Indiana Tribüne, Volume 28, Number 115, Indianapolis, Marion County, 6 January 1905 — Page 3
Indianer Tribüne, . Januar 1905
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Port Arthur neu befestigt. Das Flaggschiff Admiral Rojcstwcnsly's angeblich gesunken.
Entrüstung über General Stössels Behandlung. Schiffe mit Lebens- und Arzneimiiteln vor Port Arthur zurückgewiesen. HochzeitsGeschenk für den dentschen Kronprinzen. Britisches Schiff verschollen.
Japan. Befestigung von Port Arthur. T s ch i f u , 5. Jan. Gen. Nogi hat schon seit Monaten chinesische Kulis anwerben lassen, die bei Wiederherstellung der Befestigungen von Port Arthur verwandt werden sollen. Auf dem Jzlu . Flusse liegen Schiffe mit großen Vorräthen von Zement und Holz, in Japan Massen von Stahl platten, die bei der Befestigung ge braucht werden sollen. Die Japaner sind der Zuversicht, daß Port Arthur stärker wie vorher sein wird, wenn die Russen wirklich dazu kommen sollen, es zu belagern. Russen übergeben Dam. pser und Minen. Tokio, 5. Jan. Die Russen Übergaben den Japanern im Hafen von Port Arthur zehn kleinere, gebrauch, fähige Dampfer; alle anderen Schiffe sind versenkt. Bis jetzt halten die Japaner noch keine Zeit, die Letzteren daraufhin zu untersuchen, ob sie gehoben werden können, was ihnen natürlich sehr angenehm wäre. Mit Wegfchaffung der Seeminen wurde sofort begonnen, nachdem die Russen die Pläne über die Lage dersel' ben ausgeliefert hatten. Die Gefangenen. Tokio, 5. Jan. Gen. Nogi giebt über die Kriegsgefangenen von Port Arthur folgende Zusammenmenßellung, die er als noch nicht vollständig bezeichnet: 8 Generäle, 4 Admiräle, 57 Oberste und Majore, 100 Kapitaine und Com manders. 531 Hauptleute und Leutnants, 200 Marineleutnants und Marinebeamte, 99 Armeebeamte, 109 Aerzte, 20 Kapläne. 22,434 Mann, schaften der Armee, 4500 Mannschaften der Marine, 3645 Richtkombattanten der Armee, 500 Nichtkombaitanten der Flotte, zusammen 32,207. Außerdem sind etwa 15,000 Kranke und Verwundete in denHospitälern. Erste Sendung Russen. T s ch i f u, 5. Jan. Der japanische Konsul Mizoune theilte heute Abend dem russischen Konsul Tiedemann mit, daß' der erste Transport von 1000 Nichtkombaitanten aus Port Arthur am Sonntag hier ankommen werde. Es dauert einige Zeit bis der ganze Transport hier anlangt, da es an Transportmitteln fehlt. Die meisten dieser Nichtkombaitanten find bei guter Gesundheit; die hiesigen Russen bereiten Unterkunst für die Ankommenden vor. Konsul Mazoune sagt, daß die Wei gerung der Japaner, den englischen Kreuzer Andromeda" und daS vom russischen Gesandten in Peking g schickte Schiff, die Lebens- und Arznei Mittel für die Kranken an Bord hat ten. nach Port Arthur zu lassen, eine Folge des strikten Befehles sei, keinen fremden Schiffen zu erlauben, dem Hafen nahe zu kommen. Unaufgeklärt. St. Petersburg, 5. Jan. Die Meldung von Wei Hai Wei daß die Japanerden britischen Kreuzer An dromeda" mit Krankenwärtern, Aerzten und Hospitalvorräthen an Bord die in Port Arthur so nothwendig find, zu rückgewiefen haben, hat hier Ent rüstung hervorgerufen und hat den guten Eindruck, den das Verhalten der Sieger gemacht hatte, park abge schwächt. Man kann nicht verstehen. warum die Japaner, wenn sie denn der Andromeda" nicht gestatten konn ten Port Arthur anzulaufen, sie ihr nicht erlaubten ihre Vorräthe zu Port Dalny zu landen, e5 sei denn, daß sie den Zustand der Belagerungsarmee nicht zu enthüllen wünschten. Russisches Flaggschiff. . Paris, 5. Jan. Der Pariser Ausgabe des New Jork Herald wird von einem Petersburger Korresponden ten gemeldet, daß das Flaggschiff Ad miral RojestvenSky Knlaz Suwarow auf einen Felsen stieß und sank.
