Indiana Tribüne, Volume 28, Number 121, Indianapolis, Marion County, 13 January 1905 — Page 6

Jndiana Tribune, 13 Januar 1905

6

-SSaram nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch den e

brauch eines ,-sri fwojvCi'i Garland Ofen... .... und .... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar sauikeit im Kohlen Verbrauche. Dieselbe werden mit Vergnüge gezeigt, in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. 00HmiHHHliH W. H. BURT0N, Rechtsanwalt.' lgrühn Konsul In TeutZchland.1 Deutscher Advokat und Notar. Praktizirt in allen Gerichtshöfen der Ver. Staaten. 13 State Lise Gebäude. ! Wie Perfeet as Nangc wird zum Kostenpreise verkauft, abgeliefert und aufgestellt ohne Unkosten. Der sparsamste Ofen für Kunstgas. Sprechen Sie vor und sehen Sie dieselben im Gebranch. THE HiDIAIlÄPÖLIS 8AS CO., 49 S. Pennsylvania Str. 1 "City CUblirt 1883, tarnt jederzeit Sngzgr. enU entgegen. Irgendwelche Orcheftn. Eteftf und irgend eine Anzahl von MusiZnv vird geliefert. Neue Ausstattung und neu, Uniformen. N. A. Niller, Director Henr, Spregpfeil, Geschäftsführer. 801 KentuSiz Avenue. Telephon Neu 4593. mWL COLLEGE OF L1USIG, 550 Nord Meridian Str. ....Schule jetzt eröffnet ... TsgSch2ler sosie auswärtige Schüler elche hier im College völlige Aufnahm, wchen, Unnen m jeder Zeit einttetm. Ei, nökerneS gut ausgerüstetes Institut, voll ßanoig in allen Abtheilungen deö Lernen! fix Stinkt der Musik und den verwandter chafc. Katalog frei. Edward Taylor, Direktor. Achtung Die besten. . . Jndiana Vituminous Kohlen $5.00 per Tonne Yeacoö Kohlen, u per Tonne Beste Kohlen für Kochöfen. Alle anderen Sorten für Furnace oder Heizöfen. Wir gehören kcht zn dcm Trust. Home Fuel Co. Steuer Phene 9291. AlteSPHone, Main 1150.

f iVr AÄM fttks jhyf?- v m f v. j tfl i . li. MSffe

V rXs2l

?

