Indiana Tribüne, Volume 28, Number 111, Indianapolis, Marion County, 31 December 1904 — Page 6
o
.
Merkt Dieses C?an kann flcfc nkcbt des kedenK erfreuen, enn man mit jSc&crfciclcn geplagt ift. Mann kann je doch Unwohlsein mit Wohl, sein vertausch durch tzi Vnwendung von Dr. Jugnst AZnig's Hamburger Tropfen. ..Warum nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch den Ge brauch eines .'. .'. .'. Garland Ofen... .... UNS .... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schön heit. Däerhaftig?eit, Heizkraft und Sparxrdtil im Kohlen Verbrauche. Dieselben werden mit Vergnügen rzeigt, in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. 1 I Bestellen Sie Ihren Anzug oderNeverzieher ....von.... W. G. SCHNEIDER ta erhalten Sie perfektes Paffen und die feinste Arbeit zu den nied rigften Preisen. Anzüge oder Ueberzieher auf Bestellung 813, $18, 820, 823, Hosen 83, M, 85, 86 aÄ. USl llTximtmtttt UIIaU fJf VltlUUlVIH VrnO, Achtung- .. .Die besten.... Jndiana Bitttminous Kohlen $5.00 per Tonne . Peacock Kohlen, S4 per Tonne. Beste Kohlen für Kochöfen. Alle anderen Sorten für Furnace oder Heizofen. Wir gehören nicht zn dcm Trust. Home Fuel Co. Neue? Phone 9291. AltcS Phone. Main 1150. felkWflifiHiSg& In ta?Sm tef:d;n onanl;3a und Ausfluß aus ttn Uri:; Crivanm durch EantLl:?e!i5v cuvjtüoim ev.t Unbequemlitfutfn. PrkiZ IUMVI $1.00, dei caeti TruzziN citt V JJ ''iJ cn o'. r tTk
rSr tfs2 W 1 Mmmu WM chm- 7KMv ßWW cW
Europaische Nachrichten.
Areie Städte. Hamburg. Direktor Julius Baesecke feierte den Tag, an dem. er vor 25 Jahren in den Dienst der Norddeutschen Feuer - VersicherungsGesellschaft trat, und zwar zunächst als Angestellter. Nach wenigen Iahren war er bereits Abtheilungschef und dann Subdirektor, bis er von dem Aufsichtsrathe mit dem Amt eines Direktors betraut wurde. Das durch eine Feuersbrunst vernichtete Hotel Schröders Nuh" bei Hausbruch soll vorsätzlich angezündet worden sein. Der Makler Schulte von hier, der den Besitzer des Hotels vertrat, wurde wegen Verdachts der Brandstiftung in Hast genommen. Verunglückt auf einem in der Kanalstraße befindlichen Neubau ist der Maurer Karl Nenneberq. Infolge Ausqleitens stürzte Renneberg aus der Höhe des zweiten Stocks vom Gerüst in die Tiefe. Die Verletzungen, die Nenneberg erlitten hatte, sind so schwerer Natur, daß für fein Leben das Schlimmste befürchtet wird. Em Unglücksfall ereignete sich in einem Hause der Villhorner Kanalstraße. Der dort woynende Arbeiter Frank wollte ein grobes Messer, das seiner Hand entfallen und mit der Spitze nach oben zwischen zwei Holzstückchen stehen geblieben war, aufheben. Hierbei kam Frank so unglücklich zu Fall, daß ihm das Messer in die Mitte der Brust .brang. Sein Lojähriges Dienstjubiläum beging der Eisenbahnbeamte' Reinhold Dequine, Apostelkirche 11. Bremen. Dem Landgerichtspräsidenten H. H. Meier sind zu dem Tage, an welchem er auf eine 25jährige Thätiakeit in seiner jetzigen Stellung zurückblickt, von allen Seiten die herzlichstenGlllckwünsche dargebracht worden. Gesine Meyer in dem benachbarten Grambecke, die am 15. November v. I. aus ihrem 17jährigen Schlafe erwachte, ha! vor Kurzem in voller Gesundheit ihr 44. Lebensjahr