Indiana Tribüne, Volume 28, Number 107, Indianapolis, Marion County, 27 December 1904 — Page 7

Jndiana Tribüne, 27. Dezember wnn

7

ttW&Mtt'W&QQ

Dir Kulc tnirn . . V T ' -2 T V wrlrfi.ist MiMttvti 7 3 J - r ilijiM) yvuu 3 Z v Vom.in von S. öaiMtefrn &4riiXpfrää Fortsetzung Tas 5tin ihr settJahren fremd wie jedes andere, hatte durch seine reizende Innigkeit und Naivität ihr Herz im Sturm gewonnen; zum ersten Mal hatte sie sich mit dem Herzen als Mutter zu ihm gefühlt. Ein schönes Kind war es nicht aber ein urwüchsiger, liebevoller, kleiner Bursche. Und seinem Water sab er in keinem Zuge ähnlich. So grübelte sie, und von dem Kinde gingen ihre Gedanken zu dem Professor, der ihrem Leben einen so ganz neuen Inhalt gegeben, durch die rücksichtslose Schärfe seiner Beobachtung und die herzliche Milde seiner Rathschlage sie unwiderstehlich in neue Bahnen gelenkt hatte. Sie that alles, Was sie that, ja nur, um in seinem Sinne ihr neues Leben einzurichten. Dann wieder dachte sie an Ellern, wie er so unendlich gut und freundschaftlich gezen sie sei, und daß sie ihm morgen erzählen müsse Aber sie wollte schlafen! Von Neuem versuchte sie es. Ein Klopfen an ihrer Thür erschreckte sie plötzlich so sehr, daß sie vor Grauen und Entsetzen sich nicht regen konnte. Sie hatte bis zur Minute keine Spur davon in sich gefühlt jetzt kam es ihr, sie wußte nicht, wie, und eine unsägliche Feigheit dazu. Ihr war. als habe sie plötzlich Blei in den Gliedern, und nun klopfte es wieder lauter, wie vorhin, und dann noch einmal und wieder und wieder. Sie regte sich nicht hätte es nicht vermocht, auch wenn sie gewollt. Außer dem einen Gedanken, daß sie sich glücklicherweise eingeschlossen, hate sie keinen; sie zitterte und bebte uno fühlte Uebelkeit vor Angst. Frau von Sobotka, öffnen Sie! Jcy bin's ja!" jagte draußen eine gedämpfte Stimme. Mem Gott, war es die der Triebe?" Das Herz schlug ihr zum Zersprwgen. So öffnen Sie doch. Ich habe Ihnen 'was zu sagen. Wir wollen uns vergleichen," drängte die Stimme wieder. Das war die Triebe! Wo kam sie her? . Aber öffnen? .Um keinen Preis der Well. Draußen wurde an ihrem Thücschloß fachte gedreht; Gott sei Dank sie war von innen verriegelt, auch ein zweiter Schlüssel, wenn die Person ihn hatte, würde nicht öffnen. Dann wurde es still ganz still; kein noch so leises Geräusch von Schritten verrieth der angstvoll Horchenden, ob die Person draußen fortging. War es die Tricoe geweien? Und wer in aller Welt hätte es sonst sein sollen? Eva schlief stundenlang noch nicht, erst als der Tag Hell heraufzog, kam ein Gefühl der Sicherheit über sie und damit der Schlummer. Als Kiene am anderen Morgen zu Benatschek trat, der sehr gebrochen schien, wohl durch die großen Schmerzen und die Unmöglichkeit, etwas anderes als rohes Ei, Milch oder Bouillon zu genießen verlangte dieser zu schreiben, da er nicht ein Wort sprechen konnte. Sucht meine Frau im Hause sie hat mir diese Nacht das ganze Geld weggenommen" stand auf dem Zettel, den er dem Pfleger reichte. Erstaunt, fragend sah dieser auf und in Benatschek von schier wahnsinnigem Haß glühenden Augen. Und diese Augen verriethen deutlicher, als Worte es vermocht: Sie soll nicht entkommen, ie Elende." Noch nie im Leben war Kiene etwas auch nur halb so Aufregendes passirt, seine Seele schmachtete nach einem Erlebniß"; aber anderseits es mußte jetzt eingestanden werden, daß er, statt zu wachen, sanft und erquicklich die ganze Nacht neben Thomas geschlafen und mit diesem wahrscheinlich um die Wette geschnarcht hatte. Wie konnte sie denn hereinkommen? Und was meinen Sie mit dem Gelde?" fragte er neugierig. Ein wüthender Schrei, oder war's nur ein wildes Stöhnen, war Benatscheks Antwort. Seine Hilflosigkeit, feine Erbitterang, seine furchtbare Lage machten ihn fast wahnsinnig, und dieser Mensch fragte noch? Und dann kamen Schwäche und Schmerz wieder und überwältigten ihn völlig; er fank in die Kissen zurück und weinte vor Verzweiflung. Der ist ja ganz gebrochen," sagte der Sanitätsrath zu Ellern, welcher mit ihm gekommen war, um Eva aLerlei Bericht zu erstatten. Die beiden Männer blieben eine ganze Weile bei Benatschek, der jetzt mühsam mit eigener Hand sein Bekenntniß ni:derschrieo von dem das Wesentlichsie doch immer die Thatsache war, daß er als blutjunger Offizier die Katharina Triebe damals Schenkmamscll in einem Schnapsladen, heimlich gcheirathet hatte daß sie ihn überneie, von einem alten, vornehmen Herrn durch Erpressung große Summen Geldes zu ziehen, die sie dann

