Indiana Tribüne, Volume 28, Number 127, Indianapolis, Marion County, 20 January 1905 — Page 7

Jndiana Tribüne, 20 Januar 1905

4 5 MickttMvald" z 5 . tiBtnaii von Mcritz v. Ncichcnbsch. 5 o :. cs (Schluß.) Meine Gräfin ist ein Engel!" flüfierte bis Rektorin mit feuchten Augen. - und Hans fuhr fort: Von dieser Vorbedingung haben es Freunde im Jndustrieöezirk abhängici gemacht, ihrerseits so viel Kapital flüssig zu machen, als hier zur Tilgung der Zinsen. 3u.11 intensiven Wirthschaftsbetrieb nölfcig ist Denn einmal wollen wir picht, daß es heißt: die Landwirtbfchaft geht in Grunde, wo die Industrie hinkommt, und dann" ein Lächeln zuZte um seine Lippen und endlich bcscht Pronowih eine Goldgrube " Emma sah ihn an, als ob er ihr Märchen erzählte. Ihre Lippen zittrten. Hans täusche mich nicht das alles ist ja nicht möglich!" Hans suchte einige Papiere hervor. Da, sieh, ich habe Proben von Eurem Thon aus der Ziegelei zur Untersuchung geschickt da sind die Gutachten: prrna Material für keramische Zwecke! Ich habe einen kapitalskräftigen Unternehmer, der das Terrain pachten und die Pacht, entsprechend feinen Einnahmen, von Jahr zu Jahr steigern würde. Und jetzt kommt Deine Aufgabe, liebe Schwester. Du mußt Otto unseren Wünschen gefügig machen ..." Aber Hins." rief die Rektorin, ei wird ja überglücklich sein " Hans schüttelte den Kopf. Wie ich ihn kenne, wird es ihm sehr schwer werden, diese Hilfe, mittelbar durch meine Hand, anzunehmen. Ja, wenn es sich nur um die Gräsin Dardo hanbeste; aber die kann uns allein nicht helfen, das alles greift wie eine Kette in einander, und anstatt die Industrie, wie bisher, zu befeinden, muß Otto sich mit ihr verbünden. Auf unsere Vedürfnisse hin muß der Wirthschaftsbetrieb von Pronowitz umgewandelt werden. Sind wir schuld daran, daß die Löhne stiegen, so sind wir doch auch in der Lage, die Nahrungsmittel, die das Gut produlrt, zu guten Preisen und ohne Zwischenhandel zu kaufen Intelligenz und guter Wille können so viel aber ohne das Opfer einiger perfönlicher Gefühle wird es freilich nicht abgehen." f Stumm hatte Emma ihn angehört. - Zuerst waren seine Pläne und die Ausl sichten, die er ihr eröffnete, wie eine Sturzwelle über sie hinweggebraust und hatim sie verwirrt. .Jetzt hob sich keuchi tend das Bild einer neuen Zukunft voi "t ihr empor. Aus ihrem, vor Erregunc

blassem Gesicht leuchteten die Augen j hofsend und verstandmßvoll Hans Berga entgegen, und keines Wortes mächtig, schloß sie seine Mutter in ihre Arme und druckte ihren Kopf an Frau Minnas hochklopfende Brust. Frau Minnas Hand glitt über ihren Scheitel. Mein liebes Kindmein liebes Kind" Dank!" flüsterte Emma jetzt. Dank!" Sie hob den Kopf. Nein. aussprechcn kann ich es nicht, aber be weisen will ich es Euch, wie ich Euch danke!" Ach, wir hätten ja alle nichts machen können ohne meine Gräfin," sagte die Rektorin. Und wie's nun einmal in der Welt geht, daß Glück und Unglück durch einander gemischt sind wenn meine Gräfin auch ein Engel ist : so bereit, gleich zu helfen, wäre sie vielleicht doch nicht gewesen, wenn die ' Kündigung an unseren Oberförster ihr nicht so zu Herzen gegangen wäre. Sie sagte, das wäre eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegen ihren ältesten 23c amten. und sie nahm es wie einen Win! des Himmels, daß sie nun gerade Ge

