Indiana Tribüne, Volume 28, Number 107, Indianapolis, Marion County, 27 December 1904 — Page 3
Indianer Tribüne, 27. Dezember 190'i.
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Aufstand auf Samar.
Präsident Rooscliclt selbst ans Weihnachten sehr bcschästigt.
Aogriff aus Neger zu Haucevillc, Ala. Meuchelmord bei Huutiugtou, Tampsbagger Aufstand auf Samar. Washington, 26. Dez. Sekre tär Taft erhielt auf seine Anfrage von Gouv. Wright der Philippinen folgende Auskunft über den Aufruhr der Pu. lajane auf Samar: ,,Jn Bezug auf Ihr Telegramm vom 21. d. M. bedauere ich sagen zu müssen, daß Gen. Corbin'S Bericht über den Uederfall und die Niedermetzelung von Kundschafter Abtheilungen zu OraZ und DoloreZ richtig ist. Die PulajaneS haben in letzter Zeit die West und Ostseite von Samar verlas lassen und sind auf der Ostleite aufge treten, die so gut wie ohne Hafen und während des MonsumS schwer zugäng lich ist. Vor einiger Zeit wurde Befehl ge geben, die DetachenmentS auf der Ost feite zu verstärken, aber unglücklicher Weife wurde dies durch den Schiffbruch eines Küsienwacbtsckiffes venvaert. das 100 oder mehr Konftabler an Bord hatte. Die Leute wurden gerettet. aber da ein anderes Wachschiff zu Hilfe geschickt werden mußte, blieben jene kleinen Abtheilungen zu OraS und De lores lfolirt und wurden vernichtet. Alle Stationen auf der Oftküste haben bedeutende Verstärkungen erhalten und wir schicken jetzt noch Leute dorthin Gen. Allen (Chef der Konstabler) reiste vor zwei Wochen von hier lM mla) ab, um die Leitung der Angele genheiten auf Samar persönlich zu Übernehmen. Ich schicke ihm noch mehr onullvier naqj uno veralte um V9Cii. Corbin. der. wenn notbwendia. UNS mit Truppen unterstützen wird. nIAXHnlr TOftütt. - JU5 a q t n ö i o n , zö. nezemoer. WeihnachtZ'Montag wl'.rde in der Bun deshauptftadt als' Feiertag beobachtet. Alle Erecutiv'DepartementS. sowie alle Privatgeschäfte waren gejchloffen. Der Präsident hatte weniger von sei nem Feiertage als mancher Privatbür ger. Er verbrachte beträchtliche Zeit in feinen AmtSrüumen und hatte eine Anzahl Unterredunaen. so mit dem ,,,,.x. ftflt, h,rr,n ytmtnlm ööö, -w-ir ' ' " miS, Generalpostmeister Wynne u. s. w. Angriff auf Neger. H a n c e v i l l e, Ala., 26. Dez. Während einer Weihnachtsfeier in einer Negerlirche zu StoutS Mountain wur den mehrere Schüsse in dieselbe gefeuert und eine Anzahl Neger verwundet, die anderen flohen nach allen Richtungen. Später fand man Hy. Jett, einen wei ßen Bergmann, todt neben der Kirche mit einem Revolver an der Seite. Man glaubt, daß er zu den Attentätern gehörte und von einem derselben zu fMItt erschossen wurde. Ein Bruder Jett'S und Ted. Black well sind unter dem Verdachte verhaftet worden, in die Affaire verwickelt zu sein. Ernennung. Washington, 26. Dez. Der Präsident hat H. WellS Harris zum Postmeister von Baltimore, Md., er nannt. Meuchelmord. Huntin g ton, W. Va., 26. Dez. Lucion und Jra LucaS, Brüder, wur Ü uuh jji.iuuyiw, ctiyucii, ms ic uuu der ttlrche zurückkehrten; Octavo AtkmS wurde tödlich verwundet. In ihrer Gesellschaft befand sich Frl. Martha Williams. Jra LucaS hatte einen Revolver noch fest in der Hand, als er gefunden wur de. Wahrscheinlich erwiderte er das Feuern des Meuchelmörders. Dynamit-Explofson. Chicago, 26. Dez. Bei Lock dort. 5ll.. wurden aus einem Damvf I ' - ' mm M der nnMtlm Won einer Dynamitpairme 3 Mann tödtlich I .mW aIm tf 4 A W T I 4 WamTaIaA Cam Uliv cttl uKkttv zut vcltkKl. Bagger wurde stark beschädigt. M s g r. A g 0 U i. c; rt cy r f I . t n Oft rn W " " u ...... . . fl. 1 nmr cw -f rr i'fi - c . or . ,gr. goui, rzvliqvs von Pllimo.ru und apostolischer Delegat für die Phi lippinen wird von hier in einigen Ta Qtn mit dem Damvfer Monaotta naS I " " , !f- c.:r z 2)lllNNll llvttlien.