gemeinsam in Wein verjubelten. In-

zwischen hatte jener alte Herr die Sache den Gerichten übergeben Bena von Benatschek mußte fluchten, gmg nach Amerika und nach Jahren heimkehrend, traf er seine Katharina, für die er nicht das Leiseste mehr fühlte, im Begriff, den Oberst zu einer Heirath zu drängen.. Noch wehrte derselbe sich, weil die Katharina dumm und zu hitzig war; aber ols dann Benatschek mit ihr gemeinsame Sache auf redliche , Theiluna des Gewinnes machte, aina alles flott und nach ihren Wünschen. Wäre nur nicht die Katharina so dumm geWesen, mit dem Gesinde und noch mehr mit dem Oberst schlecht umzuspringen! Da starb Sobotka und verrieth die Geschichte; vor ihm hatten sie sich nicht in Acht genommen, weil er jeden Tag sterben zu wollen schien. Das böse Gewissen trieb sie zur schnellen Flucht sie hatten viel baares Geld auf des Obersts Namen aus der Bank erhoben, für-alle Fälle"; auch von des Obersts Werthpapieren einen guten Theil. Sie hatte sie mir in das Futter meines Rockes gesteckt, zum Einnähen war keine Zeit und letzte Nacht, als ich plötzlich erwachte, war ,sie' hier in meiner Stube und zog mir die Papiere aus dem Rock da." Er zeigte auf die Wand, wohin Kiene denselben gehängt, als man Benatscheks Wunden vorgestern Nachts zuerst verbunden. Der ganze Haß Benatscheks, die wüthende Verachtung des Weibes, mit dem er doch gemeinsame Sache gemacht waren keineswegs das Ergebniß aufrichtiger Reue, sondern lediglich des Aergers über ihre, wie immer, herzlose Verrätherei. Mitleid konnte man mit dem Menschen nicht haben, ihm geschah schon über Verdienst, daß er mit aller Sorgfält gepflegt und bedient wurde. In Anbetracht des für Eva zu rettenden Geldes war nun doch ebenso entschieden die Heranziehung des Gerichts nöthig, wie zur Feststellung der gesctzlichen Ungiltigkeit des Testaments des Obersten. Benatscheks schriftliches Geständniß genügte für letzteres, zur Herbeischaffung des entwendeten Geldes blieb nichts übrig, als sich der Triebe zu bemächtigen. Was hatte diese aber bei Eva gewollt? Eine abermalige ' Durchsuchung des Schlosses durch die Gendarmerie blieb ebenso erfolglos, als die erste. Seltsamerweise war das verschwundene Hausmädchen des Schlosses auch noch nicht wieder aufgetaucht, mußte sich also in Gesellschaft der Triebe befinden, wenn es nicht etwa eigene Wege gegangen war. Dies anzunehmen lag aber kein Grund vor. 21. K a p i t e l. ie beiden Todten waren zur -Erde bestattet, sobald der dritte Morgen tagte. Eine todtblasse, zitternde Frau m schwarzen Kleidern und Schleiern stand mit dem Samtatsrath und Ellern an der offenen Gruft des einen und des andern, warf die erste Scholle daraus und kniete unbeschreiblich erschüttert daran nieder, als der Prediger ein einfaches, ergreifendes Gebet sprach für die Verirrten, die doch zuletzt unter heißen Schmerzen sich nach dem rechten Weg zurückuesehnt. Und nun gehen Sie nicht wieder in das Schloß, liebe, gnadige Frau, baten die beiden Freunde. Aber das wollte Eva nicht das könne sie nicht, behauptete sie. Die beiden Männer tauschten einen heimlichen Blick man mußte sie dennoch verhindern, jetzt gleich zurückzukehren. So schlug ihr der Sanitätsrath eine Spazierfahrt mit ihm vor, und sie nahm bereitwillig an. Der Frühmorgen war wunderbar schön und frisch. In den Feldern standen die Garben, Thautropfen hingen an jedem Hakn. Der Sommer war schon fast jenseits seines Höhepunktes das zeigten die ersten gelben Blätter der Linden und die rothen Beeren der Eberesche. Still in ihre Wagenecke gedrückt fuhr Eva mit dem guten, alten, Herrn, der sich ihr als ein so treuer Freund erwies, dahinter ließ sie schweigen nur so konnte sie das seelische Gleichgewicht wieder finden. Unterdeß spielte sich im Schlosse die Szene ab, die man richtig vorausgesehen. Die Triebe hatte nur auf das Begrabniß gewartet, um ihr sicheres Versteck zu verlassen, einen Verschlag unter dem Dache, von dem sie allein gewußt, und der ihr als Versteck für eine unglaubliche Menge vor ihrer Heirath gestohlener Sachen gedient hatte. Sie hätte sich's damit nicht so sauer zu lassen brauchen, wenn sie gewußt sicher gewußt hätte, daß der Alte ihr den Ring an den Finger stecken würde. Die Ereignisse hatten sie seitdem noch nicht so weit zur Ruhe kommen lassen, daß sie diese Gegenstände wieder an ihren Platz brachte, jetzt hatte sie' tagelang in dem engen Raum zwischen all ihrer nutzlosen Beute gehockt und sich glühend nach Freiheit und Bewegung gesehnt. Endlich schlug die Stunde ihrer Befreiung. . Als die Särge und das kleine, sehr kleine Trauergefolge das Schloß verlassen hatten Thomas allein war auf Befehl zurückgeblieben, hielt sie den Augenblick für gekommen. Das aus Benatscheks Rock genom-

