Indiana Tribüne, Volume 28, Number 134, Indianapolis, Marion County, 28 January 1905 — Page 6

Jlldiana Tribünc. 28 Januar 1905.

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In deutschen Haushaltungen so, wohl wie in amerikanischen ist Dr. Jtugutt Koenig's

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Znstea, Erkaltung, Pronchitis, Seiscrkcit,

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Der echte Thee ist bensall bekannt alt da beste Heil Mittel gegen Grippe.

Or wärmt das Blut, errmfn dert den Wef, stärkt, fleNt wieder her und heilt.

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Warum nicht Ihr Helmanziehend machen, durch den Se

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Europäische Nachrichten

-g3at?rnt. M i! n cb e n. ?ln der GastwZrth

schaft von Xaver Stocker zu eisen

brunn, Amtsgericht larnoerg, ramen die am Abend des 7. August v. I. dort als äst anwesenden Tagelöhner

Franz Haberl und Karl Schillinger mit anderen Gästen in Streit und eine Rauferei. Haberl ging in die Küche und stieß dem Wirth, welcher ihn hin- , r i . . ' u je i rr

ausweisen wvuie, ein runul, in die Brust. Der Stich verursachte

den sofortigen Tod Stockers. Unter

Ausschluß mildernderUmstände wurde Haberl vom hiesigen Gerichte zuZucht-

hausstrafe von zehn Jahren verurtheilt. Im Verkaufsraum der chemischen Fabrik in der Sandstraße erfolgte eine Benzinezploston, wodurch drei Arbeiterinnen Brandwunden erlitten. Eine vierte Arbeiterin fiel bei der Flucht die Treppe hinab und zog

stch eine Verletzung zu. B a m b e r a. Gelegentlich einer

Tanzmusik im nahen Treppendorf kam es im Verlauf einer Rauferei zu emer schweren Blutthat. Der Flei-

schergeselle Paul charrer zog fein Messer und stach den Bauernsohn

Lang sowie den Dienstknecht Küber nieder. Letzterer war sofort todt. E r l a n a e n. Oberstleutnant und

Bezirkskommandeur Edwin Hummel

hier wurde, als er von seinem Bureau nach Hause gehen wollte, von einem

Gehlrnschlage getroffen und war sofort todt. Hummel stand im 53. Lebensjahre. Pfaffenhofena. Jlm. Der weaen vierfacher Brandstiftunq in Un-

tersuchungshaft befindliche 61jährige Uhrmacherrneister Niedre hat stch an der eisernen Bettstelle in seiner Zelle erhängt. R o s e n h e i m. Der Direktor des hiesigen Volkstheaters, Aloys Bach, feierte sein 25jähriges Bühnenjubiläum. Der Jubilar, welcher auch verschiedene zugkräftige oberbayerische Volksstücke verfaßt hat, brachte am Jubiläumstage ein neues selbstverfaß-

tes Stück 's Findelkind" zur Aussüh-rung.

Schweinsurt. In der Trott'-

schen Cementwaarenfabrik brach ein Brand aus, der in kurzer Zeit den

arökten Theil des Etablissements mit

Maschinen, Formen, Waarenvorrä-

then u. s. w. einäscherte. Der Schaden

ist bedeutend.

W u r m b e r g. In der Pegnitz ertränkte sich der 17 Jahre alte Hand-

lungslehrling Jean Engelmann. Im

Ziegelsteiner Walde wurde der 20

Jahre alte Kaufmann Georg Froma-

der erschossen aufgefunden. Die Motive der Selbstmorde sind unbekannt. WlUrtte,nberg. G a i l d o r f. In ein unbeleuchtetes Fuhrwerk fuhr auf der etwas abschüssigen Crailsheimer Straße ein hiesiger Radfahrer hinein, der Kaufmann Ganzer; er wurde, schwer am Unterleib verletzt, vom Platze getragen. Jrrendorf (Tuttlingen). Wohn- und Oekonomiegebaude des Johann Baptist Frick brannte vollständig nieder. Die Entstehungsursache des Feuers ist unbekannt. K i r ch h e i m u. T. Der Thäter, der in Oetlingen ein junges Mädchen durch einen Schuß getödtet hat, ist in der Person des 15 Jahre alten Trauschweizer von Oetlingen entdeckt und in das hiesige Amtsgerichtgesängniß eingeliefert worden. Dem Landjäger Sauter von Unterboihingen, der ihn verhaftete, gestand er, daß er das Mädchen mit dem Revolver nur schrecken wollte." Magstadt. Infolge des heftigen Sturmes ist der Anbau an dem Anwesen der Zimmermanns - Wittwe Held und des Strumpffabrikanten Gutmann hier eingestürzt. Tübingen. Der langjährige frühere Professor der Philologie Dr. v. Herzog beging seinen 70. Geburtstag. U l m. Der 50 Jahre alte, verheirathete Taglöhner Storch, der bei der Schranneninspektion in Arbeit stand, ertränkte sich in der Donau.

