Indiana Tribüne, Volume 28, Number 117, Indianapolis, Marion County, 9 January 1905 — Page 4
Jndtana Tribüne, 9. Jan 1903.
Indiana Tribüne. Heraulgeattn von der Outrntei T. Indianapolis, Ind. öarry O. Thudlum Präsident. GeschäftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269 ti tcred at the Post Office ot Indianapolis a sccond classynatter. Eine Schillerfeier in Har-varv.
Die alte Harvard.Universität ist mit ihrer Gedüchtnißfeier für Schiller dem ganzen Lande zuvorgekommen. Während man allenthalben in deuifch-ame-rikanischen und vielfach auch in cmglo amerikanischen Kreisen sich vorbereitet zu einer erhebenden Feier an Schiller's TodeZtag (9. Mai 1805), hat Harvard am 3. d. M. daZ neue Jahr mit einer derartigen Feier würdig eingeleitet. Am Abend fand unter den Auspizien des Deutschen Verein von Harvard im SanderZ Theater, unter freundlicher Mitwirkung des DirktorS Heinrich Conried vom Jrving Place-Theater und Metropolitan Opera House zu New Vork, eine dramatische Gedenkfeier statt. DaS Programm hierlür war ein recht gewähltes. Herr Conried trug die .Kraniche oeS JbykuS" vor und von Mitgliedern der Jrving Place-Theater. Gesellschaft wurde der dritte Akt von Maria Stuart" aufgeführt und DaS Lied von der Glocke" vorgetragen, mit Orchefterbegleitung und Tableaux, welche von Studenten unter Zugrunde legung der Kaulbach'schen Bilder gestellt wurden. Die UniversitätZfeier fand am Nachmittag statt. Professor Kuno Francke sprach über Schiller's Bedeutung für das moderne Leben:Er sagte: Schiller lebte in einer Zeit, in wel cher alle Fundamente deutscher nationaler GrößeZ zu zerbröckeln schienen. DaS politische Leben war gehemmt durch unzählige Formen der Despotie der Fürsten und durch bureaukratische Mißregierung, Klaffengeist, Kleinstaaterei, Erschwerung von Handel und Industrie, Knechtschaft und vollständige politische Apathie der Unterthanen sowohl wie der Herrscher. Von dieser Knechtschaft äußerer Umstände befreite sich der deutsche Geist, indem er sich in die Seelen einiger weniger großer Männer flüchtete. Die größten von diesen Männern, welche dem deutschen Volke durchZWiedererweckung deS na tionalen BemußtseinS neues Leben einhauchten, waren Kant, Goethe und Schiller. Dem Dichter Schiller erschien das Dasein als eine unendliche Gele genheit des Eindringens in das Wesen der Dinge, deS AufsindenS der Einheit, die hinter den Contrasten deS Uttiver sums, den Gegensätzen zwischen Ma terie und Geist, zwischen Jnftinct und Vernunft, : sich verbirgk. Er fühlte. daß dieses Ideal nur in directer Oppo ption zu demlGeiste des Jahrhunderts erreicht werden konnte. DaS. Streben nach dem Schönen war für Schiller eine ebenso geheiligte und feierliche Forderung wie für Kant die Unterwerfung unter die Pflicht, ja eö erschien ihm als eine höhere Auffassung der Aufgabe des Menschen als das Moralgesetz. Das Gute besteht nach ihm in der Schöpfung des Schönen. Schönheit ist bis innige Vereinigung von Materie und Geist, die Harmonie der Wirklichkeit und des Ideals. Prof. Francke beleuchtete dann, in welcher Weise, die Grundidee von Schiller'S Leben, seine Auffassung deS Schönen und seine Mission für die menschliche Gesellschaft in Beziehung stand zu den großen Problemen seiner Zeit; er zeigte daß.sie einen Theil der inneren Regeneration deS nationalen Lebens der Deutschen am Ende des 18. labrhundert bildete und