vollendet. Nach ihrem Erwachen im No vember mußte sie erst das Gehen von Neuem erlernen. Während eines Balls der Gesangvereine in den Centralhallen ist der Schlächtermeister Lübbert beim Tanze umgefallen und der Tod auf der Stelle eingetreten. Lübeck. Die hiesige Gewerbekammer, Gewerbegesellfchaft und der Gewerkverein veranstalteten für den verstorbenen Rechtsanwalt Dr. A. Brehmer wegen seiner hohen Verdienste um das Handwerk und um unser GemeinWesen eine Erinnerunzsfeier. Die Kaufmannschaft und Handelskammer stifteten für den Kreuzer Lübeck" eine silberne Bowle nebst Tablett und 24 Bechern, deren Überreichung nächstens stattfinden wird. Hesterreich.'Flngarn. Wien. Die 41jährige Wäscherin Ernestine Nejcek brachte in Simmering ein lebensfähiges Kind zur Welt, das sie in den Kanal warf. Das Wimmern des Kindes wurde gehört und das Kind, ein Knabe, noch lebend aus der Tiefe gezogen. Mutter und Kind wurden in das Allgemeine Krankenhaus transportirt. Gegen Ernestine Rejcek wurde, da der Verdacht eines versuchten Kindesmordes vorliegt, die strafgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Auf dem Kaiser Ferdinandsplatz ist der 18jährigeKellner Adolf Lingl, Nestroygasse No. 8 wohnhaft, von einem fahrenden Straßenbahnwagen abgesprungen. Er fiel aus's Hinterhaupt und erlitt eine GeHirnerschütterung und eine schwere Wunde. Der Buchhalter der Dampfkesseluntersuchungs- und Versicherungsgesellschaft Stephan Tumby beging fein 25jähriges Dienstjubiläum, bei welcher Gelegenheit ihm die herzlichsten Ovationen zu Theil wurden. G r a z. Gegen den hiesigen Besitzer des Hotels Daniel, Leitner, wurde ein Mordanschlag verübt. Im Hotel looirte sich ein anscheinend 35jähriger Mann ein und verlangte nach einiger Zeit den Hotelier zu sprechen. Als dieser im Zimmer des Fremden erschien, überfiel ihnLetzterer und brachte ihm durch einen in einem Tuch eingewickelten, etwa 5 Kilogramm fchweren Stein eine Hiebwunde auf dem Kopfe bei. Der Hotelier flüchtete mit blutüberströmtem Gesichte in den Korridor und rief um Hilfe. Hotelbedienstete eilten sofort herbei, nahmen den Attentäter, der erst flüchten wollte, fest und übergaben ihn der Behörde. Der Verhaftete verweigerte die Angabe feines Namens. Innsbruck. Der hier letztens im Alter von 80 Jahren verstorbeneOberlandesgerichtsrath i. P. Franz Sonnleithner wurde auf dem EralfriedHofe beerdigt. Oberianvesgerichtsrath Sonnleithner gehört einer durchJahrHunderte in Wien ansässigen hochgeachteten Familie an. Bekanntlich war auch die Mutter Franz Grillvarzers eine geborene Sonnleithner. L e o b e n. Der Wechselfälscher Kamerdiener wurde von den hiesigen Geschworenen einstimmig schuldig gesprechen und au sechs Jahren schweren Kerlers verurtbeilt. Prag. Der Professor det medizinischcn Chemie Hugo Huppert ist im Alter von 73 Iahren hier gestorben. Ju seiner Wohnung in ier Postgan e No. 31 schoß sich der 22jähriqe ?srr.sh.nf vr Gewerbeschule Josef
