Indiana Tribüne, Volume 28, Number 107, Indianapolis, Marion County, 27 December 1904 — Page 6
Judiana Tribüne, 27. Dezember 19024
0
S
i J
h t
S)ia alte Sfcöneh ZKur St. Jakobs Oel IS Neuralgia I besänftigt und belegt den Tchmerz. Tausend be für dessen unhf feinste Teilungen. ' Preis 25c und 50 c. ifc..rurnr .Warum nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch den 6e brauch eines Garland Ofen... .... und. ... Nange... Dieselben übertreffen alle andern in Schön heit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Sparsnknt im Kohlen Verbrauche. Dieselben werde mit Vergnügen erzeigt, in WILLIQ'S ...Mobel-Handlung... 141 West Washington Straße. H 8 00 W. kl. BURTON, Nechtsanwalt. (Früher Konsul kn Deutschland.) Deutscher Advokat und Notar. Praktizirt in allen Gerichtshöfen I der Ver. Staaten. I i 613 State Life Gebäude. Z iiiitiiiiiiiiiiiiiiii Ich gebe Gesang-, Pianound . , . Orgel-UnterriHt ' a allen Phasen dieser Künste und garanttre nnm sqalnn volleZusrtedenhelt. Fidel 5l. Lest. The Lester Studio, Ns. 7 Oft Statt) Straße. enI Phout tnt. IJSE ERIE & VESTERII W.W. ....Fahrzeit der Züge Abfahrt nknns ha,o und ichigan 9ivxtl.t 7.15 tlOJH XcUb$, Detroit und Chicago Ltm ii.tO t S U UUfan City. Munci u.LafayetteEpll 7 so fio. tögiich f aukikvommkn Conntaal.
i:
J M u RWf
1
( ' v f I 1 f
F.
A f r Wtpw i- 'aSij i fit -c-G&i k VJ5 ? ' ' .'i 'h
Europäische Nachrichten.
Z5ror:z Vrnden0rg. Berlin. Beim Vootfahren ertrunken ist in der Dahme bei SchmötzWitz der 21jährige Arbeiter Becker. Wie der UnglückZfall sich ereignet hat, konnte nicht ermittelt werden, da niemand Hilferuf gehört hat. Becker war ein vorzüglicher Schwimmer. Der Direktor der Königlichen Porzellan - Manufaktur, Geheimer Regierungsrath Dr. Heinecke, der im 50. Lebensjahre steht, konnte auf eine 23jährige Thätigkeit in dem genannten Institut zurückblicken. Durch einen Schuß in den Kopf versuchte derKaufmann Ad. Lachmann aus Braunschweig, der durch eine Fittalgründung in Kassel in Zahlungsschwierigkelten gerathen war,. seinem Leben ein Ende zu machen. Schwer verletzt wurde er nach einem Kran!enh7.usi: g:bracht. Von einem Pferd erschlagen wurde der 44 Jahre alte Kutscher Paul Rabach, der seit einem Jahre bei dem FuhrHerrn Beskow in der Genthiner Straße 17 beschäftigt war. Das 25ja rige Militärdienstjubiläum des Königlichen Musitdirigenten des 3. Garde-Regiments z. B. Hugo Görisch gestalten sich für den Jubilar zu einer großartigen Kundgebung. Die greise, fast blinde Harfenspielerm, die mit ihrem wurmstichigen Instrument von Hof zu Hof zieht und als Harfenjule" eine gewisse Berühmtheit erlangt hat, ist von einem schweren Unfall betroffen worden. Die 76 Jahre alte Frau, die mit richtigem Namen Luise Nordmann heißt, seit langen Jahren Wittwe ist und im Kellergeschoß des Hofgebäudes Culmstraße 14 wohnt, wurde beim Ueberschreiten des Fahrdammes in der Großbeeren Straße von einer Droschke überfahren und schwer verletzt. Erschossen hat sich der 33 Jahre alte Oberingenieur Josef Sohn aus der Ravenestraße No. 1, der Mitinhaber der Maschinenfabrik von Zimmermann in der Chausseestraße No. 31 war. Sohn war seit anderthalb Jahren verheirathet und Vater eines sechs Monate alten Kindes. Angermünde. Auf dem BahnHof wurde der Dim Rangiren beschäftiate Arbeiter Gremke überfahren und aetödtet. Eine Lokomotive rollte über den Unglücklichen hinweg und zerstückelte :hn. Charlottenburg. Unter merkwürdigen Vorbereitungen beging der 34 Jahre alte Tischler Felix Micke aus Hamburg Selbstmord. Der Mann hatte sich hier in der