Indiana Tribüne, Volume 28, Number 125, Indianapolis, Marion County, 18 January 1905 — Page 7
Jndlanä Tribune, 18. Januar 1905.
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ZZlKmttvald" ! 11 5 Naman van Moritz v. Neichenbsch. Wortsetzuna Er warf die Büchse über die Schulter und schritt hinaus aus dem Hause, dessen Luft er heute nicht zu ertragen meinte. Aus dem Hose tönte lautes Schelten und Schreien. Was gibt es denn da wieder?" fragte Otto, unwillkürlich dem Lärm nachgehend. Der Kutscher, der jetzt hauptsächlich zu Aufseherarbeiten in der Wirthschaft derwendet wurde, war mit dem Staller Pietrek aneinander gerathen. Als Otto hinzutrat, wurde der Bursche so unverschämt und aufsässig, daß Otto ihm mit sofortiger Entladung drohte. Pietrek erklärte, das wäre ihm nur gerade recht; er fände schon lohnendere Arbeit beim Glückimwald-Werke als hier bei dieser Hungerleiderei, worauf Otto ihm befahl, sofort sein Bündel zu schnüren. Geärgert und gereizt durch diesen Zwischenfall, verließ Otto den Hof. Er hatte für ihn gethan, was irgend in seinen Kräften stand, und nun war das der Dank! Gerade jetzt, wo es auf jede Arbeitskraft mehr ankam. Aber man konnte sich am Ende doch nicht alles bieten lassen! Er ging durch den Obstgarten, in dem die reifenden Früchte die Luft mit ihrem eigenthümlichen, füßlichen Duft erfüllten, wahrend die ersten gelben Blätter hier und da langsam von den Bäumen auf den Weg herabfanken. Er öffnete die kleine Thür, durch die man auf einem Feldweg in den Wald gelangte. Einige abgepflückte Wiefenblumen lag? auf dem Wege, als habe Jemand sie dort verloren. Es war Emmas Gewohnheit, Feldblumen an den Wegrändern zu pflücken, wenn sie spazieren ging. Ottos Gedanken, die weit ab schweiften, blieben plötzlich an diesen verlorenen Blumen haften, über die hinweg er an Emma dachte. Er sah sie im Geist vor sich, denselben Weg hingehen, allein, immer allein, und mit wehevoller Zärtlichkeit wurde er sich bewußt, wie er sie vernachlässigt hatte, gerade weil er um sie litt und sie das nicht merken sollte. Otto schritt schneller aus, als wolle er seinen eigenen Gedanken entfliehen. Jetzt hatte er den Wald erreicht. Auf schmalem Pfade, quer durch dichtes Unterholz gehend, fiel ihm plötzlich eine Anhäufung von Zweigen, und Farnkraut seitwärts vom Wege auf. Er ging darauf zu und stieß mit dem Fuß die Zweige auseinander. Ein todter Hase kam darunter zum Vorschein. Otto bückte sich, um seinen Fund genauer zu untersuchen. Unter dem Hasen lag noch ein Fasan. Verwünschte Bande!" murmelte Otto, sich aufrichtend und um sich spähend. Unwillkürlich nahm er dabei die Büchse von der Schulter und schob eine Patrone hinein. Es war anzunehmen, daß der WÜddieb noch im Walde wa: und hierher zurückkehren würde, um seine Beute abzuholen. Vorsichtig begann Otto die nächste Umgebung zu untersuchen. Plötzlich, aus einer dichten Fichtengruppe heraustretend, sah tt sich Peter Mislivietz gegenüber. Wie kommst Du hierher?" herrschte er ihn an. O, der gnädige Herr" stotterte Mislivietz, der wie das böse Gewissen selbst aussah und feine Verlegenheit vergeblich hinter seiner Unterwürfigkeit zu verstecken suchte. Komme ich Dir endlich hinter Deine Schliche," rief Otto, den Mann ander Schulter packend, nichtswürdiger Wilddieb Du" Ad?, gnädiger Herr, ich bin ja kein Wilddieb, ich habe doch keine Flinte. Aber andere sind ja im Walde mit der Flinte, ganz andere " Und der Hase und der Fasan, die ich gefunden habe, und die Du jetzt holen wolltest?" Verzeihen Sie, gnädiger Herr, aber ich hätte sie ja auf dem Schlosse abgegeben, ich habe sie zufällig gefunden, in einer Falle und in einer Schlinge" Die Du gelegt hast, Hund!" Ach, wo werde ich so etwas thun! Ich bin doch blos in den Wald gegangen, um nachzusehen, ob der Pan Ingenieur wieder hier wäre!" Was faselst Du da?" 