Die letzte Depesche von Vize.Admiral RojestvenSky kam von Tamatave auf Madagaskar und war vom 2. Januar datirt. Sie meldete, daß das zweite Pacisicgeschwader auf der Rhede von Sainte Marie, einer Insel auf der Oftlöste Madagascar'ö liege. Kniaz Suwarow" wurde zu PeterS bürg 1902 vollendet, hat 13,516 Ton nen Deplacement und 10,000 indizirte Pferdekräste. Bewaffnet war er mit 4 12-zolligen Krupp.Gefchützen, 12 6 zöllkgen, 20 3.zölligen Geschützen, 20 Dreipfünder und 6 Einpfündern. Fer.
ner hatte daS Schiff 6 Torpedoröhren und 740 Mann Besatzung. WerthPortArthur'S. Berlin, 5. Jan. Generalmajor a. D. Meckel, der frühere Instrukteur deS japanischen Heeres, schreibt anläß lich deS Falls von Port Arthur: Nunmehr haben die Japaner in der Mandschurei endgültig festen Fuß ge faßt. Sie besitzen jetzt die Halbinsel Liaotung unbestritten. Die japanische Armee hat einen festen Zufluchtsort, falls sie zum Rück. zuge gezwungen werden sollte, und ge sicherte Verbindung mit dem Meere, wahrend sie sich bisher in der Gefahr befand, im Falle einer Niederlage in's Meer geworfen zu werden. Japan hat nunmehr ein unfchätz bares Faustpfand für den künstigen Frieden." Gerechte Entrüstung. Petersburg, 5. Jau. An knüpfend an die Meldung, daß Gen. Stössel vor ein Kriegsgericht gestellt werden solle, sagt Novoe Vremya": Laßt uns unter allen Umständen ein Kriegsgericht haben und macht es strenge, wenn möglich. Der harte Richter wird vielleicht sanft mit denen umgehen, die ihrem Lande Blut und Leben geopfert haben. Vielleicht wird das Gericht auch feststellen, warum eine Festung, die offenbar von einer Blokade bedroht war, nicht mit der nothwendigen Nahrung und Munition versehen wurde, um aushalten zu können. Viel leicht wird ein solches Gericht viele dunkle verborgene Dinge an'S Licht bringen und die schleichenden, feindlich wühlenden Feinde Rußland'S bloß, stellen, die unendlich gefährlicher für die Nation sind, als Feinde, die offen kämpfen." Stössel krebsleidend? St. Petersburg, 5. Jan. ES ist über den Gesundheitszustand Gen. Stössel's nichts Genaues bekannt. aber es geht das Gerücht, er leide an KrebS. Geschwader zurückberufen. St. Petersburg, 5. Jan. ES ist beschlossen, das zweite Pacisic geschwader nach europäischen Gewässern zurückzuberufen. Ueber Reformen. TsarSkoje Selo, 5. Jan. Der Zar empsing heute Morgen Minister Witte serner den Finanz und den Juftizminifter. ES wurden die Fort schritte in der Entwerfung von Re formmaßregeln besprochen. Witte frühstückte mit dem Zaren und hatte dann eine lange Konferenz mit ihm. China. Gesandter Conger. Peking , 5. Jan. Der amerikonische Gesandte Conger reiste heute nach den Philippinen ab. Sekretär Coolidge versieht die Geschäfte der Ge sandtschaft. Canada. Schiff verschollen. St. John S, N. F., 5. Jan. Zwei Rettungsgürtel mit der Auf schrift Edith Mary, Glasgow" find bei Cape St. Marys gefunden worden. Man glaubt, daß ste zu der eisernen Barke dieses Namens gehörten, die am 14. Sept. Ascenfion für St. JohnS verließ. Das Schiff war seit 103 Ta gen nicht gesehen worden;, man be fürchtet, daß es bei Cape St. Marys mit seiner Bemannung von 10 Köpfen unterging.
