Indiana Tribüne, Volume 28, Number 121, Indianapolis, Marion County, 13 January 1905 — Page 1

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Hält die Tasche zu. D:e ArbeitZ.Behörde hat die mm wartete Gestaltung in Sachen Straßen und Trottoir-Anlage" deö Eigen thums der Bundesregierung in der Ohio Straße, dem Stadtanwalt War rum übergeben. Das Schatzdeparte rnent zu Washington lehnte eö nämlich ab, eine Steuer in Höhe von $2983 32 hierfür zu zahlen, da nach dem Gesetz jegliches Regierungseigenthum im&er steuerbar sei. Dies wurde von der Ar. beitsbehörde begritten, da das betref sende Statut im Jahre 1903 bereits wiederrufen worden sei. Noch nicht zur Anstalt zurückgekehrt. Die bereits am Mittwoch, als im Hause ihrer Eltern aufgetauchte, ge meldete Margaret ForbeS, ist soweit noch nicht zur Industrieschule für Frauen und Mädchen zurückgekehrt und die Suche nach dem Mädchen wurde daher fortgesetzt. Die Polizei hat eine vollständige Beschreibung des Müd chenZ, trctzdem ist es soweit nicht ge lungen, irgendwelche AnhaltSpunkte zu finden. Die Beamten deS ReformatoriumS untersuchen die Sache unabhängig von der Polizei und sie beabsichtigen heute das Elternhaus des Mädchens zu besuchen. C- S. & D. Eisenbahn-Gesellschaft Auf $5000 Schadenersatz verklagt. Charles FairchildS strengte gestern eine ESadenersaKilaae in Sode von $5000 gegen die Cincinnati, Hamilton & Dayton Eisenbahn . Gesellschaft an. Er gab an, in der Nacht vom 15. Nov. letzten Jahres an der EisenbahnKreu zung an der Arlington Str. mit seinem Fuße in einer Weiche stecken geblieben und bei dieser Gelegenheit von einer Rangirlokomotive angefahren worden zu sein. Sem Fuß sei damals schwer verletzt worden. Eine neue Schadenersatzklage Ist . gegen die Indianapolis Traction und Terminal Company eingereicht worden. Frau Rosa L. Haugh hat gegen die Indianapolis Traction und Terminal Company eine Schadenersatzklage von 5000 Dollars eingereicht, da sie infolge Versehens dieser Gesellschaft an der Ecke der 21. und Illinois Straßen beim Verlassen des StraßenbahnwagenS zu Fall gekommen und sich ver letzt haben will. Der Conducteur des Wagens Ralph Morgan und der Mo tormann Harrison Gamble werden durch die Klageschrift ebenfalls mitver klagt. F euer. Ein großes Automobil, Eigenthum deS Dr. R. F. Bigger, 63 Woodruff Place, gerieth gestern durch einen Fun ken der zum Zünden gebrauchten Bat texte in Brand und daS Vordertheil des großen Geführtes wurde durch Feuer zum Betrage von etwa S200 beschädigt. DaS Feuerdepartement wurde zur Un terdrückung der Flammen herbeige, rufen. Personal-Notizzn. Fräulein Marie C. Walker von KansaS City weilt zum Besuche bei Frau George Knockle, 1629 Central Ave. Herr AlbertEßmann, wel cher hier unter dem Bühnennamen Harry Thompson im Grand Opern HauS auftritt, stattete uns gestern einen liebenswürdigen Besuch ab. Herr Eßmann, srüher bei der Deutschen Bühne, trat schließlich zur englischen über, und ist jetzt allgemein als der Bürgermeister der Bowery" bekannt. Herr Eßmann ist Mitglied deS Brook, lyner Turnvereins E. D. und war am Montag bei dem CommerS der Gast des Socialen Turnvereins.

