Indiana Tribüne, Volume 28, Number 107, Indianapolis, Marion County, 27 December 1904 — Page 1

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Erscheint jeden Nachmittag. Jahrgang 23. Indianapolis, Ind., Dienstag, 27. Dezember 1904. No. 107. i . 1 i i

Ausschreitungen in Nußland und Polen.

S .t. Petersburg, 27. Dez. Berichte über Aufruhr in Polen liefen heute hier ein. Zwei Eisenbahn. Brücken wurden in Redom zerstört und General Gildky wurde getödtet. AuS CHmstockZ Wird über einen Ver. such, da? Standbild Alexander II. zu zerstören, gemeldet, Dhnamiipatronen wurden unter dem Monumente zur Explosion gebracht, glücklicherweise wurden jedoch nur die Treppenstufen beschädigt. Der übrige Theil der Sta. tue wurde unberührt befunden. In Riga und Baku fanden Arbeiterkra. walle statt. Unfall oder Verbrechen? Heute früh kurz vor drei Uhr wurde ein unbekannter Mann auf den Eisen bahngeleisen nördlich von der Maffachulettö Ave. in seimem Blute schwim. inend aufgefunden. Der Unbekannte ist ein Mann von etwa 55 Jahren, 5 Fuß 6 Zoll hoch und sein rechtes Bein ist, wahrscheinlich durch einen Hüftenbruch, vor Jahren schon,etwaS verkürzt. Der Mann, welcher der Polizei die Nachricht übermittelte, daß der Unbe kannte zwischen den Geleisen lag, glaubte, daß derselbe betrunken sei. Geistige Getränke scheint jedoch der Todte nicht zu sich genommen zu haben. Eine drei Zoll lange Wunde am Hinterkopf, die einen Schädelbruch derursachte, eine Wunde an der Stirne, sowie auch Quetschungen an der Brust deuten auf einen Eisenbahnunfall hin. die Lage jedoch, in welcher der Todte aufgefunden wurde, scheint dieser An ficht zu widersprechen. Deputy'Eoro ner Dunlavv. sowie auch einige der Polizeibeamten, find der Anficht, daß der Unbekannte von einem vorbeifah renden Zuge fiel. Die Leiche wird für Identifikation gehalten. Kaltes Wetter im Anzüge. Eine kalte Welle, die aller Berech Ais . nung nach yeute Aoeno yler na) m aller ihrer Schärfe bemerkbar machen sollte, wird wahrscheinlich mit einiger Verspätung eintreffen. Die vom Wet terbureau gemachten Observationen versprechen uns Glatteis oder Schnee für heute Abend und morgen, entschie den kälter während der Nacht,mit einer kalten Welle im Gefolge. Um diese Voraussagung wahr zu machen, muß das Thermometer bis auf 10 Grad fallen; die Temperatur muß also bi5 morgen früh um 20 Grad kälter sein. Heute um 7 Uhr zeigte das Thermometer 53 Grad. Aus Chicago wird ein starker Temperatur Wechsel gemeldet. Die Seitenwegesehen wie gefrorene Ströme aus, über welche die Fußgänger hinweg kriechen mußten. um eben sich vor dem Fallen zu bewah ren. Viele Unfälle, welche auf das Glatteis zurückzuführen find, werden von dort gemeldet. Die Hochbahnen konnten dieser Eis krufte halber den Verkehr nicht aufrech erhalten und taufende von Leuten waren gezwungen, sich zu Fuß von und nach der Arbeit zu begeben. Ein Blizzard wird vom ganzen Nordwesten gemeldet und die Temperatur war nahe Nullpunkt. Auch aus dem Osten wer den ähnliche Temperaturwechsel gemel det. Fort W a y n e, 27. Dez. DaS neue Majestic Theater wurde heute Morgen etwas nach 6 Uhr durch Feuer zerstört. Der Verlust wird auf etwa $30,000, völlig durch Versicherung ge schätzt. Evans G. Baker, 23 Jahre alt aus Grand RapidS, Michigan gebürtig, stellte fich gestern Nachmittag dem Ver. Staaten Beamten Warner als Deser teur. Er entfloh am 6. November aus San Houston, Tex. und machte fich auf die Reife nach seiner Heimath, später jedoch stellten fich Gewissensbisse ein, so daß er fich hier dann auslieferte.

