Indiana Tribüne, Volume 28, Number 106, Indianapolis, Marion County, 24 December 1904 — Page 7

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4l4.i444'i?44 I Die Tcutc vom I Slchaß Vcuren

x x 4 4 - Ö Z v Itornatt von . fl st i Mt c t rn ittttäü1rttttrüG1rCrit Fortsetzung Wo mochte das Weib steckend 'Sie ließ also Benaische! mochte , n tfx Liebhaber oder Gatte sein obne we-.-teres im Stich? 20. Kapitel. Mutter das Kind, unsere M7H Aaes. ist aar nickt mebr dieselbe! Wie kann es nur möglich sein, daß Du dabei so gleichmüthig bleibst?" sagte in diesen Tagen Dokior Rehlin. 2I6er wiiso? Ich höre dasselbe von Eva und Du, mein Junge, thust, als ob sie Herzens krank sei, sie ist es aber nicht, sie hat ja doch immer unter meinen Augen gelebt," erwiderte die alte Dame - etwas geärgert. Frau von Sobotka!" meldete die treue Minna. Die alte Dame rief ihr ein Sehr willkommen!" zu und erhob sich von ihrem Theetisch, ihr Sohn folgte ihr, schlang liebevoll den Arm um sie und sah ihr fragend und begütigend ut's Gesicht.' Da lachte sie auch schon wieder. Ich möchte fast glauben. Du selbst wärest ,sehr verändert'," neckte sie. Bin ich auch und Du hörst in den nächsten Tagen, daß ich glücklich bin, Mutterchen. Aber sag' noch nichts laß Dir nichts merken, wir erwarten ihrer Eltern Zustimmung erst." Du guter, lieber Junge! Und weil Du glücklich bist, kannst Du das Kind das Köpfchen nicht hängen sehen?" Er nickte mit Hellem Lächeln. Eva trat ein, an ihrer Hand den kleinen Sohn, auf den sich jetzt alle lang zurückgedrängte L::besthätigkeit ihres Herzens konzentrirte. Der frische kleine Kerl, ein echtes Landkind, sprang sofort von ihr weg zu der alte-.l Dame hin: Großmama, ich bin artig gewesen!" rief er stolz und sah zärtlich zu ihr auf. Dazwischen fragte Eva lächelnd: Ich störe eine kleine Liebesszene zw: fchen Dir und Vetter Rehlin, Tantchen?" Beide behaupteten vergnügt, sie .seien eben fertig damit. Wie blühend und frisch Du aussiehst, Eva. ich kann Dir nicht schildern, wie Du Dich in Lilienthal zu Deinem Vortheil erholt hast," sagte die Präsidentin heiter. Ich bin ja auch eine andere, ein ganz neuer Mensch!" stimmte sie zu. .Gott sei Dank. Kousine. ick wollte. Du tönntkst uns lagen, was es mn Agnes ist; über sie sprach ich gerade mit meiner Mutter! Sie will es zwar nicht recht glauben, aber ist es denn so unmöglich, daß ein Mädchen in dem Alter unserer Kleinen eine Herzenserfahrung machen und sie tief, tief verstecken sollte? Sie ist anders als früher damals klang ihr fröhliches Lachen, ihr Singen den ganzen Tag wie Musik durch unser Haus, jetzt geht sie still und bienenfleißig von einer Arbttt zur anderen und was nrn am meisten auffiel: Ihr Singen! Welch ganz anderer Ton! Welche Vertie- . fung!" ' Eva von Sobotka in der That so t -