Stangler Zn dem Augenblicke an als seine Geliebte, die 22jährige Jahre alte Trafikantin Marie Pop aus der Brenntegasse ihn besuchen kam. Der junge Mann wollte seinem Leben ein Ende machen, weil die Eltern des Mädchens das Liebesoerhältniß nicht dulden wollten. Die VerletzungStangler's ist schwer, aber nicht lebensgefährlich. Der 22 Jahre alte Taglöhner Josef Pospisil hat Zn Wschejan bei Podiebrad, woselbst er Todtengräberdienste versah, seine Geliebte Anna Havlat und sich in der Todtenkammer erschossen. Einem hinterlassenen Briefe wurde entnommen, daß die That zwischen beiden vereinbart war. P r e r a u. In Raclawitz bei Prerau wurden der dortige Grundbesitzerssohn Franz TZhelka und die Magd Franziska Lajda von der Gendarmerie verhaftet und dem Prerauer Bezirksgerichte überstellt. Die beiden unterhielten ein intimes Liebesverhältniß. Am 13. September gebar die Lajda ein Knäblein; sie wickelte es in Tücher und vergrub es Zn Stroh, wo es erstickte. Tags darauf vergruben beide die Kindesleiche in einem ausgetrockneten Bache. Erst jetzt kam die ruchlose That an's Tageslicht. 5'lH,vetz. Basel. Der Feuerwehrmann Gysin, der die letzte Besichtigung des niedergebrannten Theatergebäudes vorgenommen hat, hat sich erhängt. Frauenfeld. Oberstleutnant Ed. Courvoisier, Artillerie -Jnstruk-tor, wurde das Opfer eines Unfalls. Sein Pferd stürzte und er kam unter dasselbe zu liegen. Er brach das rechte Bein und mußte in das KrankenHaus gebracht werden. L u z e r n. Zum Tode verurtheilt, wie nicht anders zu erwarten war, hat das hiesige Kriminalqericht den Bernhard Hofstetter von Entlebuch, der in Hochdorf in der Nacht vom 6. auf den 7. April feinen Nebenarbeiter, den Kellermeister Johann Anthofer von St. Michael (Salzburg) mit einer Eisenstange erschlug und ihn dann beraubte, indem er ihm denKofferschlüssel aus der Tasche nahm und in dem gemeinsamen Schlafzimmer dem Koffer des Getödteten 100 Francs in Gold und 80 Kronen in Papiergeld entnahm. Lützelflüh (Bern). Auf der Landstraße zwischen Sumiswald und Lützelflüh verunglückte Dr. R. Lindt, hiesiger Arzt, indem er in der Dunkelheit mit feinem Motor-Zweirad in ein ihm begegnendes Fuhrwerk rannte. Das Fuhrwerk ging über ihn weg, wobei Dr. Lindt schwer verletzt wurde. Landwi.'ty Lehmann, dessen Pferd ebenfalls schwer verletzt war, fuhr den Verunglückten nach Hause. Zürich. Der zürcherische kantonale Handwerks- und Gewerbeverein feierte in der Bierbrauerei Oerlikon das Jubiläum seines 50jährigen Bestandes. Auf diesen Anlaß hin hat der Vercinsaktuar Sekundarlehrer Biefer in Bülach im Auftrage des Vorstandes eine Denkschrift verfaßt. Luxemvurg. L u x e m b u r g. Kürzlich ging das den Eheleuten Goeppele -Biwer aus Luxemburg gehörende zweistöckige Wohnhaus Kapuziner -Straße No. 6, zwischen Schaack und Michel für 46,200 Francs durch Versteigerung in den Besitz des Metzgermeisters Herrn Otto Schultz über. Differdingen. Nik. Rodenfchmit, bisher Pfarrer zu Differdingen, wurde zum Pfarrer von Born und Joh. Reuter, bisher Vikar zu Oberwiltz, zum Pfarrer von Trotten ernannt. M e r s ch. Es brach Feuer aus in den Gebäulichkeiten des Wagners Ludwig Urwald. Das Dach des WohnHauses, sowie Stallungen, Scheune und Werkstatt, wurden ein Raub der Flammen. Perl. Feuer entstand in der Behausung des Grenzaufsehers Johann Hennericy. Da es an Wasser mangelte, wurde da? Haus sammt Scheune, Stallung und Schuppen eingeäschert. H. erleidet einen versicherten Schaden von 6000 Francs.