Das schönste WeihnachtsGeschenk. Stumm seit Jahren, findet ein junges Mädchen die Sprache wieder.

will moirn P?,,t!?r baben." WO" v MI "j Diese so einfachen und doch so inhaltS schweren und bedeutungsvollen Laute waren es, die einer ganzen Familie am Weihnachtsabende wie ein Geschenk vom vlmmel er cvlenen. Vas lunae .'caoched, welches den Ruf ausstieß, Frl. i Emma Rogers, Tochter von Frank Rogers, 701 Süd Illinois Str., war selbst ebenso erfreut und überrascht wie '.ihre Familienmitglieder. Das unge Mädchen steht jetzt im 25. Lebensjahre und hatte bereits seit 12 Jahren keine Silbe mehr gesprochen. Damals erkrankte Fräulein RogerS an der Grippe; die Krankheit raubte ihr das Sprachvermögen. Obgleich ihr Vater Geld und Gut nicht scheute und die besten Aeerzte der Stadt und des Staates heranzog, so konnte ihr doch einer derselben Hellung verschaffen. Selen" am Grabe der Mutter stand das Zunae Mädchen im letzten Mai stumm, in Thränen gebadet, unter den üdnaen trauernden ffamulenanaedört' gen, die in Worten ihrem Leide Au? druck geben konnten. Am Weihnachtstage aber hielt der Vater seiner Tochter, weil ihm ein jun aer Mann, mit dem fie aina. nicht aefiel, eine Standrede und die Ausregung war fo groß, daß das Mädchen hyste risch wurde. Plötzlich stieß sie einen Schrei aus, den ersten Laut, den man seit ihrem 13. LebeuSjahre von ihr hörte und dann die Worte: Ich will meine Mutter Haien!" Dr. Judfon D. Moschelle, 626 Süd Meridian Str. wurde herbei gerufen und er gab der jungen Dame Medika. mente, um eben die Aufregung zu dämpfen und die Spannung zu lösen. Jbre Stimme ist jetzt stark und glockenrein, bester sogar, wie sie vor ihrer Krankheit gewesen. Nach Anficht des Arztes ist die Heibetrachten. Ein im.:AMAiA.rA.Mi v:r I : . ' ' hätte wohl Niemand dem Zungen Müdazen uno lyrer amiue maazen rönnen. JC ... w 'f . i ,f , Ansilesernng verlang!. Gouverneur Durbin hat die Behör den von Syracufe, N. ?)., um Austte lerung oes owars onayue mucyr. P l Tc . I f I der des Mordes angeklagt ist. Er soll Arthur Nothrup aus Benton Harbor, nachdem er ihn in einen Wagen gelockt, erschossen und dann dessen Leichnam in den Calumet-Fluß geworfen haben. Donahue wurde eine Zeit, lang ver. geblich durch ganz Jndiana und einen Theil von Michigan verfolgt. 4. Ontttfp frtffflit A .' -ri-ll'" A zrau om,e Plannn gev. Slymld, naro am coniag Aoeno im vmer von im...i mt. .l ... 75 Jahren in der Wohnung 310 West Vermont Str. Die Greifin war in den weitesten Kreisen unserer Stadt weruzgelqasr uno auöer ven Mwanv. ten werden viele ven Tod der braven Frau betrauern. w rx. M sle wuroe int ayre ibm tn Brackenheim, Württemberg, geboren und kam im Jahre 1354 nach Amerika. Im Jahre darauf wurde fie mit Herrn Theodore Pfafflin getraut, der ihr vor nahezu öd Javren tm Tode voran ging. Sie that viel im Dienste der Wohl. thättgkeit und gab mit milder Hand. " Sie" hinterläßt die Kinder Herman und Henry Pfafflin, Frau R. M. Müller und die Geschwister Friedrich und Amalie Schmid und Friederike Dietz. Der Lahrer Sinkende Qote sowie der NeaenSbnrner Marien Kalender für 1905 ---- -"--U--! find durch unsere Ofstce zu vezteyen. .

Ein schönes Fest. Die WeihnachtS-Feier im Mannerchor.

