Indiana Tribüne, Volume 28, Number 108, Indianapolis, Marion County, 28 December 1904 — Page 7

Indianer Tribüne, 28. Dezember iocuu

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XV j r x S r - t Dir Xnitc vorn x Z s s s r Slchuß Keuren ttonun von Ö ti i Mt c t rn . ü Z Kr-Kr (Schluß.) (rrrr -ie folgte ihm willig: ein einziger Gedanke beherrschte sie völlig: Nun bin ich nicht mehr so allein!" Und in diesem Cesühl sagte sie leise und dankbar: .Wie gut Du bist, Otto!" Hast Du es denn anders erwartet. Evchen?" gab er in dem alten herzlichen Jugendklauz zu,rück. Wie wäre es denn möglich, daß ich fern bleiben sollte, wo Du meiner mehr als je bedurftest? Und wer hätte eine heiligere Pflicht gegen Dich, Eva, als ich, der ich Dich von ganzem Herzen geliebt habe im damals: Xu oui man zuiammenzucken, liebes Herz, ich respettire Deine heutige Stimmung ich würde auch mit keiner Silbe von mir reden das ist nicht nöthig, Eva, nicht wahr? Du weißt, was Du mir geworden bist in diesen Wochen, seit unserem Wiedersehen und ich- Ich komme, wenn diese schrecklichen letzten Erlebnisse in Dir ausgeklungen sind ich komme und hole Dich, Eva und Du wirst gern und freudig mit mir gehen?" Ja. Otto!" sagte sie ebenso ernst, wie er. Sie küß!en sich nicht sie schritte still nebeneinander her. und die erste: Worte, die der Professor wieder sprach, galten Evas kleinem Sohne. Erzähle mir von ihm wie fandest ' Du den armen Kleinen?" fragte er. Damit war die Brücke gefunden zu allem, was Eva und ihre jetzige Lage betraf. Sie hatten einander so viel zu sogen und zu berichten, daß sie die Zeit völlig darüber vergäße. So war es Mittag geworden. Ellern batte seine Leute entlassen. war dem Dorfe zugegangen und über ihn kam jetzt schwerer als je der Gedanke, daß die kurze, aber so herzliche Freundschaft, die ihm das Leben hier zu einem nie gekannten Glücksiraum gemacht, nun völlig ihre Macht verloren. Die alte kluge Präsidentin mit dem gütigen Herzen fehlte 'hm allerorten; an Agnes konnte er ohne Bitterkeit und ein intensives körperliches Herzweh nicht denken denn der thörichte Muskel zog sich ihm jedesmal wie im Krampf dabei zusammen. Nun würde Eva dem Professor folgen, und damit war für ihn alles aus alles! In seinem Logis fand e? einen geschäftlichen Brief vor, der ihn veranlaßte, sofort ein Telegramm auszugebrn. 'Die Antwort mußte wohl überlegt sein; er beschloß, den Weg zum"Äelegraphenamt selbst zu machen, um sich im Gehen klar darüber zu werden. Außerdem war der Professor noch . immer nicht vom Schlosse zurück, der Sanitätsrath hatte Eva und ihn, sowie Ellern zu Tlsch gebeten. Gehen Sie immerhin, wir haben noch viel Zeit und Wanger scheint der ueben kleinen Frau viel zu sagen zu haben meinte der alte Herr lächelnd. So war er gegangen hatte sein Telegramm am Bahnhof aufgegeben und gerieth beim Verlassen desselben in den A!enschenstrom emes eben ange kommenen Zuges. Eine schwarz gekleidete junge Dame. die vor ihm herging, fiel ihm auf. Und plötzlich begann sein Herz wie rasend zu klopfen. Welch: Aehnuchkeü! Der Gang, die Haltung das Haar! Mein Gott, war es denn möglich! Agnes? Sie traten dicht hintereinander in's Freie. Da wandte sie sich so zur Seite, daß er wieder nichts von ihrem Gesicht lehen konnte. Aber die Stimme! Sie rief einen Wagen an, der Kutscher hörte nicht sie wmkte ihm. ie war ganz allein Gestatten gnädiges Fräulein, daß ichrEr war vor sie hingetreten sah. sie war es sie Agnes! Seine stürmische Freude, untermischt mit dem bittersten Verzagen, machte ihn ganz blaß. Auch sie wechselte die Farbe. Herr von Ellern, Sie? Erwarten Sie mich?" fragte sie mit stockender Stimme. Er fah sie verständnißlos an. Ich bin sehr glücklich, gnädige Fräulein zu treffen!" Ich weiß nichts davon ich war nicht bei der gnädigen Frau. ' Sie waren nicht? Aber . Es fand doch heute die Beerdigung statt?" Allerdings. Herr Professor von Wanger ist be: der gnädigen Frau. Sie zuckte zusammen bei feinen Wor ten, dem Ton, in dem er sprach. Ihre Augen öffneten sich erschreckt und begeg neten seinem Blick voll Sorge und Unruhe. Gnädiges Fräulein wissen, wie die Sacken stehen?" Ich kein Wort! 's ist nich möglich! Es kann nicht sei!" rief sie unzusammenhängend. Daß sie sich lieben? Warum nicht? Es ist nicht der Zeitpunkt, damit her vorzutreten aber ich denke sehen konnte man das langst! Großer Gott!" murmelte AgneL und preßte die Hände m heftiger Erre gun.q fest ineinander.