W i l d b a d. Unter großer Betheiligung von nah und fern wurde Gerichtsnotar a. D. Fehleisen zu Grabe getragen, der sowohl von seiner beruflichen Thätigkeit her als Amts notar in Wildbad und Gerichtsnotar in Hall, als aus seiner ersprießlichen Wirksamkeit im Pensionsstand als Mitglied der hiesigen bürgerlichen und kirchlichen Gemeinde eine bekannte und allseitig hochgeachtete Persönlichkeit war. 'Mcrden. Karlsruhe. Der Prokurist der Badischen Bank, Fr'edrich Nie-', feierte sein 25jähriges Jubiläum alsBeamter dieser Bank. Mancherlei Ehrungen wurden aus diesem Anlasse dem Jubilar zu Theil. Baden-Baden. Dem Hauptamtsassistenten Felix Adam wurde das Verdienstkreuz vom Zähringer Löwen verliehen, und er auf sein Ansuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt. Frei bürg. Der Pächter des städtischen Tageblatts, Buchdruckereibesitze? C. A. Wagner, ist infolgeHerzschlags im Alter von 65 Jahren gestorben. Heidelberg. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in der BahnHofstraße. Der Besitzer einer fahrbaren Holzsägemaschine, Harzer, brachte

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Lake Genevieve, Wis., den 20. Nov.. 1903.

Während den letzten drei Jahren war mein Leben, meiner Gesundheit halber, für mich nur eine

lange Nacht des Elendes. Es schien, daß ich all das Elend zu erdulden hatte, was eine Frau in dieser Zeit nur auszuhalten im Stande war. Vor nunmehr drei Jahren erkältete ich mich beim Schlittschuhlaufen, und erlitt außerdem gleichzeitig einen schweren Sturz. Dieö geschah unglücklicher Weise während der monatlichen Periode, und die Folge war so schlimm, wie man sich nur denken konnte. Entzündung und Eiterung folgten, nicht nur in der Mutter, sondern auch in den Eierstocken und den fallopi schon Röhren.

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Mein Arzt that sein denkbar Bestes zur Linderung, jedoch nach drei Monaten erklärte er, Linderung sei nicht möglich, ausgenommen durch eine Operation, welche ich auf das Entschiedenste ablehnte. Ich probirte dann verschiedene berühmte Heilmittel, ohne irgend welchen Erfolg, bis meine Mutter mir empfahl, den Wlne ot Cardul zu probiren, da derselbe ihr empfohlen worden sei.

) Lch nahm ihn, wie eine ertrinkende Person noch nach einem Strohhalm greift, und er erwies TT V- t m ll ? v- V . rr j- .

lieg, roie von vsoir gesanor, ?ur m:cy. ceine cymcrzen wurden allmählich geringer, das

tägliche Kopfwch, das ich zu ertragen hatte, verschwand. Meine Gesundheit im Allgemeinen

besserte sich, und in dreizehn Wochen war ich vollständig genesen. Keine Operation war noth wendig. Der Vslne ot Cardul erwies sich als meinen , , o t "

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Retter, und ich bin sehr erfreut, ihm allein meine Kur zuzuschreiben.

zweite Vice.Präsidenti, Teachers' Asjociation.