Wallstraße 6 ein möblirtes Zimmer gemiethet; als er dort allein war, entkleidete er sich, zündete zwei große Lampen vor einem Trumeau an und hängte sich am Fensterkreuz und Spiegelhaken so auf, daß sein Gesicht sich dem großen Spiegel zuwandte. Groß beeren. Ein Opfer seines Berufes wurde der Streckenwärter Gangler. Als er auf der hiesigen Station an der Berlin-Anhalter Bahn seiner Pflicht gemäß die Strecke abging, gerieth er auf nicht aufgeklärte Welse unter die Räder des von-Halle nach Berlin fahrenden Schnellzuges. Dem Unglücklichen wurde durch die Räder der Kopf vom Rumpfe getrennt. Beinickendorf bei Berlin. Entsetzlich zugerichtet wurde unter einem Straßenbahnwagen der 42 Jahre alte Tischler Albert Schneider aus der Residenzstraße. Der Mann wurde auf dem Heimweg in der Nähe seiner Wohnung überfahren und bewußtlos in hoffnungslosem Zustande nach dem Augustahospital gebracht. Hier erlag er seinen Verletzungen. Span bau. Der Direktor der städtischen Gasanstalt Rother ist nach mehr als 20jähriger Thätigkeit in den Ruhestand getreten. Zu seinemNachfolger ist der bisherige Gasdirektor in Greifswald, Ingenieur Kützing gewählt worden. Frovinz Ostpreußen. K o n i g s b e r"g. Der nach Unterschlagung von 42,000 Mark von hier flüchtig gewordene Kassenbote der Eisenbahndireltions - Hauptkasse, Kowalski, wurde von zwei Danziger Criminalbeamten verfolgt und in Posen verhaftet. Ein großer Theil des Geldes wurde bei dem Verhafteten noch vorgefunden. Sein fünfzigjäh riges Dienstjubil'äum feierte der Telegraphensekretar Spuhrmann vom ytt sigen Haupttelegraphenamt. Bischofsburg. Das Opfer einer unsinnigen Wette wurde der trunksüchtige 33 Jahre alte Vlehtrel ber Scherepitta von hier. In der Trunkenheit wettete er, gegen Bezah luna Liter Kornus und fünf Fla schen Bier auf einmal auszutrinten. Er gewann die Wette, brach aber bei dem letzten Zuge todt zusammen. E y d t k u h n e n. Nach 26jähr!ger Thätigkeit trat Werkstattenvorsteyer Bach in den Ruhestand. Sein Nach folger wird Werkmeister Rätzsche aus Jnsterourg. Fodringkehmen. Aus dem Hofe der Kaufmannswittwe Herbucker brannten 3 Stallungen und eineStellmacherwerkstätte nieder. Auch vier Schweine verbrannten. K i ö w e n. Die ganze aus vier Gebäuden bestehende Bcsitzuna des Gutsbesitzers Gutowski brannte nieder. Außer dem ganzen todten Jnven tar und der ganzen diessahigen Ernte
sind auch drei Kälber und drei Schweine verbrannt. L o p p i e n e n. Das achtjährige Töchterchen des Besitzers Gerull ist auf schrecklichste Weise ums Leben gekommen. In Abwesenheit seiner Eltern zündete. das Mädchen Feuer au Bereitung des Abendessens an. Als das
Feuer nicht brennen wollte, goß es Pe troleum :n den Herd. Die hervorschleßende Flamme ergriff die Flasche und brachte sie zur Erplosion. Der brennende Inhalt ergoß sich über das Kind, so daß die Kleider Feuer frngen und das Kind im Augenblick einer brennenden Fackel glich. Die Wunden waren so bedeutend, daß es verstarb. R a g n i t. 'Ein schwerer Unglücksfall mit tödtlichem Ausgange ereignete sich auf 'dem hiesigen Bahnhofe. Schmiedemeister Leppert, welcher sich behufs Reparatur eines Brunnens in dessen unterem Theil befand, wurde von, einer abgleitenden Bohle so unglücklich auf den Kopf getroffen, daß dieser buchstäblich zerspaltete. Erst nach kurzer Zeit erlöste der Tod den Bedauernswerthen. Sauerbaum. Von seinem durchgehenden Gespann zu Tode geschleift wurde der Besitzer Jablonka. Beim Möbelfahren waren die Pferde scheu geworden und Jablonka blieb beim Abspringen mit den Füßen in der Leine an der