Indiana Tribüne, Volume 28, Number 126, Indianapolis, Marion County, 19 January 1905 — Page 7

Jndiana Tribüne, 10. Januar 1905.

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Zlf G tfornan von Moritz v. NeZchenbsch. a4A 444ti3 Fortsetzung JÄ habe es ja längst geahnt," flüsterte sie zärtlich, aber nun ich weiß, daß wir alles zusammen tragen in unfere? Liebe, nun will ich muthig sein wenn wenn uns nur das eine erspart wird, wenn Hans am Leben bleibt!" , Otto 'nickte. Ter Tcdi'sengel schwebte über seinem Hause, und fein Naben rückte die Herzen weich und versöhn' Am anderen Morgen kam der Obersörsier, um Käthe abzuholen. Älaß und gefaßt trat sie ihm entgegen. Ich weiche nicht von seiner Seite! Ich bin Hans Vergas Braut im Tode wie im Leben." Der Oberförster schwieg, tief erschütiert. Er fühlte es: der Haß, den auch er mit geschürt, er hatte sein Opfer gefordert, und die einzige Sühne, die es dafür gab, war die Liebe. Und im innersten Herzen getroffen, wie er es war, wollte er zu dieser Sühne bereit sein. Aber würde der Himmel sie annehmen? Aus des Oberförsters Augen rannen helle Thränen herab in seinen grauen Bart, während er die Tochter ansah. Käthe, Käthe, das kann der liebe Gott nicht wollen. Otto ist dochkeinMörder!" Sie senkte den Kopf und kehrte an Hansens Lager zurück. Nach bangen Tagen und Nächten erklärten die Aerzte Hans Berga außer Lebensgefahr. Eine langsame Rekonvalescenz folgte. Otto hatte es bisher vermieden, Berga zu sehen, aber Emma war ihm schwesterlich nahe getreten. Eines Tages fragte sie ihn: Darf Otto Sie sehen?" Hans senkte den Kopf. Dann sagte er langsam: Er ist Ihr Mann und Käthes Bruder" Nein," unterbrach ihn Emma, nicht aus Rücksicht für uns nur wie ich Sie jetzt kenne, werden Sie ihm verzeihen, weil Sie verstehen werken, daß er nick)t Herr seiner selbst war in jenem Unglücklichen Augenblick." Einfach und klar sagte sie ihm alles von Ottos verzweifelter Lage, die verschärft wurde durch das eigenthümliche Verhältniß, in dem er zu dem Gute stand, dann sprach sie von seiner Eifersucht mit ihrem reinen Herzen, in dem kein unlauterer Gedanke Platz hatte, durfte sie auch davon sprechen, ohne zu erröthen. Er hörte sie schweigend an. Als sie geendet hatte, gab er leise zurück: Sie haben recht! Er hat mehr durch mich gelitten, als ich durch ihn mit einem stummen Händedruck werden wir uns verstehen." . Und Emmas Wille geschah. Hans und Otto reichten sich die Hände. Die Wochen vergingen. Langsam begannen Hansens Kräfte sich zu heben. Seit einigen Tagen machte er kleine Spazierfahrten. Käthe begleitete ihn. und sehr häufig war ihr Ziel die in einer Niederung gelegene, von alten Eichen umgebene Ziegelei, in der jetzt nicht gearbeitet wurde. Hier pflegte Hans im Schatten der Eichen auszuruhen, während das Pferd an dem Grase rupfte, das die Lehmlöcher üpp'a umgrünte. Zuerst hatte Hans in der Schwäche der Rekonvalescenz nur Empfindung für das eigene, neu erwachende Leben und für Käthes Nähe. Mit zunehmender Kräftigung fing er aber auch wieder an, um sich zu blicken, und eines Tages untersuchte er die Lehmlöcher genauer. Ich bin meiner Sache nicht sicher," sagte er zu Käthe, aber ich glaube, daß hier ein Material vorliegt, das ganz anders ausgenutzt