Indiana Tribüne, Volume 28, Number 125, Indianapolis, Marion County, 18 January 1905 — Page 4

Judiana Tribüne, 18. Januar 1905.

Jndiana Tribüne. HerauIgtAkden von der Vutedrs Indianapolis, Ind.

Sarry O. Thudinm Präfldent. GeschäftSlocalt No, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHorsE 2s. Kutered x the Post Office ol Indianapolis a, sccond dass matter. Stimmaschinen. Beinahe unglaublich erscheint es, daß eZ bei Nationalwahlen so schmachvoll zugehen kann wie es nachgewiesener maßen in Colorado der Fall war. Re publikaner und Demokraten scheinen gleich emsig danach gestrebt zu haben, die Palme für Wahlbetrügereien zu erobern. Da die .republikanische Admi niftration unter Peadody nach der Wahl noch im Sattel saß, wurden erst die von Demokraten verübten Schwindeleien ausgedeckt und demokratische Wahlrichter scharenweise eingelocht, nun der- dem. Gouverneur Adams sein Amt angetreten hat werden so unver schämte Wahlbetrügereien von Republi kanern begangen, aufgedeckt, daß die demokratischen Schwindeleien wie Kin verspiel dagegen aussehen. Wohl kamen auch in vielen anderen Staaten Wahlbetrügereien vor, aber die in Colorado begangenen überbieten alles dagewesene. ; Die Vorgänge jn Colorado sollten die Bürger aller Staaten veranlassen für allgemeine Einführung der WahlMaschinen energisch zu wirken. Jn Denver wurden heute vier hoch angesehene rep. Bürger verhastet, wclche angeschuldigt sind, nach der Wahl die Stimmkäften mit gefälschten Stimmzetteln vollgepropft zu haben. Einer der Besuldigten ist ein wohlbekannter Financier von Denver, er hat das nöthige Geld sür die Schmutzarbeit geliefert. Ein zweiter Verhafteter ist Mitglied des Pollzeidepartementö in Denver, der dritte ist LicenSbeamter und der vierte ein Druckerei'Besttzer der die gefälschten Wahlzettel gedruckt hat. Die Fälschungen wurden mit solcher Unverfrorenheit vorgenommen. daß man sich gar nicht die Mühe gab, die Handschristen zu verstellen. Handschriftensachverständige haben bereits beschworene Aussagen gemacht, daß 1000 dieser gefälschten Stimmzettel von einem und demselben Manne ausgefüllt wurden und es wird geschätzt, daß etma 56000 dieser gefälschten Stimmzettel in die verschiedenen Stimmkäften in Denver gelegt wurden. Ebenso ungeheuerlich . wie die Sache selbst erscheint, aber nun das Verlangen der Demokraten, daß ihre wegen Wahlbetruges verhafteten Parteige". nossen freigelaffen werden sollten, weil die Republikaner Schwindeleien in noch größerem Maßstabe begangen hätten. ES sieht zwar schlimm nmdie Ge richtSverwesurig in Colorado aus, aber eS.ift z wünschen, daß die schuldig befundenen Wahlbetrüger beider Parteien mit schweren Zuchthausstrafen bedacht werden. Betrügereien solcher Art kann nur durch Anschaffung von Simm-Maschi-nen ein Ende gemacht werden und der Staat Jndiana, in welchem die Wah. len zwar zumeist ehrlich zugehen, sollte darin mit gutem Beispiele vorangehen. Auch hier ist eZ vorgekommen, daß die Parteien sich . gegenseitig deö WahlbetrugeZ,' absichtlich falscher Stimmen zählung etc. beschuldigten und eS iö nur natürlich, daß das Volk den er wählten Beamten, welche angeblich durch unlautere Methoden erwählt wur den, Mißtrauen und Uebelwollen ent gegenbringt. Unsere gesetzgebende Körperschaft sollte baldmöglichst in dieser Session die Gesetzvorlage annehmen, welche die führung von Stimm - Maschinen in jedem County obligatorisch macht. Ihr Werth hat sich bel der letzten Wahl in den Precinkten, in denen sie in Gebrauch waren, glänzend bewährt. Sie gewährleisten eine ehrliche Wahl und ' die Candidaten müssen sich , auf ihre guten Eigenschaften und nicht auf ihre Indianer" Verlagen. Den Bericht deö Kriegs seZretars Taft nach herrscht Ruhe in den Phi ttvvinen. aber den in letzterer Zeit hier angelangten Nachrichten zufolge ist eS fü Amerikaner immer nocy eme ge- " führliche Sache über Land zu reifen. Die Ruhe erstreckt sich allem Anschein nach auf die garnisonirten Ortschaften und auch dort stehen die Truppen stetig unter Waffen, um gegen Ueberfälle

gesichert zu sein und ein Spaziergang durch die Wülder kommt einem Selbst Mordversuch gleich. Die Ruhe mag da sein, aber sie ist unheimlich.