- legenheit haben sollte, an Waldows

Sohne- gut zu machen, was man von feiten der Direktion am Vater gesündigt hatte. Und nun will ich auch gleich nach der Oberförsterei fahren und will's meiner Käthe sagen ein bischen Freude können sie jetzt dort geraoc brauchen. 24. Kapitel. ahre sind vergangen. Statt der krummen, holperigen Dorfstraße i c 4. -r i ;j mii rein oaneoen yin naernoen Vach. durchzieht eine gut gehaltene Chaussee das Dorf von. Pronowitz. Die Holzhauser mit den Strohdachern haben größeren massiven Gebäuden Platz gemacht, neue Straßen sind ent-standen,-bis den Ort mit dem Grubenselbe verbinden. Der steigenden Vevölkerungszahl entsprechend steht ein großes Schulgebaude mit hohen, hellen Zensiern an Stelle des alten Schulw ses, und die hölzerne Dorfkirche mit dem runden, zwiebelförmigen Thurmdack ist einer stattlicben aotbiscben Kirche gewichen. Der ganze Ort macht emen wohlhabenden tzmorua, wenn auck freilick die ällserreiben rauckiaeschwärzte Mauern zeigen. Der Rektor . bat sick emeritiren lassen und bewohnt ein hübsches kleines Haus, .das Hans ihm schenkte, und dessen Garten an ein anderes ähnliches Anwesen stößt, das sich durch eine wohlgehaltene Baumschule und lange Reihen von Bienen- ' stöcken auseickinet. sinken und Stiea- ; Iifee zwitschern in den arünen Käfigen ' vor den Fenstern, an den Spalieren, i die die Wände umziehen, reisen Wem und Pfirsiche. Tennver warten lieg

Ql

i

.