GroßcrHcitcrkcits-Ersolg

der Vorstellung Ekn Blitzmäd'l". Frau Szwirschina durch eine spontane Datiern vom Publikum begrüßt. Frl. Nossi gewinnt die Gunst des Publikums. Ein gut besuchtes Haus und eine genußreiche Vorstellung, das dürfte in Kürze den Bericht über die gestrige Vor stellung bilden. Aber das Publikum möchte jedenfalls mehr darüber hören und nochmals die amüsanten Episoden der wirklich guten Vorstellung durch. leben. Da muß wohl zuerst der Persönlich keit der quecksilbrigen Soubrette Früu lein Hansi Rossi Erwähnung gethan werden. Mit uns freuten sich ersichtlich sämmtliche Anwesende die Bekannt schast dieser neuen und werthvollen Acquisition deS Cincinnatier Ensemble kennen gelernt zu haben. Frl. Rofsi hat alle Eigenschaften einer tüchtigen Possen-Soubrette. Sie tanzt vorzüglich und hat Stimme und wenn sie. der letzteren durch Reformkleidung dieselbe Bewegungsfreiheit wie ihren graziösen Füßchen geben würde, so glauben wir bestimmt, daß auch ihre Stimme recht schmeichelhaft beurtheilt werden könnte. Wir freuen uns sie gehört zu haben und waren entzückt sie tanzen gesehen zu haben. Herr Direktor Schmid überraschte geradezu durch sein vielseitiges Talent, welches wir gestern Abend zuerst in so ausgedehntem Maße bewundern zu kön nen Gelegenheit hatten. In der Rolle deS Franzosen gab er ein kleines Ca. binetstückchen. das besonders denen gegenüber, die ihn aus früheren Rollen kannten, überraschend wirken mußte. ES war eine geniale Leistung, welche die enthusiastisch ausgedrückte Bewunderung deSPublikumS vollauf verdiente. Frau Marie Szwirschina wurde bei ihrem Erscheinen so warm begrüßt. daß man ersehen konnte, einen wie warmen Platz sie in den Herzen der Jndianapoliser sich erobert hat. Sie spielte die Rolle der würdigen Profes. sorSgattin so gemüthvoll und wahr, daß man ihr in der wirklich schönen Studentenscene die ersten Lorbeeren zusprechen muß.. Auch Herr Heinrich 'Löwenfeld wußtr aus der Rolle des sächsischen Professors daS Möglichste zu machen. Den Humor, der in der Rolle liegt, wußte er mit innigem Pathos zu verflechten, sein Zusammenspiel mit Frau Szwirschina war künstlerisch abgerundet. Zu unserem Bedauern vernehmen wir daher, daß der so sehr beliebte Komiker Herr Heinrich Löwenfeld am Schlüsse der diesjährigen Saison aus dem Ensemble deS Cincinnatier deut scheu Theaters auszutreten und nach Deutschland zurückzukehren gedenkt. Wir verleihen der Hoffnung Ausdruck, daß es dem Director Herrn Ernst Otto Schmid gelingen wird, Herrn Löwen feld umzustimmen und er mit seinem vorzüglichen Ensemble eine äußerst schätzenswerthe Kraft zu erhalten. Frl. Lola Vely mit dem scheenen rainen Deifch wurde ihrer Rolle durch aus gerecht. Auch sie erschien zum ersten Mal in Indianapolis. Wir hoffen, sie recht bald wieder zu sehen. Helene Burger war als Stubenmäd chen ganz vortrefflich, sie machte das denkbar Beste aus der eigentlich kleinen Rolle und ein erklecklicher Theil des Beifallsder Scene in der sie auftrat, kam wohl auf ihre Rechnung. ElemenS Bauer war das Bild der erdter Dämlichkeit in der Rolle des Casimir Wasserkopf, wie es die Figur verlangte. ES ist ihm hoch anzurech nen, daß er kein Zerrbild aus derselben machte, sondern genau die Grenze inne zuhalten wußte, die der künstlerische Geschmack gebot.