Beveridge und . Hemenway find Beide dazu angethan, den Staat Indiana als Bundessenatoren würdig zu vertreten. Die Bahnen haben schon so viele Privilegien, daß die Stadt nicht in die Tasche zu greifen braucht um Hochgeleise an gefährlichen Kreuzungen zu erlangen. DaS Wenigste was die Bahnen der Stadt als Gegenleistung für Gebrauch der Straßen uns die Privilegien geben können, find ausgiebige Sicherheitsmaßregeln für die gefäHrlichen Strecken. Es ist uuverkennbar, daß der oft afiatische Krieg auch auf die russische Literatur Einflnß auszuüben beginnt; und zwar wird dieser Einfluß ebenso n der Abnahme der Büchererzeugung, wie in der des Bücherverbrauches erflchtlich. Die Abnahme des Bücher. Verbrauches ist bedauerlich, da das rufische Publikum ohnehin nicht gerade sehr viel Bücher kauft; das Sinken der Produktion hingegen kann unter diesen Umständen nicht gerade als ein Unglück bezeichnet werden. Ein weiterer auf den Krieg hinweisender Zug ist dann natürlich die Literatur, die direkt durch die Ereignisse im fernen Osten hervorgerufen ist. So erscheint in St. PeterSburg eine neue billige Tageszeitung Die Kriegszeit", die ganz den Kriegsereignissen gewidmet ist; und in MoSkau wird zu dem gleichen Zwecke eine illuftrirte Wochenschrist Der Krieg mit Japan- herausgegeben. Ein großartiges Werk verspricht das über den japanisch-rusfifchen Krieg, seine Urfachen, den Kriegsschauplatz und die Hilfsquellen bei Kriegführenden zu werden, das A. Winogradow im Auf trage der Gesellschaft zur Förderung militärischer Kenntnisse herausgibt. Da diese Gesellschaft mit den Heerfübrern in direkter Verbindung steht und fortgesetzt eigene zuverlässige Nachrichten vom Kriegsschauplatze erhalt, so darf man von dieser Veröffentlichung wohl das Werthvollste erwarten. An die beiden betrauertgen Opfer der Kataftrophe des PetropawlowSk- erinnern zwei fernere Unternehmungen. Zum Andenken WerefchaginS giebt die hiesige Gesellschaft bildender Künstler einen Sammelband heraus, dessen Ertrag einem Künfller-UnterftützungS-fonbS zufließen soll. Zugleich erführt man, daß sich in Kronstadt werthvolle Aufzeichnungen des Admirals Makarow gefunden' haben, die feine Wittwe im Vereine mit einigen Marineoffizieren durchzusehen und thellweise herauszugeben . beabsichtigt. Der so vorzeitig aus dem Le. ben gerissene Admiral war bekanntlich der Verfasser der werihvollen Werke Analyse der die Kampsfühigkeit der Schiffe bedingenden Elemente" uud Betrachtungen über Seetaktik." 8müil)lidj. Bedienter (zum Bittsteller, der volle zwei Stunden im Vorzimmer gewarte: hat): Mir fällt eben ein, daß Seine Excellenz beim Fortgehen gesagt hat, daß er heute nicht mehr kommt!" a txal . m . . . Ihr, Antrag, . Herr Assessor, überrascht mich! ... Eigentlich wollt' ich ja noch ein paar Jahre nnt dem Hmathen warten... ! j Spezial'Tour südlich nach den berühmten Resorts und Mardi vraö via Pennsylvania Linien. Montaa. 27. Februar 1905. BeNcktiaunas Reise. Berühmte Florida-ResortS. Groke Schlachtfeld.Ansicht entlang der Linie. Zwei Tage m Ne Orleans wahrend des weltoe rühmten Mardi Gras CarnevalS. Unkosten für 11 Tage,' einschließlich . Pullmans, 555. Schreiben Sie an 23. W. Richardson, Assi. simt General.Passagler 'Agent, Jndiana poliö, für Einzelnheiten. , .