weit aö vom Grubenfelde. Es kommi

nur selten vor, daß der Oberförster Waldow übellaunig der Frau Rektonn über den Gartenzaun hin zuruft: Na. da haben wir's, nun ist der verwünschte Rauch auch da!" Papa. Waldow, schimpfen Sie nicht," antwortet sie dann, denken Sie. daß es ein Gruß von Ihrem Enkelchen ist!" Dann zuckt cm Lächeln über das alte Gesicht, huscht von einer Runzel , zur anderen und verjüngt den Oberförster ordentlich, während die Oberförsterin, die Kmdrwasche nahend am Fenste? sitzt, hinausruft: Heute fri'h hat die Käthe sagen lassen, der Prachtjunge hätte wieder ein Zähnchen bekommen." Der Oberförster vertieft sich m feme Baumschule. Am Ende des Gartens aber bleibt er am Zaune stehen und blickt hinüber nach dem Waldstreifen, der dem Torfe freilich viel ferner gerückt ist als früher, der aber doch immer ioch den Horizont .abschließt. Er gestattet es sich mcht oft, dort zu stehen, denn ohne ein Feuchtwerden der alten Augen geh! das nicht ab; aber hin und wieder ist's ihm ein wenig wehmüthig liebes Bedürfniß, seinem" Wald einen Aöschiedsgruß zuzurufen. Immerhin die Vögel zwitschern, die Baumschule gedeiht, und die Blenen summen es ist gleichsam ein Extrakt des Naturlebens aus seinem Walde, den der Alte da um fick) beraestellt bat. und er ist nicht mehr der Diener eines anderen alles, was ihn umgibt, gehört ihm, und da gibt es Augenblicke genug, wo seiner sanguinischen Natur die Baumschule zum Walde wird. Und dann der Enkel auf dem Grubenfelde und die Enkel auf dem Dominium ja, ja, das Gluck und die Liebe, die versöhnen mn vielen Dingen und mildern am Ende auch den Schmerz um einen Todten. Der Oberförster weigert sich jetzt nicht mehr, die Glückimwald-Hütte zu besuchen und aus Käthes hübschem Erkerfenstcr hinab zu blicken aus semen Wald und dann heimlich, ganz heimlich zu denken: Es war doch gut, daß damals die Meisen zwitscherten." Abends pflegten das Rektors- und das Oberforsterpaar zusammen zu f 1 - . . . . f 5 I . L . 11 linen, wenn i.ie mcui oie moer vesuchen. Dann trägt der Rektor alle Zankereien und Unannehmlichkeiten vor, die sich m dem vergrößerten Gemeinwesen natürlich auch in vermehrtem Maße zutragen, als früher, wo Pronowitz kaum ein Fünftel der jetzigen Einwohnerzahl hatte, und setzt hinzu: Ja. item, man siebt es deuklicb. das Geld bringt kein Glück, sondern Unzufriedenheit, und die Menschen werden immer schlechter. Der Gaseck hat neulich auch schmählich bankrott gemacht." Frau Minna fällt ihm in's Wort: Dafür hat der Stanusch, der damals zu gleicher Zeit verkaufte, ein blühendes Anwesen und ist fast ein reicher Mann das Geld macht'tz nicht, ob's Glück oder Unglück bringt, sondern die Hand, in die's kommt, die macht's! Und Landwirthschaft oder Industrie machen's auch nicht sondern der Werth des Menschen, der hüben und drüben arbeitet. der gibt zuletzt den Ausschlag das sagt mein Hans, und der muß es wissen." Nun, ich möchte doch bemerken, daß unser Sohn kein Orakel von Delphi ist," meint der Schulmeister. Aber Frau Mrrma ist noch nicht fertig mit dem, was ihr Hans sagt: Glück oder Unglück, das trägt halt jeder in Hand und Herz begründet nur eins ist gewiß: in guter, gepflegter Ackerkrume gedeihen mehr Pflanzen, als auf einer versauerten Wiese Unkraut gibt's natürlich überall aber das Pronowitz von heute ist kultivirtes Ackerland, das von früher war saure Wiese" Na, erlauben Sie 'mal " beginnt der Oberförster; aber er kommt nicht weiter. Otto reitet vorüber und hält sein Pferd an, um einen Nbendgruß in das Gärtcben zu rufen. Er sieht frisch und fröhlich darein, wie einer, der weiß, daß seine Arbeit nicht umsonst geschieht. Er hat das Rechnen gelernt, und wo es bei ihm nicht ausreicht, da hilft Hans nach. Der alte Haß ist begraben. Liebe und Arbeit machen das Leben ledenswerth." sagte Frau Minnas Hans, und Liebe und Arbeit gab es genug in Glückimwald" und in Pronowitz. Ende. El) Nische Diebe. In Borissogljebsk im russischen Gouvernement Tambow brachen Diebe während der Nacht in das Lokal der Duma (StadtVerwaltung), raubten 2500 Rubel (1 Rubel gleich 51.5 Cents) und erbrachen einen Kasten, in dem die Halsketten des Stadthaupts, seines Gehilfen u?b mehrerer Stadtverordneten aufbewahrt wurden. Nach der Berübung des Diebstahls veranstalteten die Diebe wüste Zechgelage, die die Verhaftung der Verbrecher veranlaßten. Beim Verhör erzählten sie. daß sie sich nach der Verübung des Diebstahls die Halsketten umgelegt und in formeller Sitzung, angethan mit den Abzeichen amtlicher Würde, über die Vertheilung des Geldes berathen hätten, nachdem sie 'zuvor der Stadtverwaltung eine Rügk über die nachlässige Aufbewahrung städtischer Gelder ertheilt hätten Berunglückte Fischer. Infolge eines heftigen Sturmes an der Nordküste von Portugal kamen ' 18 Fischer von der Figneira del Foz" um's Leben. Eine Fähre in der Mündung des Mondego schlug um; -14 Personen ertranken. In der Nähe von Oporto sanken fünf Boote, wobei fünf Mann um's Leben kamen.

