Indiana Tribüne, Volume 28, Number 125, Indianapolis, Marion County, 18 January 1905 — Page 5

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ooc o o o preise geliefert von A. B. MEYER & CO. Pennsylvania Anthracits $7.50 Pocahontas Lump .... 5.50 Smokeleß Lump 5.50 Ohio Cannel Lump..... 5.50 Ohio Cannel Egg 5.50 Kanawha Lump 4.50 Pittsburg Lump 4.50 Brazil Block 4.25 tzockmg Valley 4.25 Straight Creek Lump ... 4.50 SKaight Creek Egg. 4.25 Greene County, No.4, Vein Lump 3.50 Greene Count?, No. 4. Vein Eg? 3.50 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Coke Egg 5.50 Gas tzouse Lump Coke 5.50 GaS House Crushed Coke 6.00 Extr Berechnung wo solche getrazen werden müssen. r- " Die bisherige DienstVerpflichtung der Angeworbenen in England betrug drei Jahre bei der Fahne und 9 Jahre bei der Reserve. Da dadurch ein häufiger Wechsel der Mannschaften bedingt war, was besonders für das Ausland große Kosten verursachte, -indem nur wenige sich zu einer Verlängerung der ursprünglichen Dienstzeit bereit fanden, in letzter Zeit nur 12 v. H. , so hat man die erste Dienstverpflichtung dahin abgeändert, daß sie 9 Jahre bei der Fahne und 3 bei der Reserve betragen soll. Es wird jedoch von vielen Seiten bezweifelt, ob sich , nun überhaupt genügend Werbelustige finden werden. Ueber ausnehmende Spitzbuben - Frechheit wird aus Berlin gemeldet: Dem Griinkramhändl:r John in Rixdorf war eine vor sei nem Geschäft zur Schau ausgehängte geschlachtete Gans gestohlen worden, deren Verlust er um so schmerzlicher empfand, als es sich um ein ausnehmend feistes Exemplar "handelte. Sonntag nun, so erzählt das J3. T.". bemerkte Frau John, daß an derselben Stelle, wo die gestohlene Gans gehangen hatte, ein festverschnürtes Packet baumelte. Als sie es öffnete, fand sie in ihm das Gerippe einer Gans und in dem Knochengerüst einen Zettel, auf dem die Worte standen: (53 hat so schön geschmeckt, Wir haben uns alle Finger geleckt!" Eine Viesgereiste. Er: Und -werden wir uns auf unserer Hochzeitsreise auch Luzern ansehen? Sie: Luzern? Wart' einmal. . . Du, mir scheint, da war ich schon auf ein meiner Hochzeitsreisen! Fronze No. 1 W. Washington St, - . (Merchant8 National Bank) Ein europäisches Depattmem. Wechsel, Credttriefe und Postanweisungen . auf alle Städte SurovaS. - Schiffsscheine "tt!0 An- und-verkauf ausländischen Geldes. Die Behörde für öffentliche Ux N beiten bestätigt den Bericht der Kommissäre. ' Die Kommiffäre, welche von der Stadt und der Wasser Compagnie ernannt wurden, berichteten nach einer strengen und umfang reichen Prüfung des städtischen WasserS folgendermaßen: 28 sind einstimmig 'der Ansicht, daß das' Wasser roelcheS den Consumentm wäh rend der Periode dieser Untersuchung geliefert urde, guten gesundheitlichen Charakters voax; daß daS Wasser von Privat-Brunnen einer der wichtigsten Factoren der Ent-ftehungs-Nrsachen dieser (Typhus) Epidemie Periode war." . Die Kommissäre empfehlen die Condem nirung von Privat-Brunnen und Aborten, und empfehlen, daß Verbindungen mit Abzugskanalen . hergestellt erden sollen wo innner sich solche befinden. Der ganze Be-' richt der Kommissäre ist in Druck und wird auf Anfrage abgeliefert oder mit der Poft versandt. Die Qualität deS WasserS, wie solches von dieser Gesellschaft geliefert wird, und wie durch diesen Bericht festgestellt, ist für alle Bewohner der Stadt zum Privat-Sedrauch empfehlenswerth. - ; .-".: Judiauapoliö Qaffer Co.

