Indiana Tribüne, Volume 28, Number 107, Indianapolis, Marion County, 27 December 1904 — Page 5

Jndktma Trlbüno, 27. Dezember 190'i

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...KsWeV.,. preise geliefert von A. B. MEYER K CO. Pennsylvania Anthracits $7.50 Pocahontas Lump ... 5.50 Smokeleß Lump 5.50 Ohio Cannel Lump 5.50 Ohio Cannel Egg 5.50 Kanawha Lump 4.50 Pittsburg Lump 4.50 Brazil Block... 4.25 Hocking Valley 4.25 Straight Creek Lump 4.50 Straight Creek Egg. 4.25 Greene County, No. 4, Vein Lump .... 3.50 Greene County, No. 4, Vein Egg 3.50 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Coke Egg 5.50 Gas tzouse Lump Coke 5.50 GaS House Crushed Coke 6.00 Szt?aVerechunng wo solche getragen werden müssen. In Washington haben sammt liche Methodisten und epiZkopalifchen Pastoren sich in Interviews für Ein führung der Prügelstrafe für die Weiberprügler erklärt. Sie begründen dies damit, daß durch die Jnhaftirung der rohen Patrone der unschuldige Theil, die Frau und Kinder, mehr zu leiden hätten, als der Schuldige. Ferner U Häupten fle, daß die beschämende körperliche Züchtigung ein Prüsentativ mittel sein würde. Ob wohl die guten Leutchen daran gedacht haben, daß der Mann, der . nach öffentlicher Auspeitfchung in sein Heim zurückkehrt, nicht allein die Schande zu tragen hat, sondern daß Frau und Kinder am schwersten darunter zu leiden haden würden, daß die Kinder eines öffentlich ausgepeitschten VaterS jeden Respect vor demselben verlieren müffen und dem Hohn und Spott ihrer Spiel- und Schulgenoffen ausgefetzt sind.

Gottlied L eukhardt, Die gemüthliche Ecke," Ecke Noble und Market Str. göcllstc föcnriflcnltstftiglicit. Der Bureau-Asststent Weyrich, der das Korrespondenz-Journal führt, findet unter den Eingängen einen dersehentlich in die Dienstmappe gelangten Liebesbrief an die Tochter des Chefs. Pflichtschuldigst trägt er den Inhalt des Schreibens und die erfolgte Weitergabe an die Adressatin mit dem Bemerken ein: Die in dem Schreiben als Anlage verzeichneten tausend Küsse haben dem Schreiben nicht beigelegen." Freclx. Bettler (an der Thür): Entschuldigen Sie, liebe Frau, haben Sie nicht für einen hungrigen Menschen etwas zu essen?" F r a u (nach einer Weile):. Hier haben Sie ein Butterbrot." V eitler (besieht sich das Brot): Nee. dafür danke ick. dat essen Sie man alleene, da is ja Margarine druff, die esse ick nich." m Zeitbild. Tochter: . . . Gerade theilt mir . meine Freundin Laura telegraphisch mit, daß ihre Verlobung wieder aufgehoben worden ist!... Ich wußte gar nicht, daß sie verlobt war!- M u tt e r : Die Verlobungsanzeig wird erst per Post kommen!" Ä a t t e n verursachen auf der Londoner Tiefbahn dadurch Mißhelligkeiten. daß sie die Gummi-Jsolirung der Leitungsdrähte abknabbern. Der Lahrer Hinkende Bote sowie derNegensburger Marien Kalender für 1905 sind durch unsere Osflce zu beziehen. Die Behörde für öffentliche Ar beiten bestätigt den Bericht der Kommissäre. Die Kommissare, welche von der Stadt und der Wasser-Compagnie ernannt wurden. berichteten nach einer strengen und umfang reichen Prüfung des städtischen WasserS folgendermaßen: Wir sind einstimmig der Ansicht, daß das Wasser welches den Consumenten wäh rend der Periode dieser Untersuchung geliefert wurde, guten gesundheitlichen Charakters war; daß das Wasser von Privat-Brunnen einer der nichtigsten Factoren' der Ent stehungsUrsachen dies (Tyrhus) Epidemie Periode roar." Die Kommissäre empfehlen die (Sondern nirung Von Privat'Brunnen und Aborten, und empfehlen, daß Verbindungen mit Ab zugslanälen hergestellt roerden sollen wo immer sich solche befinden. Der ganze Be ?icht der Kommissäre ist in Druck und wird auf Anfrage abgeliefert oder mit der Post versandt. Die Qualität deS WasserS,wie solches von dieser Gesellschaft geliefert wird, und wie durch diesen Bericht festgestellt, ist für alle Bewohner der Stadt zum PrivatGebrauch

empfehlenswerth. Indianapolis Wager Co.