Deutschland. Hauöeinsturz. Coburg, 3 Jan. DaS EiShauS einer hiesigen Brauerei war zu schwer belastet und stürzte zusammen, 9 Arbeiter unter seinen Trümmern be
grabend; 5 wurden erschlagen, 4 der letzt, 2 davon lebensgefährlich. HochzeitSgeschenk. Berlin, 5. Januar. Hundert preußische Städte werden dem Krön Prinzen Friedrich Wilhelm bei seiner Hochzeit mit der Prinzessin Cecilie von Mecklenburg-Schwerin ein Tafelservice von tausend Stücken für fünfzig Personen im Werthe von $125,009 zum Geschenke machen.,') Abgewiesen. Berlin, 5. Jan. Die frühere Kronprinzessin von Sachsen begad sich nach ihrem resultatlosen Besuche in Dresden nach Rom, um den Papst zu ersuchen, seinen Einfluß auf König August geltend zu machen, daß sie ihre Kinder sehen dürfe. Der Papst lehnte eS ab, sie zu empfangen. Hammerftein'S Me m o i r e n. Berlin, 5. Jan. Demnächst erscheinen die Memoiren des im Vorjähre gestorbenen ehemaligen Chef - RedakteurS der Kreuzzeitung", Freiherrn Wilhelm von Hammerftein. Sie ent halten wichtige Briefe mit bedeutsamen Aufklärungen über verschiedene politische Ereignisse, so auch über den Tod deS Königs Ludwig II. von Bayern, welcher am 13. Juni 1886 im Starnberger See durch Selbstmord endete. Fürst Ferdinand in Gunst. Berlin, 5. Jan. Die besondere Ausmerksamkeit, welche der Kaiser anläßlich der Beisetzung der Wittwe des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Koburg und Gotha, Prinzessin Alexandrine von Baden, dem Fürsten Ferdinand von Bulgarien erwies, der gleichfalls der Ceremonie beiwohnte, hat in weite sten Kreisen Beachtung gefunden. DaS neuerlich korrekte Verhalten Bulgariens in der mazedonischen Frage hat diesen Wandel mit sich gebracht. Guatemala. Mobile, Ala., 5. Jan. Von Porta BarrioS, Guatemala, wird gemeldet, daß die GuatemalaNordbahn zwischen der Stadt Guatemala und Porto Barrios für Personen und Fracht eröffnet wurde. Die Bahn wurde von einem Syndikate gebaut, an dessen Spitze Sir Wm. van Hörne steht. Marocco. Konsul überfallen. Tanger, 5. Jan. Die außerhalb der Stadt gelegene Wohnung des britischen Konsuls wurde in der Nacht des 4. Januar von Insurgenten angegriffen. Wachen trieben dieseben weg. Frankreich. Prof. Strakosch kommt. S t r a k o s ch, 5. Jan. Der berühmte VortragZmeister Prof. Alexander Skrakosch, tritt demnächst eine VortragStour nach den Ver. Staaten an, welche vierzig Abende umfassen soll. Italien. Titoni vom Schlage gerührt. Rom, 5. Jan. Der Minister des Auswärtigen, Titoni, wurde vom Schlage getroffen während er mit dem amerikanischen Botschafter Meyer u. A. auf der Jagd war. Sein Zustand ist bedenklich. Oesterreich'Ungarn. Erzherzog Joseph im Sterben. Wien, 5. Jan. Wie aus Fiume verlautet, liegt Erzherzog Jofepb von Oesterreich im Sterben. (Er geht im 72. Lebensjahre, ist General der Kavallerie und Oberkommandant der Landwehr der Länder der ungarischen Krone. Vermählt ist er mit Prin zessin Klothilde von Sachsen-Koburg und Gotha.) Philippinen. Japanische Wachtschiffe. Manila, 5. Jan. Dampfer berichten, daß ein japanischer Kreuzer vor der Meerenge von San Bernardino patrouillirt. ' Um 2 Uhr heute Nachmittag erschien der japanische Kreuzer tclcmft vor dem hiesigen Hafeneingange. Als er durch Signale über Herkunft und Ziel be fragt wurde, antwortete er nicht und ging mit Volldampf in See. Der Lahrer Sinrende Gote Kalender für 1905 ist durch unsere Ofsiee zu beziehen.
