Indiana Tribüne, Volume 28, Number 110, Indianapolis, Marion County, 30 December 1904 — Page 7
Jndlana Tribüne, 20. Dezember 1904
5 4. : .;:- 4 fni!iidüimualö'i
e LZoman von Moritz v. Neichcnbsch. V 9 4 t s 4 o 4 4 & j y (Fortsetzung nnnentn dem großen ?cy?nizimItx, an dezzen weißgetünchten Wänden bit Bilder Kaiser Wilhelms I. und Bismaräs Pendants zu den Bildern des Papstes und des Fürstbischofs von Breslau bildeten, waren die Tische voll besetzt, und die verschiedensten Variationen gab es da über das Thema: nun wird hier alles ganz anders werden. Ta führten der Josef Stanusch und bei Hannes Gaschi! das große Wort. Denn ihre Aecker grenzten zunächst an das Grubenfeld, und es war anzunehmm, daß die Aktiengesellschaft mehr Terrain teufen würde. Ich wette," sagte der Wirth, die Herren, die eintreffen, kommen blos deswegen, denn der eine ist der Markscheider Schadeck aus Kattowitz und der andere der Katasierkontrolleur Müller was sollen die anders wollen, als Land vermessen? Und, Leute, das sage ich Euch, jetzt heißt es klug sein und sich nicht ein für ein U machen lassen. Und wenn sie Euch jetzt sagen, Euer Sandboden da am Walde ist nichts werth, und ein paar hundert Mark für den Morgen ist reichlich viel glaubt's nicht! Tausende könnt Ihr jetzt verlangen, sie zeben's Euch, es liegen ja Eoakskohlen unter dem schlechten Acker!" Recht hast Du, Wirth," rief Josef Stanusch. und heut lassen wir 'm drauf gehen! Schade blos, daß ich schon das ausgewinterte Korn umgeackert und Sommersaat darauf gegeben habe das hätte ich mir sparen können, aber sie sollen mir's bezahlen, doppelt und dreifach!" Seht Ihr, - daß ich der Klügste war!" rief der Peter Mischliwietz. der schon lange beim Schnaps gesessen hatte und nun mit verglasten Augen um sich blickte. Die .anderen lachten. Ja, Du! Aus Klugheit hast Du Deinen Acker nicht unbestellt gelassen, fondern aus Faulheit." Daß ich ein Narr sein werde und mich quälen, wenn nächstens das Geld hier auf der Straße liegen wird und ich Hab's eher gewußt, wie Ihr alle, denn ich kenne die Leute, die dort arbeiten " Ja, wie wir uns noch gequält haben mit Ackern und Säen, hast Du schön hier gesessen und mit den fremden Leuten getrunken. Da kommt Deine Weisheit her, und da hättest Du uns auch schon früher etwas sagen können Ich hab's ja gesagt, und Ihr habt mir nicht geglaubt." Weil Du immer betrunken warst, wie soll man Dir da glauben?" Wer sagt das? Niemals bin ich betrunken! Wer hat mich betrunken gesehen?" Ho, ho, vorigen Sonntag hast Du im Graben gelegen!" Das ist nicht wahr!" Lauter und laute? waren die Stimmen geworden, vergebens legte der Wirth sich in's Mittel, um den ausbrechenden Streit zu verhüten. Die Fauste ballten sich gegen einander. Guten Abend. Leute!" rief da plötzlich eine klare Stimme von der Eingangsthür her. Alle Köpfe wandten sich dem Eintretenden entgegen. Er trug Herrenkleider, aber er sprach das Waerpolnisch mit dem Accent der Eingeborenen und legitimirte sich auch sofort als solcher. Ihr kennt mich nicht wieder, aber die meisten von Euch sind sicher alte Bekannte von mir," sagte er. Ich bin der Hannes Berga " Eine Bewegung