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lernen nr,.. fo ungiaaucn zroiivn Welle und Schwungrad der Maschine, daß er ihm vollständig abgerissen wurde. Der Verunglückte wurde sofort m's akademische Krankenhaus verbracht, wo er seinen gräßlichenVerletzungen erlegen ist. I l l m e n s e e. Hier brannte daZ an der Straße nach Heiligenberg alleinstehende Wohnhaus des Zimmermeisters Anton Kerle in kurzer Zeit nieder. Kenzingen. Im benachbarten Broggingen wurde der 37 Jahre alte Schmiedemeister Heinrich Haas in der Nähe der Wirthschaft zur Krone" in einem Graben todt aufgefunden. Es dürfte ein Unglücksfall vorliegen. Mannheim. Im Restaurant Bremer Eck" wurde der 20 Jahre alte Steindrucker Fritz Heller durch eine Spielerei mit einem Terzerol schwer verletzt. Sein Freund Bungert wollte ihm die Waffe entreißen, welche sich hierbei entlud. Die Kugel drang Heller in den Unterleib. Der schwer Verletzte wurde in hoffnungslosem Zustande in's allgemeine Krankenhaus geschafft. Riedböhringen (Donaueschingen). Im Anwesen des Schuhmachers Bausch brach Feuer aus, welches den Dachstuhl, sowie einen Anbau am Wohngebäude zerstörte. Strümpfelbrunn .(Eberbach). Der 75jährige schwerhörige Landwirth M. Diemer von. Oberdielbach wurde vom 18jährigen O. Diemer mit dem Fahrrad umgefahren.' Der betagte Mann zog sich dabei schwere Verletzungen am Hinterkopf zu und starb. V i l l i n g e n. Im Alter von 71 Jahren verstarb die Oberin des hiestgen Spitals, Schwester Monika, die 49 Jahre lang, darunter 43 Jahre hier, mit größter Umsicht und Energie als Krankenschwester wirkte. Fibeinpfalz. Freinsheim. Die hiesige Gendarmerie verhaftete die 24jährige ledige Magd Elisabeth Fischer aus Kerzenheim wegen Kindesmords. Die Fischer, die sich in einer hiesigen Familie aufhielt, hatte ihr einjähriges Kind, das zur Pflege in Kerzenheim war, zu sich genommen und es dann im Lindenthal, Gemeindewald Kerzenheim, erdrosselt und vergraben. Bei der Verhaftung gestand sie die That ein. Ludwigshafen. Fabrikarbe'lter David Knöringer kam unter die Elektrische Bahn ' und erhielt eine schwere, wenn auch nicht lebensgefährliche Kopfwunde. Der Verletzte hatte das Signal der Bahn nicht beachtet. Lambsheim. Das Rendelhuber'sche Gasthaus zur 'Krone". Philipp Roob gehörend, gerieth in Brand. Scheune und Wohnhaus sind abgebrannt. N e u st a d t. Altbürgermeister Julius Krafft ist im Alter von 78 Iahren gestorben. Krafft wurde in Kaiserslautern geboren und kam vor la.-.-gen Jahren hierher. P f o r tz. In der Wohnung der Wittwe von Michael Värmann hier brach auf unaufgeklärte Weise einZimmerbrand aus. Als die Nachbarsleute zur Rettung der im Zimmer sich befindcnden alleinstehenden Frau Värmann kamen, fanden sie diese verbrannt als Luche vor. Zweibrücken. Der Stadtrath ernannte den früheren Bürgermeister Kommerzienrath Wolf zum Ehren- - f x- 1 L 1

ourger menger oiaoi.

Unsere Westentaschen. Werden Sie es glauben," sagte ein Uhrmacher zu einem Kunden, daß von 100 Uhren, welche täglich im Durchschnitt zur Reinigung zu uns gebracht werden, gegen 90 Männern gehören? Eine Damenuhr verlangt selten eine solche Reparatur. Das liegt daran, daß sie keine Westen tragen. Die Westentasche, welche von den meisten Männern als Uhrtasche benutzt

wird, ist eine Kehrichtkammer im Kleinen. Staub, Cigarrenasche und alles mögliche sammelt sich darin an, bis ein tüchtiges Schmutzhäufchen vorhanden ist. Dieser Schmutz findet dann sehr leicht seinen Weg durch die Uhrkapsel in das Innere und beeinträchtigt den Gana der Uhr. Die Leute sprechen davon, daß Luft und Temperaturwechsel für den Verderb der Uhren verantwortlich stnd; aber kehren Sie Ihre Westentasche einmal nach außen und schauen Sie zu, was Sie da finden werden." Japanischer Humor.

