Indiana Tribüne, Volume 28, Number 122, Indianapolis, Marion County, 14 January 1905 — Page 3

Jndiana Tribüne, IS. Januar 1905

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Berlufte,

Welche Deutschland im Kampfe mit Cmgcborcnm in Südwcst-Afrika erlitt.

Die russische Flotte sammelt sich anscheinend östlich von Mkadagascar. Scharmützel bei Mulden. Dr. Paasches Erklärung. -Russische Note über chinesische Ncutralitätsverletzung.

Deutschland. Verluste in Afrika. Berlin, 13. Jan. Die Verluste der deutschen Truppen in SüdwestAfrika werden von bem FinanzComite deö Reichstages wie folgt angegeben: Gefallen und an Krankheiten gestorben 54 Offiziere und 752 Mann; verwundet 21 Osstziere und 154 Mann. C u x h a v e n. Berlin. 13. Jan. In Bezug auf die gestrige Mittheilung der Frankfurter Zeitung, daß die Hamburg-Amerika-Linie beabsichtige Cuxhaven aufzugeben, erklärt letztere: Wir beabstchtigen nicht, Cuzhaven ganz aufzugeben. Wir werden dort Passagiere landen und einschiffen, tote bisher." Andere Depeschen au5 Hamburg mel den, daß der Frachtverkehr nach Hambürg verlegt werden solle, da dies der Linie bequemer sei. I a n K u b e l i k. Berlin, 13. Jan. Der Violinvirtuose Jan Kubelik konzertirte gestern Abend in Berlin zum ersten Male seit vielen Jahren. Der äußere Erfolg war erheblich. Aber die Kritiker sagen, sein Vortrag zeige keine innerliche Belebung und geringe Empfindung. Erklärung P a a s ch e ' s. Berlin, 13. Jan. Dr. Paasche, der 2. Vice-Präsident des Reichstages bestreitet in Kreuznach die Bemerkung gemacht zu haben, in der zweiten Hälfte des Dezember hätten Deutschland und Großbritannien vor einem Kriege gestanden. Die angebliche Bemerkung hat bekanntlich großes Aussehen erregt. Paasche behauptet, er habe nur gesagt, die Gefahr eines ZusammenstoßeS zwischen Deutschland und Großbritannien liege in der beruflichen Eifersucht ihrer Seeleute und nicht in gegenseitiger Feindschaft. Grund der Verstimmung. Berlin, 13. Jan. Das Thema von den gespannten Beziehungen zwischen Deutschland und England will nicht mehr von der Tagesordnung herunterkommen, seitdem eS jüngst von dem nationalliberalen ReichstagSabgesrdneten Dr. Paasche in seiner mehrerwähnten indiskreten Kreuznacher Rede wieder angeschnitten worden ist. Gegenüber den offiziösen Dementis erklärt heute die Duisburger Zeitung" aus Grund angeblicher authentischer Information, daß infolge der HullerAffaire deS Bombardements von Roschdestwensky'S Geschwader auf britische Fischerboote, die deutschenglischen Beziehungen eine Zeitlang sehr getrübt gewesen seien, weil Deutschland, mit Frankreich vereint, gegen England'S ursprüngliche Absicht Front machte, die Reise deS russischen Ostfee-GeschwaderS bei Gibraltar zum Stillstand zu bringen. Bau der TschadseeBahn. Den Meldungen verschiedener Blätter zufolge, ist der Bau der großen Tschad-see-Eifenbahn, welcher schon lange auf dem Wunschzettel der deutschen Kolonialsreunde gestanden hat, an maßgebender Stelle nunmehr endgültig beschlossen worden. Zunächst soll etwa der vierte Theil der Gesammtftrecke in Angriff genommen werden. Für die gedeihliche Entwickelung deS deutsch-afrikanischen Schutzgebiets Kamerun in dessen Norden der TschadSee liegt, gilt der Bau der fraglichen Bahn allen Kennern der Verhältnisse als unerläßlich. Seitdem der Wett streit um die Beherrschung des Tschad SeeS durch die verschiedenen Verträge zwischen England, Deutschland und Frankreich dahin erledig ist, daß die Westseite des SeeS der englischen, die Südseite der deutschen und das Uebrige der französischen Interessensphäre zu getheilt ist, sind Engländer und Iran zosen rege an der Arbeit gewesen, ihren Einfluß zu befestigen, wozu der Bahn bau ein wesentliches Mittel ist, während in Deutschland ein gleiches Vorgehen immer an dem ungünstigen Stande der Reichssinanzen gescheitert ist.

