Indiana Tribüne, Volume 28, Number 111, Indianapolis, Marion County, 31 December 1904 — Page 5

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ooo o o o preise geliefert von A. B. MEYER & CO. Pennsylvania Anthracits Pocahontas Lump Smokeleß Lump .57.50 . 5.50 . 5.50 . 5.50 . 5.50 . 4.50 . 4.50 . 4.25 . 4.25 . 4.50 . 4.25 . 3.50 . 3.50 . 5.00 . 5.50 . 5.50 . 6.00 müssen. Ohio Cannel Lump Ohio Cannel Egg...., Kanawha Lump Pittsburg Lump Vrazil Block Hocking Valley Straight Creek Lump Straight Creek Egg Greene County, No 4, Vein Lump . . . Greene County, No. 4, Vein Egg Jackson Ohio Lump Oven Coke Egg. Gas House Lump Coke GaZ H"use Crushed Coke eztra?erechnung wo solche getragen werden E i n S t r a h e n - U n i k u m hat kürzlich Hoboken. N. I., durch den Tod verloren. Frih", der ambulante Händler in Frankfurtern", der seit undenklichen Zeiten Nachts an der 1. und Washington Str. zu stehen pflegte, um den mit Räuschen Beladenen seine Waaren anzubieten, ist nicht mehr. Er ist den Weg aller Sterblichen gegangen. Man sagt, er habe Bühler geheißen und sei C5 Jahre alt geworden; aber sonst weiß man nicht viel über ihn. Er muß wohl an die dreißig Jahre lang jede Nacht an jener Ecke zugebracht haben; fast jeder Hobokener, der zeitweise spät des Abends oder zeitig des Morgens seinenStandort passirte, kannte ihn, und Jedem bot er seine Vrcnnheißen" an, die er zwischen einem Brötchen geschickt zu Präsentiren wußte. Wenn sich Gassenbuben neben ihn hinzustellen pflegten. die in zarter Anspielung auf seine frankfurter" ein Hundegebell imitirten, da konnte Fritz" recht ärgerlich werden. Die Schwierigkeiten, die e? mit der englischen Sprache hatte, beschränkten seine Jnvettiven auf nur wenige, die aber um so kräftiger zum Ausdruck gelangten. No. 1 W. Washington St, (Merchants National Bank.) Ein europäisches Depattmem. Wechfe!, Creditbriefs und Postanweisungen aus alle Städte EursvaZ. f?Wff.?fs&.fti naz und vs SiUsUltUtX urosfi. An- und verkauf ausiZndzschZl Geldes. .Aetzt ist's Zeit. Warten Sie fxJ, 'ju s2 cn.. ,1. s iuu;i viv zum ccuMyrsiag, sondern machen Sie sich es sofort znm festen Vorsatz, im Jahre Ncunzchnhundcrt und fünf, einen bestimmten Theil Ihres Einkom mcns in einem Sparkonto anzu legen. Lassen Sie sich von uns zu einem systematischen SparPlan verhelfen. Mit unseren großartigen Facilitätcn können wir Ihnen Ihren Vorsatz zn halten, sehr erleichtern. Contos können mit irgend einem Betrag zn irgend einer Zeit, 3 Prozent Zinsen tragend, eröffnet werden. Tlio Imliaiia Trust Co. iarit.il $1,000,000.00 Nc5cr'ch.:tz 250,000.00 5!r. u. T-irzinia Ave. viKnnciKii rayortt, 2 n i . j N'che IWfiC.