Die Greisin. von Uudols Presbkr. Laß dir den Lchnftuhl in die Sonne rücken Und sprich zu mir. Gib mir die schmale Hand! Tie still aus dunklen Bildern auf mich blicken, Tn hast sie all lebendig noch gekannt. Lie ernsten Männer mit dem ji inderglauben, Wie er gelebt in Gcllerts Liedersinn, Tie frohen Frau'n mit weißen, steifen Hau ben .. Und dem Familiengrübchen tief im Kinn. Haft meinen Vater aus den Arm gehoben Und hast der Mutter bräutlich Haupt geschmückt; Hast jene 5)ände. die den Schleier schoben Von meiner Wiege, menschlich warm gedrückt. Tu hörtest meiner Brüder jauchzend Lachen, Wenn jung der Lenz in unser Gartchen kam; Und wolltest still an ihrem Bcttchcn wachen, Als sie der Tod in starke Arme nahm. Und keinen einz'gen hast du ganz vergessen; Und aller Schatten wallt dir durcks Gemiith, Tie oft zu Gast an diesem Tisch gesessen, Tie längst der Hügel freundlich über blüht . . . Und lausch ich deinen.Worten mit Entzücken, jie Schattenrisse leben an der Wand; Es schlägt mein wacher Traum die Wunderbrücken Tief in's Geheimniß, in verschüttet Land.

Und stolz und frei von allen Lcbenslügen Schreiten d,e tttnder fernen Frühlings her. Ich weiß, sie flieh'n mit deinen Athemzügen, Und bricht dein Auge, kommen sie nicht mehr. O geh noch nicht! Mit leiser Stimme künde, Was nur mit Geisteraruk den Weg erhellt. O geh noch nicht! Mich warnt das Herz, ich stünde Sonst doppelt arm in einer armen Welt. Die Mtmkonkurrcttz. Skizze von C. Fahrom. Der Mensch kann alles, was er will." Alles? Ausnahmslos?" Ausnahmslos! Natürlich darf er nichts wollen, was nach den Naturgesetzen unmöglich ist! Zum-Beispicl, daß ein Baum die Wurzeln nicht in die Erde senkt' oder ein herabfallender Apfel in der Luft schweben bleibt." Hm! Auf diese Art kann man alle Mißerfolge entschuldigen." Ich sprach nur von Naturgesetzen . Ach, das ist auch etwas Schwankendes Gott sei Dank werden ja immer neue Naturgesetze entdeckt." Nun ja, dann lernt man also die neuen dazu und erweitert wiederum die Möglichkeiten-seines Wollens." Ach, darauf läuft doch für Sie alles hinaus; Sie sind ein unglaublich energlscher Mensch." . O, so energisch wie ich könnten Sie auch sein!" .Ich? Ei, Herr Nachbar, das. was ich meine Willenskraft nenne, benamsen Sie meistens Eigensinn!" Weil Sie zuweilen Unmöglichkeiten wollen! Zum Beispiel haben Sie es sich in den Kopf gesetzt, daß Ihr Garten schöner blühe als der meine ur das ist unmöglich." i Warum, Herr Major?" Weil weil ich besseres Erdreich habe als Sie! Es ist das erste Mal, daß ich Ihnen das verrathe. Aber es thut mir nachgerade leid, Sie so unnöthig sich abplagen zu sehen. Deshalb rathe ich Ihnen, abzulassen und mir den kleinen Trost in meinem einsamen Junggesellenthum zu gönnen, daß ich da Sie so viel anderes vor mir voraus haben den schöneren Garten besitzen." Ja, das könnte Ihnen passen! Wo ich doch gerade in meinem einsamen Wittwenthum keine größere Freude als meinen Garten kenne!" Frau Brunding lächelte schmollend und verließ die Hecke, an der sie bisher mit ihrem Nachbar geplaudert. Dieser Nachbar, der Major a. D. und Rentier Ventorp, brachte sie manchmal zur) Verzweiflung. Er war ihr immer um einen Schritt voraus, und in. den drei Jahren, die sie nun schon so dicht nebeneinander lebten, hatte sie ihn aufrichtig bewundern gelernt. Was immer der Mann unternahm, das gelang ihm! Er hatte das Land neben ihrer Villa gekauft und nach eigenen Plänen ein Haus darauf errichten, einen Garten anlegen lassen. Gerade vor drei Iahren ward alles fertig, und er zog ein, nachdem er noch die Balkons, die Veranda und Loggia mit einem Reich--thum hängender Blüthengewächse geschmückt hatte. In dem Garten hatte er nur einige alte Pappeln und Obstbäume vorgefunden; doch mit großem Geschick waren die Pappeln ein wenig zugestutzt worden, -so daß sie Zypressen glichen, und zwischen diesen hohen, schmalen Bäumen sprang über weiße Sandsteinstufen eine Quelle. Am Rande erhob sich wirkliches Zypressengebüsch unv eine Marmorbank schloß diesen den italienischen" Theil des Gartens ab. Weiterhin wuchsen Dutzende von edlen Rosen, ein Arkadengang von blauen Schlingpflanzen führte zum Hause, und überall auf unglaublich saftigem Rasen blühten Beete voll herrlicher Blumen. ' Aber meinen Spargel macht er mir doch nicht nach!" sagte Malve Brunding. Das ha! er von seinem ,bes-

