Indiana Tribüne, Volume 28, Number 125, Indianapolis, Marion County, 18 January 1905 — Page 6
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Jndiana Tribüne, I. Januar 1905
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Europaische Nachrichten
Provinz Westfa5en. Münster. Im Schnapsrausche tödtete derGewohnheitstrinker Scheppmann fern 1.zahrlges Kmd; er legte sich auf das im Bette schlafende Kind und erdrückte es. Der Mann wurde verhaftet. Bochum. In der Villa Vaare wurde ein Juwelendiebstahl verübt; den Dieben fielen Schmucksachen im Werthe-von 5000 Mark in die Hände. Vier Personen wurden verhaftet. Dortmund. In den Romberg'schen Waldungen wurde der Bergmann Lorenz Wiesnewski aus Barop erhängt aufgefunden, der eine Gefänznißstrafe von mehreren Monaten verbüßen sollte; aus dem Krankenhause in Hombruch war er entwichen. Er witte. Die Besitzung des Landwirthes Adam Schmidt ist total niedergebrannt. Hagen. Der im April d. I. wegen Mordes an einem achtjährigen MädchenNamens Katharina Gagenski zum Tode verurtheilte Otto Henkel aus Wetter (Ruhr) wurde im Hofe des hiesigenLandgerichtsgefängnisses durch den Scharfrichter Schwietz Aus Magdeburg hingerichtet. Herne. Die geistesschwache, 84 Jahre alte Wittwe Lukas Engelke sprang aus dem Fenster ihrer im ersten Stock belegenen Wohnung Wilhelmstraße 36 auf den Bürgersteig und wurde als Leiche aufgehoben. Lüdenscheid. Von den der hiesigen Firma Karl Berg-Ebeling von dem Arbeiter Lehmann unterschlagenen 67,000 M. hat ein Kriminalbeamter aus Hagen in der Nähe von Guben noch 13.000 M. aufgefunden, die bei einem Bruder deö Lehmann versteckt waren. Es sind von den 67,000 M. bis jetzt 53,000 M. wieder zur Stelle. Minden. Ein bedauernswerther Unfall hat sich beim Neubau deö Regierungsgebaudes ereignet, der leider ein Menschenleben gekostet hat. In der Höhe der 4. Etage waren Arbeite,? damit beschäftigt, einen größeren Sandstein zu setzen. Plötzlich entglitt dieser ihren Händen, durchschlug im Fallen die Bretter des Gerüstes. so daß infolgedessen zwei Arbeiter die vier Stockwerke tief hinabstürzten. Arbeiter Dedering aus Meißen war sofort todt. , Ein anderer Arbeiter aus Hahlen, der auf Dedering gefallen war, wurde schwer verletzt. 'NtzeinpiVVknz. Köln. Der gewzrbslose Josef Lambrichts versuchte auf der Lübeckerstraße die Frau eines auf dem Etgtlfte'm wohnenden Postschaffners zu tödten. Der Mensch feuerte aus einem Revolver drei scharfe Schüsse auf die Frau ab. Alle drei Kugeln prallten aber an den Corfettstangen ab und so blieb die Frau glücklicherweise vollständig unverletzt. Der Mordbube begab sich dann in die Wohnung eines anderen Hausbewohners und erschoß sich dort. ' Bonn. In dem Weilerswister Mordptozeß wurden beide Angeklagte, Bock und Grün, wegen odtschlages zu lebenslänglichem Zuchthaus' verurtheilt. Die Geschworenen rerneinten die Frage aus Mord und bejahten die auf Todtschlag. Eleve. Der Begründer der Margarinewerke van den Bergh, Simon von den Bergh, feierte die diamantene Hochzeit. Duisburg. Geh. Regierungsrath Karl Lehr feierte sein LSjähriges Bürgermeister - Jubiläum. Der Jubilar. 