3

mene Geld verschaffte ihr vorderhand

alles, waZ sie für wünschenswerth hielt. sie hatte es m ihr Kleid genaht und huschte lautlos die Treppe h'erak) unsazembar für die Reise gekleidet, m der festen Hoffnung, daß der nächste Aua. den ue :n emem Nau)l,ardor zu erreichen dachte, sie mitnehmen werde. Es war alles so still das ganze Schloß wie ausgestorben. Sollte sie Benatschek noch Lebewohl" sagen? Ein böses Lachen glitt über ihr Gesicht, aber sie bekämpfte das Verlangen. Sie mußte ja froh fein, daß sie seiner entledigt war der so oft seinen Hohn beleidigend deutlich über sie ausgegossen. Mit dem vollsten Sicherheitsgefühl kam sie die Trepp? herab. Da war des Obersten Stubenthür, er selbst wurde jetzt eben in die Erde gesenkt. Wenn der jetzt auf einmal herausträtc. Und ihr Herzschlag stockte in demselben Moment, wo sie dies triumphirend dachte, ging diese Thür auf. Sie sah Uniformen! Gendarmen! Ah, die gnädige Frau! Die Frau Oberst! Endlich!" rief man höhnend ihr entgegen. Aber sie hörte wohl nur undeutlich die Worte. Wie ein Blitz hatte sie sich umgewandt, flog sie die Treppen wieder empor die Männer ihr nach hinter ihr drein; sie hatte das instinktive Gefühl, ihr Versteck wieder zu erreichen, eh' einer ihr so schnell folgen konnte, um es zu entdecken. Aber' sie machte sich klar, daß das unmöglich fein werde. Drei Stufen auf einmal nehmend setzten sie ihr nach. Sie stürzte in eins der unverschlossenen Zimmer es war Benatscheks Stube warf die Thür in's Schloß, schob den Äiegel vor, und schon prallten die Verfolger mit solcher Wucht gegen die Thür, daß diese brechend und krachend aufsprang. Sie stieß einen gellenden Angstschrei aus, aber wie ein Vogel schoß sie -da-von, es gab eine abscheuliche Jagd mit dem Hallo der Männer und den kreischenden Angsttönen der Fliehenden. Nur kurze Minuten währte es da rang sie, sich wie eine Wahnsinnig: sträubend, gegen sie dann, eh' sie's nur ahnte, hatte sie Handschellen an. man drohte ihr mit einem Knebel, wenn sie nicht aufhörte, zu kreischen. Das machte sie ganz still. Es spielte sich alles genau so ab,' wie es vorhergesehen war. Wie ein Automat gehorchte die Triebe, sie sah aschgrau aus. Es war klar, sie hatte ihr Spiel verloren. Binnen wenigen Sekunden saß sie in einem bereitstehenden, geschlossenen Wagen; derselbe fuhr ab, und das Schloß lag eine Viertelstunde lang wieder ganz lautlos da. Ein Wagen vom städtischen Krankenhause begegnete dem abfahrenden und fuhr am Schlosse vor; zwei Männer