Kommerzienraths-Titel entzogen. Großes Aufsehen erregt die aus dem iZürstenthum Lippe kommende Meldung, daß dem Vize-Präsidenten des dortigen Landtags Hoffmann, dem während der jüngsten Thronfolgewirren vielerwähnten Führer der Schaamburgischen Partei, der Kommerzien rathStitel entzogen worden ist. Näheres ist zur Zeit nicht bekannt. Kohlengräber. Streik. B e r l i n. 13. Jan. Der Kohlengräberstreikt dehnt sich aus. Offenbar haben die Führer die Kontrolle über die

Leute verloren.. ES sind jetzt in 90 Gruben 63,858 Arbeiter am Streik. Als gestern Streikbreche? in die Gruben der ConcordiaGesellschaft zu Oberhausen einfahren wollten, wurden sie von den Streikern davon verhindert und mißhandelt. Zu Horst kam es zwischen Streikern und Polizei zu einem heftigen Zusammenstoße, bei dem auf beiden Seiten Blut floß. Die Phoenix-Stahlfabrik ist in Folge des Streiks geschlossen.' Fürst v. L i p p eD e t m o l d. D e t m o l d, 13. Januar. Fürst Karl Alexander von Lippe-Detmold ist heute auf Schloß Gilgenburg bei Bay reuth einem Herzleiden erlegen. Er war im Jahre 1331 geboren. Japan. Prise. . Tokio, 13. Jan. Der japanische Panzerkreuzer Tokiwa" nahm am 11 Jan. in der japanischen See den britischen Dampfer Rofebey" weg, der mit Kohlen nachWladiwostock bestimmt war. Kavallerie. Gefechte. Tokio, 13. Jan. Feldmarschall Oyama meldet von Liao Fang: Am Mittwoch stieß um 10 Morgens eine Abtheilung, japanischer Kavallerie auf 4 russische Schwadronen westlich von TangmasaS und griff sie sofort an. Um 2.30 Uhr Nachmittag? wurden die Ruffen mit schweren Verlusten zurück, getrieben. Später wurden die Russen durch mehrere Schwadronen und 8 Geschütze verstärkt. Die Japaner lockten die Russen nach Liuerhpo und trieben sie dann wieder zurück. Mittwoch Nacht erreichte eine kleine Abtheilung russischer Kavallerie die Bahnlinie und riß die Geleise an verschiedenen Stellen auf. Der Verkehr wurde aber nur kurze Zeit gestört. Mittwoch Nachmittag griffen 2000 Mann russischer Kavallerie mit Artillerie Niutschwanq an und vertrieben die Japaner. Nachdem letztere Verstärkungen erhalten hatten, trieben sie die Russen zurück. Auch! bei Niuchiatum wurden die Russen zurückgetrieben. Türkei. Orden für Stösse! und Nogi. Konstantinopel, 13. Jan. Durch Kaiser Wilhelm'S Beispiel angeregt, hat der Sultan den Wunsch ausgedrückt, die Generäle Stössel' und Nogi zu deko'riren. Aus Wien verschwunden. Wien, 13. Jan. Wie gemeldet wird, ist der bekannte Bauunternehmer, Freiherr Robert v. Morpurgo, unter Hinterlassung einer Viertelmillion Kronen Schulden verschwunden. Afrika. Russisches Geschwader. Suez, 13. Jan. Das Geschwader Aomiral BotrowZky's segelte heute Morgen südlich; wie man annimmt, geht eS nach Jibutil, Somaliland. Für die Russen. Port LouiS. Insel Mauritius, 13. Jan. ES wird bestritten, daß japanische Kreuzer bei Cape Amboy gesehen wurden, doch geht das Gerücht. daß kürzlich ein Kriegsschiff an der Westküste von Mauritius austauchte. Ein Dampfer der MessageruS Mari timeS. der am 10. Dez. von Marseilles nach MadagaScar abfuhr, hat für das russtsche Geschwader 4500 Packete in Nosst Bai gelandet.