entstand unter den Leuten. Der Schulmeisterssohn aus Pronowitz!" v Der ,Pan' Ingenieur." Hans Berga reichte einigen der Umstehenden die Hand, und bestellte Bier und Schnaps: Und ich muß den Tag meiner Rückkehr in die alte Heimath feiern, und Ihr sollt alle meine Gäste sein!" Hurrah für den Pan Ingenieur!" rief Peter Mischliwietz, dem inmitten seines Halbrausches eine Erinnerung an seine Soldatenzeit kam. Ist der Josef Stanusch hier und der Hannes Gaschek?" fragte der Ingenieur den Wirth. Der rief die Beiden heran, und sie mußten sich neben den Ingenieur setzen. Wir sind doch noch zusammen in die Schule gegangen bei meinem Vater," sagte dieser, und nun sollt Ihr mir 'mal erzählen, wie es Euch geht." Die Bauern kratzten sich hinter den Ohren und begannen dann ein Klageduett über die schlechten Zeiten. Der Wirth brachte Schnaps und Bier. Der Ingenieur ließ fleißig einschenken und hörte theilnahmsvoll und geduldig alle Klagen an. ' Nach einer Stunde etwa stand er auf. sagte, er habe sich gefreut, alle wiederzusehen, und nachdem er die Zeche bezahlt hatte, ging er hinaus in Begleitung des Josf Stanusch und des Hannes Gaschek. Am späteren Abend kehrten Beide noch einmal in die Schenke zurück mit gerötheten Gesichtern und verschmitztem Lächeln, das zu sagen schien: nun sind wir gemachte Leute. Hans Berga hatte im Namen der neuen Aktiengesellschaft einen vorläufigen Kaufkontrakt mit
ihnen abgeschloss en achtzebnhundert Mark per Morgen ein ungeheures Vermögen in den Augen der. Bauern und ein aute CMfäU für die Gesellschaft, deren Jnterejsen Hans Züerga zu
vertreten hatte. ,.! Veter Mischliwietz saß noch immer in der Schenke beim Schnaps, aber er sprach jetzt nicht mehr zusammenhängend. er lallte nur noch. .Tausend Mark müssen Sie aeben -laujenv VJlaii zever Morgen tausend, tausend" er lachte und begann mit heisere? Stimme ein Soldatenlied, kam aber nicht über 'den ersten Vers hinaus. Josef und Hannes sahen sich an. Josef zuckte die Achseln. Das Grundstück Peters kam wahrscheinlich gar nicht mehr in Betracht, . ihre Aecker lagen günstiger, und der Graf verkaufte ja auch Land an die Gesellschaft. Da hatte diese genug Grund 'und Boden, um die geplanten Anlagen ausführen zu können. Aber es geschah dem Peter recht, er war immer liederlich gewesen, während die anderen sich redlich abgequält hatten bei ihrer Arbeil. 3. K a p i t e l. nzwischen waren Otto und Emma nach Pronowitz zurückgekehrt. Die Sonne versank hinter den Wipfeln des Hochwaldes, es war ein Maiabend, so hell, duftig und warm, wie er nur ein Jägerherz erfreuen konnte. Die Oberförsterin war in der Wirthschaft beschäftigt. Käthe, die ihren Vater den ganzen Tag über nicht aus den Augen gelassen hatte, schlich sich in sein Zimmer. Er saß vor seinem Arbeitstisch, den Kopf in die Hand gestützt, ein Rechnungsbuch vor sich aufgeschlagen, in das er doch nicht hineinsah. Leise trat Käthe an seine Seite. Papa, heute wäre ein Abend, um auf den Anstand zu gehen. Es steht sicher ein Bock auf der Skovronekwiese." Er schüttelte den Kopf; aber während er zu der Tochter aufsah, schweifte sein Blick doch auch unwillkürlich durch das