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Ter ledige 2tuir. Tiroler Skizze von Rudolf Greinz. Es is a himmelschreiende Sund' von Dir. Wastl. daft Du nie heira

test! Hat der Mensch ganz a schöne Gütl, a Geld hat er auch und lauft alleweil als a lediger Fetzen in der Welt umadum! A Todsünd' is's. dös faa i Dir!" So und ähnlich predigte der Votenhansl dem Blaserwastl schon tit einer langen Neiye von ayren. Wer aber von Safir zn Jahr den dicken Schädel aufsetzte und vom heiliaen Ekzeüand nicht viel wmen wollte, das war der Wastl, der nun schon tüchtig in den Vierzigern stand. Wenn ihm der Hansl gar zu arg wegen seines lediaen ekentkums zulekte. dann meinte der Wastl wohl: Jatz laff' mir mein' Ruan ! 3 kann mich Kalt amai nit entschließen! I bin mir allein gnua auf der Welt da!" Der Votenhansl hatte an allen Hochzeiten, die in der Gegend geschlossen wurden, ern gewiss seldjtsuchtlges Jnterej,e. Erstens veroieme er sich gern einen Kuppelpelz und oeschaftiate sick so unter der Hand mit Hei rathsrermittlungen gegen gute Worte und Geld auch, wenn s ichon lern mußte. Dann war er bereits seit seinen jüngeren Jahren der eingebürgerte Hochzeltslader. Das war auch lern Amt, das einer völlig umsonst versieht. Der Hansl. der nun schon Mitte Sechzig zählte, war übrigens allen andern mit gutem Beiipiel vorangegangen. Schon zweimal Wittwer geworden, hatte er erst vor ein paar Jahren ein drittes-Weib heimgeführt. Ein ieder lediae Mensch, ob Mann oder Weib, war dem Hansl daher ein Dorn im Auge. Er ließ es an ernsthaften Ermahnungen nicht femen. Wenige widerstanden ihm auf die Dauer. Aber eZ gab immerhin noch einiae zache Loder" die gar nicht ins Joch schlupfen wollten. Einer der Zachsten" drunter war unbedingt der Blaserwastl. Die Diandeln an den Mann und die Burschen zu einem gottgefälligen Ehestand zu bringen, das war eigentlich nur ein Nebenberuf des Hansl. Sein hauptsächliches Amt war, die A?rbindung zwischen dem Hochgelegenen einsamen Vergnest und der übrigen Welt herzustellen. Mit seinem getreuen Mulli zog der Votenhansl an jeden: Freitag die steinigen Fußpfade nieder bis zum nachsten gröfcern Ort, der auch das Postamt batte. Im Sommer waren es gut acht Stunden. Im Winter konnten es auch ein Dutzend oder noch mehr werden, wenn die Wege nicht überbaupt verschneit waren. Am Samstag gegen Abend kehrte dann