Indiana Tribüne, Volume 28, Number 124, Indianapolis, Marion County, 17 January 1905 — Page 3

Jndkana Tribüne, 17 Januar RS0S.

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Russische Rote Setzt die Diplomaten Washington's in eine eilige Bewegung. Wahlnachklänge in Colorado. Auf den Philippinen gefallen. Der Kampf gegen Niedrivghans in der Legislatur Missourrs. Die Kaffeernte Haiti's mißratheu. Zwei neue Bills zur Frachtraten-Regelung.

Diplomaten thätig. W a f h i n g t o n. 16. Jan. Nach, dem der volle Text der russischen Note bekannt ist, hat Sekretär Hay die Gesandtschaft in Peking beauftragt, die chinesische Regierung bezüglich der an. geblichen Verletzungen der Neutralität zu befragen. Diese Regierung erklärt ausdrücklich, daß sie keine Verantwor. tung für die russischen Behauptungen übernimmt, thatsächlich hat sie in der Sache auch keinerlei Nachrichten von ihren Vertretern in China. Angesichts der positiven russischen Behauptungen aber will diese Regierung Alles thun, vas in ihren Kräften sieht um China und die anderen Mächte vor den Fol gen einer Ausdehnung der Feindseligleiten auf chinesisches Gebiet zu be wahren. Die russische Note beschäftigt die di. diplomatische Welt faft ausschließlich. Heute Morgen erschien der englische Botschaster Durand im StaatSdeparten?ent und hatte eine lange Unterredung mit dem stellvertretenden Sekretär Los mis. Weiter erschien der deutsche Ge schäftsträge v. d. Busche auf einige Minuten. Sodann erschien der japa nische Gesandte. Er hatte zwar keine Nachricht von seiner Regierung, versicherte aber, daß dieselbe an der Vereinbarung betreffs der Beschränkung der Kriegszone festzuhalten wünsche. Der chinesische Gesandte suchte Sekre tär Hay, der an einer Erkältung lei det, in seinem Heim auf und klagte ihm sein Leid. Der Text der russischen Note wird als considentiell betrachtet und wird deßhalb auch nicht veröffentlicht. Wahlnach Klänge. P u e b l o, Col., 16. Jan. Der frühere Countyclerk W. T. Fairfax und seine Gehilfen Percy Ely und O. I. McNeill wurden heute unter der Anklage verhaftet Namen von nicht exiftirendenStimmgebern in dieStimm listen eingetragen zu haben. Der. frühere Countyrichter L. B. Gibson und sein Clerk wurden wegen Ausstellung ungesetzlicher NaturalisationSpapiere unter Bürgschaft gestellt. Die Großgeschworenen ersuchten darum, daß der Fall Richter Gibson's an die BundeSbehörden verwiesen werde. Opfer der Philippinen. W a s h i n g t o n, 16. Jan. Von Gen. Corbin, Chef der Philippinen. Division, ist folgende Depesche einge troffen, die er von Brigadegeneral Carter von den VisayaS-Jnseln erhielt: Leut Avery,derPhilippinen-Kund schafter und 2 eingeborene Bedienstete wurden am 14. Jan. in einem Kampfe am DoloreS-Fluffe getödtet. Bei Masloy auf Samar wurde am 8. Jan. der Gemeine Austin vom Hospitalcorps und 9 Konftabler ge tödtet. Leut. Avery und Lazarethgehülfe Austin sind heute hier angekommen." Feuer im Lagerhause. Chicago, 16. Jan. Das Feuer, welche gestern in dem Lagerhause des Pökelgeschäftes Schwarzschild & Sulz, berger auöbrach, glimmt noch 'weiter. ES ist in dem Sägemehl, das zwischen die doppelten Wänden des Lagerhauses gefüllt wurde, um die Kälte zu halten. Dicke Rauchwolken quellen aus den Löchern, welche die Feuerwehr in die Wände schlug, doch sind keine Flammen rzu sehen. Viele Feuerwehr leute wurden durch Amoniakdämpse bewußtlos uud mußten von ihren Ka meraden aus dem Hause, getragen wer den. Kein Sonntagszwang. Port land, Ore.. 16. Jan. ES ist beschlossen worden die LewiS & Clark.AuSstellung auch an Sonntagen offen zu halten. Niedringhaus. Jefferfon City, Mo., 16. Jan. 'ThoS. K. Niedringhaus kam heute von St. Louis hier an. Er sagte: Ich habe Niemand vor oder nach dem KaucuS irgendwelche Aersprechun gen gemacht. Wenn ein Republikaner

