Indiana Tribüne, Volume 28, Number 126, Indianapolis, Marion County, 19 January 1905 — Page 1
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C5rs4ytnt feden $to4rntitta0, Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Donnerstag, 19. Januar 1905. No. 126. mmmmkMwmmmmamimmmmmmtmmmmmmmammmmmmKaKmmmmmmmmmmmKmmimmummmmmmmmmmmmmmmmammmmmmmaaB i i I i . .
Einbrecher arbeiten engroö. C!ne Jagd auf Einbrecher, welche heute früb 3 Uhr begonnen ward, wurde bis znm Morgengrauen im Ge schäftZsiftrikte fortgesetzt. Die Polizisten Dugan und Bailey trafen kurz vor 3 Uhr einen Mann an der Ecke der Mary, land und Pennsylvania Straße, dessen Benehmen ihnen verdächtig erschien und gleich darauf sahen sie an der Pennsyl vania Str., südlich von der Georgia Str., einen Wagen halten. Die bei den Beamten machten sich sofort daran, die Sache zu untersuchen. Der Wagen zeigte den Namen des Commission' Händlers MaScari und der denselben fahrende junge Bursche gcrt an, in MaScari'S Diensten zu stehen. Nicht, destoweniger brachten die Polizisten da? Fuhrwerk nach der Station, um nähere Erkundigungen einzuziehen. Vor der Station angelangt, stiegen Bailey und der junge Bursche ab, plötzlich jedoch gab letzterer Fersengeld und lief auf die hinter der Station belegenen Eisen dahngeleife zu. Bailey gab mehrere Schüsse aus nächster Nähe auf den Mann ab. die mit lauten Schreien von dem Flüchtling beantwortet wurden, sodatz die Annahme vorherrscht, daß der Fliehende getroffen wurde. Ralerpolizisten usw. wurden sofort alarmirt und die ganze Umgegend wurde abgesucht, von dem Entflohenen jedoch wurde nicht? bemerkt.. Pferd und W.igen wurden in Herrmann'S Leih, stall untergebracht und dann ging? im Eilschritte dem GeschäftSdistrikte zu, wo nach längerem Suchen in tteating, Lahey & McGurty's EngroSSpiri tuosenhandlung. 124 Süd Pennsylva nia Str., die Hinterthüre gesprengt ge funden wurde. Das Haus wurde vom Keller bis zum Dache durchsucht, ohne eine Spur der Banditen zu entdecken. In der Alley jedoch, einige 50 Schritte weiter und fast direkt an der Georgia Str. fanden die Beamten 12 Dutzend feinen Whiskey in Flaschen, welche die Einbrecher von dem Geschäft aus dort hingebracht und für den Wagen bereit gestellt hatten. Allem Anscheine nach waren die Burschen in ihrem Vorha den durch die Beamten gestört worden, sodatz sie weitere Beute nicht zur Stelle schassen konnten. Man nimmt an, daß eZ sich hier um eine wohlorganisirte Räuberbande, aus 4 oder 5 Mann bestehend, handelte, die für viele der in letzter Zeit verübten mysteriösen Ein brüche veantwortlich ist. Spätere Nachforschungen zeigen, daß bereits eine Ladung aus dem Geschäfte fortge holt war. Scheint unverbesserlich zu sein. John Wilhelm, jener alte deutsche Gärtner, der neulich unter Anklage des KleindiebstahleS verhaftet wurde, ist vom Polizeirichter den Großgefchwore nen überwiesen mit der Hoffnung, daß ihm eine Gefängnißftrafe zugedacht werde. Wilhelm hat bereits unzäh lige Male mit der Polizei Bekannt schaft gemacht. Seine letzte That war der Diebftahl zweier Hühner aus dem Arbeitshause. Da5 Arbeitshaus war übrigens schon früher verschiedentlich ein Arbeitsfeld für ihn ; zeitweise im Dienste der nach Rache schreienden Gerechtigkeit, zeitweise aber war er dort auch im eigenen Dienste thätig. Ein mal erschien er in dunkler Nacht mit Pferd und Wagen bei der Anstalt und stahl die ganze Kohlerndte, wurde jedoch kurz darauf ertappt und trat sofort wieder in den Staatsdienst über und ging nach dem Arbeitshaus zurück. Wilhelm begründete zur Zeit feine That damit, daß er als Sträfling den Kohl habe pflanzen müssen, daß ihm derselbe also auch zukomme. Da anscheinend das Arbeitshaus für Wil Helm keine Schrecken mehr hegt, wird er, falls er Glück hat. jetzt einmal eine beschauliche Betrachtung . hinter Ge fängnißmauern anzustellen. Gelegen heit erhalten. Der Lahrer Hinkende Lote Kalender für 1905 ist dnrÄ unsere Office zu be ziehen.