werden könnte als in der bisherigen Weise." Von Tag zu Tag fühlte Hans jetzt seine Kräfte wiederkehren, und daß Käthe nun vor aller Welt als seine Braut galt, erfüllte ihn mit einem Glücksgefühl, das seine Rekonvalescenz beschleunigte und den Wunsch in ihm rege machte, auch andere glücklich ?u sehen. Besonders war es Emmas Schicksal, das ihm am Herzen lag. Die Rektorin, die ihren Sohn fleißig besuchte, hatte gleich die Thränen in den Augen, wenn sie von ihr sprach. Ich kann mich an Deinem und Käthes Glück nicht ordentlich freuen, wenn ich denke, daß Emma von Pronowitz fort soll." erklärte sie. Der Otto verdient es schließlich nicht besser, denn, magst Du sagen, was Du willst, ich kann ihm nicht verzeihen; aber die Frau, die Frau daß es die mit trifft, darüber komme ich nicht weg." Hans sah sie an, ein halbes Lächeln spielte um seinen Mund. Sie bemerkte es und wurde ärgerlich. Wie kannst Du dabei lachen? Die Sache ist doch wahrhaftig ernst genu." Er nickte. Die Sache schon ich lache auch nur über mein Mütterchen, das sich selbst einreden mochte, es zürne einem Menschen ganz unversöhnlich, während ihr doch eigentlich das Herz aufgeht vor Freude und Dankbarkeit. Und ich weiß ganz genau, Mutterchen wird etwas sehr Großes und Schönes für den Mann thun, den sie so unversöh?.lich zu hassen glaubt." Was redest Du nur für Thorheiten!" schalt sie. Statt aller Antwort rückte er ihr näher, nahm ihre Hand in die seine und begann in sie hmeinzusprechen, bis ihre braunen Augen ganz

Glüölimwald"

glänzend und begeistert zu ihm aufblickten. Hans, das das " Ja. Mütterchen, das wäre möglich, und Niemand anders kann das machen als Du!" Bei der Generaldirektion war der Oberförster Waldow jetzt besonders schlecht angeschrieben. Die Nachricht von dem Arbeiterkrawall und die andere, daß der Oberförster seinem Sohne in Pronowitz mit seinen Waldarbeitern bei der Ernte ausgeholfen hatte, wurden von dem Generaldirektor benutzt, um das durchzusetzen, was er schon langst anstrebte: die Pensionirung des Oberförsters. Der Kündigungsbrief traf in der Oberförsterei ein. Der Oberförster erhielt ihn vor seinem Schreibtisch stehend, in den er gerade die letzten Rechnungen einschloß. Als er ihn gelesen hatte. sank seine geballte Faust mit schwerem Schlage auf den Tisch herab. Das also war das Ende das Ende! Er lachte laut und grell auf. Dann stand er einen Augenblick regungslos, wie in sich selbst zusammengebrochen. Die Oberförsterin kam, um ihn zum Kaffee zu rufen. Gewaltsam raffte er sich zusammen, es war ihm unmöglich, jetzt mit seiner Frau von dem zu sprechen, was seine Gedanken durchstürmte. Ich habe keine Zeit," sagte er kurz, ich muß zu den Holzschlägern." Aber so gönne Dir doch etwas Ruhe Du bist doch lein Jüngling mehr!" Ruhe!" Jawohl, er würde bald genug davon haben. Ruhe! Und er fühlte doch noch Mark und Kraft genug in sich, um thätig zu sein. Aber die Generaldirektion war anderer Ansicht. Er war alt, verbraucht, überflüssig! Er ging hinaus in seinen Wald, unbekümmert um die Klagen seiner Frau. Sem Wald?" Nein, es war ja aus damit. Er würde bald hier nichts mehr zu sagen haben. Eine jüngere Kraft" würde ihn ersetzen, einer, d:ss:n Leben nicht so mit dem Walde verwachsen war, daß der Hüttenrauch zugleich mit jenem auch ihn vergiftete und ihn hart und vielleicht ungerecht machte. O ja, der Oberförster Waldow wollte