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Ein unlerbroiljener Ausflug.Von S. 21. Smith. . Der Detektiv hatte sich eine Cigarre angezündet und begann zu erzählen: Der Fall erschien mir außerordentlich schwierig, da durch die unbeschreibliche Dummheit des Distriktspolizeichefs die Nachricht von dem Verbrechen erst zwei Tage nach dem Vorfall an die Londoner Kriminalpolizei gelangt war, und natürlich während dieser Zeit die Schuldigen bequem noch England verlassen und ihre Spur hinter sich verwischen tonnten. Meiner Instruktion gemäß hatte ich mich jedoch nach Richmond zu begeben und mein Bestes zu thun. Als ich in dem Hause der That ankam, fand ich das Opfer, Major Robinson, noch schwach von der Erschütterung, die sein Nervensystem erlitten hatte; doch konnit er mir folgenden klaren Bericht von der ganzen Geschichte, liefern: Mn Name ist Robinson Major Robinson, vom 109. Infanterie - Regiment. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, war mein Regiment vor 7 bis 8 Jahren in Indien, um im hindostanischen Hochlande aufrührerische Eingeborene zu beruhigen; nachher quittirte ich den Dienst und lebte hier. Als wir einen eingeborenen Stamm

für seine grausamen Morde an britischen Unterthanen bestraften, zerstörten wir dessen Dörfer, plünderten d Tempel, wie Sieger es gewöhnlich machen; unsere Soldaten nahmen alles Werthvolle, mit sich, was sie nur fanden. Ich hatte in dieser Hinsicht besonderes Gluck, denn ich befreite die Götzen in ihren Tempeln von ihren Juwelen und ihrem Goldschmuck im Werthe von fast 10,000 Pfund Sterling. Diese Schätze nahm ich mit nach England, denn sie beanspruchten nur geringen Platz; hier in meiner Wohnung hielt ich die werthvollsten Stücke, in einem Geldschranke verschlossen, während die Kuriositäten in demselben Zimmer in einem Glasschrank standen. - Unsere eingeborenen Verbündeten sagten uns später, ,die Leute, welche die Götzenbilder ihres Schmuckes entkleidet hätten, seien dem Zorne der Götter verfallen. Die Priester des Tempels hatten geschworen, nicht eher zu ruhen, als bis sie die Kleinodien wiedererlangt und mit dem Leben der Tempelschänder die rachedürstigen Götter befriedigt hätten. Wie Sie sich wohl denken können, erregte diese Mittheilung in mir mehr Belustigung als Angst. Der Zorn der Götter bekümmerte mich nicht, und was den Racheschwur der Priester anbelangte, so beruhigte ich mich bald. Wie sollten sie wissen, daß gerade ich ihre Schätze hatte oder wo ich mich befand? Denn nur ein oder zwei. Mann meiner Kompagnie ich war damals Hauptmann wußten von meinem Besitzthum. Wie hätten mir auch die Priester hier in England schaden können? Nein, die Idee, daß mein Leben in Gefahr schwebe, erschien mir absurd, und ich fühlte mich vollständig ruh.'g, bis ich vor etwa acht Tagen e.ine geheimnißvolle Botschaft bekam, die mir ankündiate, daß die rächenden Priester mir auf der Spur wären. Ich war davon einigermaßen beunruhigt; doch am Morgen des Verbrechens kam noch eine zweite, die in minie Gemüthsruhe wie eine Granate hineinplatzte. Reichen Sie mir, bitte, jene Schublade!" Robinson entnahm dem Schubkasten eine kleine Rolle schmutzigen Pergaments, das mit einem grauen Seidenfaden zusammengebunden war; er reichte sie mir hin und ließ sie mich lefen. Als ich sie entfaltet hatte, sah ich in sonderbar geformten steifen Zügen Folgendes darauf stehen: - Der - schlechte Ferringhee - Sahib zittre! Die beleidigten Götter schreien nach Rache; sie schreien nach dem Herzen des Diebes, des Räubers, des Tempelschänders. Aber nach der heutigen Nacht werden sie nicht mehr schreien, denn sie werden gerächt sein, und Du, Hund, mußt sterben. Kali hat gesprochen!" Und dann folgten einige sonderbare unentzifferbare Zeichen, die wie Hindustani - Buchstaben oder -Worte aussahen. - Nehmen Sie bitte wieder!" sagte ich zu dem Major, und gab ihm die Rolle ohne Bemerkung zurück. Dies," so fuhr er fort, machte mich etwas nervös, und ich wußte nicht, was ich thun sollte. Offenbar waren die Priester mir auf der Spur; denn in England wußte niemand außer Stimpson, wie ich in den Besitz der Kleinodien gelangt war, und dieser, dessen war ich sicher, würde kein Wort davon sagen. Vielleicht dachte er überHaupt nicht mehr daran. Stimpson war meine Ordonnanz gewesen, so lange ich im Dienst war. Wir kamen immer gut miteinander aus, und als er den Dienst quittirte, kam er zu mir und fragte mich, ob ich ihm nicht eine Stelle verschaffen könnte. Ich engagirte ihn als Gärtner und Handlanger, ließ ihn aber nicht im Hause schlafen. Er hatte ein Zimmer .über der Remise am Ende des Gartens -inne.' . Was mich aber am meisten aus der Fassung brachte, var der geheimnißvolle Weg, auf dem diese Botschaften kamen; sie gelangten weder durch die Post, noch durch einen Boten an mich. Sie kamen durch unsichtbare Mittel und wurden beide Male von irgend einer unsichtbaren Macht vor mir auf meinen .Schreibtisch gelegt, während ich dort, am Fenster meines Arbeits-

zimmers schrieb. Thüren und Fenster waren geschlossen und niemand außer mir war im Zimmer oder in der Nähe.. Ich fragte meine Haushälterin und mein Dienstmädchen genau , aus, 'doch' beide behaupteten, nichts von derSache zu wissen, ebenso sprach sich auch Stimpson aus. War gestern jemand da, , als ich aus war?" fragte ich. . Keine Seele war an- der Thür, Herr, außer den Händlern," erwiderte die Frau. O, doch war noch ein anderer da," sagte Stimpson zu der Haushälterin. Sie sprachen doch an der Thür mit einem Mann." "' . ; Das war niemand, Herr," erklärte die Frau. Nur ein Mann, der eine Karte von einem Detektiv - Institut hier ließ." Ein Detektiv - Institut?" rief ich.. Haben Sie die Karte noch? Dann, geben Sie sie mir sofort, Frau Barnes." Sie brachte sie mir und ich las darauf: Harrisons Privat -Auskunfts- und Detektivbureau, Beaumont Street, Clerkenwell. , Günstige Erfolge garantirt. Nur Spezialbeamte, angestellt. Unbedingte Diskretion. Scharfe Beobachtüng. Mäßige Preise. " Ich tclegraphirte an Harrisons Bureau, und binnen anderthalb Stunden war der Inhaber bei mir.' ' Ich setzte ihm die ganze Angelegenheit ohne Vor-' behalt auseinander. Er war sehr ernstund meinte, dies.se? eine höchst verwi-' ckelte Situation, 'und er bäte um einige Minuten Bedenkzeit. : .. : Ich ließ ein Frühstück serviren, das er .allein verzehrte. Als Resultat seines Nachdenkens sagte er, er glaube mich in großer Gefahr, denn die Rollen seien zweifellos von den Priestern gesandt, und wenn sich Hindupriester rächen wollen, so könne