Im Interesse der Lehrer-
Pension. Das Comite des Staatsverbandes vor dem Senats Comite. Schwerwiegende Argumente unter breitet. Der Senator von Terre Haute. Das Legislatur.Comite des StaatsVerbandes deutscher Vereine mit Hin Zuziehung des Schulsuperintendenten Kendall unterbreitete gestern Nachmittag dem SenatZ.Comite für ErziehungS wesen seine Gründe, warum die vor liegende Lehrer-PenstonSbill empfehlend einberichtet werden sollte. DaS Verbands Comite war durch die Herren Jof. Keller, Fritz Francke, Aug. Kühn, Capt. Vieler, Jacob Loeper und Wm. Rieß vollzählig vertreten. DaS SenatS'Comite besteht aus den Senatoren: CaviuS, Goodwine, Kirk man, Parks, Smith, Milburn und Moß. sämmtlich gereiste und verständige Männer mit Ausnahme des Ver treters von Terre Haute, der weder die Pflichten, welche er seiner Stellung schuldet, zu kennen scheint, noch die weltmännische Sammlung besitzt, um die Würde seines Amtes zu vertreten. Er fühlte sich wohl, auch bald selbst außer Platz und verließ daS Vera thul.gSzimmer. Capitän Jacob Vieler unterbreitete zur Förderung der Pensionsvorlage wichtige Argumente. Er führte"an, daß feldft EifenbahN'Corporationen eS in ihrem Interesse befunden hätten, ein PenfionSsystem ihrer Angestellten ein zuführen. Daß diese Eorporationen dieZ nicht aus Menschenliebe, sondern ihres eigenen Vortheils wegen thäten, lüge auf der Hand. Auch der Staat dürfte e5 zu seinem Vortheile finden, wenn er das wichtigste Element der Ju genderziehung, die Lehrer, so stellt, daß sie nach 30'jähriger treuer Dienstzeit gegen Mangel geschützt sind. ES würde dadurch nicht nur einer Pflicht deS Staates genügt, sondern auch das Leh rerpersonal zum großen Nutzen sämmtlicher Bürger des Staates derartig verbessert werden, daß im Verhältniß zum Vortheile, der daraus erwüchse, die zur Pensionirung nöthige Summ; derschwindend gering erscheint. Nach ihm sprach Herr Joseph Keller welcher erklärte, daß der Staats verband Deutscher Vereine eS als eine seiner wichtigsten Aufgaben erachte, daS Erziehungswesen zu fördern und daß die vorliegende Pensionsbill zur Annahme empfohlen werden sollte, weil sich dann tüchtigeres und stabiles Leh rerpersonal entwickeln würde. Im selben Sinne sprachen Superin tendent Kendall, Herr Fritz Francke und Aug. M. Kühn. Die Senatoren Milburne, Parks, Smith und Moß legten durch Zwischenfragen, die sie an die Redner richteten, ihr regeS In teresse an der Frage zu Tage. Ihre Bedenken wurzelten zumeist im Kosten Punkt. Senator Moß erwähnte, daß es TownshipS im County gäbe, in denen eS wegen mangelnder Fonds nur 30 Schultage im Jahre gäbe. Im Prin zip waren die genannten Herren ersicht lich zu Gunsten der Pensionsvorlage und es ist zweifellos, daß der Be such des Verbands Comites die Herren zur .regen Erörterung der PensionS Vorlage angespornt hat. - Schwaben Unt. Verein. (Broker Benefiz Maskenball für die Abgebrannten zu Binsdorf Württemberg, am Donnerstag Abend, den 19. Januar in der Germania Halle. Eintritt: . Herr und Dame 50e; Extra-Dame 25c. Claude I. Hinshen, 20 Jahre alt, ein Absolvent der Lapelle Hochschule, wird von dort der hiesigen Polizei, mit der Bitte Umschau nach demselben zu halten, als vermißt ge meldet. ' ' ' -
Dentfche Feuer -BerstcherungS-Gesellschaft von Jndiana.