Nichts beschönigen. Er wußte, daß er nicht mehr der milde und gütige Mann von einstmals war. Er konnte seinen Leuten den Strike" nicht vergeben. Und wie er jetzt hastig ausschreitend über den Moosboden hinging, schien es ihm plötzlich, als sei seine Entlassung überhaupt gerechtfertigt. Schöne Bestände als Grubenhölzer verkaufen, mit freundlichem Gesicht zusehen, wie seine Pfleglinge verkümmerten, und m aatem Einvernehmen mit Arbeitern leben, die ihm Gehorsam und Vertrauen aufgesagt hatten nein und tausendmal nein! Das alles konnte er nicht. Er wurde also gehen! Und grau und ein fo'rmig würde das Alter, ihn umspinnen, und die Tage wurden ihm hin gehen ohne Waldesrauschen und Vüchsenknall und Käthe würde ihm fern sein die Frau ihres Mannes, die Mutter ihrer Kinder, aber nicht mehr feine Tochtcr, die Freude und Leid mit ihm theilte, nicht mehr sein Kamerad! Plötzlich stand er still und blickte zu den Kiefernkronen auf, deren Zweiae sich regungslos über ihm ausbreiteten. Lautlose Stille umgab ihn. Der Wald schien zu schlafen. Was sollte der am Waldgänger noch auf der Welt? Noch einmal aufblicken zu seinen Bäumen und dann die Augen schließen und schlafen schlafen Da schwirrte ein heller Vogellaut aus den Zweiaen zu ihm herab. Zwitschernd flog ein Mrsenpä'rchen dicht an ihm vorüber, wie ein Gruß des Lebens mitten in das Todesschweigen des WaldeS hinein. Und wie eine Vision stieg mit den zwitschernden Vögeln zugleich Käthes Bild vor ihm auf, und ihm war, als sähe sie ihn mit traurigem Blick und bittend gefalteten Händen an. Da siegte In Liebe m ihm über Groll und Verzwen lung. Langsam, mit gebeugtem Kopf und gefaßtem Herzen trat er den Heimweg an. Käthe war, auf die Nachricht von der Kündigung hin, nach der Oberförsierei zurückgekehrt. Der Vater braucht mich jetzt nöthi'ger als Du," hatte sie, den genesenden Geliebten umarmend, gesagt, und Hans hatte sie ohne Widerspruch ziehen lassen. Rüstete er sich doch selbst, in den nächsten Tagen zu seiner Arbeit zuruckzukebren. Zwischen Otto und Emma hatte eine ernste Unterredung stattgefunden. Kommt Pronowitz jetzt zur Subhastanon, so hoffe ich. daß wenigstens Niemand sein Geld dabei verliert, wenn auch für uns nichts übrig bleiben wird, hatte er gesagt. Emma nickte ihm schweigend zu. Sie waren ja Beide jung und an Thätigkeit gewöhnt. Otto würde, eine Stelluno als Gutsverwalter suchen, sie würden leben können. . Er athmete auf, we!l sie nicht in Thränen ausbrach, als er mit .ihr über die Zukunft sprach, und weil sie sich aefaßt in das Unvermeidliche zu finden schien. Sie ama nach dieser Unter 'reoung durch den Garten, unter den Bäumen dahin, die ihr Vater gepflanzt hatte, und an den neuen Anlaaen vorüber, von denen sie aebofft. ibr Walter wÄde sich einst daran erfreuen. Und es war, als winkten die Zweige ihr zu,' wie emer alten Bekannten, wie leben dige, fühlende Wesen standen sie um sie her und flüsterten. mit tausend Blättern: Denkst Du darani Erinnerst Du Dich?" Sie sah sich als Kind unter ihnen spielen, und dann mit ihrem Walter und es war, als ginge ein tiefeö Aufseufzen durch die Zweige.