-Wegen einer schweren Verwundung, die er am 18. August 1870 in der Schlacht bei Gravelotte erhalten, hat der frühere Kaufmann, jetzige Pensionär Carl Lefövre in das Garnison Lazareth zu Tempelhof bei Berlin gebracht werden und sich dort einer schweren Operation unterziehen müssen. Lefvre hat, wie aus Berlin berichtet wird, den Feldzug bei der 2. Compagnie des Garde Schützendtaillons mitgemacht, das in der genannten Schlacht schwere Verluste hatte. Mitten in dem mörderischen Kampfe erhielt Lefövre quer durch beide Backen'einen Schuß, der ihm den Gaumen und fast sämmtliche Oberzähne herausriß. Vor einiger Zeit, nach 34 Jahren, bildete sich im Munde eine eiterige Entzündung, die große Schmerzen bereitete. Lestvre bat deshalb um Aufnahme in das Garnisonlazareth, und dort wurden die zerschmetterten Knochen, die damals sehr schnell geheilt waren, wieder ausgemeißelt. Dabei entdeckten die Aerzte in der Wunde mehrere Knochensplitter und einen Geschoßtheil, die sämmtlich herausgenommen wurden. Der Kranke befindet sich jetzt auf dem Wege der Besserung.
?er (z?ugel des Geachteten.
Ein westliche, B.'rgbaucr-Gcschichtchen. Von Eleonora tz. Es war ein besonders greulicher Mord gewesen, mit dessen Einzelheiten ich indeß den Leser verschonen darf. Und noch schlimmer wurde die Sache dadurch, daß außerdem das Verbrechen des'Pferdediebstahls vorlag; ja dieses hätte eigentlich zuerst erwähnt werden sollen: denn Pferde waren zur Zeit in Beaver Creek werthvoller, als Menschen. Es stand daher von vornherein fest, daß mit Bill Haydon, wenn man ihn nur erst einmal hatte, sehr kurzer Proceß gemacht werden würde. Der Verfolgungs - Eifer wurde noch besonders dadurch angefacht, daß auf großen flammenden Plakaten, die allenthalben angeschlagen wurden, eine Belohnung von Zweitausend Dollars auf die Einbringung des Pferdediebes und Mörders, todt oder lebendig", gesetzt war. Manche machten sich über den letzteren Zusatz lustig, denn Niemand erwartete, daß der Verfolgte etwas Anderes als eine Leiche sein würde, wenn die Jungens ihn zur Strecke gebracht hätten. So war es ja auch das Einfachste. Der Mann, dessen Name in riesigen schwarzen Buchstaben auf dem Plakat stand, war verhältnißmäßig noch ein Neuankömmling. Und er war in dem Mining - Town nie beliebt gewesen, da es ihm an gesellschaftlichen Tugenden auffällig margelte. Er trank wenig, plauderte noch weniger und hatte ein gewisses 2)res Schritt' vom Leib"Wesen an sich, bc-tf seinen Kameraden gar nich: gefiel. Auch gab er niemals Anekdoten zum Besten; noch lachte er über die, welche Andere erzählten. In der That empfanden die &trsten. nicht nur Abneigung gegen ihn, sondern geradezu tiefen Haß, obwohl es bisher an jeder gewichtigen Ursache dafür gefehlt hatte. Dem Sheriff wurde daher reichliche Hilfe bei seiner Menschenjagd zutheil. Das halbe Städtchen schwärmte aus und suchte das Gebirge ab. Viele leisteten sich auch einen Gang nach der abgelegenen Hütte, die,' wie wenigstens behauptet wurde, das Heim Haydons gewesen war. Sie erwarteten freilich nicht, den Verfolgten jemals dort wieder zu finden; längst hatten ste gehört, daß derselbe von irgend einem unbekannten Freunde genügende Warnung und Beistand erhalten habe, wenn er auch nicht sehr weit weg sein konnte. Und sie schlugen immerhin Alles, was sich noch zertrümmern ließ, kurz und klein, bis von der Hütte so gut wie nichts mehr