Der vielbeschäftigte Präsident.
W. Ba. Explosion auf einem bei Lockport, Jll. Dampfer gestrandet. New York, 26. Dez. ES wird berichtet, daß ein unbekannter Dampfer bei Fire Island gestrandet ist. Das LebensrettungSkorpS von Fire Island ist demselben zu Hilfe geeilt. Später wurde durch die Lebensret tungsmannschaft bekannt, daßderDam pfer der Drumelzier ist, der gestern von New Jork abfuhr und nach Havre be stimmt war. H e l e n G o u l d. Ta rrytown, N. I., 26. Dez. Frl. Helen Gould veranlaßte ihrem al ten Gebrauche gemäß die kleinen Be wohner von Woody Erest, ihrem Heim ür Waisenknaben die Strümpfchen in der Weihnachtsnacht aufzuhängen. Als die Kleinen am Sonntag Morgen auf wachten, fanden sie, daß Santa Claus hre Strümpfe wohl gefüllt hatte mit Büchern, Kleidern, Spielsachen. Sü ßigkeiten u. f. w. Kassirer angeklagt. Bellefontaine, O., 26. Dez. Douglas Kenyon cm Kassirer der Russylvania.Bank, die im September allirte, wurde heute unter der An läge verhaftet, den Schatzmeister' des SchulfondS Wm. Stevenson veran aßt zu haben - 43 Stunden ehe die Bank fallirte $1100 aus einer anderen Bank nach der RussylvaniaBank zu übertragen. GelbesFieber. Washington, 26. Dezember. Gegenüber den Gerüchten, daß daS gelbe Fieber wieder auf Cuba einhei misch werde und daß die kubanische Re gierung die Vorsichtsmaßregeln nicht strikt durchführe, sagte heute der cuba nifche Gesandte Ouesada: .Die Sterblichkeitsrate auf Cuba hat seit Gründung der Republik stetig abgenommen. Nach offiziellen Dud en war die Sterblichkeit im Distrikt Havana in den letzten 4 Monaten wie folgt: August 19.42. September 18.24, October 17.31, November 16.60 auf das Taufend; auf der ganzen Insel 15.51 resp. 15.45, 13.40 und 14. Diese Zahlen sind mit den besten Staaten der Union und europäischen Ländern verglichen noch sehr günstig und sind nicht allein unserem auöge zeichneten Klima, sondern auch den gewissenhaften Bemühungen deS Cen tral'SanitäS'DepartementS von Cuba zuzuschreiben. E kamen keine Epidemien vor ge gen die Quarantäne erklärt werden mußte.Der Gesandte führt weiter ans, daß in Folge der schlechten Finanzlage manche Gemeinden nicht so Viel für Wasserleitungen, K'analisirung u. f. w. hätten thun können. Aber der Con greß von Cuba gehe im Begriffe ihnen zu Hilfe zu kommen. Weil einzelne Fälle von gelbem Fie ber in TexaS, Blattern in anderen Staaten vorgekommen feien, wäre es doch nicht recht, den Beamten dieser Staaten daraus ein Vorwurf zu machen. Aehnlich verhalte ' es sich. wenn auf Cuba emulne fiälle von gelbem Fieber vorkämen. Värenplage. San Francisco, 26. Dez. Kapitain Thwing vom Dampfer Ha rold Dollar, der von der Küste Sibi riens zurückgekehrt ist, berichtet, daß die Städte und Dörfer an der. Oftküste Kamtschatka s durch Hunderte von Bäten beunruhigt werden, dle vom Hunger aus den Bergen nach bewohn ten Gegenden getrieben werden. Zu Uökamfchatka, nahe der Stadt Petro.vavlovsk wurden 150 Bären an einem einzigen Tage geschossen. AuSColumdia. Washington,. Dezember. Russell, der amerikanische Gesandte in Bogota, Columbia, meldet, daß in Bogota 3 Mitglieder der Opposition de? unteren HauseS deS letzten Con gresseS verhaftet wurden, weil sie An griffe auf die Regierung gedruckt ver breiteten. Die gegenwärtige Regierung, sag Ruffell, flöße Vertrauen ein.