holten Benatschek heraus man fuhr ab die ganze Geschichte währte kaum zehn Minuten und Herr von Ellern kam gerade früh genug vom Kirchhof zurück, um sich mit höchster Befriedigung zu überzeugen, das Schloß war befreit von seinen schlimmen Insassen. Und in demselben Augenblick, wo seine Thätigkeit und Anspannung für Eva zu. Ende ging, wachte in ihm die Traurigkeit wieder auf, diese tiefe. muthlose Traurigkeit, die nichts mehr hofft. Er hatte mit der Pächterssrau' be treffs der Bedienung für Eva' einige Verabredungen getroffen, als er in das Schloß zurückkehrend, zu seinem hochsten Erstaunen den Professor von Wanger vor sich sah der in den leeren, unordentlichen und wüsten Räumen umhergmg. Wortlos starrte er ihn an und jener ihn, denn seine Miene war zu niedergeschlagen, um dem Manne, der wie keiI ner es verstand, in den Augen und Zügen zu lesen, nicht sofort aufzufallen. Sie hatten sich die Hand gereicht ganz mechanisch, ganz verwnrt. Sie waren Beide um das erste Wort verlegen und wußten nicht, was sie vom andern denken sollten. Wo ist SitV Wanger sagte es. ohne selbst zu wissen, daß er laut dachte. Und dann schrak er zusammen; ihre Blicke begegneten sich wieder in großer Unsicherheit. Auf einmal rief der Professor: Eva hat mir gesagt, Sie liebten die an dere?" Und Sie?" stieß Ellern heraus. Plötzlich wurden sie sich ihres sonder baren Benehmens gleichzeitig bewußt; lachten, sich 5alv verstehend, halb ver legen an, und dann nahm Ellern auf einmal Wangers Hand, drückte sie herzhaft und sagte so aus vollstem Herzen heraus: Das ist brav, Herr Professor, die Aermste braucht ein treues Herz, an dem sie endlich ausruhen kann. Ein sonnenhelles Lächeln antwortete ihm. Sie gingen im Garten umher, Eva erwartend, und Ellern erzählte die Geschichte dieser letzten Tage. Wanger hatte die Todesanzeigen gelesen und sich ohne Besinnen und ohne Zögern sofort auf den Weg gemacht. Nach einer Stunde saien sie den Wagen kommen, auch, daß Eva allein darin saß, der Sanitätsrath hatte sich wohl schon an seme Tagesarben begeben. Sie kam. Ernst und blaß lehnte sie in den Kissen des Wagens, aber ihre Augen waren nicht roth vom Weinen, sie blickten nicht trauervoll und verzweifelt, fondern klar und ernst und ganz gesaßt.

Vom Grabe des Mannes, dessen Namen sie trug, brachte sie kein Herzweh heim, fondern ein festes, sie ganz erfüllendes Bewußtsein der Befreiung, und daß dieses ihr keine Freude weckte, sondern lediglich schwere- Gedanken, war natürlich genug.