wies kurz auf die Bedeutung hin, welche Schiller'S Auffassung der Kunst für unser eige neS Zeitalter hat. Jdt zuvor hat eine günstigere Gelegenheit und eine größere Nothwendigkeit für die Kunst beftan den, ihre Mission, wie sie von Schiller voraezeichnet worden ist, zu erfüllen. als heutzutage sagte der Redner. Ist Nicht Schiller'S Auffassung deS Schö tun das einzige künstlerische Ideal, welches im Stande ist, eine die Mensch heit zu Höherem emporhebende Macht .u reden, eine Macht zur Befreiung 0 ...... 4. W 1. 1 von den oelauvenven. quaienoen, enl artenden Einflüssen des modernen Kom merzialiSmuS und Materialismus, eine Rettung tn dem ampse um em er KJ I " m 9 i m m - leuchtetes, jelvMles uno yoyeres vca tlonalbewußtfeln?Dann schilderte Professor Hugo Münsterberg in fesselnder Weise das Verhältniß zwischen Schiller und Göthe,
wobei er im Wesentlichen sagte: Die Dichtungen Göthe'S fallen unter die ;
Betrachtungen dieser Stunde, weil Schiller And Göthe im Geiste der Be wunderung deö klassischen Zeitalters der deutschen Literatur unzertrennlich sind. Der Kontrast zwischen Schiller und Göthe ist nicht weniger bedeutungS. voll als die zwischen beiden bestehende Frenndschast und Harmonie. Ueberall finden wir bei Göthe und Schiller jenen Gegensatz, welcher ein charakteristisches Merkmal der Wirkungskräfte der höchsten Civilisation zu sein scheinen, der Kräste. die sich abstoßen und doch zu gleich wieder anziehen. Ist es der Ge gensatz zwischen Griechenland und Rom oder, darf ich nicht sagen, zwischen Deutschland und Amerika? Zum Schlüsse sprach Professor Wm. R. Thayer über Schiller'S Ideal der Freiheit Er sagte: Die Lebensfähig. keit deS Namens Schiller ist eine der erhebendsten Thatsachen in der deutschen Literatur. Dies erklärt sich nicht sowohl aus dem inneren Werth seiner lyrischen Dichtungen und seiner Dramen und seinen Ausflügen auf dem Gebiet der Philosophie urd Geschichte, als aus dem Geiste, in welchem er wirkte, dem Geiste, der sein Leben ausfüllte und den er seinen Lesern ein haucht. Göthe steht auf jedem Gebiete hoch über ihm, und dennoch hat das deutsche Volk Schiller mehr an sein Herz ge schlossen als Göthe und Heine. Schillers Ideal, eine FreiheitZliebe, beherrschte ihn so vollständig, daß daraus direkt und indirekt das Meiste seiner charak terigischen Geigesarbeit entsprang. Ein echter Deutscher, wie er war, war er sowohl Dichter wie Philosoph. Seine Freundschaft mit Göthe kräftigte sein Streben der Hebung der Menschheit durch Kulturmittel. Göthe der Viel. seitege, besaß nichts von dem Eifer Schillers, sociale Mißstände zu bessern In seinen letzten Dramen verherrlichte Schiller die Freiheit entweder direkt durch Ausstellung Erhebender Beispiele oder indirekt indem er die Tyrannen in ihrer nackten Häßlichkeit schilderte. In Wilhelm Tell" steigerte sich seine Freiheitsliebe bis zur Ekstase, zu einer Religion. Während der düsteren Jahre, welche auf die Demüthigung Deutsch' lands durch Napoleon den Ersten folgte, war Wilhelm Tell" eine Leuchte der Begeisterung für die Deut schen biS diese sich im Jahre 1313 von der Fremdenherrschast befreiten und der Macht Napoleon'S bei. Waterloo den TodeSstreich versetzten. Daß Schiller der Verkündiger eines der höchsten Ideale der Menschheit war, sollte seinen Namen auf immer lebendig erhalten." Der Pariser Figaro" schrieb die ser Tage : Wir haben