as !ien iyn nutzen, lim ganz neuer Gedanke kam ihm wie ein Blitz: Agnes liebte Wanger? Aber schon hatte sie ihm in einer ehrlichen, impulsiven Regung beide Hände aeaeben. Armer Herr von Ellern!" . DaS sagte sie nicht, aber das aufrichtige Mitleid lag so unverkennbar in ihren Mienen, daß es auch keiner Worte bedurfte. Nein, an sich dachte sie nicht an lhn! Ihn bemitleidete sie. Und dann wurde sie unter seinem grenzenlos erstaunten, ablehnenden Blick flammend roth. Er aber hielt ihre Hände fest. Ihm war ein Licht aufgegangen. Agnes Sie meinten, ich ich liebte Eva? Aber ich bitte Sie! Wie können Sie glauben ? Wie ist denn das nur möglich?" stieß er fast athemlos vor Erregung heraus. Er zog sie mit sich auf den dicht von Buschwerk bedeckten Fußpfad, der jetzt schon ganz einsam wieder lag, die Leutt hatten sich längst verlaufen. Agnes! Jetzt gestehen Sie es mir Sie glaubten, ich liebe Eva von Sobotka?" drang er aufgeregt in sie. Ja!" stammelte sie sehr beklommen. Aber die Gründe! den Grund! Sie Sie gerade mußten es doch besser wissen!" Sie schüttelte stumm, in tödtlichster Verlegenheit den Kopf. Endlich, als er immer wieder rief: Aber dazu gehört denn doch ein Grund!" endlich sagte sie ihm: Sie waren gegen Eva immer " Nun, Agnes?" half er wieder mit zwingender Bestimmtheit ein. ' Sie waren gegen Eva immer so viel." Nein, sie konnte es nicht sagen nicht um die Welt. Er fragte auch schon nicht mehr. Wie ein Freudenschrei drang es ihm aus der Brust. Er zog sie in semen Arm und küßte ie, was sie willig geschehen ließAgnes! Liebes, süßes Mädchen! Das war nur um Deinetwillen! Ich lebte Dich, ich nebe Dich heute mehr wie je, und Eva , wußte, merkte das ihre herzliche Theilnahme, ihre Freundschaft half mir über das Schwerste weg. Es war mir ja em Trost, daß sie Dich auch nicht .verstand. Dein plötzlich so verändertes Wesen auch nicht begriff. Und Du thörichtes, liebes Herz bildetest Dir em ? und darum diese einge Ruhe und Zurückhaltung? Darum dies Ausweichen? Und Du hast also Dein liebes Herz nicht auch an diesen Wanger verloren! Agnes mußte doch zetzt lachen. Welche Thorheit! Wanger? Sie wußte eigentlich gar turnt recht. wie ihr war vor übergroßer Ueberraschung. Die arme Eva darf nicht auf Beuren allein sein." hatten Großmama und Onkel dekretirt. Agnes mußte hinfahren: Eva bedürfte am Grabe der beiden Männer vorderhand nur einer liebevollen Gefährtin, fo erzählte sie ihm und wie alles gekommen. Sie hatten Agnes, sobald die Trauerkleider beschafft waren, reisen lassen. Diese hatte sich auch nicht widersetzt. Sie fühlte die herzlichste Theilnahme für Eva und glaubte sich jetzt stark und sicher durch die Ueberwindung ihrer eigenen Gefühle für Ellern. Ja, es schien ihr fast eine Seligkeit, für dir Beiden Opfer zu bringen, nun sie jeden Neid, jede Eifersucht in sich unterdrückt hatte. Man konnte ihr eine Reisebegleitung so schnell nicht schaffen. Unsinn ich bin neunzehn Jahr, und was soll mir die Minna oder sonst irgend ein ähnliches Wesen?" hatte Agnes erklart und war allem gereist. Der Onkel wollte an Eva depeschi ren unbegreiflich, daß er es nicht ge than. In der