Kuriose HochzeitsbrZuche. Prüfung r Brautpaares nach der Zru ungs:5eremonie. Unter den zahlreichen seltsamen Hochzeitsgebräuchen sind nur wenige so merkwürdig, als jene in der Gegend von Bonneval in Frankreich. Zunächst muß die Braut an der Kirche vor einem Bild der heiligen Anna niederknien, neben welchem ein Spinnrocken voll Flachs steht. Nachdem sie sich dreimal bekreuzigt hat, spinnt sie drei Strähne. Unterdessen eilen die jungen Burschen nach Hause und bereiten geröstete Brotschnitten mit Wein, welche der jüngste unter einer um seinen Hals befestigten Serviette in feierlichem Aufzug zu dem Paare trägt. Beide müssen davon essen und dann aus einer eisernen Röhre einen Schluck Wein aufsaugen. Das alles geschieht vor der Kirchenthür nach Beendigung der kirchlichen Trauung. Nun wird ein Esel herbeigeführt, der eine Strohpuppe trägt. Hinter dieser muß die Braut aufsitzen, und so wird sie nach Hause geführt. Der Bräutigam und die Hochzeitsgesellschaft gehen zu Fuß. An der Schwelle des Hauses angelangt, erhält der Bräutigam ein Stück Schwarzbrot, in das er mit aller Kraft hineinbeißt, und dann ein Glas Wein. Inzwischen hat sich einer der kräftigsten Burschen mit einer angeräucherten Pfanne bewaffnet, und dieser bemüht sich nun, dem Bräutigam den Eintritt m's Haus zu wehren und ihm dabei mit der Pfanne einen Nußfleck im Gesicht beizubringen. Ist der Bräutigam stark und geschickt genug, um sich gegen diese Angriffe zu schützen, so gilt das als eine sehr gute Vorbedeutung. Zieht er den Kürzeren, so muß er sich mit einem Strick an der Thür festbinden lassen, und so muß er die Ankunft der Braut abwarten, die ihn von seinen Fesseln befreit. Sie selbst hat auch manche Prüfungen zu bestehen, von denen nur die folgende hervorgehoben sei: Sie darf ja nicht übersehen, einen Besen, der plötzlich unauffällig in ihren Weg gebracht wird, aufzuheben. Bei dem nun folgenden Hochzeitsschmaus nimmt die Braut den r bersten Platz am Tisch ein, während der Bräutigam die Gäste bedient. Beim Dessert kriecht der jüngste Bursche unter den Tisch, um der Braut das Strumpfband zu rauben, das dann in kleine' Stücke unter alle vertheilt wird. Endlich kommt ein junges Mädchen und überreicht der Braut eine weiße Taube mit den Worten: Es ist ein kleines Vögelein, es ist klein, aber es hat Kraft. Es hat an seinem Körper Flügel wie Pfeile und um die Augen drei schöne Ringe. Es ist ein kleines Vögelein, nimm Dich in acht, daß es nicht davonfliegt." Dies ist übrigens nur das Programm des ersten Hochzeitstages, dem dann noch ein zweiter folgt, ebenfalls reich an allerlei symbolischen. Ceremonien. Hier sei nur noch die eigenartigste davon hervorgehoben. Während des Tanzes führt eine Schwester oder sonstige Verwandte der Braut ein Menuett aus, wobei sie unter ihren Röcken eine große mit Nüssen gefüllte Tasche trägt. Die jungen Leute bilden einen Kreis um die Tanzende, heben die Nüsse, die herabfallen, auf und verzehren sie. Der Schellfischfang. Der Schellfischfang, der in den ersten Wintermonaten beginnt, gibt den Fischern der Nordsee, welche oft wochenlang draußen bleiben, um Tag und Nacht ihrer Beschäftigung obzuliegen, reichlichen Verdienst. Der Schellfisch wird nicht, wie viele vielleicht glauben mögen, mit Netzen gefangen, sondern mit Angeln, und zwar mit der sögenannten Grundschnur oder dem Angeltau. Es ist dies eine starkgetheerte, lanae Leine, an der sich in gewissen Zwlschenräumen Angelschnüre mit den aus Schmiedeeisen oder Draht bestehenden Angeln befinden. An einer Grundschnür mögen an tausend Angeln befestigt sein. Jede Angel ist mit starken Widerhaken versehen, und. als Köder benutzt man den Pier oder Ködersandwurm, der zu Millionen im Ufersande der Nordsee steckt und von Weibern und Kindern ausgegraben wird. Auf jedem Fischerboote sind mehrere Grundschnuren vorhanden. Ist man an dem Orte angekommen, wo der Fang stattfinden soll, so wird das eine Ende der Schnur an einer hermetisch verschlossenen kleinen Tonne befestigt, und mit dieser m's Wasser geworfen; indem dann das Boot weiter seaelt, die Tonne aber ungefähr an dem Orte, wo sie in's Wasser geworfen wird, liegen bleibt, wickelt sich die im Schiffe befindliche Grundschnur ab, und das letzte Ende wird ebenfalls an eine Tonne gebunden und diese auch in's Meer geworfen. Diese Tonnen haben den Zweck, die Enden der Schnur über Wasser zu halten, damit man sie wieder finden kann. Wenn alle vorhandenen Grundschnuren auf diese Weise im Wasser untergebracht sind, beginnt für die Fischer eine etwa zweibis dreistündige Ruhepause; alsdann geht die Mannschaft daran, die Schnur aufzuziehen und nach den Angeln zu sehen. Eine größere Anzahl, von Fischerbooten wird von einem Dampfer begleitet, der die gefangenen Fische von den einzelnen Booten in Empfang nimmt und nach der' nächsten Hafenstadt bringt. Einer Schätzung nach steh-