'!il:i!l":''l!''l:llr?':z HiiUö Hvs und PiNd :: 4sVVAvt"VivV"U.v.ty.M.t. . V. 4 4 4.4

Zinkgeschirre rosten leicht, zersetzen sich und können Vergiftungen herbeiführen, sind also für die Küche verwerflich. Auch vor Zinngeschirr ist zu warnen, unter keinen Umständen dürfen Speisen oder Getränke längere Zeit darin aufbewahrt werden. HeißerRothwein. Man kocht i Quart Wasser mit Zucker, Zimmt, dem Saft einer Citrone tüchtig durch, dann gießt man Quart Rothwein dazu, läßt alles nochmals aufkochen, seiht es durch und servirt es sofort. Auch bei Erkältungen leistet dieses Getränk gute Dienste. Grog. Nachdem zwei Pfund Zucker in 1?; Quart kochendem Weist er aufgelöst ist, gießt man dieses auf eine Flasche Rum oder Kognak, oder stößt eine Muskatnuß mit lj Pfund Zucker fein, nimmt eine Flasche Rum, eine Flasche Weißwein, zwei Flaschen Champagner und mischt alles durcheinander. Das Einschrumpfen der. A e p f e l während des Winters liegt zum großen Theil an der ungeeigneten Aufbewahrungsweise. Das beste Verfahren besieht darin, Aepfel, welche Neigung zum Schrumpfen zeigen, in Fässer, Kisten oder andere Gefäße zu verpacken und trockenen Sand dazwischen zu streuen. Die Gefäße stellt man an einen trockenen.'kühlen Ort, wo es nicht gefriert und läßtsie ungestört, bis man die Früchte braucht. VorzüglicherEierkuchen. Das Weiße von drei Eiern schlägt man zu so steifem Schnee, daß derselbe sich schneiden . "ßt. Dann klopft man ein ganzes Ei schaumig, gibt lj Eßlöffel Sahne, zwei Eßlöffel geriebene, gekochte und wieder erkaltete Kartoffeln und zwei Eßlöffel Weizenmehl, nebst Vanillenzucker nach Geschmack und eine Prise Salz hinzu. Ist alles gut vermischt, so kommt zuletzt der steife Schnee hinzu. Sofort werden kleine Kuchen auf der Pfanne in Butte'.' gebacken und selbige mit Citronensaft beträufelt und mit etwas Zucker bestreut. VZan hüte sich, Kindern, namentlich den kleinen, zu stark gewürzte Speisen zu reichen; so kann der Senf bedenkliche Verdauungsstörungen hervorrufen. Salz gebe man nur so viel, als man braucht, um die Speisen nicht schal schmecken 5 lassen. Vom Pfeffer und ähnlichen Gewürzen sehe man bei Kindern ganz ab. Noch vor einem Cenußmittel, das namentlich in den Konditoreien zur häufigen VerWendung gelangt, der Vanille, sei eindringlich gewarnt. Ihr wirksamer Stoff, das Vanillin, kann namentlich Kindern sehr gefährlich werden. Einkauf von Nüssen. Beim Einkauf von Nüssen achte man darauf, daß dieselben frei von Schimmel sind, da eine giftige Spezies der Schimmelpilze beim Genusse gefährliche Zufälle herbeiführen kann. Man muß deshalb sehen, daß die Nüsse von gehörigcm Gewichte sind. Dazu muß man dieselben einen Augenblick m's Wasser schütten und vergleichen, wie viele davon zu Boden sinken. Die vorjährigen, ausgetrockneten werden obenauf schwimmen. die halbvertrockneten, schimmeligen schwimmen mitten, im Wasser, nur die ganz guten fallen zu Boden. Mittel gegen das sögenannte Sodbrennen. Als solche werden empfohlen: Morgens nüchtern ein Glas Zuckerwasser zu trinten; Stockfisch mit Kartoffeln und Senf längere Zeit zu essen; ebenso trockenen Zwiehack statt gewöhnlichem gesäuertem Brot. Gute Wirkung hat ein Theelöffel kohlensaures Natron,' oder auch em mehrmals den Tag hm durch genommener Theelöffel voll Citronensast oder Weinessig; oder auch eine Messerspitze voll Magnesia. Ein Volksmittel ist das Zerkauen von Haferkornern und danach - ern Gla Wasser trinken. Gedämpfter Hase in saurer Sahne. Sechs Personen, lh Stunden. Der Hase wird gehäutet, gesvickt und m Portionsstucke zerlegt, die man mit Pfeffer und Salz bestreut und in etwa Pfund siedend heiße But ter legt, um sie anbraten zu lassen, dann fügt man eine Obertasse Fleischbrühe, eine oder zwei zerschnittene Schalotten und eine Scheibe in kleine Würfel geschnittenen fetten oder durchwachsenen Speck dazu und läßt alles zusammen langsam schmoren. Wenn die Hasenstücke weich sind, nimmt man sie heraus, rührt die Sauce durch ein Sieb, fügt zwei Citronenscheiben, zwei bis drei Eßlöffel dicke saure Sahne und einige Kapern dazu, legt die Stücke wieder hinein, läßt sie in der Sauce aufkochen, schmeckt ab und würzt mit zehn bis zwölf TropfenMaggis Würze. Einfluß der Fütterung aus die Beschaffenheit des Schweine fleisches. ' Obgleich schon oft darauf hingewiesen wurde, daß das Schweinefutter einen großen Einfluß auf die Beschaffenheit des Schweinefleisches hat, begegnet man zuweilen doch der Ansicht, man könne an Schweine ohne Schaden die unwahrscheinlichsten Sachen füttern und erhalte trotzdem gutes Fleisch und guten Speck. Ja, man ist vielfach sogar noch der Ansicht, das Mastfutter für Schweine wirke viel desser. wenn es in saurem Zustande verfüttert würde. Es hat aber solche Füt-