Mittagsstunde sind die Wege und Stege vor der Stadt am emsamsten. Unser Pärcben hatte auch kein neugieriges Auge zu fürchten, dennoch waren sie froh, als sie den Park erreichten und dort ungesehen Herz an Herz und Mund auf Mund sich ihre Liebe wieder und wieder bekennen konnten. Ungesehen? Sie schraken auf aus ihrer süßen Vergessenheit. War das Paar, das dort in einiger Entfernung ging, blind gewesen? Weder blind, noch so ganz und .gar nur mit sich beschäftigt; sie lasen eben gemeinsam das Telegramm des Dok tor Rehlin: Wir schicken Dir Agnes als beste Gefährtin. Jetzt kamen jene Beiden, und wenn ihre Mienen auch ernst waren und über ihr Glück einstweilen noch ein Trauerflor gebreitet lag, begrüßten sie doch Ellern und Agnes mit jubelnder Freude. - Bei dem alten Sanitätsrath wurde heute nicht viel' gesessen, und das allein wollte ihm an den vier jungen Leuten Nicht recht gefallen. Auf eine glückliche Zukunft!" hieß sein erster und einziger Toast. Zukunft!" Ja, das war das große Wort, vor dem ihre Gedanken stillstanden, denn wie sollte stch die nächste Zu kunft für sie alle gestalten? , Ich möchte Dich am liebsten gleich roieder mit mir nehmen!" sagte Wanger ZU Eva. Und ich Dich gleich ganz hier be halten!" flüsterte Ellern Agnes zu. Evas Farbe wechselte. Sie würdnie lernen, das leicht bewegliche Blut zu beherrschen, dachte sie, und dabei stieg

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ihr die Räthe immer mehr in's Gesicht. Daß sie etwas sagen wollte, bemerkten sie alle, und vier Augenpaare blickten sie erwartungsvoll an. Ich möchte das nächste Jahr hier im Schlosse verleben!" sagte sie gesammelt. Im Schlosse? Aber? Unmöglich!"

klang es ihr entgegen. Ich hoffe, Du gibst mir recht, Liebster," wandte sie sich an den Professor. ,.Es steht wie ein brennender Wunsch die Möglichkeit vor mir sie ist sogar für mich eine gebieterische Nothwendigkeit die Schmach vergessen zu machen, die auf meines unglücklichen Vaters Namen gefallen. Lasset es mich versuchen, Ihr Lieben, seht mich nicht an. als ob ich Unmögliches wollte. Während ich heute von den beiden Gräbern kam. sagte lch mir: nichts m so schlnnm und schmutzig, daß es nicht wieder ge sühnt und gereinigt werden kann. Und wenn ich eine Kmdespsllcht versäumt habe, da mein Vater lebte und in die Hände jener Menschen gerieth, so laßt mich zetzt die Pietät üben, die sene Schwäche und Thorheit vergessen machen wird und seinen Namen wieder zu Ehren bringt." Aber wie, Eva? Wie willst Du das denn bewerkstelligen?" fragte Wanger und sah mit leuchtenden Augen auf den energischen Ausdruck, den die Züge der geliebten Frau trugen. Ich habe mir alles heute überlegt, als ich an feinem Grabe kniete, oder vielmehr, es kam mir der Entschluß wie eine Erleuchtung in dem einen Moment. Das Schloß und der Park sollen für alle Zeit zu einer Altmann-Stiftung der Stadt übergeben und zu einem Krankenhause eingerichtet werden. Auch möchte ich, da ich ja durch den Verkauf des übrigen Grund und Bodens eme reiche Frau werde, über die Mathäus'sche Erbschaft verfugen dürfen und sie dem Krankenhause 'schenken," fetzte sie etwas zaghaft