Indiana Tribüne, Volume 28, Number 116, Indianapolis, Marion County, 7 January 1905 — Page 5
Jndiana Tribüne, 7 Januar 1903.
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Mirla.
Von Willem Schürmann. Wenn ZÄ die Geschichte von dem Gemälde erzähle, denke ich an Thackerays Novelle Codlingsüy. ... Ein v t r- rrs . r . i cyatz an Pyaniane, m zeyn tn . . eine Welt von Armuth und eine Welt von Luxus ... ein Trödleraden im Londoner Ghetto ... ein muffiqer Zleiner Raum voll von alten Kleidern, Maskenanzügen, Bildern, Rollen.Sanlmetstoff, getragenen ' Stieeln, schmutzigem Kupfergerath, annem Plunder, und dahinter ein Zimmer mit e-.nem Teppich aus 'weichem Sammet, der über viele andere Teppiche Gebreitet ist. über Arminster und Aubusson und Jspahangcwebe, auf denen die Schritte eines Menschen ebensowenig hörbar fmd wie sein Schatten. In der Ecke ein Negermnge mit ei nem schweren, silbernen HalZkragen, und an dem elfenbeinernen Klavier auf einem Stuhl aus Perlmutter Miriam de Mendoza", die Schwester des alt?n Kleider - Händler? - Welenbeherrschers . . . Miriam mit Haaren von leuchtender Goldfarbe, mit einem Gewand bekleidet, so wunderbar schön, daß man es stundenlang chweigend anschauen mochte. Ich habe die Geschichte vor Jahren gelesen ... ich kann mich ihrer nicht einmal mehr entsinnen . . . aber etwas von dieser Erzählung des Luxus ist in mir hangen geblieben, und noch jetzt ehe ich 's ist fast thöricht in manchem Trödler, einen Mendoza. Ich nebe es, rn anderer Leute Plun der herumzukramen: - das geöffnete Schubfach eines Schreibtisches, dergilbte Briefe, Stückchen Bleistift können mich stundenlang beschäftigen. Ein alter, kleiner Bucherraden sagt mir mehr als ein Palast. Oft derbringe ich einen ganzen Vormittag in einem Trödlerladen. Die Wände meines Zimmers sind mit lauter alten Dingen bchange'n, die Tische sind mit allen möglichen Kleinigkeiten bedeckt. Auf meinem chreibpult liegen unzählige kleine Schachteln und abgenutzte Portefeuiles. Die Dienstmädchen lachen darüber, meine Freunde zucken die Achseln. . Ich sitze oft still in meinem Zimmer und phantasire. . . irgend ein kleiner Gegenstand auf meinem Tisch erinnert mich an meine Jugend.' Dann sehe ich -Paris, London. Berlin . . . beim Anblick eines Soldatenbildes ebe ich für eine Weile im Mittelaler: sehe ich ein Miniaturdildchen, so denke ich an den französischen Hof, ,md eine Schnupftabakdose ruft mir die Zeit meines Großvaters ins Gedächtniß zurück. Ich höre Sporen klirren, Waffen schlagen, Tassen klappern, fühle mich kalt im Schnee, warm am Ofen und mache in wenigen Minuten lange Reisen. Ich bin viel gereist. In London passirte mir die Geschichte mit dem Gemälde. In the old Curiosity Shop", wie ihn Dickens beschreibt, dort suchte ich meinen M'" doza. Eines Tages glaubte ich, ihn gefunden zu haben: er war ein schlauer Kerl von etwa vierzig Jahren. Als ich voruberschlenderte, rief er mich an.. Wollen Sie was kaufen, Herr? Altes Porzellan, altes Kupfer tre ten Sie näher es kostet Sie nichts. ansehen kostet kein Geld." Was kostet diese Wedgewoodschussel?" fragte ich. Die gehört zu emem Satz. Bitte, kommen Sie nur herein. Ich beirat den kleinen Laden und sah mir die Uhren, die Sammetkissen, die Möbel, die Nippessachen, die Küchengeräthschaften