Emma fank auf eine Rafenbank. ver-!

arub ihr Gesicht in den Händen und weinte herzbrechend. Walters fröklickes Kinderstimmche!i weckte sie ruä ihrer Schmerzversunkenheit. Mama, Mama!" Sie listete sich auf. trocknete mit einer hastigen Bewegung ihre Augen und schloß das Kmd, das an der Hanv seiner Wärterin über den Weg getrippelt kam. in ihre Arme. ' O Du Du " Sie schwieg plolich. Nein, in der Gegenwart des Mädchens durfte sie ihrem Schmerz nicht die Zügel schießen lassen. Sie verbarg ib-e verweinten Augen am Gcsicht des Kindes. Da sagte das Madchen: Wie tfillll iHUiyUll l UliytiWtiliUtil, jlV beim Herr Ingenieur, und der Herr fragten na der gnädigen Frau . . (n(l.i ft nmrrtan st ttt Hans Berga saß vor einem mit ÜZriefschaften bedeckten Tisch inmitten seines Zimniers. Bei Emmas Eintritt erhob er sich. Neben ihm stand die Rektorin Berga in ihrem Schwarzseidenen" mit einem so feierlichen Gesicht, als fei sie in der Kirche und solle gerade den Segen empfangen. Meine liebe Schwester" HanZ nannte die Schwägerin jetzt oft so ich hoffe. Du und Dein Mann, Ihr werde! es nicht zudringlich von mir finden, wenn ich meine Rekonvalescenz ein wenig dazu benutzte, mich mit Pronowitzer Angelegenheiten zu befassen sagte Hans. Ich wollte nicht davon sprechen, bis ich einigermaßen die Sicherheit hatte, daß meine Pläne sich ausführen ließen; heute hat Mütterchen mir diese Sicherheit gebracht. Die Frau Gräfin Dardo ist bereit, ein größeres Kapital auf Pronowitz anzulegen, und zwar in der Weise, daß sie die Schulden, welche nach oer Landschaft darauf stehen, tilgt, indem sie ihi Kapital dafür eintragen läßt, zu einem bedeutend geringeren Zinsfüße als bisher" Emma blickte mit weit geöffneten Augen von Hans zu seiner Mutter, als verstünde sie nicht gleich, um was es sich handelte. ' (Schluß folgt.) Beraubte Falschspieler. In der spanischen Ortschaft Penaflor lebte ein Franzose Namens Aldije, in dessen Hause eine Falschspielerbande ihr Wesen trieb. Der Mann nutzte diesen Umstand Hi der Weise aus, daß er einzelne Falschspieler unter dem Borwände, es seien reiche Leute da, die man gemeinsam rupfen wolle, zu sich lockte. Diejenigen, die der Einladung folgten und zu dem Zweck natürlich etwas Geld bei sich trugen, wurden dann von hinten durch einen Schlag auf den Kopf mit einem Hammer getödtet und in dem von einer hohen Mauer umgebenen Garten verscharrt. Die Familie des letzten Opfers Namens Rejano. der 7500 Pesetas (1 Peseta gleich 19.3 Cents) mitgenommen hatte, erhielt eine namenlose Zuschrift, die das plötzliche Verschwinden erklärte. Das Gericht ließ in dem Garten Nachforschungen anstellen; es wurden ein: Anzahl Leichen zu Tage gefördert. Aldije wurde festgenommen, ebenso einer seiner Helfershelfer. Gerichtssitzung im Laz a r e t h. Im Garnisonlazareth in Metz, Deutsch-Lothringen. wurde jüngst ein temporärer Gerichtssaal eingerichtet, und auf der Anklagebank mußte der Sergeant Langer vom deutschen Fußartillerie-Regiment Nr. 8 Platz nehmen. Langer war vor einiger Zeit in der Trunkenheit auf den Bahndamm bei Longeville gerathen, wobei ihm von einem Personenzuge