'Ich will ja alles sagen, was ich weiß, gnädiger Herr, und der gnädige Herr wissen doch, daß die Herren vom Grubenfelde das Jagdrecht haben auf den Feldern von Stanusch und vom Gascheck. Nu, viel ist ja dort nicht zu suchen, aber das Recht haben sie doch, mit der Flinte herumzulaufen, und was der Pan Berga ist, der geht nicht blos dort herum; er geht über die Straße, und wenn dort keiner ist wenigstens keiner, den er sehen kann " Mislivietz zwinkerte schlau mit den rothen Augenlidern und fuhr dann, die Stimme zum leisesten Flüstern herabdämpfend, fort: Wenn er denkt, keiner sieht ihn gleich ist er im Pronowitzer Wald." Das ist nicht wahr," rief Otto. DaZ lügst Du jetzt, damit ich den Hasen und den Fasan vergessen soll! Du bist so viel werth wie Dein Junge, den ich heute fortgejagt habe aber es hilft Dir nichts. Du kommst jetzt mit mir zum Amtsvorsteher." Mislivietz sah aus wie ein bissiger Hund, der Prügel erwartet, boshaft und furchtsam zugleich, während er. pchdicht an Otto
drängend, flüsterte: Wenn ich zum Amtsvorsteher muß. da muß ich ihm auch alles sagen, was ich hier im Walde gesehen habe. Auch daß der Pan Ingenieur so oft auf dem Platz bei der Waldwiese ist, und die gnädige Frau von Pronowitz auch " Kerl, was erfrechst Du Dich!" Otto hatte den Menschen vor der Brust gepackt und schüttelte ihn, daß er sich wand wie ein. Wurm und jammerte: Ich kann doch nichts dafür, und ich wollt's schon immer sagen sie sind dort, alle paar Tage, jetzt auch " Otto ließ ibn los, und Mislivietz wiederholte: Sie sind dort, und ich will mich hier in's Gras legen und warten. und wenn Sie sie nicht finden, kön-
nen Sie mich todtschlagen!" Otto war bis in die Lippen erblaßt. Einen Augenblick war ihm, als wolle das hämmernde Blut in. seinen Pulsen seine Adern sprengen. Dann kam eine eisige Nuhe über ihn, so als stehe etwas still in seinem Herzen. Er dachte nicht mehr an Mislivietz. Was kümmerte ihn dieser Mensch, und was fragte er nun noch nachalldenSorgen.die ihn bedrückt, hauptsächlich um Emmas willen bedrückt und bis zur Unerträglichkeit gequält hatten? Er fühlte in diesem Augenblick nur, daß er, wenn Mislivietz wahr gesprochen, das Letzte, Beste, was er bisher zu besitzen glaubte, die Liebe seines Weibes, verloren hatte, und daß alles, was nun noch kam, vollkommen gleichgiltig für ihn war. Und er ging vorwärts, der Gewißheit entgegen, die er im ersten Augenblick schroff von sich gewiesen hatte, und an der er nun nicht mehr zweifelte. Er fühlte, es war so: dieser Mensch, den er gehaßt hatte von Jugend an, er, der mit schuld war an seinem Ruin der streckte jetzt auch noch die Hand nach seinem letzten Besitzthum aus. Aber wenn Otto dieses Letzte nicht mehr vertheidigen konnte, so würde er sich wenigstens rächen und ein Ende machen all diesem Elend, das er nicht mehr ertrug. Er näherte sich der Waldwiefe und bog die dichten Zweige der jungen ichten auseinander, um einen freieren Ausblick zu gewinnen. Drüben zwischen dem Nadelgrün schimmerte ein Helles Kleid. Also dorthin! Er ging am Rande der Wiese hin, ohne sich zu verstecken, ote im Stande zu sein, einen klaren Gedanken zu fassen, nur in dem einen dumpfen Gefühl, daß jetzt die Entscheidung da fei. Das Wiesengras dämpfte den Schall seines Schrittes, und die zwei, die dort halb verborgen hinter denFichten saßen, sprachen mit einander und waren so vertieft in das. was sie sich sagten, daß sie wenig Aufmerksamkeit für die übrige Welt hatten. Otto war jetzt dichter heran gekommen. Er sah immer nur noch das helle Kleid, das er zu