Bracke hängen. Frau und Tochter sahen dem Unglücksfall zu. Provinz WestpreuFen. Danzia. Der erst kürzlich hierher versetzte Oberstabsarzt Dr. Voigtel. veraiftete sich im öotel ..ReichsHof". Die Ursache dieser That ist unbekannt. Dle Kaiserin hat dem Fraulein Caroline Klindsmann das silberne Frauenverdienstkreuz am weisen Bande verliehen. Deutsch - Eylau. Das Fest ihres 50jährigen Bestehens feierte die hiesigen Firma Blum. Vertreter des Magistrats und der Satdtverordnetenversammlung, der Ksufmannschaft, des Landwirthschaftlichen Vereins u. a. erschienen zur Beglückwünschung. Flatow. Revierförster a. D. Hoff feierte mit seiner Gattin das Fest der diamantenen Hochzeit. Zu diesem Ehrentage hatten sich alle seine Söhne, die sämmtlich dem Forstfache angeh'ören, mit ihren Familien aufgefunden. Abordnungen des hiesigen Kreiskriegerverbandes, des Kriegervereins und ein Vertreter der Forstbeamten der Prinzlichen Oberförsterei Kujan erschienen zur Veglückwünschung. Goßlershausen. Auf der Strecke von hier nach Hohenkirch wurde die Leiche des Bahnarbeiters Jacob Heymann aus Waitzenau in der .Dunkelheit gefunden. Da bei dem Unfall kein Zeuge anwesend war, so konnte nicht festgestellt werden, ob der Getödtete vom D-Zuge oder von dem darauf folgenden von Schönsee abgelassenen Zuge überfahren worden ist. Marienburg. Der verheirathete Jnstmann Wessel in Tralau stürzte in einen offenen Brunnen, als er einen Eimer Wasser emporzichen wollte. Obgleich Hilfe sofort zur Stelle war, konnte er nur als Leiche herausgezogen werden. Osche. Wegen Verdachts der Brandstiftung ist der Bäckermeister und polnische Krelstagsabgeordnete Gusseck von hier verhaftet und dem Untersuchungsgefängniß in Graudenz zugeführt worden. k?chlochau. Stall und gefüllte Scheune des Besitzers Mathews in Lichtenhagen brannten nieder. Das Rindvieh konnte noch gerettet werden. Ueber 20 Schafe, 8 Gänse, Kälber und Ferkel sowie sämmtliche Futtervorräthe und viel Getreide sind verbrannt. Provinz Sommern. Stettin. Die Gesellen einer Schlosserwerkstätte Breitestraße 7 ließen sich kürzlich verschiedentlich Schnaps holen, welcher dort getrunken wurde. Der Schlossergeselle Johan nes Voigt forderte schließlich den Schlössergesellen Willy Lück auf, den Rest einer Flasche auszutrrnken, -was dieser verweigerte. Voigt wurde hierüber aufgebracht, nahm ein Taschenmesser und stieß es dem Lück in die Brust. Lück starb an eitriger Brust fellentzündung infolge der Stichver lekunq. und der Thäter Voigt, dem derMeister das beste Zeugnih gibt, der auch dieThat einräumt, wurde wegen Körperverletzung mit tödtlichem Ausaanae in aft aenommen. A l t d a m m.- Zwei Eisenbahnzüge stießen m einer Weichenkreuzung zu sammen. Der Rangirmeister Krüger wurde lebensgefährlich, der Stationsassistent Schröder leichter verletzt. Der Unfall hatte eine meh: tundlge Ve triebsstörung zur Folge. K o s l i N. Das hiesige Schwurge richt verurtheilte den Eigenthümer Au gust Berger aus Ritzig in Pommern zum Tode und Ehrverlust. Berger hatte seinen Gläubiger, den Elgenthu mer Ferdinand Neske, am 16. Juli ermordet. Im Gefängniß beging Ber aer Selbstmord durch Erhängen. " Labes.. Feuer äscherte das Haus des Maurers Glaser ein und ergriff auch die Hauser der Schuhmacher Fenner und Radtke. Ueber die Entstehungsursache ist nichts bekannt. P y r i tz. Die Diamant - Hochzeit feierten in Collm die Arndtschen Eheleute im Alter von 85 bezw. 87 Iah ren. Der Jubelgreis ist noch recht rü
stig und wohl auf, die Greisin zwar
erblindet und gebrechlich, aber geistig frisch und rege.