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- vluyeno uno wie ein junges Mädchen, hatte ihren Vetter Rehlin ernsthaft überrascht angesehen. Es fiel ihr auf einmal wie Schuppen von den Augen. Da trat die, von der man gesprochen, ein, jung, frisch, blühend wie Eva, aber freilich, obgleich sie heiter ihre Verwandten begrüßte lag etwas wie ein Schleier auf ihr, wenn auch nur zu entdecken von liebevoll um sie sorgenden Augen. Es ist eine Depesche für Dich ge- , kommen, Eva der Bote war bei Dir, er steht jetzt draußen, Du mußt den Empfang bescheinigen," meldete ' sie; man sah ihr an, sie fürchtete, nichts Gutes zu bringen. Eva war draußen. Eine Minute später' wußten sie es. Der Sanitätsrath rief sie zu ihrem Vater zurück. Er sehnt sich nach Ihnen," stand da. Darüber wurde natürlich für jetzt alles andere vergessen. Doktor Rehlin sah eiligst nach dem Kursbuch. Wenn Eva reiste, wie sie da ging und stand Agnes konnte rasch etwas Wäsche u. s. w.' einpacken so kam sie noch rechtzeitig zum Eilzuge. Eine halöe Stunde später fuhr sie mit ihrem Vetter zur Bahn. Ihr Vater rief sie! Welche Freude! Welcher Trost! Aber auch welche Sorge, denn wenn er sie rief, war er sicher unglücklich an der Seite des Weibes. Agnes wird Deinem Kleinen alle Sorgfalt widmen!" beruhigte Rehlin sie über das Kind. Da fiel ihr noch in letzter Minute.ein, was sie vorhin hatte sagen wollen, als Agnes eintrat. Vetter, ich weiß vielleicht, was mit Agnes ist! Wir glaubten bis jetzt, sie sei völlig gleichgiltig gegen Ellern. Mir kommt plötzlich die Ueberzeugung, sie 1 r i v i p

ileol lyn, aoer ne gmuoie mqi an cme Gegenliebe und hüllte sich in Eiseslaste." Da pfiff es das letzte. Signal, der Zug rollte aus der Halle. r Sehr überrascht und nachdenklich ging Doktor Rehlin nach Hause.

Mutter und Enkelin saßen'mit dem Kinde spielend, einträchtig beim Schein der rothverschleierten Lampe. Er setzte sich zu ihnen. Sie sahen sosort, daß ihm etwas Beunruhigendes nn Sinne lag. .Wir hätten Eva nicht so allein reisen lassen sollen." sagte er bedächtig. Je mehr ich über die Verhältnisse dort nachdenke, um so weniger bin ich mit unserer Sorglosigkeit zufrieden. Evas Kräfte, ihr Wollen, ihre Ausdauer sind ganz und gar noch nicht durch eine ernste Aufgabe geprüft. Wir hätten ihr Jemand zur Seite stellen sollen." Aber wen?" fragte die Vräsidentin. Ihres Sohnes Bedenken schienen ihr völlig gerechtfertigt. Agnes dagegen schwieg und wurde glühendroth. Ich denke Agnes, sie sollte ihr nachreisen. Wir sind es unseren nächsten Verwandten schuldig. Eva, allein der Person, dieser Triebe, gegenüber jetzt ihrer Stiefmutter, das heißt ja von vornherein alles wieder in Zweifel stellen, was der Aufenthalt in Lilienthal. Gutes gestiftet. Agnes ihre frische Thatkraft und Entschlossenheit werden Eva in der schwierigen Lage eine Stütze sein. Willst Du das Opfer bringen, Agnes?" wandte er sich an sie allein. ' Ihr aufgeregtes Aufsehen war ihm schon aufgefallen, als er Eva abholte, um sie zur Bahn zu begleiten. Jetzt sah er. wie ihre Hände flogen und wie ihre Augen unstät umherbUckten, als möchte sie aufstehen, entfliehen! Es ist viel verlangt. Kleine," sagte er freundlich, und ich kann Dir kaum zureden" Ich ich kann. Gib mir Zeit. Onkel laß mich überlegen." Gewiß, mein Kind, Du sollst es nicht thun, wenn Dein Herz sich dagegen sträubt," erwiderte er in seiner ruhigen sanften Weise. Ihr Herz? Großer Gott, es schlug wie ein Hammer vor wahnsinniger Freude, wieder in feine Nähe zu kom men. Aber all die Eifersuchtsqual noch einmal durchleben? Und doch! Hatte nicht Eva neulich gesagt: Der arme Ellern! Du warst zu hart gegen ihn, Agnes." Wie viel hatten ihr die Worte zu denken gegeben. Aber um die ganze Welt hätte sie Eva nicht weiter gefragt. O, nur nicht verrathen, wie es um sie stand. In der Frühe des nächsten Morgens kam das Telegramm von den zwei Todesfällen in Veuren. Eva hatte weder den Vater noch So. botka lebend wiedergesehen. Jetzt folgte Depesche auf Depesche. Es verstand sich von selbst, daß Agnes abreiste, sobald die nöthigen Traueranzüge besorgt waren. War Ellern eingeschlummert? Er wukte es selbst nicht. Ein Wa gen rollte vor das Haus oie Sttmme des Sanitätsraths! Und es war plötzlich heller Tag regnerisch freilich aber doch Tag. Er wollte sich aufrichten dem alten Herrn entgegen gehen aber er sank mit einem leisen Schrei zurück alle Glieder schienen ihm steif geworden und die Wunde schmerzte heftig. Draußen sprach derselbe jetzt im Flur wer war denn da bei ihm? Seine Stimme klang ganz anders wie sonst, weich und sanft.