Wie ein vom Baum losgernienes Blatt bin ich" dachte sie, nnd wenn auch die Verwandten sich treulich ihrer annehmen wurden, so fühlte doch jetzt schon, daß diese unendliche Verlassenhelt. unter' welcher sie bei ihres Vaters Lebzeiten so lehr gelitten, zetzt fast noch schwerer aus sie fallen wurde. Sie hatte Nicht aufgesehen m diesen Gedanken, und kaum beachtet, daß der Wagen auf den Schloßhof einbog. Erst zetzt blickte sie aus. Da stand Ellern auf der Freitreppe, im Begriff, sie zu empfangen, der treue Freund! Und hinter ihm? Unmöglich! Aber doch das war Wanaer. und Ellern verschwand im Schlosse und ließ 'Wanger allem, die Treppe hinab ihr entgegen zu eilen. Das Unerwartete machte sie vollia sprachlos und dann die Freude eine Freude so stürmisch und überwältigend, daß sie gar nicht wußte, was sie that. Und doch war dies so emsach. Sie streckte ihm stumm, mit zitternden Lippen beide Hände entgegen und er küßte dieselben: Eva meine arme, geliebte Eva! Mehr sagte er auch nicht. Und dann hob er sie aus dem Wagen und führte sie durch den Seitengang sofort m den , Garten. Was sollte sie auch im Schlosse. Es kam ihm darin alles entweiht und entwürdigt vor. (Schluß folgt.) Glücksspiel um Weihnacht. Die spanische Weihnachtslotterie ist die größte der Welt, denn sie hat mehrere Millionentreffer, den höchsten im Betrage von 3.000,000 Pesetas ($600, 000). Allerdings kostet jedes Loos 1000 Pesetas, es sind zwar Zehntel zu haben, aber sie sind noch immer so theuer, daß verhältnißmäßig nur wenige den Preis aufbringen können. So thun sich denn kleinere und größere Gruppen zusammen, um gemeinsam ein Zehntel zu spielen, wobei man sich keineswegs dem blinden Zufall überläßt, sondern Träume und sonstige bedeutungsvolle Anzeichen sorgfältig zu Rathe zieht. Nicht wenige geloben auch der Mutter Gottes oder ihrem besondern Schutzpatron einen Theil des etwaigen Gewinnes. Es entwickelt sich vor Weihnachten sogar ein flottes Geschaft in Checkbüchern, deren Abschnitte als Belege für die Einzahlungen der verschiedenen Parteien benutzt und ausgefüllt werden. Es dürfte wenige fpaNische Familien geben, die nicht an einer, meistens aber an mehreren Nummern betheiligt sind.' Das gehört zum spanischen Weihnachtsfest wie bei uns der Christbaum! Der ärmste Bettle: wie der reichste Bankier würden sich nicht mehr ihres Lebens freuen, wenn man ihnen die Möglichkeit 'nähme, zu Weihnachten einen Lotteriegewinn zu machen. Lange vor der Zeit Pflegen daher, trotzdem es sich um Millionen handelt 28,000,000 Pesetas nimmt der Staat dafür ein. 19.000.000 Pesetas zahlt er aus alle Loose verkauft zu sein; viele gehen auch m s Ausland. Von einem Großherzog a n q e s ch o s s e n. Auf der Fasanenjagd in Heinrichau, PreußischSchlesien, hatte der Großherzog von Sachsen-Weimar das Unglück, den Sohn des Stellenbesitzers Kusche! an zusckießen. Der Schrotschuß ging dem Schulknaben in die Wanae. Der Großherzog, sorgte sofort für ärztliche Hilfe und ließ den Eltern des Verletzten em ansehnliches Schmerzensgeld überreichen. Haßte fein-en Sohn. Der 63jährige Ausgedinger Wilhelm Weiß in Korneuburg, Niederösterreich, haßte feinen Sohn, dem er das Anwesen übergeben hatte, bedrohte ihn und führte einen Prozeß gegen ihn, den er jedoch verlor. Aus Rache versuchte er Nachts das Gehöfte des Sohnes m Brand zu stecken. Regen verhinderte den Ausbruch des Feuers. Weiß wurde vom Schwurgerichte wegen Brandlegung zu zwei Jahren schweren Kerkers verurtheilt. Hatte Vorliebe für Oper a t i o n e n. Ein Pariser Bürger hielt sich wegen heftiger Schmerzen und Störungen des Allgemeinbefindens da von überzeugt, daß er von einer tuberkulösen Bauchfellentzündung ergriffen sei, und wurde daraufhin 1896, 189s und 1901 operirt. Der Mann verlangte vor Kurzem die vierte Operation! Diesmal aber schlugen die Chirurgen das Begehren des Mannes ab, weil sie festgestellt hatten, daß die Kla gen des Patienten unberechtigt und nur die Folge emer eigenthümlichen hysteri sehen Veranlagung waren. Qatltedcrblütlic. Alexander wollte sein Weltreich von dem Würdigsten regiert wissen! ... Ja, ' warum blieb er denn da nicht einfach am Leben? .: Zu viel Verlangt. Schauspieler (auf dem Anstand): Sagen Sie mir. Herr Forster tritt das Wild von rechts oder links aus?"