Europaische Nachrichten

Provinz Hannover. Hannover. Zum Landgerichtspräsidenten in Hannover ist Landgerichtspräsident Geheimer Oberjustizrath Friedberg in Altona ernannt. Gleichzeitig ist die Pensionirung des bisherigen Landgerichtspräsidenten Geh. Qberjustizraths Pleuh ausgesprochen. Mit seinem eigenenFuhrwerk überfahren und schwer verletzt wurde der Knecht Karl Kräger aus Everloh. Kräger hatte sich auf den mit Zuckerrüben beladenen Wagen gesetzt, beim Fahren ist der Wagen vermuthlich auf ein Hemmniß gestoßen und der Geschirrführer dabei vom Wagen geschleudert und überfahren worden. Beim Fahrstuhl verunglückt ist der Fahrstuhlführer Florian Stark, der im Hause Georgsiraße 43 zwei Stockwerke hinunter in den Fahrstuhlschacht stürzte. Stark erlitt einen Unterschenkelbruch. Alfeld. Ein Todtschlag scheint an dem ertrunken aufgefundenenBergmann Rossa verübt worden zu sein. Es ist ermittelt worden, daß Rossa mit einigen Personen in der Nacht vor Auffindung der Leiche in der Lewe ein Renkontre gehabt hat, auch soll eine Person bereits gestanden haben, den Rossa mit einem Beile geschlagen zu haben. E e l l e. Ueber das Vermögen des flüchtig gewordenen Pastors Kreusler ist Konkurs erklärt. Es sollen 20,000 bis 30,000 Mark Schulden vorhanden sein. Elbingerode. Erhängt aufgefunden wurde der aus dem Nachbarorte Rübeland gebürtige Briefträger Krug. Unter-Schonmattenwag. Ein 60jähriger Arbeiter Namens Joh. Jakob aus dem benachbarten Langenthal, der hier häufig , beschäftigt ist, übernachtete im Stalle des Wirthes und Schmiedes Martin dahier. Später bemerkte der Bruder des Wirthes im Hofe Brandgeruch. Als man ein Stallfenster von außen öffnete, kam ein dicker Qualm heraus. Man öffnete sofort mit Gewalt dieStallthür, konnte aber nur mit größter Vorsicht vordringen. Alsbald gewahrte man, daß zwei Kühe und ein Rind todt waren, und später fand man auch Jakob im hinteren Theile des Stalles todt auf glimmenden Strohgebünden, welche nun, da Luftzug entstand, lichterloh zu brennen anfingen. Das Gericht in WaldMichelbigch wurde sofort in Kenntniß gesetzt. HrovittZ Westferken. M ü n st e r. Der technische Leiter der hiesigen Zuckerfabrik, Kommerzienrath Schmidlin. ist bei einem Rundgang durch die Fabrik in eine mit Wasser gefüllte Grube gefallen und wurde nach einigen Stunden als Leiche herausgezogen. Altenbochum. Der betagteJnvalide Haumann hat den 21jährigen Stuckateur Sternhoff erstochen, bei dessen Mutter er zur Miethe wohnte. Haumann hat dem jungen Mann einen tiefen Messerstich in den Unterleib versetzt. Die That geschah um 1 Uhr Nachts. Das Motiv ist unbekannt. Dortmund. Der Stuckateur Georg Steinhoff fiel von einem Baugerüst in der Ofenstraße in dem Augenblicke, als ihm sein Kind das Mittagessen brachte. Der Verunglückte gab bald nachher seinen Geist auf. Gelsenkirchen. Beim Abwalzen eines Bleches schlug dem auf dem Blechwalzwerke Grillo, Funke & Co., Aktiengesellschaft, Schalke, be'chäftigten Walzmeister Eduard Chriliani ein Vlechstück gegen den Kopf. Ihristiani war sofort todt. Haßlinahausen. Der 20jährige Arbeiter Heiermann war mit dem Treiben eines Wasserstollens in den Felsen beschäftigt. Plötzlich ging ein Sprengschuß zu früh los. Heiermann erlitt durch schwere, gegen die Brust fliegende Felsstücke so schwere Verletzungen, daß der Tod kurz darauf eintrat. K a st r o p p. Das Wohnhaus der Wittwe Christoph Camen ist total niedergebrannt. Lippspringe. Nachdem vor Kurzem die Eheleute Mertens, Rummeni und Schmidt ihre goldeneHochzeit gefeiert haben, beging auch dasEhepaar Happe in völliger körperlicher und geistiger Frische dieses Fest. Siegen. Durch die Gase einer in Brand gerathenen Schlackenhalde des Sieghütter Eisenwerkes ist der Arbeiter Stößel von hier erstickt. Er hatte sich seit einiger Zeit obdachlos umhergetrieben und sich auf d:r Halde zum Schlafen niedergelegt. Vösperde. Sein 50jähriges Arbeiterjubiläum beging Wilh. Sommer. Außer verschiedenen Ehrungen undGeschenken wurde dem braven Arbeiter das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Zahl 50 überreicht. Kheinprovinz. Köln. Ein blutiges Drama spielte sich im Hause Pfeilstraße 19 ab. Die dort wohnende 38jährige Wittwe Therese Steinbach wurde von dem etwa 50jährigen Kellner Eduard Timmermann, der bei ihr eine MansardenWohnung inne hatte, in ihrem Schlafzimmer durch vier Revolverschüsse lebensgefährlich verletzt. Der Mörder flüchtete nach vollbrachter That in sein Mansardenzimmer und entleibte sich durcb einen Schuß in den Kopf. Die