seren' Erdreich! Spargel unv 2?aiai kartoffeln und knusperigen Salat alles, was er gern ißt das gedeiht viel besser auf meinem Sand, als auf seinem Mergel." Was Frau Malve aber nicht wußte, und was auch dem willensstarken Maior selber ein Gebeimniß war. das wußte jemand anders in der Stadt. Und dieser hatte es durch Zufall entdeckt. Frau Brunding war nicht nur eine vermögende, sondern eine recht ansehnliche Wittwe. Weißes, welliges Haar um ein rosiges, jugendliches Gesicht, eine Gestalt, die zwar nicht ganz einer hüftenlosen Sezessionsperson glich, aber doch schlank zu nennen war, und dazu ein heiteres Temperament, alles dies fand nicht nur der Major Bentor reizend, fondern der Doktor Weiß ebenfalls. Nun wollte aber die verständige Frau gar nicht mehr heirathen. Sie lud ihre verschiedenen Verehrer ebenso wie ihre Freundinnen und Verwandten abwechselnd zu Tisch und amüsirte sich damit, die Welt zu beobachten. Jeder hatte doch seinen Spähn," sie selbst ja nicht ausgenommen; und es war zu interessant zu sehen, wie jeder danach trachtete, diesen Spähn zu befriedigen. Der ihre war der gärtnerische Ehrgeiz! Auf Blumen- und Fruchtausstelhingen Diplome und Preise zu erhalten, das war ihre höchste Freude. Und nun schlug sie seit drei Jahren dieser unermüdliche Major auf allen Linien! Nachdenklich saß sie gegen Abend auf ihrer Veranda, als der Doktor Weiß erschien. Frau Brunding war zwar nie krank, aber der Doktor war doch ihr Hausarzt, und deshalb kam er zuweilen ungerufen mit heran. Frau Malve klagte ihm ihr Leid. Sie wisse es nun, der Major habe es ihr gesagt, daß fein Erdreich so viel besser sei als das ihre. Daher seine Erfolge! .'Ach Gott-bewahre!" sagte der Doktor. Na, was denn? Was wissen Sie denn davon, Herr Doktor?" Und nun erzählte er. Er habe einen Brunnenmeister in Behandlung, einen alten Mann, der das ganze Terrain in der Stadt und Umgebung kenne. Und der habe ihm anvertraut, daß warme Quellen unter dem Garten des Majors liefen. Diese seien es also, die den Garten so ungewöhnlich fruchtbar machten. Wenn Frau Brunding solche Quellen durch ihr eigenes Land leiten könnte, dann würde sie mindestens ebenso schöne Blumen und Bäume taben, wie ihr Nachbar. Uebrigens wisse aber kein Mensch davon, der Major auch nicht. Wie ist das möglich?" fragte Frau Malve, die zuerst ganz sprachlos zugehört hatte. Nun, der alte Brunnenbauer sagte, es seien ganz werthkose Quellen; vor dreißig Jahren hat man einmal das Wasser untersucht, es enthält aber nicht das kleinste Mineral, was die leidende Menschheit von den üblichen zwei Dutzend Krankheiten befreien könnte, wie das auch die schwächste Vadequelle rn der Regel thut auf dem Papier!

