Indiana Tribüne, Volume 28, Number 127, Indianapolis, Marion County, 20 January 1905 — Page 1

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j Erscheint seden Nacixnrittag. - - Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Freitag, 20, Januar 1905. No. 127. i i i .

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Nobrrt Nandrll's Erklärung.

Der Wörterkrieg,welcher die Convention der Grubenarbeiter gestern theil eise in Confusion versetzte, wurde erneuert, als Robert Randell, der die sensationellen Beschuldigungen gegen Präsident Mitchell erhob, heute Vormittag dem Programme gemäß vor der Convention sprach. Er gab an daß er fctir Tsnnrtfir? hnr hr Kon vnMf - h9nH,n rn TOiHhinA ntrn (Strnrfi-n Vhttlivtl fc . v,, g- " ' V - w 7 - " mv.. nr..r gezwungen wuroe. unoeu s iuau gen heute waren theilweise entschuld!. ' amber Natur was er früher sagte, o ' 1 " ;-x ,r s. ilUUUl C k IIUUUJ itiUt IVIbVb J'M" 1- I ' ' I hrtt fnnf. ttnrf Kkn,,, dlik ,r. fall er h?. Jmi, w, wntianm attttn ' 1 n " n Mitckell beweisen könne. I I Randell sagte daß er weder die Western Grubenarbeiter, die Sozialisten Partei, noch die Western Federation vertrete. In dem AuSfpruche, datz Präsident Mitchell an die Grubenar. beiier des Westens ausverkaufte, fügte Randell, habe er nicht die Ueberzeugung der Colorado Miner vorgetragen, w . n t. rn w .11 1 t s r a. 1 ine Anzay! yianocu s ua ptume . ÄJ wurden mit Beifall begrüßt. Herr Kennedy, Mitglied des National-AuZ. schusses sagte, daß er glaube, der Strike hätte gewonnen werden können, daß er aber Mitchell keine Borwurse für ven ungünstigen AuSgang desselben mache, -.- Zndiana Democratic Club' Der Jndiana Democratic Club wird am nächsten Dienstag in seinen Räum licbkeiten ;u Ebren der demokratischen Mitglieder der Legislatur einen Rauch, abend veranstalten. Kampf mit einem Einbrecher. tn frnfir WnrrtpnfttinhV im fisllfi.

dunkel bestand R. P. Welsh Wo. 419 Hooligan (Hugo Wülsing), Moomy Dem Bau-Jnspector wurde hinterNord Blackkord-Strake. einen sSweren GuS" (Otto Wülsing) und Mont bracht, daß einige der condemnirten

Kampf mit einem bewaffneten Einbre1 II I y w - i Ser. Mit einem Messer bewaffnet. netfuAte b deSverate Rurscke. me6m muh ftfriffi an fr.n ,,N, w , V HM V nfifAnn ifim hrt im iif v vhi 0 U ö l schnitten wurde, kam Welsh dennoch ohne erhebliche Verletzungen davon. Zuletzt sprang der Bandit durch' ein Fenster, den Rahmen mit sich reißend, und entkam. Fräulein Verna Welsh erwachte und hörte Jemand im Zimmer sich bewegen. Bist Du eS. Mutter?", rief sie. und die Antwort in gedämpftem Tone lau ttle: Ja, mem ttind. tcy will vas sen ster ein wenig öffnen' Fräulein Welsh fah jedoch im Halbdunkel, daß sich ein Mann im Zimmer befand, und sie schrie um Hilfe, worauf dann ihr Va ter herbeieilte und den Kampf mit dem Burschen aufnahm, bis er entwich. Beamtenvahl. Die Teutonia Loge No. 1, CL D. 5,. S.. trmUhUen FnTrrnih, - - w f -w-w wm ww I Beamte: Ex-Prüsidentin Maria Henninger. Präsidentin Lina Holmes. Vice.Präfidentin Jda Kobler. Sekretärin Agnes Cron. Schatzmeisterin Anna Döbber. ' Führerin Lilli Sprecher. Innere Wache Dora Lökley. Aeußere Wache Kath. Schilling. Indianapolis Light aud Potver Company. Die Indianapolis Light and Power Cbmpany hat ihre zweite halbjährliche Zahlung für das Jahr 1904 gestern an die Stadt gemacht. Der städtische Comptroller erhielt 811, 328.25. Dieser Betrag reprüfentirt 5 Procent von den BruttoEinnahmen dieser Ge sellschast, die während der letzten sechs Monate des verflossenen JahreS sich auf $226,565 beliefen. Im Ganzen erhielt die Stadt für das Jahr 1904 $23,356 41 von dieser Gesellschaft. F r a n k l i n. Frau Chriftina Fuhner verstarb im 81. Lebensjahre in ihrem am White River belegenen Heime.