bereits die Anarchie, der Bürgerkrieg wird folgen. Dem Unwesen der Demagogie muß früher oder später ein militärischer Ge waltftreich ein Ziel setzen, und die gal lische Republik wird unter dem Säbel eines Dictators verenden oder an einer Reihenfolge von Pronunciamentoö zu Grunde gehen." Das klingt ordent lich gefährlich und mag etwas schwarz seherisch sein; so viel aber darf man aus der Lage in Frankreich schließen eS kriselt in der gallischen Republik Die Krise schleppt sich, wie bei einem schleichenden Fieber, dessen Dauer nicht zu berechnen ist, hin, aber sie kommt. Der Kulturkampf hat in den weitesten Kreisen große Verstimmung hervorgerufen. Noch gefährlicher scheint das Spitzelwesen in der Armee für die Re. publik geworden zu sein; dazu bröckelt auch die Kammermehrheit des Mini steriums CombeS immer mehr und mehr ab. Bei entscheidenden Abftim mungen hat CombeS bis jetzt noch ziem lich regelmäßig eine Mehrheit zusam mengebracht, wenn eS nur eine Majori. tät von wenigen Stimmen war. Wenn der Ministerpräsident aber bestimmt voraussteht, geschlagen zu werden, dann unterwirft er sich im Voraus den Beschlüssen der Kammer. So hat man ihm bei der Budget berathung von dem Geheimen Dispost tionsfondS ein Sechstel des geforderten Betrages von 1.600.000 Francs ge. strichen, obgleich Herr CombeS vorher erklärte, daß das Votum deS Hauses Verträum oder Mißtrauen gegenüber dem Ministerium ausdrücken würde. Der Vorsitzende deS Budgetausschusses, Donner, erklärte darauf, daß jeder Re gierungSchef einer politischen Geheim Polizei, also auch der Mittel zu deren Besoldung bedürfe. ES gäbe aber auch eine unanständige Verwendung solcher Mittel, und gerade unter CombeS sei der Geldaufwand für heimliche und im anständige Zwecke zu einem öffentlichen Aergerniß ausgearbeitet. DaS Budget
der Corruption müsse aufhören, jene
Ausgaben, mit denen das Ministerium bald Unterstützung erkaufe, bald Feind, schaft entwaffne, bald wieder die heim liche Uederwachung besolde, der die Volksvertreter bis in die Wandelgünge deS Palais Bourbon hinein unter worfen seien. Schwerere Vorwürfe können einem Ministerinm nicht wohl entgegen ge schleudert werden. CombeS entgegnete nichts, sondern ließ durch den Kammer. Präsidenten bekannt geben, daß er auch mit dem verminderten Credit fürlieb nehme. DaS Ministerium CombeS ist also nicht empfindlich und suchte in Amt und Würden zu bleiben; im Lande aber rumorts. In PoitierS kann sich der lPräfect nicht auf der Straße zei gen, ohne sich den VerachtungS.Kund. gedungen des Volkes auszusetzen. In einer Anzahl Städte haben Osfiziere die Spitzel, durch die ihre Carriere ruinirt wurde, öffentlich geohrfeigt. In Marseille haben die Mitglieder der vor n'hmsten Freimaurerloge beschlossen, nur noch mit dem Revolver in der Tasche auszugeben, weil sie Gewaltthätigkeiten befürchten. v.-Lntherische WaisenhansGesellschaft. In der 22. Jahressitzung des Ver. eins wurden nach Erledigung der Rou. tinegefchäfte die Mitglieder L. Weissenburger und Carl Nuege auf weitere 5 Jahre in das Direktorium erwählt und hierauf wurde dann der von Herrn Pastor Seul abgefaßte Bericht verlesen. Wir bringen denselben im Wortlaut wie folgt: Wieder liegt ein Jahr unserer Wai senarbeit hinter uns. Bis hierher hat uns der Herr wieder geholfen, behütet und bewacht, vor Schaden und Unfall gliädiglich bewahret und dafür fei feinem großen Namen Lob, Preis und Dank von uns dargebracht! Ueberblickenwir das nun beendete Anstaltsjahr und heben wir Einiges hervor. Mit einem Deficit von $307. 