)as Wasser ist eben nur simples, lauwarmes Wasser." Frau Brunding versank in Grübeleien. Wegstiöitzen konnte sie doch dem Major feine Quellen nicht aber vielleicht konnte sie ihn überlisten. ' Das Betragen der schönen Wittwe war m den nächsten Tagen dem Major gegenüber merkwürdig verändert viel friedlicher und nachgiebiger. Der Major zog daraus den Schluß, baß sie sich doch noch zu überlegen beginne, ob sie seinen Werbungen nicht lieber nachgeben solle. Daß dies aber durchaus nicht der Fall war, sollte er noch erfahren. Die Zeit der jährlichen Badereise für den Major war gekommen, und er mußte, da seine Willenskraft" nicht ausreichte, um ihn fchlank zu machen, nach Marienbad abdampfen. Diese sechs Wochen benutzte .Frau Brunding für ihre ehrgeizigen Zwecke! Sie ließ den alten Vrunnenmeister kommen, dessen Adresse sie Doktor Weiß verdankte, und fragte ihn nach allen Richtungen hin aus. Da hörte sie denn, daß die Bohrungen, die vor dreißig Jahren ein Spekulant unternommen in der Hoffnung, eine heilkräftige Quelle ersten Ranges zu finden daß diese Bohrungen auch eine starke warme Ader auf einem unweit gelegenen Platz entdeckt hatten, der nur eine öde, häßliche Schuttabladestelle war. Denn natürlich," sagte der Brunnenmeister, trinken kann man das lauwarme Zeugs nicht, und das Geld zur Drainage hatte nicht jedermann." Drainage! Das war gerade, was Frau Brunding beabsichtigte! Sie kaufte auf der Stelle jenen wüsten Platz, hielt Besprechungen mit allerlei Fachleuten und Handwerkern und ließ Röhren legen, welche die warmen Quellen tu ihrem Garten leiteten. Und nun wurde eine unterirdische Drainage in dem Garien selbst gelegt. Das kostete ein Heidengeld! Denn alle die kleinen Gräben wmden überdeckt, so daß man von außen nichts von ihnen bemerken konnte! Und dann wieder grüner Rasen darauf! " Schon in diesem Herbst bemerkte der Major, daß die Blumen und Bäume seiner Nachbarin ungewöhnlich lange und reich blühten und trugen. Frau Malve lächelte vor sich hin. Sie wußte, im nächsten Sommer würde sie endlich ihren Konkurrenten schlagen;

