Indiana Tribüne, Volume 28, Number 116, Indianapolis, Marion County, 7 January 1905 — Page 4

, 7 Januar 1905. a

Juytana Trivlme

Jndiana Tribüne. HrrauIgeAeden von der utendekg S. Indianapolis, Ind. Sarry O. Thudiu - ' Präsident. GeschäftSlocal: No 31 Süd Delaware Straße. telephoine ss. K tcred x the Post Office ot Indianapolis at . secood dass matter.

Fuel Gas eine munizipale Posse. Der Vorhang ist über den ersten Akt der Poffe Fuel GaZ" von Holtzman mit Musik von Stadtrath" Kapell. meiste? The Nems". Ort der Handlung no mean ,city", in die Höhe gegangen, wird roohl aber noch vor Schluß der Ausführung unter dem Gezisch des genarrten Publikums, wel cheZ sich verleiten ließ, die Novität zu besuchen, fallen. Der Gang der Handlung allein ge nügte, um das Publikum über die Er bärmlichkeit des finnlosen Machwerks aufzuklären, er ist in Kürze folgender: Ein Sensationssüchtiger sucht durch Anschmärzung verschiedener leitender Industrien und öffentlicher Anlagen, wie Brauereien, Wasserwerke etc. ge wisse Vorurtheile, die ja stets im Publikum gegen erfolgreiche Corpora tionen begehen, auszunützen, um bil lige Reklame zu erhallen. Bald schimpft er überS Wasser, weil eS nicht gekocht ist. Dann; wieder ÜberS . Bier, weil das Wasser darin doch gekocht ist. Er faselt von Epidemien, die nicht existiren und veranlaßt die städtischen Behörden, welche das alarmirte Publikum beruhigen wollen, Tausende für Experten, Untersuchungen, Analysen etc. zu verschleudern, mit dem vernicht tenden Ergebniß, daß daS Wasser als zuträglich erklärt und unser Bier preis gekrönt wird. Um dieZ'Scharte auszuwetzen der spricht der gute Mann der Bevölkerung ihr billiges Kochgas zu verschaf fen. Nicht Ulm. indem er selbst sein koscheres ' Geld inveftirt, sondern durch Drangsalirung einer Gasgesellfchast, die sich der Stadtjgegenüber verpflichtet hat Leuchtgas, und nur solches, zu einem gewissen Preise zu fabriciren. " Er weiß die städtische Obrigkeit zu verleiten sein Plänchen zu indosstren und der Stadtrath nimmt eine Ordi nanz an, daßKochgas für 50c per 1000 zu liefern sei. Die Gasgesellschaft, welche ihren Kunden nur Leuchtgas liefert und gar kein Rechtchat KochgaS zu fabriziren, läßt sich durch den Hum bug nicht anfechten. Sie fabrizirt nach wie vor Leuchtgas lund berechnet den gesetzlichen! Preis dasür. Die Sache wird in die Gerichte getragen mit dem Ergebniß, daß die Behörde eine em pfindliche Niederlage erleidet, hohe Pro zeßkoften zu tragen, deriAnreger derselben sich unsterblich dlamirt und den überdies nicht allzu vollen städtischen Sückel um Zdie Wasseruntersuchungs kosten und die Anwalts- und Gerichts, kosten geschmälert hat. Das genas führte Publikum; muß aber nach wie - vor. den LeuchtgäspreiZ.bezahlen. Einige Blüthen. laus dem ersten Akt genügen um' die Posse als Schund zu brandmarken. Erster. Zeuge: Die Gasgesellschaft verkauft mirzLeuchtgaS, ich brauche dasselbe zum Kochen, muß aber trotzdem für Leuchtgas bezahlen. Zweiter Zeuge: Die . Gesellschaft verkaust nur iLeuchtgaS. Ich benutze dasselbe zumMchen obwohl die Gesell schaft unter ihrem Freibrief kein Recht hat KochgaS.'zuijfabriziren. Angeklagte: Wenn ich dem Zeugen, fein GaS mit dem von der Stadt feftgesetzten KochgaöpreiS berechne.' so ge stehe ich ein, daßich KochgaS fabrizire, wozu ich absolut keine Gerechtsame habe. Der Richter: Mir ist von alledem so dumm als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum." Ein Anwalt: Die Sache ist höchst einfach Euer Ehren. A. hat von der Stadt das Rech! erhalten, ein Gestüt zur Zucht von Rennpferden zu halten. B. kauft ein Rennpferd, spannt e5 aber vor einen Pflug und will nun nur den Preis für einen Ackergaul, den A. über Haupt nicht züchten darf, bezahlen. Wenn B. seinen Fall vor Gericht bringt, so sollte er wegen CerichtSmißachtung bestraft werden. Der Richter: Nach dem Gehörten komme ich zu dem Schluß, daß die Juriödiktion in diesem Falle eigentlich Dr. Edenharter zusteht. Die Zeugen und Kläger find ersucht, fich zur weiteren Untersuchung vor dessen Forum einzufinden. Der Schluß ist ebenso fade wie der Anfang, das Publikum ist in seiner