kennen meinte; du Gestalten der beiden, die dort faßen, wurden durch die Fichten verdeckt, aber das war Hans Vergas Stimme, die er jetzt hörte: Du mußt Muth haben dieser Zustand ist unerträglich, und wir gehören doch zu einander, mein Lieb, mein süßes Lieb " Otto trat vor, es flimmerte ihm vor den Augen, seine Stimme klang heiser und verändert. Er rief: An Ihnen ist's, Muth zu haben, Hans Berga, ich bin hier " Hans war aufgesprungen' und hatte mit einer unwillkürlichen Bewegung das Gewehr, das neben ihm lag, aufgenommen. Er stand so. daß er die tödtlich erschrockene Käthe deckte. Ottc sah nur ihn und die Wasfe in seiner Hand. - Ah, Sie sind bewaffnet, so wehren Sie sich!" fchrie er ihm entgegen und im nächsten Augenblick fiel ein Schuß. Otto. Otto!" Es war Emma, die sich zwischen ihn und sein Opfer drängte. Sie hatte in einiger Entfernung von den Liebenden gesessen, bis der Schuß sie aufschreckte. Otto stand da, zitternd, seiner selbst nicht mächtig jetzt entsank die Waffe seiner Hand, und starr, ohne zu begreisen, was er sah, stierte er die Gruppe vor sich an: über Hans Berga gebeugt, der regungslos am Boden lag. kniete Käthe, und es war das todesblasse Antlitz seiner Schwester, das stch gegen ihn ausrichtete. Mörder!" schrie Käthe. Dann wars sie sich laut ausschluchzend über den Liegenden. Hans, mein Hans!" 23. K a p i t e ,l. tto hatte sich Emmas Anordnungen gefugt: Hans war nach Pronowitz gebracht, . der Arzt war dorthin geholt worden. Die Leute sprachen allerlei von einem Unglück." Niemand wußte, wie es zugegangen war. Der einzige, der einen Zu sammenhang ahnte, Peter Mislivietz. schw'eg, weil er selbst nichts mit den Gerichten zu thun haben wollte; daß der Pan Ingenieur aber nun in PronoWitz verpflegt wurde, begriff er nicht. Otto wußte nur eins: es war nicht Emma, die Hans Berga liebte und die er im Pronowitzer Walde gesucht und gefunden -hatte und in dieser Erkenntniß löste sich die furchtbare Spannung seiner Nerven, und das Bewußtsein einer großen, vielleicht unsühnbaren Schuld machte ihn weich und nachgiebig. Käthe war nicht von der Seite Bergas gewichen. Ich bin seine Braut! hatte sie dem Doktor gesagt, und sie und die Rektorin Berga, die herbeigerufen worden war, theilten sich in die Pflege. Die Rektorin war im ersten Augenblick fast zusammengebrochtn unter der Wucht des Schlages, der sie getroffen hatte; aber an. Käthes Seite raffte sie sich auf. Sie wußte, Käthe.bangte,
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wie sie, um . das Liebste, was sie haite. und Hand in Hand mit ihr wurde sie wieder stark und muthig. Ein unglücklicher Zufall," sagte man auch ihr. hafie die Katastrophe herbeigeführt. Ottos Gewehr fei losgegangen ste sah nur in Ottos iodtenblasses Gesicht mil den flackernden, ruhelosen Augen, und sie fragte nicht mehr. Für sie gab es nur noch eine Frage auf der Welt: würde es ihr und Käthe gelingen, das Leben des Sohnes, des geliebten Mannes zu erhalten? Der Arzt hatte das Haus verlassen. Es war eine stille, .sternenklare Nacht. Gewöhnlich war ajtto am Atend je todtmüde, daß er sofort die Ruhe suchte. Heute konnte er nicht schlafen. Er ttx: in seinem Arbeitszimmer geblieben und ging zwischen diesem und dem Fremdenzimmer,indemHanslag.hinund her. Emma hatte alle nöthigen Anor nungen getroffen, aber mit ihm hat sie noch kein erklärendes Wort gesprochen. Warum war sie im Wal?? Woher kam sie, da es doch Käthe war. deren Helles Kleid Otto gesehen hatte?Müßige Fragen! Sie liebte ja Hans Berga nicht, was kümmerte ihn alleandere? Er wagte nicht, in das Zimmer einzutreten, in dem die drei Frauen bei dem Verwundeten weilten. Er gia nur bis zur Thür, lauschte und trat langsam