tcrung nicht allein eine ungünstige Etn Wirkung auf die Gesundheit der Thiere, fondern auch auf die Beschaffenheit des Fleisches und Fettes, welches schwammig und locker erscheint und beim Ko-

chen zusammenfallt. In Dänemark, wo die Schweinemast eine sehr aroe Rolle svielt hat man Untersuchungen über die Einwirkung des Futters auf die Güte des Schweinefleisches angestellt. Fast ausschließliche Mästung mit Milch- und Molkereiabfälle erzielt nach denselben das zarteste und wohlschmeckendste Fleisch und sehr hohes Schlachtgewicht bei kurzer Mastzeit. Bei Mästung mit Gerste und Malz erhielt . man ebenfalls eine vorzügliche Fleischqualität und ein sehr befried!gendes Gewicht. Die Verwendung von Hafer, Erbsen und Bohnen ergab ein Fleisch von gröberer Faser und festerem Speck, aber immerhin ein recht gutes Schlachtprodukt. Ausschließliche Maisfütterung erzeugt zwar ziemlich hohes Schlachtgewicht, aber weniger festes Muskelgewebe, weichliche Fettbildung und öligen Speck. Bloße Kartoffelfütterung hat lockeres Muskelfleisch, schwammiges Fett, kurz, ein geschmackloses, beim Kochen stark zusammenfallendes Fleisch zur Folge. Starke Bohnenfütterung erzeugt dagegen sehr festes, aber schwer verdaulisches Fleisch. Starke Fütterung von Oelkuchen, Erdnuß, Sesam und vielen Abfällen aus Schlächtereien, Hotelküchen u. s. w. wirken ungünstig auf den Geschmack des Fleisches. Ueber das Fressen der Pferde. Pferde, welche gut fressen, arbeiten gut," sagt ein Sprichwort. Das Pferd zeigt feinen Appetit durch Scharren und Stampfen mit den Füßen, Wiehern und sehnsüchtiges Umblicken nach dem Futter an. Das Futter muß zwar schnell aufgenommen, aber trotzdem gut zerkaut, eingespeichelt und nicht in zu großen Bissen geschluckt werden. Das Pferd darf während des Fressens nicht aussetzen und soll die Krippe rein ausleeren. Man soll daher immer in die Krippe sehen, ob alles aufgefressen ist. Zu hastige Fresser, welche besonders den Haftr schlecht kauen, sind ebensowenig zu empfehlen, als wenn Pferde zu langsam und absatzweise ihr Futter aufnehmen oder wohl gar eine Zeitlang, ohne zu kauen, im Maule behalten. Pferde,, welche gut fressen, sind in der Regel, falls sie nicht zu fehr angestrengt werden, gerundet, ihre Haare sind glatt und glänzend, obwohl manche Thiere auch bei reichlicher Fütterung, ohne gerade krank zu fein, mager bleifcen. Die Entleerung muß regelmäßig alle vier Stunden reichlich erfolgen, und es dürfen sich im Dung keine leeren Haferkörner vorfinden. Es ist demnach unter allen Umständen gut, das Pferd bei der Futteraufnahme zu beobachten; denn die regelmäßige