind noch geschlossen, wodurch die Vollen dung der Geschütze für das russische Ge schwader verzögert wird. Derhl. Synod. St. Petersburg, 29. Jan. In einem Rundschreiben entrüstet sich der hl. Synod über die Erhebung geen die von Gott eingeseßte Ordnung und ist besonders bitter gegen den Priester, der die heiligen Reliquien aus der Kirche riß und sich an die Spitze der Aufrührer stellte. Das Zirkular beschwört die Recht gläubigen dem Kaiser und denBehörden Gehorsam zu leisten. Bestraft. S t. Petersburg, 29. Jan. Die 4. Batterie der schweren Artillerie, die am 10. Jan, den Kartütschenschuß auf die Hofgesellschaft und den Winter palaft feuerte, ist aufgelöst worden. Die Mannschasten werden auf verschiedene Regimenter in der Mandschurei der theilt. Deutschland. RussischeVerbältnisse. B e r l i n, 29. Jan. Bezüglich der Situation in Rußland sprach sich heute ein hervorragender deutscher Staats beamter wie folgt aus: Es ist unsinnig, von einer Kata

ftrophe des ZriSmuS oder dem Ende der russischen Regierung zu sprechen. DaS russische Volk ist für ein sreiheit licheS Regime noch nicht reif. Dage gen ist eS richtig, daß der Zar und die Regierung sich über kurz oder lang zu gewissen Konzessionen an die ReformForderungen bequemen müssen, weil die ReforM'Bewegung jetzt fast alle Volksschichten durchdringt. Die Reaktionäre können nicht Iftn ge: sagen, daß blos ein Putschversuch professioneller Aufwiegler vorliege. A! lerdlngS arbeiten die Reformer mit un tauglichen Mitteln. Die Volksmassen, welche sich am Sonntag vor dem Win terpalais versammelten, waren sicher lich harmlos, aber wie leicht Hütte der geringfügigste Zufall den Anschein der Meuterei erwecken und zu unabsehba ren Folgen führen können." S t u d e n t e nD emonstration. H a n n o v e r, 29. Jan Die Studenten der technischen Hochschule benützten den gestrigen Kommers am Vorabend von Kaisers Geburtstag zu einer Kundgebung gegen den preußischen Kulturminister Dr. Studt. Ver schiedene Redner sagten, die Studenten würden sich dem Minister nicht beugen. Dr. Studi hatte bekanntlich zu An fang Dezember den Studenten einen Verweis ertheilt, weil sie anläßlich der Jnnsdrucker Vorgänge, der blutigen Wirren nach Eröffnung der italienischen Rechtsfakultät, den deutschen Stuben ten in Innsbruck eine Sympathie-De pesche schickten. Hierüber sührte die österreichische Regierung angeblich Be schwerde, und die offizielle Rüge war die Folge. Die neuen Kaiserpreise. Berlin, 29. Jan. Der Kaiser hat dem kaiserlichen Jachtklub die folgenden Preise verliehen, für deren Aus segelung die nachstehenden Bestimmun gen gelten: 1. Ermunterungspreise für die Renn-Jachten der Klasse VI von sechs Segellängen und darunter, der in der Binnenwettfahrt der Kieler Woche 1905 ausgesegelt wird. 2. Kaiserpo kale. Der erste Kaiserpokal ist sür die SchonerKreu;er der LKlasse als Klas senpreiö, der zweite KaiferpreiS für die AawlS und Kutter der A. bis I.Klasse als sofort zu gewinnender HerauSforderungSpreiS neben den Klassenpre'.fen bestimmt. 3. Samoa.Pokal für die Sonderklasse. Der Besitzer derjenigen Jacht, die zuerst zwei Rennen gewinnt, erhält den Samoapokal als Klassen preis für das Entscheidungsrennen. Im Interesse der Ruhr st r i k e r. Köln, 29. Jan. Die belgischen Arbeiterführer planen die Einberufung deS internationalen Comite'S der Ar beiterpartei, welches über die Frage be