Fenster. Da winkte der Wald, die linde Luft, erfüllt vom Geruch des jungen Laubes und sprossender Kräuter, strömte herein; mit einer' plötzlichen Bewegung sprang der Oberförster auf. Du hast recht, Käthe, man soll die Feste feiern, wie sie fallen, heute gehört der Wald noch mir!" Er warf die Büchse über di: Schulter. Kusch Dich, Nimrod," rief er dem Hühnerhunde zu, der zu den Füßen seines Herrn gelegen hatte und jetzt mit einem fröhlichen Aufheulen an ihm in die Höhe sprang. Heute bleibst Du zu Hause" Der Teckel, der bisher auf dem Jensterbrett gesessen und mit klugen Augen hinaus in den Wald geblickt hatte, wiederholte die Demonstration des Hühnerhundes. Kuscht Euch 's ist heut nichts!" rief der Oberförster seinen treuen Begleitern zu, und mit eingekniffenen Schwänzen standen die beiden Hunde da und Zähen mit einem fast menschlichen Aufseufzen ihrem Herrn nach, der das Zimmer verließ. Käthe hing sich an seinen Arm. Sie schritten 'über den Rasenweg an der Fichtenschonung entlang. Nach einer Weile blieb der Oberförster stehen. Zu denken, daß man unthätig zusehen soll, wie das Verderben hereinbricht," sagte er, und feine blauen Augen erschienen dunkel vor Erregung. Käthe legte ihren Kopf an feine Schulter. Wer weiß, ob es schlimm wird. Papa! Noch stehen Deine Bäume gefund da, und höre nur wie die Wildtauben gurren, die kümmern sich nicht um die Kohlengrube!" Er drückte mit seiner breiten Hand ihr Köpfchen an seine Schulter. Kleine Grasmücke Du, zwitschere nur am Ende weiß ich auch nichts Klügeres, als es so zu machen wie Du und die Wildtauben und mich um das nicht zu kümmern, was ich nicht ändern kann!" Sie gingen schweigend weiter. Plötzlich legte Käthe den Finger auf den Mund. Ueber den Waldweg vor ihnen wechselte langsam ein Reh aus dem Hochwald hinüber nach der Schonung. Zwei drei andere folgten. Regungslos standen der Oberförster und seine Tochter, bis die Thiere verfchwunden waren. Papa, das letzte war ein Bock," flüsterte Käthe. Ter Ausdruck im Gesicht des Oberförsters war jetzt ganz Spannung und Aufmerksamkeit. Sie wechseln nach der Skovronekwiese, und der Wind weht uns entgegen das kann was werden!" und er machte eine leise, abwinkende Bewegung mit der-Hand. Käthe nickte, sie wußte schon, daß sie überflüssig war. und behutsam auftretend und jeden trockenen Zweig vermeidend, der etwa unter ihrem Fuße knacken und die Rehe hätte warnen können, trat sie den Rückweg an. Kurz vor der Oberförsterei bog sie aber in einen, die entgegengesetzte Richtung verfolgenden Waldweg ein, denn der Abend war zu schön, um schon nach Hause zu gehen. Eine Viertelstunde schritt sie hin, ganz mit dem Gedanken an ihren Vater und an seinen Kummer beschäftigt. Dann erregten stark duftende Maiblümchen, die zur Seite des Weges standen, ihre Aufmerksamkeit. Sie pflückte einen Strauß, setzte sich in das Moos und blickte zu den Wipfeln empor, in denen das zärtliche Taubenpaar jetzt ganz in der Nähe gurrte. Ninas um sie reate na? oas Hruyttngsleöen m Hnojpen und Blüthen; die Luft war erfüllt von jenem ahnungsvollen Duft, derjrisch