Plötzlich horte er auch eine Frau reden. Eva? Konnte sie es schon sein? Taumelnd, schwindelnd stand er auf den Füßen und jetzt kamen sie he?ein. Sie war es, Eva sichtlich erregt, sehr ernst und Ellern ängstlich ansehend, weil er so bleich war. Zum Geier, was machen Sie denn hier für Geschichten?" rief der alte Doktor in die stumme Begrüßung der beiden hinein. Tann nahm er sofort einen strengen Amtston an. Sie haben sich still zu verhalten, sehen nicht gut aus, werde sofort mal nachsehen " Kommen Sie, gnädige Frau, hier ist kein Platz für Sie." Benatschek, der nebenan auf dem Bette lag, stöhnte wieder. Ja, ja, zu Ihnen komme ich auch, alles der Reihe nach! Warten Sie einen Moment, Ellern, ich bringe Frau von Sobotka erst zu " Zu meinem Vater, bitte! Später zu dem andern," sagte sie leise. So schwer es El?.rn wurde, er schleppte sich mit, er mußte doch sagen, daß ihr sterbender Vater in heißer Reue und Sehnsucht, in wiedererwachter Liebe ihrer gedacht hatte. Die Züge des Oberst hatten sich im Tode geebnet, das Entsetzen war daraus geschwunden, ernst, ja finster, aber mit der vollen Majestät des Todes in dem starren Antlitz lag er da. Sie ahnte noch nichts von all den Vorgängen, die des Vaters Sinn geändert. Still und tief erschüttert stand sie an seinem Bett. Das schmerzliche Zu spät" galt hier wieder dem Todten und der Ueberlebenden. Lassen Sie mich hier allein, sehen Sie erst nach Herrn von Ellern," bat Eva den alten Freund. Als nach geraumer Weile die beiden Verwundeten verbunden waren Benatscheks Oberkiefer war, wie sich jetzt fand, von der zlugel stark beschädigt, er hatte große Schmerzen ließ Eva Ellern und den alten Arzt zu sich in ihre einstige Wohnung bitten. Sie hatte mit Thomas und Kiene ein paar Stühle, Tische und eine Chaiselongue herübergetragen, ein Frühstück von der Pächtersrau besorgen lassen, da .auch nicht ein weiblicher Dienstbote im Schlosse sich befand.