keine Macht der Erde sie daran hindern. Er erzählte mir von schrecklichen Ausgängen ähnlicher Fälle, von denen er gehört hätte und die unsere Befürchtungen voll und ganz bestätigten. Ferner glaubte er, daß die Priester in der kommenden Nacht einen Angriff auf mein Leben und - die Juwelen unternehmen würden, wußte jedoch, da er die Art desselben nicht kannte, kaum, was wir thun müßten. . Endlich wurde entschieden,' daß er kommen und die Nacht hindurch mit mir wachen und die Ereignisse abwarten sollte. Wir wollten uns beide, mit Revolvern bewaffnet, im Dunkeln in daS Zimmer setzen, das die Schätze enthielt, und bei dem geringsten verdächtigen Geräusch wollten wir das elektnsehe Licht einschalten und schießen. Am Abend ließ ich also Harrison ungesehen von meinen Dienstboten ein. Wir überzeugten uns, daß alle Thüren und Fenster sicher geschlossen waren und begaben uns in die Biblio-' thek; dort setzten wir uns neben einander, jedoch mit dem Gesicht nach verschiedenen Seiten, und Harrison, der dem Umschalter am nächsten saß, drehte das elektrische Licht aus. So saßen wir in tiefem Schweigen mit schußbereitem Revolver und erwarteten das Nahen meiner Feinde. .. ;-.y'j .

Was nun folgte, weiß ich nicht; ich kam erst . am folgenden Nachmittag wieder zur Besinnung, und zwar lag ich ziemlich betäubt und schwindlig in meinem Bett, während ein Arzt, eine Pflegerin und meine Dienstboten neden mir standen. Sie erzählten mir sofort, was geschehen war. Als die Haushälterin an jenem Morgen in die, Bibliothek gekommen war, herrschte dort ein widerlicher athemraubender Geruch; ich saß in einem Lchnstuhl mit zurllckgebogenem Kopfe und mit weit offenem Munde wie todt da; ein Revolver lag auf meinem Schooß. Sie rief: Hilfe. Mörder!" und sandte das Dienstmädchen nach einem Arzt und zur Polizei. Nach der Aus. sage des Arztes war ich schwer chloroformirt und dem Tode nahe; es gelang mich wieder in's Leben zurückzurufen, doch, wie Sie sehen, habe ich' sehr gelitten. Der Polizist stellte fest, daß der Geldschrank und der Raritätenschrank durchwühlt und ihres ganzen Inhalts beraubt waren, während meineSchlüssel in der (ldschrankthür hingen. Natürlich ist die Sache vollkommen klar, besonders wenn ich Ihnen sage, daß Stimpson verschwunden ist. Ohne Zweifel war es ein abgekartetes Spiel zwischen ihm und Harrison. Er muß Harrison von meinem Schatz, sowie davon, wie er in meinen Besitz gekommen ist, erzählt haben, und sie. machten mich mittelst der Rollen ängstlich. Als ich mit Harrison in der Dunkelheit zusammensaß, chloroformirte er mich einfach, nahm mine Schlüssel, öffnete den Geldschrank, nahm alle meine Werthsachen heraus .und entfernte sich ruhig und unbelästigt durch das Hauptthor. , Und nun sollen Sie ihn fangen und mir die' Kleinodien wieder verschaffen !" Das ist leichter gesagt, als gethan, in Anbetracht des zweitägigen Borsprunges, den er hat," erwiderte ich. Wie. soll ich nach dieser Zeit die Spur eines Menschen finden? Wer weiß, wo er jetzt steckt!" Nun," ntwortete der Major, was nützen uns die Detektivs, wenn sie nicht schneidiger als gewöhnliche' . Leute sind?' - .Fiel Ihnen irgend eine Eigenthllm-, lichkeit an Stimpson oder Harrison auf?" fragte ich. N ein, ich glaube kaum, nur ja doch, jetzt, da ich darüber nachdenke. fallt mir ein. dan Stimmon und Har