1842 in Meschede in Westfalen geboren, wurde 1879 Bürgermeister in Duisburg. Elberfeld. Zum Nachfolger des Landgerichtspräsidenten Beitzke, der bekanntlich am 1. Januar 19Q5 in den Ruhestand tritt, ist der Vorsitzende des Strafsenats am Kölner Oberlandsgericht, Oberländesgerichtsrath Scheerbarth, in Aussicht genommen Scheerbarth war vor seiner Berufuna an das Oberlandesgericht Landesgerichtsrath in Koblenz. Framerheim. Der Ackerbursche Johann Kratz wurde erhängt aufgefunden; wahrscheinlich liegt Selbstmord vor. Groß - Langenfeld. Hwei Räuber beraubten den Ackerer Abels, verwundeten ihn tödtlich und erbeutejen 900 Mark. Mettmann. Der Sparkassenrendant Hüttem ist kürzlich infolge eines Fehltrittes auf der Treppe fo unglücklich gestürzt, daß er einen Genickbruch erlitt, der seinen Tod zur Folge hatte. RümmelLheim. Eine gerichtliche Obduktion der Leiche des Peter Röhrig, welcher todt in einer Jauchegrübe gefunden wurde, ergab, daß derselbe im Pfuhl erstickt oder ertrunken ist. Die Vermuthung, daß -Röhrig vorher erschlagen wurde, hat sich nicht bestätigt, doch liegt die Vermuthung sehr nahe, daß derselbe durch Tritte in die Grube gestürzt wurde. Trier. Musikalienhändler Schwaler zündete sein Geschäftshaus an und tödtete sich beim Eintreffen der Feuerwehr durch einen Revolverschuß. Als Beweggrund wird die drohende Concurserklärung angegeben. Der stellenlose Buchhalter öuland erschoß auf dem Stadtfriedhof auf dem Grabe seiner ersten Frau sein 6jähriges Söhnchen und dann sich selbst. ' W o r r i n g t n. Durch einen Sturz von der Treppe verletzte sich der SÄu-
stermeister Joh. Esser so schwer am Kopfe, daß er bewußtlos liegen blieb und bald darauf starb. Frovinz Kessen'assau. - Kassel. Sein 60mhriges Dienst-
jubiläum beging in guter körperlicher j und geistiger Frische der Schloßkastellan Herr August Marchand, Carlsaue 3. Einbrecher stahlen dem Restaurateur Ohlwein Werthpapiere im Ve- , -kv rrr mt Tv nage von zu,uuu matt. aj ver storbene Wittwe des Gründers der KasselerFederstahlindustrie Hirsch vermachte 25,000 Mark für den Unterstützungsfonds bedürftiger Arbeiter des Etablissements. Bredenkopf. Dem pensionirten Stadtdiener Philipp Unverzagt wurde Wo Allgemeine Ehrenzeichen verliehen. F r a n k f u r t a. M. An der Miquelstraße hinter dem Palmengarten wurde die 23 Jahre alte Ehorsangerm Emmy Wennlg mit einem Schuß m der Schläfe todt aufgefunden. Fräulern Wennlg war seit einigen Jahren an der hiesigen Oper beschäftigt. Sie war sehr nervös und hat schon im vorigen Jahre einmal den Versuch gemacht, sich das Leben zu nehmen. Münster. Der in der Zuckerfabrik in Münster beschäftigte ledige Taglöhner Jos. Schäfer von Roth a. Eee verunglückte dadurch, daß er den Kopf zwischen einen Aufzug brachte. Der Tod trat aus der Stelle em. , Tübingen. Der verstorbene Philosoph Geh. Rath Sigwart hat dem Tübinger evangelisch -theologischen Semmar zur Anschaffung philosophischer Werke ein Kapital von 10,000 Mark hinterlassen. Unterhausen. Der aelstesschwache, 42 Jahre al?e, verleirathete Taglöhner Relff von hier wurde von einem Streckenwärter unweit der Halstelle Unterhäuser! todt aufgefunden. Dem Unglücklichen war der