aufgewühlter Erde und treinv?m Grün entstammend, wie eine Verheißung .kommender Sommerherrlichkeit den Wald im Frühling durchzieht, und über den Wipfeln zogen rosa Wölkchen über den blauen Himmel hin. - D Lieb', o Liebe so golden schön. Wie MorgelUvolken auf jenen Höhik, 23 u feßiifst herrlich das frische ftelb, Im Bliitbenda7.ipfe die volle Welt atize flüsterte vie wtxt vor ia hin; sie wußte kaum, wie es kam, das sie sie behalten hatte, als sie neulick beim Staubabwischen in der gute? Stube" den Band von Goethes Gedichten aufgeschlagen und gerade dies, Strophen gelesen hatte; aber es la; etwas in dem Klänge, das Käthe be-. rauschte. Q Lieb', o Liebe so golden schön ! Träumerisch blickte Käthe zu den rosc Wölkchen auf und zum erstenma wurde ihr bewußt, wie seltsam es war d?h sie mit ihren zwanzig Jahren nock .richts von Liebe wußte. Sie dacht? an ihre Kinderzeit zurück. Es schier ihr, als habe diese länger gedauert als bei anderen Mädchen. Sie war will gewesen wie ein Junge, war auf du Bäume geklettert, um nach Vogelneflerr zu sehen, hatte mit den Thieren unfc Pflanzen des Waldes auf kameradfchaftlichem Fuße gelebt und Thräner vergossen, als die Mutter erklärte, sii könne nicht mehr in den kurzen Kleidern einhergehen, sie sei erwachsen. Eink Verwandte der Mutter, die das Erzieherinnenexamen gemacht hatte und dann zu schwächlich gewesen war, um eine Stellung bei Fremden anzunetMen. kam in das Forsthaus, um sich in der Waldluft zu erholen. Sie blieb vier Jahre dort, und bei ihr hatte Käthe gelernt, was sie wußte, und nebenbei hatte sie sich an der Seite der Mutter tüchtig in der Wirthschaft tummeln müssen. Lang aufgeschossen und mager, mit jungenhaften Bewegungen und Manieren, war Käthe den jungen Forstleuten, die ab und zu in's Haus kamen, immer mehr wie ein guter Kamerad, als wie ein junges Mädchen begegnet. Als sik achtzehn ' Jahre war, heirathete Ottc die ebenfalls achtzehnjährige Emma. Käthe erschien sich viel jünger als die Schwägerin. Auf der Hochzeit kam sie zum erstenmal mit jungen Leuten au? anderen Gesellschaftskreisen zusammen. Verschiedene Vettern Emmas waren Offiziere; einer besonders, ein flotte: Husar, hatte auf Käthe einen tiefen Eindruck gemacht. Sie hatte sich nichi gerade in ihn verliebt er hatte sich auch gar zu wenig um sie gekümmert aber Käthe dachte seitdem, daß der Mann, den sie einmal lieben würde, ähnlich aussehen, zum Mindesten einen ebenso flott aufgedrehten Schnurrbart und ebenso lustige Augen haben müßteUnd etwas Besonderes mußte er auch sein, etwas ganz Besonderes! Denn da5 hatte Käthe recht gut gemerkt, daß man sie so, wie sie war, nicht recht als voll betrachtete. Und da ihre Mutter seither auch immer davon sprach, daß Käthes einstiger Mann doch in die Kreise ihrei Schwiegertochter hineinpassen müsse, begann Käthes Phantasie, die bish den realen Kreis ihrer Umgebung nicht verlassen hatte, in's Weite zu schweifen und sich eine Art von Märchenprinz auszumalen, der eines Tages kommen und um sie freien müsse. In ihrem Aeußeren ging in dieser Zeit eine Ver änderung vor. Die eckigen Formen verloren sich, sie wurde voller und rost ger. Aber obgleich sie frischer aussah als früher, fühlte sie sich jetzt manchmal ermüdet, und ihre Bewegungen wurden daher etwas langsamer und weicher. Dann kam eine rmt Phase für sie. Sie begann die Träume von dem MärchenPrinzen albern zu finden und ihre Kindesliebe zu ihrem Vater, der bei ihren wilden Waldstreifereien ihr guter Kamerad gewesen war, begann eine schwärmerische Gestalt anzunehmen. Sie hatte sich in seinen Jdeenkreis so