Motive der That sind in nichterwiderter Liebe und in Eifersucht zu suchen. : Aachen. Im nahen Ensival hat ein Einwohner Namens Monat seine Frau und seine Schwägerin mit Äitriol begossen und anzuzünden versucht. Während beide Damen auf beiden Augen erblindeten, setzte der Mör der durch einen Schuß in den Kopf seinem Leben ein Ziel. Cronenberg. Kürzlich wurde dicht am Eisenbahnübergang am Croncnfeld, gegenüber Rüsche, die Leiche des etwa 30 Jahre alten SchmiedetagelöhnersGeorg Kierdorf vonSchwabHausen aufgefunden und in die hiesige Baracke gebracht. Die Leiche lag in unmittelbarer Nähe des Eisenbahngeleises, das er fast mit der Hand berührte, und hatte eine Wunde in der rechten Schläfengegend. Trotzdem ist es gänzlich ausgeschlossen, daß er vom Zuge überfahren worden ist. Es ist noch unaufgeklärt, wodurch der Tod des Mannes herbeigeführt worden ist. Düsseldorf. Der dreizehnjährige Schüler Althausen aus Ohligs ließ sich aus Gram über eine erlittene Züchtigung von einem Eisenbahnzuge überfahren und war sofort todt. Der Postassistent Roenke ist nach Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 6.000 Mark flüchtig geworden. Essen. Der Bergmann Konetzki im benachbarten Langendreer gestand, den Bergmann Maleska in Gemeinschaft mit dessen Frau, mit der in ein Verhältniß unterhielt, im August dieses Jahres ermordet zu haben. Das Mörderpaar wurde verhaftet. Koblenz. Der jüngst verstorbene Apotheker Dr. Bender hat verschiedene Vermächtnisse letztwillig ausgesetzt, so u. A. 10.000 Mark für die Armen der Stadt zur Beschaffung von Kohlen. Der Vinzenzverein und der Elisabethverein von Liebfrauen erhalten je 500 Mark, den gleiche Betrag das kath. Waisenhaus St. Barbara. Saarbrücken. Ein gewisser Mück aus Malstatt - Burbach, der z. Z. eine 15jährige Zuchthausstrafe in Ensisheim (Elsaß) verbüßt, wurde durch drei Gendarmen in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert. Er hat im Zuchthause eingestanden, den vor zwei Jahren auf der Saarlouiser Landstraße an der 18jährige?. Katharina Dell ausNiedersalbach verübten Raub- und Lustmord begangen zu haben. W i n d es h e i m. Der 72jährige Wilh. Brauch wurde von einem Fuhrwerk Lberfabren und sofort getödtet. Der Verunglückte rutschte vor dem Fuhrwerk aus und gerieth so unter die Räder. Provinz gbeficn-'glatfau. Kassel. Der Kaiser sandte dem Freiherm v. Gilsa, dem Intendanten des Kasseler Hoftheaters, zu seinem 50jährigen Dienstjubiläum ein warmes Glückwunschtelegramm und verlieh ihm den Stern zum Rothen Adlcrorden 2. Klasse. , Eine Deputation des Deutschen Bühnenvereins überreichte dem Jubilar eine Adresse, das Personal des Hoftheaters eine Kaiserbüste nach dem Begasschen Originale. Bahnhofssattler Gustav Weidner stand bei der Reparatur eines Waggons in der Bahnhofswerkstätte oben auf dem Waggon, als plötzlich mit solcher Wucht ein zweiter Waggon herangeschoben wurde, daß Weidner herunterstürzte und in den tiefen Reparaturschacht fiel, der sich zwischen den Geleisen befindet; dabei erlitt er so schwere Verletzungen, daß er bald darauf verschied. Frankfurt a. M. Dr. Dieterich, der Rektor der Petersschule, feierte sein 25jähriges Rektorjubiläum. Früher leitete er die alte Vornheimer Volksschule, Lersnerschule, seit 18 Jahren wirkt er als