hinzu, indem sie Wanger bittend ansah. Jetzt war er es, der vor tiefer Herzensbewegung die Farbe wechselte sein ganzes Gesicht strahlte, die hellen, scharfcn Augen schimmerten weich und feucht. Mein Lieb! Meine Eva! Welch gesegnete Eingebung!" rief er und küßte ihre Hände in unendlicher Freude. Und Du willst hier bleiben, um das alles in's Werk zu richten?" Ja, das wollte sie! Und sie hoffte, Agnes würde bei ihr bleiben, Ellern sie in allen geschäftlichen Maßnahmen unterstutzen Es würde sich für sie Belde in Evas alten Räumen eine Wohnung wieder herrichten lassen, ohne daß man em einziges Stuck des Hausraths benutzte, der durch jenes schlechte Weib entweiht war. Der alte Samtatsrath wurde in seiner grenzenlosen Vegeiste rung für Evas Plan gestört, man riej ihn hmaus. Nach einer ganzen Weile erst kam er wieder, ernst und fast erschüttert. Die Rieke hatte sich in sem Haus geschlichen, das . nut Frau Triebe ver schwundene und bis jetzt nicht wieder aufgefundene Dlenstmadcben. Von ihr stammte ein zerknitterter Briefbogen, der mit des Obersts zitteriger, unordentlicher Handschrift bedeckt war. Dies hat die Rieke unter den Sachen der Frau Triebe gefunden, nachdem heute das Weib gefangen abgeführt wurde!" sagte der Sanitätsrath, Eva diesen Brief überreichend. Eva las die wenigen zuletzt unvol lendet abgebrochenen Zeilen schon, die an sie gerichtet waren. Der Oberst hatte sie offenbar in den letzten Tagen vor seinem Tode geschrieben. Es war der verzweifelnde Hilfeschrei des Va ters an sein mißhandeltes Kind und endete: O, meine arme, liebe Eva komme zurü !" Da war das Schreiben abgebrochen. Man sah im Geiste wie das schlechte Weib dem Unglück lichen das Papier weggerissen und es in die Tasche gesteckt hatte. Eva weinte, und doch war sie innia dankbar für dies letzte Wort des Sterbenden. Ein Jahr später holte sich Professor Wanger feine Eva aus Schloß Veuren. welches von diesen Tagen an, zweckentsprechend umgebaut und eingerichtet. Eigenthum der Stadt wurde. Längst waren Agnes und Ellern ein glückliches Paar dem der Sanitätsrath im Oberstock seines Hauses eine wohnliche Heimstätte gab, bis Ellers Thätigkeit zu einem ehrenvollen Abschluß gekommen war und er auf einen höheren Posten berufen wurde. Schloß Veuren hat diesen Namen verloren; es heißt seit Jahren schon das Altmann-Krankenhaus, unh Niemand gedenkt mehr des alten, trunksüchtigen Obersts und seiner wahnsinnigen Tochter, sondern nur der schönen, jungen Frau wird gedacht, die das Krankenhaus gründete und der Stadt schenkte der schönen, jungen Frau, die ihren Reichthum mit den Bedürftigen theilte, und von der man eine romantische Geschichte erzählt, des Inhalts, daß böse Menschen sie in ein Jrrenha- ' bringen wollten, und daß der Leiter desselben in ihr seine heißbeweinte Jugendliebe wiederfand und heirathete. Ende. Unheilvolle Barkfahrt. Infolge herrschenden Nebels überrannte ein Lagunendampfer bei der Insel Murano. Venedig, eine von zehn Personen besetzte Barke, welche sofort sank. Drei der Insassen verschwanden in den Wellen. Eine Frau starb' infolge des Schreckens und der Aufregung.

Polizeichef als Diebs.