der Hansl regelmäßig wieder zurück und brachte nebst fceiT bestellten Waaren und Lebensbedürfnissen auch die Post mit. Mehr als eine wöchentliche PostVerbindung gab es nicht. DaS kleine Oertel bestand im Grund nur aus der Kirche, dem Widdum, dem Wirthshaus, dem Mesnerhaus, das zugleich Schulhaus war, und aus drei oder m:x hölzernen Bauernhäuseln, von denen eines dem Votcnhansl qehörte. Die.übriaen zur Seelsorge gehörigen Höfe lagen stundenweit entfernt auf den Hohen. Auch der Blaserwastl hatte mindestens zwei Stunden bis zur Kirche. Im Winter ging es überhaupt nur mit Steigeisen. Dem Votenbansl fiel es natürlich gar nicht ein. jeden einzelnen Brief, den einmal so ein Einödbauer bekam, dem Adressaten nach seinem töof zu bestellen. Wozu kamen denn die Leute am Sonntag in die Kirche. Da konnte man einen oder den andern selber treffen oder gab den Brief Nachbarn Mit. Wenn ein schöner Sonntag war. dann hatte der votenhansl ein noch viel einfacheres Berfabren. Er leate die Briefe, hübsch sorgsam mit einem Stein beschwer:, auf dieses und jenes fcrab iMvr:edbol. das zur Verwandtschaff des betreffenden Adressaten gehörte. Dort bdlten sich dann die Bauern ihre Briefschaften ab. An einem soTmenbellen. wolkenlos klaren Herbstsonntaq aina der Blaserwastl nach d?m Hochamt ein wenig auf den riedlios. um doch wieder einmal das Grab einer vor Fakiren versiorbenen alten Basl aufzusuchen und ihr einen We-bbrunn zu spenden. Da lag ein umfangreicher großer iüner. Djc Wastl bückte sieb. Er war rich tn tur ihn. An -evaman Unterwe ger, vulao Blaser. Bauersmann auf dem Luvferaut. Portofreie Tiennsa che. Vom k. k. Bezirksgericht. Eine Stampialie war auch noch droben. Mann konnte zwar nickt recht seben. was es war, aber es sah doch einem kaiserlichen Doppeladler ähnlich Dem Bauern, der beute in leinein Feiertagsgewand steckte und sogar rasirt war. wurde es tolltet, schwarz vor den Augen. Ein gerichtliches Schreiben an imt! Himmelsakra! Er hatte ja t'.-t.2, ." y T f f 1 . i i l iLatiUI;. Der Blaser wa":! war allein auf dem Fried bof. Alle anderen hockten eni..'r scbn v: Wirthhaus oder hatu: :c:i Heini.Teg angetreten. Dem Waül wurde es schließlich grün und ::an vor den Augen vor lauter Angst. Er begann, eindringlich sein Gewissen zu erforschen. Denn mit dem Gericht war nicht zu spaßen. Es fiel ihm aber nichts ein, obwohl sein