Rektor der Petersschule. G lä s e r z e l l. Hier brach kürzlich Großfeuer aus. Wohnhaus. Stallung und Scheune des Hüttners David Volt wurden in Asche gelegt. Bei den Löscharbeiten, an denen sich die Wehren von Horas, Kämmerzell und Lüdermünd betheiligten, wurde der Feuerwehrmann Rosenfeld aus Gläserzell von einer einstürzenden Wand so schwer verletzt, daß seine sofortige Ueberführung in's hiesige Landkrankenhaus nothwendig wurde. H a n s a u. Der hier unlängst verstorbene Rentner K. Bierschenk hat an die Stadt ein Hypotheken- und Grundvermögen im Betrage von 265.000 Mark testamentarisch vermacht, aus'dessen Zinsen Stipendien an Studirende hiesiger Stadt vergeben werden sollen. H e r l e s h a u s e n. In der Nähe des Bahnhofs Wommen wollte der Vahnw'äter Langheld von hier einem :hm begegnenden Personenzug auswelchen. Er betrat daher das nächste Ge leise, wurde aber von dem Schnellzuge Eisenbach - Bebra erfaßt und sofort aetodtet. H'ocherhof. Hier begingen die M - ... Cyeleme yuyn, welche zusammen 170 enze zahlen, das Fest der diamante nen Hochzeit. Schwarzen born (Knüll). Der yicuge rieger- unv Ztameraden-Ver-ein feierte sein 25jähriges Bestehen. Aus Anlaß dieses Tages wurden dem CYl 1 A m . mm nerem ourcy den naxtx Faynenvander nebst- Nagel verliehen, welche durch den Vorsitzenden unseres Kreis-Krie-ger-Verbandes, Qandrath und Kammerherr v. Schweifen, dem Vere n m seinem Lokal (Seipel) überreicht wur den.

Nachtheilige Nedegewohnhe't.