wieder den Rückweg an. Da wurde endlich diese Thür geöffnet. Emma trat heraus. Wie geht es?" fragte Otto. Sie sah ihn an. Du hier? Was willst Du?" Ihre Stimme klang derändert, hart, abweisend. Emma, ich ertrage das nicht mehr!" Du?" fragte sie. Und wie meinst Du, daß die Beiden da drinnen es ertragen sollen, wenn wenn er stirbt?" Ihre Stimme brach in verhaltenen Thränen. Da riß er plötzlich ihre Hand an sich und preßte sie zusammen, daß es sie schmerzte. Emma, ich war wahnsinnig, wahnsinnig us Schmerz um Dich " Otto!" Ja, um Dich, und ich will sterben, wenn es keine andere Sühne für mich gibt aber ich ertrug es nicht länger, ich glaubte Du liebtest ihn!" Emma bebte, und in all ihrem Leid überkam sie die Erkenntniß seiner Liebe, die sie glaubte verloren zu haben. Otto um mich, um mich hast Du gelitten?" Er schlang die Arme um sie, Seite an Seite stiegen sie die Treppe hinab, und all das. was sie in letzter Zeit getrennt und unglücklich gemacht hatte, btär?.1 sich über ihre Lippen. Er sagie syr auch, wie es um Pronowitz stand, und sie nahm dieses Geständniß, vor dem er so lange zurückgeschreckt war, leichter, als er es für möglich genalten hatte. Fortsetzung foMf Sei der SlevoserMärnng.
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Herr (auf Jbern Eise vor einem Fräulein knieend und ihr seine Liebe erklärend): Fräulein, wenn Sie mich nicht erhören dannn . dannnn dann !" F raulein: Ja, was ist nur dann?" H e r r : Na, dann friere ich eben an!" Der SUproiz. Bankier: So tf Geschrei, was die Leit machen, wenn emal aner defraudirt e paar tausend Mark ... Bei mir brennen die Kassirer nie unter fünfzig Mille durch!" Scrnfsciker. Reporter (zu einem Lebensmüden, der im' Begriff ist, sich aufzuhängen): Wenn Sie sich beeilen, kom, men Su noch in's Abendblatt." Aus bem SrioZo einvs Bark fiscjzes. Liebe Freundin! Meine Federn sträuben sich, und doch muß ich Dir mittheilen..." Dr: beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longfellos-.
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.Der Zoologische Garten in Berlin hat kürzlich ein junges Burchells - Zebra erworben, eine Art, die ursprünglich im Gebiet des Baalflusses heimisch war, dann aber das Loos vieler südafrikanischer Thierarten getheilt hat und in der Freiheit ausgestorben ist. Nur wenige Stücke befinden sich noch in europäischen Gehegen und werden daselbst gezüchtet. Diese schöne Zebraform ist durch dreite, hellbraune Zwischenstreifen und fast einfarbige Beine ausgezeichnet. AIs dervonStettin nach Leith in See gegangene englische Dampfer Buda" die 'Insel Greifwalder Oie Passtrte, bemerkte man im Kohlenbunker drei versteckte blinde Passagiere. Zum Verräther wurde ein aus . der Tasche gerissenes Taschenmesser; das Geräusch hatte die Heizer aufmerksam gemacht. Der Dampfer kehrte nach Swinemünde zurück, wo man die Leute verhaften ließ. Es waren drei Arbeiter, die, wie sie sagten, in Stettin keine Arbeit finden konnten und, da sie vollständig mittellos waren, stch nachEngland hinüberschmuggeln wollten, um dort ihr Glück zu versuchen. E in in russischen Blattern veröffentlichter Bericht eines rufsischen Arztes vom Kriegsschauplatz in Asien enthält u. A. folgendes Erlebniß: Wir übernachteten in einem Gehöft, das in der Nacht vorher den Feind beherbergt hatte. Er hatte einen Stoß illustrirter Zeitschriften hinterlassen, deren sehr mangelhaste Abbildüngen meist den Krieg behandelten. In den Karrikaturen waren wir recht schlecht weggekommen. Ich erkannte alte Bekannte, die ich schon früher einmal in deutschen Witzblättern gesehen hatte. Hier überraschte mich ein chinesisches Oellämpchen, dessen Behälter ein HuniX'rtgrammfläschchen