f ü h r e r. In dem rumänischen Städtchen Podul Turkulu überfiel eine Dlebsbande Nachts das Haus des wohlhabenden Israel Feldmann uvd mißhandelte schwer durch Schläge mit Elsenstaben ihn selbst, seine Frau und seine ältere Tochter, sowie seinen Schwiegersohn. Infolge der Schlage verschied die 18jährige Tochter Feldmanns sofort, während die anderen Opfer wahrscheinlich zeitlebens Krüppel bleiben werden. Auf die Hilferufe der Unglücklichen eilten Nachbarn herbei; den Dieben gelang es zedoch zu entkommen. Der eine der Nachbarn hatte unter den Räubern einen WaldHüter Feldmanns erkannt. Dieser wurde verhaftet, zu einem Eestandmß gebracht, und nun stellte sich heraus, daß an der Spitze der Diebesbande der Chef der Ortspolizei stand. Er hatte die Stadt-Wächter, nachdem er ihnen befohlen, die Straßenlaternen auszulöschen, nach Hause geschickt. Unter den Dleben, die sämmtlich festgenommen wurden, befand sich auch in Pope au 5? einem benachbarten Dorfe. Das arme Mädchen, das den Schlägen erlag, hatte den Popen erkannt. Als dieser es merkte, schrie er seinen Genossen zu: Die müssen wir tödten, sonst sind wir verloren." Als Walfisch betracht e t e s Boot. Das Rettungsboot Uraad" hat seine Fahrt über den Atlantischen Ozean vollendet und ist in St. John, Neu-Vraunschweig, eingetroffen. Das Boot verließ im Juli 1904 den Hasen von Salesund, Norwegen, um nach New Aork und weiter nach St. Louis zu fahren, wo es an einem Wettbewerb .theilnehmen sollte. Auf der Fahrt hielt ein norwegischer Fischdampfer das Boot für einen Walfisch und feuerte darauf. Bei Belle Jsle wurde es von einem Ozeandampfer angerannt und fast zum Sinken gebracht. Ein Wirbelsturm riß ihm den Mast fort. Infolgedessen trieb es fünf Wochen lang, hilflos den'Elementen preisgegeben, umher. Vor St. John entging es mit genauer Noth der Gefahr, in einem Schneesturm auf die Sandbänke geschleudert zu werden. Die aus vier Mann bestehende Besatzung hatte große Mühe und Entbehrungen auszuhalten. Das kleine Fahrzeug ist wie ein Torpedoboot gebaut und hat einen mit Glas bedeckten Beobachtung thurm. Beraubter Juwelier. In London wurde der Juwelier Stockall an einem Morgen in seinem Geschäft gebunden vorgesunden. Er hatte seit zwei Tagen so dagelegen, da Niemand sein Rufen hörte. Seine Geldschränke waren ausgeräumt. Es waren für über 54000 ($18,800) Juwelen und Uhren gestohlen. Die Räuber waren wiederholt nach Geschäftsschluß gekomnlen, angeblich 'um ein Ehrengeschenk für einen Geistlichen zu kaufen, wozu sie als Arbeiter während der Geschäftszeit keine Zeit hätten. An einem Tage sollte der angebliche Kauf vollzogen werden. Einer der drei Käufer zog plötzlich einen Revolver und verlangte die Geldschrankschlüsscl. Ein anderer schlug 'den Juwelier auf den Kopf, worauf' dieser sich leblos stellte. Die Rauber banden und knebelten ihn und plünderten dann die Geldschranke. Verheerender Sturm. Bei einem Sturme in der Ostsee strandete der Schooner Emilie" an der Ostküste Falsters; die Besatzung wurde mit knapper Noth gerettet. Der Dampfer Dana" wurde an der Insel Falsterbo an den Strand geworfen. Die Mannschaft wurde nach 24stündigem Ausharren auf der Kommandobrücke des Wracks bei Sturm und Kälte von der Rettungsstation Falsterbo geborgen. Der erste Steuermann und der Maschinist, die in einem Boot die Küste zu erreichen suchten, ertranken. An der l Küste Schleswigs wurde das Wrack emes Schiffes angetrieben, an dessen Takelage die Leiche eines Schiffers festgebunden war. Schwere Eisenbahnk a t a st r o p h e. Bei Rostow im russischen Gouvernement Jaroslaw waren von Verbrecherhänden über das Eisenbahngeleise schwere Eisenblöcke gelegt worden. Ein Nachtschnellzug entgleiste und begrub sämmtliche Passagiere unter seinen Trümmern. Eine große Anzahl Leichen wurde bei den Aufräumungsarbeiten geborgen. Viele Hunderte waren schwer verletzt. 'Die Krankenhäuser der Stadt waren überfüllt. 2abi) Dilke, die Gattin des bekannten englischen Politikers Charles Dilke, ist vor Kurzem gestörten. Lady Dilke war eine der hervorragendsten Frauen Englands. Literarisch vielseitig thätig, hat sie sich einen sehr g'aHteten Namen gemacht. Auch als Vorkampserin einer besseren Stellung derFrzu erwar sie sich große Verdienste. We't bekannt wurde ihr Werk Frauen, arbeit". sanier Sackfiscifen. R ö s ch - n : Welchen Zweck haben eigentlich b. Militärbrieftauben?" G r e t ch e n : Die dienen wahrscheinlich den Leutnants für ihre Liebeökorrespondenz." Gffrzkersliiüd. Sieh' W, Mama, was der Leutnant für kraxelige Spazierhölzer hat?" Aber Emma, was für Ausdrücke!" Nun, man kann auch schlapper Hund sagen!" C2T Rauöt die Tish I Mingo.