Allerlei fiir'S Haus. Farbige Leinwandschür

zen wäscht man, ohne sie einzuweichen, m kaltem, weichem Wasser, in dem grüne Seife zu Schaum geschlagen wurde; die Seife felbst darf nicht auf den Stoff georacht werden. Danach spült man die Schürzen tüchtig und hangt sie aus dem Boden oder ?m Garten an schattiger Stelle, niemals aber in der Sonne auf. Sind die Farben ganze echt, so kann man die Schürzen auch einige Stunden in schwache Seifenlosung legen, maßig heiß mit weißer Seife waschen und sofort :n kaltes Wasser werfen, aus welchcm sie ausgerungen, nochmals gespult und ausgehangen werden. Nagel inTapeten e:nzuschlagen. Will man in die Tapete Nägel einschlagen, und beim Einschlagen die sichtbaren Löcher in der Tapete vermeiden, so macht man an der Stelle, wo der Nagel eingeschlagen werden soll, mit dem Messer einen kleinen Kreuzschnitt in die Tapete, hebt an dem Kreuzungspunkt die rnerKreuzungspunkte (die vier Ecken derselben) auf und schlagt den Nagel m die bloßgelegte Stelle ein. Will man später einmal den Nagel wieder entfernen, so hat man nur die aufgehobenen Ecken in ibre frühere Lage flach niederzudrücken und das Auge kann die frühere Stelle des Nagels kaum wieder sinden. Dunkles Rohrgeflecht in Stühlen erhält wieder seine helle, frische Farbe, wenn man es mit möglichst dickem Seifenwasser, dem reichlich Salmiakgeist zugesetzt ist, von beiden Seiten wäscht und bürstet. So behandelte Stühle sind in Zugluft zu trocknen, damit sich das Rohr wieder straff zieht. DasAuffärben wollener Möbelbezüge geschieht mittelst fogenannten Phönixpulvers, das unter diesem Namen in jedem Droguengeschäft zu haben ist. Man löse ein Putzer, das zu einem Sopha reicht, in 1 Pint Wasser auf, lasse es fünf Minuten kochen und gieße es durch ein Tuch. Dann trage man die so hergestellte Farbe strichweise mit einer harten Bürste auf und lasse sie trocknen, worauf mit einer anderen Bürste tüchtig nachzubürsten ist. Metallgegenstände zu versilbern: Fünf Theile Chlorsilber' werden durch Kochen mit 16 Theilen Kochsalz, 16 Theilen Weinsiein und der nöthigen Menge Wasser in einem glasirten gußeisernen Kessel aufgelöst; in die kochende Flüssigkeit bringt man die zu versilbernden Gegenstände, welche nach etwa einer Stunde mit dem aus dem Chlorsilber abgeschiedenen Silber bedeckt erscheinen, abgespült und abgetrocknet werd:n Weiße Felle reinigt man auf folgende Weise: Man löst gute, weiße Waschseife in kochendem Wasser auf, läßt die Lösung lauwarm werden, schwenkt die Felle tüchtig darin und erneuert das Wasser, sobald das alte schmutzig geworden ist. Die Felle dürfen nicht gerieben, sondern nur geschüttelt werden, denn ste reißen sehr leicht. Nach dem Waschen (sie dürfen nicht gespült werden) werden die Felle an der freien Luft unter zeltweisem Schütteln aetrocknet, jedoch noch feucht wieder abgenommen, auf den Fußbo- , (.! I 1. den gelegt, otoenuicn gezogen, nui Reißnäaeln befestigt und so ganz ge trocknet. Zuletzt-reibt man sie mit Kartoffelmehl durch. Marmorplatten schön weiß zu erhalten. Um Marmorvlatten schön weiß zu erhalten, genügt das gewöhnliche Abwäschen kn O it Otl tnitf mfr Yif lUl, VUll inup ie v.vselben mit einem in Petroleum getränkten Lappen abreiben. Sind ei niae??lecke sehr hartnäckig, so lasse man auf diesen etwas Petroleum kurze Zeit J- ' i r . c ..n n . ' . liegen uno retoe oann eru irasiig; jedoch muß man sich hüten, dies zu lange und zu oft zu thun, damit die Platte nicht angegriffen wird. Aus demselben Grunde nehme man zur Reinigung stets nur Lappen, nie aber eine Bürste, wie dies leider oft geschiebt. DiABurste nimmt mit der Zeit allen Glanz von der Platte und macht dieselbe rauh. Nach jeder Neinigung mit Petroleum wasche man mit klarem Wasser nach und trockne dann den Marmor wieder gut ab. Unsere stets so behandelten Platten aus Waschtischen sind nach langem Gebrauch noch wie neu. Roßhaare reinigt man sehr gut, und ohne große Mühe, wenn man ste in ein Waschgefäß legt, mehreremal kochendes Wasser darüber gießt, das Faß mit einem recht dicken Tuch oder passenden Deckel bedeckt und sie eine Stunde in dem Dampf stehen läßt. Dann läßt man das Wasser ablaufen, übergießt die Roßhaare recht reichlich mit kochendem Seifenwasser und deckt sie wieder sorgfältig zu. Ist das Wasser etwas abgekühlt, so drückt und reibt man die Roßhaare gut aus. gießt das Seifenwasser ab, legt die Roßhaare wieder m das Faß, übergießt sie. wieder mit kochendem Wasser, rührt sie mit einem Stock tüchtig gut um, läßt sie abermals eine Stunde stehen und spült sie schließlich nochmals mit kochendem Wasser ab. Dann legt man sie zum Trocknen auf große Tücher in der Sonne oder in die Nähe eines warmen Osens. Nach demTroa nen werden sie aufgezupft. Man wende nie kaltes Wasser an, das Roßhaar verliert dadurch seme krause Beschaf kenheit. ,