In der gestern abgehaltenen Jahres Versammlung der Deutschen Feuerver sicherungS Gesellschaft von Jndiana stellte eS sich berauS. daß daS Vermö gen dieser Gesellschaft binnen einem Jahre sich um 835,000 vergrößert hat. Tie folgenden Beamten und Directoren wurden erwühlt: Theodore Stein, Präsident; William Kühn, Erster Vice Präsident; Ferdinand A. Muller, Zwei, ter VicePrüsident; Lorenz Schmidt, Sekretär, Theodore Reyer, Schatz meister; Oscar Schmidt, HülfSSecre tär; Wilhelm Kohlstüdt, William F. KuhnFerdinand A. Mül?er, Theo. Reyer, Lorenz Schmidt, 'Fred. Schra der und Theodore Stein, Directoren. Seim Gouverneur zum Besuche. William W. Roß aus EvanSville, stattete! an der Spitze einer großen Schaar Freunde des Senators Hemen way, dem Gouverneur Hanly gestern einen Besuch ab. In seiner launigen Ansprache er wühnte Roß, daß Herr Hanly Senator Hemenaay'S Nachfolger fein möge, so bald letzterer Präsident geworden sei. Gouverneur Hanly dankte der Delega tion für ihren Besuch und gab seine, sowie Senator Hemenway's erste Er fahrungen" in den neuen Aemtern in scherzhafter Weise zum Besten. Die Schiller-Feier. Vorsitzer Joseph Keller vom Comite für die Schiller-Feier hat die folgenden SubcomiteS ernannt: iflufu ChaS. Adams. Festvorftellung Armin Bohn. Nachfeier August M. Kühn. Tableaux Wm. Rieß. Dekorationen Ignatz Strack und F. Scklüter. Festreden Joseph Keller. Die Mitglieder des Comites sind ersucht, sich Dienstag Abend zu weiterer Besprechung im Unabhängigen Turn verein einzusinden. Personal-Notizsu. Frau Samuel Deutsch von Chicago weil hier zum Besuche bei ihren Eltern, Herrn und Frau Gundel finger. Behufs Erledigung von Geschäften ist General Joseph W. Vance aus Springsield, Jll., in unserer Stadt eingetroffen und im Hause seines Neffen, des Herrn Dr. Elmer Vance, abgestiegen.. General Vance war zur Zeit des Gouverneurs Fifer General Adjutant von Illinois. Herr Dr. W. H. Wifhard, der zurückgetretene Präsident der In dianapolis Medical Society feierte gestern seinen 89. Geburtstag. Ueber einhundert Mitglieder dieser Vereini gung waren erschienen und brachten dem greisen GeburtStagskinde ihre herz, llchen Glückwünsche dar. Der nun' mehrige Präsident der ärztlichen Ge sellschaft überreichte im Verlaufe deS Abends unter paffenden Worten im Na men der Indianapolis Medical Society Herrn Wishard eine AnerkennungS Addreffe. Stattlicher Landsitz. Herr Albert Lieber hat von Herrn George F. McCulloch 46 Acker Land gekauft. Daffelbe grenzt dicht an die Westseite des White River, und ist etwa eine halbe Meile nördlich vom Fairview Park gelegen. Durch den von Herrn Lieber engagirten Kunstgärtner I. Clyde Power werden die jetzt noch öde daliegenden Ländereien auf das Sorg faltigste mit schönen Anlagen versehen werden. Kommendes Frühjahr wird 70 Fuß über dem Fluß ein im Colo. nlal Stil gehaltenes Landhaus errich tet werden, von dem man einen wun derbaren Ausblick auf den Strom und die schöne Umgegend haben wird. Die bestes Cent Ciaarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".
Schusse auf den Wiuterpalast abgegeben.