85c begannen wir das Jahr, doch war uns nicht bange, wurde es doch schon bald aus dem Wege geschafft. Hoffent lich werden wir mit Unkosten für Straßenverbefferung und Abzugskanal für mehrere Jahre verschont bleiben, da jetzt die La Salle Straße fertig gestellt und die Kosten, die sich auf $1650.73 beliefen, bereits bezahlt sind. Allerdings haben wir das Geld dazu borgen müssen, hoffen jedoch, daffelbe bald wieder abtragen zu können, wenn nümlich unser zweites Bittschreiben an die Gemeinden deS DistrictS die tnU sprechende Berücksichtigung finden wird. Einige nöthige Reparaturen in und an dem Gebäude verursachten eine AuS läge von $274.91, sonst warm keine besonderen Extra-AuSgaben im Vor jähr. WaZ daS Einzelne der Einnah me und Ausgabe anlangt, so möchte ich auf den Bericht des KassirerS verwei sen, aus welchem nur dieses angeführt werden mag, daß die regelmäßigen Beitrüge der GefellfchaftSglieder dahier auf $523.80 sich beliefen, und der Ueberfchuß vom letzten Waisenfest $969.52 war. Durch Kass. C. A. Kamve erhielten wird $1287.89, daS Uebrige . der Einnahme war tbeils Miethe, Einkünfte von Stiftungen und aus verschiedenen anderen Quellen, so daß unsere Gesammteinnahme war $3529.67, GesammtauSgab? $3570.. 21c, mithin schließt daS Jahr mit ei nem Desicit von $40.54. Die geborg. ten $1650.73 für die verbesserte La Salle Straße sind in obiger Ausgabe nicht eingerechnet. Unsere Iwerlhen Frauen'Nähvereine der Stadt haben auch in diesem Jahre viel durch Anser tigen von Kleidungsstücken und Arbei ten geholfen und somit unsere AuSlagen verringert. Unsere Waisenfamilie, 43 Kinde? umfassend, hat sich im allgemeinen deS besten Wohlseins erfreuen dürfen, ob. gleich bei Einigen kleinere Unpäßlichleiten auf kürzere Zeit sich einstellten. Nur von einem, und zwar vom eigentlich ersten Todesfall haben wir zu berichten. ES war die Cffie Bernhardy. geb. den 24. Nov. 1890, gestorben den 22. Dez., somit ein Alter von 14 Iah. ren und 23 Tagen erreichend und deren Körper auf Wunsch der Verwandten und auf deren Unkosten nach Cleveland gesandt und dort neben ihren Eltern begraben wurde. Seit letzten Som mer zeigten sich immer deutlicher die Spuren der Auszehrung, an welcher auch beide Eltern in Cleveland gestor ben und von welchen sie zweifelsohne die Keime dieser Krankheit geerbt hatte. Sie ist km Glauben an ihren Heiland sanft eingeschlafen und hat überwunden
durch des Lammes Blut. Ein kurzer LeichengotteSdienft wurde im Waisen hauS am Abend des Sterbetages ge. halten. Während ihres längeren Leiden? hat sie leiblich und geistlich Pflege gehabt. Unsere geehrten Waiseneltern arbei ten mit aller Treue und Aufopferung, welches sonderlich unserer lieben Wai senmutter wahrheitsgemäß bezeugt wer den muß. Mit Hilfe unserer größeren Waisenmädchen versieht sie Küche und Hausmirthschaft, wobei wir denn nicht blos den hohen Lohn einer Haupt, magd sparen, sondern wodurch auch die lieben jungen Mädchen zur so wichtigen und nützlichen Hausarbeit angelernt und angewöhnt werden. Je nach ihren Jahren geben wir den Mädchen einen kleinen Lohn. So arbeitet denn die Waisenfamilie in schönster Harmonie. Obgleich nun freilich auch der alte Adam in den Waisenkindern ist und gelegentlich sich zu