beide Füße dicht unter dem Knie abgefahren wurden. Während er im Lazareth lag, wurde festgestellt, daß er Betrug und Urkundenfälschung verübt hatte; es wurde daher Anklage gegen ihn erhoben. Zwei Krankenwärter brachten den Unglücklichen, dem inzwischen beide Beine amputirt worden waren, in den improvisirten Gerichtssaal. Das Gericht nahm zu Gunsten des Angeklagten an, daß er nur in' jugendlichem Leichtsinn gehandelt habe, und verurtheilte ihn zu 14 Tagen Gefängniß. Verhängnißvolle Tretmine." Ein schwerer Unfall ereignete sich bei Uebungen der Pioniere in Munden, Hannover, als man eine so genannte Tretmine" sprengen wellte. Diese Minen werden im Kriegsfalle auf Wegen oder m emem Gelände, das von feindlichen Truppen begangen wird, angelegt. Mit Hilfe emes versteckt angebrachten Trittbrettes kann die Mine dann leicht zur Entzündung kommen und ganze Truppenkorper in die Luft sprengen. Bei der angeführten Uebung glitt der Vizefeldwebel Sachs auf dem durch den Regen ausgeweichten und schlüpfrigen Boden aus und berührte im Fallen das Trittbrett. Im nächsten Aug-.nolick erfolgte eine Explosion. die Sachs und den ncben ihm stehenden Oberleutnant Neumann in Stücke zerriß. Durchschaut. Herr: Nun, haben Sie Ihr Examen bestanden?" Student: Bitte, kümmern Sie sich um Ihre eige nen Sachen." H e r r : Thut mir äußerst leid, daß Sie solches Pech hatten." . m t Ganner kulnov. Strolch (zum Autler): Ser vuö, Kollega!" A u t l e r (entrü stet): Was, Kollega? Was unterstehen Sie sich, Sie frecher Mensch?" Strolch: Nanu. S machen doch auch die Straßen unsicher!

Der Iaggyung.

Kommerzienrath Körnerich hatte alles, was sein Herz begehrte ein brillantes Geschäft, eine glückliche Familie, ein Haus in der Stadt, eine Villa auf dem Lande, und bei der letzteren einen famosen wildreichen Jagdgrund. Er war nämlich ein leidenschaftlicher Nimrod. Aber gerade da lag der Hase im Pfeffer. Er lag vielmehr nicht darin. Körnerich traf nämlich nie einen, obwohl er eine Sammlung der besten Gewehre, Hunde aller Nassen und obendrein einen ausgezeichneten alten, geriebenen Jagdgehilfen hatte. Heute war wieder Treibjagd gewesen. Alle seine Freunde erlebten frohes Waidmannsglück nur e r nicht. Sie lachten heimlich... er wüthete ... seine Gattin seufzte und bat den alten Pfiffberger den Gehilfen doch zu trachten, daß das anders würde. Dieser brummte was vor sich hin und ging dann nachdenklich, mächtige Wolken schmauchend, heimwärts. Ein paar Wochen, während deren Körnerich ob seines Mißerfolgs keine Lust zu einer neuen Jagd hatte, ließ sich Pfiffberger fast nicht sehen. Dann plötzlich man hatte schon geglaubt, er sei krank kam er vergnügt und munter daher und führte einen Hund mit sich ein seltsames Gemisch aller erdenklichen Rassen den er dem kommerzienräthlichen Ehepaar mit schlauem Blinzeln und der triumphirenden Bemerkung vorstellte: Jetzt haben wir den richtigen! Das ist ein Wundervieh ... ein Teufelskerl... der Feldmann... der bringt Ihnen 's Wild besser zu wie zwanzig Treiber! ... Jetzt nur flott eingeladen . . . diesmal fleckt's!" Das Ehepaar Körnerich sah erst