Herr Hamböck war als BruderzUngar sehr ergötzlich und erhielt häusigen, wohlverdienten Beifall. Herr Jose Tanner wußte den alten verlebten Geck Gras Sternberg vor' trefflich wiederzugeben und die Frl. Lucka und Ella Schmalz sowie die Her ren Oscar Hahn, Carl Fischer und die Dilettanten, welche liebenswürdiger Weise mitwirkten, thaten daS Ihrige um die Vorstellung zu ein?? abgerundeten zu machen. Der Bericht wäre nicht vollständig, wenn wir nicht dem Orchester und dem Dirigenten Herrn Reinhold Miller, welcher nach nur einer Probe die treff liche Begleitung lieferte, hoheS Lob zollten.

Neger schlagt veiken Mann zu Boden. Durch einen fürchterlichen Faustschlag n's Gesicht wurde gestern der in Keach's Commissionshaus angestellte Weiße Carney Kirk von dem Neger Ernst Motley zu Boden gestreckt und so schwer verletzt, daß er seinen erhaltenen Ver letzungen erliegen mag. Ueber den Vorfall verlautet, daß Beide in dem Commissions Geschäfte arbeiteten und daß Kirk dem Farbigen einen Auftrag erlyeme uno tun mit . mit dem Namen Snowball", Schneeball belegte. Ohne ein Wort zu erwidern, drehte sich Motley, ein großer starker Neger, um und versetzte dem nichtsahnenden Kirk einen derartigen Schlag, daß derselbe betäubt zu Boden sank. Motley wurde verhastet und die Anklage des thätlichen Angriffes wurde gegen ihn erhoben. Eine gefährliche Laufbahn. Nellie Roberts, eine Insassin des Hauseö 22 Süd Senate Ave., wurde heute srüh, indem ihre Kleider Feuer singen, schwer, wenn nicht tödtlich verbrannt. Wie verlautet, war die Verbrannte mit ihrem Liebhaber, der bei Ankunft der Polizei nicht mehr im Haufe war, im Hinterzimmer des Hauses gewesen und wle sie angiebt, waren ihre Kleider durch eine Cigarette, welche sie fallen ließ, in Brand gerathen. Der bunte Plunder brannte lichterloh und sofort war fit von Kopf bis zu den Füßen in Flammen gehüllt. Beim Versuche sie zu retten, trugen noch meh rere der Jnsasien Brandwunden davon' Fast alle derselben waren mehr oder weniger unter dem Einflüsse geistiger Getränke, so daß den für den Lieb. Haber, der verschiedentlich das Leben den Verunglückten bedroht haben soll, recht ungünstigen Erzählungen, wohl vorläufig nicht recht Werth beizumessen ist. Herr ChruS Snlzberger Wird heute Abend vor der jüdischen Gemeinde sprechen. In der Synagoge der United He brew Congregation" an der Madison Ave. und Union Str. wird heute Abend um 8 Uhr Herr CyruS Sulzberger, der Präsident der Jewifh Agricultural Affociation" und einer der hervor ragendsten Führer der jüdischen Ge meinde rn'Re York, vor den Jsraeliten unserer Stadt eine längere Ansprache halten. Der reiche New Yorker Geschäfts, mann wird in seinem Vortrage vor nehmlich die JudenEinwanderung be handeln. Er wird sich fernerhin gegen allzu scharfe Maßnahmen zur Verhinderung der Einwanderung aussprechen, aber ebenso auch gegen die Bildung von Colonien seitens der Einwanderer in größeren Städten. Am Schlüsse seiner Ausführungen wird der bekannte Zionisten Führer zu Gunsten der Rückkehr der verfolgten und ost gänzlich verkannten Juden nach Palästina plaidlren. 7 Der Lahrer Hinkende Vote Kalender für 1905 ist durch unsere Ofstce zu be ziehen.