an. An dem niedrigen Plafond hingen alte Kleider, hermelingeschmückte Mäntel, auf Tischen lagen gebundene Bücher, standen Vasen und Uhren unter Glasglocken, am Boden em Durcheinander von allerhand seltsamen Dingen, Bruststücke von Rüstungen, Schwerter, Helme und Karabiner. Der Händler stieg geschickt über die Waarenstavel hinweg und zeigte mir die'Wedgewoodschüsseln, die in einem schwarzen Elchenholzschrankchen aufbewahrt wurden. Es war dunkel in jener Ecke. Hinter einer Glaswand in der Ticfe sah ich ein Zimmer, dessen Decke bis etwa ein Meter über' den Fußboden des Ladens reichte. Dort brannte eine Lampe mit einem gelbseidenen Schirm über einem gedeckten Tisch. Ich dachte an Codlingsby und hörte kaum, was mir der Mann erzählte. In dem Zimmer hielt sich ein Mädchen von etwa 24 Jahren auf. Die Haare trug sie glatt zurückgekämmt und in der Mitte gescheitelt. Sie war bekleidet mit einem dunkelblauen, wei ten Morgenrock aus chinesischer Seide, mit vielfarbigen Blumen und Figu ren aus Golddraht gestickt. Sie trat unter die Lampe, und ihr rothes Haar bekam einen aoldenen Glanz. Ich sah, wie sie mit ihren schlanken, weißen Händen die Teller auf dem Tisch ordnet,', und hörte nicht auf den Mann. Mir war es, als sähe ich Miriam. Sie starrte mich einen Augenblick mit ihren großen, hellblauen Augen an, als sei sie erstaunt, daß ich so un verschämt hereinschaute, und glng
dann eilig fort. Sie war von ganz
eigenartiger Schönheit. Ich wartete . . . allein sie, kam nicht wieder. Der Handler schien mcht zu merken, warum ich so lange blieb, und zeigte mir allerhand Dinae. zndncy icrnne la, eine v.uw schüssel für einen hohen Preis. Am nächsten Tage kam ich wieder sie war nicht im Zimmer. Ich wollte sie wiedersehen und kaufte fortwährend kleine Porzellanschusseln. .... Halbe Tage verbrachte ich m dem Laden. Eines Tages war niemand im Geschäft; ich trat ein und. wartete, und langsam kam das Mädchen auf mich zu. Sie erkannte mich und erröthete. Ich wußte mcht, was ich verlangen sollte, war verlegen und kaufte einen halb verrosteten Leuchter. Sie trua wieder ihren blauen Kimono wie am ersten Tage und um die schmalen Handgelenke Spangen aus Speckstein. - Ruhig stieg sie über die Waarensta pel und suchte zwischen dem alten Kupfer nach allerhand Dingen, die sie mir zeigen wollte. Mein Bruder, ist heute nicht da," sagte sie, er ist zu einer Auktion getion gegangen... Aber vielleicht kann ich". . . Zu was für einer Auktion?" Gemälde... interessiren Sie sich dafür? Wir haben hinten eine wundervolle Kollektion mit einem kleinen Turner, einem Corot, einem Daubigny... Mein Bruder versteht viel von Bildern, wenn Sie mal sehen wollen." Ja," sagte ich rasch, ja"... Heute nicht. . . heute bin ich allein. aber wenn mein Bruder zurückkommt, werde ich es ihm sagen. Soll ich Jhnen den Leuchter zuschicken?" Ich versuchte ein Gesprach anzufangen, aber geschickt vermied sie jeden Anknüpfungspunkt. Sie sprach nur von Geschäften. Als ich bezahlt hatte, begleitete sie mich bis zur Thür. Draußen angelangt, dachte ich nach. So muß Miriam ausgesehen haben. Sie hatte Augen so unschuldig wie die eines Kindes, ihre Haare waren röthlich - golden und ihr Körper so zart, daß er an eine ganz feine Por5?llanZ:gur erinnerte. Den ganzen Tag sah ich