rathen soll, ob der Ausstand im Ruhr Kohlengebiet auf die Grubenarbeiter aver Länder ausgedehnt werden soll. Badische Blätter veröffentlichen einen Ausruf aller Parteien zu Gunsten der RuhrStriker, in welchem die Haltung der Grubenbesitzer scharf getadelt wird, wcil sie nicht über ArbeitS-Bedingun-gen unterhandeln, ' sondern sie diktiren wollten. Der achtzigste GebutStag. Berlin, 29. Jan. Der Schrift fteller Balduin Möllhausen beging heute in voller körperlicher und geistiger Frische die Feier seines achtzigsten Ge burtStageS. (Er ist in Bonn geboren. unternahm dreimal längere Reisen nach Amerika zu industriellen und wissen schaftlichen Zwecken. Seit 1886 . lebt Möllhausen in Berlin. Er begann mit Darftellungen seiner Reisen: Ta gebuch einer Reise vom Mississippi nach den Küsten der Südsee"; Reisen in die Felsengedirge Nord Amerika'S bis zum Hochplateau von NeuMexikound ließ dann über 150 Bände Novel len und Romane folgen, die meist in Amerika spielen.) Prinz Eitel Fritz. Berlin, 29. Jan. Die Aerzte deS Prinzen Eitel Fritz erklärten heute Morgen, daß die Temperatur desselben 100.6100.7 sei. Sein Puls sei kräftig und mache 90 Schläge. Er habe mehrere SchweißauSbrüche gehabt. Für Gorki. Berlin, 29. Jan. In der Ver sammlung, welche gestern Abend der Verein für Kunst und Literatur hielt. um Schritte im Interesse des gefange f M mm m nen ruiniazen wqrtltneuers Gorlt zu thun, sagte Dr. Barth. er hoffe, daß ZeitungSherauSgeber, Schriftsteller und gebildete Leute in Amerika an die rufst fche Regierung Petitionen im Interesse Gorki'S richten würden. Der Assoc.

Presse sagte er, diese Schritte sollten

telegraphisch erfolgen, da Gorki in großer Gefahr sei. Gastspiel. Berlin, 29. Jan. Während Ber. lin sich mit einem verstümmelten Ensemble des deutsch amerikanischen Theaters begnügen mußte, reist Adolph Philipp mit dem Haupttheil seiner Truppe durch die Provinz Gestern brachte er sein Gastspiel in Halle zum Abschluß. Von Montag bis Ende die. ser Woche tritt er in Chemnitz auf. Die Halle'schen Zeitungen lobten die Vorstellungen in einer Weise, die aus glänzende Begründung" schließen ließ, j Steg litz er Patrioten. I Berlin, 29. Jan. Die Steg; litzer Bürgerschast plant die Errichtung eines Denkmals für Kaiser Wilhem I. Der Kaiser hat in einem eigenhändigen Schreiben dem Stadtrath seinen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen. j Italien. Bischof und Senator. Rom, 29. Jan. MoSgr. Dono melli, Bischof von Cremona, dessen unermüdlichen Bemühungen zum Wohle der Auswanderer ihn in Italien sehr beliebt gemacht haben, wird, wie es! heißt, vom Könige zum Senator er nannt werden. Es ist dies der erste! Fall seit dem Jahre 1870, daß ein Bi schof znm Senator gemacht wird. Frankreich. Gen. Stoessel erwartet Paris. 29. Jan. Der bevorste hende Besuch Gen. Stoessel'S, des Hel den von Port Arthur, der in Marseil' leS landen und auf dem Wege nach St. Petersburg hier durchkommen wird, beschäftigt alle Geister. Es wer. den großartige Vorbereitungen für seinen Empfang getroffen. Ofsiziere der Armee werden ihm ein mit Diaman ten besetztes Schwert überreichen und ein kostbares arabisches Pferd soll ihm als Ersatz für das in Port Arthur verlorene geschenkt werden. Datz der Präsident nach dem Beispiel deS deutschen Kaisers dem General einen hohen Orden verleihen wird, gilt als selbstständlich. Japanischer Wunsch. Paris, 29. Jan. Japanische Of. sizicre haben sich geäußert, wenn der russische Streik sich auch auf die Eisenbahnen ausdehne, werde dies die Zu fuhr Kuropatkin'S wirksamer abschneiden, als alle chinesischen Banditen es thun könnten. B l u t i g e r E r n st. P a r i s, 29 Jan. Zwei Schauspie ler, die in persönlicher Feindschaft" leb ten, machten als Faust und Valentin im Faust" blutigen Ernst. Der eine derselben mußte nach einem Hospitale gebracht werden. Oesterreich'Nngarn. Russische Bombe. Wien, 29. Jan. Von Czenstochow, Polen, wird gemeldet, daß eine Bombe in die dortige KavallerieKaserne gemorsen wurde und daß viele Soldaten Wunden davontrugen. Die Web er" in Polen. Wien. 29. Jan.' Hiesige Blätter sprechen ganz ernsthaft davon, daß die Freigebung von Hauptmann'S We ber" in russisch . polnischen Städten, welche bekanntlich einem langen Kampfe gegen die Zensur gefolgt ist, viel mit den Wirren zu thun haben-mag, die nun jenen Landstrich in den Mittel Punkt der revolutionären Bewegung gerückt haben. Während der ersten Aufführung in Lodz kam eS zu Excessen, die das Einschreiten der Behörden nö thig machten. Nun geht daS Stück schon seit zwei Wochen allabendlich über die Bretter russisch polnischer Bühnen und noch immer folgen den Vorftellun gen Demonstrationen, die an Rebellion grenzen. Großbritannien. Die Expedition nach Tibet. London, 29. Jan. DaS soeben erschienene umfangreiche Blaubuch über die Expedition nach Tibet zeigt, daß ernstliche MeinungS Verschiedenheiten zwischen dem Führer der Expedition. Col. VounghuSband, und der Regie rung bestanden. BounghuSband hatte eine Kriegs entschüdigung von $3,750,000, zahlbar in 75 Jahresraten verlangt und daS Recht der Besetzung deS Ghumbi-Tha leS sür 75 Jahre. Broderick, Staats. Sekretär für Indien, hielt 91,250,000 Kriegs Entschädigung für genügend. Schließlich fügte sich die Regierung bezüglich der Entschädigung, beschränkte