Wer die junge gnädige Frau srllyer in lässiger Energielosigkeit und Passivi tät gekannt, konnte sich nicht genug wundern über ihre Lebhaftigkeit und ihr frisches Zugreifen. Still, ernst und blaß war sie freilich. Ellern und auch der Sanitätsrath waren sehr dankbar für den Kaffee, den sie ihnen bot. Ellern sollte durchaus liegen die beiden zwangen ihn dazu, aber erzählen durfte mußte er und athemlos vor Spannung hörten sie ihn an; er zeigte das Blatt mit Sobotkas letzten Schriftzügen. Der Sanitätsrath berichtete, was er gestern von dem mährischen Gutsbesitzer erfahren, es stimmte. -Wir haben die Galgenvögel im Garn!" rief der alte Herr triumphirend. Einen wenigstens!" sagte Ellern. Wo das Weib ist?" Jetzt kam ihnen allen zum Bewußtsein, welcher Skandal sich an den Namen des Oberst Altmann knüpfen würde, wenn man die Triebe sie nannten sie unwillkürlich jetzt immer wieder fo dem Gericht überlieferte und sie wegen Bigamie aburtheilen ließ. 5Nenc wurde hereingerufen er sollte im Oberstock nach ihr sehen. Die ist über alle Berge Herr Sanitätsrath das können Sie glauben. Aber nachsehen will ich gern." Nach einer Weile kam er mit Thomas zurück. Natürlich weg ist sie; das dacht ich mir gleich," meldete er, aber der Thomas hat einmal einen gescheiten Gedanken gehabt. Der hat heute früh, als er die Gnädige er meinte Eva mit Herrn Sanitätsrath von der Bahn holte, den Gendarmeriewachtmeister getroffen und ihm gesagt, er solle aufpassen, im Schlosse gehe es toll her, die Frau Oberst und ihr Liebhaber hätten entfliehen wollen und der Benatschek habe Herrn von Ellern dabei ge.schössen. Ich hatte das alles dem Thomas noch glücklicherweise erzählt, während er seinen Rock anzog," fügte er stolz hinzu. Da wären wir ja dann ,schön heraus'," sagte sehr ärgerlich der alte Arzt. Es blieb indeß stehen, daß sowohl Kiene wie Thomas es klug und gut zu machen gedacht hatten. Vor allem galt es jetzt die nächste Pflicht in's Auge z'l fassen und die üblichen Formalitäten betreffs der beiden Todesfälle und Bestattungen zu besorgen, eine keineswegs leichte Sache, bei deren Erledigung der Sanitätsrath viel hin und her zu sahren haben würde. - Ellern mußte zu seinen Beamten und Arbeitern; so wenig gefährlich die Wunde auch war, so schmerzte sie doch und eine ihm ganz fremde Schwäche quälte ihn mehr, als er sagen wollte. Die Vertretung für ihn fand sich leicht, seine iünaeren Kolleaen liebten ibn und waren freudig bereit, jcim Arvenen zu übernehmen; so kam er denn endlich Nachmittags zu einem ausgiebigen Schlaf, der ihm sehr wohl that. Eva von Sobotka empfand es als eine Wohlthat, allein zu bleiben. .So erschütternd der Anblick der bei-

den Todten auch für sie gewesen, so i konnte sie doch bald nachher nichts andercs empfinden, als eine große friedvolle Erleichterung. Die übertriebene Sentimentalität ihrer Jugend, welche sie mit einem wahren Genuß jahrelang festhalten ließ an dem ihr vom Gatten angethanen Schimpf und Schmerz, war bis auf die letzte Faser aus ihrem Herzen gewichen. Freilich als Wanger ihr kaltblütig ein Bild ihres damaligen Selbst mit wenigen scharfen Strichen zeichnete und sie sich sagen mußte, dies Bild war erschreckend ähnlich, da war sie schon auf dem Wege gewesen, durch eigenste Kraft sich herauszuretten aus der jetzt unerträglichen Versunkenheit. Heute fühlte sie sich mit unendlicher Befreiung eine andere, kaum noch jener einstigen Eva gleich und so kam ihr keinen Augenblick ein weichliches Jammern um die oeiden Todten. Daß sie ihr nur zu Unglück und Schaden gelebt, daran wollte sie gewiß nicht denken, aber daß sie Beide sich das Leben verdorben, ohne Noth und ohne Zwang, das wäre ja doch nie mehr zu ändern gewesen und darum: Wohl ihnen." Ernst und schwer gingen ihr tausend Gedanken durch Herz und Sinn, die auf Beide Bezug hatten und das war natürlich, aber sie hing ihnen nicht nach, sondern half Kiene und Thomas die Sterbezimmer in eine würdige Verfasfung zu bringen. Daß sich ihr dabei ein deutliches Bild der schmachvollen Wirthschaft im Schlosse aufdrängte, konnte sie gar nicht vermeiden, denn kein weibliches Wesen war da, ihr zu helfen und sie mußte so gut es ging sehen, wie sie fertig wurde. Wo das Mädchen und die Triebe" geblieben, beschäftigte die beiden Männer unaufhörlich s erschien nach dem Zustande, der in ihrem und Benatscheks Zimmern herrschte, mehr als wahrscheinlich, daß sie geflohen war und daß jener mit ihr hatte fliehen wollen, war ja zweifellos. Wie dies Paar im Schlosse gehaust, spottete j'ider Beschreibung; der stets sehr reichhaltige Weinkeller des Obersten sah aus, als hätte ein feindliches Heer ihn geplündert und dieselbe Wahrnehmung hatte Eva überall 'zu machen. Die Pächtersfrau schickte ihr unaufgefordert zu den Mahlzeiten alles, was sie für Eva hatte schaffen können, und zunächst auch eine ihrer Mägde. Gegen Abend waren Ellern und der Sanitätsrath nochmal gekommen, Sie fanden die Wittwe Sobotkas sehr ernst, aber auch ruhig und klar ihre Stimmung aussprechend.