bildete, das eine Etikette trug, auf der zwei schnäbelnde Schwäne mit der Auffchrift: Leopold Casella & Co., Frankfurt a. M.. abgebildet waren. Wie mag dieses Erzeugniß europäischer Kultur in jenes entlegene chinesische Dorf gelangt sein?" Wie' mitgetheilt wird, wandert das Erzeugniß der Frankfurter Farbenfabrik in Hunderttaufenden von Flaschen nach China. Folgende seltsame G eschichte wird aus Hameln in Westfalen berichtet: Als kürzlich Nachts um 12 Uhr einer unserer Mitbürger seinem Heim zueilte, gewahrte er in der Mühlenthorallce an der Gefängnißmauer gigantische Schatten, die sich an der beleuchteten Mauer- gespensierhaft abhoben. Beim Nähertreten sah er einen Mann und zwei Frauen, die beim Scheine einer Blendlaterne beschäftigt waren, das vorher aufgewühlte Erdreich wieder zuzuschaufeln. War hier ein Verbrechen verübt worden? Sollte einSchatz gehoben werden? Da die mitternächtliche Stunde eben geschlagen hatte, konnte der heimliche Beobachter wohl auf seltsame Gedanken kommen. Auf die strenge Frage des unbemerkt Herangetretenen, was hier vorgehe, blieb alles stumm; erst beim wiederholten Anruf hob die eine Frau die Laterne und in dem Herrn einen hohen Beamten erkennend, sagte sie eingeschüchtert: Mein Mann leidet so schrecklich an Rheuniatismus, da haben wir an der Gefängnißmauer ein von ihm getragenes Hemd vergraben!" Und dies war auch thatsächlich der Fall, wie sich am nächsten Morgen an der bereits wieder aufgewühltenStelle da wohl der Zauber gebrochen war erwies. Und da redet man vom realistischen, jeglicher Romantik" abholden 20. Jahrhundert! . Vor der S t r a f k a m m e r in Valenciennes stand unlängst ein Wundermann, der Grubenarbeiter Belle, wegen Betrugs. Im Juni erblindete in Onnaing eine Frau Sturbois im Verlaufe des Wochenbettes. Mehrere Fachärzte erklärten eine Heilung für ausgeschlossen. Trotzdem versprach Belle, der imRufe einer übernatürlichen Heilkraft steht, der Kranken eine Wiedergabe des Augenlichts. Er erschien bei ihr und begann schon beim Eintritt unter gewaltigen Gebärden und heftigem Pusten gegen einen bösen Geist zu kämpfen, der ihn nicht über die Schwelle lassen wolle. Als dies endlich gelungen war, setzte der schweißtriefende Zauberer im Krankenzimmer seine Beschwörungen fort, indem er den Boden mit Weihwasser besprengte, einem der Anwesenden ein Buch auf den Kopf legte und die anderen zu lautem Gebet aufforderte. Zum Schluß ließ er über dem Haupte der Blinden eine Taube schlachten, die dann verbrannt werden mußte. Das Feuer sollte das Uebel bis zum Johannistag beseitigen, inzwischen aber waren der Kranken alle von den Aerzten verordneten Arzneien verboten. Belle empfing als Lohn im Voraus wiederholt Beträge von 68 Francs für die geheime Gesellschaft", der er angehören sollte, und da Johannis kam, ohne daß das Versprechen in Erfüllung gegangen wäre, und Frau Sturbois zudem im August starb, veranlaßten dieAerzte eine Verfolgung Belles. Die GerichtsVerhandlungen brachten unerwartete Aufschlüsse. Mehrere Zeugen bekundeten zahlreiche Heilerfolge Belles; u. A. sprach auch der Mann der Verstorbenen die Ueberzeugung aus, daß seine ftrau noch leben würde, wenn Belle seine Behandlung hätte fortsetzen können. Das Gericht verurtheilte den Geisterbeschwörer zu 14 Tagen Gefängniß und 100 Francs Geldbuße.
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vandalia Abgang St. Louis Spcl., tägl 8 . . 12 3035m St Loutb Lin täglich s d &b 6 601m Capital Crpteö tagldä.... 7 003m St üouiS Ac tägl 7 25Vm Eh St L Erpreß täglia) de.ls 2 Nm St Louis Ezpreß tägl 3 159? ; 5 H k Clsingtzam Aec tägl. 4 00 Nm St L gaft Mail tägllch.... 8 3öN,
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