Ein bekannter Rechtsanwalt sprach mit mehreren Kollegen über Redner und über die Art des Vortrages. Ich glaube," sagte er, daß bei vernllnftigen Leuten eine im Conversationston vorgetragene Rede ebenso große Wirkung übt. als wenn ein Stumpredner im Brustton der Ueberzeugung brüllt und mit Armen und Beinen in der Lust herumfuchtelt." Ganz meine Meinung," sagte ein Hörer. Ihre Bemerkung erinnert mich an eine junge Dame meiner Bekanntschaft, die zwei Bewerber hatte. Beide Männer waren annehmbar und hatten gleiche Chancen. Doch sagte das Gerücht, daß der Eine, ein Advo kat, mehr Aussicht auf Erfolg habe, da er seinen Fall besser vorzubringen wisse und sicher gewinnen werde. Doch Frau Fama war im Irrthum. Der Advokat wurde abgewiesen. Den Grund hat die junge Dame später meiner Frau verrathen: Harry war liebenswürdig und machte Eindruck auf mich. Aber John nicht weniger. Und er hatts Eins voraus: Wenn er etwas sagen wollte, dann brauchte er nicht jedesmal den Arm von meiner Taille zu entfernen." Lee? Thüre zu! Alle Auf- und Inschriften wörtlich zu nehmen, ist ein Fehler. Der Mann würde schwer angefahren, der in den Laden ging und sagte, er wolle seine zwei Mark haben. Draußen im Erker sei ein Schild: Betrachten Sie diesen Schirm für zwei Mark." Er habe den Schirm betrachtet und wolle jetzt feine zwei Mark. Auch die Dienstmagd hatte Unrecht, die dieser Tage in Zimmersroda von ihrer Herrschaft mit einem Packet zur Post geschickt wurde. Dort angekommen, erblickte sie an der Außenseite der zum Postschalier führenden Thüre die Worte: Thüre zu!" In der Meinung, die Thüre sei geschlössen, harrt d Mädchen auf den Augenblick, bis die Post, geöffnet wird. Schließlich jedoch wird ihr die Zeit zu lang, und kurz entschlossen schleppt sie das Packet wieder nach Hause. Auf die Frage ihrer Herrin, warum sie das Pack't wieder mitgebracht habe, antwartete das Mädchen treuherzig: Jo, ick kunnt doch das Packet nicht abgeben, wenn an der ThUresteht: Thüre zu!" Eine interessarrteSpisode auS Gödöllö. Auf der Jagd spricht der Kaiser von Oesterreich einen Treiber an. Wie heißt Du?" Andreas König, Majestät!" antwortete soldatisch m Habtachtstellung der Treiber. Warst Du Soldat?" Zu dienen, Majestät!" Und Du, wie heißt Du?" fragte Sr. Majestät, den neben ihm stehenden. Johann Kaiser, Majestät!" Nun" wendete der Kaiser sich zu seinem Gefolge: Das ist ja eine Monarchenbegegnung." Einen unfreiwilligen Sprung von der Williamsburger Brücke that der dort beschäftigte Arbeiter Charles Summerfield, und wohl nur dem Umstände, daß Summerfield früher einer Circusgesellschaft angehörte, hat er es zu verdauken, daß er wenigstens lebend der eisigen' Fluth entrissen wurde. Summerfield war in der Nähe des Williamsburger Thurmes auf einem Hängegerüst beschäftigt und befand sich bei dieser Arbeit in äußerst gefahrvoller Lage, da das Gerüst glatt befroren war, und zudem noch ein heftiger Wind wehte. Trotz der Warnung seiner Mitarbeiter setzte er seine Arbeit vorsichtig fort, bis er plötzlich ausglitt und in die Tiefe stürzte. Als früherer Akrobat zog Summerfield in bewundernswürdiger Geistesgegenwart bei dem jähen Sturze die Knie an und schützte dadurch die Brust, und schlug nach einem doppelten CircusSaltomortale auf die 135 Fuß tiefer gelegene Wasserfläche auf. Er verschwand in der eisigen Fluth. tauchte aber im nächsten Augenblick wieder auf und hatte noch Kraft, sich durch Schwimmen mehrere Minuten über Wasser zu halten. Auf die Hülferufe der auf der Brücke Befindlichen wurde der Kapitän des am Fuße der Süd 5, Str. am Pier liegenden Schleppers Fortuna" auf den mit den Wellen Ringenden aufmerksam; schleunigst eilte er ihm zu Hülfe. Immerhin jedoch währte es mehrere Minuten, bis der Schlepper unter Volldampf den Ertrinkenden erreichte. 'Es war aber auch die höchste Zeit, denn Summerfield war durch die Kälte so erschöpft, daß er sich - nicht mehr über Wasser halten konnte. Er war kaum noch im Stande, das ihm vom Schlepper $z geworfene Tau zu ersassen, und wurde dann mittelst Bootshaken an Bord gehoben. Man brachte den mittlerweile besinnungslos Gewordenen in den Mafchmenraum, wo sofort Belebungsversuche angestellt wurden, aber erst, als eine Ambulanz den Verun glückten nach dem Hospital gebracht halte, kam er zu sich. Unverfroren. Nachbarin: Also Montag haben Sie wieder Fest lichkeit; an diesem Tage wollen wir auch eine kleine Geburtstagsfeier deranstalten! Hausfrau ' (erschreckt): Um Gottes willen, das geht aber doch nrcht wir haben ja Ihre Glaser no thig!"