Der Schwaben Masken-

Ball Ein schöner Erfolg für den guten Zweck. Reizende Masken und Frohsinn zeich' nen das Fest aus. . . I et ANZleVUNgSpUNtt Ur UNI I svnf frfcTiitm hislr est?rn Abend die " " I"'nia Halle. Der Schwäbische n . rn r. w.r. umcrinisunaerein weis, oav man Ire i . . . cvn . . w ... st v I nco Die anen 'jjcimueoer eigau uno - - . 1 ? I neue oazu ernnrol. wenn man lynen eto8 bietet. Und das thun unsere Li.t. f rn NN.IQ.N cylvaoen auemal. er luölettvuu . rwv v or r . I zeigte ourcy vle cenge ,emer Be,uqer. welchenAnsehenZ sich der Verein erfreut, Die Veranstaltungen waren so getroffen, daß ein jeder, ob er nun selbst tanzte oder dem bunten Menschentreiben zusah, sich gut unterhalten mußte. Natürlich gab eS auch etwas Gutes zu essen und zu trinken, dafür hatte näm lrftf 1 r7 r I Cf f - 4 in r v r aw yicTrn 1 huiuu mii "'m Jose vortresflich gesorgt. Die Masken zeichneten sich durchweg durch wirklich guten Geschmack aus. Merkte man doch bei vielen Mädchenkostümen, daß norne-rnaae roaren uno niaji aus gmehener lltterlram. Ztteizeno wa I i.? n. t t .... o .. - Jf I ten oie amen oiouiein iann9 waw uns rau yrinian Nies in lieblichen schwäbischen Nationaltrachten, . m . w. I hc orouigen Äerneioungen waun geicymaavou uno zayireiq. ? . . rt w--. -.-x. I" Welche Anziehungskrast der Schwa. benball ausübte, beweist die Thatsache, daß der ursidele Deu Club" unserer Düsseldorfer seine Repräsentanten zu dem Maskenbälle entsandt hatte. ' Ungemeine Heiterkeit erregten unsere w gciniunoer, aus pc ui r c . on ..:.. r ü v r n ci . o cll I t tm. r. . I orencey" (ari yeien) lvren narnn rr r ' i en Einzug meuen. Unsere liebe Jugend war beim Fest deS närriscken Serr'scherS natürlich auch , I stark vertreten und leistete ibr Men 9 schenmöglichsteS in den .vielen flotten Tänzen, zu denen das Orchester uner müdlich ausspielte. Die Herren Adolph Baur und Christian RieS nebst Ge mahlinnen führten die Polonaise an. die einen anderen Glanzpunkt deS Abends bildete Die Leitung der vorzüglich getroffe nen Arrangements lag in den bewähr ten vänden deS Ball.ComiteS. von dessen Mitgliedern die folgenden Herren für ihren großen Eifer und ihre Liebe zur Förderung dieser guten Sache ganz besondere lobende Anerkennung verdienen : Gottlieb Knüttel. ?kobann Weber. Johann Bernlöhr, William Brommer, Johann Bayer. Christian Ries. Max Kiefer und Charles bischer. Erst lange nach Mitternacht trennte fi hi, lstk KZ,s,Nk N. Q S M V V wußtsein, ibr Sckerflein ,u einem ed len Zwecke beigetragen zu haben. Großer Preis Maskenball gegeben vom Indianapolis Schweizerbttttd in der Ger mania Halle am Donnerstag Abend, 2. Januar 190. Eintritt 25e a Person. Marion. Die Commigäre von Grant County haben den Ankauf von StimmMaschineu für die nächsten Wahlen empfohlen. Die National Voting Machine Company" von In dianapolis wird derartige Maschinen demnächst hier ausstellen. Rushvllle. Am nächsten Sonntage wird der Betrieb zwischen Rushvllle und Morriötown eröffnet werden. Die Indianapolis und Eincinnati Traction Company wird ihre Wagen alle zwei Stunden auf dieser Strecke laufen lassen. Der Lahrer Hinkende Bote alender für 1905 ist durü unsere Ossiee zu be-