es sich leisten kann die Beschlüsse deS CaucuS zu mißachten, kann ich es auch vertragen den Sitz im Senate zu ver lieren." I e f f e r f o n v i l l e, Mo., 16.Jan. Der Bericht des SenatskomiteS sagt, daß die Anheuser Busch Brauerei, AdolphuS Busch persönlich und Otto Stiefel zu dem republikanischen Parteifond beitrugen, es sei aber kein direkter Beweis vorhanden, daß dies zur Beeinflussung der Gesetzgebung geschah. Der Bericht ist auch von den 2 re publikanischen Milgliedern deS Komi tes unterschrieben. JeffersonCity, Mo., 16.Jan. DaS Hauskomite beendete heute Abend einen Bericht, der Niedringhaus ent lastet; der Bericht wird morgen vorge legt werden. Haiti Kaffeernte. Washington, 16. Jan. Die Kaffeernte Haiti'S ist nach dem Berichte deS Gesandten Powell sehr gering. DieS ist ein schwerer Schlag für die Regie rung, die auf den Ausfuhrzoll auf Kaffee angewiesen ist. Pech für Haiti. Washington. 16. Jan. G sandter Powell zu Port au Prince hat hat dem Staatsdepartement mitgetheilt, daß die Regierung von Haiti einen Agenten mit baaren $75,000 nach Italien sckickte, um die erste Anzahlung auf wnen passenden Kreuzer zu machen. Der Agent kam bis nach Paris, wo er am Fieber starb. DaZ Geld ist spurlos verschwunden. Frachtraten. W a s h i n g t o n, 16. Jan. Zwei Bills zur Regulirung von Frachtraten wurden heute im Hause eingebracht, eine von Townsend (Mich.), die ein Gericht für Transportwesen schafft, die andere von Esch (WiS.) die der zwischenstaatlichen Handelskommission die Macht verleiht eine angemessene Frachtrate festzusetzen an Stelle einer solchen, die sie sür nicht angemessen erklärt hat. Nach Townsend'S Bill soll daS Ge richt aus 1 Oberrichter und 4 Beirichter bestehen die vom Präsidenten für Lebenszeit ernannt und vom Senate beftättgt werden. Das Gericht soll jedeö Jahr eine regelmäßige Sitzung in Washington halten und Sitzungen an anderen Orten, wie der Vorsitzer be stimmt. Der Oberrichter erhält $9000 jährlich, die Beirichter $8500. Appellitt kann nur an das Oberbundcsge richt werden. Nach der Efch'Bill ist auch ein Gericht für Transportwesen vorgesehen. An dieses kann innerhalb 60 Tagen Tagen gegen die Entscheidung der Kommission appellirt werden. DaS Gericht kann Einhaltsbefehle erlassen und Strafen bis zu $5000 per Tag verhängen, um seinen Entscheidungen Nachdruck zu verleihen. AntiZigarettengesetz. Washington. 16. Jan. Das Oberbundesgericht hat das Anti-Ziga-rettengesetz Iowa'S für giltig erklärt, indem eS zwei Entscheidungen des dortigen StaatsobergerichteS bestätigte. H o h e S A l t e r. Milwaukee, 16. Jan. Katha rina Lubawa starb heute 107 Jahre alt. Sie hinterläßt 89 Nachkommen in 5 Generationen. Bankräuber. M a c o n , Ga., 16. Jan. Aon Lafayetie, Ala., wird gemeldet, daß Kassenfchranksprenger aus einer dortigen Bank $40.000 raubten. Bürger suchen die Umgegend nach den Räubern ab. Die Rauber drangen etwa um 2 Uhr in die Bank ein. Zwei Bürger wurden durch die Explosion geweckt und Nachforfchungen ergaben, daß ein Einbruch in die Bank verübt worden war. Beamte, unterstützt von zahlreichen Bürgern machten sich auf die Suche, aber bis 2 Uhr heute Mittag hatte man noch keine Spur. Die Polizei der Nachbarftüdte ist benachrichtigt worden.