-:-:-i:-:-::-!-!-z--! I n l K--H-H-KX-:K Wahnsinniger erwürgt einen andern. Im StaatsIrrenhaus zu Lincoln, Neb., wurde ein Patient Namens S. W. McCarthy von einem anderen Wahnsinnigen Namens Dr. Olaf Ancora, erwürgt. Beide befanden sich in der Abtheilung für Tobsüchtige und man hatte sie nur ewige Minuten ohne Aufsicht gelassen. Kühnes Wagniß. Infolge einer dummen Wette versuchte der 14mhrige Wlllle Frank m St. Louis, Mo., vom De Forest Park-Thurm auf dem Weltausstellungsplatz, 330 Fuß über der Erde, hinabzurollen. 'Sein Wagniß. 1 :3 für ihn sicherlich den Tod bedeutet haben wurde, kam aber glucklicherweise nicht ganz zur Ausführung, da er 30 Fuß unterhalb der Thurmspitze in ein Sicherheitsventil fiel und dort lieaen blieb. V e r h ä n g n i ß v o l l e r Irrt h u m. Infolge einer Gasolinexplosion in feiner Wohnung nahe Guymon, Okla.. erlitt Wilhelm Schultz tödtliche Brandwunden und seine Frau und drei Kmder sind todt. Die Familie kam vor Kurzem von Deutschland und erwarb eine Heimstätte in Beaver County. Sie konnten nicht Englisch sprechen. Der Mann ging nach dem Laden, um Petroleum zu holen und da er sich nicht ausdrücken konnte, mächte er Zeichen, die der Kaufmann als Gasolin" verstand. Frau Schultz hielt am Abend die brennende Lampe, während ihr Mann das Gasolin einfüllte, worauf eine furchtbare Exploston erfolgte. Der Bär ist los!" Eine ungeheure Verwirrung richtete letzthin im Retailgeschäftsviertel in Cincinnati, O., ein Bär an, welcher zum Verkauf dorthin gebracht worden war, sich der Gefangenschaft aber entzogen hatte und frei umherlief. Meister Petz sprang, als er aus einem Käfig genommen werden sollte, mit einem mächtigen Satz vom Wagen und begab sich unter das Publikum, welches in großen Schaaren seine Weihnachtskäufe besorgte, und Alles stob auseinander. Der Bär verfolgte seinen Weg etwa über fünf Blocks weit, wurde aber schließlich in eine Alley getrieben und dadurch wehrlos gemacht, daß ihm ein farbiger Ringkämpfe? einen Sack über den Kopf warf. Herzschlag aus Herzensg ü t e. Infolge eines Herzschlags stürzte Giovanni Lombardi von New Haven, Conn., Herausgeber der italienischen Zeitung Jl Corricr del Connecticut," im Hause von Frank Partigliani in Milford, Conn., todt zu Boden. Vor ein paar Jahren hatte Partigliani nach dem Tode seiner Frau feine Tochter, ein junges Mädchen, seinem Freunde Lombardi zur Pflege anvertraut. Vor Kurzem hatte Partigliani wieder geheirathet und hatte seine Tochter, die in Lombardis Wohnung ein zweites Elternhaus gefunden, wieder zu sich genommen. Jüngst war nun Lombardi zu Partigliani gekommen, um ihn zu bitten, er möge ihm doch wieder das Kind überlassen. Während er seine Bitte vortrug, wurde er vom Herzschlag ereilt. Unmenschlicher Vater. Als kürzlich der in Willerton, Minn., ansässige Henry Shoreby mit seiner Frau und seinem Baby in einem Wagen nach Hause fuhr, wurde er von einem Rudel Wölfe verfolgt. Da die Thiere immer näher kamen, warf ihnen Shoreby sein Kind buchstäblich in den Rachen. Frau Shoreby wollte vom Wagen springen und das Kind retten, wurde aber von ihrem Manne zurückgehalten. Die Wölfe zerrissen das Kind vor den Augen der entsetzten Mutter, während Shoreby mit dem einen Arm seine Frau festhielt und mit der anderen Hand seine Pferde zu immer rascherem Gange antrieb. Shoreby sah das Entsetzliche seiner That erst ein, als er fein Heim erreicht hatte. Seine Frau eilte auf dem Wege zurück, gefolgt von ihren anderen Kindern; ihre Hilferufe brachten einen Nachbar herbei, der zu seinem Entsetzen fand, daß die Frau irrsinnig geworden; er hielt sie zurück und die Kinder erzählten ihm, was der Vater gethan habe. Als die Holzfäller der Nachbarschaft Shoreby suchten, war dieser verschwunden. Aus Todesgefahr gerettet. Eine schreckliche Stunde unsagbarer Angst verbrachten die beiden italienischen Krabbenfischer Antonio und Michael Crovello in San Francisco, Kal. Die beiden Fischer waren vor Tagesanbruch in die See hinausgefahren, um ihre Netze in der Nähe des Cliff House auszuwerfen, als unweit Black Point ihnen ein heftiger Windstoß m die Segel fuhr und das Boot umwarf. Ihre Lage war eine entsetzliche. Mit dem halben Körper im eisigen Wasser hängend und sich in Todesangst an dem schlüpfrigen Boden ihres gekenterten Fahrzeuges haltend, verbrachten sie eine schreckliche Stunde, bis sie unweit Black Point von der Wache des Bundes-Dampfers Golden Gate" ge sehen wurden, worauf der Dampfer mit vollem Dampf auf sie zufuhr und sie aus ihrer verzweifelten Lage rettete. Als man die beiden Brüder auf den Dampfer brachte, sanken sie ohnmächtig zusammen, erholten sich aber spater wieder, nachdem man ihnen Whisky eingeflößt hatte. Ihre Beine, die eine Stunde lang im Wasser gehangen hat ten, waren vollständig erstarrt.'