Frecher Raub

In der Columbia Halle. Als Herr Hammerle, der Besitzer der Columbia Halle, gestern Abend seine Wirthschaft schloß, stahl ein frecher Gauner die Summe von 840 aus der Ladenkage. Herr Hammerle hatte gerade sein Geld gezählt und wieder m die Schub iaoc geiegi, a -nocy zwei vsuuc, uic . .f. x. ., : rostn. v: . i T ibm bekannt vorkamen, emtraten. Er i . ... . . . c ging einen Augenblick In den S hmV!. cv AM XVM lVi am uuS, um vlc 11 " "'p"" Otf t.!Vo Vma&vI i ci wicuti juiuuvt, HiwuKi u, . r n w T- . VC. . v..r4V.T VmmwXm toM IC ri. vup uk wumh t.. nachrichtigte die Polizei und diese der Kkt.t M.XtZ m.s unui iwuubwu. u aV U!Xl M, C 1 ICma aCimVm uroc n. iym uc, man nimmt an, daß er eS irgendwo La aabCX iJX ü a & Das Occidental-Sotel Muß abgebrochen werden. . . . zöauinfüector tanleü wiro in unem die Eiaentbümer deS Occiden jal'HotelS, das an Washington-und llinois.Strake beleaen ist. davon be nachrichtigen, daß sie spätestens am 1. mt dem Abbrüche des Gebäudes m beginnen baben. Nack dem im Mb " " ' ' JaSte ätzten JahreS ftattgekundenen wurde das aeaenseitiae Abkom getroffen, daß die im ersten und ii' y .tte:ten Stocke belesenen Räumlichkeiis rnrn 1. Mai 1905 bemobnt werden dürften; dagegen wurde in dem von Repräsentanten deS Herrn Henry Schnull und der Behörde für öffentliche Arbeiten unterzeichneten Contracte aus drücklich bestimmt, daß die höher gele , ...... genen Stockwerke nicht bewohnt werdm tTTl RA fi!m I'"' I uxinm cwuiuc cu. aumiicyieuen icgi oenußi wuroen. I. 1 . t i - W-C f . 1 1 (u. m w vv..i , , . t ianic9 oap er im iunflr rer Zeit daS Hotel nicht besucht hätte. aber eine entsprechende Jnspicirung bald abhalten würde. Der Lahrer Hinkende Bote Kalender für 1905 ist durch unsere Osffce zu beZiehen. Fenerveyr-CnrioS. Bei dem Feuer in der Ardmore Gro cery Co. waren die beiden großen Flü gelthüren, um den Löschmannschaften Einlaß in den Laden zu gewähren. sperrangelweit offen. Da erschien plötz lich ein Feuerwehrmann mit seiner Axt, lief bei den offenen Thüren vorbei und Zerschmetterte mit wuchtigem Hiebe die große spiegelglaSscheibe deS Schau fensters. Herr Robert Keller, der die? mit an st' j0 den Braven, warum er denn vu Usenzier llpui icytUget Damit wir in den Laden können", war die Antwort. Herr Keller machte ihn darauf auf merksam, daß die Thüren ja weit offen ständen. Macht nichts", sagte der Brave rnrt ließ seine Axt in ein theures ElaSschild das außerhalb des Ladens angebracht war, sausen. 2. Im Laden selber war kein Feuer, aber ein Spritzenmann konnte trotzdem oer Versuchung nicht widerstehen, einen wuchtigen Wasserstrahl, auf eine Reihe Flaschen, die werthvolle Oele und Eingemachtes enthielten, zu richten; natür lich wurde alles wie Spreu weggefegt und nutzlos zerstört. 3. Im Kelln brannte es nur in einer Ecke und mit einigermaßen in telligenter Leitung hätte das Feuer mit einem einzigen Spritzenschlauch gelöscht werden können. Unsere Bra. ven ließen einfach den Keller bis zur Decke mit Wasser volllaufen und zer' störten Sachen, die vor dem Feuer völlig sicher gewesen wären. Das Ge fährlichste bei einem Indianapolis Feuer bleibt unsere Feuerwehr, und deshalb haben wir auch unsere Raten in die Höhe geschraubt" ' meinte ein Ver. sicherungömann. -