den unscheinbaren so sehr Gepriesenen etwas mißtrauisch an. Wie der aber mit seinen klugen glänzenden Aeuglein so ermunternd zu ihnen aufsah, dabei artig wedelte und an dem Kommerzienrath hinaufsprang wie an einem alten Bekannten, da wurde sein Herz weich und warm; er freute sich seine Frau freute sich man stach mit Pfiffberger eine gute Flasche aus, und am Schlüsse ließ man Feldmann den Siegreichen leben und setzte eine große Treibjagd fest. Reich beschenkt und schmunzelnd verließ der Jagdgehilfe den Landsitz. Als freilich die dieses Mal in besonders großer Anzahl geladenen Jagdgäste kamen, machten sie sioh laut und leise über das merkwürdige Gethier lustig, das ihnen Körnerich als seinen neuen Jagdhund vorstellte. Herr und Hund ließen sich indessen dadurch in ihrer gehobenen Stimmung nicht beeinträchtigen und trabten vergnügt selbander in den Wald. Den ersten Hasen, auf den der Kommerzienrath schoß, glaubte er allerdings wieder gefehlt zu haben ... aber .nein, er mußte sich doch geirrt haben, denn Feldmann war gleich wie der Teufel davongesaust und schleppte bald keuchend ein Mordshasenthier heran, das er wedelnd vor seinem Herrn niederlegte. Dieser kannte sich nicht mehr aus vor Stolz und Freude. Er betrachtete den Erlegten und streichelte den Ueberbringer, der das Lob wie etwas Selbstverständlfäjes hinnahm. Hollah wieder ein Hase bumps! auweh, fehlgegangen! Aber nein nicht zum glauben Feldmann davon nach wenigen Minuten mit einem Prachthasen zurück Körnerich voll Staunen, Jubel und Waidmannsseligkeit. Und Fortuna blieb ihm heute so hold, daß ihm beinah' graute. So oft er schoß, so oft er vorbeigezielt zu haben meinte, jedesmal sauste sein 'WunderHund weg und brachte einen neuen Stammesgenossen derer von Lampe... Schon häufte sich die Beute. Aha, auch die anderen wurden nun schon aufmerksam und neidig! Nette Freunde das! In dem enger werdenden Trieb hörte man hier und dort ein Pfeifen, Rufen. Schelten, Fluchen ja, plötzlich brachen ein paar Jagdgäste durch's Dickicht hinter Feldmann her, der eben wieder einen Hasen apportirte. Na," rief ihnen Körnerich zu, was sagen Sie zu meinem Glück und zu meinem Hund?" Ich?" schnaubte da einer wüthend. Zu dem Hund? ...Daß er uns alle Hafen stiehlt!" Wie können Sie sich untersteh' . . ." brauste Körnerich auf. Feldmann war schon wieder fortgesaust. Es entstand ein Geraufe, Gezerre, Gelächter, Geschimpfe. Man eilie herzu auch der Kommerzienrath. Welch ein Biw! Ein Jagdgast hielt einen eben erlegten Hasen krampfhaft bei den Beinen, während Feldmann das Thier an den Löffeln gefaßt hatte und wie wild daran riß und zerrte. Die Jagdgesellschaft, die sich rasch gesammelt hatte, barst fast vor Lachen Körnerich meinte in den Boden sinken zu müssend Wo ist Pfiffberger?" stammelte er tonlos. Aber d e r hatte sich, als er die Szene heimlich aus dem Buschwerk beobachtete, rasch davongemacht. Sakra!" murmelte er den hatt' i'fast zu gut dresfirt!Seirn yorfbarvier. Kunde: Wenn Sie mich schneiden, sagen Sie mir's!" R a s e u r : Das g'spüren's a so!"

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