Eva hatte sich ihre einstigen Zimmer nothdllrftig wieder bewohnbar machen lassen, die Pächterin und deren Magd ihr dabei noch Abends energisch geholsen, jetzt sehnte auch sie sich nach Ruhe, und über Beuren lagerte sich schon zeitig die nächtliche Stille; nur Kiene, der taasüber aescklafen. blieb wacb. Benatsche! hatte, um seine Schmerzen zu lindern, eine Einspritzung bekommen. Eva hatte sich zum Tode ermüdet gefühlt, und nun sie lag und den Schlaf herbeisehnte, wollte er nicht kommen. Sie horchte auf den Nachtwind, der um das Schloß strich und begann jetzt zum ersten Mal darüber nachzudenken, wie schwer ihr Vater sie wohl durch seine Verheirathung geschädigt haben würde. Der arme kleine Bub ihr Sohn würde also wirklich nichts haben, als die eigene Kraft und Energie, sich im Leben darauf zu stützen? Fortsetzung folg!.)' Bei der Bürgcrm ei steT-' Wahl zu Eisenach wurde Wiltrock von Meiningen im ersten Wahlgang gewählt. Das Resultat rief allgemeine Ueberraschung hervor, da Wiltrock nicht cm . tr .ri.vi .

zur engeren zxaqi gcjieui war. Madame Alice Jarrislowsky, geb. Fulda, ist kürzlich in Paris gestorben. Die Verblichene, eine Cousine von Ludwig Fulda, dem bekannten Dramatiker, spielte in der Pariser Gesellschaft eine hervorragende Rolle. Großer Verehrung erfreute sie sich durch ihren hohen Wohlthätigkeitssinn. Als die hervorragendste Vibliothekarin Amerika's gilt Eliza Gordori Browning, die die öffentlich: Bibli:thek in Indianapolis leitet. Sie begann ibre Laufbahn an dieses Bib iothek mit der'Katalogisirung der deutschen Bücher, wurde dann Assistentin und steht nun schon seit 13 Jahren an der Spitze der Bibliothek. Nichts Neues unter der Sonnet sagt man. Ob es wohl schon vorge. kommen ist, daß die Frau eines guj gestellten Geistlichen Ladendi:bi? wurde? Und zwar nur ii dem Zweck. um sich zu putzen. So wurde vor e', nigen Tagen eine Frau Pastorin ir der State Straße in Chicago dabei ertappt, als sie versuchte, einen großen Pelzkragen, eine Geldtasche und eine Musik - Tose verschwinden zu las' sen. Trotzdem die ffrau sofort d'e ihi auferlegte Strafe bezahlte, will jetzt ihr Mann sie vertheidigen und behiuptet er, sie hätte die Sirafe nur in tt ersten Aufregung bezahlt. Die Gemeinde will sich dem Fall gegenübei schweigend verhalten, bis die ganzk Sache geklärt ist. Die Kölner Blumenspiele werdlri am 7. Mai 1903 zum -siebenten Malt abgehalten. Einsendungen für diesen poetischen Wettbewerb sind bis zum 15. Januar an den Stifter und Leitn der Kölner Blumenspiele, Hofrath Dr. jur. Johannes Fastenrath. Neumarkt S in Köln, zu richten. Die Manuskript! dürfen nicht von der Hand des Verfassers geschrieben fein, ferner darf seine der einzusendenden Arbeiten bereits gedruckt oder sonst bekannt sein. Jeck Einsendung muß ein Kennwort haben, das auch auf einem den Namen unl Wohnort des Verfassers enthaltenden, verschlossenen Briefumschlage anzubringen ist. Die fünf Stiftungspreist sind von früher her bekannt. Dr. Ernst Henrici in Baltimore hat auß:rdem einen Becher für das beste singbart Flottenlied gestiftet. Der König vor ü. . .. , v i j Spanien wiro einen außciut;uauiia;cii Vreis für das beste deutsche lyrijchk Gedicht spenden, während dis .Stadt Köln einen silbernen Ehren-Pokal dem Verfasser des besten Gedichtes über einen Stoff aus der Kölnischen Ge schichte oder Legende zugedacht hat. Dr. Anna Howard-Shaw, dit Präsidentin der National American Woman's Suffrage Association", die. gleich der Gastfreundschaft schätzenden" Miß Susan, dem Berliner Frauen-Congreß beiwohnte, schreibt im Philadelphia Record" über die deutschen Frauen u. A.: Wenn wir Amerikanerinnen uns mcht eisrlger an strengen, werden die deutschen Frauen uns in allem übertreffen. Man bildet sich bei uns ein, deutsche Frauen richien den Blick nicht über ibren Haushalt und ihre kleinenAlltagllchkeiten hinaus, nicht über die vier K's: Kleider. Kinder, Kirche und Küche". Es ist wahr, daß sie diese fundamentalen In teressen weiblichen Lebens nie aus den Augen verlieren, aber sie widmen sich daneben in höchst wirkungsvoller W'Zse der sozialen Hülfsthätigkeit. Und was immer sie thun, ist ausgezeichnet ae than Eine der größten, feinsten c n ? n - i . r . . UNO vounanoign ausgeruicien vam len der Welt, um junge Mädchen in allem, was für die Exienz nöthig ist. auszubilden, ist sicherlich der Berliner Lette-Verein Frl. Alice Salomon hat als Schülerinnen 600 junge Damen der allerbesten Ztreise, denen sie zeigt, wie soziale Hülfsarbeit in ersprießlicher Weise verrichtet wird. E ist eine Art Privat-Schule der Philanthropie, in Ver die Schülerinnen lernen, welche Pflichten aus dem Gebiete der Menschenliebe und Hülfsthätigkeit den brauen besserer Stande zufallen. 3 Deutschland sind es wirklich die Zl'eichen und die gesellschaftlich Hochsteh nden, die ihren Schwestern vom Arbeiterstande die helfende Hand reichen.