Große Massenversammlung

Um gegen Muckergefttzgebung zu protestircn. Der Vorstand deS Verbandes deut scher Vereine hat beschlossen auf Mon ag Abend den 23. Januar 1005 eine große deutsche Massenversammlung ein uberufen, um gegen weitere Tempe renz. Gesetzgebung in der Legislatur energifchst zu Protestiren. Die Ver. ammlung wird im großen Saale des Deutschen HauseS abgehalten werden. Alle Deutsche, Mann für Mann, ollten an dieser Versammlung' theilnehmen. Polizeiliches. D e S Großdiebstahls an geklagt wurden Harvey Stewart, 991 W. Washington Str. und Albert Long. horst, Hinterhaus 949 W. Washington Str., verhaftet. Die Männer sind be. schuldigt, eine Quantität Draht gestöhlen zu haben. Ein Farmer traf die Beiden und zwang sie, unter feiner Begleitung auf einem Jnterurban wagen nach der Stadt zu fahren, wo er sie dann den Radlerpolizisten Morgan und Samuels übergab. . Von der English Ave., nahe Woodside, lief gestern Nachmittag in der Polizei-Station die Meldung ein, daß dort ein Mann sich an einem Baume erhängt habe. Die Radler Polizisten wurden sofort zur Stelle be ordert, fanden jedoch nur einen großen iqmarzen vuno, ven man dort an einem Baumaste aufaehänat und er drosselt hatte. Ein des Weges kom mender Farmer nahm sich der Hunde leiche an, um dieselbe zu vergraben. I o h n H o p p e r, ein 12 Jahre alter Junge wurde auf Ersuchen deS Beamten Stephenson vom Jugendge richt unter Anklage des Großdiebstahls in's Polizeiregifter eingetragen. Die Addresse der Eltern des Jungen wird als 712 Nord Noble Straße angege ben. George H i l l, 29 Jahre alt. tln professioneller Bürge, 222 West 15. Straße, wurde gestern der Unter schlagung angeklagt, verhaftet. An geblich erhielt Hill von einer seiner Klientinnen einen Geldbetrag einge händigt, um denselben, an ihrer Strafe abzuzahlen. Der Betrag wurde, wie verlautet, nicht dem Stadtclerk Fozerty übergeben. ' u n l e r o e m A e r v a cy t e. em Straßenräuber zu sein, wurde gestern Manuel CollinS, 319 ElSworth Ave. wohnhast verhaftet und verschiedentlich identificirt. Er gilt in seiner Nachbar schaft als fleißiger Arbeit.Smann. Das Räubergefinde welches während der letzten Tage unsere Stadt so unsicher machte, hat Polizei superintendenten Krüger zu außeror deutlichen Anstrengungen, dem Unwesen der Banden ein Ende zu machen, ver anlaßt. Während der Nacht war fast die gesammte Polizeimacht im Dienst. und zwar theilweise ohne Uniformen, um weniger auffällig zu sein. Etwa 55 Verhaftungen wurden vorgenom men. und wer ausnahmsweise spät au der Straße betroffen wurde und nich genügende Ausweise beibringen konnte. wanderte ohne Gnade ins Polizeige fängniß. Etwa 60 Namen zieren heute folglich das Register des Schließers Viele Unschuldige mußten natürlich unter der Aktivität der Polizei leiden, indem sie die Nacht in der Zelle der Po lizeistation verbrachten, lcider läßt sich aber dieses in solchen Fällen kaum ver meiden. Noch einige Razzias wie letzte Nacht und Indianapolis wizd wieder zum Schrecken aller lichtscheuen Men schen werden. Wieder ein Nanbanfall. Catherina Thomas, 1216 Bellefontalne Ave. wohnhaft, wurde gestern Abend als sie sich auf dem Heimwege befand, beinahe vor der Thüre ihres Hauses von einem' Neger zu Boden ge schlagen und um $5 und sonstige Ge genstände beraubt. Der Neger ent. lkam.