Allerlei fürt HauS. Kleiderstoffe zu reini

gen. Vor dem Neuaufarbeiten reinigt man die einzelnen Stücke erst sehr gründlich vom Staub und bürstet dann (saubere Bürste!) mit einer Lösuna von Schwefelather und Salmiakgeist in Wasser auf einem Vrett die Stofftheile tüchtig von beiden Seiten sah und hängt sie, ohne nachzuspülen oder auszudrehen, zum Trocknen auf. ZurVertilgunqvonMott e n nimmt man 14 Pint Weingeist, ebenso viel Terpentinspiritus und löst darin 30 Gramm Kampher auf. Diese Flüssigkeit wird in einem Glase aufbewahrt und vor dem Gebrauch geschüttelt. Pelzsachen werden in Leinwand eingeschlagen, und in die Behalter, in denen sie aufbewahrt werden, wird zusammengeballtes, mit dieser Flüssigkeit benetztes Fließpapier gelegt. Ebenso legt man solche Papierrollen in die Kleiderschränke. Der Geruch, der die Motten vertreiben, bezw. todten soll, verschwindet in der Luft sehr schnell. Aus Betten vertreibt man die Motten mit gepulverten Coloquinten, welche unter die Bettfedern gestreut werden. Ferner gießt man warmen Essig auf inen Stein oder auf ein Plätteifen und läßt den Dampf an die Wände der Zimmer, durch Betten, Möbel und Kleider ziehen. Durch Lfteres Räuchern mit solchem Essigdampfe kann man auch die Zimmer, in welchen sich bisher keine Motten befanden, vor denselben auf die Dauer schützen. Motten, die sich in Polstermöbel eingenistet haben und durch Ausklopfen nicht mehr zu beseitigen sind, vertreibt man durch Essigdämpfe, zu welchem Zweck man Essig auf glü hende Bolzen schüttet. RosenolzubereHen. Man thut eine Masse von 40 Pfund frischen Rosen mit 60 Pfund Wasser in eine Blase, rührt sie gut durch und läßt sie bei langsamem Feuer und bei verklebtem Helm übertreiben. Nach ungefähr 5 Stunden sind etwa 30 Pfund Roscnwasser durch den Helm als Dunst verflogen. Dieses Rosenwasser gießt man von Neuem auf 40 Pfund frische Rosen mit einem Zusatz von 16 bis 20 Pfund Wasser. Sind die Rosen kraftvoll, fo findet man nach gleicher Zeit ein sehr stark riechendes Nosenwasser, das man darauf in irdenen oder stark verzinnten Pfannen eine Nacht der Luft aussetzt. Am andern Morgen schwimmt die gewonnene Rosenessenz aus dem Wasser, die dann abgeklärt, von dem ihr anhängenden Wasser gereinigt und in kleinen Fläschchen gesammelt wird. Der Ertrag ist freilich sehr gering, denn 100 Pfund Rosen geben kaum y2 Loth Oel. Das echte Rosenöl hat eine gelbliche, oft weißliche Farbe, einen starken, durch-dringenden-Rosengeruch und setzt bei langsamem Erkalten weiße, nadelsörmige Crystalle an. GegenVerbrühungender Haut. Ein noch wenig bekanntes aber vorzügliches Mittel besteht darin, daß man mittels eines Stückchens Leinwand einen Brei auflegt, der aus Hafermehl und ungesalzenemSchweinfett hergestellt ist. Die Blasenbildung wird dadurch verhindert, der Schmerz beseitigt oder wenigstens gelindertund die Heilung befordert. Wollene Strümpfe. Wollene Strümpfe vor dem Einlaufen zu bewahren gibt es kein besseres Mittel, als Ammoniakflüssigkeit (bei jedem Drogisten käuflich), die man mit ihrem zehnfachen Gewicht durch Wasser verdünnt hat. Man weicht darin die Strümpfe ein. reibt und klopft sie, legt sie wieder