Kopf vom Rumpfe getrennt. Es liegt zweisellos Selbstmord vor. Mtkekdeuische Staaten. Bern bürg. Ein Mord und Selbstmord ereignete sich in der Wettinerstraße; er war der blutige Abfchluß eines Liebesverhältnisses, das der 19jährige Sohn der Wittwe Naumann seit längerer Zeit mit der 17jährigen Tochter'des Arbeiters FLllner unterhalten hatte. Unbegründete Eifersucht hat den jungen Mann veranlaßt, durch einen Pistolenschuß zunächst das Mädchen und. danach sich selbst zu todten. B ü n d h e i m. Das Fest der diamantenen Hochzeit konnte das Karl Schmidt'sche Ehepaar hier feiern. Der Ehemann ist 85 und die Frau 82 Jahre alt; beide sind noch sehr rüstig. Braun schweig. Zur Feier des 50jährigen Schriftstellerjubiläums Wilhelm Raabes fand unter reger Theilnahme ein Festmahl statt. Ein Unglücksfall ereignete sich in derZuckerfabrik Watenstedt bei Jerxheim. Der dort z. Z. als Arbeiter beschäftigte Dachdecker Fritz Gerner wurde auf dem Trockenboden von Zuckersäcken verschüttet und erlitt fo schwere innere Verletzungen, daß er nach dem hingen Krankenhause gebracht werden mußte. C a l l e n b e r g. Der 72 Jahre alte Maurer Runst von hier kam beim Nachhausewege in-der Dunkelheit vom Wege ab und ertrank in dem in Grjinefelder Flur gelegenen Teiche. D e t m o l d. Die dem Trunke ergebene Frau Mernert hatte sich in trunkenem Zustande in ihrer Wohnung auf einen stark geheizten Kanonenofen gesetzt. Die Kleider fingen Feuer und die Frau verbrannte. E i s e n a ch. Der 40jährige Schneider und Fabrikarbeiter Chr. Louis Ferdinand Scharffenberg in dem Badeorte Thal, der seiner 84jährigen Mutter eine so starke Ohrfeige versetzt hatte, daß sie an Gehirnblutung starb, wurde vom hiesigen Schwurgericht wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit nachgefolgtem Tode zu vier Jahren Gefängniß verurtheilt. H i l d b u r g h a u s e n. Gerichtsschreibe? Metzler hier feierte sein 25jähriges Dienstjubiläum. Sachsen. Dresden. Nach kurzem Krankenlager verschied der Mitbegründer der hiesigen bekannten Firma Thiemig & MLbius, Hugo Alfred Thiemig. Auf dem Güterboden des hiesigen Altstädter GLterbahnhofes ist der bei dem dortigen Ladeunternehmer in Diensten stehende Arbeiter Wenzel dadurch verunglückt, daß ihm ein umfallendes Zahnrad daSKnie des rechten Beines zerschlug. Die Firma Müller 8? Junghans, Schirmfabrik, blickte auf ein 25jähriges Bestehen zurück. Mit dem alleinigen Inhaber Karl Müller begingen auch der Schirmmacher Ludwig Albrecht und die Näherin Frau Setring ihr 25jähriges Jubiläum in diesem Geschäft. B a u tz e n. Am Grabe seines vor kurzem plötzlich aus dem Leben geschiedenen Sohnes wurde der Senior der altbekannten Firma Baeumcher & Co., Leonard Baeumcher, todt aufgefunden. Der nach einem arbeitsreichen Leben 70 Jahre alt gewordene Herr zeigte in letzter Zeit, niedergedrückt von dem schweren Verlust, eine geistige Depression, welche zu überwinden es ihm an Kraft fehlte. Nach längerem Leiden ist .hier Dr. Moritz Alphons Stübel im 70. Jahre seines arbeitsreichen Lebenssanft entschlafen. Der Verstorbene.ist durch seine Forschunasreisen und Sammlungen in den weitesten Kreisen bekannt.