Der russische Hilfskreuzer Kuhon kam mit 510 Mann und 3 Geschützen in der Suaros Bai an. Frankreich. RussischeNote. Paris, 13. Jan. Die russische Note, welche China des NeutralitätSbrucheS beschuldigt, führt folgende Hauptpunkte an: Die Insel Miastao in der Straße von Petschili, gegenüber Port Arthur ist von den Japanern an dauernd als strategische Basis und Hasen für Torpedoboote benutzt worden, ohne daß China dies zu verhindern suchte. Die chinesische Armee an der Grenze hat Befehle von japanischen Ossizieren angenommen. ChinesischeFirmen haben andauaernd für die Japaner gearbeitet und sie mit Lebensmitteln, militärischen Ausrügungsgegenständen und allgemeinen Kriegsvorräthen versorgt. Die, Note ist sehr ausführlich und führt Klige darüber, daß China keine genügende Erklärung auf Beschwerden gegeben habe. Zum Schlüsse erklärt sie, Rußland fühle sich berechtigt bezüglich künftigen Mißbrauchs der Neutral!tät ganz nach Gutdünken iu handeln. Rußland. A e n d e r u n g e n i n der Verw a l t U N g. St. Petersburg, 13. Jan. Großfürst Sergius ist aus GesundheitSrücksichten deS GouverneurSamteS von Moskau enthoben worden, aber er wird das militärische Kommando daselbst behalten. Sein Amt wird vor läusig von Petersburg aus durch den Minister deS Innern verwaltet werden. Auch Fürst Galitzin ist als Gouuer. neur deS Kaukasus abberufen worden. Sein Nachfolger ist noch nicht ernannt. Budget. London, 13. Jan. Eine Zei-tungs-Depefche von Petersburg sagt: DaS Budget, welches heute -veröffentlicht wurde, enthält Ausgaben im Betrage von S997.317.123 für 1905 ohne Kriegskosten. Die Kriegskosten

von 1904' werden mit S310.500.000 abgegeben. Dänemark. Neues Ministerium. Kopenhagen, 13. Jan. DaS neue Ministerium fetzt sich wie folgt zufammen: v M. I. C. Christensen, Premier und Minister für Armee und Flotte; Graf Raben Levetzau, Minister für Auswärtiges; M. Alberti. Justizminister; M. Olehansen, Minister für Ackerbau; M. Envold Sorenfen, Unterrichtsminister; M. Svend HoegSbro, Minister für öffentliche Arbeiten; M. Signed Berg. Minister des Innern; M. Wilhelm Lassen, Finanzminister. Alberti, Han fen und Soerensen sowie Christensen gehörten dem zurückgetretenen Deunzer Ministerium an. Christensen ist der erste Zivilist, der das Portefeuille der Flotte hat. Eine Warnung. St. Pe tersbur'g, 14. Januar. Zugleich mit der Beschwerde über Verletzungen der chinesischen Neutralität hat Rußland die Mächte von der Ge fahr benachrichtigt, die aus der japani schen Agitation für alle ausländischen Interessen entsteht. Rußland sieht die Lage als sehr ernst an und glaubt, daß die Zeit für eine gemeinsame Aktion -der Mächte zum Schutze ihrer Interessen gekommen ist. Er glaubt, daß Japan sein Ver sprechen gebrochen hat, baS eS in Be ziehung zu Sekretär Hay's Note zu Anfang deS Krieges gab. Geht Japan auf dem eingeschlagenen Wege weiter. so wird Rußland sich der Verpflichtun gen in Beobachtung chinesischer Neu tralität enthoben fühlen und geeignete Maßregeln zu seinem Schutze ergreifen. Der gegenwärtigen Note gingen zwei andere Warnungen an die Mächte vor aus, eine im Oktober, die andere im November, von denen keine beachtet wurde." Sollte Gen. Aaor chinesische Truppen in BewegmJ setzen, so wird Ruß. land sich für berechtigt halten, den Liao Fluß zu überschreiten und in die neutrale Zone einzurücken. Rußland glaubt, datz die Lage ernst geworden ist durc den Anreiz, welchen der Fremdenhaß durch den Fall von Port Arthur erhielt. In diplomatischen Kreisen wird der Note beträchtliche Wichtigkeit beigemessen und man glaubt allgemein, daß sie daranf berechnet ist Sekretär Hay zu veranlassen Schritte zu ergreifen, um

in Verbindung mit anderen Mächten!