In den Räumen der Männerchor Halle wurde Sonntag Nachmittag Weihnachten in echt deutscher Weise durch Bescheerung der Kinder begangen Der DamenVerein des MLnnerchor katt - 'nn? st?!S hoim TOtfiTimMS.ftin 4Jk4W IV IV VVtltt VWtlil' (j die Anordnung der Einzelheiten sinnig und ' eindrucksvoll arrangirt. Echt weihnachtlich waren die Festräume für die Gelegenheit geschmückt. Hell schim werten vle limsaroenen -emn am Ehristbaum, der als der Vorhang em porrollte auf der Bühne erschien, aber noch viel heller wie diese schien die Freude der Erwartung aus den Augen der glücklichen Kinderfchaar, welche kaum den Augenblick an dem die Be scheerung erwarten zu können schien. Ihre Ungeduld wurde auch auf ine nicht gar zu länge Probe gestellt. Denn zur bezeichneten Stunde ertönte das Signal, das die Kinder in den Fest saal- berief. Die Herren Sänger vom Männerchor sangen einige passende Chöre und dann konnte man auch seine Freude an den hellen Stimmen der Kleinen haben, denen Frau Adam so bübscke Lieder au lebren weiß. Der herbeigesehnte Augenblick der Geschenk vertbttluna an die Memen war nun gekommen und der helle Jubel derbe glückten Kinder entschädigte wohl die Damen des Männerchor für all die ge habte Mühe in vollstem Maße. Die Erwacklenen aber sonnten fich in der Freude der Kinder, der fie in die eigene Jugendzeit mit all ihren Erinnerungen an köstliche Weihnachtsfreuden zurück führte. Nun begann die Bewirthung der Kinder mit leckerem Jce Cream und würnaem Kucken während der Saal zum Tanze geräumt wurde, bei dem sich Zuna und alt in ungetrübtem Froh sinn erging. Schiller Loge Veranstaltet ein schönes WeihnachtSfest. Sckiller 9tsnt No. 2 der NvtknaS miitr fistt fstr ro.slfBllnsl des Weihnachtsfestes bestens Sorge getra. - i " gen und die Germania Halle zum SAöllnrstfe wr,Ifim stu5,fs.w Das ' v i- - et heut. Dienstag Abend, 27. Dez. statt, und wer einen vergnügten Abend verleben will, sollte nicht fehlen Eine schlechte Weihnacht. Am frühen Weihnachtsmorgen ver , . hafteten Sergeant Warren und 4 Po lizisten im Hause 3505 Vrospect Str. 9 Männer die angeblich mit einem Po kerspiele fich unterhielten. 7 der An wesenden entkamen. Eine ganze Menge Spieler.Paraphernalia und S21 wur den beschlagnahmt. Die Polizisten be wachten die Fenster und der Sergeant klopfte an die Thüre, Einlaß begehend. urqelnanoer soigie, ou Scanner m.. r. i c p i t. ri L..r..xi.H v..a vr. c.n. . 4 uciuiyuH, uuiuy uic ucujict cui weichen, welches auch einiaen derselben ka .während die Uebriaen feftae 1 " " " nommen wurden. Ed. McKinnev. der angebliche Eigenthümer deö HaufeS, wurde mit S100 und Kosten bestraft. tt gppellirte, während die Besucher je mi e5 nebst Kosten davonkamen. Abnahme der Blattern. Vermuthete Blatternfülle werden jeden Tag dem Gesundheitsamt berichtet. es stellt fich aber meistens heraus, daß es nur Frieseln find. Seit einigen Wochen ist die Stadt gänzlich . ohne Blattern gewesen; es find überhaupt in diesem Winter viel weniger Fälle be richtet worden, als in anderen Städten von gleicher Größe. Man schreibt diese allgemein befrie digende Thatsache der Impfung, außer dem aber auch der streng durchgeführ ten Aufficht zu. Der städtische Gesundheittbeamte macht selbst viele Besuche, und Jedem in der Stadt, welcher einen Arzt in einem Blatternfalle . zu consultiren wünscht, wird ein solcher auf. städtische z Kosten zugesandt.

Am Weihnachtsabende der-schwanden.