Vom Jnlande. Eine eigenartige Schadenersatzklage wird im Distriltsgericht zu Waukesha, Wis., zum Austrag kommen, die von Walworth Countti dorthin verlegt wurde. Der Kläger ist der Farmer Gould bei Whitewater, welcher von einer Samenhandlung Essex Dwarf Rape (Raps) Seed bestellte, worauf diese ihm Vogelsamen lieferte, der in seinem Felde zu einem solchen Unkraut' ausartete, daß er jetzt einen Schadenersatz von $509 und Kosten fordert. Dem Ausgang dieser Klage wird von den Farmern mit großem Interesse entgegengesehen. Auf schlaue Weise haben es die Beamten der Telephongesellschaft zu Orange, N. I., zu Stande gebracht, in einem Krankenzimmer ein Telephon aufzustellen, ohne mit der Sanitätsbehörde in Conflikt zu kommen. Eine an Diphtheritis erkrankte Person wünschte Telephonverbindung und der Geschäftsführer der Gesellschaft zerbrach sich den Kopf, wie er es möglich machen sollte, da dochNiemand das Haus betreten durfte. Schließlich ließ er alles vor dem Fenster desKrankenzimmers 'aufstellen, der Wärterin wurde ein Strick zugeworfen und- mit diesem zog sie das Instrument in das Zimmer. Sobald der Patient genesen ist, wird der Apparat verbrannt werden. Eine eigenartige Agitation haben die Bürger des Städtchens International Falls", Minn., am Rainy River und der canadischen Grenze gelegen, in's Werk gesetzt. Die Leute sind nämlich dieses Namens bereits müde geworden, nachdem sie sich denselben erst vor einem Jahre offiziell zulegen ließen. Der Platz war früher lange Jahre unter dem indianischen Namen Koochichmg" bekannt, und die guten Leute möchten gern ihr Städtchen wieder so genannt haben. Es soll nun eine Wahl darüber stattfinden und die Behörden angegangen werden, den Namen zu ändern. Die kommende Grenzstadt von Minnesota wird hoffentlich zu ihrem Rechte kommen. ' In Green Bay, Wis., wohnt feit mehreren Jahren in aller Stille eine Schwester der Clevelander Finanzkünstlerin" Frau Cassie L. Chadwick. Es ist dies Frau Thomas D. Schurtz, früher Frau Noah Belanger. Frau Schurtz bestätigt die Behauptung, daß Frau Chadwick und Frau Devere identisch seien, wie dies von Frau Aork in San Francisco, der anderen Schwester, welche in Green Bay auf Besuch weilte, erzählt wurde. Frau Schurtz macht kein Hehl daraus, daß sie Frau Chadwick für wahnsinnig hält. Sie sagt, sie hätte dieselbe seit Jahren nicht mehr gesehen, und als sie vor vier Jahren in Cleveland war, hätte sie keinen Versuch gemacht, Frau Chadwick aufzusuchen. Ein Weihnachtsgeschenk von hunderttausend Dollars hat Cärnegie dem Obstzüchter Luther Burbank zu Santa Rosa in Californien gemacht. Burbank widmet sich seit Jahren auf's uneigennützigste der Vercdlung verschiedener Obst- und Gemüsearten. Er ist der Urheber der nach ihm genannten wohlschmeckenden Vurbank - Kartoffel; und durch seine unermüdlichen Versuche hat er eine Menge neuer wohlschmeckender Abar-
ten von Obst erzielt, auch Spielereien wie steinlose Pflaumen, weiße Heidelbeeren u. s. w. Die Cactuspflanze der Wüste hat er zu einer stachellosen wohlschmeckenden Speise veredelt. Und so fort. Um Geld und Gut giebt er nichts. Und so wird, er wohl auch das ihm von Carnegie geschenkte Geld selbstlos für seine Forschungen verwenden. Bei Ausgrabungen unter dem Aquarium an der Battery, New Fork, zum Legen von Kanalisationsröhren, sind in den letzten Tagen verschiedene Funde gemacht worden, die an längst vergangene Zeiten erinnern. Es fanden sich verschiedene Knochen, allem Anschein nach zu einem menschlichen Gerippe gehörend, darunter Arm- und Hüftknochen, und eine Anzahl Kanonenkugeln von tzrfchiedener Größe. Einige von diesen 'waren mit Haken und Schlössern versehen und waren vermuthlich mit eisernen Ketten verbunden, um Gefangene in Eisen zu legen. Aus welcher Periode die gemachten Funde stammen, entzieht sich vorläufig der Beurtheilung. Möglicherweise hat vor hundert Jahren unter dem jetzigen Aquarium ein Gefangenen - Verließ existirt. Das Gebäude wurde nämlich 1807 von der Ver. Staaten - Regierung als ein Fort gebaut und führte als solches den Namen Southwest Battery". Fünf Jahre später. 1812, wurde der Name in Castle Clinton umgeändert, und 1822 wurde-der .Vau von der Bundesregierunz an den Staat New Jork übertragen. Zwei Jahre später verpachtete die Stadt New York den Bau als ein Vergnllgungs - Etablissement, und seitdem führte es lange Jahre den Namen Castle Garden. Hier war es, wo die berühmte . Sänaerin 5mn Lind zum ersten Male hierzulande austrat. Der Garden hatte gegen 6000 Sitzplätze und faßte im Ganzen aeaen 10.000 Personen. Die Ein-wanderungs-Behörden ergriffen 1855 ejitz von vem Geoauve und blieben dort, bis das Bureau nack Ellis ?lsland verlegt wurde. Seit December 1896 ist das jetzige Aquarium dort domicilirt.