rison sich wunderbar ähnlich sehen. Ich erinnere mich, daß Stimpson mir einmal erzählte, er hätte einen Bruder, der ihm sehr ähnlich sei, und wahrhaftig! ich, wette darauf, daß Harrison, der Schuft, sein Bruder war!" Wirklich? Diese Auskunft ist höchst werthvoll. Haben Sie zufällig eine Photographie von ihm?"Jch nicht, aber vielleicht Susanne-, das Dienstmädchen; er war ziemlich aufmerksam gegen sie. Ich werde sie fragen." Er that es und kam mit einer Photograpvhie zurück, die ich zum Zwecke der Jdentificirung an mich nahm. Ja, das ist Harrisons Bild," sagte der Major, nur daß Stimpson dunkles und sein Bruder rothes Haar hat." Danke; ich werde mir das notiren. Haben Sie an Stimpson je irgenv etwas Auffälliges wahrgenommen?" 'Nein, nur ein- bis zweimal sah ich ihn einen vollkommen leeren Bogen bläulichenPapiers aufmerksam prüfen; auf meine Frage, was.er thäte, antwortete er: Ich studire das Wasserzeichen!" ' : Das ist ein merkwürdiges Studienobjeit für einen Mann dieses Standes!" bemerkte ich. Nun muß ich aber gehen und einige Recherchen machen," doch war nach dem Vorsprung des Schurken meine Hoffnung nur gering. Harrisons ' Privat - Auskunftsbu-

reau und Detektiv - Institut bestand xiut aus einem Zimmer, das nichts' als einen Tisch und einen- Stuhl enthielt. Der Chef", die Spezialbeamten und die'Schreiber waren' alle abwesend, was 'weiter nicht überraschend war, da ja Harrison sie alle in seiner Person vereinigte und das Institut zu dem einzigen Zwecke eingerichtet war, Major, Robinson seiner Kleinodien zu berauben. Das sehr condensirte Personal" wohnte in demselben Hause, wo das Bureau lag; die Wirthin hatte jedoch Harrison feit dem Abend vor der Gewaltthat nicht wiedergesehen. ' Es lag ihr jedoch sehr daran, zu wissen, wo er war, denn er- schuldete ihr zwei Monate Logis und Pension. Er ließ gar nichts, zurück, nur eine ausgeleierte Schreibmaschine und ein bischen Papier und eine leere Schachtel!" verkündete die würdige alte Dame. " -j . Oh. eine Schreibmaschine und Papier! Kann ich die wohl sehen?" fragte ich und gab mich zu erkennen. - Gewiß' Herr," erwiderte sie und führte mich hinauf in das Privatzimmer des Spitzbuben. Die Schreibmaschine war ein altes, verbrauchtesDing, ohne Farbband, obwohl sie ihrer Construktion nach eines solchen benöthigte. Dei?. Mechanismus war sehr klapprig, ndlin die' Walze hatten die Typen unzählige Eindrücke geschlagen. ' Mo sind die Papiere, von denen Sie sprachen?" fragte ich. die zuschauende Wirthin. Da!" erwiderte sie und wies auf einige Bogen sauberen, bläulichen Schreibpapiers, das mit gebrauchtem Löschpapier zusammen auf einem Stuhl in einer'Me des Zimmers lag. ; - Weiter nichts?" rief ich enttäuscht. Das sind ja bloß weiße Bogen." Ja, von diesen sprach ich. Weiter sind keine da.", - . . Ich nahm eines der'Löschblätte'r auf und bemerkte einige seltsame Zeichen auf demselben -die mich veranlaßten, es naher zu prüfen und meine Schlüsse zu ziehen. Die Folge war, daß ich die anderen Stücke sorgsam aufnahm. Beim Mustern eines sauberen Bogens unterdrückte ich mit Mühe ein Hurrah!", denn nun. waren die Spitzbuben so gut wie gefangen und die Schätze gerettet. Es war der glücklichste