Die Aktionäre der Home Brauerei

galten ihre Ialzres-versamm' lung in der Germania alle ab. Spater Commers mit den Aktiven des Liederkranz. Gestern Abend hielten die Aktionäre der Home Brauerei in der Germania Halle ihre JahreS-Versammlung ab, die nach Erledigung deS geschäftlichen Theiles in einer gemüthlichen Nach fitzung und CommerS endete. Wie üb ich. wurde nämlich der in den oberen Räumen feine Probe abhaltende Indianapolis Liederkranz zur Betheiligung an der Nachfeier eingeladen, einige vergnügte Stunden mit den Herren unten zu verbringen, welcher Einladung freundlichst entsprochen wurde. Präsident JungelauZ begrüßte die Sänger mit einer Willkommsrede, auf welche Herr Franz Schäfer mit einem Danke antwortete. Mehrere kürzere Ansprächen, in denen eS dem Muckerthum hauptsächlich an den Kragen ging, wurden noch von einzelnen Theil nehmern der Versammlung vom Stapel gelassen. Der Liederkranz brachte eine Anzahl seiner Lieder zumVortrage, die erheblich zur Erhöhung der Festes ftimmung beitrugen. Zweimal verunglückt an demselben Platz ist der Bremser Patrick Byrnes in Philadelphia, Pa. Vor einem Jahre wurde Byrnes infolge des Bruchs eines Koppelbolzens von einem Waqqon abschleudert und erlitt Verlekunqen am rechten Bein, die ihn mehrere Wochen lang arbeitsunfähig machten. Auf genau dieselbe Welse ist er jüngst abermals verunglückt. An derselben Stelle wurde er infolge Bruchs der Koppelung von einem Zuge geschleudert und trug unter anderen Verletzungen abermals Quetschungen am rechten Beine davon. Ein Moshe?" durchge peitscht. In einem in der Nähe von Natchez, Miss., gelegenen Wald wurde unlänast ein 33 ?lahre alter Weißer Namens A. D. Lewis aus Chi cago durchgepeitscht und erhielt Befehl, den Staat zu verlassen. Lewis wurde wegen Jnsultirens einer Frau auf der Straße zum Verbüßen einer. Strafzeit auf der County-Zuchtlmgsfarm verur theilt und auf dem Wege dorthin entrissen ihn sechs Weiße der Wache und drei Meilen von der Stadt brachten sie ihn in den Wald, wo sie ihn entkleideten und ihm 60 Hiebe auf den Rücken aufzählten. Darauf brachten sie-ihn auf einen Eisenbahnzug und befahlen ihm, den Staat zu verlassen. Tragische Folgen eines Rausches. Unter ichaudererregen den Umständen wurden A. R. Hemphill und seine Gattin vier Meilen nordlich von Carbondale, Jll., durch einen Per-sonen-Schnellzua der Jllmors Cen tral-Eisenbahn" überfahren und auf der Stelle getödtet. Hemphill hatte ge zecht und machte sich auf den Weg nach Carbondale. Seine Frau versuchte, ihn. zur Umkehr zu bewegen, worüber der Mann so erbost wurde, daß er sie auf die Schienen warf und sie dort so r . r!. Y.;v. lange seny!e!l, ms oer Jug ue eire ereilt hatte und zermalmte. Hemphill war ein Mann von 39 Jahren, und feine Ehefrau war ein Jahr jünger. MißlungenerAuZdruchsversuch. Sieben von neun Verorechern, welche im Staatsgefängniß zu Folsom, Kal., einen Ausbruchsversuch machten, wurden dabei erwischt und zusammengeschossen; drei wurden getod tet und drei andere lebensgefährlich ver letzt. Kapitän R. I. Murphy, ein Ge sanamkoeamter, ward ourcy einen Schuß in's Bein und zwei Messerstiche verletzt. Diö Ausbrecher waren an der Steinbrechmaschine, wo die 325 gefährlichsten Verbrecher arbeiten, beschäftigt Einer der Verbrecher warf einen Schmiedehammer in die Maschinerie und brachte sie zum Stillstand. Kapitan Murphy und die Unterbeamten Jolly und Taylor eilten herbei und wurden von den Verbrechern angegriffen und gefangen. . Die Ausbrecher liefen mit ihren Gefangenen nach dem Posten, ben ein W. G. Harris besetzt hatte; sie umgaben ihre Gefangenen mit gezogenen Messern, aber die bewaffmten Wachen feuerten trotzdem und sieben . Verbrecher fielen. D:e Ueorrgen ergaben sich. . tX7" Staucht Me Tish I Mingo.