BiP iji '" f"i .11 ' 'fsi. ,. r$Ä Q Ms-M att, , tt'KriwS XÄLrJy - 1KS ww r Iwl M gM, 1,1 MM' 4 41 wVmxfc'; , rt.kh&&

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James A. Hemenway, der Nachfolger von Senator Sairbanks. In dem zarten Alter von nur 13 Jahren war Jim Hemenway, welcher den Sitz des neuerwählten Vice-Prästdenten Fairbanks im Senate einnehmen wird, der einzige Ernährer seiner verwittweten Mütter. Er verkaufte Zeitungen und arbeitete in einer Tabakfabrik. Später, als er sich zum Advokaten aufgefchwungen hatte, stieg er schnell von Stufe zu Stufe. Er ist jetzt erst 44 Jahre alt.

Jndianl?Democratic Club Die neuerwählten Direktoren des Jndiana Democratic Club" ' ver sammelten sich gestern Abend zum ersten Male unter ihrem Präsidenten Robert F. Cpringfteen und ihres Sekretairs D. W. Payne. Ein Beschluß wurde gefaßt, die durch die demokratischen Mitglieder der Le gislatur erfolgte Wahl des Herrn John' W. Kern zum Kandidaten für den BundeSfenat gutzuheißen. Für das laufende Jahr wurden die folgenden Comites durch den. Präsi.denten ernannt: . ... Comite für Mitgliederschaft: .Albert Sahm, Hiram Brown, Elliott Hooten, M. A. Ryan, Theodore DaviS, John I. Appel, O. F. Hack, John W. Holtz. man, Frank Gavin, Frank T. Baker, EvanS Woollen, Henry Friedman, Jo seph W. Bell, Joseph Collier, Thomas Hollett, R. E. JenkinS. W. T. Pat. ton, JameS E. McCullough, John Carion, I. L. Barrett, John W. Fol ger, Samuel F. Pattison und D. W. Payne. . V . Finanz.Comite: N. E. JenkinS, F. Fishback und Joseph Collier. HausComite: E. Runyan , Maj. A. Downing und John Aufterhide. Polizeiliches Allerlei. Ein Brief wird zum Verräther. Ein Brief, den er unabsichtlich in seiner Tasche beließ, leitete zur Ver Haftung deS Einbrechers, der Fred. Woerner'S Geschäft an der S. Illinois Straße vor mehreren Tagen beraubte. Woerner ließ nach Schluß seines Ge schäftes am zAbende Rock und Weste hängen. Der Laden wurde beraubt, mehrere Uhren und andere Werthsachen wurden gestohlen und unter Anderem auch Woerner'S Rock und Weste, an.deren Stelle der Einbrecher seine eigene hinterließ. Der Dieb vergaß aber die Taschen seines hinterlassenen Rockes auszuleeren und die Detektivs Hauser und Larsh fanden in dem hinteraffe nen Rocke einen an George CÄber adressirten Brief. Colber war der 'hie sigen Polizei unbekannt, der Postftem pel jedoch veranlaßte die Beamten sich nach Atlanta, Ind., zu wenden, wo' man. eine Familie Colber aufsind. George ColberZ der in Indianapolis gewesen und der nach Atlanta zurück gereift war, wurde verhastet und durch Detektiv Larsh nach hier gebracht und unter die Anklage deS Einbruchs gestellt. - Colber gestand und beschuldigte zugleich Albert Hickman, Clerk deS California HaufeS, der, wie er sagte, eine der Uhren als Zahlung für eine Koftrechnung annahm. Hickman wurde verhaftet und unter Anklage der Heh lerei gestellt. Hickman sagt, daß er die Uhr nur als Pfand, gerade wie andere ihm überlassene Gegenstände, annahm. William Griffin, 23, 339 Oft Washington Str., E Delony, 26

830 Park Ave., zwei Motormänner, und John ChamberS, 29. 980 Weft Washington Str., ein Conducteur, wurden ' wegen .UeberfahrenS eines Schlauches - gelegentlich des Ardmore Feuers verhaftet. M a f o n I o rd a n. 23, ein far biger Porter in Diensten des Claypool Hotels, wurde gestern unter der Anklage Joe Brooks. 411 Muskingam Str., mit tödtlichen Waffen bedroht zu haben, verhaftet. Jordan lieh sich an geblich ein Schießeisen und fuchtelte dem Brooks mit dem Dinge dann unter der Nase herum. Brooks, dem der Spaß nicht gefiel, erlangte einen Ver Hastsbefehl, den die Radlerpolizigen Hull nnd Shine dann an Joroan aus führten. Jordan ist von nur kleiner Statur und er versuchte die Beamten glauben zu machen, daß er erst 13 Jahre alt sei, verplapperte sich jedoch und ge stand, daß er mehrere Jahre außerhalb der Stadt, seit 14 -Jahren jedoch hier beständig ansässig sei. '