v Nd

EZnDampfer-UnfcNl, der leicht schwere Folgen hätte haben können, hat sich in Paris ereignet. In der Nähe der Notre Dame - Brücke stießen zwei dichtbesetzte Seinedampfer

zusammen, die den Verkehr zwischen der Vorstadt Auteml und der inneren Stadt vermitteln. Es entstand eine furchtbare Panik unter den Reisenden, doch konnten alle gerettet werden. Sieben Personen haben Verletzungen erlitten. Beide Dampfer sind gesunken. Weaen Weinfälschuna wurde der frühere Weinhändler, jetzige Privatier und Oberleutnant a. D. Freiherr von Lengerke aus Wiesbaden von der Strafkammer in Mainz zu zwei Wochen Gefängniß und 500 Mk. Geldstrafe verurtheilt. Der Anqeklagte ist weiteren Kreisen dadurch bekannt geworden, daß er seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert in Erbes-Vüdesheim, gelegentlich eines Streites mit dem Revolver niederschoß. NachlanaemSuchenhat man auf einer Farm in Devonshire, England, einen großen Monolithen gefunden, der von den Jahrhunderten gemodelt, von der Zeit gefärbt und von Menschenhand unberührt ist," so wie Lady Stanley ihn als Grabstein für das Grab ihres Mannes, Sir Henry Stanley gewünscht hatte. Der Mono--litb ist 12 Fuß lang, 4 Fuß breit und 2 Fuß 6 Zoll dick. Da er sechs Ton- . , i -. r. . r . - nen wiegr, -oaile es groiLe sazwierigketten gemacht, ihn auf den stillen Dorffriedhof Pirbright in Surrey zu befördern. Der Stein trägt außer dem Namen Stanley's nur die Worte Bula Matari" (der Felsbrecher), ein Titel, den Stanley im Innern Afrika's trug. Ein gefährliches Zusammentreffen mit Vogelstellern hatte der Förster Bein im Spandauer Stadtwalde. Es waren in früher Morgenstunde drei Männer in die Forst gekommen, welche sich verdächtig machten. Der Förster V. folgte ihren Spuren und beobachtete sie beim Fang von Sinavöaeln. Darauf trat er ihnen entgegen und erklärte sie für seine Arrestanten. Sofort ergriffen sie nun alle drei die Flucht, verfolgt von dem Förster, der hinter ihnen einen Schuß in die Luft abfeuerte. Es gelang ihm, einen der Vogelsteller zu fassen. Mit diesem hatte er aber einen Kampf auf Leben und Tod zu bestehen. Der Festgenommene setzte sich mit aller Kraft zur Wehr und suchte dem Förster das Gewehr zu entreißen, wobei es zwischen ihnen zu einem längeren verzweifelten Ringen kam; schließlich gelang es aber dem Förster, den Widerstand des Vogelstellers zu brechen. Beim Kampf mit dem Förster hatte er eine Kopswunde durch einen Schlag mit dem GeWehrkolben erhalten. Der Verhaftete