Hoffnung 50 Cents werth zu erlangen, gründlich getäuscht und die Steuerzahler bezahlen die - Aufführungskoften. Der Kapellmeister wird aber seinen Dirigentenstab hinlegen und die Anderen die Suppe auslöffeln lassen. ES ist kaum möglich, die GaS-Agi-tation ernst zu-nehmen. Obwohl gerade wir billiges KochgaS sehnlichst herbeiwünschen, sehen wir ein, daß der eingetretene Weg nur dazu angethan ist, jede Hoffnung darauf im Keime zu ersticken. Kein Geschäftsmann kann in diesem Lande gezwungen werden, einen Artikel zu einem Preise zu fabriziren, der ihm nicht behagt. ES gehören eben zwei Leute dazu, um einen Handel abzuschließen. Wenn der Stadtrath der GaS.Gesellschaft erklärt hätte, daß man ihr einen Freibrief zur Herstellung von Koch.GaS gewähren würde, wenn sie einen annehmbaren Preis dafür festsetzte, so hätte die städtische Verwaltung im Wege gütli cher Vereinbarung eS vielleicht vermöcht, ein Entgegenkommen bei der GaS-Gesellschast zu finden, und die Bevölkerung von Indianapolis Hütte vielleicht Koch.GaS für etwa 60 oder 65 Cents per tausend Kubikfuß erhalten können. Nun muß abwewartet werden, bis der angebahnte Proceß, der nur mit der gänzlichen Niederlage der Stadt enden kann, beendigt ist. Dann muß die 50 Cents'Ordinanz umgestoßen werden und dann erst kann man ent weder einer neuen Gesellschaft einen Freibrief zur Fabrikation von billigem KochgaS geben oder eine vernünftige Vereinbarung mit der GaSgesellschaft treffen. . Allem Anschein nach scheint unser neuer Gouverneur Hanly aus gutem Holz geschnitzt zu sein. Das Blitzmädel" wird Donnerstag zwar einschlagen, aber kein Donner weiter, sondern heiteren Sonnenschein im Gesolge haben. Das schöne Geld, welches die Wasseruntersuchung gekostet hat und der Gaöprozeß kosten wird, hätte manches Loch in den Straßenpflastern geflickt. Von den Mitgliedern k er PanamaCommission wird befürwortet, daß man ihnen das fette Pöstchen doch ferner be-. lasse. Uebel nehmen kann man's ja den Herren schließlich nicht, die 3 Jahre hindurch je S1000 per Monat sür ein süßeS Nichtsthun erhalten haben. Die Stadt hat absolut keine Veranlassung die Kosten für Erhöhung der Geleise tragen zu helfen. Die Eisen-Kahn-Gesellschaften haben hauptfächlich den Vortheil davon. Wenn der Stadtrath eine Ordinanz erläßt, der die Bahnen zwingt, an Kreuzungen, die keine Hochgeleise haben, 5 Minuten anzuhalten, würde das Problem in kürzester Zeit gelöst sein. Anstatt den Wirthen 'in seiner Botschaft eine Moralpauke zu halten, Hütte der Gouverneur dem öffentlichen Interesse mehr gedient, wenn er sei nem Nachfolger Anleitung im Bewilligen von Begnadigungen gegeben hätte. Die willkürliche Begnadigung von Keller, der seine ihm vertrauenden Brotherren fortgesetzt bestahl, trotzdem er ein mehr als auskömmliches Salär bezog, ist wohl einer Aufklärung werth. Jedenfalls wirft die Affaire einen dunklen Schatten auf die Thätigkeit Äurbin'S als Gouverneur.