übrig war. Vielseitig wurde die Verfolgung mehrere Tage fortgesetzt; aber man hatte noch immer keine Spur von dem Bösewicht gefunden. Es lag in der Natur der Sache, daß die meisten Verfolger schließlich nach Beaver Creek zurückkehrten und ihre Arbeit wieder aufnahmen. Einige jedoch wollten die Jagd noch nicht aufgeben. Unter diesen war auch Jim Thatcher, der Führer einer kleinen Abtheilung, welche an der nördlichen Seite des Gebirges eifrig herumstöberte. Gerade als sich Jim am Saum einer kleinen Waldeslichtung befand, merkte er, daß er im schnellen Laufen weit von seinen Gefährten abgekommen war; keinen einzigen derselben hatte er in Sicht. Er blieb einen Augenblick ruhig stehen und lauschte. Ein Blättchen, das der Herbst so schön gefärbt, flatterte langsam zu Boden, im Sonnenschein wie rothes Gold erglänzend; sanft zwitscherte ein Vogel, und von einem benachbarten Baume erscholl ihm beglückende Antwort. Sonst tiefe Stille, doch nicht lange, denn zur Rechten raschelte etwas in dem dürren Laube, und ein Zweig knackte: offenbar war Jim nicht ganz so allein, wie er gedacht. Sobald sein scharfes Ohr ihm dies gesagt, huschte er hinter einen dicken Baum, und den Finger'auf dem Drü6er seines mächtigen Revolvers, wartete er athemlos das Weitere ab. Immer näher kam das raschelnde und .zweigeknitternde Geräusch, und schließlich, beinahe wäre Jim das Schießeisen aus der Hand gefallen: denn ein kleines Mädchen, mit sonnigem Haar und blauen Augen, kam zum Vorschein. Eine Feen - Erscheinung hätte hierherum nicht überraschender sein können! Das Kind hatte die Arme voll Reisig und trippelte zwischen den Bäumen hindurch über das pfadlose Gelände. Da strauchelten die kleinen Füßchen eien Augenblick, und es fiel mit seiner Last vornüber zu Boden. Mit einem leichten Aufschrei sprang Jim hinter dem Baum hervor, nachdem er den Revolver in seine Hintertasche geschoben. Ach, ach, mein armes kleines Ding!" sagte er und hob das Kind mit beiden Armen sanft empor; hast Dir doch nicht wehe gethan?" Kein Wort oder Schrei kam von ihren Lippen; aber Jim sah, daß ihre großen Augen ganz von Thränen getrübt waren, und sie streckte ihm ihr rechtes Handgelenk hin, über welches die scharfe Spitze eines Zweiges eine rotbe Linie gezogen hatte. Ach, das thut mir recht leid," murmelte dcr Mann, für den Augenblick hilflos. Die Kleine brachte aus einem Täscham ihres Kleides ein Taschentüchlein zum Vorschein, und mit diesem tupfie sie behutsam die Blutstropfen wca. die
sich da und dort an der rothen Linle loszulösen begannen. Komm', laß mich das in Ordnung bringen," sagte Jim zart; es ist, gut, daß Du das Taschentüchlein hast, da kann ich Dir doch etwas helfen." Damit nahm er das niedliche Stückchen Baumwolle, wand es mit seinen starken, plumpen Fingern fest um das Handgelenk herum und band es sodann mit einer langen Faser, die er von einer Schlingpflanze losriß. Die Kleine ließ dies ruhig geschehen und betrachtete dann mit entschiedener Befriedigung das-Ergebniß der wundärztlichen Arbeit, in welcher Jim nicht so unerfahren war. .Recht nett," sagte sie, endlich zu sprechen anfangend; dann hielt sie einen Augenblick nachdenklich ein und fuhr darauf lebhaft fort: Bitte, Herr, bist Du vielleicht ein Doctor?" Jim schlug aus tiefer Kehle ein Gelächter auf, von welchem der Wald widerhallte. Ein Doctor, ha, ha," kicherte er lustig, nun, meine liebe