Fund, den ich je gemacht habe. Denn kaum hatte ich die Untersuchung dieses anscheinend schwierigen Falles begonnen, so hatte, ich nicht nur die Erklärung für -Stimpsons Wasserzeichen - Studien, sondern auch einen festen Anhalt für den '..'ufenthalt der geriebenen Spitzbuben in Händen. Ich ging zu Major Robinson zurück und rief: 'Herr Major, ich weiß jetzt, wo Ihre Leute und Ihre Schätze sind. Kommen Sie sofort nach Newcastle. um ihre Identität festzustellen. Machen Sie sich fertig, während ich einen Verhaftungsbefehl auswirke." Bald flogen wir mit dem Courierzuge der Geschäftsstadt des Nordens zu.. . Daß der saubere Bogen Löschpapier zum Verräther wurde, kam aber so: Wenn Harrison", der früher Maschinenschreiber gewesen war, seinem Bruder irgend eine auf das Komplott bezügliche Mittheilung zu . senden wünschte, so verwendele er, für den Fall, daß das Blatt in falsche Hände gerathen könnte, folgende Idee.' Er nahm das Band von der Schreibmaschine, legte . unter - das bläuliche Schreibpapier ein Stückchen LöschpaPier, und schlug die Tasten der Maschine ziemlich hart auf. So druckten sich die Worte in farblosen Lettern tief in das Papier ein, waren jedoch nur in einer bestimmten Beleuchtung zu lesen; ein. Uneingeweihter mußte also den Brief für ein Stück unbeschriebenen Papiers halten. Natürlich drückten .sich die Lettern aberaüch genau so leserlich auf dem untergelegten Löschblatt ab, zu meinemGlück jedoch beachtete Harrison" dies'nicht. Als Unterlage für den letz-. ten Brief. an seinen Bruder hatte er ein neues Löschblatt genommen, infolg dessen war die Mittheilung auf ihm ebenso deutlich, wie auf dem

Briefe, dessen Wasserzeichen" Stimp-

son studlrt hatte. Harrison" hatte den dümmsten Streich begangen, als er dies Löschblatt liegen ließ, denn es stand Folgendes darauf: Halte Dich bereit für heute Nacht. Werde die Gelblinge sicher haben. Spiel hat fein gewirkt. Werde heute Nacht mit dem alten Jungen Haus hüten, also höchst amüsant. Wir dürfen aber nicht zusammen gesehen werden, fahre also nach Liverpool und von da nach Newcastle. Keine Verkleidung, nur schmutzig und nachlässig angezogen. Jch'fahre nach Hull und treffe Dich dann. Montag können wir auf der Maggie May" leicht nach Ostende entkommen. Das gibt eine lustige Zeit auf dem ??estlande mit dem ganzen Ramsch! Sie können uns nicht fangen. Verbrenne dies! Willi." Bei all' seiner List jedoch war Harrison" ebenso dumm, wie der Strauß, der den Kopf in den Sanv steckt und dann meint, er sei überhaupt nicht zu sehen. Darum war auch das Erstaunen der beiden schmutzigen Kohkenlöscher, die wir von dem Kohlendampfer Maggie May" weg verhafteten und mit all' ihrem Gepäck an Land brachten, nicht gering. Es war übrigens die höchste Zeit, denn der Dampfer lichtete schon die Anker im Tyne, um nach Belgien zu fahren. Und statt eine lustige Zeit auf dem Festlande zu haben, mußten die beiden Gauner sich jetzt fünf Jahre lang in den Bergwerken von Fortland der höchst nützlichen, aber keineswegs angenehmen Arbeit des Steinekarrens unterziehcn. Auch eine Heldenthat. Unter dem Titel Wahrheit und keine Dichtung", der auf Goethes AuS meinem Leben. Dicktuna und Wabrheit" anspielt, ließ ein Zeitgenosse des Dichters, der sich Nicht genannt hat, ein Büchlein