Später: Die Bankbeamten erklären, daß die Räuber kein Geld erlangten, offenbar wurden sie frühzeitig verjagt. Entlassene Briefträger. Washington. 16. Jan. Generalpostmeister Wynne theilt heute in einem Briefe die Gründe mit warum Jameö C. Keller. Präsident d.-S VerbandeS der Briefträger und 3 Beamte des Verbandes der Landbriefträger ent lassen worden seien. Keller sei trotz Aufforderung nicht zum Dienste erschienen und die 3 Ande ren hätten eine anstößige politische Agi tation entwickelt und hätten ohne Urlaub ihre Posten verlaffen. Burton-Fall. Washington, 16. Januar. DaS Urtheil deS KreiSgerichtS vom östlichen Distrikte von Missouri wurde auf den Grund' hin umgestoßen, daß die Zahlungen au Burton in Washington gemacht wurden. Der Fall wurde zu einer neuen Verhandlung zurückverwiesen. Burton ist angeklagt, das Bundesgefetz verletzt zu haben, das eS für Senatoren und Repräsentanten zu einem Verbrechen macht, Geld für Vertretung von Ansprüchen gegen die Regierung anzunehmen. Burton soll nun für Vertreeung der Rialto Grain Co. von St. LoulS, die eine Ordre des PostDepartements wegen betrügerischer BeNutzung der Post hintertreiben wollte, Geld genommen haben, obgleich er schon als Senator gewählt war. Wahlbeamte bestraft. Denver, Colo., 16. Jan. Das StaatSobergericht verkündete heute sein Urtheil gegen 6 Beamte der Wahlen vom 8. November in Denver. GJuv W. Wheeler und Charles B. Reuve, Wahlrichter, wurden zu 6 resp. 3 Monaten Gefängniß bestraft, weil sie Republikanern nicht gestatteten, die RegiftrirungSbücher einzusehen und Personen erlaubten auf Registrirung von leeren Bauplätzen hin zu stimmen. Geo. W. Hubbard, Spezial-Kon stabler, erhielt 1 Monat Gefängniß, weil er Republikanern verweigerte, die Registrirungsbücher einzusehen. James Rowan und ChaS. Manford, Wahlrichter, erhielten je $25 Strafe, weil sie erlaubten, daß ein Mann stimmte, der von einem leeren Bauplatz aus registrirt hatte. AufderHeimreife. St. Louis, Mo., 16. Jan. Die ganze Bevölkerung des VisayaSDorfes auf der Ausstellung reifte heute mit zwei Extrazügen nach Seattle, Wafh., ab. Von dort wird sie mit dem Dampfer Minnesota" nach ihrer H:!math befördert. Die Reisenden wurden von M. R. Haley, dem früheren Direktor des Dorfes, seinem Assi genten I. F. Bromsield und einer Anzahl Regierungsbeamter begleitet. Mord und Selbstmord. Norfolk, Neb.. 16. Jan. Der 20-jährige Farmarbeiter Andrew Nel fon ermordete die löjährige Carrie Jacobszn und legte dann die Hand an'S eigene Leben. Die Ursache der That war Eifersucht. R o s s e a u. New I o r k, 16. Jan. Die Pozizei hofft, daß ihr Rosseau, der Attentäter, von Pbiladelphia ausgeliefert wird und daß eS ihr gelingen wird, denselben auf 10 Jahre unschädlich zu machen. Chef der Geheimpolizei McCluSky untersucht gegenwärtig ob nicht ein Zusammenhang zwischen Rosseau und dem spurlosen Verschwinden deS Dampfers Naronic" besteht, der im Februar 1903 mit 100 Mann an Bord von Liverpool nach New Jork abfuhr. Auffallend ist, daß