Indiana Tribüne, Volume 28, Number 106, Indianapolis, Marion County, 24 December 1904 — Page 6
Jndiana Tribüne, 2. Dezember 190a
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Europäische Nachrichten. Olsaß'Lolyringeü. Straßburg. Die hier wohnende Frau Walter legte sich in trunkenem Zustande ins Bett; dabei kam sie der auf dem Tische stehenden Lampe zu nahe, ihre Kleider fingen Feuer und das Zimmer gerieth in Brand. Fast völlig verkohlt wurde die Frau ins Spital gebracht, wo sie gestorben ist. Frau Bonnefraine, die älteste Emwohnerin der Stadt, ist. 101 Jahre alt, gestorben.
Gernlngen. Schutzmann Eugen Fleurant wurde von einem Manne Namens Viktor Bruchelles erschossen, als er lhn verhaften wollte, weil er ohne Aufenthaltsberechtigung inKlsaßLothringen verweilte. Bruchelles wurde sofort festgenommen. I n a w e l l e r. Eine jedem Teil nehmer unvergeßliche Feier war die Weihe des Kriegerdenkmal, das der Kriegerverein Jngweiler auf dem hiesigen Fnedhof dem am 7. Aug. 1870 hier gefallenen, aus Allendorf in S.Weimar gebürtigen Ulanen Ernst vom thüringischen Ulanen - Regiment No. 6 unter Beihülfe der Verwandten errichtet hat. Pleckrenburg. Schwerin. Auf der früher Meyerschen, jetztKrullschen Kossathenstelle zu Groß - Trebbow, die kurzlicy an den Häusler Joh. Zellmann zu Peccatel verkauft ist und von ibm übernommen werden sollte, entstand Feuer. Das unter Weichdach geoaute Wohnhaus und der einige Meter entfernte Stall wurden schnell eingeäschert. Im 79. Lebensjahre verstarb der Hausinspektor a. D. Bernhard Schaeffer. Der Dahingeschiedene war früher Feldwebel im mecklenburgischen Contingent und wurde am 3. Juli 1830 Copist im Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten. Rostock. Ein schrecklicher Unglllcksfall ereignete sich auf der Kessiner Chaussee beim Untergange der Stralsunder Bahn, wo von einem von Stralsund kommendenZuge ein Mann überfahren wurde. Wie die Ermittelungen ergeben, wollte der Verunglückte die geschlossene Barriere überschreiten, wurde hierbei vom Zuge erfaßt und überfahren. Der Zug hielt und nahm den Verunglückten mit zum Bahnhofe, von wo die Leiche in das Pathologische Institut befördert wurde. Die Persönlichkeit des Mannes wurde als die des 64jährigen Arbeiters Albrecht, der Vater mehrerer erwachsener Kinder ist, recognoszirt. T e t e r o w. Dem Lehrer Henke rn Hohen 'Mistorf wurde zum L0jährigen Amtsjubiläum der Titel als Kantor verliehen. Henke, dessen Vater und Großvater bereits in HohenMistorf als Lehrer thätig waren, erfreut sich großer Verehrung und Liebe in seiner Gemeinde. Hrdenvurg. Oldenburg. Der Redakteur des Restdenzboten", Schweynert, wurde weqen Beleidigung desStaatsAnwalts Reiseöieter zu einem Monat Gefangmß und zur Tragung der Kosten verurtheilt und sofort in Haft genommen. Das Landgericht verwarf die Berufung Schweynert's gegen das Schöffengerichtsurtheil wegen Beleidigung des Rechtsanwalts Wißer zu 2 Monaten Gefängniß. E l l e n s e r d a m. Ein Zusam mentreffen von vier silbernen Hochzeiten konnte man in unserer Gemeinde verzeichnen. Es waren die der Eheleute G. Theilen und Frau, K.Rowehl und Frau, Fr. Lllbbers und Frau und H. Kapels und Frau. M a l e n t e. Arbeiter Böhnker von hier befand sich mit einem mit Ziegelsteinen beladenen Wagen unterwegs. Beim Godenberg scheuten die Pferde und gingen durch. Böhnker wurde dabei vom Wagen gegen einen Pfahl geschleudert und war auf der Stelle eine Leiche. Ein auf dem Wagen sitzender 15jahriger Junge wurde in den Weggraben geschleudert, erlitt aber keine Verletzungen. Sande. Dem Hauptlehrer und Organisten Langeheiniken ist das Ehrenkreuz 1. Klasse verliehen worden. V e ch t a. Der Zwangszöglinz Friedrich Petersen, geboren am 7. Januar 1887 zu Grapperhausen, ist aus dem Stephanstift vor Hannover entwichen. Der Großherzog hat den Pfarrer Jben in Vechta zum Mitglied der theologischen Prüfungs-Commis-sion ernannt. Freie Städte. Hamburg. Seinen Verletzungen erlegen ist der Matrose Paul Ertel, der beim Verzehren seines Frühstücks in den Anlagen beim Millernthor gegen einen Baum rannte, wobei ihm das Messer, das er in der Hand hielt, durch das Jacket ins Herz drang und dies schwer verletzte. Ein schwerer Unälücksfall ereignete sich in der Bankftraßö. Dort warcn mehrere Arbeiter beschäftigt, Mobilien abzuladen. Als die Leute einen großen Eichenschrank fortschaffen wollten, fiel die schwere Thür aus der Ange.l und traf den Arbeiter Bendlx auf den Kopf. Der Verunglückte brach bewußtlos zusammen, er hatte sich einen Schädelbruch zugezogen. Seinen Tod durch Ertrinken fand der M atrose Carl Ticksen vom Dampfer Alexandria". Ticksen stürzte beim Booteinsetzen über Bord insWasser und konnte trotz sofortiger Hülfe