emt - Signale

1 Pnmshls und Varta l Sngliff's Oper. Haus I SastundNlZ)ort 1 Noble und Michigan 1 N. Jerje? u. Wajs SU 9 Pin und NorH a Market vrX Pine 1 Vermont nahe Saft 91. 8 Spritzenhaus . Mass. Ave nahe ?siU 3 Deware und Walnut 4 öl. Jersey u Central 2. 6 lieft und 6frnn ZJh' M.V 11. gircfc T Park Äve und 12 Ett Columbia und HLsidi 2 High knd Lve u. Pratt .1 Illinois und Et. Jo z Pennsslv. und Pratt ' Meridian un lt. Et? -6 No.ö Spritzenhaus 15. nahe JllinoiZ 6 Senate Ave u. StNatk .7 JUinoiS und Mchigs Tefhlvania und 14. Senate Ave. und li. t No. 1 CpritzmvauS Jnd Ä?tnaheWichigan Meridian und Walnut 4 California u Vermont s Blake und Zlrto Dort : Ind. Slv. u. et Cloir 7 Sity Hospital s Blake und North '9 Michigan und Lgnes i No. 6 Spritzenhaus Washington nah Weft & Gsendorf u Wasi). Missouri u LZev Fork 6 Veridian u Wafh A JllinoiS und Ohw ff Capitol 3T. u Wash 9 mgan'S PorkhquH Straßenbahn Stöll W. Washington Stt ,!No.10 CpritzenhauZ Illinois u Merrill i Jlluuiö u Louifiana WeK und South t West und McCarty SenateLve. Henry T Meridian und Ray ' No. 4 Spritzenhaus Madison Sv. u MorriZ A Madison Lv. u Dunlop Haken Lciterhaut South nah Telawar Pen.u MerriU Delsvan u. MrEartH vaftukdraH Rew Jersey u.ra trg. v. n redsh? East und Prospekt 19 Bicking und High 1 N. 11 Spritzmhaut ir Ave. nahe Hur, ' Säst und Seorgia t Cedar und Slm '4 Davidson u Georgia 'S Snglish Vv.u Pm '6 Shelöy und Bäte 8 No. S Spritzenhaus Prospect nahe Ehelby Flctcher Av. u Shelby n Wartet u. New Jersey Lelaware und Wash. 3 Eaft u Washington ,4 New Dort u. Davids Taubstummen Nnstaä :8 Wer. etaattn Lrsena! 7 Orient! und Wash. ! FrauenReforai. 'l No. 13 Spritzenhau Maryland nahe Mer. fi Meridian u. Veorzia. 'S Meridian und South 4 Pennsyl) u. Louisiana 5 fites Ave u. Llab. Hauptquartier. 7 Grand Hotel. '8 Capital Ave und OhtH i No. 16 Spritzenhaus ie. und Ast). . !l Alabama und 16. 6 Central Av und 1U ;8 AandeS und 15. 57 krookside und Jptt IB Centra! Av und 17. 19 Deülwar und 1. 1 Alabama und 11. '. Bellefontain und i. u College Ar und . s Delaware und IS. )S Alabama und North 77 Net?mann und lg. lg College Ave und 14. j Tsrneil Ave und 18. 41 Fandes und 19. 2 Highland Ave und lo, $ Tecmsch und 10. iL Ne Jersey und tz. Tlvord und 17. 7 No. 2 CpritzsnhauS HiUfide Ave und ,d College Ave und t. i9 College Ave und VI. '2 Part Ave und 22, . ii 5 u. 23 Bahn u. 22. 5 Ramsey Ave und IS. e Stouzhton u Storniern J7 Atlas und Pik. Bloyd und Pawpav. 59 No. 21 Spritzenhaus Srtghtwsod . Ard, und Depot SS rightvood und 26. U Rural und Vlokd ;f Lt. Clair u. ehstone 47 Arsenal Ave unk tt. 8 ellesontaine unt vi. m Part k Lus II 2 Capital Atx ttnk 17. 313 PennsylS.u.SLchiflS0 114 Jllino end N. 215 Senate Ave und N. 216 Pennsvlvania und tx 217 Meridian und 1. 21 Capital Ave und 24 219 Vroady und 10. 231 JllwoiS und McLee 224 No. 14 Spritzenhaus Kcnwocd und 30. 155 Illinois und 53. 236 Annetta und 50 237 No. 9. Sprrtzeny Ldell und Nader 233 Ldcll Ladder Vor 239 Jsabel und 27. 