ZUeik Habersack's Zchreibebrief.
Vo. 274. Seöhrter Mister Edithorl Well, nach sU die Eckfeitement, wo mer in den Boyrdinghaus in Neu Jork gehabt hen, do sin-mer so ausgeteiert gewese, daß ich die Mohschen gemacht hen, daß mer uns in's Bett lege wollte. Der Mister Mehr Hot die Mohschen geseckendet un dann hen mer so ganz schloh gestart, uns zu ondresse. Wisse Se, ich sin so in denHäbbitt, daß wann ich in e strehnsches Haus in's Bett gehn, daß ich erscht noch emol alleDihre und Fenster inwestigehte, bikahs mer kann nie nit wisse, was häppene kann un ich hen auch keine Lust, mich von en Burkler bestehle zu losse, wo sich mehbie in den Ruhm geheit Hot. Die Windohs sin o'zkeh gewese,. bikahs in Fäckt sin's gar keine Windohs gewesezse wäre nur an die Wahls gepehnt; des is ahlrecht, hen ich gesagt, dann is auch keine Dehnscher, daß Jemand enaus falle kann. Well, ich hen noch iwwerall erumgeschnuppert un do sin ich auch an e Diehr komme, wo ich zuerscht gar nit von Wege en Körten, wo davor war, genohtißt gehabt hen. Off Kohrs hen ich die Diehr uffgemacht, wwer es is so dunkel do drin gewese, daß ich gar nicks hen sehn könne. Gleich newig die Diehr is einer von die verdollte Bottens gewese un ich hen zuerscht gar nit das Herz gehabt, ihn zu pusche. Awwer for Kuhrijassithee Seht hen ich doch emol gepuscht un in die nämliche Seckend war das Ruhm uffgeleicht un ich hen gesehn, daß es e Badruhm war. Schiehwiß, hen ich gedenkt, das wär awwer e gute Tschchns, en Dipp zu nemme. So schnell wie der Blitz hen ich mei Gelumps ausgehabt un sin in den Badtopp gesticge; das wär alles ganz schön un gut gewese, wann nor Wasser drin gewese wär. Es sin off Kohrs e koppele Bottens dagewese, awwer ich sin effreht gewese, wann ich so ein pusche deht, dann deht mehbie die Ländlehdie odder die Schehmbermehd komme. Ach, krieg die Krenk, die Diehr hen ich ja gelackt un im schlimmste Fall kommt mehbie das Feierdepartement Widder un dann krieg ich wenigstens Wasser. Ganz schloh hen ich den eine Botten gepuscht un do hen ich genohtißt, daß aus den Krahne Wasser komme is. Hurreh,. hen ich gedenkt, jetzt hen ich's. Dann hen ich fest gepuscht un do is en Striem Wasser komme, daß in e ganz kurze Zeit der Badtobb voll war. Awwer ei tell juh, heiß is das Wasser gewese, das Hot einiges geböte! Schiehwiß, cs Hot mich puttiniehr verbrennt. Ich sin an mein ganze Körperche geschkahldet gewese un in meine Desperehschen hen ich uff den annere Botten gepuscht mUio is kaltes Wasser komme. Ach, das Hot awwer gut gefühlt! Es Hot mich nur ein Ding gebuttert un das war, daß der Badtobb puttinier iwwergelaufe is. Ich hen gar nit gewißt, was ich hen anfange solle; enniweg sin ich aus den Tobb eraus un do Hot's e wenig mehr Platz for das Wasser gewwe. Ich hen schließlich for den Mister Mehr gehallert un wie ich den in das Badruhm ereigelosse hen, do Hot er gesagt, Meik, Hot er gesagt, do sin mer Widder in e beese Ficks; du bist awwer auch wie. e Behbie, an allem mußt du dei Finger hen. Grad in die höchste Noth hen ich