ganzen Thun und Lassen während der letzten Jahre in der Einnerung

wie durch ein feines Sieb gleiten ließ. Blieb schließlich nichts anderes übrig, als das unheimliche Schreiben zu eröffnen. Der Wastl besorgte das mit einer Behutsamkeit, als ob der ganze Brief glühend wäre und er jeden Augenblick Gefahr liefe, sich daran die Finger zu verbrennen. Endlich hatte er den Bogen entfaltet. Es war ein richtiger großer Kanzleibogen. Der Wastl war mit dem Lesen und Schreiben immer etwas auf Kriegsfuß gestanden. So bauerte es denn eine gute halbe Stunde, bis er das gerichtliche Schreiben entzisfert hatte. Es lautete: Hiermit wird Ihnen kund und zu wissen getyan, daß hinfuro laut hohen Pariamentsbeschluß im Interesse der Wohlfahrt des Staates und zur Deckung der laufenden Ausgaben und Lasten jede unverehelichte Mannsperson, die in der Lage ist, einen Hausstand zu gründen, und das vierzigste Lebensjähr bereits überschritten hat, mit einer Steuer belegt wird, rm fünf- bis zehnfachen Betrag seine? sämmtlichen Erwerbs-, Personalernkommen- und Gemeindesteuern, je nach Befund der zuständigen Behörden." Mit dem Bandwurm bon Sak war der Blaserwastl zu Ende gekommen. Er schnaufte tief auf, kratzte sich mehrere Male verzweifelt am Kopf und meinte: Sikera! Sakra! Wer hätt' sich jatz so was denkt!" Er steckte das verhängnißvolle Schreiben in die Brusttasche seiner Lodenjoppe und machte sich auf den Weg ins Wirthshaus. Dort suchte er den Votenhansl. Der war mit allen Salben geschmiert und mußte ihm einen Nath in der verzwickten Geschichte geden. Der Hansl sei gerade heimgegangen, hieß es beim Wirth. Der Blaserwastl suchte seinen Rathgeber daher im Votenhansl auf, wo der Hansl in seiner Stube allein im Herrgotts Winkel lümmelte und seine Pfeife rauchte. Daß dem Plarament z' Wian aber auch nix G'scheiters mehr einfallt!" begann der Wastl und fetzte sich an den Tisch neben den Boten. Aha! Du meinst wegen der ledigen Stuir!" entgegnete der Hansl. Hast auch schon a Zuastelltmg kriegt?" Der Blaserwastl wollte das Schreiben zum Vorschein bringen. Laß' nur stecken!" meinte der Botenhansl. Es sieht eh' überall 's Gleiche drein!" Dö Stuir zahl' i nit!" ereiferte sich der 'Bauer. Nachher pfänden sie ' Dich halt aus!" erwiderte ihm der Hansl trocken. Ueberhaupt, schaam' Dich, daß Du gar koan' Patriotismus hast! Wenn Du a Zeitung lesen thätest, hättest Du auch dö Verhandlungen im Plarament g'lesen, wia nothwendig alsdö ledige Stuir is! Man ertreibt ja sonst das Geld nimmer auf! Was glaubst denn, was dö neuen Kanonen und und dö neuen Festunqen kosten, dö man alle Jahr' braucht!" Der Votenhansl hatte gut reden; denn einmal hatte der Blaserwastl von Staat, Politik, Welt u. s. w. keine Ahnung. Was ging ihn das auch auf seinem Hof droben an! Zeitung bekam er natürlich das ganze Jahr keine zu Gesicht. Das hätte nur Geld gekostet. Und dann war das Lesen so viel mühselig. Schließlich war der Blaserwastl Kirchenlicht auch keines, ein Verstand reichte gerade hin, um seine Erdäpfel und das Getreide zu bauen und das Vieh zu betreuen. Mit den Herren vom Gericht hatte er nie was zu thun gehabt. Das Schreiden und nun gar das hohe Plarament" imponirten ihm daher gewaltig. Derer ledigen Stuir kommet i schon verfluacht gern aus. Dös is ja gar nit zum erschwingen!" sprach der Blaserwastl nach einer längeren Ueberlegung. Da klimmst Du leichter mit zehn Todsünden dem Tuifl aus als a Stuir!" versicherte ihm der Hansl. Kannst mir denn koan' Rath geben? Du bist ja sonst der Garg'scheite!" An Rath wüßt' i schon! Heirath' halt in aller G'schwindigkeit!" Könnt' i mir ja noch überlegen!" ichwankte der Wastl. Da aibt's koa Ueberleaen mehr!" setzte sich der Hansl in Positur und qualmte dicke Wolken aus seiner Pfelfe. Du mußt eh' schon 's Maul halten und darfst bei'lcib' koan' Menschen was von der Zuschrift verzählen, dö Du kriagt hat! Sonst copulirt Dich der Kurath wahrscheinlich gar nimmer, weil's am End' als a Umgehung des Gesetzes aufgefaßt werden könnt'!" Meinst wohl, es wird so g'fährlich genommen!" Bald's zahlen heißt, nimmt die bohe Obrigkeit alle? g'fährlich!" Da hast recht!" meinte der Wastl. Heirathen is leicht gesagt. Wenn i wußt , wen " Dös weiß schon ich!" unterbrach ihn der Votenhansl eifrig. Die Stufler Kathl is für Dich das richtige Weib! Die älteste Tochter vom Stufler am G'w'and oben kennst es I ! Ah ja," versicherte, der Wafil. Mer dö is schon woltern alt!"