erscheinen, das wohl nie viel beachtet worden ist. Es enthält fast nur einfältige Klatschgeschichten aus dem alten Weimar, die auch wenn man sie kritisch betrachtet keinen neuen Zug zu dem bekanntlich bis zu den geringfügigsten - Kleinigkeiten ausgeführten Lebensbilde des Altmeisters hinzufügen. Eine Erzählung des Verfassers verdient jedoch der Bergessenheit um so mehr entrissen zu werden, als sie gewiß nur Wahrheit ist. Karl August von Weimar hat ja selbst, von seiner Ergriffenheit fortgerissen, einem größeren Kreis der Hofgesellschaft über den Vorfall berichtet, und der Verfasser führt diese Personen als Zeugen' an. Es handelt sich um die Herzogin-Mutter Amalie, die eines Tages in Erfahrung gebracht hatte, daß Herder nicht das nöthige Geld besaß, um die ihm vom Arzt verordnete Kur in Karlsbad durchzumachen. Die Herzogin hätte gern geholfen, aber in ihrer Kasse war Ebbe. Sie hätte sich die paar hundert Thaler nur verschaffe.':' . können, wenn .sie ihre zahlreichen Schuldner ein wenig" gemahnt hätte. Diesen, wollte sie aber auch nicht weh thun, und so blieb nichts übn& als ihr Schmuck. Damit Herder seine Kur absolviren konnte, wanderte ein Stück ihres Schmuckes zum Juwelier. Niemand erfuhr davon, nur in ihren Aufzeichnungen noiirte die Herzogin den Verkauf des Stückes. Als dann nach ihrem Tode in Gegenwart Karl Augusts ihre Chatouille geöffnet vurde fand man an Stelle des' fehlenden -Stückes die Auskunft über, den Verbleib. . Der anwesende Chätouillier.der den. Verkauf 'besorgt hatte, brauchte jetzt das Geheimniß nicht mehr zu bewahren, er gab den Commentar zur Aufzeichnung, und der Herzog war von diesem edlen Zug seiner Mutter, wie gesagt, so ergriffen, daß er sofort. den eben anwesenden Kavalieren und Damen davon Mittheilung machte. Die Kritik einer Prinzessin. Daß es zuweilen auch grobe Prin-" zessinnen gibt, beweist ein.inder königlichen Bibliothek in Berlin . befindlicher Brief, mit dem einst-Prinzessin Amalie von .Preußen, eine Schwester Friedrichs des Großen, den-Kapell-meiste- , ' Johann- Abraham Peter ' Schulz beglückte. -. : i Schulz hatte eine Musik zu Racines. Atha lia" componirt und dieselbe der, Prinzessin,. die als. Musikfreündin und Kennerin bekannt war, mit der Bitte zugeschickt, ihr sein Werk widmen zu dürfend Darauf erhielt er .nun von der hohen Dame folgende. Antwort:' Ich stelle Mi? vor, Herr Schulz! daß er . sich. Versehen, und .statt . seiner Arbeit! Mr das . Musikalische Notengekläckere .seines .'Kindes' geschickt hat, dieweil Ich nicht die allergeringste wissenschaftliche'Kunst' darin - bemerket, hingegen. Von Anfang ' "bis 'zu Ende durchgängig fehlerhaft, fowohl in dem Ausdruck, Sinn und Verstand der Sprache als auch in dem Ritmus. Der Motus Contrarius ganz hintenangesetzet, keine Harmonie, kein Gesang, die Terz: ganz ausgelassen, kein kanonischen Nachahmungen, nicht -den allergeringsten . 'Contrapunkt, lauter Quinten und Octaven und das soll Musik heißen! Gott wolle diejenigen, welche eine solche heutige Einbildungstast Von sich selch' besitzen, die Augen öffnen, den Verstand erläutern und erkennen Lehren, daß sienur Stümher und Fuscher. sind." TemperamenivoNer, als es die. hohe, Dame in diesen Zeilen that, kann man kaum kritisiren

Feuer - Signale.