War wahnsinnig. LouiS C. ArSmühl, 1215 S. Dacota Str., 34 Jahre alt. wurde seitens einer Commission sür irrstnnig'erklärt. Vor drei Tagen wurde er gewaltthätig und mußte nach dem Gesängniß gebracht werden. In Hospitale gestorben. John Rush, ein alter hinfälliger Greis, der vor mehreren Tagen unter nothdürftigen Umständen und erkrankt in seiner Wohnung aufgefunden wurde und der nun nebst seiner gleichfalls erkrankten Frau in'S Hospital überführi wurde, ist seinem Leiden erlegen. Seine langjährige Lebensgefährtin ist über den Tod ihres Gatten untröstlich. Rush und seine Frau waren etwa 50 Jahre verheirathet. Der alte Mann starb an der Lungenentzündung. Der Lahrer Hinkende Bote Kalender für 1905 ist durch unsere Ofslee zu be, ziehen.

Ersatz Äcr Narkose. -

tU Gefahre der Verwendung von Ehlors form Tie neuesten Entdec?ungen. Trotz der Wohlthat, welche die VerWendung des Chloroforms und des Aethers für die Kranken bedeutet, die sich chirurgischen Eingriffen zu unterziehen haben, birgt die Anwendung dieser Mittel eine, wenn auch relativ sehr geringe, Gefahr für das Leben der Patienten in sich. Im Allgemeinen ist die Angst vor der Narkose ja gewiß durchaus unangebracht und man hat es auch verstanden, Unglücksfälle durch eine verbesserte Methode der Narkotisirung und namentlich auch in neuerer Zeit di'rch Ersatz des Chloroforms durch den Aether immer mehr hintanzuhalten. Trotzdem sind Todesfälle durch Rarkose, wenn möglich, zu vermeiden. Am ehesten ließ sich dies noch erreichen be! oberflächlich liegendem Operationsfelde. Da gelang es durch Anwendung des Aether-Sprays, später durch Ae-thylchlorid-Aufspritzen den immer am meisten schmerzenden Hautschnitt schmerzlos zu gestatten. Einen großen Fortschritt bedeutet dann die geniale Entdeckung Schleichs, daß man durch eine Infiltration, ähnlich wie sie etwa ein Moskistich veranlaßt, die Haut unempfindlich machen kann, namentlich wenn man noch etwas Kokain bei den Einspritzungen verwendet. Bei dieser Methode ist nur der erste Stich mit der Morphiumnadel etwa so schmerzhaft wie das Stechen mit einer größeren Nähnadel. Schon der folgende., Stich wird nicht mehr empfunden, da er ja in dem unempfänglich gemachten Gebiete erfolgt. Einen Schritt weiter ging dann Oberst, der versuchte, durch ähnliche Einspritzung an den, Nervenästen das ganze von diesen versorgte Gebiet unempfänglich zu machen. Das gelang z. B. bei den Fingern und Zehen ganz gut. Für größere Gebiete aber war es undurchführbar. Das Verdienst, hier noch einen weiteren und erfolgreicheren Schritt gemacht zu haben, kommt dem Bonner Professor Bier zu. Er spritzte die Kokain- bezw. die wemger giftige Eukainlösung in den Rückenmarkkanal, da wo die Nerven noch für große Gebiete zusammenliegen. Diese Methode bedürfte allerdings auch der Vervollkommnung. Aber jetzt ist sie so weit, daß Professor Martin in Berlin sie bei geburtshilflichen