hmeingelebt, daß sie ihn besser als alle anderen verstand, auch besser als die Mutter. Sie war sich dessen bewußt, und gerade jetzt, wo er Kummer hatte, fühlte sie, daß sie ihm doppelt viel sein müßte. Mit einem ungeduldigen Aufseufzen be-ndete sie jetzt die Träumerei. in die die Erinnerung an die Goethe'schen Verse sie versetzt hatte. Ich brauche die Liebe auch gar nicht," murmelte sie. Ich habe den Papa, der mich so sehr liebt und der mich so nöthig hat. Und ich werde bei ihm bleiben, immer, immer " Plötzlich kam ihr die Erinnerung, wie ihr Bruder heut Nachmittag sein junges Weib, geküßt hatte und wie Emma erröthet war, als Käthe unerwartet in's Zimmer trat. Sie drückte ihre heißen Wangen in den Maiblumenftrauß. den sie in der Hand trug, und ihre Lippen berührten liebkosend die zarten Blüthen. Dann fuhr sie mit der Hand darüber hin, als wolle sie die Spuren dieses seltsamen Kusses verwischen. Das ist ja alles Unsinn," murmelte sie. Sie stand auf und ging über den Waldweg hin. Sie wollte sich gemaltsam.zur Ordnung rufen. Ich muß nach Hause die Magd denkt gewib nicht daran, die jungen Puten vor dem Abendthau in den Stall zu bringen," sagte sie sich. Aber ihr Herz klopfte unruhig. Im nächsten' Augenblick hatte sie die jungen Puten schon wieder vergessen und blickte mit einem wunderlichen Gefühl von Sehnsucht auf, nach den rosa Wölkchen, die ihr vorhin die Goethe'schen Versk in's Gedächtniß gerufen hatten. Sie waren weiter gezogen, und Käthe schien es, als fei es plötzlich viel dunkler im Walde geworden. Sie trat den Heimwea an. Da wurde eine rufende
Stimme hinter ihr laut. Sie blieb
stehen. Eine kräftige, schnell ausschreitende Männergestalt kam übe: den Waldweg brDer Fremde lüftete den Hut, einen Augenblick ruhten seine dunklen Augen wie prüfend auf Käthe. Komme ich bitr nack der Oberförster?" fragte er. Gewiß," antwortete Käthe unbefan. gen, da gehe ich hin." Dann irre ich mich wohl nichtFräulein Waldow?" Ein halbes Lächeln glitt über sein Gesicht, während sie ihn erstaunt ansah, und sogleick setzte er hinzu: Mein Name ist Han5 Berga!" Mein Gott!" rief Käthe unwillkür, lich. Sie begriff nicht, wie der lanc aufgeschossene, schmächtige Schulmeisterssohn von Pronowitz, den sie freilich seit mehr als zehn Jahren nich: wiedergesehen hatte, nun als ein sc breitschulteriger und zugleich so Herrenmäßig aussehender Mann vor ihi stehen konnte. Ich hätte Sie aber nicht wieder erkannt" sagte sie ehrlich. Ganz sicher war ich ja meiner Sacht zuerst auch nicht," meinte er, aber jetz: nein, so verändert haben Sie sich dock nicht, daß ich Sie jetzt nicht mehr eisen nen würde." Käthe nickte lächelnd. Damit haben meine Brüder mich früher immer geärgert, daß sie behaupteten, ich hätte mein Kindergesicht behalten aber