241 Meridian und 24. 2 Illinois u eutlafx 213 Eldridze und 25. 312 West uud Walnut 18 West und 12. 14 Howard und 1. 815 Tvrbet und P(K4 816 Capital Av und 2V, 817 Northwestern Lv K23 18 Gent und 18. 319 Canal und 10. 24 Cerealine WortS 24 Vermont und Lyn 25 BiSmSu Erandvl 2 No. 20 EpritzenhanS Haughville. 27 Michigan u. simeS, 28 Michigan u. Concrrv 41 West und McJnty 412 Missouri n. MarylanR 413 Missouri un, kHw 41 CapiUlAtK1.4cgto 416 Wigourt u SentuSy S. 417 Senat, Av u. Wash. 421 P und 9 RimtHml W. Washington. 4X3 Irren-Hospital. 414 Wi!eySveu.ZDuZd 425 Wash. und Harr 426 No. 10 Sp?itzlhß 22. Waswlgto 427 Ollver und Linh 428 Oliv xd OSgooH 429 Nordhke und Zlort 431 Hadley Slv u. Montt 432 Niver Ave u. Mri 434 River Av und atz 435 Hsrding u.via4? 456 Harding und CCXt 487 No. 19 evrttzenhq? MorriS und ladt i?f gfnT r-H 4ttCtos3 l Seiln tm 2 Z&2 Httoatt es Set 458 SUrrtt sn 45 Lsmb! M5 457 Nords fc . ton WerU . IIS West und Ratz 515 enwSy Ave u. MerrS 4 Meridian und Bon? 610 Jllinoi m ansaS 617 MornS und Dskota 618 Morris und Church 519 Capital A. u McCaxVtf 521 Meridian und Paln 3 Prne und Lord 524 Madisor. Av LtmeÄ !2 Meridian und UZ! 527 Carlo und Ratz 123 Mend!a und Zlchn 9 Skeridia u. Naymoud 531 Meridian u. M?Sa! , 532 No. 17 SpritzeniLuk Morrtk nah iSeft I MeKeraanund DouH. 618 Cast u. Lincoln ps 614 tast und Beecher 15 Wrighr uno Sttferl 417 McCarty und Veattz 18 New Jersey CirtW Ti Spruce uno Prospekt VI Cvglish Av. . La! ,14 State Avu.klt RI '715 Shelby und ch 71g State M und OranK ns Orange und Launl iy Shelby .Ctase 721 LkrmgtoA.u fUaQ 718 FletchaAV..SyM 724 State Lve u. Pleas6 ns Prospekt und ?leasal TM Orange und Harte 728 Liberty und Um 729 Noble und Suth 61 No. 15 SprhenhauZ Ost Washington S öl? Market und Nobls 4 Ohio . Highland AV 815 Michigan u. Htghla El Market u Arsens! Zi 817 Ost - Clsbk und Union ahn SeleiZe. i 621 Psn Handle ShepS 23 Vermont und Wal 824 Wash. und StaK &. SU Madden'SLounge Fad NS Tucker und Dorsq ' 827 Wash. und LeviL TM 829 No. 11 Spritzenhaus eville mu)MtchissH ax Loutheaster LZ Woodftde. 32 Wa?h. und Desrio 4 Sothrstr raft Arsenal Kocl. 885 New Dort und ZcagU 12 Jllinoi und Raryl 11' Mno und arfcl 14 Penn, und Da 215 Telawa und V? Spezial Signale. krste 2 Schlag, zweiter Alarm, netten 2 Schlüge, dritter Klara, dritten 2 Schläge, titxUx Klarn. -2-r, Feuer aus und Schlauch msgeroS. Schläg, Wassadruck ab. 2 Schläge, 12 Uhr Mittags. Die Zo bezeichneten Signal trerden nur do rhsr ächter angegeben da an den betressend Stra Zreuzuns kctn gllarmköst mabcht pkd. FeiertagöNaten. Ein und eln Drittel Fahrpreis, für die Nundsahtt nzch allen Punkten in dem Gebiet der Central Passagier Association. Fahrkarten werden verkauft am 7A.9 25., 26. und 31. Dezember 1901 und am 1. und 2. Januar 1905. , Gültig für die Rückfahrt biö 4. Januar inklusive. Für nähere Einzelnheiten wende man sich an die Agenten der C. H. & D. Bahn oder an D.P. Alg eo, D. P. Agent, 8 Nord Illinois Str. Indianapolis, Ind.

'ohoc 3SSJMi4'