Kleine, ganz wie mun's nimmt. Die Jungens sagen, ich d o c t e r e die Leute manchmal, aber ich glaube nicht, daß dies die BeHandlungsweise ist, welche Du meinst." Das Mädchen sah ihn treuherzig und mit gesteigertem Interesse an. Aber Du docterst die Leute doch?" fragte sie, eifrig weiter; o bitte, willst Du nicht Daddy helfen?" ' Warum nicht, wenn ich kann?" versetzte Jim ernsthafter; aber ich vermuthe, meine Kunst wird ihm nicht viel nützen. Was fehlt denn Deinem Papa, he? Und wo ist er denn eigentlich?" Gerade da oben ist er, in . einem großen Loch in den Felsen," antwortete die Kleine, mit einem traurigen Blick; o Herr, Daddy ist krank, sehr krank! Er kann nicht heraus kommen, nicht einmal für das Reisig. Ich hole es immer." Sie blickte auf die dürren Reiser nieder, die ihr aus denArmen gefallen waren, und begann, sie wieder zusammenzulesen. Jim lächelte ihr einen Augenblick zu; dann bückte er sich, und mit wenigen Strichen seiner langen Arme hatte er die ganze Ladung und noch mehr dazu aufgerafft. So," sagte er zu seiner bewundernden kleinen Gefährtin, jetzt können wir ja wohl aufbrechen. Komm, nimm mich zu Deinem Daddy, und dann wollen wir sehen, was sich thun läßt." Das Kind machte einen fröhlichen Sprung; dann aber blieb es plötzlich stehen, und sein Gesicht nahm den Ausdruck schweren Zweifels an. O, Daddy hat ein qar arges Leiden! Er hat einen Preis. Weißt Du, was das ist kannst Du das heilen?" Und mit ängstlicher Besorgniß sah die Kleine zu ihrem Begleiter auf. Wa was, ein Preis?!" frug dieser erstaunt. Die- Kleine nickte und ihre Augen füllten sich mit Thränen. Weißt Du, einen Preis auf seinem Kopf," fuhr sie zutraulich fort; so hat er mir gesagt. Ich kann den Preis nicht sehen, er scheint nicht herauszutreten, aber er ist da, Daddy hat es gesagt. O Gott, wer ihm helfen könnte!" Das Reisig - Bündel fiel aus Jim's Armen zu Boden, und der starke Mann lebnte fies), beftia erreat. schwer aeaen einen um. vnu der größten Spannung, und zugleich tief erschreckt, beobachtete das Mädchen seinen GesichtsAusdruck. O, ist es sehr schlimm?" fragte sie stammelnd. Er blieb die Antwort schuldig. O bitte, bitte, Herr es ist doch nicht für das Leben gefährlich nicht wahr?" drängte sie weiter: ihre Stimme war jetzt fast ganz in Weinen übergegangen. O Herr, er er muß Doch nicht sterben?" Jim's Lippen wurden weiß, und er zuckte krampfhaft. Ganz instinktmäßig aber fuhr seine Hand nach der hinteren Hüftentasche. Endlich fand er mit Mühe wieder Worte. Meine Kleine," kam es gepreßt aus seinem Munde hervor, sag' einmal, wie heißt Du denn?" Jennie I ennie Haydon," antwortete sie, aber Daddy nennt mich " Großer Gott!" stöhnte Jim laut. Die Kleine schmiegte sich dicht an Zhn. Willst Du es nicht versuchen, Daddy zu heilen, o bitte!" flehte sie in allen Tönen des Jammers. Er si?ht gar nicht einmal so krank aus; vielleicht wird es Dir nicht so schwer fallen, wie Du denkst. Er kann noch gehen; ja er ist den ganzen Weg hierher gegangen. O, wir gehen schon so .lange und so viel wann wird Daddy gesund werden! O bitte, H.-rr, Daddy ist ja Alles, was ich habe, denn denn " sie bielt ein, und ihr Kinn zuckte meine Mammy ist ani Weihnachten gestorben." fügte sie mit zitternder stimme hinzu, .,o, Du denkst doch nicht, daß Daddy sterben muß?" Bitteres Schluchzen folgte. Jim's Kniee wankten und er sank zu Boden. Er bedeckte das Gesicht mit den Händen, aber das Zittern seines Körpers konnte er nicht verbergen. Ich kann nicht ich kann nicht!" schrie er. Nicht durch seines eigenen kleinen Kindes Hand!" Das Mädchen starrte ihn mit großen Augen verwundert an. Tann legte sie, halb furchtsam, halb vertraut, einen Arm um seinen Hals. Hast Du ihn denn gekannt," fragte sie arglos, und thut es auch Dir weh? Ach, ist denn ein Preis auf dem Kopf