S t r a l s u n d. Auf dem Hofe der Zuckerfabrik gerieth der Arbeiter Neu mann auf dem Fabrikgleis zwischen die Puffer zweier Eisenbahnwagen und erlitt so schwere Quetschungen, daß er alsbald verstarb. Provinz Schkeswig-KsMein. A l t o n a. Der Arbeiter Wehmeyer brachte dem Arbeiter Traut, mit dem er in einer Wirthschaft in der Vehnstraße in Streit gerieth, durch einen Schlage mit einem Bierseidel eine so schwere Verletzung am Kopfe bei, daß er vewuntlos zu ammenvraa? uno nach kurzer Zeit starb. Der Thäter wurde in Untersuchungshaft genommen. Eckernförde. Durch einen Unglücksfall ist der Arbeiter Julius Matzen in Vogelsang - Wiese um's Leben gekommen. Der Verunglückte war nebst anderen Arbeitern mit Entwasserungsarbeiten auf der Feldmark der Gemeinde Stangenheck (Ostangeln) beschäftigt. Plötzlich stürzten große Erdmassen herab und verschütteten Matzen und dessen Schwiegervater, den Arbeiter Asmus Petersen. Wahrend letzterer noch rechtzeitig aerettet werden konnte, war Matzen, als man ihn ans Tageslicht förderte, bereits eine Leiche. Gjenner bei Apenrade. Das Gewese des 'Hökero Lundberg, in welchem recht erhebliche Vorräthe la gerten, ist total niedergebrannt. Man ist in der Gjenner Gegend höchst ausgeregt. Nach den Bränden am Gjenner Strande bei den Fischern Schuhl und Nielsen, deren ganze Habe fast vernichtet wurde, haben mehrere Leute in der Gegend Drohbriefe erhalten. Die bisherigen Brände sind sämmtlich in der Nacht entstanden, und die Ursache derselben blieb unaufgeklärt, obwohl die Königl. Staatsanwaltschaft eine eingehende Untersuchung eingeleitet hatte. H u s u m. Domänen - Rentmeister s. D. I. Jngwersen und Frau hierselbst feierten das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Jngwersen diente einst im 5. JägercorpT der schleswig-holsteinischen Armee. Kiel. DaS Kriegsgericht verurtheilte den Matrosen Lubner, der als Fahnenflüchtiger auf die ihn verfolgende Patrouille schoß, ohne sie zu verwunden, zu sechs Jahren und fünf Monaten Gefängniß und Entfernung aus der Marine. Eine rohe That wurde an der Preetzer Chaussee in Gaarden verübt. Der Obermeister Ehrhorn von der Germania - Werft wurde von drei Männern überfallen und erheblich mißhandelt. Der schon betagte Obermeister wurde in hülflosem Zustande aufgefunden und in seine Wohnung befördert. Wie man annimmt, handelt es sich um eine Rachethat von feiten entlassener Arbeiter der Germania-Werft. O w s ch l a g. Das Fest ihrer Diamanthochzeit begingen der Landmann Peter Plöhn und Frau. Trotz des hohen Alters, 88 und 81 Jahre, sind die beiden Eheleute noch sehr rüstig. Spangen. Aus Furcht von dem Soldatenleben erschoß sich in dem zum Amte Ritzebüttel gehörenden hiesigen Dorfe der Sohn Alfred der Wittwe Stürke, nachdem er seinen Gestellungsbefehl erhalten hatte. ' Wippendorf. Das Ehepaar August Emken feierte sein goldenes Ehejubiläum. uige Betrügereien wurd e n bei der Besiedelung von Waldland entdeckt, worüberGeneral-Land-commissär Richards berichtet: Eine wirkliche Ansiedelung fand in vielen Fällen gar nicht statt, sondern in den meisten Fällen wurden nur Lagerhütten ohne häusliche Einrichtung angelegt. Man erfuhr, daß die angeblichen Ansiedler in fernen Ortschaften wohnten und daß sie veranlaßt worden waren, ihren Namen gegen Belohnung bis nach der Vermessung herzugeben, ohne daß sie die Absicht gehabt, sich wirklich auf dem Lande niederzulassen. Die Folge dieser Feststellungen war, daß man der schnellen AbHolzung der werthvollen Holzbestände, welche sich noch gegenwärtig