I"M-H"I-:-H-H-K-M"!"I-I-H-I-I"l-i'

- X t r I - t N u uui u -i-i-i-i -i-i-i i ::!! H-i-t..:..H..i..f..H..i,.j. Tollwüthige Katzen. Im Kreise Neuwied, Rheinprovinz, wurde die Tollwuth bei Katzen festgestellt, worauf die Katzensperre für den Kreis amtlich angeordnet ward. Zwei Leichen in einer Schlinge. Bei Ziegenrück. Provinz Sachsen, fand ein Holzhauer im Walde die Leichen eines Liebespaars. Beider Köpfe staken in einer und derselben Scblinae. Entsprungene 5owen. Die Menagerie Rodenbach war in einem Eisenbahn-Güterzuge nach Capendu im französischen Departement" Aude befördert worden, und die Käfige sollten auf einer Bahnrampe aus den Wagen genommen werden, als plötzlich zwei Nadachsen brachen, fo daß der dazu gehörige Wagen umgeworfen wurde. Zwei Raubthierkäfige hatten sich darauf geöffnet, und die Insassen, zwei Löwen und zwei Bären, waren frei geworden. Einer der Bären wurde von den Rädern des Zuges zermalmt, den anderen erschoß ein Gendarm. In den benachbarten Dörfern traf man Vorsichtsmaßregeln gegen einen Ueberfall durch die entflohenen Löwen, und die Gendarmerie wurde ausgesandt, um Jagd auf die wilden Thiere zu machen. Die Löwin wurde noch während der Nacht erschossen, den Löwen erlegte man erst am folgenden Morgen. Barg eine fremde Leiche. Bei Eisenbüttel, Braunschweig, sprang eine Frau in selbstmörderischer Absicht m's Wasser. Mehrere Anwohner begannen das Wasser mit Stangen abzusuchen, und einer von ihnen sprach sogleich die Befürchtung aus, daß die Ertrunkene seine Frau sei, mit der er am Abend einen Streit gehabt und die dann das Haus verlassen habe. Nach einer halben Stunde wurde die Frau als Leiche aus dem Wasser gezogen und in die Wohnung des Betreffenden gebracht, der sie in Gegenwart seiner Schwester und anderer Hausbewohner als feine Frau anerkannte. Am anderen Morgen jedoch erschien der angebliche Wittwer bei der Polizei und meldete, die Todte sei gar nicht seine Frau, diese habe uelmehr dh ganze Nacht in einer anderen Kammer geschlafen. Musizirende Mörder. Eine Musikkapelle haben die Sträflinge der französischen Strafkolonie Noumea in Neu-Kaledonien begründet. Der Dirigent ist ein berüchtigter Mörder, der früher dem Orchester der Pariser Oper angehörte. Der Beckenschläger tödtete einen Beamten, der ihm eine Vorladung unter Strafandrohung überbrachte, und der Trommler schlug seinen Wirth mit einem Hammer todt. Der erste Bläser ist ein Raubmörder, dasselbe Verbrechen hat ein Klarinettist, ein früherer Gastwirth, begangen. Der stellvertretende Dirigent wurde bestraft-, weil er seine Frau in Stücke geschnitten hatte. Die Kapelle konzertirt jeden Tag in Noumea, und die Bewohner sind entzückt von der neuen Einrichtung. Auftauchen eines Todtgeglaubten. Vor sechs Jahren wurde