Typisch japanischer Humor, mitgetheilt von Kobu Tendzui: Einen Quacksalber heißt man in Japan Dabu". So ein Jabu hatte eines Tages seinem Patenten, dem einzigen Sohne eines angesehenen Mannes, eine falsche Medizin gegeben, an der der Patient gestorben war. Der Jabu ward verklagt. Er schloß einen Vergleich, indem er dem beraubten Vater seinen eigenen Sohn gab. Eines Abends klopfte es an der Thür. Die Frau eines Nachbarn ist erkrankt, und der Arzt soll schleunigst' Hilfe bringen. Soll ich gehen, meine Taube?" wendet stch derIabu an seine Frau. Am Ende, muß ich dann auch Dich herausgeben " o Schmieren - Saisond a u e r. Wie lange dauert hier die Theatersaison?" Schmierendirektor: So lange, bis uns Fleischer, Bäcker u. s. w. nicht mehr pumpen wollen." Sie Unglücksmensch, was sind Sie in Civil?" Thiermaler." So! Da kannten Sie 'mal ein Bild malen: Feldwebel im Kampf mit Rhinozeros"." Trost. Gutsherr: Weshalv weinen Sie denn, Frau Müller? Frau Müller: O Gott, o Gott! Mein Mann ist eben an einer schweren LungenentZündung gestorben. Gutsherr: Na, beruhigen sie sich nur, es wird nicht so arg gewesen sein. Gegen dasEnglisch e. Zwei Gelehrte: Erster: Ich gründe einen Verein gegen die Invasion englischer Wörter in die deutsche Spräche: Treten Sie als Mitglied bei?" Zweiter: Mit Vergnügen." Erster: Dann, schreibe ich Sie ein?" Zweiter: All riaht!" I n einem der elegantesten Hotels von Prag wurde ein Deserteur des in Fürth in Bayern garnisonirenden Träinbataillons Namcns Meinardy festgenommen. Meinardy, der im zweiten Jahre als .Gemeiner diente, war vor Kurzem desertirt; er wandte sich zunächst nach Nürnberg. Dort lernte er eine Dame, Fräulein Simon, kennen, die ein Putzgeschäst besaß. Er stellte sich ihr als Freiher: von Beskow vor und gewann durch sein elegantes Auftreten bald ihre Gunst. Das Paar beschloß nun, eine Vergnügungsreise nach Prag zu machen; hier trafen sie kürzlich ein und loqirten als Freiherrlich Beskow'sches Ehepaar im ersten Hotel Prags. Dort hatte der gewandte Galan die Rechnung ohne den Bräutigam seiner Dame gemacht. Tiefer, ein früherer Officier, ermittelte bald den Aufenthalt des Deserteurs, der ihm die Braut entführt hatte. Schnell entschlossen, reiste er nach Prag, und dort ließ er den Meinardy, gerade im Augenblick, als er mit Fräulein Simon eine Ausfahrt unternehmen wollte, festnehmen. Das Bataillon in Fürth wurde telegraphisch von der Verhaftung benachrichtigt und die AuslieferungsverHandlung eingeleitet. In dem Reisekoffer des Liebespaares wurde ein mit sechs scharfen Patronen geladener Revolver gefunden'bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung hat Meinardy bereits eingestanden, daß er-sich und seine Geliebte im Falle einer Verhaftung habe erschießen wollen.

Nauüt die BONANZA.