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Wafhmgton SU No. 10 Svritzenbau JllineiSu Merrill Illinois u Louisiana it West und Eouth WestnndMcCarty Skt ve. u $enry 7 Meridian und Aa; No. 4 Spritzenhaus riadison Sv. u Worrib 29 Madiion Tv. u Dunlop n No Haken Litrrhau - SouH naYt Ttlövttt k Penn, u Merrill Delawan u. SfcSartft na3e3 eSer5ky.ra 7 Birg. v. ZOradff? S Saft und Prodect icking und High tl Ns. ll EprHenkMk Lir Slve.wcheHur 5 Ast und Seorgia Tt Ted und Eln 54 Davidson u Georaia Ti engliff Av.u Pine ft ChÄby und Lates "8 No. Spritzenhaus Prospekt nahe Ehelby Jletcher Av. u Syelby 81 Market u. New Jersey 2 Drlstvan und Waff. 93 afi u Washington 54 Ne Fork u.Davidsoe 35 Taubstummen Anstalt 55 Ver. Staaten Arsenal Z7 Oriental und Waff. 99 Frauen-Reformat. n No. 13 Spritzenhaus Maryland nahe Mer. n Meridian u. weoraia. ZZ Meridian und South 14 Pennsyk u. Louisiana 5 Virgini Ave u, Llab. 6 Hauptquartier 7 Grand Hotel. 8 Capital Ave und Cfi 23 No. 16 Spritzenhaus 16. und Asy. 21 Alabama und 16. ,24 Central Av und 15. 126 Fände und 15. 127 Brookside und Juptte t28 Central 8U und 17. 129 Deütware und 19. 31 Alabama und 11." 5 elleiontawe vuAW. .34 College Av und 16. Z5 Delaware und 15. 36 Alabama und NorH 37 Newmann und 19. SS College Ave und lt. i39 Cornell Av und 13. AI DandeS und 19. 142 Highland Ave und 10. .43 Tecumseh und 10. i45 New Jersey und ii. .46 Alvord und 17. 47 No. t Epritzmhaus HiNstde Ave und 16. 48 College Ave und . .49 College &x und 27. .62 Park Ave und KZ. .53 2 6. 23 Sehnn, 12. i&4 Ramsey Ave und 1. .be Stoughton u Newma Sl AtlaS und Pikt. 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Maryl 3 Missouri und Ohio 415 Capital Lve.'Seoraia 416 Migouri u KenwSyA.' 417 Senats Av u. Wasy. 421 P und S flundNrnl W. Washington. 423 Irren-Hospital. 424 Miley Aveu.JDni 425 Wast and Harr 426 No. 18 Spritzenauj W. Washngton 427 Oliver und Lira) 3 Oliver und tVSgood 429 Rordyke und Z)ork 431 Hadley Av u. Morrt 2 Niver Ave u. MnrU 4Z4 River Av nd Katz S Harding u. Big 4? S Harding und Ow 437 No. 19 priHendF MorrtS nd txtttto cztzzAcaczzi 461 Sie und v 12 Howard und et .468 tüovh und g&a tM amdct wA Cc( 7 Roedtzbk Ad . Ca on LLor kU West ld Rah 618 enkukyv.enchk 614 fUrnMan und florriS 16 Illinois nd ansät 617 9torri4 nd Dakota IS VlorriS und Vkmch , 619 Capital A. u McCar 621 Meridian und Lad 623 Pine und Lord 624 Madisor. Lv Linco! ?2S Meridian und VeUM 527 Carlo und Ratz 628 Meridian und ArizOas 529 ridumu. NaZ'Kod 6S1 Meridian u. M.'Cak'. t t'i No. 17 EpritzenkLuK V MorriS nahe West -612 McKernan und Toirk 615 Last . 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