St. Petersburg, 19. Jan. Während Kaiser NicholaS heute früh wie alljährlich die Wasser der Newa vor dem Winterpalalle zu segnen im Be griffe stand, wurden vom Ufer, dem Palaste gegenüber, mehrere Schüsse ab gegeben und verschiedene Kugeln schlu gen durch die Fenster deS Palastes. Niemand wurde verletzt, jedoch verur sachte- der Fall ziemliche Aufregung. Eine Kugel schlug ein glattes Loch, zwei Zoll im Durchmesser durch ein Doppel fenster der NicholaS Halle, gerade über dem Fenster, von welchem aus eine Gruppe Correspondenten und Ossiziere den Feierlichkeiten zuschauten. Elektrische Lichter auf der gegenüber liegenden Seite der Halle wurden zer schmettert und dieselben fielen mit Ge klirr zu Boden. Ein Offizier hob eine Kugel aus Eisen auf, die einem Shrapnell Geschosse ähnlich sah. Die kaiserliche Prozession kehrte kurz darauf in den Palast zurück. Der Kaiser war von dem . Vorfalle bereits unterrichtet und als die Prozesston vorüberzog, zeigte ein Offizier dem Zaren die Löcher in den Fenstern. Der Kaiser war unbewegt und warf kaum einen Blick auf die bezeichnete Stelle. Groß fürst Vladimer stellte sofort eine Unter suchung an und er legte den Zeugen Fragen vor. Ehrendamen in Grup pen, die mit der Prozession herein kamen, sammelten sich in der Halle an, um die verrätherifchen Löcher in den Fenstern zu sehen und die Einzelnhei ten deS Vorfalles zu hören. Polizeiliches. C h a S. M a t h e w S, 32, ein Ne ger der feine Addresse als 303 Toledo St. angiebt, wurde heute unter der An klage .des Straßenraubes verhaftet. Mathews ist beschuldigt, der Mann zu sein, welcher Frau Mary. Grisfin, 723 Nord Missouri Str. letzte Woche über fiel und sie um ihre Geldtasche be raubte. Frau Grisfin soll den Neger positiv als ihren Angreifer identifizirt haben. Fle ich er N o e, ein Juwelier an der Nord Illinois Str., wurde gestern Abend nach Gefchäftöfchluß, als er per Straßenbahn seiner Wohnung zufuhr, um seine $55 enthaltende Geldbörse erleichtert. Er meldete sei nen Verlust den Detektives. Des thätlichen Angriffes mit der Absicht zu vergewaltigen, wurde heute Vormittag ChaS. Wyatt, ein 31 Jahre alter Arbeiter, 546 Nord Bel mont Straße 3 wohnhaft, angeklagt. Wyatt, auf den die Beschreibung paßt, die Frau Ella Wilson an der Addison St. von ihremAngreifer liefert.war von den Polizisten BateS und MathewS der Frau vorgeführt und positiv als ihr Angreifer identifizirt. Frau Wilson fiel beim Anblicke deS ManneS in Ohn macht, überzeugte sich jedoch und sprach sogar mit Wyatt um auch seine Stimme zu hören. Walter Keller, 222 Jndiana Ave., wurde gestern Abend an der Se nate Ave. von zwei Männern zu Boden geschlagen. Da kein Raub verübt wurde, ist das Motiv räthselhaft. G e o. Farlow. 24, 915 Red mond Str. wohnhaft, wurde unter Anklage der Bigamie verhaftet. Peter C. G a l i v e n, 22, ein Verkäufer, der seine Addresse als 126 West Court Str. angiebt, wurde der Hochprellerei beschuldigt und verhaftet. Louife ReynoldS, 824 Roenoke Str. meldet, daß aus ihrem Haufe ein neuer schwarzer Herrenhut gestohlen wurde. Ernst DugginS, Alabama und 12. Str., wurde um. einen grauen Wlnterüberzieher erleichtert. S. L. W i l h i t e, 3214 Nord Ca pital Ave., vermißt feine 20 Hühner, die ihm ein Freund des Federviehes aus dem Hühnerstalle holte. Elmer Clarey, ein Insasse des Arbeitshauses ist von dort ent wichen und wird jetzt durch die Polizei gesucht.