aber das Besetzungsrecht auf 3 Jahre.

BahamaÄnseln. Dominikanische Unzu fri ed e n e. Turk'S Island, 29. Jan.

In einer Konferenz der aus San Do mingo Verbannten, welche hier unter dem Vorsitz des Generals DechampS, des früheren Vicepräsidenten der Re publik San Domingo, stattfand, wurde der Beschluß gefaßt, einen nationalen Protest gegen das Protokoll" zu er lassen, welches am 21. Januar von der dominikanischen Regierung, dem amerikanischen Gesandten Dawson und dem amerikanischen Marine-Comman-der Albert C. D. Mingham unterzeich. net und worin die Finanzverwaltung San Domingo's den Ver. Staaten überliefert wurde. Dieser Protest wird, wie die Protestler glauben, von sümmt lichen dominikanischen Verbannten unterzeichnet werden, die in Cuba, Porto Rico, Curacoa, Venezuela, Columbia, in den Ver. Staaten und den Probin zen San Domingo's, welche nicht die Autorität deS Präsidenten MoraleS anerkennen, eine Zufluchtsstätte gefunden haben. Eine aus drei hervorragenden dominikanischen Patrioten bestehende Delegation soll nach Washington ge sandt werden, um Präsident Roosevelt diesbezügliche Vorstellungen zu machen. Belgien. Die Lütticher Weitaus. st e ll ung. Antwerpen, 29. . Jan. Die Lütticher WelauSstellung ist nun im vollen Gange und dieser Tage fand die Uebergabe der Baulichkeiten in Gegen wart des Prinzen Albert, der Minister und einiger Mitglieder deS diplomoti schen CorpS an die fremdländischen Kommissäre statt. ES folgte ein fast dreistündiger Rundgang durch das aus gedehnte, durch feine wundervolle land schastliche Lage berückend-schöne Ge lände. Von den vlerundzwanzig Staaten, die ausstellen, kommt Deutschland an zweiter Stelle. Amerika steht an zwölfter. . Spanien. Rusche Kombination. Madrid, 29. Jan. Die An kunft des Erzherzogs Friedrich, des ältesten Bruders der Königin-Mutter Christine, mit der Erzherzogin und ihren 3 Töchtern erregt in Spanien große Neugierde. Es heißj, die KönigiN'Mutter wünsche eine Verlobung deS Königs mit ihrer 17jährigen Nichte Gabrielle. . SchiffsnaSrickten. New Jork: La Champagne" von Havre; MinneapoliS" von London; Brandenburg" von Bremen; Etru ria" von Liverpool; Menominee" nach London. Southampton: New Vork" von New York. Queenstown: Lucania" nach New York. Dover: Pretoria" nach New Jork. Der deutsche Oberst des Regiments Numaneia. Ueber die Persönlichkeit des. Kommandeurs des spanischen Numancia Regiments, des Obersten Brandeis, dessen Chef bekanntlich der deutsche Kaiser ist, wird geschrieben: Oberst Brandeis besuchte das Gymnasium in Freiburg tm Breisgau, wo sich sein Vater, ein russischer Staatsrath, Hirns lich niedergelassen hatte. Ich saß einmal mit Brandeis zusammen im Schularrest, der mir durch die gymnastischen Vorführungen von Brandeis sehr kurzweilig wurde. Dieser machte den Krieg von 187071 bei den 21. Dragonern (Garnison Vruchsal) mit. Sein Bruder ist der jetzige Landeshauptmann auf den Karolinen. Brandeis war einer der wenigen spanischen höheren Offiziere, die sich im spanisch amerikanischen Kriege, den er auf den Philippinen mitmachte, auszeichneten. Er verleugnet den Freiburger auch in der Aussprache des Spanischen nicht, und in seinem Regimente soll es ganz badisch" zugehen. Besonders, ist er sehr auf den Unterricht bedacht. Unter der.deutschen Bevölkerung von Barcelona erfreut er sich großer Beliebtheit." Attkt7 kno Aslegung. Sie behauptm also, daß die Ehe Ihnen manchen Vortheil bringe?" Gewiß! Zum Beispiel erspare ich das diele Geld für die Auskunftsbureaus. Denn wenn ich über irgend Jemand eine Erkundigung einziehen mochte, so bringt mir meine Frau alles Wissenswerthe auö den Kaffeekränzchen mit!" Anzeichen. Mutter: Glaubst Du, daß Herr (lengstlich heute noch um Deine Hand anhalten wird?" o S t e r : O ja! Er trinkt den Sekt wtWasser und hat schon dreimal vor sich'lnngemuri7.:lt: ,Jedt ist mir alles Surft!' "