sie vor mir, so zart in ihrem weiten Kimono aus weicher, blauer Seide, , wie sie, über die Antiquitäten geneigt, mit ihren kleinen Händchen die alten Rüstungen verschob und mich dann verlegen anlächelte, so daß ih'e kleinen. weißen Zahne durch die schmalen Llppen blitzten. Und ihre Stimme... ihre Stimme hörte ich immerfort! Ich war. dreißig Jahre, em großer, kräftiger Mann; in viele Frauen war ich eine oder auch zwei Wochen verliebt' gewesen, aber das Gefühl, das ich für diese empfand, war so ganz anders, so viel feiner, daß ich nicht begriff, wie ich mich plötzlich so verändert haben konnte. Dies war das schöne Liebesempfinden, von dem ich so oft gelesen, das ich aber niemals gekannt und das ich verlachte, wenn meine Freunde mir davon sprachen. Und sie errieth das. Ich habe es an ihren Augen gesehen, an ihrem beinahe unmerkbaren Lächeln, wenn sie zu mir aufblickte. . Sie, hatte gezittert, während sie nach dem Kupfergeräth suchte. Ihre Armspangen aus Speckstein klirrten dann leise. Ich hörte es noch. Und doch wollte ich mich nicht verlieben... nicht in diese Frau... wenn sie auch Miriam war . . . Miriam aus einer Trödelbude. Ich ging in den Club und trank an jenem Abend viel Whisky. Ich kam zum erstenmal betrunken nach Hause. Absichtlich mied ich die Gegend, in der sie wohnte. ' Endlich aber ging ich doch wieder in den Laden. Ich konnte es nicht länger ertragen. Der Händler war zu Hause. Der Lord haben von einem Gemälde gesprochen?... Ich habe einen wunderbaren Corot. . . ein Prachtexemplar. . . wenn Sie Lust haben. . . Sie brauchen ihn nicht zu kaufen... aber er ist spottbillig... Ja, wissen Sie, uns fallen die Sachen ab und zu so in die Hände... man sitzt auf einer Auktion, und die meisten Menschen verstehen nichts von Gemälden ... sie wagen nicht zu kaufen... so bekommt man oft die herrlichsten Stücke für eine Bagatelle. Den Corot erstand ich ohne die geringste Schwierigkeit für beinahe nichts. Wollen der Lord mal sehen?" Ich nickte, und wir gingen zusammen die kleine Treppe hinunter lind durch einen langen Korridor in ein kleines Hlnterzimmer. Dort lag ein dicker Teppich. Der Kaufmann schrie durch den Gang: Rebekka, steck mal Licht an! Kommst du. Rebekka?" Ich trommelte nervös auf die geschnitzte Lehne eines antiken Stuhles und wartete. Es ist hier zwar ein wenig dunkel," sagte der Kaufmann, aber ich lasse gleich Licht anzünden? Der Lord, ist hier, der Lord, der das Gemälde sehen wollte!"... Langsam trat sie ein. Sie hielt eine brennende Kerze in der. Hand. Und in' dem flackernden Schein war sie von so seltsamer Schönheit, daß
ich keine Worte fand' für einen Gruß. Ich starrte sie an. Sie trug jetzt ein weites Kleid aus dunkelgrünem Sammt, ohne die geringste Verzierung. ' Sie stellte sich dicht neben mich, lachelte mich an und reichte dem Kaufmann die Kerze. Wir blieben ganz still in dem Halbdunkel. Der Mann steckte das Licht an, und ich sah, daß sie verlegen auf den TepPich starrte. Sie muß wohl dasselbe gedacht haben wie ick. . . Der Handler hatte schon vielerlei gesagt, bevor es mir klar wurde, daß er zu mir sprach. Er hielt ein kleines Gemälde in den Lichtkreis. . Ein echter Corot... und schön, wie ich kaum jemals einen ' gesehen hatte ... eine Landschaft golden vor Sonne. . . das Wasser lachend in der Sonne, .'. die Bäume lebend im Licht. ; Rebekka flüsterte: O, das ist schön. . . o, das ist herrlich. .. ein göttliches Bild!"... Ich blickte ihr über die Schulter, und mein Kinn berührte den Sammt ihres Kleides. Ich sog den leichten Duft ihres Körpers ein wir blieben lange so stehen. Dann sagte der Händler: Es ist ein echter. . . das sehen Sie ja wohl. . . Sie bekommen ihn halb geschenkt... neunzig Pfund. . . Jetzt will ich Ihnen