Rene Gesellschaften incorporirt. Ihre JncorporationS'Papiere haben die folgenden Gesellschaften hinterlegt: S. Muhl Drug Company", Jndi anapolis, Kapital S15,000; Direkto ren: Siegmar Muhl, Siegmar Muhl Jr., Carl W. Schulmeyer. i Jndiana Harbor State Bank", Eaft Chicago, Ind., Kapital tz50,000: Albert DeW. Erskine, Präsident; Otto I. Gondolph, Kassirer. Jndiana Oil, GaS and Mining Company", Capital 5100,000; Direc toren: F. W. Sowar. M. M. Mor row, William M. Zeller, W. I. Snyder, Major CollinS, I. H. LewiS u.nd Paul Wimsey. F. P. Lighting Company", Fort Wayne, Capital S500: Directoren: Philipp F. Duxon, Harley R. Nation und William H. Nation i South Bend Driving Club", Capi tal S500; Directoren: George M. Studebaker, Samuel M. Leeper, Charles Bechtel, I. Howard Eushing, William H. Barry, Frank Carson, William F. Miller. Fahy Oil Company", New Jork, Capital S3,000, suchte um die Erlaub niß nach, im Staate Jndiana Geschäste eröffnen zu können. -New Carlisle Creamery Company", Capital auf S100.000 erhöht. . Packard Manufacturing Co.," Ft. Wahne, Capital . von S24,000 auf K43,000 erhöht. ' Geneva Coal Company" Geneva, Capital S5000; Directoren: William ASpy, Samuel Egly, Homer PonituS, T. Edwin Kramer und William I. Heeter. V Sperry Manufacturing Company," Ft. Wayne. Capital 025.000; Dlrec. toren: Charles W. Sperry. L. Levon Sperry, Belle M. Sperry; Harriet Grubbs und Herman H.'GrubbS. John Heafton Mining Co.; Cs

pital S25.000; Directoren: John R. Heaston, Clara M. Heaston und Wil mer Christian. Photographers Association of Ame rica", Terre Haute; Dircctoren: George G. Hollaway, C. I. Aandeventer und A. T. Proctor.