jetzt mache ich mir nichts mehr daraus!" Im Auftrage Ihres Bruders Karl komme ich heute zu Ihnen," sagte er, an ihrer S.'ite hinschreitend. Sie sah ihn erschrocken an. Es ist Karl doch nichts passirt? Wn haben ihn heut den ganzen Tag erwartet!" Nein, Sie brauchen nicht zu erschrecken, es ist kein Unglücks-, sondern ein Glücksfall, der ihn verhinderte, heul zu kommen er soll Obersteiger in bet neuen Grube hier werden wir nennen sie ,Glückimwald' " So kommt er also wirklich hierher Mama ahnte es schon " Ja, und heut stellt er sich dem Generaldirektor unserer Aktiengesellschaft vor. Deshalb konnte er nicht kommen und er bat mich, einstweilen dic Freudenbotschaft den Seinigen zu bringen; aber Sie sehen so ernst darein gar nicht, als ob Sie meine Nachricht als Freudenbotschaft aufaßten-" O doch," erwiderte sie schnell, ich freue mich darüber, daß Karl herkommt, und Mama wird sich auch sehr darüber freuen, daß er Obersteiger geworden ist, nur sehen Sie, das alles mit der Grube, das ist noch so neu und Papa kann sich noch so gar nichi darein finden " Ja so!" Er begriff plötzlich, weshalb das liebliche Gesichtchen seiner Begle'lterin trotz seiner guten Nachricht sich beschattet hatte. Wie gern hätte er ihr. etwas Freundliches, Tröstliches gesagt. aber er fand nicht gleich das recht Wort, und sie fühlte, daß sie durch die Art, wie sie seine Votschaft aufnahm, ihn enttäuschte, und das that auch ihr leid. In diesem gegenseitigen Gefühl mitleidigen Verständnisses begegneten sick ihre Augen. Käthe wandte den Kopf. Eine ihr sonst fremde Verlegenheit überkam sie, und ein wenig befangen fühlte sich auch Hans Berga. Aus diesem Gefühl und aus dem Wunsche heraus, von etwas anderem als von der Glück-imwald-Grube zu sprechen, sagte er: Was für schöne Maiblumen Sie da haben! Wie lange ist es her, daß ich keine Maiblumen mehr sah wenigstens keine so frisch gepflückten! Bei uns, in unserem Hüttenrauch, wächst so 'was nicht." Käthes plötzliche Verlegenheit wurde von ihrem guten Herzen in die Flucht geschlagen. Sie reichte ihm einige der duftenden Blüthen hin. Wollen Sie sie?" - Er griff danach. O, ich danke Ihnen!" Er nahm seinen Hut ab und steckte die Blumen daran, während seine glänzenden Augen Käthe unverwandt ansahen. Es ist doch schön in Ihrem Walde," sagte er mit einem tiefen Athemzuge, wunderschön! Unsereiner weiß das doppelt zu würdigen." Mit einem leisen Schrecken dachte Käthe an das, was ihr Vater gesagt hatte. Ist es denn wahr, fragte sie,' daß der Nauch den Wald vernichtet?" O, nicht immer," meinte er, abe: bei uns im Jndustriebezirk, wo der ganze Boden unterwühlt ist, kann Wald nicht wachsen." Und werden Sie hier auch den Boden unterwühlen?" Ich hoffe nicht! So viel ich weiß, liegen die Kohlenflötze nicht in der Richtuna des Waldes." (Fortsetzung folgt.) Die Fußballspiele haben in den Ver. Staaten während der verflossenen Saison 13 Menschenleben gekostet; die Gesammtzahl der während des Jahres bei der Ausübung dieses Sports Verletzten wird auf 296 berechnet. . Wenn das Geflügel kein Grünfutter bekommt, so erhält es ein struppiges, glanzloses Gefieder, die Thiere fangen an zu kränkeln und legen weiche und kleine Eier, welche nicht den Wohlgeschmack besitzen, sowie auch der schönen goldgelben Färbung entbehren. Deshalb soll stets für Grünfutter auf dem Hühnerhof gesorgt wer-den.