eine Ausdehnung des Operationsfeldes zu verhüten und China zu zwingen energisch gegen die Agitation im In nern deS Reiches einzuschreiten. China. ZweiRufsen verurtheilt. Shanghai. 13. Jan. Das Kriegsgericht im russischen Konsulat verurtheilte die beiden Matrosen vom Kreuzer Askold", die angeklagt waren, am 15. Dezember einen Chinesen ermordet zu haben, zu 4 Jahren Gefängniß mit Verlust aller bürgerlichen Ehrenrechte. Großbritannien. Chinesische Flotte. Liverpool, 13. Jan. Die Post" läßt sich melden, daß China beabsichtigt, nach dem russisch'japanischen Kriege eine mächtige Flotte zu schaffen. Sir Robert Hart, der Direktor der chinesischen Zölle, ist angewiesen, zu diesem Zwecke Gelder aufzubringen. Es wird erklärt, China wolle 20 Schlachtschiffe und Kreuzer anschaffen. Peru. Amerikanischer Besuch. Lima, 13 Jan. Contre-Admiral Goodrich, Commandeur des Pacisicge schwaders, das jetzt zu Callao liegt, hielt heute auf dem Flaggenschiff Chicago einen Empfang, zu dem 400 Einladungen ergangen waren. Admiral Goodrich's Rede, die er gestern bei dem Balle hielt, den Präst dent Perdo zu Ehren der amerikanischen Offiziere imPalaste gab, wurde herzlich aufgenommen. Belgien. Dementi. Brüffel, 13. Jan. Die Behörden des Congo-StaateS erklären den von der Berliner Täglichen Rundschau" gebrachte Nachricht von einem Aufruhr ant oberen Congo und der Ermordung von Missionaren für unbegründet. Sie erklären, die Gerüchte rührten von Krawallen zu Lueba her, wo Misstonare und Händler in Folge der Agitation der Priester bedroht wurden. 4000 Eisenbahnwagen. C o l u m b u S , O., 13. Januar. Die Panhandle Bahn hat bei der Cambria Steel Co. und der Standard Car Co. 4000 Stahlwagen bestellt, die im Februar und März dieses JahreS abgeliefert werden sollen; der Preis ist S4,500,000. I N d U S". New I o r k, 13. Jan.Nachdem vorläusig die Versuche, den JnduS" flott zu machen, aufgegeben wurde, hat man begonnen, die Zuckerladung in eine Barke umzuladen. Die LebenSrettungSmannfchast hat vom Dampfer nach der Küste ein Ret tungSseil gespannt, um im Falle eines Sturmes die Bemannung in Sicherheit bringen-zu können. Hirtenbrief. E incinnati, 13. Jan. In einem Hirtenbriefe an die Priester seiner Diözese spricht sich Erbischof Möller ge gen Picnics, FairS, Excursionen und Euchre-Partien aus, die von Kirchen gemeinden veranstaltet werden. Der Erzbifchof erläßt kein striktes Verbot, da befürchtet, hierdurch manchen Pastoren Schwierigkeiten zu bereiten. Absolut verboten werden Glücksräder und Automaten, sowie alle Picnics u. s. w. an Sonntagen. Schiffsnachrichten. New York: Breslau" von Bremen; Island" von Kopenhagen; Eu rope" nach Antwerpen. London: Cambrian" von Boston. Havre: La Champagne von NewJork. Hongkong: Empreß of China" nach Vancouver. Liverpool: Vkctorian" von New York. Genua: Romanic" nach Boston. zuxt Jungfrau o o n A nt ! p o l o. Eln großes religiöses Volksfest zur Verehrung der Wunder thätigen h:iligen Jungfrau von AntiPolo" fand vor Kurzem in Manila, Philippin, statt. Das Bild der v, r . c . r . i. v Jungfrau wuroe aus einer pracyivouet Barke nach Manila gebracht und bliel die Nacht über in der Kirche von Pasig. Die ganze Bevölkerung sang und betete; 40,000 Eingeborene begleiteten auf beiden Seiten des Flusses die Barke, der Hunderte von Booten folgten, spater wurde das Marienbild in der Käthedrale aufgestellt. Die Jungfrau von Antipolo ist die Beschützerin der Seeleute. ihr Bild wurde im Jahre 1626 von den Jesuiten aus Mexiko nach den Philippinen gebracht. '