faft Niemand Rosseau kennt; soweit ist sein Vorleben in vollständiges Dunkel gehüllt; auch ist nicht bekannt, woher er daS Geld für seine Reise u. f. w. hat. Späte Anklage. Springfield, Mo., 16. Jan. Dr. I. M. Wilkinson. ein wohlhaben. der Arzt, wurde heute hier auf die An klage hin verhaftet in ArkansaS in jenen stürmischen Tagen, die dem Bürgerkriege folgten, den Mann einer gewissen Frau Kate Rafferty getödtet zu haben. Dr. Wilkinson sagt, er habe kürzlich eine Botschaft erhalten, er kük).'e die Verfolgung vermeiden, wenn er $3000 zahle. ' - F ü r B u n d e S s e n a t. ülbany, N. I.. 16. Jan. Die Republikaner nominirten Ch'auncy M. Depev, die Demokraten Smith Weed von Clinton, für dm Bundessenat.

Stratzenbahn-Uttfall.

12 Personen verletzt. Pittöburg. Pa., 16. Jan. Ein Wagen der Mount WashingtonStraßenbahn entgleiste heute Morgen und rannte gegen einen Stahlpsosten. Zwölf Personen wurden verletzt, sechs davon mußten nach dm Hospitale gebracht werden; man hofft, alle wieder herstellen zu können. Carter alS BundeZsenator. Helena, Mont., 16. Jan. ThoS. H. Carter wurde heute mit 52 Stirn men zum Bundessenator gewählt. Schadenfeuer. - Aurora, Jll., 16. Jan. Der GeschäftStheil'von Leland,. Jll., 20 Meilen von hier, ist abgebrannt. Schaden $100,000. 58. Congreß. Senat. Washington, 16, Jan. Der Senat hatte zwar beschlossen, die Bill zu berathen, die den Bau einer Bahn durch Washington gestattet, aber diese mußte der Staatenbill weichen. Die Debatte der letzteren nahm drei Stunden in Anspruch. ES sprachen SimmonS und Hepburn; beide waren für den Ausschluß Arizona'S. H a u S. Im Hause wurde die Debatte über die Anklagen gegen Richter Swayne fortgesetzt. Die Erörterung der rechtlichen Punkte in denselben nahm geräume Zeit in Anspruch. Die Senatsresolution welche als Tag für Zählung des ElektoralvotumS den 8. geb. und als Ort die Repräsentantenhalle festsetzt, wurde angenommen. Sodann wurde eine Resolution angenommen, die Bestimmungen über das Sammeln weiterer statistischer An gaben über Baumwolle trifft. Zugentgleisung. 1 Todter nnd 13 Verletzte. W i ch i t a, KaS., 16. Jan. Der östlich gehende Schnellzug No. 116 der Topeka & Santa Fe Bahn entgleiste heute auf einer Curve zwei Meilen füdlich von Deroy. Der Expreßbote West von Newton wurde getödtet, 13 verletzt. Die Verletzten find : ChaS. Shafer, Oklahoma, City ; John Stevens, Neodesha, KansaS ; W. W. Morman. Ft. Worth, Tex., G. W. Phippen, Dover, Tenn. Neun andere Passagiere, meistenS aus KansaS, sind leicht verletzt. Der Expreßbote West sprang ab und wurde getödtet. Der Zug hatte eine Geschwindigkeit von 30 Meilen die Stunde als der Tender entgleiste und mit den vier folgenden Personenwagen den Damm hinabrollte. Danville, Jll., 16. Jan. Ein Passagierzug der Illinois CentralBahn entgleiste am Gray'S Bach. Lokomotivführer Vanloon und E. I. Lanzon ein Reifender wurden verletzt. Grubenvrand. 