denn nun hatte sie ja desselbe bessere Erdreich" wie er! Und obendrein hatte sie ihre Spargel- und Frühkartoffelbeete natürlich gelassen wie sie waren. Es kam wirklich so, wie sie gehofft hatte, im nächsten Jahr. Nun sagen Sie mir, gnädige Frau," sagte der Major zu ihr, ob ich nicht ein Muster von Liebenswürdigkeit bin! Sie haben mir sowohl auf der Mai-Ausftellung wie beim JahresPreisgericht alle ersten Preise weggeschnappt. Und dennoch bin ich nicht giftig, sondern verehre Sie mehr denn je!" m ..?," lächelte Frau Brundinn Sie sehen nun, daß cm ernster Wille selbst Naturgesetze überwindet! Ich wollte Sie in hortikultureller Hinsicht besiegen'..." Aber Sie haben mich ja schon längst in jeder Hinsicht besiegt! Strengen Sie nun noch Ihr Wollen dahin an, mich zu heirathen!" Das geht nicht, lieber Freund! Damit würde ich den Doktor- Weiß zu sehr kränken." Was? Was geht mich Doktor Weiß an? Äas geht er &ic an?" Recht viel! Ihm habe ich es nämlich indirekt zu danken, daß mein Garten jetzt dem Ihren gleichkommt." Ach! Bitte erklären Sie mir doch " Kommen Sie heut' zum Abendbrot herüber, dann erkläre ich es Ihnen. Der Doktor kommt auch." Am Abend kam der Doktor, und zwar wie gewöhnlich um eine Viertelstunde zu früh. Er hatte eine ähnliche Frage wie der Major an Frau Brunding gerichtet und ebenfalls eine ablehnende Antwort bekommen. Lieber Freund," hatte sie gesagt, ich kann Sie nicht heirathen, das würde den Major Bentorp zu sehr kränken." Was geht Sie der Major Bentorp an?" Recht viel! Seiner Konkurrenz habe ich doch eigentlich meine Erfolge zu verdanken. Uebrigens kommen Sie doch zum Abendbrot, Herr Doktor, der Major kommt auch." Und da faßen sie nun alle drei in dem reizenden Speisezimmer, das aus eine runde Loggia auslief. Die Loggia war beinah überwuchert von der blauen Schlingpflanze, die vom Garten . heraufkroch. Klimmende Rosen nickten dazu herein. Es war eine blühende Pracht ringsum, und die eiskalte Sektbowle schmeckte gut in solcher Umgebung, ebenso wie die selbstgezogenen Nierenkartoffeln und der splitterige Sälat. Frau Malve theilte während des Mahls dem Major das Geheimniß der Quellen und ihrer List mit. Sie war eben doch eine aufrichtige Natur. 'Und nun." schloß sie, ihr Glas erhebend, wollen wir in friedlicher Nachbärschaft weiter nebeneinander leben. Der Doktor baut sich ja jetzt ein Haus da drüben auf meiner rechten Seite. Und was unseren Familienstand betrifft, werthe Freunde, so glauben Sie mir nur, das Sprichwort hat schon recht ,heirathen ist gut, aber nicht heirathen ist besser!' Prosit, meine Herren!" '-Me beiden Herren machten gute Miene zum bösen Spiel. Was blieb ihnen denn auch anders übrig? Das Studinn .dcn Dauern verboten. Eine hessische Verordnung vom 12. September 1774 bestimmt folgendes: ES hat bisher die mehrfällige Ersahrung gezeigt, daß viele Söhne unserer Unterthanen sich den Studien gewidmet haben, ohne daß von ihnen überlegt worden, ob sie die hierzu behörige Fähigkeit und anderen erforderlichen Hilfsmittel besitzen, durch nichts anders als solchen Uebermuth und niedrig mißverstandenen Stolz ihrer Eltern gereizet, geschieht hierdurch, daß der Ackerbau und Profession vernachlässigt, unsere Kassen beständig mit Abgaben belästiget und andere von Jugend auf erzogene und zu Wissenschaften durch Talente bestimmte würdige Leute verdränget und in ihrem Berufe aufgehalten werden. Gleichwie Wir nun dieser übertriebenen Studirsucht

nach dem Beispiele unserer benachbart ten Relchsmltstande Emhalt zu thun uns bewogen, mithin hierdurch zu verordnen gnädigst für gut finden, daß Niemand von Bürgern oder Bauern seine Kinder von der gemeinen Hantirung ab- und zum Studiren erziehen lassen soll, er habe d.mn hinlängliche Bescheinigung von ihren Fähigkeiten beigebracht und unsere Einwilligung dazu erhalten, dergestalten, daß diejenigen, so sich demungeachtet ohne dieses zum Studium widmen werden, fchlechterdings weder zu einem Stipendio zugelassen noch jemalen sich Hoffnung machen sollen, in -unsere Dienste befördert oder angestellt zu werden." Erst im Jahre 1819 wurde diese Bestimmung durch folgenden Erlaß aufaehoben: Ludwig von Gottes Gnaoen, Großherzog von Hessen und bei Rheyn. Es besteht in verschiedenen Theilen unseres Großherzogthums ein Landesgesetz, welches den Bürger- und Bauerssöhnen das Studiren, sofern sie nicht eine besondere Erlaubniß dazu erhalkn haben, untersagt. Da jedoch kein Stand von der höheren Geistesbildung ausgeschlossen sein soll, so haben Wir uns gnädigst bewogen gefühlt, . vorgedachtes Gesetz andurch aufzuheben und zu verordnen, daß ein jeder unserer Unterthanen, der Talent und die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, ohne Unterschied des Standes und der Geburt zum Stu diren zugelassen werden soll."

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