noch en Botten diskowwert; den hen ich gepuscht un do is das Wasser all fortgelaufe. Ei tell juh, ich hen doch e ganze Latt iesiger gefühlt un ich sin mit den Gefühl in's Bett, daß jetzt en arig harter Dag iwwer wär. Well, mer hen geschlofe wie die Behbies in die Wutts. Wie's Morgen geworde is, do sin mer wach geworde, wie ich das als e Nuhl immer duhn; das Ruhm is off Kohrs dunkel gewese, bikahs es is kein Fenster do gewese, awwer mir hen den Botten gepuscht un do hcn Widder alle Lämps gebrennt. Der Mister Mehr is zuerscht aus den Bett gekroche un Hot gestart, sich zu dresse. Wie er sei Schuhs angezoge Hot, do Hot er den Bett en Pusch gewwe un do is ebbes Schreckliches .aehäppend. Das Bett macht uff eemol en Tfcherk un geht in die Höh un ich hen dazwische gesteckt wie e Sahrdin in e Sändwitsch. O mei, was Hot das gepinscht! Wci, meinAdem Hot mich puttinier gestappt. Ich hen off Kohrs en Haller von mich gewwe un der Mister Mehr war zu Doht geschkehrt. Er Hot an den Bett gepullt for all was in ihn war, awwer denke Se, das verdollte Ding hätt gemuhft? Nickskommeraus, o Kontrolör. es is immer, teider. geworde un ich hen gesagt, wann es noch for e Minnit odder zwei so weiter geht, dann sin ich de Katze, bikahs lang stende kann ich die Kandischen nit mehr. Well, der Mister Mehr Hot sei Bestes getreit un wie's nit geschafft Hot, do Hot er gesagter deht denke, er besser deht das Feierdiepärtement rufe.' Ich kann Jhne sage, 'ich hen so flätt gefühlt wie en Blockhut, wo
ucy einer, bei Mißtehk druff gesetzt hör. Ich hen gesagt: . Ichs, for Hewwen Sehks, ruf die ganze Zitiie herbei, bikahs ich fühle schon, wie mich die Auge vor den Kopp komme. Der Mister Mehr Hot dann den erschte beste Botten aevuscht. wo er Hot rietsche könne un
do is der Wehter komme un Hot gefragr. ob mer unser Brcckfest wische dehte. Breckfest? hen ich gesagt, wann ich noch e Seckend hier sticke, dann brauch ich mei Lebdag kein Muffel mehr zu esse. Do Hot er erscht genohtißt, daß ich inden Bett einpintscht war. - O, well, Hot er gesagt, das is lesig, warum pusche Se dann nit den Bettbotten, wie'S Jhne gestern dieLändlehdie gezeigt Hot? Er Hot dann uff den Botten gepuscht un in en Wink war das Bett unne un ich hen mei Friedomm Widder gehabt. Es Hot wenigstens e Stund genomme, bis der Mister Mehr mein arme Körper Widder in en Schehp gehabt Hot, daß ich Widder geguckt hen wie en Mensch. An selle Eckspierienz denk ich mei ganzes Lewe. Mer kann do widder emol sehn, daß in so e große Zittie wie Neu Jork auch nit alles Gold is, was scheine duht. ' Mit allerhand Riegards Juhrs Trulie, Meik Habersack, Eskweier un Scheriff von Apple J&ej Holie Terrer Kauntie. Brautkuchen. Um sein Geschäft zu heben, ist ein amerikanischer Bäckermeister auf die Idee gekommen, 18karätige goldene Ringe in Psundkuchen hineinzubacken; und der Trick hat gute Früchte getra- . gen. Er bäckt täglich im Durchschnitt 1000 Kuchen, welche an kleinere Ver- . käufer weitergegeben und von diesen in halben, drittel und viertel Stücken verkauft