3 Mann todt, mehr eingeschlossen. Decatur, Jll., 16. Jan. In dem EselSstalle einer 600 Fuß tiefen Kohlengrube brach heute Feuer auS. Vergeblich wurde der Versuch gemacht dasselbe zu löschen. Emil Knorr, Aug. Zlagush und ChaS. Laschinky sind todt, ein Dutzend oder mehr Leute find durch das Feuer abgeschnitten, ihr Schicksal ist unbekannt. An der Mündung des Schachtes steht eine aufgeregte Menge, der eS unmöglich ist Hilfe zu bringen.Starker Gptinrisznus. Kommis Voyageur (eben in einem kleinen Städtchen angekommen, welches er noch nie besuchte, findet ein Pfennigstück): Holla, das ist ein günstiges Vorzeichen! Das Geld liegt also hier, sozusagen, auf d?r Straße." Von 1,000,000 Seeleut e n sterben 445 an Krebs; von ebensovielen Grubenarbeitern nur 122. An der Lungenschwind-sucht-gehen in Japan jedes Jahr durchschnittlich 130,000 Menschen zu Grunde. . Daslängstejetztlebende Thier ist der Rorqual-Wal, von dem zuweilen Exemplare von 100 Fuß Länge angetroffen werden. Der Kongofluß ist an manchen Stellen 25 Meilen breit, so daß Schisse an einander vorüberfahren können, ohne einander zu sehen.

Bon den Fleischtöpfen deutscher Soldaten. Die Preisangebote für den Bedarf sämmtlicher Truppe küchen und 'm zareite der Garnison Berlin für das erste Halbjahr 1905 sind eröffnet worden. Es sind - 303,110 Kilogramm Rind-, Kalb- und Hanm:lfle!sch und 290.365 Kilogramm Schweinefleisch, Speck un!d Wurst zu liefern. Dafür nerden von dem Höchsisordernen 702817 Mark und von dem Mindestfordernden 626.552 Mark gefordert. Das ergiebt die Differenz ron 76.26Mark. Es dür.'ic die :i?frauen intcres siren, bei dieser Gelegenheit zu ersahren, welche Anforderungen dieMilitärVerwaltung bezüglich der Qualität dczu liefernden .Fleisches stellt. Das Rindfleisch soll eine lebhast rothe Farbe haben und an den Lenden, den Vorder und Mittelrippen mit Fett durchwachsen (marmorirt) sein. Die Fleischfasern sollen fein und sastig sein. Beim Anfassen und Einschneiden soll das Flrisch eine gewisse Derbheit zeigen, den Fingereindrücten nachgeben, letztere jedoch bald wieder ausgleichen. soll den angenehmen Geruch frischen Fleisches haben. Das Fett soll weiß, weißgelb oder gelb, ziemlich fest und derb sein. Das Zwischengewcbe der einzelnen Muskeln soll weiß und mit Fett ausgefüllt sowie das Mark der Knochen steif und r'öthlichgelb sein. Das Hammel- (Schaf-)Fleisch soll fest, dicht, hellroth oder ziegelroth, fein gefasert, mit Fett weniger durchwachsen, jedoch mit einem sehr weißen und festen Talg umgeben fein. Das Knochenmark soll steif und röthlich sein. Das Fleisch darf keinen. Bockgeruch besitzen. Das Schweinefleisch soll rosenroth ooei weißlichgrau, mit Fett durchwachsen sein und e'nen derben, weißen Speck besitzen. Das Fleisch darf nicht grobfaserig, dukelroth oder zähe sein und darf keinen unangenehmen, stechenden Geruch und Geschmack besitzen. Das Kalbfleisch soll eine blaßrothe ode? weißlichgraue Farbe haben, nicht mit Fett durchwachsen, wohl aber damit umgeben sein, und den angenehmen Geruch frischen Fleisches haben. Das Fett muß eine weiße Farbe