Bist Du vielleicht jung?" fuhr ihn

ver Votenhansl an. .Und nacqrier

darfst zatz nimmer wählerisch sein. Glaubst vielleicht, auf den Pfiffigen Ausweg, in aller Eil' z' heirathen, um die ledige Stuir rnt zahlen z' müssen. kommen nit mehrer? Um die ältesten Nasfelscheiter wird man sich reißen! Es bleibt also bei der Kathl!" entschied der Hansl. I werd' schon 'S Nöthige ausmachen! Am nächsten Sonntag timmst wieder zu mir! Der Kathl thua i derweil Botschaft. Nachher treffen wir uns da m der Stuo'n! Aber fein 's Maul halten!" 'Koa Sterbenswörtel!" versprach der Blaserwastl und machte sich auf den Heimweg. Eigentlich bist a gua ter Mensch!" versicherte er noch ganz gerührt dem Boten. Der nächste Sonntag war das pure Gegentheil ' von dem vorhergehenden Schwere Nebel hingen über dem Thal. Es regnete strichweise, und der schneidige Jowwind pfiff dem Wanderer fast bis auf die Knochen. Der Blaserwastl war pünktlich von seinem Einödhöfel herunter gekommen und fand sich nach der Kirch'n beim Votenhansl ein. Die Stufler Kathl war schon da. Sie hatte es offenbar noch eiliger gehabt als der Wastl. Sie saß auf dem Ehrenplatz im Herrgottswinkel, knapp unter dem Hausaltarl mit den grell bemalten hölzernen Leuchtern und den künstlichen Blumenstöcken. Woltern auf der älteren Seit'n" war die Dirn. Da hatte der Wastl ganz recht gehabt. Vierschrötig und knochig, das Gesicht voller Sommersprossen, und das spärliche Haar ganz gewaltig .ins Fuxete" schillernd. Der Hansl hatte einen Schnaps aufgewichst und einen Teller mit klein geschnittenem Speck nebst einem frischeu Laib Brot auf den Tisch gestellt. Grüß' Gott, Kathl!" meinte der Blaserwastl und hockte sich an den Tisch. Grüß' Dich Gott auch!" erwiderte die Dirn, mit vollen Backen kauend. Der Wastl zog seinen Taschenveitel heraus, schnitt sich ein Trumm Brot ob, schenkte sich selber ein Stamperl Schnaps ein und langte sich etliche Brockew Speck aus dem Teller. Geraume Zeit wurde kein Wort gesprochen. Auch der Votenhansl wollte die erste zarte Annäherung der beiden Liebsleuje" nicht stören. . . Is recht a kerniger Speck, dös!" brach der Wastl endlich das Stillschweiaen. Wia haben's denn nach her wir zwoa?" wandte er sich an die