. Carl G. Winter Deutscher Arzt. Gehandelt alle akute und chronische Zkranks heiten. Geburtöhülfe Soezialitüt. Office : 14 West Ohio Str.

VKeswndm : 1011 vorm. -i N tl lü. stag : o is.a Bm. Udhou. Nr 4. Wohnung: libo Viadtssn d. evncbKnnden , 78 bendl Sonntag? : 6 6 Jlaiitu Wohnung Telephon : lt. 036 ; k. tftSS Dr. J. A. Sntclifle, Wund-Arzt, Geschlechts-, Urin, rtnectum Arankheiten. JM 155 Oft Market Str. Tel. 541 7eeSt,de : 9 feil 13 Uhr . ; I feil 4vh. Achtung Die besten Jndiana Vituminons Kohlen $3.00 per Tonne Peacoö Kohlen, per Tonne Beste Kohlen für Kochöfen. Alle anderen Sorten für Furnace oder Heizöfen. Wir gehören nicht zu dem Trust. Home Fuel Co. Neuer Phone 9291. Alte Phone, Main 1150. IAKE ERIE & WESTERti R.R. .. ..Fahrzeit der Züge.. . LbsahrtSnkulls doledo, Chicago und VNchigau Cprtt.t 7.15 IlOSi koledq, Detroit und Chicago Lim 12.20 t iM vttchlgan HitX), Muncie u.2afaötttt6tLt 7.20 fio.18 tflalid) t ausgenommen Sonntag. Ttytller und Goetye vor venr Folum der Kinder. Ein deutscher Leser erzählt: Auf dem Frühstüctstische liegt der Schillerkalender, in dem das elfjährige Trudchen blättert. Papa", fragt sie plötzlich, wann wird denn Goethe seinen Kalender bekommen?" (Sie hat die Büsten beider auf Papas Schreibtisch gesehen). Nach etwa 27 Iahren, mein Kind", lautet die Antwort des Zettung lej enden Papas. me kleine Pause. Weißt Du Papa, eigentlich habe ich Goethe lieber als &&Wtr " rirWiltr ntärncfm Midi V w vj otv v - - " der Papa vom Zeitungsblatt auf. Also auch schon in der unschuldigen Kinderseele dieser unselige Zwiespalt, der leidige Streit, wer der größere von beiden! Aber, Kind, was weißt Du denn von den beiden Dichtern?" Ja, Goethe ist sanfter und milder. Er hat gedichtet: Ich ging im Walde so für. mich hin usw." Nun, und Schiller?" Schiller fängt sein Gedicht (sie sagte wirklich sein Gedicht", hielt es also augenscheinlich für seine einzige dichterische Schöpfung) an mit Wer wagt es, Nittersmann oder Knapp, zu tauchen in diesen Schlund?" und das klingt so heftig und rauh." Der Papa will, um das bedenklich zerstörte Gleichgewicht zwischen den beiden Dichterheroen wiederherzustellen, eben erinnern an Mit dem Pfeil, dem Bogen" und Willst du nicht das Lämmlein hüten?", da kommt ihm voller Eifer .schon die neunjährige kleine Elfriede zuvor mit dem nicht ohne vorwurfsvolle Entrüstung gemachten Einwurf: Aber Trudchen, du ißt doch Schillerlocken (ein bekanntes Gebäck) so gern!" Die Erwachsenen stimwen lachend bei. Und Trudchen schweigt beschämt, von der Kraft des gegnerischen Arguments überwältigt. Für diesmal ist Schillers Ehre noch gerettet aber wer weiß auf wie lange. Einfache Erklärung.. Kunde: Die Uhren in Ihrem Ge schäfte gehen ja alle nicht!" Uhrmacher: . Wozu? Mein Geschäft geht ja auch nicht!" - Grönland hat weniger, als 12.000 Einwohner. In Schweden sind neues dings Dampfpflüg: einführt "worden.

-

.. t