auf öffentlichen Ländereien in gebirgigen Gegenden finden, durch gewissenlose Personen, einen Riegel borschob. In Anbetracht des großen Schadens, , den die Farmer in South Dakota dieses Jahr durch die Verheerungen von Rost im Weizen erlitten haben, werden die Schritte, welche die Northwestern Bahn zu thun beabsichtigt, diese Landplage der Farmer zu verhüten oder doch einzuschränken, anerkannt. , Nach Untersuchungen im Ackerbau-Departement zu Washington wird im Allgemeinen angenommen, daß die Hauptursache des Rest im Samen. zu suchen ist. A. C. Johnson, Vertreter der Northwestern Bahn in Süd-Dakota, hat nun einem dortigen Freunde mitgetheilt, dß jb!c Eisenbahngesellschaft im Laufe des Winters in Plätzen entlang der Linie eine ganze Anzahl Vorlesungen über diese Sache veranstalten wird, um die Farmer über die Auswahl des Samenö aufzuklären und ihnen Rath zu ertheilen. Ein Spezialzug wird ur.! Aufsicht von Herren Johnson vurty den vlWl fahren. Prof. Greeley vom AckerbauDepartement und ein anderer Sachverständiger werden die Vorträge halten, in jedem County werden zwei oder drei Vorlesungen stattfinden.
Ogsjii 3lUscs5 Töchkerkm. Ihre Ansichten über die Nationalität eines eventuellen Gatten.
Vlcigichk und Kaffccfat) deuten aus Berlo bung-Ter Unbekannte ein Yankee ?ia mantringe und deutsche Schwiegermütter. Tie deutschen Männer. Theuer st er Herr Editor! Halloh. Fremder! Ich bin sicher, dieses is, was Sie ausrufen werden, wenn Sie diese Zeilen sehen, weil es so eine lange Weile is, seit zuletzt Ich einige Linien an Sie getropft habe. Der Grund, für welchen Ich heute die Feder in Hand nehme, is wegen es würde mich blöschen machen, es Ihnen bei Wort von Mund ze sagen, ehrlich und wahrlich es würde, kreuze mein Herz und. hoffe zu sterben gute Nachrichten. Es kommt jedesmal denselben Weg heraus, sowohl bei den Bleigießen wie auch in den Kaffeesatz und andere Proben, wo wir darauf gemacht haben. Nämlich ein Husbar.d für mich und bei den Aussehen von die Dinge werd der beabsichtigte zukünftige Fmnce (is dies der richtige Weg es zu spellen?) ein Jankee fein. O theuerster Freund, liebster Herr Editer, es is beinahe zu gut, um wahr zu sein! Ist es nicht eine hohe alte Zeit, wo bevor mir is? Wird es nicht Spaß sein gehen?! Aber, Herr Editor, um jetz im todten Ernst zu sprechen. Für den Zweck der Verlobung und Heirathung geben Sie mich einen Fankee, jedes Mal. Die Deutschen sind nicht darin dabei und das is kein Traum. Es is Alles sehr nett wegen die Deutschen so poetisch und so gefühlvoll ze. fein und Gemüth und Alles und His Ideal" oder Engel" und solche süße Namen genannt zu werden, aber wann er Sie dann zu den Engagement ein heimgemachtes Poem bringt, statt einen Diamond-Ring, wann er Sie Abends ausnemmt und expektirt, Sie sollen die Sterne und den Mond admeiern und nicht daran denkt, zu fragen, wie Ich denken würde, daß ein Eiscream gehen würde, dann können Sie mich nicht dafür blamiren, wenn Ich fühle, wie einem solchen Mann zu sagen, er solle gehen und sich selbst um den Block herum jagen. Und Ich -kann mir nicht helfen, aber Ich habe einen Verdacht, daß die deutschen Männer nur alle so für Natur schwärmen, weil man für die Natur nicht wie for den Theater Tickets ze kaufen braucht. Aber von den Teutschen als Bräutigam will Ich gar nicht reden, denn wann ihn auch bei seine Attempts, süß und zärtlich ze sein, meistens seine Cigar, mitaus welche er eben so wenig Liebe machen wie einiges andere Ding thun kann, sehr im Wege is, so geht es