werden. In je 3 von 1000 Kuchen wird ein guter goldener Ring hineingebacken, dessen Qualität durch die darauf befindliche Firma eines wohlbekannten Juweliergeschäftes verbürgt ist. Die Ringe werden in die Kuchen gethan, bevor dieselben in den Ofen geschoben werden. Bei dem fertigen Gebäck wird dann noch besonders darauf geachtet, daß der Ring nicht etwa zu tief gesunken ist, so daß er vom Boden aus gefühlt werden kann. Der Glückskuchen ist so in der That von. dem anderen Gebäck nicht im gering sten zu unterscheiden. Der Verkauf dieser sogenannten Brautkuchen" hat enorm zugenommen. Meistens sind es natürlich junge Mädchen, welche den Kundenkreis ausmachen; sie betrachten es als günstiges -Vorzeichen, wenn sie zufällig in den Besitz des Ringes gelangen. Da ieder Kuchen beim Verkauf durchschnittlich in 3 Theile getheilt wird, so kann man annehmen, daß etwa jede tausendste Käuferin die Chance hat, den Preis zu gewinnen. Der Zng durch 'S rothe Meer. mmmmm ' Booker T. Wajhington ist für die folgende amüsante Geschichte verantwortlich: Ein alter farbiger Prediger will seiner Gemeinde den Zug der Kinder Israels durch's rothe Meer rationalistisch erklären und sagt: . Meine Brüder, es geschah so: Die Jsraeliten kamen crm kalten, klaren Morgen. , Es war dicket Eis gefroren, . und sie kamen sicher herüber. Gegen Mittag erst folgten die Egypter. Und die Sonne schien warm, und das Eis ward morsch, und sie brachen durch mit Roß und mit. Mann -und ertranken . alle." . . . Steht ein junger Mensch auf, 'der. in der Schule Geographie gelernt, und sagt: . ' Wenn Ihr da nur nicht irrt, Parson. Uns ist gelehrt, daß unter dem Aequator niemals Eis friert, und das rothe Meer liegt nahe unter dem Aequator." Hab' ich's mir doch gedacht," sagt der alte Mann, daß irgend fo ein smarter Aleck aufstehen würde und es besser wissen. Aber die Sache ist allrighC Denn daß Jhr's nur wißt: Zu der Zeit, von der ich. rede, da gab es . wederAlligatoren noch Aequatoren und ' noch weniger naseweise Jungen." Und er setzte den Zug über das Eis des rothen Meeres munter fort. Das Brautgeschenk. Ein Congreß - Abgeordneter von Kansas befand sich eines Tages in der Office eines Freundes, der Friedensrichter ist. Hereinspaziert - kommt "ein junges Paar, das in die Ehefeseln geschmiedet sein will. Der Squire voll- ' zieht die Ceremonie, streicht oie Gebühr schmunzelnd ein und überreicht der jungen Frau beim Herausgehen mit einer Verbeugung einen in der Ecke stehenden Regenschirm. Der Congreßmann schaut nachdenklich zu und sagt: Machst Du allen jungen Eheleuten, die sich von Dir kopuliren lassen, ein Hochzeitsgeschenk, Charley?"- ' Hochzeitsgeschenk? Wieso? War das nicht ihr Regenschirm?" , Nein, es war meiner, oder vielmehr der meiner Frau," antwortete der Congreßmann. ' Sami's Wißbegierde. Nicht wahr. Mama, Papa hat einen starken Hals? Aber was fällt Dir ein? Warum hat man dann dem Papa, einen muen Prozeß , aufgehalst ? .Pa- . pas Käufer sind gewiß Vögel? Wieso denn? ' Man sagt, Papa rupft seine Kunden. - . ' v ' '