Schneesturm. Vieh nicht in Gefahr.
Omaha, Neb., 26. Dez. Ueber dem Indianer Territorium, KanfaS, Nebraska und dem westlichen Iowa herrscht ein Schneesturm. Der Wind st äußerst heftig und das Quecksilber steht nahe dem Nullpunkte. In Omaha sind etwa 1000 Tele phone unbrauchbar. Viehzüchter erklären, daß Vieh nicht n Gefahr ist, da dasselbe in auSge eichnetem Zustande und im Stande ist der Kälte zu trotzen. Kalte Welle. Washington, 26. Dez. Die Berichte an das Wetterbureau zeigen. daß die erste entschieden kalte Welle vom Ostabhange der Felsengebirge südöstlich geht. Heute Morgen ist die Temperatur unter Null in der Takota. im weft ichen Wyoming und von Havre, Mont., wird gar ein Minimum von 30 Grad gemeldet. ZugskoMsion. 7 Mann getödtet. P r ine ton, Ind., 26. Dez. Fünf Meilen westlich von Carmel, nahe Maud'S Station stießen der Passagier zug. der am Sonntag Abend um 9 Uhr St. Louis verließ, und der Zug der um die gleiche Zeit Louisville derieß, um 3:45 Uhr gestern Morgen mit voller Wucht aufeinander. An der UnglückSstätte macht das Geleife eine charfe Kurve, sodaß die Lokomotiv führer die Gefahr erst im legten Augen blicke bemerkten. Getödtet wurden: Albert P. Bowen, Lokomotivführer, Princeton, Ind.; Charles Hütte, He! zer, Princeton, Ind.; Homer D. Hogan, Pofl'Clerk, Georgetown, Ind.; William Undersood, Sectionsvor mann, Underwood, JllS.; Henry Oa in, Bahnarbeiter, Tennhfon, Ind.; John Hudson, Bahnarbeiter; Charles Schmidt, Kohlengräber, Centralia, Illinois. Verletzt sind: C. D. Minier, Albany, Ind.; W. H. Beatty, Conducteur, Louisville, Ky.; N. G. Mitchell, Post.Clerk, St. Louis, Mo.; E. B. McNeely, Jour nalist, Princeton, Ind.; I. A. Mc Williams, St. Louis, Mo.; Joseph Löwe, Signalman; Henry Austin, SectionSvormann, Tennison, Ind.; A. OskinS, Bahnarbeiter, Tennison,Jnd.; Eugene Carlton, Arbeiter, Dale, Ind. Frau I. Schweidtfeger, St. Louis, Mo.; W.-A. Cmall, St. Louis; Ed. ward Bogt, Louisville, Ky.; C. F. Pearssn, Princeton, Ind.; I. Hör man, Louisville, Ky., Vivian Higgin botham, French Village, Jll.; George Geiec, EvanSville, Ind.; William F. Kempt, JohnSburg. Ind.; John Faice, Centralia, Jll.; Thomas Bush, Centralia, Jll.; Mordecai AmoS, WinSlow, Ind.; Frau M. I. Beck, St. Louis, Mo. und George New meister, St. Louis, Mo. Beide Lokomotiven sind vollständig zertrümmmert; 2 Personenwagen ver brannten. . . Der Unfall soll dadurch herbeige führt worden sein, daß bei Brown's Crossing ein falsches Signal gegeben wurde. Kapelle abgebrannt. New York, 26. Dez. Die Ka pelle von SailorS Snug Harbor, einem Heim für arme Matrosen, ist abgebrannt. Der Schaden betrügt S75.000. Die Kapelle- war durch ihre Orgel und ihre gemalten Fenster bekannt. Ermordet die Tante. PortHuron. Mich., 26. Dez. Geo. Bearß, der heute zu Flint ver haftet wurde, hat, wie Sheriff David son sagt, sich als Mörder seiner Tante, Frau Abel Brown bekannt. Die Leiche Frau Brown'S wurde letztm Freitag in ihrem Heim auf einer Farm nahe Benville mit eingeschlagenem Schädel gefunden; auch zeigte fie mehrere Mes serftiche. Bearß soll -behauptet haben, er sei von Leidenschaft für seine Tante besessen gewesen. D o v i e. Chicago, 26. Dez. John Ale xander Dowie mit seinem ganzen Heere von Zion City kam gestern nach Chi cago und eröffnete das Tabernakel an Michigan Ave. und 16. Straße. Bei Dowie befinden 'sich die ZionGarde, die Zlon'Kapelle und der ZkonChor von 500 Stimmen.