das Bild noch vorn im Laden zeigen ...bei Tageslicht... es ist eine Perle . .. so einen Corot finden Sie nicht wieder. neunzig Pfund. . . es ist eigentlich lächerlich.". . . Wir gingen durch den langen Korridor, traten an die Ladenthür und sahen uns das Bild nochmals an. Rebekka, die dicht neben mir stand, flüsterte wieder: Ein herrliches Stück!" Einen Augenblick später hatte ich das Bild gekauft. Sie blickte mich dantbar an und sagte: Ich freue mich, das Sie's ge kauft haben.". Und der Händler fragte mich, nachdem er sein Geld in Empfang genommen hatte: Wollen Sie nicht Ihren Namen drauf schreiben?. . . Es ist immer besser für .später... dann wissen Sie, daß Sie dasselbe bekommen... die meisten Menschen glauben uns. nicht, sie meinen immer alle, daß wn Betrüger sind... Ach, zeichnen Sie's doch, bitte, auf der Ruckseite. ... Ich wollte mich weigern, allein Rebekka drang in mich: Thun Sie'5 doch, bitte. .. er hat's lieber... dann i;itf wir sicher, und Sie auch. . . es ist t nur eine Form. . dann wissen Sie auch bestimmt, daß es Ihr Gemälde ist" Ich schrieb meinen Namen mit blauem Bleistift hinten auf die Leinwand. r Am Abend stand der Corot in meinem Zimmer. Im Club hatte ich hocherfreut von meinem Kauf erzählt, neunzig Pfund. Es ' war einfach geschenkt. Einer meiner Freunde meinte lachend: Wenn's nur wirklich ein echter ist. . . du ahnst ja nicht, was die Kerls alles anstellen... Ich für meinen Theil würde niemals ein theures Bild bei einem Antiquitätenhändler kaufen." Am nächsten Mittag wollte er zu mir kommen, um es .sich 'anzusehen. Wir tranken Sekt zur Feier des Kaufes. Am nächsten Morgen betrachtete ich, halb angekleidet,' den Corot am Fenster. Es war eine schlechte Kopie... Ich sah nochmal und' nochmal. . . es war eine Kopie. Ich schloß ' die Augen, versuchte, mich zu erinnern, wie ich es am vorigen Tage gesehen hatte, voller Sonne,' lebend vor Wärme, ein herrliches. Stück. . . ich sah wieder und wieder. . . wollte daran zweifeln, daß es falsch sei, und konnte es nicht... ' Da war es mir plötzlich, als begriffe ich Rebekkas Lächeln... Sie hatte mich betrogen. Ich kehrte das Bild um, um meinen Namenszug zu sehen. Da stand ! er in dicken, blauen Buchstaben. Meine eigene Schrift. Es war also doch mein Bild. Mein Freund kam, sah die Landschaft und lachte. Und du willst was von Bildern verstehen?... Schund ist das... das sieht man auf zehn Meter Entfernung schon. Aber ich habe dir's ja Ich erzählte ihm die Geschichte mit der Signatur. Sie haben dich betrogen," sagte er. Ich will gern glauben, daß er gestern echt war... aber jetzt ist er falsch ... nur die Sache mit der Unterschrift verstehe ich nicht recht.'., ist das auch wohl sicher die deine?" Ja, natürlich. . . ich irre mich nicht. . . entweder bin ich gestern verrückt gewesen, oder Rebekka ist die gerissenste Frau, der ich je in meinem Leben begegnet bin." Wer ist Rebekka?" Da erzählte ich ihm von Miriam. Der Mann ist's nicht gewesen," sagte er darauf, es ist die Frau, die dich betrogen hat. sie wohl, wirk lick seine Schwester?... Laß j-.e'Sa che vorläufig ruhen. Du kannst doch nichts darauf ändern. .. Wart erst mal ab... du mußt warten... sage jetzt noch kein Wort, sie werden es vielleicht ein zweites Mal versuchen, or