Operationen und bei Operationen gegen Frauenleiden als empfehlenswerth bezeichnen konnte. Auch in Wien ist die Methode bei mehr als 200 Operationen von Professor Mosetig erprobt wordenenmentlich bei Operation von Leistenbrüchen, Schenkelbrüchen und Amputationen, ferner bei Mastdarm-, Hämorrhoi-dal-und Blasenoperationen. Die hierbei gemachten Erfahrungen lassen das Verfahren auch gerade bei solchen Fällen (Herzfehler, Erkrankung der Gefäße und ähnlichen), in denen die -An-Wendung der Narkose bedenklich sein kann, als gut brauchbar erscheinen. Irgend eine ernstere Störung wurde nicht beobachtet. , So kann jetzt die Wohlthat der Schmerzlosigkeit, einstweilen allerdings nur bei Operationen an der unteren Hälfte des Leibes, wiederum in ausgedehnterem Maße ofxt die Gefahr der Narkose den Kranken zu Theil werden Die 5?urrende-Tanger. Eine Einrichtung, die sich aus früheren Jahrhunderten in die neuere Zeit hinübergerettet hat, bildet im Harz, Deutschland, für den Fremden den Gegenstand des lebhaftesten Interesses. Es ist das die Kurrende, die in mehreren Harzstädten, besonders Klaus thal, noch heute gepflegt wird. Zie der Kurrende angehörenden . Knaben und Erwachsene ziehen Sonntags singend mit ihrem Führer, der den Namen Präfektus" führt,im Volksmunde aber Gassenkantor" genannt wird, durch die Straßen der Stadt. Der Führer ist oder war in seinem Hauptdienst in der Regel Kastellan der Bürgerschule und rekrutirt seine Sängerschaar aus den besten Stimmen der verschiedenen Knabenklassen. Die Hauptaufgabe der Kurrende besteht darin, daß sie bei dem Umzüge durch die Straßen den Hauptgesang, den die Gemeinde in der Kirche singt, vortragen, offenbar wohl deshalb, damit diejenigen Leute, die nicht zur Kirche geben können, auch eine sonntägliche Erbauung haben. Die Sänger beschränken sich übrigens nicht allein auf (5horalmelodien, sondern sie bringen auch Lieder und Motetten vor den Häusern derjenigen Einwohner zu Gehör, bon denen sie die Ueberzeugung haben, daß bei ihnen für diese gesangliche Darbietung besonderes Interesse vorhanden ist, und die die uralte Ein richtung auch durch Geldspenden unterstützen. Man sieht deshalb die Kurrenke auch hier und da vor einem Hause plötzlich Halt machen, eine halbkreisförmige Aufstellung einnehmen und hört eine Motette oder auch ein Lied frühlichen Inhalts erklingen, wonach dann die unermüdliche Sängerschaar ohne die geringste Kunstpause ihren Marsch choralsingend fortsetzt. Ein oder zwei 5tnaben gehen-daneben von Haus zu Haus und sammeln Gaben ein. Bekleidet sind die Sänger der Kurrende mit hohen schwarzen Hüten und schwarzen, bis zu den Knieen reichenden Mantelkrägen und sie rufen dadurch mehr einen düsteren als feierlich-fröhlichen Eindruck hervor. An Jnlandsteuern gingen in den Ver. Staaten während des Siskaljahres 1904 $232,904,004 ein, was eine Nettozunahme gegen das Vorjahr von 52,163.079 bedeutet.