in die Flüssigkeit, wiederholt das Reiben und Klopfen noch einmal, spült sie dann in reinem Wasser aus, zieht sie über eine hölzerne Strumpfform und läßt sie trocknen. Nach diesem Verfahren behält die Wolle ihre frühere Elasticität und wird nicht mehr so einlaufen, daß die Hacke des Strumpfes unter den Fuß ruckt. Glas- und PorzellanL e i in. Wenn es sich darum handelt, z. B. in der aushaltuna. ein Glas oder Porzellanstück, ein Spielzeug oder dergleichen, wenn es zerbrochen, schnell zu verleimen, so tost man in einem erwärmten Löffel etwas weine Gelatine mit ein wenig Essig auf und bestreicht die zu verleimenden Gegenstande mit der erhaltenen klaren Lösung. Hat man dem Ema emme Kornchen chrom saures Kali zugesetzt und das verleimte Stück einiae , Äeit dem Lichte ausae setzt, so kann man s nachher sogar in Wasser legen, ohne daß es an der ge leimten Stelle auseinander geht. Vortreffliche Fußsalbe. Der Scientific American" empfiehlt folgende Salbe zum Einreiben der 5?üne für den Marsch: Nimm gleiche Theile Gum Camphor", Olivenöl und Wacbs, mische dasselbe warm bis es eine Salbe wird. Wasche des Abends vor dem Scklafenaeben die Füße, reibe die Salbe uuf die Fußsohlen, ziehe den Socken darüber und am andern Morp am werden mt ,5une im ausattelameten Zustande zum Marschiren sein. Seidene Bänder zu was ch e n. ' Man wäscht dieselben mit Rindsgalle und Seife in Regenwasser und gibt ihnen Glanz mit Honig und Eiwelk. oder man zieht sie einiae Male durch eine mit Kandiszucker versetzte Gummilosuna. lakt etwas trocknen und bügelt sie, jedoch nicht zu heiß, zwischen zwei Bogen reinen weißen

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Feuer - 3iQtiah

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Washington tt ffi Ns. 10 Spritzenhaus JUwoit u Merrill )l Jlllnoi n Louijiana it Weit und South West und McCartY S4 Senat Lve. u Henry S7 Meridian und Ray No. 4 Spritzenhau Vadison Av. u Morrit ü Vtadion Zlv. u Dunlop NoHakeLeiterhauI South nah Delavar S Pm.uWarlll Dawan . ZNrEarttz rfl unVearch u e Jersey u.ea r Birg. s. u radfhas kaft und Prospekt 18 ZZuking und High 1 fio. 11 Spritzenhaus ir Lve. nhe Hurou '1 Eckst und Seorgia 1 Ccdar und Gin 4 Davidson u Georgia English Av. Pine '6 Shelby und Bat 'S No. Spritzenhaus Pcospect nahe Ehelby gleicher Av. u Shelby ,1 Hortet . New Zerfey Delcwe und Wash. 18 Gast u Washington '4 ö!ew?I u. Davids Taubstummen Anstalt :3 53. Staaten ArsenaZ 7 Orient! und Waff. Frauen-Resormat. 1 No. 13 Spritzenhaus Varhland nahe Mer. ,2 Nendian u. yeoryia. S Meridian und Louth H PenntzlZ u. Louistana '5 Lirgini Lve u. Llab. Hauptquartier. 17 Erand Hotel. 18 Capital Ave und hl No. 16 Spritzend, 16. und Ash. 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Ein und ein Drittel Fahrpreis für die Äundfahrt nach allen Punktm in dem Gebiet der Central Passagier Association. Jahrkarte werde verkauft am 24., 25., 26. und 31. Dezember 1901 und am 1. und 2. Januar 1905. Gültig für die Rückfahrt bis 4. Januar inclusive. Für nähere Einzelnheiten wende man sich an die Agenten der C. H. & D. Bahn oder an D.P. A lg e o, D. P. Agent, 8 Nord Illinois Str. Indianapolis. Ind.