Freisprechendes Urtheil

Geben die Geschworenen zu Gunsten des Polizisten Lee ab. Die Jury in Richter Carter's Sitz, ungösaal, welche Über eine Schaden ersatzklage in Höhe von $5000 in Sachen Pahton Blackmell gegen den Patrolman Ben Lee zu verhandeln hatte, entschied sich zu Gunsten des Letzteren. Blackwell behauptete, daß seine 17 jährige Tochter Sadie von Lee, in die Weinstube von AutlerS Saloon gelockt und hierdurch ihr moralischer Ruin herbeigeführt worden sei. In Folge des mangelhaften BeWeismaterials konnten jedoch die in der Klageschrift gestellten Behauptungerr nicht aufrecht erhalten werden und die Geschworenen erkannten auf ein sür den Polizisten freisprechendes Urtheil. Schwere Anklagen. DeS Einbruches und des Großdieb stahles angeklagt, wurde gestern Nach mittag Adolph C. Meyer, ein Ange Yellter der Budd Engros Geflügel. Handlung, verhaftet. 3 Fäffer Butter, im Werthe von etwa S125 wurden aus dem Laaer räum der Pearleß Poultry Co. gestoh' len und die mit der Verfolgung deS Falles betrauten Radlerpolizisten fan den dieselben in GuS. Sogomeyer's Geschäft, 1331 Süd Meridian Str., vor, wo wo Meyer dieselben angeblich abliefern ließ. Mey:rs behauptet, un schuldig zu sein. Schadenersatzklage von $5000 Gegen die Stadt von Frau M. R. Crans angestrengt. 'Frau Marg. R. CranS, eine ältere Frau, siel in ein auf dem Fahrwege der Orange Ave. befindliches Loch und zog sich hierdurch schwere Verletzungen am rechten Beine zu. Sie strengte gegen die Stadt eine Schadenersatzklage in Höhe von $5000 an, welche gestern vor Richter Leather verhandelt wurde. Der Vorfall trug sich in der Nacht zum 1. September 1896 zu, als Herr und Frau CranS sich zur Kirche begeben wollten. Starb nach langem Leiden. Thomas Tanner, der vor fast 4 Mo naten von einem Pferde geschlagen wurde und der seither im Hospitale lei dend darniederlag, starb gestern srüh im Hospitale. Tanner stand seiner Zeit im Begriffe einPferd anzuschirren, als ihn dasselbe plötzlich schlug und ihm die rechte Hüfte brach und andere schwere Quetschungen zufügte. Tanner wird vom Hause seines in Jrvington wohnenden Stief-BruderS, Alonzo Wilfon aus beerdigt werden. Silbernes Pflaster Für durch Hundebiß entstellte Nase verlangt. Im Kreisgerichte nahm gestern die Schadenersatzklage von 5000 Dollars von Frau Elnora CumminS gegen Herrn und Frau Milton Meüzesheimer ihren Anfang. Die Klageschrift giebt an, daß im Jahre 1902 Frau Cum minS durch einen, angeblich MenzeSheimerS gehörenden Hunde, ein kleines Stück aus ihrer Nase gebiffen wurde. wodurch sie Zeitlebens entstellt worden sei. Außerdem sei Frau CumminS Gesundheit schwer durch die erlittenen Aufregungen erschüttert worden. Eine große Anzahl hochelegant gekleideter Damen waren erschienen, um der Klägerin sowie den Beklagten als Zeugen zu dienen. North Liberty. W. Brooke, der hier eine Bank leitete und wie es heißt, seit dem 3. Januar verschwunden fein soll, nachdem er sämmtliche Cas. sengelder mit sich genommen, ist in St. Louis verhaftet und nach Chicago tranSvortirt worden. Von dort wurde er nach N. Liberty gebracht.

Feiger Angriff aus eine Frau.