Grundeigenthums Übertragungen. Austin C. Mendenhall an Solomon Myers, Theil von Section 10, Town ship 14, Range 2, 30 Acker, Decatur Township. 81875. Andrew F. BurnS an Aarod Craig, Lot 44, Moesch'S 3. Addition, Süd seite der 26. Str., östlich von Northwe stern Ave. S4500. Wilmer F. Chrillian jr. an die Ma rion Trust Co., Receider, Lot 41, Christian'S Ost Indianapolis Addi? tion, Washington Str., östlich von Grace. S1400. Patrick I. Flannedy an Andrew Smith, Lot 255, Morton Place, West seite der Central Ave., nördlich von 20. Str. S2500. John GrannaS an Robert Rentsch, Theil von Lot 126, Cranes nördliche Add., nordwestliche Ecke der 17. Str. und Big Four R. R. $47. James O. Schräke an Horace Mc Kay, Lot 250, Jackson Park, nördlich von 22. Str. S100. John I. Johnson an Wm. Ä. Par. sonS, LotS 449, 450 und 454, LightS Bellevue Subd. , nördlich 46. Str. S1500. Jda G. Smith an Butter Univer. sity, LotS 187, 248, 249, 12, 13. 16 bis 35, 124. 125 und 186, Bryan's Nordost. Add., nahe Rural Str.. zwi schen 30. und 32. Str. $129.71. Lillian M. Shelby an George H. Bratton, Lots 166 und 167, Reagan Park, westliche Seite der Cornell Ave., nördlich von 24. Str. $5,000. Raymond Brown an Wm. E. Ste venson, Lot 16, Eitel'S N. Meridian Str. Add.. südliche Seite der Eitel Ave., östlich von Meridian Str. $500. Esther Coplan an Jsidore Feible man, Trugee, Theil von LotS 26 und 37 in Outlot 27, 48 Fuß Front, ver bessert, Ostseite der Eddy Str., nörd lich von Merrill Str. $1,300. Union Trust Company, Truflee, an John H. Holliday. Jr. u. A., LotS 75 und 73 in Washington Park. 200 182,732 bei 200 Fuß, vacant. West feite der Delaware Str., nördlich der 36. Str. $5.000. Maria VorheeS an Emma Deitch, die nördliche Hälfte der LotS 15 und 16, Square 2 in Blake & Ray's Subd. der Außenlot 12, 90 bei 163.6 Fuß, verbessert, Südwest-Ecke der Market u. Bloomington Str. $1300. Oscar S. Deitch, Administrator, an A. D. Frank, dieselben LotS. $1200. A. D. Frank an Oscar S. Deitfch, dieselben LotS. 81200. Edwin Pugh an Gaylord HawkinS, Lot 177 in Johnson'S Ost Washington Str. Add., 40 bei 130 Fuß, verbessert, Westseite von Jefferson Ave., südlich von Michigan Str. $500. HilliS Hackedorn an William Dixon, Lot 3, Block 13 in Fletcher'S Nordoft Add.. 40 bei 140 Fuß, verbessert, . Ost. ftite von Alvord Str., nördlich von 20. Str. $1500. . Ädolph Eaton an Thos. S. Eaton, u. A. Theil Sec.'27 und 28, Town fhip 15, Range 5, 44 Acker, Franklin Township. $2,500. Calvin JFletcher an John Lang, Lot 50, Shoemaker & Lipptncott's Add. Westseite Beville Ave. nördlich von 12. Str. $500.' John C. Toler an Helen C. Leary, Lot 8, Square 4, Walker'S Ost phio Str. Subdivision, Südseite der New Dork Str., westlich von Oriental Str. $2700. Andrew M. Sweeney an William R. Brown, Theil von Lot 8. Hall Place Addition, Westseite der Illinois Str., nördlich von 16. $12,000. Harter Kiser an Fanny Kiser, Lot 206 in Morton Place, 40 bei 155 Fuß, verbessert, Ostfeite der New Jersey Str., südlich der 22. Str. $5,500. AuZ Neustadt bei Koburg wird berichtet: Die hiesige Viehzählung ergab außer so und so viel Pferden. Rindern u. s. w. auch ein einziges S cb a f. Damit nun Neustadt in Zulunst schaffrei" sei, beschlossen einige Herren, das einzige anzukaufen und zu verspeisen, was auch geschah. Da nach einem berühmten Satze das Schaf der Kultur weicht, scheint Neustadt bei Koburg besonders weit vorgeschritten ZU sein.' X cy Naüöt die bonanza;

UMMKöcn. Der Majscnvcrkchr in modernen Niescnftädtcn in Ziffern.