Explosion. Beträchtlicher Schaden.
F i n d l a y , O., 26. Dez. Das Magazin der Bradford Glycerinwerke, nördlich von hier, das 1000 Quart Nitroglycerin enthielten, flogen heute in die Luft. Die Explosion erfchüt terte die Gebäude dieser Stadt und richtete in der Umgebung des Maga zinö beträchtlichen Schaden an. Zerrissene Kleider, die auf dem Schauplatze der Explosion gefunden wurden, geben zur Annahme Anlaß, daß ein Unbekannter getödtet wurde. Kohlentransport. s P i t t S b u r g, Pa., 26. Dez. Bei 9 Fuß im Ohio gingen heute 2, 000.000 3,000,000 Bufhel Kohlen nach Süden. Wenn der Fluß morgen auf 12 Fuß steigt, werden Schiffe mit 12 Millionen Bufhel Kohlen, die im Hafen auf höheren Wafferstand war ten, die Reife antreten. Kohlenland. Greensbburg, Pa., 26. Dez. ES wird bestätigt, daß die H. C. Frick Coke Co. 1000 Acres Kohlenland bei Connellsville für S1,000,000 kaufte. ES soll dies das letzte Stück Kohlenland gewesen sein, daS in jener Gegend im Besitze unabhängiger Personen war. Die Frick Co. ist ein Theil der United StateS Steel Corpzration." Chadwick.Fall. Albany, N. Y., 26. Dez. Dem Sheriff Barry von Cleveland, O., wurde ein Befehl für Auslieferung Dr. Leroy S. Chadwick'S verweigert, weil das Gesuch nicht nachwies, daß Chad wick am 5. März 1903, an welchem Tage die Fälschung der Unterschrift Andrew Carnegie's erfolgt sein soll, im Staate Ohio war. Chadvick ist gemeinsam mit seiner Frau dieser Fäl schung angeklagt. Sheriff Barry reiste nach New York weiter. s Der sonderbarste Fabrikant den es wohl jemals gegeben hat, starb im Jahre 1874 in Paris. Er fabrizirte nämlich merkwürdige Thiere und Menschen. George Femorus hieß der sonderbare Herr, der sein größtes Vergnügen daran fand, die Natur zu entstellen und lächerlich zu machen. Ihm verdanken wir die Erfindung der Kühe mit fünf Beinen, der gehörnten Ratten, der Hähne mit haarigen Sporen, der zweischwänzigen Schlangen, der zweiköpfigen Kälber u. s. w. Eines Tages faßte Fem?rus den Entschluß, sich auch an Menschen zu vergreifen. Er stahl ein zweijähriges Kind und suchte ihm auf seinem Rücken Schwanenflügel wachsen zu lassen." Das geschah in Trotzes lm Jahre 1854. Er wurde da für zu fünf Jahren Gefängniß verur theilt. Nachdem er seine Strafe abgebüßt, übte er seine Kunst nur noch an Leichen. Er fertigte Kinder mit drei Beinen und vier Armen und verkaufte sie an verschiedene anatomische Museen der Provmz und des Auslan des. Endlich kam er auf die Idee, sich selbst zu verwandeln; er suchte sich einen Hahnenkamm an den Kopf anzunähen. Infolgedessen bildete sich jedoch em Ab szeß, und Femorus erlag nach vierzehntägiger Krankheit den Wundendie er sich selbst beigebracht hatte, um einen menschlichen Hahn darzustellen. Ein Prozcstsüchtigcr Dauer kam zu dem Lehrer seines Dorfes mit der Bitte, er möchte ihm doch beibrinaen. dak er bei Gericht seinen Namen zu schreiben vermöge, und sich deshalb mcht schämen mujse; denn er laye jedesmal.' dak die jüngsten Leute es könnten, und da äraere es ibn unaemein, daß er es nicht könne. Aber de? Namenszua solle anz kurz und deutlich sein, denn die vielen Striche aufwarts und abwärts könne er nicht mehr in seinem alten Kovfe bebauen. Der Lehrer, ein