Aus der Legislatur. Die Ce remonien der Senatoren-Wahl beendet. Gestern gegen Mittag wurden die neuerwühlten Senatoren Beveridge und Hemenway in eindrucksvoller Weise von deS Gouverneurs Ofsice nach dem StaatZhause geleitet, woselbst sich eine ungeheure Zubörermenge eingefunden hatte, um den Schlußceremonien der BundeZsenatoren - Wahl beizuwohnen. Um 12 Uhr begab sich Vice. Gouverneur Millerauf seinen Platz und eröffnete die gemeinsame Versammlung beider Theile "der gesetzgebenden Körperschaft, indem er zunächst eine NamenSverlesung ihrer Mitglieder anordnete. DaS Resultat ergab, daß 47 Senatoren und 97 Repräsentanten anwesend waren. Dann verlas der Staats-HÜlfS Sekretär Charles P. Gray den Theil des gestrigen Senatsjournals, der auf die Wahl Beveridge's und Hemenway's Bezug nahm, der Protokollführer deS Hauses verlas den diesbezüglichen Theil deS HauSjournalS. Nunmehr wurde daS Totalergebniß der Wahl osficiell durch Vice - Gouverneur Miller wie folgt v?rkünd?t: Beveridge und Hemen way erhielten 115 Stimmen, John W. Kern und Benjamin F. Shively nur 31. Da von Niemandem gegen diese Zahlen Einwand erhoben wurde, er klärte der Vice.Gouverneur mit gehobener Stimme, die Herren Beveridge und Hemenway für erwählt. Den Schluß der eindrucksvollen Cere monien bildeten die mit großem Jubel aufgenommenen Reden der beiden neuerwählten Senatoren. Kurz und herz lich waren ihre Ansprachen. Wunderbare Blumengaben wurden den beiden Senatoren von ihren vielen Freunden und Anhängern nach Schluß der Feierlichkeiten gespendet. Tausende von herzlichen Glückwünschen wurden ihnen dargebracht und zeigten ihnen, wie sehr gerade ihre Erwählung den Wünschen eines großen Prozentsatzes unserer Bevölkerung entspricht. Nach einer Bestimmung der neuen CodificationS'Bill, die jetzt der LegiS latur vorliegt, darf aller Abfall und Schmutz, der in den Straßen und öf fentlichen Plätzen in Städten aufgelesen wird, erst in einer Entfernung von 6 Meilen von einer Stadt abgeladen werden. Sollte diese BestimmungGesetz w:r den, dann dürfte die Stadt JndianapoliS nicht mehr, wie bisher, die Sel ler'sche Farm für diese Zwecke benutzen, und der städtische Contract mit derselben würde hinfällig werden. Ein neuer Contract würde allein dadurch viel kostspieliger werden, daß die Ab fälle in unserer Stadt in Zukunft bedeutend weiter hinausgefahren werden müßten. SonstigesauS der LegiS latur. Senator Wood reichte eine Bill ein, die $500,000 zur Errichtung einer wei terenJrrenanstalt inSeymour verlangt. Repräsentant Me AdamS von Foun tain, Warner- und NewtonCounty reichte eine Gesetzvorlage ein, welche die Ernennung von öffentlichen HülsSAn klägern in KreigerichtSbezirken, die mehr als ein County enthalten, for dert. In der Begründung seiner Bill sagt Herr McAdamS unter Anderem, daß nach seinem Dafürhalten eine promptere Anwendung von Gesetzen viel zur Verminderung von Vergehen und Verbrechen beitragen würde. DaS JahreSgehalt deS HülfS-AnklägerS soll 250 Dollars betragen; ferner hat derselbe einen Bond von 2000 Dollars zu stellen. Repräsentant AyerS reichte eine Bill ein, die das gegenseitige Bewirthen mit alkoholischen Getränken in Schank wirthschaften oder irgend welchen Plätzen, in denen derartige Getränke verkauft werden, unter Androhung von Strafe verbietet. . Großer Vreiö Maskenball gegeben vom Indianapolis EÄveizerbund in der Ger mania Halle am Donnerstag Abend, 26. Januar 1905. Eintritt 25ca!?erson.