Intcressautc Ac?glcick)e HauptverkchrsmN tel in Bcrli::, Variö und London-JmMit-iclpllült .cc Thcmsestadt Omnibusse und Futzgäugcr. Einen geivaltigen Eindruck macht das rastlose Treiben des Personenverkehrs in den modernen Riesenstädten. Eisenbahnen und Straßenbahnen, die zu ebener Erde, in Stockwerkshöhe oder unter der Erde dahineilen, Omnibusse, Droschken und sonstige Fahrzeuge aller Art sind unablässig in Bewegung, um die zahllosen, sich immer wieder erneuernden Menschenmengen ihren Zielen zuzuführen. Jn den Grundzügen bietet dieser hastende Massenverkehr in allen Weltstädten ein ziemlich ähnliches Bild; die Friedrichstadt von Berlin ist darin Don der Londoner City und von den Pariser Verkehrsmittelpunkten nicht allzu verschieden. Es ist schwer, sich von der Massenhaftigkeit des Verkehrs dort einen klaren Begriff zu bilden. Zieht man den durch Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibusse vermittelten Verkehr in Betracht, so betrug die Eesammtzahl der durch sie allein schon beförderten Menschen im Jahre 1903 in Groß-Berlin rund 610.000,000, in Paris (ohne Vororte, 1902) ziemlich gleich viel, 611,000,000, in Groß-London (1902) ungefähr 1,395,000.000. Zur Bevölkerung in Vergleich gesetzt, bedeuten diese RiesenZiffern, daß jeder Einwohner die genannten drei Verkehrsmittel in GroßBerlin 235 Mal, in Paris ebenfalls 235 Mal, in Groß-London 208 Mal durchschnittlich im Jahre benutzte.Jn Berlin herrscht die elektrische Straßenbahn unbedingt vor; sie ist L IW- t 1 s i oorl ois !N oie mnernen yeue oer Stadt vorgedrungen und beförderte 1903 rund 398,000,000 Menschen oder 65 Prozent des Gesammtverkehrs. Die größeren Entfernungen nicht gewachsenen und daher in der Hauptsache auf ' die innere Stadt beschränkten Omnibuslinien hatten demgegenüber nur 86,000,000 Passagiere oder 14 Prozent des ganzen Verkehrs, die schwerfällige Stadt- und Ringbahn nebst den übrigen lokalen Eisenbahnstrecken kam auf rund 127.000,000 oder 21 Prozent. Auch in Paris ist die Straßenbahn die Hauptträgerin des Verkehrs, wenngleicy ven lenvayn- uno summ busstrecken neben ihr noch eine viel hrößere Bedeutung zukommt als in Berlin. . Von dem gesummten Verkehr fallen dort 51 Prozent auf die Straßenbahnen, 28 Prozent auf die lokalen Eisenbahnlinien und 21 Prozent , auf die Omnibuslinien. Dem gegenüber stehen im 5Nv?ofvLssk? nrnfiGrmSf"m2 Vnr Ml JVilViFUVkll iV)'VltVVU3f IUV zahlreiche unterirdische Eisenbahnlinien das innere Stadtgebiet durchqueren und wo in den Mittelpunkten des Verkehrs der Omnibus unbedingt herrscht, die Tramways an Bedeutung noch. sehr zurück. Sie befördern dort nur 26 Prozent des gesammten Verkehrs, wahrend auf die Eisenbahnen 40, auf die Omnibusse 34 Prozent entfallen. Versucht man, einen Tag des Großstadtlebens sich ziffernmäßig zu ver- . i? r c t , gegeuwariigen, io ergeoen oie oerens-. genannten Zahlen, daß- in Groß-Ber-'. lin und ebenso in Paris auf Straßenbahnen, Eisenbahnen und Omnibussen beinahe 2.000,000 Fahrten Tag für Taa aemackt werden, in Gron-London ungefähr 4.000,000 Fahrten. Ein er- ' heblicher Theil dieses Verkehrs-, fällt allein auf die gewaltigen Massen' die am Moraen iedes Arbeitstaas . nnrf u A . innern Geschäftsvierteln, nach dem Orte ihrrr 9Wiif6nrF)?tt riUrt itrrh hi wJWr rvvMHVl V V V mnf V ' W V Pulsschlag des- Großstadtlebens jeden. Abend wieder zu ihren weiter nach außen gelegenen Wohnungen zurückträgt. So hatte die City von London im Jahre 1901 nur eine Nachtbevölkerung von 26.897 Personen, während : . O" . ...'.'s li r-- i uic llgesocoolierung rocu uoer öw, 000 Menschen zählte. Jn Berlin wohnten im Jahre 1900 allein fast 80.000 Menschen außerhalb des - Stadtgebiets, in den Nachbarftädten und Vororten, die innerhalb desselben ihren Arbeitsplatz hatten. Interessante Feststellungen haben die Behörden in London über den Rapid Transit" angestellt. So beobachtete man im Oktober 190.3, daß in den Stunden von 8 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends '11,151 Droschken, 9616 Omnibusse und 65.983 andere Gefährte, insgesammt 86.-' 750 Wagen zur City hineinfuhren. Und die Zahl der Personen, die von 5 Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends, sei es zu Fuß odir zu Wagen, sich nach der City bewegten, wurde 1891 bereits auf, 1,101,000 festgestellt. Petroleumfcld in Deutschland. Das Oelaebiet in der Lünebura Heide zwischen Werden und Wietze ist der Centralpunki des deutschen Erdöllandes, wo im Jahre 1903 41,000.000 Kilogramm, im Halbjahr 1904 (April-' Oktober) jedoch bereits 35.000,000 ' Kilogramm des Erdöls gewonnen worden sind. Das Oel hat nur ein spezisisches Gewicht von 0.88 und enthält 40.5 Prozent Vrennöle und kann sehr X äXl 4 t4f it . itmAAAil V Q mm nmrmwmwyr-w wwmrww -wm v-vmww Werden. . Es wird behauptet, daß bei . V JC II .YY- Cif.. SC.l . ir ii in 4ii viiri in riiiiiruiii iiii'iiriii uriiri rmer, ourcu rmioncuc .auaucuiuug grjteigerten Produktion das Oelgebiet der Lüneburger Heide den gesammten Bedarf an-Leuchtpetroleum für DeutfÄ--land zu decken imstande sei. . ?

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