sie diH betrügen können, dann kannst du bei der Gelegenheit gleich dein Geld zurückverlangen." Ein paar Monate gingen vorüber, ohne daß ich in den Antiquitätenlaben zurückkehrte. Ich fühlte, daß man mich betrogen hatte, und wollte es doch, nicht glauben. Vielleicht wußte der Händler selber nicht, daß das Stück falsH war. Eines Tagcs begegnete ich ihm in Fleet Street. Haben Sie Ihren Corot schon verkauft, Mylord?" fragte er mich. Ich sah ihn scharf an und sagte: Ja. . . ja, ich habe 80 Pfund daran verdient." Sein Gesicht drückte Erstaunen aus. 80 Pfund... ja, ja, es war ja auch ein wundervolles Bild. . . Rebekka hat drei Tage lang darüber getrauert,' daß wir es fortgegeben hatten... Aber jetzt habe ich etwas! Einen Mauve. . . Lieben Sie Mauve?. . . Ein wunderbarer Mauve, sage ich'Jhnen. Etwa ein Meter im Quadrat. Sehen Sie ihn sich doch mal an. . . Warum kommen Sie denn gar nicht mehr?" Haben Sie einen echten Mauve?" ' Natürlich, einen echten. . . Sie meinen doch nicht etwa, daß ich Kopien verlause?... Jetzt muß ich aber wirklich lachen. Mylord." Ich werde morgen kommen." Als ich am nächsten Tage den Laden betrat, sah ich Rebekka.
Sie that verwundert, als sie mich erkannte. Sind Sie also doch endlich gekommen?" fragte sie mit ihrer sanften Stimme, als ich mit ihrem Bruder das Hinterzimmer betrat. Und wahrend er das Licht anzünbete, fühlte ich ihren schönen, warmen Körper in meiner Nähe. Der Kauf war rasch abgeschlossen. Er. zeigte mir einen Mauve, eine Herrliche, lichte Landschaft. .. ich habe sie noch... wenn ich sie ansehe, glaube ich draußen zu sein. . . ein Mauve aus der besten Periode... Ich kaufte ihn für vierzig Pfund. Im Laden gab ich ihm das Geld. Rebekka blinzelte durch ihre Wimpern nach dem . Bilde, ergriff meine Hand und flüsterte, genau, wie das ersie Mal: Das ist ein kö uiches Stück . . . Gott, Gott, ist das ein herrliches Stück!" Ich empfand scharf und deutlich, daß ich jetzt auf der Hut sein' müsse. Wollen Sie mcht zeichnen? frag der Mann. Ich nahm langsam den blauen Bleistift. Plötzlich begriff ich. daß ich das Bild mitnehmen müßte, wollte ich nicht wieder eine Kopie in's Haus bekommen. Ich legte den Bleistift hin und sagte: Wozu denn all' die Umstände? Ich neyme es gleich mit. Sie erblaßte und fing an zu lächeln. Sie scherzen! Ein Lord, der mit einem Genläl'oe über die Straße geht! Das wurden Sie a me und nimmer thun.". . . Doch," antwortete ich, ich nehrne es gleich mit." Und leise erwiderte sie: Aber das erlaube ich ganz einfach nicht. . . wenn Sie auch nichts auf Ihre Würde geben, ich wohl.". . . Und der Mann stotterte: Ich schick: es Ihnen zu, das ist ja Unsinn!... Ein Herr, der wie ein Händler mit solch' einem schweren Stück über die Straße geht." Ich ergriff .das Bild mit beiden Händen und sagte: Ich nehme es mit, Sie wissen schon warum.Da rannte