Kathl, indem er das fettige Messer an seiner Hoze abwischte und wieder emsteckte. Die Kathl würgte noch rasch einen Bissen hinunter, fuhr sich mit der Schürze über's Gesicht und meinte: Dos sell muaßt Du bener willen!" Sie hat nix dagegen!" mischte sich nun der Votenhansl drern. Und Du hast hoffentlich auch nix vagegen!" Soweit hätt' i nix dagegen!" erklärte der Wastl, indem er nach der Schnapsflasche langte und ein neues Stamperl einschenkte. Es handelt sich halt nachher, wia's mit'm Zuig steht!" Mit'm Zuig steht's auat!" erklärte der Hansl. Sie bringt a ordentliche Ausstuir mit! Gelt. Kathl?" Freilich wohl!" versicherte die Kathl. A Vett, zwoa Kalten, a Truchen voll Leinwand, und halt so die Einrichtung für a Kammer! Is ganz guat! So a Einrichtung kann man alleweil brauchen, wenn um an Menschen mehr im Haus is!" sagte der Blaserwastl. Und wia is' denn nachher irnt'm Geld?" setzte er vorjich tig hinzu. Die Kathl meinte etwas verlegen: Geld ja Geld zahlt der Vater koans aus. Dos bleibt aus'm Hos!" Ah so?" nahm der Wastl einen Schluck Schnaps, 's Geld bleibt auf'm Hof. Was macht es nachher Zinsen?" Zinsen Zinsen " nahm die Kathl nun auch einen Schluck ,.d Zinsen b'halt't der Vater. Da wird im Frühjahr, wenn's langt, a Stuck Viech dafür cinkast! Ah so? Wird Viech einkaft!" wieholte der Wastl. Nachher brmgzt halt wohl a zwoa, a drei Küah mit? Na, Küah brinz' i koane mit!" sagte die Kathl. WoaZt, dö brauan der Vater selm. Was thaten wir denn mit'm Fuatter?" Der Wastl schenkte sich dasSchnapsstamperl wieder voll. Alio Aiea) kriagst koan's mit!" meinte er mechamich. Viech hast ja selm!" ließ sich der Votenhansl vernehmen, yajt nit g -hört, a schöne Ausstuir bringt sie mit!" Der Wastl achtete gar nicht auf ib,i, sondern fuhr fort: Aber denselben Erdäpfelacker bei der Kozelleiten oben kriagst mit?" Erdäpfel haben wir amerst alle weil z' wenig! Den gibt der Vater nit her!" versicherte die Kathl. Ah so? Gibt er nit her?" der Wastl. Aber a paar von do Wald theil', dö zu enker'm Hof g'hören, gibt er her? WaldtheU gibt er koan her!" die Kathl. Wir haben amerst den ganzen Winter 's G'frett mit'm Holz!" Waldtheil gibt er koan her!" der Wastl. Äber dö selbige Wies'n beim