haben. Die Nieren müssen von Fett umgeben sein. Der Kaiser" der Sahara verlobt. Mie wir hören, hat sich der Kaiser der Sahara, Monsieur Lebauddy. vor einigen Tagen mit Miß Maud Berlley in London verlobt. Die Erkorene ist 24 Jahre alt, die einzige Tochter eines sehr reichen Schisfsmaklers sowie hh Nichte des früheren englischen Kolonialministers Chamberlain. Lebaudy hat die Dame während seines diesjährigen Herbstaufcnthaltes in Köln kennen gelernt. Die Hochzeit soll bestimmt imFebruar 1905 stattfinden. Durch diese Einh?irath in die cnglische Kolonialpolitik ist der Kaiser d:r Sahara der Verwirklichung seiner Staatszründung sicher näher gerückt. Wir wußten gleich, daß aus Chamberlain noch einmal recht Großes werdm würde. Jetzt ist er der Onkel einer Zünftigen Kaiserin geworden. Wir gratulieren allerseits.

Aus oem zeven aitcz Prinzen. Anläßlich des- TedeS des Prinzen Friedrich von Hohenzollern werden viele Züge aus dessen Leben mitgetheilt, die für die Liebenswürdigkeit des Verstorbenen sprechen. Ein ehemaliger Einjähriger des 2. Garde - Dragonerregiments, das der Prinz einst kommandierte, schreibt: Versucht ta eines Nachts, wie es ja öfters vorkommt, ein Dragoner, der seinen Uclaub überschritten hatte, in derSchleiermacherstraße die Kasernenmauer zu übersteigen. Aber alle seine Anstrengungen sittd vergeblich. Da hzJcn Schritte durch die einsame Straße; scheu duckt sich der Soldat zur Seite, aber, gottlob, es ist nur ein Civilist, iln ihn wendet sich der Neitersmann in seiner Noth: Sie, Civiliste, kommen Sie doch mal her, und helsen Sie mir über die Mauer!" Der Herr willigt lachend ein, legt auf Geheiß feine Hände zusammen, als helfe er einer Dame aufs Pferd, der Solöai tritl darauf und. schwingt sich auf die Mauer, um im nächsten Augenblick drüben im Dunklen zu verschwinren. Ungesehen gelangt er gleich darauf in seine'Stube und in sein Bett. Am nächsten Tage tritt auf Regimentsbeehl das ganze Regiment auf dem Kaernenhofe an. Niemand weiß, wesjalb. Da erscheint der Kommandeur und sagt: Es mir mitgetheilt word:n, daß heute Nacht zwischen 1 und 2 Uhr ein Dragoner in der Schleiermacherstraße über die Mauer gestiegen ist. Der Mann trete vor." Ein paar Augenblicke ist alles still, dann kommt, wenn auch zögernden Schrittes, der Uebelthäter aus dem Gliede hervor. Dtt Oberst läßt sich von ihm genauen Bericht erstatten, wie er es fertig gebracht hat, hinüberzukommen, und zum Gaudium des gesummten Regiments und der Straßenpassanten muß der Dragoner mit Unterstützung eines Kameraden noch einmal das Hindernis; überwinden. Dann fragt ihn d:r Kommandeur, ob er denCivilisten w!eder erkennen würde, und theilr auf verneinende Antwort dem auss höchste Erschreckten mit, daß er selbst. Prinz Friedrich von Hohenzollern. -der Her: in Civil gewesen sei. Eine Strafe erhielt der Soldat nicht, aber er hzt auch nie wieder seinen Urlaub übertreten. und an ihm hat sich mancher ein Beispiel genommen.

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