Durch rechtzeitige ülfe' glücklicherweise vereitelt. Der Bube entkommen. Auf dem freien Felde zwischen West Indianapolis und Mount Jackson, in nächster Nähe der Plainsield Jnter. urban Bahn, wurde gestern Frau Ella Wilson, 25 Jahre alt, 403 Süd Addi. son Straße wohnhaft, von einem leider entkommenen Schurken mit krimineller Absicht angegriffen und zu Boden ge schlagen. Die Ankunft eines Plainsield bahN'Wagens rettete sie jedoch vor den Gelüsten deS rohen Patrons. Frau Wilfon war nach einem in West Indianapolis wohnenden Arzt ge gangen um für ihren Mann Medizin zu holen und befand sich auf dem Heimwege. Unterwegs bemerkte sie dann, wie der Fremde etwa 20 Schritte hinter ihr herging. Nichts Böses ahnend, ging sie weiter, plötzlich jedoch, als sie in der Nähe einer auf der Seite des Weges belegenen Bo densenkung vorbei kam, verstellte ihr der Mann, einen gemeinen Antrag ma chend, den Weg. Frau Wilson ver suchte an dem Schurken vorbei zu laufen und erhielt einen Faustfchlag in's Gesicht und dann schleppte sie der Bur sche abseits vom Wege der Grube zu. Die Frau wehrte sich verzweifelt, rotz dem sie der rohe Patron dreimal nieder geschlagen hatte. Dann sauste der Bahnwagen heran und der Angreifer entfloh. Einzelne der Paffagiere mach ten sich zur Verfolgung des Burschen, der leider einen großen Vorsprung hatte, auf, stellten dieselbe aber ein. sobald sie sahen, daß sie denselben doch nicht einholen konnten. Nach ' Ankunft des Jnterurbanwa genS in derStadt wurde die Polizei von dem Vorfalle in Kenntniß gefetzt und die Radlerpolizißen Samuels und Morgan, sowie auch eine Anzahl Pa trolleute unter Sergeanten Warren und Sullivan suchten das ganze Revier, so wie auch die in nächster Nähe sich be sindenden Rangiergeleife und die auf denselben haltenden beladenen und leeren Frachtwagen ab, ohne leider den wüsten Burschen zu finden. Auf dem Heimwege, der erst bei völliger Dunkel heit angetreten wurde, nahmen die Po linsten dann eine in der Nähe des Schauplatzes kampierende Stromerge m -m m m . m mm leu a t se i. me dort um em Feuer lagerte. Vereine der Gesellschaft, ein Farbiger war erff gerade aus dem Arbeitshaufe entlassen. Mit obigem Falle stand keiner derselben in Verbin dung. Während der Nacht wurde die Suche nach dem Angreifer fortgesetzt, leider ohne Erfolg. Frau Wilson beschreibt den Mann als mittlerer Größe, mit blauen Augen und rothblondem Schnurrbarte. Be kleidet war derselbe mit blauen Ueber Hosen, Hellem kurzen Uederzieher oder langem hellen Rock und mit Pudel mütze aus dunklem Tuche. Elkhart. Vier maSkirte Räuber brachen heute in John Thornton'S Wohnung ein, banden ihn und seine Frau und machten sich mitS600 aus dem Staube. Thornton versuchte, als er er wachte, die Räuber zu verscheuchen. wurde jedoch niedergeschlagen und unter Drohungen, seine Frau ermorden zu wollen, zwangen ibn die Banditen dann, seinen im Zimmer stehenden Geldschrank zu öffnen. Ärazil. Barney Toole, 41 Jahre alt und unverheirathet, fiel in Wm. HarmonS Salon plötzlich todt zu Boden. Er hatte den Abend stark ge trunken und ein Herzleiden soll die Ur fache seines Todes sein. " -S i l a S G a r b e r. f Omaha, 12. Jan. SilaS Gar der, der erste Gouverneur von Ne braSka, ist in seinem Heim zu Red Cloud gestorben.

Nachrichten aus Jndiana.