Thätigkeit der Ernährungs- und Verdauungsorgune ist ein sicheres Zeichen der Gesundheit. Die Ernährung des S ch a f e s ist auf die Wolle von großem Einfluß. Zwei Schafe desselben Stammes, mit gleicher Wolle, jedoch das eine mastig und das andere mäßig ernährt, zeigen schon bei der nächsten Schur eine wesentliche Verschiedest in der Wolle. Bei dem ersteren Thiere ist nämlich die Wolle länger, härter und weniger elastisch als beim zweiten. Der Unterschied macht sich, bei fortgesetzt verschiedener Ernährung, bei der zweiten und dritten Schur noch mehr bemerkbar, indem das mäßig gefütterte Schaf die ursprüngliche Beschaffenheit seiner Wolle beibehält, während das andere mehr und mehr von der ursprünglichen Beschaffenheit feiner Wolle abweicht. Wird diese Verschiedenheit der Ernährung durch drei bis vier Generationen fortgeführt, fo erleidet die Nachzucht solche Abänderungen, daß man deren Abstammung von demselben Stamme nichtmehr erkennen und für kaum möglich halt. Aus diesem Grunde erfordert das Merinoschaf der heutigen Zeit eine ganz andere Ern'ährung als jenes vor 30 bis 40 Jahren. Wie die Kultur Boden und Menschen ändert, so auch die Wolle und deren Träger. Salz für die Tauben. Wer hat nicht schon Tauben an. den Wänden herumpicken sehen! Wenn man meint, daß die Veranlassung dazu nur die fei, Kalkstoffe aufzunehmen, irrt man; denn auch Salz bieten die Wände und suchen die Tauben im Bedarfsfalle sich solches durch das Anpicken der Wände zuzuführen. Wer in feinem Taubenschlag sogenannte Taubenwitterung nicht ausgehen läßt, hat nicht nöthig, für weitere Salzgaben zu sorgen,' doch diejenigen, bei denen wenig salzhaltige Kalkstoffe vorhanden sind, sollten den Tauben von Zeit zu Zeit einige Salzkörner unter das Futter mengen, und eifrig werden die Tauben diese Körner aufnehmen. Zu viel Salz soll allerdings auch nicht gegeben werden; doch von Zeit zu Zeit ist eine Gabe von einigen Salzkörnern recht Vortheilhaft, falls man nicht vorzieht, in den Schlag die sogenannte Taubenwitterung zu stellen. Midersprerizenir. A.: Was ist das 'für ein Spektakel in Eurem Hause?" B.: Zwei Glatzköpfe wohnen in der oberen Etage, und die liegen sich fortwährend in den Haaren!" - AlrnungsvoU. Wie weit bist Du nun mit den Vorbereitungen zu Deinem. Staatsexamen?" Aeh nur noch Alten vorbe-reiten.-

WslMVvMM -

vandalia Abgang St. Louis Spcl., tägl .. 12 30Bm St Loms Liu taglich sd&b 6 6 im m Radikal Exprek tügl d . . . . 7 0093m St ouiö Ac täal 7 26Vm Ch St L Erpreß täglicy 6. 12 LNm 5!oms w;prcp tagt 3 lbmv T H S? finghau, Äec tägl. 4 00 Nm St L gast Mall täglich.... 8 36?t