Holzapfelschlag?"

Wies'n gibt der Vater koane her.

weil wir sonst z' wenig Fuatter für's' Viech hätten!" Wies'n gibt er koane her!" simulirte der Wastl. A schöne Ausstuir Wagt sie! Jatz überleg' Dix'Z nimmer lang!" drängte der Votenhansl. I hab' mir's jatz schon überlegt!" meinte der Blaser und trank seinen Schnaps aus. I zahl' uaber die ledi ge Stuir! Da bin i besser dabei!" Was zahlst?" fuhr der Hansl emvor. Die ledige Stuir!" erhob sich der Bauer. I hab' mir's schon ausg'rechnet dös kimmt mir billiger als 's Heirathen! B'hüat ent Gott bei'nander!" Bevor sich der Hansl oder die Stusler Kathl noch recht von ihrem Staunen erholen konnten, war der Blaserwastl schon bei der Thür draußen. Der Votenhansl sprang ihm noch vor die Hausthür nach. . Blaser! Hörst Wast!" schrie er. Der Wastl drehte sich aber kaum um und winkte nur mit der Hand ab. An demselben Sonntag soll der Votenhansl keinen besonder. guten Tag gehabt haben. Die Stufler Kathl schimpfte ihn ordentlich zusammen und wäre ihm bald in die Haare gerathen. Dabei reute den Hansl auch noch der Schnaps und der Prächtige, fleischdurchwachsene Speck. Der Blaserwastl hat noch lange auf seinem Höferl darauf gewartet, daß eines Tages der Steuerbote bei ihm erscheinen würde, um die ledige Stuir" einzuheben. Erst gegen das Frühjahr hinaus erfuhr er es, daß das gerichtliche Schreiben nur em Scaelmenstreich des Votenhansl tm Verein mit dem Schullehrer gewesen war, den man stets zu was Lustigen haben konnte. Seitdem ist der Wastl mißtrauisch geworden. Um nicht mehr ganz außer der Welt" zu sein, hat er sich eine Zeitung abonnirt, und zwar den alle vierzehn Tage erscheinenden Pilger". Er wird von einer Nummer zur ande ren mühselig mit dem Buchstabiren fertig. Ein verhängnißvoller Justizirrthum hat sich in Bicenza herausgestellt. Das dortige Schwurgericht verurtheilte im Winter 1888 die Brüder Evangelist, Augusto und Giovanni Urbani unter der Anklage, den bekannten Pascher Grifa in seiner einsamen Behausung unweit der Grenze ermordet und beraubt zu haden, zum Tode, während der mitverhaftete Augusto Panerotto wegen Mangels an Beweisen freigesprochen ward. Nachdem das Urtheil dann zu lebenslänglicher Galeere gemildert worden war, verbüßten die drei Brüder ihre Strafe in dem berüchtigten Zuchthaus von Finalborgo, wo zwei davon inzwischen verstorben sind, während der dritte, an Leib und Seele gebrachen, dort noch immer die Kette schleppt. Gleich nach erfolgtem Urtheil lief das Gerücht, das Schwurgericht habe sich getäuscht und gerade den allein Schuldigen Panerotto sreige svrochen. der die übriaen beharrlich be lastet hatte. Neuerdings wurden aber die Beweise für die Nichtschuld der Gebrüder Urbani so zahlreich und dergestalt überzeugend, daß sie auf dem Wege eines Jmmediatgesuchs durch einige fünfzig Bürger vor den König und so vor das Kassationsgericht gebracht wurden. Die Freilassung des noch lebenden Bruders ist bereits verfügt worden, während Panerotto in Vicenza, nachdem er ein offenes "Geständniß seiner niederträchtigen That abaeleqt hat. seiner Aburtheilunq entgegensieht. Wie er jetzt selbst zugibt, hat er den alten Grifa allein eines Abends beim Kartenspiel überfallen und nie dergestochen. Unterm Pantoffel. Aber, Alois, Du hast doch 21 Mal wahrend der Reise Kaffee getrunken und bringst letzt nur 20 Stuckchen Zu cker mit heim! Wie kommt das?" ' & 1 1 n. Wiener (ver erji jeti eini gen Tagen bei einem Baron ist, zu sei nem Freunde): O, mein neuer Herr ist Dir ein feiner Kerl. . . der hat eine eigene Mappe für seme Versatzscheine! A il s ver S o m m e r f r ? sche. Wirthin (nachdem die Gäste in fast volliqer Finsterniß, aespeist ha ben): Nandl! Bring 's Licht, damit die Fremd'n zahl'n konna!" Kleines Mißverständniß. . . . .Aber, Herr Müller, schämen Sie sich denn nicht, schon morgens angeheitert ins Bureau zu kommen?" Entschuldigen Sie, Herr Prmzipal, der Arzt hat mir eine Medizin verschrieben, die ich nüchtern nicht nehmen darf!"