etwas , so furchtbar Schreckliches? O bitte, wenn Du nur einen Versuch mach'en wolltest, ihn zu heilen " Von ferne klang ein Mannesruf durch den Wald. Er galt Jim, welcher augenblicklich aussprang. Ich will's versuchen, liebes kleines Ding, so helfe mir Gott!" brachte Jim heiser hervor. Geh' und lauf', so schnell Du kannst, zu Deinem Daddy, und ich will mein Bestes thun." Das, Kind lief, wie ihm geheißen. Drei Minuten darauf kam eineGruppe müd&r, fußweher Männer auf Jim zu. Es hat keinen Zweck, Jungens," gröhlte er, noch hier herum zu stöbern; ich habe schon dieses ganze Terrain selber abgesucht. Kommt!" Damit machte er scharf linksum und nahm einen Zickzack - Weg den Berg hinab. Theils weil sie gründlich abgemattet waren, theils weil noch nie. Einer Jim's Führerschaft bekrittelt hatte, folgten ihm die Leute, ohne ein Wori zu sagen. - Drei Tage später hinkte Jim nach Beaver Creek hinein. He, Jim Pechvogel, Du bist um den ganzen Spaß gekommen," rief ihm der erste Mann zu, welchem er in dem Vergbauer - Städtchen begegnete. Wieso, was hat's denn gegeben?" fragte er. Na, wir haben den Satan gefunden, welcher Bill Smith abgemurkst und das Roß gestohlen hat, und haben ihn gestern Nacht mit der StrickSchnellpost in's Jenseits befördert!" Jim's Lippen entfärbten sich. Was, Haydon?" frug er, schwer athmend. I, bewahre," antwortete der LynchBote; es hat sich schließlich doch herausgestellt, daß Haydon, den wir zu Allem fähig hielten, mit der Geschichte gar nichts zu thun gehabt hat. Es war dieser Teufel von Chinese in Vaxter's, der die nze schwarze That mit seinen gelben Händen ausgeführt hat. Er hat auch gestanden, als wir ihn auf der anderen Seite desGebirges mitsammt der Stute eingefcngen hatten; freilick gab's kein Leugnen mehr. Na. der hat seinen Theil weg. Die Fratze, die er schnitt, als die Kravatte sich um seinen Hals zusammenzog!" Jim Thatcher war noch nie in seinem Leben so glücklich gewesen, obwohl er um den Spaß" gekommen war. Wie der Wildere rtonerl in der Hasenschlinge gefangen wurde.
V f7:rSi- &--. ij&; .- ' 'fvl' I kQ) !c1j S) '-jtj y.
1. Ai, a Haserl hat sich wieder g'fangen in meiner Maschn, gleich werd' i di haben. JKrl Na, spring' nit so narrisch, es hilft dir noch nix. T- mi--ri nn?.V.i a Mte i.. -j 3. Damischer Has', du derwürgst ml i, Hilfe, Hilfe!" s,;--Jv" - -w-s, vv r - V V-vV. ÄL-C-r)... m.-sirm. ?r 4?$stt FH-n yi -r JXkr5 sfA j n Jc&K - rX r?w I ! Qtio-K A. i f:fl ti& VJ Hab' ich Dich endlich, Du miserabler Hasendieb." E r st e r Gedanke. Wärter in einer Menagerie (erklärend): Will ein Elephant saufen, so zieht er den Rüssel voll Flüssigkeit und spritzt sich diese in den Hals. Student: Na, und wie macht er es, wenn er zu viel gesoffen hat? iX" Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellow".
oi7 ,. iO" I SA4' M3 1 -r j('x 'HTT'lF? i ni'föNW , l l'l M I zJ?L l ( 2.
Oör'r JSre
nr". r t -i i i
wK -J-y: ts
w j w mm r -j
m
J wr
I Ml
mMm 15 GM1 r-
kii
WI ' Trr n'.1?':'" . r. . .