WszMdMW - ZÄtzVPöMW. vandalia kine. Nbgang Ankunft St. LouiS Spcl., tägl 12 30Vm P.ttSdu-g Spcl, taglich 8. .3 20 St Lomd Llo taglich 8 ä & b 6 6 Jlrn New Sork Expreß täglich 8 ä 6 602rn Capital Erpreh tagl.dä.... 7 00Vm Schneller Mail täglich 7 6553 St uouis Ac tägl 7 2653m Terre Haute Essing Acctg 10 25V Ch St L Erpreß täglich d.U 2'Nm Keyfto-e Expred täglich äs. 2 60 St Louis Ezpreß tägl 3 153 c Atlantik Erpreß täglich.... 4 45N T H k Eifingzam Acc tägl. 4 00 Nr The NJ Limited tägl sdb 6 IBVtm St L gast Mail täglich.... 8 3KR, Pittöb Ezp, lägl 8 d" . . . . 6 565W Cleveland, Cincinnati, (Chicago & St. konts Railwaf. Sleveland Divifie. Abgang Ankuqt American Exprcß täglich.... 4 20Vm New Fork Ltd tägl 8 6.. ..12 10V Muncie FtW ck B H Erp. . 7 00Vm Union City Accom, tägl. ... 9 36Vm N S k B Lim täglich d. .. 7 30Vm Fort Wadne Sc Elk Erpreß.. 10 49V Clevland Accom 10 4555m Southdeftern Ltd tgl äs.. ..11 25? Anderson Ezp 113055m Anderson Expreß z 2 45Rm N I d B Lim, tägl äs.... 2 ööNm St Louis Ltd tgl ä s 3 005?m Union City Sr Elkh Ace tägl 5 SONm American Expreß tSglich.... 6 453hn nickerbocker Sp tägl ä d s . . 6 205rn BHck Union City Accom. .. 8 00V m St. LouiS Division. New Fork Ltd tägl 12 2053m American Expreß tgl 4 0033m et Lome Accom. 7 IbVm 3nds Col u Dayto Ex tgl s 4 20Vm Southweftern Lim tgl ä s. . . 1l 45Bm St. LouiS Expreß tägl s.. . . 7 l5Vm St. LouiS Ltd tägl ä 8 3 15Nm Mat'n & T Haute Ace 10 36Bm Terre Haute Ze Mat'n Ace.. 6 OONm R I d Boston Lim tägl äs. 2 503? American Expreß tägl 7 05Nrn St Louiö Accom 5 35N Cinc,3ndpls k St L Ex tgl s 11 60Nm Knickerbocker Sv tägl sä.... g (55? Cinctnnati Division. Ein & Louö Nachtexpreß tgl s 3 45Vm CincinnatiAce 10 25Vu St LouS & Cin Nachte? p lg s 4 30Vm Chic k St LCxpreß lg d & r s 11 358 Cincivnati Exp täg 7 30vrn LouS St L Chicago Expreßll 36B Cincinnati Accom 1 OONm White City Spezial tägl p.. 3 05N Cincinnati Sim tägl p . .... 2 65Nm Indianapolis Accom täglich. 6 40?ta Louiöville Erpreß 2 558m Cine Sndö k St S Ex tg .. 11 40N Cinc & Wssh g L tg ä p 6 20Nm Cine & LouiSV Na chtekp tgl 811 505? Chicago Division. Chkago Nachterpreß tägl 8.. 12 15B Cine Nachtexpreß, tägl 8 3 30Q KanZakee Accom 7 0013m Kankakee Aeeom ..10 30V Chicago Fast Expreß tgl ä p 11 50Vm Cinc Faft Erpreß tägl p ä.. 2 40N White City Specisl ä & p. 3 208m La gayette Accom 5 00 öagayette Accom 5 25Nm Cine k Wash g L.,p 6 055! . Michigan Division. Benton Harbor Expreß 7 OOVrn Elkhart Vecsrn nur Sonntags 9 SSVrn Mchigan Mail Erpreß p...H80Vrn Elkhart Exprefc. ....... 10 4053 Elkhart Ace täglich 5 20Nrn Benton Harbor Expreß p . . . 2 458 Michigan Exeß . 8 008 ?eria Division w estli ch Peoria Expreß täglich 8 ....12053rn ColurnbuS & s,:nc Exp tgl 8 3 30L Peoria Expreß 6c Mail 7 2533m Champaign Accom ..10 35V Western Expreß täglich p ä. .11 SOVm N S Sc Ohio Special . 