bei Mainz. Hessen, ein Mann auf der Straße mit zerschmettertem Schädel und beraubt aufgefunden7Von dem unbekannten Todten ließ die Mainzer Staatsanwaltschaft eine Todtenmaske anfertigen, n dieser Todtenmaske erkannten Fleischer von Marienburg. Westvreußen, mit aller Bestimmtheit den Fleischergesellen Blank aus Marierburg, der gerade zu dieser Zeit verschwunden war. Blank wurde deshalb gerichtljch für todt erklärt. Jüngsihin tauchte Blank gesund und munter in seiner Vaterstadt auf. Er hatte sich hier und dort in der Welt -herumgetrieben und sein Brot als Eelegenheitsarbeiter verdient. Selb st verrath aus Rache. Vor vier Jahren wurde in PusztaFöld, Ungarn, der Gutsbesitzer Toth mit einer Schußwunde in der Stirn im Bette als Leiche aufgefunden. Alle Anzeichen sprachen für einen Selbstmord. Kürzlich hielt sein ehemaliger Wirthschafter Torda bei der Frau des Gutsbesitzers um die Hand seiner Tochter an, die ihm aber von der Mutter mit der Motivirung verweigert wurde: Einem Mörder gebe ich mein Kind nicht zur Frau." Aus Rache erstattete Torda gleich darauf die Anzeige, daß er von der Frau des Gutsbesitzers zum Morde an ihrem Manne für eine größere Geldsumme gedungen worden sei. Das Mörderpaar wurde verhaftet. Schmähte das Heer. Vor dem Schwurgerichte in Mailand, Jtalien, fand dieser Tage die Verhandlung gegen den Anarchisten Manfredi statt, der unter Schmährufen auf das Heer zu Propagandazwecken ein Attentat auf den Leutnant Silvelli gemacht und ihn mit einem geschliffenen Hohlmeisel verwundet hatte. Das Gericht nahm geistige Beschränktheit an, verurtheilte aber trotzdem Manfreoi zu 7 Jahren Zuchthaus und dauernder Aberkennung der bürgerlichell Ehrenrechte. Schwer heimgesuchte Familie, Im Orte Flachsberg,' Rheinprovinz, verlor bei einer früheren Typhusepidemie ein Elternpaar zwei erwachsene Töchter durch den Tod. Bei dem jüngsthin erfolgten Wiederauftreten der Seuche starben zwei im Alter von zehn und zwölf Jahren stehende Kinder der Familie, denen wenige Tage spater die Mutter in den Tod folgte. Der unglückliche Ehegatte verfiel in Trübsinn.

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Die bezeichnet Signale werden er do FHn kcht angegeben da an den fetrtficnkcs Ctrca Zreuzung kd Alarm!.'! ken angebnit fsX Feiertags- . Raten. Ein und ein Drittel Fahrpreis für die Rundfahrt nach allen Punttm in dn Gebiet der Central Passagier Association. Jahrkarten werden verkauft am 24., 25., 26. und 31. Dezember 1904 und am 1. und 2. Januar 1905. - Gültig für die Rückfahrt bis 4. Januar inclusive. Für nähere Einzelnheiten wende man sich an die Agenten der C. H. & D. Bahn oder an D. P. A ! g e o, D. P. Agent, 3 Nord JllinoiS Str. Indianapolis. Ind.

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