Qtveland, Qncinnatt, Chicago & St. Louis Railwaf. ElevelandDivisic. 9

Abgang American Expreß täglich .... 4 20Vrn Muncie FtW B H E?p. . 7 coVm N A & 8 Lim täglich s d. . . 7 30Vrn Elevland Accrrn 10 45133m Andersen Ezp 11 30Vm NSckB Lim, tägl d s.... 2 65Nm Union Eity & Elkh Aee tägl 5- SONrn Knickerbocker Sp tägl d & 8 . . 6 20 km l. Louiö New Aork Ltd tägl s 12 2093m St Lours Accom....... 7 löBm Southweßern Lim tgl ä L. . .1, 45Vm St. LouiZ Ltd tägl d s 3 15Nm Tene Haute k Mat'n Aee.. 5 OONm American Expreß tägl 7 05Nm Cinc,3ndpls d St L Ex tgl s 11 60Nm Gineinnat Ein & LouS Nachtexpreß tgl 3 46Vrn St Louö & Ein Nachtexp tgs 4 30vrn Eincinnati Ezp täg 7 30Vrn Cincinnati Accorn 1 OONrn Cincinnati Lim tägl p 2 65Nm LouiSville Expreß 2 55Nm Eine & Wafh F S tg ä p 6 20Nm Chicago

Chicago Nachtexpreß tägl ..12 l5Vm Eine Nachtxpreß, tägl ... 3 262 Kankakee Aceom .. 7 OOVm Kankakee Aeeom 10 303 Chicago Fast Expreß tgl d p 11 50Vm Eine Fast Expreß tägl P d.. 2 407! White City Speeial d&p. 3 20Nra 2a a;tüt ttm 5 00?? LaFayette Accorn 5 25Nrn Eine & Wash F L.,p 6 05N Michigan Division. Benton Harbor Expreb 7 OOVm Elkhart Accorn nur Sonntags 9 550 Michigan Mail Expreß p ... 11 20Vrn Elkhart Expreß .10 405Z Elkhart Acc täglich 5 20Nm Benton Harbor Expreß p. . . 2455? Michigan Expreß L OON Pesria Division westlich Peona Expreß täglich ....12 lOVrn ColurnbuS So Inc Sxp tgl s 3 303 Peoria Expreß öo Mail. . ... 7 2öVrn Charnpaign Accorn .... ....10 35Ö Western Expreß täglich p d. .11 5vVrn N S ö?'Ohio Speeial 1 . .. 2 465Z Charnpaign Accorn 4 lONrn Peoria Expreß täglich p & d 6 085! Peoria Division östlich. ColurnbuS Expreß tägl..... 4 25Brn Colurnbuö Expreß tägl s..!2 05NU Ohio Speeial tägl 3 OONrn Lynn Accorn 10 C03n Lynn Accorn 6 1551m ColurnbuS Expreß tägl 11303

pittsburgh, Cincinnati, Chicago & St. lernte R'?. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Pittsburg Special, tägl s .. 3 30Vm St LouiS Spezial tägl... -12 1033 ColurnbuS Accorn tägl 7 3023m St Louiö Lim täglich edd.. 6 45? New Sork Expreß täggd.... 8 10Bm Capital Expreß täglich sä. . . 650V Keystone Expreß tägl d & s. 3 05Nrn Chic 6? St L Expreß tgl 6 .12 ION Atlantic Ezpreß täglich ... 5 OONrn Indianavoliö Accom 12 405! R I Lim täglich öd.... 6 503!m St Louiö Expr tägl d & . . 3 065? Pittsburg Expreß, tägl 8d.. 7 05Nm Nirnrat keine Passagiere tgl- 305! Chicago D i v i s i c n. Chicago Special, tglpb .. 1135Vrn Southern Expr täglich ... . 8 15O Lou & Chi F Expr täglich s 11 50Nrn Chic & Lou Expr täglich p b 3 4(M Souiöville Division. Southern Expreß tägl l. . . . 3 35Bm Louiöv & Madlson Aee tägl 10 10? PittS & 2ou Ö 2 tägl .... 7 OOVm Chie F L tägl p d 11 302 Mad Acc nur Sonnt 7 30Bm LouiSville u. Madison A:e.. 5 403a Louiöv k Madilon Aeeom.. 8 OöVrn Louiöv K PittSb F L täglich 6 35N Chicagos Leu FL täglich pd 8 555!rn Madison Aeeornm Sonntagö 8 15Q Madison Accorn tägl 3 55Nrn Lou k Chi F Expr. täglich 11.35 Nö LouiSville Accorn tägl.. 6 45Nrn Indianapolis & vincennes Ä. R. ßrtim m Rntm ß.rhr täaliS 7 20Bm Svene & Bedferd Ae. täal. 9 45V

VincenneS Expreß tägl 3 50Nm Spencer 5c Bedford Ae, tägl. 4 45Nm

Cincinnati Hannlton & Dayton R. R. Cincinnati Division.