Rebekka an die Thür, warf sie zu und schrie: Laß ihn nicht raus, er ist ein Dieb! Einen Mauve für 40 Pfund!... Laß ihn nicht raus!" Der Mann versuchte, mir das Bild aus den Händen zu reißen. Ich sehe Rebekka noch immer. Sie war Prachtvoll in ihrer Wuth. Dieb!" schrie sie. Dieb!" Gib ihm das Geld zurück, Mann, gib ihm das Geld zurück... Aber rasch!" ' Der Kerl holte die Banknoten, die ich ihm gegeben hatte, aus der Innentasche seines Rockes und schmiß sie auf den Ladentisch. Da!" sagte er. Da! Aber jetzt raus, raus! Jetzt haben Sie nichts mehr zu rellamiren!" Ich nahm gelassen das schwere Bild unter den Arm und ging auf die Thür ZU. Da stürzte der Kerl sich auf mich, während die Frau schrie: Schlage ihn! Schlage ihn! Laß ihn nicht gehen, den Dieb!... ' Schlage ihn blind!" Es ist schon lange her. Ich war ein Riese. Ich packte den Kerl und schleuderte ihn gegen die Wand. ' Dort blieb er wie betäubt liegen. Die Frau stöhnte: O Gott, o Gott, mein Mann. . . mein Mann!". . . Zu Hause angekommen, nahm ich . ? t r t ' ' oas iio aus oem aymen. Zwei Bilder- waren auf einen Blendrahmen zusammengenagelt. Das unterste war die Kopie. Die hatte ich jenes erste Mal gezeichnet. - Auch. .Ich schreibe jetzt einen Knmmalroman. in dem Wnrh 5 schlag und die schwierigsten Gaunereien vorkommen." tzso? Ich habe einen Freund, der hat auch kürzlich sein Lebensgeschichte als Buch erscheinen lassen.- -
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Washwgt 427 Oliver und Lirch 428 Oliver und OSgoob 429 NordyK und Vort 431 Hadletz Ave u. Morrtl 432 wer Ave u. MorriS 454 Riva Slv nd SKY 455 Harding .BigSRU 43S Harding und OLS 437 No. 1 prt$$CJ Morri unb AaxMn 0CÄSt3CSJ 4 et 31 9tcln ch 3 ZEZ Howard usd Set 45, Worrii nb fäftN 456 öm5ert cx Cssaf. 457 Norde v m. tte. Work 812 West und &a$ 813 enwcky Ave u. Starte 14 Meridian und Storr? 51 Illinois un Jbnfei 517 MorriS und Daketa 513 MorriS und Church i Capital A. McCar 521 Veridian und Pa!tt 623 Pine und Lord 524 MadIfor.Avu LÄö . $26 Meridian und Veit SS 27 Carlos und Rah 52 Meridia und Ariiona 29 Meridian. Aaymond . 551 Meridian u. MrCa. 532 No. 17 CprttzenKsu Morris nahe West I McKacmund Dsuy. 61 Säst u. Lincoln in 614 Eeft und Beccher 615 Wright vxa Santol 17 McCarty und L eath SIS Ntw Jersey u Sir A ' 71 Tpruce und Prvsp! 7 English Ave. u. 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Die y bezeichnete Signale werde u? o Dhr achter angeg'ben da an de betvefsende Stro euzurae kwe ZarnckSSe tagOaxH fsX Neciit nngcnchrn. Der Herr Professor empfängt seinen neuen Assistenten im Laboratorium.Nach einigen Worten der Begrüßungmeint der Herr Professor: 2Ich, mein lieber Herr Kollege, nehmen Sie doH, bitte, von dieser Substanz ein wemg auf die Zunge! Die meine ist äugenbllcklich etwas abgestumpft, so daß ich den Geschmack nicht genau zu definiren vermag!" (Der Assistent gehorcht mii Vergnügen.) Verspüren Sie irgend eine eigenartige Wirkung?" Nicht die geringste!" Beißender, brennender Geschmack?" Nein!" Nun. wie ist denn dann der Geschmack?" Gallenbitter!" Hm!" Dürfte ich fragen, waZ für eine Substanz das eigentlich m am . m mm s a , qtzx rcfenorr darüber bin ich mir eben noch nicht ganz klar, lieber Herr Kollege. Man hat nur hier kürzlick Pferde damit vergiftet! - -