noch. Aber weiß Ich nicht bei Ersahrung, wo Ich jeden Tag bei verheirathete deutsche Paare vor Mir sehe, daß die Versprechungen, wo sie machen vor die Hochzeitung, alles heiße Luft is? Wo Mir aber ein heiliger SchreÄen is an jeden Deutschen, das is, daß er von einen Mädchen expekted, sie soll exaktly so sein und es Alles genau den Weg machen, wie seine Mutter. Und diese Mutters scheinen Mir den ganzen Tag und das ganze Jahr nichts gethan zu haben, wie Kartoffel-Salat und Kartoffel - Pancakes und KartoffelDumblmgs und (Äänseschwarzsauer (Heavens, was ein Name!) und HasenPfeffer und Sauerbraten, Celerie-Salat und Schnittbohnen und Nudels und weiß Gott was noch einen Weg. wo kein Mensch ausfinden oder imitäien kann, ze machen und Strümpfe und Pulswärmer zu stricken,. lauter 'Sachen, wo ein auf-zu-Datum amerikanisches Mädchen keinen Snäp dafür kehrt. Wo die Schönheit bei einen Fankee herein kommt, das is. daß man ziemlich sicher sein kann, daß seine Mutter auch nicht hat kochen können und die Biscuits und Shortcakes, wo er gleist, ebenfalls von dem geheierten Mädch hat backen lassen. Ueberhaupt werde Ich mit meinem Husbandboarden gehn, denn Haushalten is zu viel wie Arbeit, um mich zu pliesen. Nein, Herr Editor, als Husband für Mich jedes Mal einen Yankee, sag' Ich nochmal. Denn nach die Hochzeitung is es erst, wo den deutschen Mann seine Kurzkömmnisse (is dies richtig für Shortcomings?) herauskommen. Denn der deutsche Mann spendet zu Viel 'Geld for sich. Denken Sie blos. Herr Editor, von den Geld, wo einen deutschen Mann seine Cigars und sein Vier und sein Mein und sein Kegeln und sein Kartenspielen kostet, was for schöne Dresses un Juweliererei eine Frau sich dafür kaufen könnte! Von die deutschen Männer geht es zwei Sorten. Das sind die wo keinen Abend zu Haus sind, sondern in die Saloons sctzen oder, wann sie for deutsche Gemüthlichkeit und deutsche Gesclligkeit sein, dann gehn sie in den Verein, wo sie auch manchmal die Frau mit nehmen, die dann den .ganzen Abend von Tobacco-Smoke den Husten kriegt und sich mit die anderen Frauen zusammen mopsen kann, während die Männer sich zesammen setzen oder zesammen talken oder an die Bar stehen und Probiren, wer das meiste Geld spenden und die größte Nummer von Gläsern leer machen kann. Dieses is die eine Srte.' Es gebt iltx auch deutsche Männer, wo sehr gut und häuslich sein. Die kommen jeden Abend nach Hause und essen ihr Supper und dann setzen sie sich hin und lesen und rauchen dazu
und man kann kein Wort aus t eraus kriegen und vor lauter Häuslichkeit und Lesen vergessen sie darauf, daß die Frau auch einmal ausgehen will zu eine Reception oder eine Fair oder eine Schau oder Einiges. Dieses is der Grund, Ich bin so frob. daß alle Orakels, wo wir jetz probirt haben, einen anlee sllr micy zeigen. Auch in den Karten kommt er heraus und zwar sehr bald und auch die Glückssagerin hat ihn für sicher prophezeit. Sie können jetz schon Ihren Leadpencil schärfen, Herr Editor, für mir einen sehr lieblichen Schreibauf für meine Engagirung zu schreiben. Ich werde es Alles recht machen bei Ihnen, Editor, dcar. Geben Sie meine Liebe zu allen Herren in die Office. Ihre liebende Miß Maud R i ch. Sie sind nicht zornig an mich, weil Ich meine Meinung wegen die Deutschen geschrieben habe. Sind Sie? Miß Maud. (N. 2). Staatszeitung.") Eine eigenthümliche Drlohnung. Der Marquis von Rivadeo rettete dem Könige Jayme II. von Aragonien (1291 bis 1327) in einem Treffen mit den Mauren dadurch Leben und Freiheit, daß er, als