i'-yf- ' ' i jMZIMX Ä hAi hl&rUSfiT-ä I JSI feÄ ß iP IÄVÄ l MWUl'W- mh ß&Vä&T&Arl tt- t ' rt3st V, tJl tiS. Vi i i pP&rVV-: fcfsi K ", 3&zfitZh- ...V Mfi ' ' ? I prSr-y Sr,-5 i l i- l ' r 'i ! " 1. ' 5 ö5" :-H4iuSxlfTn 'r' ' S -1 i T iki -A f .-a f jr.v t hmsihw 1 UsWM lk i-'W wgvj MSNM

Leuer - Sianale.

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Ave und Hk i ?Zandk? und 15. 27 Drookside und Alpit 23 Lentral Av vrib 17. 23 Teiaware und 19. il Alabama und 11. -.i Beefcntawe und f. il CvIIfa Are und 8. Telaware und :5. ?6 Atadama und Neri Yl Nkwmann und 19. 38 CoUege Ave und l. 3E Forneil Ave und 13. l Landes ur.b i9. 2 H'ghlaiid Ave und Ib. 4Z cun;ft3) u:.d 10. ir. Jersey urfe 22. ,e Alvcrfc und 17. v 2 SplitzenhauS Hclchde Ave und ie. Äcllege Ave und . 0 CsUezz Ave und L7. ss yut Ave und S2. öS u. 22 Bchn u. 22. 5 Ramsey Are und IS "e toughten u Newman 67 AUaS und Pi!e. k ?-lo!zd uiid Pawpaw. No. 21 EfrnchauS Srightivvod t Aricit und Tepot 63 Brigytwood und 28. f 'ral und Vloyd lz it. Clair u. Keyston 07 Arsenal Ave und iZ. ei Beilesontaine und 20 Park Lve 1. ilt Capital Vbt und IT. m ?Msh!v.u.Nii-iSM! 114 JUinoi und 8. 215 Senate Are und 21. M Pennsvlvania und t. in Meridian und IS. 1? Capital Ave und 96, 219 Broadway und 10. 231 IUinoiS und ?:cLe 224 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und so. 235 IllinviZ und 53. 2 Lnnrtta ünd S? 2Z7 Ns. s. Cpritzcnhzu Udell und Rad 233 Udeil Ladde? Wer 23 Jsabel und 27. 211 Meridian und 24. 242 IllinoiS u St. Ot 243 Eldridge und 23. 512 West uud Wainut 313 Wcst und 12. 514 Howard und 1& 815 Torbct und y ZlS Capital Av und 2 Z'.7 Nctthwcftcrn Lve 318 GiNt und 18. 319 Canal und 10. 324 Ceresline Works 24 Vermont und Lym, 325 BiSmarZu Srandviel: 9Xo. 20 Spritzenhaus tiaujhv'iUc 527 Michigan u. Xmet, 329 Viichigan u. Conccv 141 West und McJntyrt i Miffort u. VUtVjlaM 413 Mssouri und f);iö US Sapital Dvk'Sccvgia 410 WijZouri ucntucky2. 417 Senate Ave u Oash. 421 P und G pmaul W. Washweton. 423 Jrren-Hospital. 24 Viiey Ave u.J DuZd 425 Wash and Harr 42 No. 1 SptzenZmch W. Washigte 427 Oliv und Birch 423 Oliver und OSgoeH m 429 Nordhke und Vori 431 Hadley Ave . Morr 432 Nivn Äre u. ZAerriZ 434 Niver Ave und Slatz 435 Harding u.tgSff 43S Harding und ONva 437 No. l eprtnh? MorriS und axttafl Hss wABGSta 4 eioOjaOA 461 Rettn und ITC IS Howard vsA Sa 453 orriS und tl 46 Lsbi uud Ptligetft 457 NordSe Zu . St tarn Werks ttt West ucd Nsy 513 Pcnrufijnseu.CUtTt 614 Meridian und fXcrfA 516 JllinoiS ur.t KanlaZ 517 MorriS und Dakts 513 MorriS und T!zch 51? Capital A. u V-Tan, 521 Meridian und Pa! V2Z Pme und Lord 524 Wadisor.Aveu LÄcrÄ 2 Meridian und Lelt ?W in Carlo und R, 523 Meridian und Srizrnu 52 Meridian u. Naymond 5Z1 Meridian u. W.-Lsi tZ No. 17 Spntzentaafl Mm r.2ht Lcfi 2 McKcraund 9cr& 18 Säst u. " janccln 1 14 East und Seech 15 Wriq'zt uns anderS 17 McCarty und Leaty IS Siew Ierscy tt'aS&K 7 IN Spruce vtü xotd ra Snglish Lve. u. LaurU 714 Etite Tve u.5R S 715 CheUy und S?cha m SUte5ttCBibDci$ 71g Orange und Lau! 7lö Sheldy u. Cfc0c 7,1 Lkxington A.u LV 713 FletchcrAv. 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Ein und ein Trittcl Fahrpreis für die Nlmdfahrt '. Vl . I i i.k l l ..i -Xy ... ,,,, , v 's . j- j !,","-..,,, V-t...4V.i -v 'v.-.v. v valirkartcu !u erden ucrftim't au 24., 25., 2',i. und :n Zcv;:::hr am 1. und 2. Janu.ir il-;). Gültig für die Rückfahrt ii l. ,. j inclusive. Für nähere Einzelnheiten wende :v.z: sich an die Agenten der C. H. & D. 23 ahn oder an D. P. Algeo, D. P. Agent, 8 Nord Illinois Str. Indianapolis, Ind.

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