heißt Griechtha und ist inBerlin wohnhaft. Er ist als Uniersuchungsgefangener dem Amtsgericht in Spandau zugeführt worden. Der einst gefeierte p o tonische Tenorist Mierzwinski hat neben seiner Stimme auch sein ganzes Vermögen eingebüßt. Um letzteres brachte ihn feine Leidenschaft für das Roulettespiel, welches er jahraus, jahrein in Monte Carlo betrieb. Schließlich zerrüttete ihn das Hazardspiel auch geistig. Einer seiner Freunde entdeckte ihn in Paris in höchst trauriger Verfassung. Auf alle Fragen, die-der Jugendgenosse an ihn richtete, antwortete der Sänger: Ich versichere dir, daß ich eben daran bin, die mathematische Combination festzustellen, mittels deren man beim Roulettespiel stets gewinnen muß." Alle Bemühungen, ihn von diesem Thema abzubringen, waren vergeblich. Der Bedauerns-, werthe zeigte seinem Gaste einen mit. grünem Tuch bedeckten Tisch, welchen er in Felder eingetheilt hatte, und ließ seine Kugel rollen. Ganze Tage verbringt er in dieser Weise, wobei er die Ergebnisse des Spiels sorgfältig aufzeichnet und dann stundenlang Rechnungen durchführt. Als der Freund Abschied nahm, bemerkte M.: Sobald mein System ganz ausgebaut ist, telegraphire ich dir, und wir reisen zusammen nach Monte Carlo." Ueber Frauenduelle schreibt man aus Paris: Seitdem die hiesigen Militäraufregungen den Streit der Parteien wild entfesselt haben, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Duelle mit viel Aufmerksamkeit aber selten mit Beforgniß verfolgt werden. Ein Duell ist in Frankreich nichts Gefährliches; es ist gar nicht darauf berechnet, einen tödtlichen Ausgang zu nehmen, und die Angehörigen sind auch immer über das Schicksal der Kampfenden völlig beruhigt. Um so mehr Aufsehen erregte kürzlich hier die Erzählung von zwei Amerikanerinnen, die sich duellirt hatten, und zwar so ausgiebig, daß eine von ihnen gefallen war. Frau Richards und Frau Demers, die sich schon seit langer Zeit anfeindeten, hatten einen besonders heftigen Streit, bei dessen Ende sie sich entschlossen, die Sache im Duell auszugleichen. In einer der abgelegenen Straßen der Stadt Cheyenne trafen sie mit ihren Zeuginnen zusammen, und nachdem einige Kugeln gewechselt worden waren, fiel Frau Demers, tödtlich verwundet. Sie erlag ihrer Verletzung einigeSiunden später. Hier in Paris wird das von vielen sehr anerkennenswerth gefunden, die anderen aber zucken nur die Achseln und machen den Vorschlag, die Ueberlebende als wahnsinnig unter Aufsicht zu stellen.