Abgang Cincinnati Veft täglich.... 4 OOVm Cincinnati Aeeom täglich... 6 0553m ffaft Mail täglich ...... 8 05Vm Cincinnati & Det Expr p. .10 40Bm Ein . & Daylsn Best. Sxp p 3 OONrn Cincinnati rt täglich d p 5 OONrn Cin & Detroit Expreß täglich 7 02Rm Springfiel - Abgang SpringNeld Mail......... 7 30Vm Chicago Expreß p -.11 6033m Decatur Aeeom.. 3 30Nm Deet & Svringf Sxp ig td.il ION Cafe ric &

Mail uud Expreß. .......7 löVm JndianepoliS Expreß 10 253 T Det M E Ex täglich.. 12 205cm Iodianaplö Spel,Scnntagö 10 305Zm Pem Spcl., nur Sonntagö..l-2 S6Nm Mail & Expreß 3 255! Chicago Sxpreh 6 405! Toledo Expreß 0 45tx Chicago, Indianapolis & komsville Ry. (XITottott Route.) Abgang - Anknft Chie Right Expreß tägl .. .12 e5B Cincinnaii Best tägl s 3 350 gast Mail tägliches. 7 OOVm Fast Mail täglick 7 603 Chi Expreß, nur Oena pd. .11 60?m Mono Ac,, tägl auögSon,10 007 Chi S:Mch City Best dp.. 3 S5N Cincinnati Best täglich d p. 4 62?) Monon Aee,.. 4 VONv Via C. H. k . (West) nd Noachdale. Chicago Expreß p. ........ 11 60V Cincinnati Expreß?....... 2 45Ns

UhnU 81epet. P. Partor C C

line. Ankunft Pittöbu-g Spcl, täglich ..3 20vm New Sork Expreß täglich sd 6 608m Schneller Mail täglich.... 7 65Vm Terre Haute Effing Acc täg 10 25V Keyöoe ExpreS täglich äs. 2 60R Atlantic Erpreß täglich.. .. 4 4bNn The m Limited tägl s d b 6 4555m Pittöb Ezp, tägl s a".... 6 55!?

Ankknjt . 12 103a . 9 3633m .10 40Dm .1125? . 2 45Nrn . 3 0033m New 8ork Ltd tagl s d Union City Aecorn, tägl. . . Fort Wahne Elk Erpreß. Southwcstern Ltd tgl äs... Anderfon Expreß p St Louiö Ltd tgl ä s American Expreß täglich... BHck Union City Accorn.. 6 453hk 8 003 et Division. American Expreß tgl 4 0093m 2nds Col u Dayton Ex tgl s 4 20Bm Ct. LouiS Expreß tägl s.. .. 7 15V Mat'n & T Haute Aee 10 36Vrn N 9 & Boßon Lim tägl 6 s. 2 50Äu St Louiö Accorn 5 3 55! Knickerbocker St, tägl ck . . . . 6 05Nn i Division. Cincinnati Aee 10 25O Ehic & St LCxpreß lg d & j s 11 SbBn Louö StSK Chicego Erpreßll 3LB White City Spezial tägl p.. 3 05?t Indianapolis Accorn täglich. 6 405im Eine Jndö ckStLEx tg ..11 405t Eine & Louisv Najtetp tgl 8ll 505? Division. BineenneS Expreß täglich.. 10 80V Cairo Expreb täglichS 165! AnknI Cincinnati Vestibüle täglich? 12 45V Fast Mail täglich .. 8 36v Cincinnati Expreß täglich. .10 05Vm Cin Chi & St 8 Ex tgl p. .11 45C Cincinnati Best d & p 8 255! Cine & 3nd Aeeom p..7 L4N CinÄnd St & yeo Ex tg s&clO 405! d Division. AnkLuft Springsield u Decatur Expreß OOB a Decatur Accorn ...10 80J Cincinnn:ti Expreß täglich p 2 468 Svringfield & Decatur Expr.4 40Nm Western R. R. Ankunft Cki C B -elf. D. D.a t , c