Nachrichten aus Jndiana. P l y m o u t h. Falsche Geldstücke, zumeist DimeS, QuarterS und halbe Dollars, circuliren in unserer Stadt.' Peru. Der 18jühr. Max Howard, . der 35 Dollars aus der Hotelkasse des hiesigen Wayne Hotels stahl, wird nach der KnabeN'Reformanst'lt in Plain sield gesandt werden. - ...... H u n t i n g t o n. Mit Erlaubniß ihrer Eltern, Herrn und Frau Frank Erpelding, wurde Marie Erpelding, in Dixon, Jll., die Gattin von John Donavin, kurz bevor dieser nach dem StaatSzuchthaufe von Illinois verbracht wurde, um die über ihn wegen MordeS verhängte Strafe daselbst -abzubüßen.

. K o k o m o. Während der Abweenheit seiner Bewohner, die auf einige Tage auf'S Land gereist waren, dran gen unbekannte Spitzbuben in das Wohnhaus von H. V. Turner und steckten dasselbe in Brand. Dasselbe wurde ein vollständiger Raub der Flam men. Dem 52000 betragenden Scha den, steht eine Versicherung von nur S500 gegenüber. L i n t o n. Die hiesigen Kohlen Bergwerke haben zwei weitere Opfer an Menschenleben gesordert. George Pugh wurde in den WeichkohlenVerg werken durch rutschende Stein und Erdmassen derartig verletzt, daß sein Tod nach kurzer Zeit erfolgte. In den Victoria Werken wurde Fred. Wills, ein Wagenführer, entseelt unter den Rüdern seines Fuhrwerks ausgefunden. W a b a s h. I. E. Smith " aus dem Pleasant Stadtkreise reichte eine Entschädigungsklage in Höhe ' von 820,000 gegen seine Schwester, Frau Martha Bowen, wegen Verleumdung . ein. Frau Bowen hatte vergangenes Jahr gegen ihren Bruder ebenfalls wegen Verleumdung eine Schadenersatz klage zu gleichem Betrage eingereicht, weil er sie deS Giftmordes an ihrem. Manne bezichtigt hatte. Marion. Im Kreisgericht wur den die Ausführungen der verschiedenen Anwälte gehört, die in dem Unter schlagungSfalle !von Benjamin F. Fra zier, früheren Agenten der American Expreß Company in Fairmount, inte resfirt .sind. Frazier wird von der erwähnteu Expreß Gesellschaft der Unterschlagung Zvon 500 Dollars bezich tigt. Am Abend wurde der Fall den Geschworenen übergeben. Ein Urtheilj wird nicht bevor morgen, er wartet. B e d f o r d. Die erfolgte Verhas. tung von Frank EvanS nnd Clmer Browning wird von der hiesigen Be völkerung sehr reservirt aufgenommen. Obschon dieselbe dringend wünscht, daß die dunkle Ermordung deS Fräulein Sarah Shafer endlich einmal aufge. klärt wird, verlangt dieselbe überzeu gende Gegenbeweise, daß der eigentliche Mörder eines anderen Vergehens wegen jetzt nicht sich in irgend einer anderen Strafanstalt befindet. Außerdem. wird eine zuverlässigere Beweisquelle, als die der Frau Cook gewünscht.. G o s h e n. Aus allen Schichten der Bevölkerung kommen hestige Pro teste gegen eine Parolirung von Walter Brown, der seiner Zeit, die Bank in Elkhari in den Bankerott trieb. Allgemein wird darauf hingewiesen, daß Brown während der letzten Jahren seiner Thätigkeit die Bank um großen Summen Geldes bestohlen hätte, die bis jetztlnoch nicht zurückerstattet wären. Sollte Brown'S Freilassung verfügt werden, dann würdeer ZweiselSohnr dieses Land verlassen und im Aus lande mit dem ergaunerten Gelde ein luxuriöses und behagliches Leben füh ren. B r i st o w. Washington, In. Jan. Der 4. HilfS-Generalpostmeister Jos. I. Briftov schied heute aus dem Amte und hatte alsbald eins Ksnferenz mit Sekre tür Taft über sein: neue Pflichten. Be kanntlich soll er die Handelsverhältnisse mit Süd.Amerika Raten usw. studi ren. Sein Ärbeittplan ist noch nicht vollendet. Seine Stelle wird bis zur Ernennung eines Nachfolgers durch Chesclerk Ccnrad versehen werden.

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