len die Kaffern in den südafrikanischen . ri t..-1.L. zlliamaniengruoen von mmvtiKif z.lich Diamanten im Gesammtwerth von $1,250,000. ' '
Charlestous Aalcn!:o!lkkior. Gtiir.d dreimelkge Gmrn::ung für deS Asit. Ur.icxLxoCf:uc Stusie. Dr. William Demos Crum, der von Präsident Roosevelt dreimal zum Hafenkollektor von 6harleston, S. C., ernannt ward, ist etwa 43 Jahre alt und ein wohlbekannter Farbiger des Pak
A. ' -WM r YX 1 " . "te , ' X . . . feäS3 f fc , m U Vv.v.V -M" T j !."; eMWW &SSv f&fiM MM ' ,i w fw ipz' ,ä w fzJT Mm 'is&t mML
Dr. William Demo Crnm. metto"-Staates. Die erste Ernennung Crums für. den Posten erfolgte im Januar 1803, der Bundessenat versagte jedoch der Ernennung seine Bestätigung. Während der Vertagung des Kongresses wurde Crum sodann zum zweiten Mal und neuerdings wiederum ernannt. Crum gehörte der Junior-Klasse der Universität von South Carolina an, als 1876 die Demokraten die Kontrolle über jenen Staat erlangten. Wie alle 'anderen farbigen Studenten wurde auch Crum gezwungen, die Universität zu verlassen. Er stubirte hierauf Medizin an der Howard-Universität für Farbige in Washington, D. C., wo er 1880 graduirte. Crum ließ sich sodann als Arzt in Charleston nieder. Er ist ein intimer Freund Booker T. Washingtons. Die DoggcrbanIz.Zlommisjlon. Als ihr fünftes Mitglied ein österreichischer Admiral erkoren. Indem die internationale Kommission zur Untersuchung des Dogger-bank-Zwischenfalles . einstimmig den Admiral v. Spaun von der österrei-chisch-ungarischen Marine zu ihrem fünften M'tgliede erkor, ist sie - vollzählig geworden. Außer Spaun umfaßt die Kommission die Admiräle Fournier von Frankreich, Kaznakow von Rußland, Beaumont von England und Davls von Amerika. Die KomMission hat nicht die Bestimmung, einen Schiedsspruch zu fällen, sondern ihre Aufgabe besteht lediglich in der Feststellung der Thatsachen. Hermann v. Spaun, ein gebürtiger Wiener, trat 1850 im Alter von 17 Jahren als Kadett in die österreichische tA tm'r j vW; Admiral Hermann v. Spann. Marine ein. Er machte 1859 den Krieg gegen Frankreich und Sardinien mit, betheiligte sich 1864 am Kriege gegen Dänemark und focht 1866 in der Flotte TegetthoffZ als zweiter Kommandant der Panzerfregatte Erzherzog Ferdinand Max" mit Auszeichnung in der Schlacht bei Lissa. Im Jahre 1873 wurde Spaun als Marineattache zur österreichisch-ungarischen Botschaft nach London abkommandirt. Er lieferte hier während seiner sechsjährigen Funktion glänzende Beweise seiner Tüchtiakeit. Im Jahre 1879 dem Erzherzog Karl Stephan zur Dienstleistung zugetheilt, begleitete Spaun den Erzherzog auf dessen Reise nach Brasilien und Nordamerika. Nachdem Spaun 18L5 als Commodore den Befehl über die Schiffsdivision im Mittelm:ere übernommen hatte, machte er die Blockade der griechischen Küsten mit. Als Kontreadmiral kam er 1886 zum Märinetechnischen Komite, dem er präsidirte. Er war auch Vertreter der österreichischen Marine bei der Inte?nationalen Marinekonferenz in Washington, D. C., ferner bei der Kolum-bus-Feier in Genua, sowie bei dem Viktoria-Jubelfeste in London. Im Oktober 1897 zum Stellvertreter des Chefs der Marinesektion, Admirals v. Sterneck, berufen, wurde Spaun, als Sterneck im Dezember desselben Jahres starb, dessen Nachfolger. Im Jahre 1899 avan:irte Spaun zum Bolladmiral, im Oktober -1904 trat er in d:n Ruhestand. Spaun ist lebenslängliches Mitglied des österreichischen HerrenHauses. Merkwürdige Benennung. Klaoiererzeuger" nennt man in Oesterreich die Leute, welche sich mit der Herstellung von Klavieren befassen.
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