zeigen versucht, so darf er doch.nicht herrschen. GotteS Wort, welches im Hause regiert, bleibt Regel und Richtschnur und so dürfen wir sagen, daß der sittliche Zustand der Waisen im allgemeinen gut ist. DaS Directorium hat auch im der. flossenen Jahr in brüderlicher Einigkeit gearbeitet und die einzelnen Ausschüsse ihre besonderen Aufträge zur Zufrie denheit gelöst. Mit herzlichem Dank sollte besonders der uneigenützige Dienst unseres Haus arzteS, Dr. Guido Bell, von der Eesellfchast anerkannt werden, zumal der-
selbe der entschlafenen Effie wegen so viele Besuche zu machen hatte und unverdrossen machte. Auch den andern freundlichen Specialisten, Augen und Zahnarzt, sowie Dr. Greiner und Apotheker F. Mueller gebührt Anerkennung. Daß unser Garten steißig bearbeitet wurde und uns manche Mahlzeit an Gemüse und Knollenfrucht geliefert hat, sei nur im Vorbeigehen bemerkt, ebenso, daß der Milchbedarf für die Haushaitung von unseren drei schönen Kühen erzielt wurde und sür welche wir genügend Weide besitzen. Eine schöne Sitte gebührt mit Nach, druck hervorgehoben und empfohlen zu werden, nämlich, daß seit zwei Jahren zwei Gemeinden im Süden unseres Staates im Spätsommer Kannen mit allerlei Eingemachtem füllen und dann per Fracht die ganze Ladung zum größten Jubel der Waisen hierher, senden, die dann voll Erstaunen, alle die vollen Gläser und Kannen betrach ten 'und mit dem Ausruf begrüßen: Papa, ist daö Alles für unS?" Wenn die Kannen im Sommer leer stnd, sen den wir dieselben zurück, um wieder gefüllt zu werden. Auch unsere Stadtfrauen senden im Herbst von ihrem Eingekochten hinaus in die Waisen küche, aber unsere lieben Farmerfrauen überbieten sie mit Recht an Größe der Gabe. Unsere Waisenarbeit ist immer noch nicht zu Ende, obwohl eS .schon mehr mals Einigen vorkommen wollte, als ob eine neue Weise der KinderrettungS Gesellschaft die Waisenhäuser überflüssig mache. Im Vorjahr gelangten an unS 26 sehr dringende Bittgesuche und mehrfach mit der Bemerkung: Nehmt doch ja diese Kinder aus, die unS durch Taufe schon angehören, also nicht Fremde, sondern unsere Hausgenossen sind, eS ist sonst zu fürchten, daß sie gar in weltliche oder irrgläubige WaisenHäuser kommen und so Unserer Kirche verloren gingen: und nicht selten fügt man den Satz bei: die Kinderfreund. Gesellschaft nimmt sie nicht und der selben will man sie auch nicht geben. So bleibt unS denn nichts übrig, als nach sorgfältiger Erwägung diesen Aermsten unsere Waisenheimath zu öffnen, und haben wir in letzter Zeit sogar eine ziemliche Anzahl solcher Kinder aufgenommen, die noch im Baby alter" standen, wodurch denn unsere theuere Waisenmutter nicht wenig, be sonders für die Nacht, belastet wurde. Von den 26 Bittgesuchen, die einliefen, sind 13 bewilligt und die Kinder aus. genommen worden, aber nur 14 traten ein, die anderen 4 fanden sonstige Ver. sorgung. ' Einige Bittgesuche konnten nicht berücksichtigt werden, und über andere mußte noch weitere Erkundigung eingezogen werden, die aber noch nicht eingetroffen ist. . Ja, im Augenblick liegen 8 neue Bittgesuche vor, eins noch dringender, wie das andere. DaS Letzte um Aufnahme von fünf Kindern ist aus einem anderen Diftricte. Der betreffende Pastor schreibt unter Anderem: Die Kinder einer Kindersreund'Ge sellschast zu übergeben, dazu kann und
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