Der Welhnachtstag wird Aodre A. Purvis, einem Polirer, 1025 Nelson Str., noch lange im Gedächtnisse bleiben, seine Frau verschwand ibm nämlich auf mysteriöse Weise und der Mann war untröstlich. Purvis hatte alle Vorbereitungen getroffen, mit seiner grau und seinen zwei kleinen Kindern einen schönen Weihnachtsabend zu der bringen, und die ganze Familie freute sich auf das ihm bevorstehende Fest. Seine Frau war ünter ärztlicher BeHandlung. Als er am Weihnachts Abende heimkehrte, war die Frau der schwunden. Purvis weiß sich keine Erklärung ihrer Abwesenheit zu geben, glaubt aber, daß sie vielleicht in einem Anfalle von Geistesgestörtheit davonging. Der arme Mann bat die Polizei fie hentlichst, ihm bei der Auffindung sei ner Frau, die er bereits bei allen Verwandten und Bekannten vergebens suchte, nach besten Kräften behülflich zu sein. Die Kinder sagten, daß fich die Mutter zu einem Ausgange anzog, fie alle Adieu küßte und ihnen unter Vorzeigung eines Eifendahnbilletes sagte, fie wolle verreisen. Weihnachtsbaum brennt ab. Ein kleines Feuer gestern richtete in der. Wohnung von D. W. Maroneh, M m . vco. 52ö WN Vermont fetr., emen nominellen Schaden von $25 an. Der Weihnachtöbaum brannte und man nimmt an, daß das Feuer durch Niederbrennen einer Kerze entstand. Die Vorhänge, sowie auch der Teppich des Zimmers wurden theilweise beschädigt. Die Nadeln des BaumeS brannten wie Zunder.Scheidungsklage. Daisy Smith reichte gegen Earter Smith eine Scheidungsklage ein. Sie verlangt 500 Alimente. Angeblich eignet Smith Eigenthum im Werthe von $1000 auch hat er aus seiner Eon ditorei noch $24 per Woche-Einkommen Sie giebt an, daß er sie nicht recht be handelte, daß er sie ohrfeigte und mit einem schweren Riemen züchtigte. Auch hat er ihr Leben bedroht, wie sie an giebt. Der prügelnde Kosakens eneral. Dieler Tage kam in Tiflis ein Pro zeß zur Entscheidung, der nicht nur in der medlnmschen Welt, sondern auch in der gesummten russischenGesellschaft täfe Empörung hervorgerufen hat. Es handelt sich um das Verprügeln des Doktors Sabussow durch den General Kowalew, der auf Dr. Sabussow eifersüchtig war, seinem Burschen am 27. März den Befehl ertheilte, Ruthen anzuferttgen und vier Schreiber aus der Kanzlei der Kosakenbrigade in feine Wohnung, zu bestellen. Hierauf lies; er durch seinen Diener den Doktor holen, als wenn er dessen Raths bedürfe. Als der Arzt erschien, bot ihm General Kowalew einen Trunk an, und dann traten auf emen Wink des Generals sieben Kosaken in's Zimmer, die den Arzt auf Befehl des Generals auszogen und hierauf in der fürchterlichsten Weise durchprügelten. Die vier Tage nach dem Vorfall vorgenommene ärztliche Besichtiguna stellte fest, daß Dr. Sabussow in rer furchtbarsten Weise mißhandelt worden war und sein Körper 42 Spuren schwerer RutheMebe auswies. General Kowalew gab zu, feineMachtbefugniß überschritt ten zu haben, stellte aber eine absichtliche Mißhandlung des Arztes in Abrede. Irgend welche Aufschlüsse über das Motiv seiner Handlung verweigerte er. Da unter Anderem Telegramme der Generäle Kuropatkin und Subbotisch vorlagen, die dem Angeklagten das beste Zeugniß ausstellten und um tfne Milderung des Urtheils deö Kriegsgerichts baten, sprach das Gericht den Angeklagten nach vierstündiger Konferenz einer Ueberschreitung seiner Machtbefugniß und der MißHandlung schuldig, erkannte aber Mil derungsgründe an und beschloß in AnWendung deö letzten Manifestes, den General vom aktiven Dienst auszuschließen, ohne ihn seiner Würde zu entkleiden. Richtiger wäre es gewesen, den prügellustigen Kosakengeneral m die Mandschurei zu schicken, wo er seine Schneidigkeit in allgemein nützlicher Weise hatte bethätigen können.