lustiger Kopf, war sogleich bereit und fragte den Alten: Kannst Du eine Null machen?Ja freilich!" war die Antwort des Bauern. Kannst Du auch ein Kreuz ma cken?" Das kann ich auch," bestätigte der Bauer. So, hier ist Papier, auch Feder und Tinte. Nun vrobir's!" Und der Bauer malt die Null und das Kreuz daneben, also: 0X. Ausgezeichnet! Schreib' nur immer so unter das Protokoll, dann wird jedermann Dich sofort erkennen! sagte der Lehrer. So hatte der prozeßsüchtige Bauer im' Handumdrehen seinen Namen schreiben gelernt. Sörtzste evltvtullieit. Ein Professor ist abgestürzt und sitzt in einer Felsenspalte. Nach einiger Zeit stürzt auch ein anderer Professor ab und fällt in die nämliche Klamm. Nachdem sich die Beiden begrüßt, fragt nach einer Pause der zuletzt Abgestürzte: Und" wie lange gedenken 'Sie, Herr Kollega, hier zu bleiben?
Blinde Hcffcn und Schwaben. Noch immer hört man gelegentlich die Redensarten Blinder Hesse" oder Blinder Schwabe"; namentlich die erstere wird eft gebraucht. Das Wo?! wurde lange Zeit hindurch auf eine vermeintliche körperliche Besonderheit der Hessen und Schwaben zurückgeführt. Noch im 16. und 17. Jahrhunoert war nämlich der Glaube verbreitet, daß die Hessen und Schwaben blind zur Welt kämen und neun oder zehn Tage nach der Geburt blind blieben. Sogar in dem Buche eines Arztes aus Basel, erschienen 1584, findet sich in vollem Ernst die Bemerkung, es sei schwäbische Art, daß die Menschen nach der Geburt wie die Hunde neun Tage blind liegen." Eine andere Erklärung, die allerdings nur auf die Hessen paßt, hat der 1794 gestorbene ausgezeichnete Historiker Justus Möser gegeben. Die Hessen," sagt Möser. hießen ehemals Katten oder Khazzen, und es ist sicher eine Anspielung auf die blinde Geburt der Katzen, daß man die Hessen, die sich ja nicht weniger scharfsichtig erweisen, als irgend ein anderer deutscher Volksstamm, mit diesem Prädikat beehrt hat." Der Wahrheit näher dürfte man kommen, wenn man sich der in Schwaben, Hessen und Bayern in wechselnder Ueberlieferung, verbreiteten Sage von den Welsen erinnert. Wer den Namen Welf hört, denkt in der Regel nur an das bekannte Fürstenhaus dieses Namens. Wels" ist aber ein althochdeutsches, auch im Mittelhoch deutschen gebräuchliches Wort, das junges Thier" bedeutete. Hauptsächlich wurde es für junge Hunde angewendet. Sowohl in Hessen wie in Schwaben ist nun die vielfach variirte Sage von der Mutter zu Hause, die zwölf (auch sieben) Knäblein zur Welt brachte, die, weil die Muter sich furchtete oder aus irgend einem anderen Grunde, für blinde Welfer" ausgege ben, gerettet und die Stammherren her vorragender Geschlechter wurden. Mit dieser Sage hängt vermuthlich nicht blos die Anwendung des Wortes blind" auf den ganzen Volksstamm zusammen, sondern auch die Bedeutung, die das für junge Thiere gebrauchte Wort gerade als Fiirpenname erhielt. Gedankensplitter. Wie wenig Jemand Geift hat, sieht man oft daran, wie oft er begeistert ist. Am Grabe der Mutter wird Jeder noch einmal Kind. Der Todsetzt seinen Gedankenstrich ost mitten in den schönsten Satz eines LebenS. Der Götter spottet Mancher, der vor Götzen kniet..
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