Nachrichten aus Jndiana. Clinton. John Columbo fand auf der Jagd, als er eine Hecke über steigen wollte und sich dabei fein Ge wehr entlud, seinen Tod. Marion. Gegen Charles C. Sprong wurde von den Großgeschwo renen in einer Special-Sitzung eine
Anklage wegen Mordes im ersten Grade erhoben. Derselbe befindet sich jetzt im Gefängniß, deö vor 10 Tagen an Wilson Addington verüblen MordeSbe schuldigt. Angeblich hat Sprong, wel cher angiebt, zur Zelt der That betrunken gewesen zu sein und daher im Zu stände der Unzurechnungsfähigkeit ge handelt zu haben, behauptet, einen Schuß auf den am Fenster feines Bu reaus sitzenden Addington abgefeuert u haben, der dessen Tod ein pa Standen später herbeiführte. R i ch m o n d. Jnspector Vance vom Vereinigten Staaten Einwände rungs-Amt traf kürzlich hier ein, um Fräulein Anna Bohnke, 25 Jahre alt und aus Westpfahlen gebürtig, aus dem Jndiana Irrenhaus, woselbst sie sich bis vor kurzem befand, abzuholen. Der Beamte führte Papiere bei sich, laut welchen die arme Kranke, die noch nicht ganz zwei Jahre im Lande anfäf sig ist, nach Deutschland zurückbesördert werden soll. Ende Mai kam sie nach Amerika, um Verwandte in AdamS County zu besuchen. Sie erfreute sich, als sie hier anlangte, anscheinend der besten Gesundheit, bis sie vor einigen Wochen wegen Geistesstörung ins hie sige Hospital aufgenommen werden mußte. Dieser Fall wurde seitens der Behörde nach Washington berichtet und wurde von dort aus ihre Rücksendung nach Deutschland auS angeführten Gründen verfügt. Dies istZder zweite Fall innerhalb 3 Jahren, wo ein Pa tient aus - dem Hospital in seine Hei math zurückbefördert werden wird. B e d f o r d. Polizeichef MeyerS verhaftete Dienstag zwei Männer Na mens Frank EvanS und Elmer Brow ning, welche der Mordthat an Fräulein Sarah Shafer angeklagt wurden. Schon Monate lang wurden seitens' der Detectivs Nachforschungen angestellt, AH AM VT I ( $YJ V f 4 - ui9 muu cuuuuy ytuumuu iouum1" gründe zum Vorgehen zu haben glaubte. Beide Angeklagte, die sich im Stadt Gefängniß befinden, dürfen in keiner Weise mit dem Publikum in Verkehr treten und wird die Angelegenheit sei' tenS der Polizei sehr diScret behandelt. Auf EvanS hatte sich nur dadurch der Verdacht gelenkt, daß eine lWhiskey flasche, welche ein Wirth an ' ihn ver kauft zu haben glaubt, in der Nähe der Stelle, wo sich der Mord ereignete, aufgefunden wurde. Obwohl damals dieser Punkt von den Großgeschworenen als nicht stichhaltig genug befunden und daher fallen gelassen wurde, haben ein Bedford Beamter und ein Mann Namens Riley wiederholt darauf gedrungen, daß der Fall wieder aufge nommm wurde. Bericht der Staats-Gesundheits-Behörde. In dem soeben erschienenen Bericht der StaatS.GesundheitS'Behörde wird bemerkt, daß während deS Monats Dezember 1904 weniger Erkrankungen an den Blattern im Staate zu ver zeichnen gewesen' seien, wie dieL im fior crtfiTa 1003 hr ÄrtTT vkgvnvv, Hfv( v (jm war. Im December 1903'wurden 523 Blattern Erkrankungen gemeldet, in demselben Monat deö JaHreS 1904 da gegen nur 472. ' Dagegen seien im Dezember 1904 3 Personen an dieser Krankheit verstorben, während im De zember 1903 nur 2 Todesfälle infolge von Blattern vorkamen. BronchitiS, Mandelentzündungen, Influenza.- und Lungenentzündungen seien die vorherrschenden Krankheiten im Monate Dezember deS vergangenen Jahres gewesen. ' Im Staate waren im Ganzen 2,856 Personen während deö Monats Dezember 1904 verstorben. Naucht die BONANZA.
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