Weihnachten im Indianapolis

Liederkranz." Im Indianapolis Liederkranz" hielt Sonntag Abend Santa Claus seinen Einzug. Saal und Balcon der Germania Halle waren von einer dicht gedrängten Menschenmenge besetzt, als die Weihnachtsfeier mit ihren mannigfachen Überraschungen Abends 8 Uhr ihren Anfang nahm. Das war ein Fami limfest im wahren Sinnendes Wortes, eine echte deutsche Feier voller Gemüth lichkeit und reichhaltig an Freude für Jung und Alt. Ein gutgewähltes Programm kam zur Durchführung. Die Halle war für die Feier in der schönsten Weise de corirt worden. Der große, prächtig geschmückte und im strahlenden Lichter schmucke erglänzende Weihnachtsbaum, hatte dieses Mal, entgegen früher ge pflogener Gewohnheit, denselben inmitten des Saales aufzustellen, seinen Platz in eine.- Ecke in derNähe derBUHne gefunden. Zwei große, schwirrende Glücksräder sorgten dasür, daß ein jeder, der sein Glück sür wenige Cents einmal Probiren wollte, eine fchöne Gabe erhielt und es kamen hübsche werthvolle und nützliche Gegenstände zur Verloosung. Der Andrang zu den Glücksrädern war groß, 'kein Wunder, denn die ausgestellten Geschenke mußten ohne irgendwelche Lobpreisung dazu locken. Nun wenden wir uns zu den zur Feier des Tages" fiattgefundenen Aufführungen. Die Einleitung hierzu machte die vom Sängerchor hübsch vorgetragene Kreutzer'sche Compofition Dies ist der Tag des Herrn". Reicher Beifall lohnte die Sänger für das exact ausgeführte Ulnd jedenfalls passend gewählte Lied. Herr Riegner erfreute die Zuhörer sodann mit einem V.iolin-Solo Ave Maria" von Kounad mit. KlavierBegleitung seitens des Fräul. Küchler. Nicht enden wollender Applaus ehrte auch hier beide Vortragende und wir find gewiß, daß Niemand dagegen ge steuert hätte, wenn eine Wiederholung stattgefunden hätte. . Hierauf gab Frl. Küchler einen treff. lichen Klavier.Vortrag, betitelt Weih. nachts . Meditation". Dies in jeder Beziehung von der Debütantin genuß reich vorgetragene Musikstück, welche für diese Feier gar nicht besser gewählt werden konnte, versehlte,nicht, auf die Zuhörer den stimmungsvollsten Ein druck zu machen. Großer Beifall war deshalb auch hier die natürliche Folge. Nachdem die Kinder die schö nen Weihnachtslieder O Tannen bäum" und Stille Nacht" gesungen, erfolgte die von denselben sehnlichst her beigewünschte Vertheilung der Geschenke. ES wurden im Ganzen ca. 350 Prä sente vertheilt. An den strahlenden Gesichtern der Kleinen konnte man so recht sehen, wie hoch beglückt sie waren und lustiges Treiben und Spielen ka men jetzt zu ihrem Rechte. Um 11 Uhr begannen dann osficiell Tanz und gemüthliche Unterhaltung, welche dle Theilnehmer in frohester Stimmung bis z vorgerückter Stunde beisammen hielt. So schloß denn diese für jeden daran Theilnehmenden genußreich verlaufene Festlichkeit. ' Dem Ccinite aber, das in allen Thei len feine Wivität bewies, gebührt für Alles und von Allen der herzlichste Dank. ES hatte keine Mühe und Ko sten gescheut, den Abend zu einer der erfolg- und genußreichsten der bisher im Liederkranz stattgehabten Vergnü gungen zu gestalten. yolizeiliches. Mary Miller, aus Millersville kam am Weihnachtstage mit ihrem Manne nach hier und betrank fich so unge heuerlich, daß fie nicht länger auf den Beinen zu stehen vermochte. Sie fiel in einen Wassertümpel und ihr ebenfalls beduselter Mann, ging unbekümmert von danmn und ließ fie dort liegen, so daß fie der Polizei in die Hände fiell Raucht die BONANZA.

Nackrickten aus jndiana.