der Feind siegreich vordrang, mit dem Monarchen die Kleider tauschte und sich für ihn gefangen nehmen ließ. Jayme löste ihn für schweres Geld wieder aus und verlieh ihm und feinen Nachkommen zum Dank außerdem die Befugniß, jedes Jahr am Dreikönigsabende mit an der königlichen Tafel zu fpeisen und dann jedesmal von dem betreffenden Herrscher den Anzug zu fordern, welchen derselbe gerade trug. Die Marquis von Rivadeo übten besagtes Recht Jahrhunderte hindurch aus und gelangten dadurch in den Besitz der merkwürdigsten Kleidersamm lung. welche es wohl jemals gegeben hat. Als jedoch die Königin Jsabella 1843 zur Herrschaft kam, versuchte es der damalige Marquis von Rivadeo, Herzog von Hijar, vergeblich, zur bewußten Zeit zu ihr zu gelangen. So oft er am Vorabende des Jahrestages anfragen ließ, um welche Stunde die Königin am folgenden Tage zu speisen gedenke, hieß es regelmäßig: Die Königin speist morgen überhaupt nicht." Damit hatte dieses seltsame Privilegium sein Ende erreicht. Ein Automobilrennen im Jahre 105. Die Kraftwagen der italienischen Automobilindustrie haben in den Automobilrennen dieses Jahres durch ihre ausfallend- Leistungsfähigkeit die Aufmerksamkeit weiterer Sportkreise erregt, und nunmehr haben die dortigen führenden Etablissements beträchtliche finanzielle Opfer gebracht, um auf italienischem Boden Äutomobilrennen großen Stils zu veranstalten. So wird dem französischen Journal" aus Italien gemeldet, daß der in Sport.kreisen bekannte Cavallieri Florio im Auftrage und unter Beihilfe iialienischer Äutomoöilfabriken ein Automobilrennen für das nächste Jahr vorbereitet, das eine ganze Serie von einzelnen Rennen unter dem gemeinsamen Namen eines Circuit Latin" umfaßt. Das Programm soll aus folgenden sechs Einzelrennen bestehen: 1. MontVentour, - Rennen: 2. Mont-Cenis-Rennen; 3. das Rennen in Vrescia; 4. das Kilometerrennen in Padua; 5. das Consuma-Rennen; 6. die Rundfahrt um Palermo. Die Renn!ermine sollen so angesetzt werden, daß zwischen den einzelnen 'Veranstaltungen eine vollkommen ausreichende Ruh pause besteht. Detaillirte Angaben über V:dingungen, Preise und Rennzeiten werden seinerzeit veröffentlicht werden. Die Süßkartoffel," die eigentlich gar keine Kartoffel, fondern eine vergrößerte Wurzel einer Epheuart ist, besitzt einen größeren Stärke- und ' Zuckergehalt als die gewöhnliche Kartoffel. Ein in Kapstadt einge troffencs Telegramm aus Upington meldet, dort seien zwei Fraucn cingetroffen, be die brutale Ermordung ihrer Männer sowie anderer holländischer Farmer auf deutschem Gebiet durch Hottentotten berichten. 23 Frau M gelang es, sich mit ihren indorn nach Rictsontein zu retten. In einer Audienz, die er dem Präsidenten des gothaischen Landtages in Sachen des Domänen - Konfliktes gewährte, erklärte der Regent, er wolle die Bemühungen auf Gelingen des Domänentheilungswerkes eifrig fortsetzen Das gothaische Land möge die Sachlage nicht allzu pessimistisch ausfassen. Ein großer Weinpant-scher-Prozeß wurde vor der Strafkammer zu Bamberg verhandelt. Angeklagt waren der Weinwirth Leonhard Held aus 'Bamberg und in Kaufmann Albert Kahn von Stuttgart. Es stellte sich heraus, daß ersterer seit fünf Jahren einen garantiert reinen" Aepfelwein verkauft hatte, der mit Zusätzen von Glycerin. Wein- und Apfelsäure reichlich versehen war. Kahn hatte ihm dazu die Chemikalien geliefert und sich dadurch der Beihülfe schuldig gemacht. Die beiden Angeklagten wurden zu Geldstrafen von 250 Mark und 100 Mark derurtb?ilt.
l
t t ! J 1 x
5