Neue Vri:fmar5e in Sicht. Diese Freudenbotschaft für ' alle Markensammler und solche, die es werden wollen, bringt das soeben erschienene Amtsblatt des Neichspostamtes unter der Überschrift Portoablösungsvertrag mit der badischen Regierung". Zur Feststellung der vom dadischen Fiskus in Zukunft für diePostsendungen in Staatsdienstsachen an die Neichspostverwaltung zu zahlenden Pauschalsumme soll der gesammte Postvcrkehr der badischen Staatscehörden neu ermittelt werden, wie dies im Jahre 1803 für die preußischen Postdienstsachen angeordnet worden war. Manche Leser erinnern sich vielleicht noch der Briefmarken ' mit der Ausschrift .Frei durch Ablösung", die damals unter den Markensammlern der ganzen Welt kein geringes Aufsehen erregten. Wie in Preußen so werden nun vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1903 die sämmtlichen Postsendungen, die von den absendenden Behörden Badens mit dem Porto-ablösungs-(Aversionierungs-") Vermerke versehen find, mit besonderen Zählmarken beklebt werden. Diese von der Reichsdruckerei - gelieferten Marken entsprechen in Große und Farbe den glcichwerthigen Postfreimarken und werden in den Werthen von 2, 3, 5, 10, 20 und 25 Pfennig verwendet. Sie haben ein weißesMittelfeld und tragen an Stelle des Bildes der Germania den Aufdruck: Frei durch Ablösung Nr. 16". (Der Abersionierungsvermerk für Preußen Hot die Nummer 10.) Mit den neuen Marken sind alle staatlichen Postsachen (Briefe, Karten. Nachnahme- und andere Paketadressen, Postaufträge eic.1 zu bekleben, die nach Orten innerhalb des deutschen Reiches gerichetet sind. Von Neujahr ab dürfte danach große Nachfrage nach Ablösungsmarken aus Vaoen" herrschen, und die MarkenHändler werden ihre liebe Noth haben.

Peinlicher wischcnfall im Theater. Während, einer Aufführung von M. Gorkis Drama Die Sommerfrischler" im Dramatischen Theater von W. F. Kommissarschewskaja zu St. Petersbürg war der Darsteller des Wlas. Herr Blumenthal - Tamarin krank aus die Bü(ne gekommen und spielte nur mit größter Anstrengung. Im zweiten Akt hörte man schon kaum mehr seine Antworten. Aus dem Zuschauerräum ertönte dabei der Ruf Lauier!" Da geschah etwas Unerwartetes. Vlumenthal-Tamarin trat an die Rampe und rief, zitternd und bleich, ins Publikum hinein: Ich bin nicht im Stande lauter zu sprechen; 1$ bin krank!" Nach diesen Worten stürbe der Schauspieler zu Boden. Eine :mgeheure Aufregung entstand. Damen wurden von hysterischen Ansällci ergriffen. Rufe nach dem Arzt ertönten. Schließlich wurde der Vorhang niedergelassen. Anfangs wollte die Direltion den erkrankten Schauspieler durch einen anderen Darsteller ersetzen, beschloß aber schließlich die Vorstellung einzustellen, wobei dem Publikum erklärt wurde, daß es das Geld für stinc Billette an der Kasse zurückerhalten könne. Nur wenige machten von diesem Recht Gebrauche Die meisten va ren von dem Vorgang so erschüttert, daß sie eilten, das Theater zu verlassen. Wie jetzt bekannt geworden ist. hat Vlumenthal-Tamarin schon lanae an einer Nervenkrankheit gelitten, die sich in diesem Fall akut geäußert hatte. Die versteigerte Hölle. Zu den sonderbarsten Gegenständen, die je bei einer Versteigerung ausgeboten worden sein mögen, gehört eine Hölle", die in Tuxford in der englischen Grafschaft Nottinghamshire zum Verkauf gestellt worden ist. Diese Hölle verdankt ihre Entstehung einem originellen Herrn Namens R. S. Wilson. der den spleenigen Einfall hatte, auf seinem Gute Tuxford Hall eine Hölle" im Kleinen zu bauen und in diese erbarmungslos alle Geister und Einflüsse in symbolischen Darstellungen zu verbannen, die nach seiner Meinung in der-Wett Böses schaffen. Hier finden sich als Trabanten seiner satanischen Majestät der Trinkteufel", der Tabaksteufel", die Frau mit dem stolzen Blick und der Lügenhaftigkeit", die schwatzende Scheuerfrau-, der scheinheilige Rechtsanalt" und der Heuchler". Es sind phantastische Modelle, an denen der Besitzer von Tuxford Hall sein helles Vergnügen gehabt hat. Sie liegen wild umherblickend und mürrisch in der 5,'ölle; manche haben auch erläuternde Aufschriften. An den Thoren dieser Unterwelt steht eine schreckliche Steinfigur des Teufels mit einem Sckädel in der Hand. Trotz aller Anpreisungen des Auktionators brachte es die Hölle" bei der Versteigerung aber nur auf 50 Schillinge. Sensation erregt in Moskau ein Artikel des Pfarrers Pctrow in der dortigen Zeitung Rußkoje Slowo", der sich gegen den Gcncralprokurator des heiligen St) nods, Pobjedonoszew, den NlZsische.l Papst" und Großinquisitor", wen det. Tor Aufsatz strotzt von Velcidigungen des einst gcfürchtetsten Man nes Rußlads. Bei Pobjedonoszew soll übrigens am 30. November eins Versammluug von 45 hohm Würden trägern stattgefunden habn, die nen Bericht an den Zaren abzusenden beschlossen, in der sie ihn auffordelrn wollen, seine Zustimmung zu jeder Konstitution zu verweigern.