Rich m ond. Beim Probiren eines Revolvers und in der Annahme, daß derselbe nicht geladen war, schoß sich Don Lauert durch die linke Hand. Willie Burchett, welcher neben ihm stand, wurde von demselben Geschoß in der rechten Hand verletzt. Kokomo. William Bailey und William Saul, Farmer, trafen sich auf einem Landweg nahe ihren Wohnungen und suchten eine Streitigkeit, die zwichen ihnen vor einiger Zeit entstanden war, zu Zetteln. Anttatt die L?acye aber in Frieden abzuwickeln, kam es zu Thätigkeiten. Saul befindet - sich in einem gefährlichen Zustand und die Aerzte können noch keine Aussicht auf Besserung geben. Bailey" wurde ve haftet. Beide Männer stehen in den 50ger Jahren und erfreuen sich sonst deö besten Rufes. - Richmond. Douglaß Shucraft, welcher kürzlich aus der Jndiana 33t.;j rungSanstalt entlassen wurde, woselbst er wegen KleindiebstahlS drei Jahr- in ternirt war, wurde wegen Korndieb stahls zu längerer Haft verurtheilt. B r a z i l. Ein Comite zwecks Un terfuchung der Bücher des Ex Stadt Schatzmeisters Howard Cutshall, be richtete in einer SpecialVersammlung deS StadtrathZ, daß die während der 6.jährigen Amtszeit Cutshall'S abhan den gekommene Summe $7,140.33 be trage. Kokomo. Mark Howard, Akro bat in Wallace's CircuS wurde Dienstag Nacht wegen Diebstahls verhastet. Sei tenö der Polizei in Peru kam die Nach richt, daß er das Wayne Hotel dort um ca. $50 beraubt hat. Bei seiner Ver Haftung gestand er die That ein und wurde noch der halbe Betrag bei ihm oorgqunoen. W a b a f h. Jsaac Stover aus der Ehester Gemeinde "verlor beim Korn schneiden auf einer Farm nahe Servia einen Arm. Vor zwei Jahren war (?!frth Att Tötn ?tvAit hiw 'WtWfcfr Utt Ifclltlt (jtuu vw ufc raumer Zeit begangenen MordeS ver haftet worden, als er noch in der Nähe von LoganSport wohnte. Er wurde . aber damals freigesprochen. Shelbyv ille. Major R. S. Collum, ein früherer Bewohner dieser Stadt, starb vor einigen Tagen in West Philadelphia. Er war ein pen sionirter Offizier des U. S. Marine Corps und reichte vor einem Jahre feine Entlassung wegen Krankheit ein. Er stammte aus Madison, Ind., und war ein bekannter Schriftsteller. S. h e l b y v i l l e. Raymond Brooks, ein 14'jähriger Knabe, wurde beim Schlittenfahren über einen 40 Fuß hohen Hügel geschleudert und wird an den erhaltenen Verletzungen vielleicht sterben. Der Junge vergnügte sich mit Spielgefährten beim Schlittenfahren, verlor aber, als er einen steilen Hügel hinabfuhr, die Controlle über sein Ge sührt. Er war bei dem Versuche abzu springen, mit dem Fuß hängen geblie ben und rannte so gegen einen vor ihm liegenden Hügel. Er wurde besin nungslos aufgehoben. Redkey. Em Mann, welcher sich John T. Duches nannte und 343 Nord Wayne Straße, Vanwert, O., wohnen soll, wurde Mittwoch Nachmit tag unter dem Verdacht, mit in dem versuchten Postraub verwickelt zu sein, verhaftet. Duches war von einem Be amten gesehen worden, als er auf den Güterzug sprang und dieses Faktum wurde sofort nach Hartford City tele graphirt, woselbst der Mann bei Afi kunft des Zuges in Haft genommen wurde. Er wurde nach hier tranSpor tirt. ' DucheS bestreitet jegliche Schuld an dem Verbrechen, muß aber so lange in Hast bleiben, bis mehr Licht in die Sache gedrungen fein wird. I. C. Furgason, der bei dem stattgehabten Einbruch schwer verwundete Kaufmann, befindet sich langsam auf dem Wege der Besserung. Seitens der Postbehörde find ß250 Belohnung für Ergreifung der Räuber ausgesetzt worden.