Präsident fluchet. Der neue oberste Vrekuiivbeamte der Tchwei zer Eidgcuoffenschaft. Marc E. Ruchet, der für das Jahr 1905 zum Bundespräsidenten der Schweizer Eidgenossenschaft 'erwählt ward, erblickte 1863 in St. Saphorin im Kanton Waadt als Sohn eines' Lehrers das Licht der Welt. Er be-

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Marc E. Nuchrt. suchte das Gymnasium in Lausanne, studirte an der dortigen Nechtsfakultät, sowie an der Universität Heidelberg und fand als Rechtspraktikant in'dem berühmten Advokatenbureau von Louis Nuchonnet in Lausanne Aufnahme. Frühzeitig begann Nuchets politische Laufbahn. Schon im Jahre 1882 wählte der Wahlkreis Lausanne den jungen Nechtsanwalt in den Großen Rath; 1887 wurde er Präsident dieser Behörde, welche ihn noch im , gleichen Jahre in den Ständerath abordnete, dem er, mit einer Unterbrechung von zwei Jahren, 1894 bis 1896, bis zu seiner Wahl in den Bundesrath angehörte. Im Februar 1894 wurde Nuchet Mitglied des Staatsraths und 1898 Vorsitzender dieser Behörde, in welcher er die Abtheilung für Unterricht und Kultus leitete. Im Dezember 1899 in den Schweizerischen Bundesrath gewählt, übernahm Ruchet dort zuerst die Führung des Departements des Innern, die er bis Ende 1903 beibehielt. Im Dezember 1903 wurde Ruchet zum Vizepräsidenten für das Jahr 1904 erkoren, als welcher er mit Beginn des letztgenannten Jahres an Stelle des zum Bundespräsidenten gewählten Comtesse als Chef das Finanzund Zolldepartement übernahm. Das Wahrzeichen von Eraz. Interessante Bauten und Anlagen auf dem Echloßberge der Stadt. Graz, die fo malerisch an den Ufern der Mur gelegene Hauptstadt der grünen Steiermark, wird von dem imposanten Schloßberg überragt. Hier befand sich bis 1809 eine mächtige Festungsanlage, deren wohlerhaltene Ueberreste von wehrhaften Mauern, räftf kelWWM l?: iJL'L wr vy-f ' r.j! Der Uhrthurm auf dem Schloßberge. Basteien, Thürmen und Bäumen den Berg schmücken. Das eigenartigste dieser noch vorhandenen Baudenkmal des Schloßberges ist der Uhrthurm, den sich die Stadt Graz als Wahrzeichen erkoren hat. Ein eigenthümlich geformter, niedriger Bau ist dieser Thurm, der unterhalb seines spitz zulaufenden Giebels ringsum von einem geschlossenen, hölzernen Wehrgange umgeben ist. Eigenartig daran sind auch die auf den vier Seiten des Thurmes angebrachten riesig großen metallenen Zifferblätter des Uhrwerkes. Am Fuße dieses trotz seiner geringen Höhe durchaus nicht plump wirkenden Uhrthurmes prangen verschiedene, noch von den .einstigen Festungsbauten herrührende alte steinerne Wappen, darunter dasjenige der ehemaligen deutschen Könige, einen vielköpfigen Adl aufweisend, das vordem das Thor der Festung auf dem Schloßberge schmückte. In unmittelbarer Nähe des Uhrthunnes befindet sich ein weiterer interessanter, echteckige Form tragender Thurm, der tfne ungeheuer schwere Glocke, die fogenannte Lisl," beherbergt. Mit einem außerordentlich wohllautenden Klänge ausgestattet, läßt diese dreimal des Ta5es ihre Stimme ertönen. Ein unvergeßlich schöner Anblick ist eS, von dem Schloßberge, der mit parkähnlichen Anlagen versehen und durch eine elektrische Seil- und Zahnradbahn bequem zugänglich gemacht ist, hinunter auf das weit sich ausdehnende Hügelund waldumsäumte Graz zu schauen.

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