2 408 Champaign Aeeom 4 108m Peoria Expreß täglich p & ä 6 088 Peoria Division östlich. ColurnbuS Expreß tägl..... 4 25Vm ColurnbuS Expreß tägl 8. ...12 05Nts Ohio Special tägl 3 008m Lynn Accom.. 10 0055 Lynn Accom 6 168rn ColumbuS Erpreß tägl 11 3053 . pittsburgh, Qncinnatt, Chicago 6c 5t. Louis R'f. Indianapolis Division. Abgang Ankunft Pittöburg Special, tägl s .. 3 30Brn St LouiS Spezial tägl.... 12 10B ColurnbuS Accom tägl 7 3033m St Louiö Lim täglich s ä d. . 6 45? New Fork Expreß täg d. . . . 8 10Vm Capital Expreß täglich sä. . . 6 60B Keyftone Expreß tägl d.fc s. 3 058rn Chic tc St L Expreß tgl ä s.12 108 Atlantic Expreß täglich ... 5 008m SnbianavoliS Accom 12 408 8 S Lim täglich s d b.... 6 608m St Louiö Expr tägl d& 8.. 3 058 Pittöburg Expreß, tägl sä.. 7 05Nm Nlrnt keine Passagiere tgl- 8808 Chicago Divisicn. Chicago Special, tglpd .. 113553m Southern Expr täglich 8 8 15L Lou & Chi F Expr täglich 8 11 öONm Chic & Leu Expr täglich p b 3 408 SouiSville Division. Southern Expreß tägl 8 3 3533m LouiSV & Madison Ace tägl 10 10V Pittö & Lou g 2 tägl s.... 7 OOBm Chie g 3 tägl p d 11 305? Mad Ace nur Sonnt 7 30Bm Louiöville u. Madison Aee.. 6 408& LouiSV & Madison Acco.. 8 0533m Louiöv k PtttSb g L täglich s 0 358 Chicagos Leu FS täglich pd 3 56Nm Madison Accomm SonntagS 8 15V Madison Accom tägl 3 55Nm Lou Chi F Expr. täglich 11.35 Ncht SouiSville Accom tägl . . 6 45Nm Indianapolis Sc vincennes R. R. Cairo & Vineen Expr täglich 7 LOVrn Spencer k Bedfsrd 5le, tägl. 9 45V VincenneS Expreß tägl 3 508m VincenneS Expreß täglich.. 10 3053 Spencer & Bedford Ae, tägl. 4 458rn Cairo Expreß täglich 6 158 Clncmnati, amilton & Dayton R. R.
Cincinnati Abgang Cincinnati Beft täglich 8 4 0033m Cincinnati Accom täglich. .. 6 0553m Faft Mail täglich 8 8 05Bm Cincinnati K Det Expr ?.. 10 4033m Cin & Dayton Vefi. Sxp p 3 008m Cincinnati Best täglich ä p 5 008m Cin & Detroit Expreß täglich 7 028
Springfield Divisi on. Abgang Anknnst Springneld Mail... 7 3053m Springfield u Decatur Expreß 6 OOB a Chicago Expreß p ....11 5053m Decatur Aceom 10 353 Decatur Aeeom... 3 308m Cincinnnzti Expreß täglich p 2 458 Dect & Springf Ej?p tg 8 ä.ll 108m Springfield & Decatur Expr. 4 40Nm kake Lrie & Western R. R. Abgang Ankunft Ma-'l uud Expreß.. '.7 1553m Indianapolis Expreß 10 2553 T Der k M C Ex täglich.. 12 208m Jzdianäplö Spcl,ScnntagS 10 308m Peru Spcl., nur SonntagS..l2 S5Nm Mail k Expreß 3 258m Chicago Expreß 6 408 Toledo Expreß 9 45 Chicago, Indianapolis & kouisville Ry. (Monon Route.) Abgang Anlinst Chie Night Expreß tägl S...1Z 55V Cincinnati Best tägl g 3 3523m .ftaft Mail täglich 7 COSm ffa Mail iäglici 8 7 5053m Chi Expreß, nur Ssnaxä..11 ö07Zm Nonon Ac,tägl auögSsn,10 007 hi ä: Mich City Best äp.. 3 858 Cincinnati Veft täglich ä p. 4 528m Monon Acc, 4 008 Via .$& (West) und vloachdale. Chicago Expreß p ....115053m Cincinnati Expreß?:.. 2 458s
ciftttaltt Bleeper. P. Pirlcr Cix. C -
Division. Ankuns Cincinnati Vestibüle täglich 8 12 45vu Fast Mail täglich 6 350a Cincinnati Expreß täglich. .10 0553m Cin Chi 6c St L Es tgl p..ll 4653 Cincinnati Best ä k p . 3 258 Cine k 3nd Aceom p....7 Z48 Cin 3nd St 2& Peo Ex tg fccl6 408m
Cb&ir C, B-Boffet r. D. Diätes C&