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Muß in'S Irrenhaus znrnck. grau MarieKreutzberger. die aus dem Irrenhause unter Parole entlassen wurde, ergriff gestern eine Kanne mit kochendem Kaffee und übergoß ihre Schwägerin, Anna Kreutzberger, in de ren Hause, 1001 Harrison Straße, ste sich aufhielt, mit der kochenden Flüs. sigkeit, Gesicht und Hals derselben schwer verbrühend. Die Frau wurde als harmlos aus dem Jrrenasyl ent lassen, nach dieser That jedoch sah man sich gezwungen, die Kranke nach vort zurückzubringen. Weniger Wirthschaften. Ein drastischer GesetzeS.Vorschlag be treffS Regulirung der Wirthschaften wird ausgearbeitet und wird von einem der Madifon County LegiSlatoren vor gelegt werden. Nach dieser Bill sollen Wirthschaften nur auf die Geschäfts gegenden beschränkt und ihre Zahl ge mäß der Höhe der Einwohner bemessen werden. Deutscher Mllltar-Bereln. Heute, Samstag, den 7. Januar, ist Versammlung deö Vereins wozu alle Kameraden ersucht werden zu erscheinen und die übrigen Tickets mitzubringen, vom letzten Weihnachtsfest, damit das Comite Rechnung ablegen kann.

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(030; aii 105O auch nur ein kleines Souvenir von Uxl XtMi:Xi r-rr? -i v l Cloypool Hctel iß mlr gegenüber. a 142 SM Zllwois Stt Sonntags offen. Telexhon: (Neu) 4143 (HU) SB in 3463 1 ni o

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n ÜO "TtöriTS . (TTVnn-n rrri. Von verschiedenen Personen sind nun bereits beschworene Aussagen im Polizeigericht hinterlegt worden, die angeben, daß ihnen die hiesige GaS. Compagnie ungesetzmäßig einen zu hohen Preis 90 Cents für Koch, gas berechnet habe. Sie Hütten nach' der Stadt-Ordinanz nur 50 Cents für 1000 Cubicfuß zu zahlen. Die Fülle werden wahrscheinlich heute schon zur Verhandlung im Polizeihof gelangen. 7 Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow". Bauerlaubnißschein e. A. M. Brown, Reparaturen. 2311 Wheeler Straße, S50. Cornelia Kercheval, Cottage, Cuclid Ave., nahe New York Str., $750. F. P. Stanley, hölz. Wohnhaus, Dearborn Str., nahe 23.. S1650. Liber tzow. ard, Anbau, 9 Beville Ave., $50. Dr. T. W. DeHaaS, hölz. Wohnhaus, 30. Str., nahe Kenwood, $2500. Henry MyerS, Reparaturen. 444 Oft Washington Str.. $45. E. I. ElliS, hölz. Wohnhaus, 23., nahe North weftern Ave., $700. X7 Der Lahrer Sinkende Bote Kalender für 1905 ist dnrö unsere Office tn beziehen.