E V a n S v il l e. Neger I. Mack beging, nachdem er Fanny Jackson durch einen Schuß tödtlich verwundet. Selbstmord durch Ertrinken in einer Eisterne, in welche er sprang. N a s h v i l l e- Der frühere Vor' fitzende des republikanischen Central Comites von Brown County und hiesi ger Postmeister M. T. Pollng candi. dirt als JointSenator in den CovN' ties Brown, Monroe und Greene. Nashville. Gerald, der acht' jährige Sohn von Wm. und Maude RogerS, wurde kürzlich durch einen Schuß-getödtet. Henry Queen, ein 14.jähriger Knabe, war der Attentäter; er wurde dem Gefängnisse überliefert. Lafayette. Seitens der Star Eity Poultry Association" wurde für 23. bis 23. Januar k. I. eine Geflü' gel.Ausstellung angesetzt. Ein PreiS Catalog mit 125 Preisen sür die besten Ausgeller ist bereits zur Aüsgabe ge. langt. R u s h V i l l e. Nach alter Sitte haben Herr und Frau Jaöper A. Case, die reichsten Bürger unserer Stadt wie derum zur Weihnachtszeit 100 bedürf' tige Arme mit Kleidungsstücken auSge stattet und viele Herzen glücklich ge macht. Marion. Zwischen John Kussey und N. O'Donnell, 2 Insassen deS Soldatenheims, kam es zum Streit, der damit endete, daß Ersterer sein Messer zog und O'Donnell schwer ver wundete. Kussey wurde wegen ver suchten IMortS dem Gefängniß über. wiesen. South Bend. Electrische Straßenbahnwagen konnten wegen Re gen und vageljazauer leine Fahr. ten machen und war dies für das Ge fchäft sehr hinderlich. Shelbyville. Wm.M.SparkS aus Rufhville wurde seitens des 16. Jndiana DistrictS zum Richter erwühlt. Nächsten Donnerstag wird er zum ersten Mal lm Shelby Kreis ein Urtheil in einem Mordfalle abgeben. Der An geklagte heißt Wm. Williams und ist ein Neger aus Indianapolis, der am 12. Juni einen andern Neger Namens L. Howard getödtet hat. Monticello. DerWirthBen jamin W. Demary liegt in Folge eines auf ihnlam 15. dieses Monats gemach. ten Mordversuches schwer krank darnic. der. Es hieß zuerst, daß er von einem Pferde getreten worden sei; eS zeigte sich aber beiZ der Untersuchung, daß ihm mit einer Maurerkelle ein Schlag ver setzt worden ist. Die Sache konnte noch nicht aufgeklärt worden. da Demary bewußtlos ist. L o g ajx p o x t. Wie man jetzt annimmt'und wie sich durch dringende Verdachtsgründe folgern'lüßt, hat fich der flüchtige frühere County'Schatz. meister Jas. P. Obenchain nach Süd. Amerika gewandt. Er hatte früher oft über finanzielle Möglichkeiten in Capi. talS-Angelegenheiten in Südamerika diskutirt, fo'daß man feine Flucht da. hin für ficher annehmen kann. Man vermuthet, daß er wenigstens $25,000 dorthin mitgenommen hat. R u s h v i l l e. Schon zum vier ten Male binnen kurzer Zeit wurde in hiesiger Stadt eingebrochen. Dieses Mal, Sonntag Morgens bei Frau M. Culbertson. Der Einbrecher wurde jedoch nach einem harten Kampfe mit G. C. Meredit, einem Nachbar, der Polizei überliefert.' Eine halbe Stunde später wurde ein Neger gerade in dem Moment verhaftet, als ' er das H. Schatz'fche Haus verließ.' Noch andere Wohnungen, wie die von B. L. Smith, P. Kelly, El. Hilligoß wurden von den Einbrech'm heimgesucht. EvanSville. Infolge eines Streites mit seinem Schwiegervater Leggett, wurde George Reinert, der betrunken in das Haus desselben ein drang, getödtet. Ein gewisser New man der jdem Leggett im Kampfe auf dessen! Schwiegersohn ' zu Hilfe geeilt und man nimmt an, daß Newmaij einen todtbringenden Streich gegen Reinert geführt hat. Leggett und Newman wurden in Haft genommen.