jx-HI!:M:;,:.T Inland 1 x : :-! i-H-H-rt-H i : -i -H-i-i-i-Von Kosaken gefangen genommen. Noch lange Zeit wird Mabel Crewe, eine Krankenpflegerin von Pennsylvanien, die im Dienste der japanischen. Armee am 17. Oktober vorigen Jahres bei Mansampho. Korea, von einer Kosaken-Patrouille gefangen genommen wurde und dieser Tage in ihrer Heimath eintraf, an ihr Abenteuer im Lande der erhabenen Morgenruhe" zurückdenken. In ihrer Begleitung auf der Heimreise befand sich ihr Verlobter, Walter Conrad, der auf die Nachricht von ihrer Gefangennähme mit dem nächsten Dampfer nach dem Orient gereist war. Inzwischen hatte Frl. Crewe durch Vermittelung der japanischen Militärbehörden ihre Freiheit wiedererlangt. Während ihrer Gefangenschaft, die nur sechs Tage währte, war sie von den Kosaken höslich behandelt worden. Das Abenteuer hatte jedoch ihre Nerven angegriffen, und so entschloß sie sich, in Obhut ihres Verlobten heimzukehren. Frl. Crewe entstammt einer reichen Familie. Alte Liebe rostet nicht. Dieser Tage wurde ein gewisser Frank Milholland aus dem Zuchthaus in Sioux Falls, S. D.. entlassen, nachdem er wegen .Bigamie einen längeren Straftermin verbüßt hatte. Die Klägerin war eine seiner Frauen mit dem Mädchennamen Edna Newton, die er nach kurzen Flitterwochen sitzen ließ. Er war nach Alpena, Mich., gegangen und hatte ein anderes junges Mädchen geheirathet. Unterdessen kam dieses der jungen Frau zu Ohren, ebenso, daß der Treulose Frauen in anderen Staaten sitzen ließ. Ihre Klage brachte ihn in's Zuchthaus und sie erlangte die Scheidung. Sie aber hatte wohl den Tag seiner Freiheit mit Sehnsucht erhofft, denn sie kam an dem Tage seiner Freilassung nach Sioux Falls Beide trafen auch zusammen, erneuerten ihre alte Liebe, erwirkten einen Heirathsschein und sind nun wieder ein glückliches Paar. Ochse als Rednertrib ü n e. Ein Chicagoer Millionär. Richard Crawford mit Namen, der in Viehzucht vollständig vernarrt ist, gab auf seinem Landsitz in der Nähe von St. Joseph. Mich., ein. großes Neujahrsfest, wobei er für feine Gäste eine nette Ueberraschung in petto hatte. In den Speisesaal wurde nämlich ein riestger Mastochse geführt, dessen Rücken er bestieg und von diese? sonderbaren Tribüne eine lange Rede über die Theorie und den Nutzen der rationellen, sowie Verbesserung der Viehzucht hielt. Später wurde dann noch ein PolandChina Schwein, eine Jersey Kuh und ein gesatteltes Texas Pony hereingeführt und schließlich bestieg ein gallonirtcr Stallknecht die Rostnante und ritt hinter dem anderen Vieh aus dem Festsaal. Eine Riesen summe repräsentirt die Flotte, welche in den Wafferlaufen Milwaukees, Wis., überwintert. Von der Größe dieser aus gerade 100 Kohlendampfern und anderen Frachtschiffen bestehenden Flotte kann man sich eine Vorstellung machen, wenn man ausrechnet, daß die FahrZeuge in einem Abstand von I Meile von Milwaukee nach Chicago reichen würden; 93 derselben sind Dampfer, 7 Barken. Der Werth der 93 Dampfer wird auf 510.340,000 geschätzt, der der Barken auf Z280.000, so daß der Cesammtwerth der Fracbtfahrzeuge sich auf über 10.500,000 beläuft. Rund 420.000 Tonnen Eisenerz, respektive 15.000.000 Bushel Getreide' können auf den 100 Fahrzeugen verfrachtet werden. renx. Madame: Ihre Zeugnisse sind zwar sehr schlecht . . ." S teilesuchendes Dienstmädchen (fortfahrend): Ich weiß, Madame, aber Sie sind schließlich froh, daß Sie überhaupt noch ein Dienstmädchen krieaen!" - .

Ter unglückliche Ehemann.

t WeX w A V, I ediffeaL-jJ

Dame: Aber, Herr Krause, sprechen wir doch nicht länger vom Wetter, erzählen Sie mir lieber aus Ihrem Eheleben."' Ehemann: So soll ich also vom Unwetter sprechen?"

VedenklicherTadel. -Als wir uns vor einem Jahre hier auf dieserBank küßten, herrschte ringsum noch völlige Dunkelheit. Jetzt erstrahlt alles 'im elektrischen Lichte." Ja, die guten Errichtungen kommen immer zu spät."

Theures Andenken.

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Hast De in det Medaillon det Bild niß Deiner Braut, Ede?" Jawoll natürlich aus 'nem Steckbrief geschnitten!". . .

Gew ijenhafte Diebe. Bei Moselmeyers brechen Diebe ein. Nachdem sie das vorhandene Vaargeld zu sich genommen haben, nimmt einer der Gauner das Kassabuch her und sagt zu seinem Genossen: Du, Schorschl, jetzt müssen wir aber alles genau verbuchen, sonst stimmt dcmMoselmeyer dann die Bilanz nicht."

Auch ein Wetteranzeiger.

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Heute wird's noch regnen!" Nach der Milch zu urtheilen, hat es schon geregnet." Aufmunterung. Hausfrau (die bemerkt, wie ihre Besucherin heimlich ein Stück Kuchen in der Tasche verschwinden läßt): Aber, ich bitte Sie, Frau Inspektor, so ein kleines Stückchen für' Ihre vier Kinder? Nehmen.Sie doch noch eins hinzu!"