leistung durch einen Heizer leider nur als Leiche geborgen werden. Arbeiter August Bergest brachte für seinen Arbeitgeber Fässer Zn einem Boot fort; dieses rannte gegen eine Schute, Bergeest fiel über Bord und ertrank. In den Oelwerken Teutonia" ist der Arbeiter Paul Vorfalt verunglückt, indem er in einen mit heißem Oel aefüll ten Behälter fiel. Der Unglückliche wurde zwar bald herausgezogen, hatte jedoch so schwere Brandwunden erlitten, daß er bald darauf starb. Die in Barmbek bei ihren Kindern wohnenden Eheleute Max Widderich feierten in voller geistiger und körperlicher Frische ihre Diamanthochzeit. Bremen. Der in der Nähe des Bahnhofs Osterholz - Scharmbeck verunglückte und im hiesigen Krankenhause untergebrachte Mann ist der Landmann Hinri.h Papa aus Worphausen. Auf welche Weise der Unfall sich zugetragen hak, kennte nicht ermittelt werden, denn der Verletzte ist nicht vernehmungsfäbig. Die Geschäftsbücherfabrik G. Schad, Molkenstraße 2, konnte auf einen fünfzigjährigen Betrieb zurückblicken. Aus der 1853 unter bescheidenen Verhältnissen gegründeten Buchbinderei hat sich unter umsichtiger Leitung ein den Zeitverhältnissen entsprechendes Unternehmen entwickelt. G. F. Ellerbrock, Herderstr. 37, feierte mit seiner Gattin das Fest. der goldenen Hochzeit in hervorragender geistiger und körperlicher Frische. Lübeck. Das Polizeiamt setzte 300 Mark Belohnung aus für die Wiederauffindung des früheren KapellmeisterS Hohenwald vom 9. Jägerbataillon in Ratzeburg. Er wird seit kurzer Zeit vermißt. Bei einer Aufführung von Elektra" im hiesigen Stadttheater stürzte der Schauspieler Ludwig Sille beim Abgang eine Treppe hinunter. Er erlitt bedeutendeVerletzungen am Bein und einen Bluterguß in das Kniegelenk. Der Verunglückte dürfte für längere Zeit an seinem weiteren Auftreten verhindert sein. Schweiz. Albisrieden. Der wegen Unterschlagungen flüchtige hiesige Gemeindeschreiber, Albert Tobler, ist in Antwerpen auf Veranlassung des dortigen Schweizerconsuls. verhaftet worden. Seine Veruntreuungen belaufen sich auf etwas über 17,000 Franken. Fermeltal (Bern). Ein 75jähriger Mann, Gottfried Trachsel, ging letztens allein in einen steilen BergWald. Da er nicht zurückkehrte, wurde er gesucht und mit einem Schudelbruch und anderen schweren Verletzungen als Leiche aufgefunden. .Genf. In Carouge wurden die Denkmäler für Moise Vautier und Fontanel feierlich enthüllt. Regierungsrath Henry Fazy und Ständerath Lachenal hielten Reden. Bürgermeiste? Picolas nahm die Monumente entgegen. Nachher folgte ein Bankett. Der Sekretär der hiesigen GeheimPolizei, Boisdechner, ist wegen Unterschlagungen in mehreren Fällen seines Amtes enikodn und verhaftet worden. Zürich. Der vor Kurzem in tu nem Rebberg in Neu - Affoltern durch einen Schrotschuß Getödtete ist der 1884 geborene Leo Braunhofer von Sterzinz (Tirol). Bis jetzt konnte der Schütze nicht ermittelt werden. Eine offizielle Traubenwacht war nicht eingesetzt, von den in Frage kommenden Rebenbesitzern will keiner den Schuß gethan haben. Im Alter von 69 Jahren verstarb hier Eduard Gerlich, Professor an der Jngenieurabtheilung des eidgenössischen Polytechnikums. Der geschätzte Lehrer war besonders auf dem Gebiet des Eisenbahnbaues eine Autorität. He erreich 'Ungarn.
.Wien. Der pensionirte Oberinspektor der Staaiseisenbahngesellschaft Emil Galle, ein 72jähriger Mann, entfernte sich aus seiner Wohnung unter Umständen, die darauf deuteten, daß er einen Selbstmord beabsichtige. Thatsächlich hat der alte Mann einen Selbstmordversuch unternommen. Er war nach drHintcrorühl gefahren und hatte sich dort eine Revolverkugel in den Kopf z?jzgt. Seine Verletzung ist lebensgefährl'.ch. Als Ursache des Selbstmordversuches wird langwierige Krankheit angegeben. In der Lichienthaler Pfarrkirck:? im 9. Bezirk fand die goldene Hochzeitsfcier des 75jährigen EduardVosislavsky und seiner 76jährigen Gattin Jojefa statt. Auf der Fahrt von Guntramsdorf nach Wien hat ein Train der Dampftramway den 26jährigen Schuhmacher Josef Hampel aus Oesterreich - Schlesien überfahren un) sofort getödtet. Ob Unfall oder Selbstmord vorliegt, ließ sich bisher nicht ermitteln. Der Stabsarzt Dr. Alfred Zimmermann, Chef der chirurgischen Abtheilung im Wiener Garnisonsspitale, ist an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben. I g l a u. Der im Jahre 1830 geborene Maurerpolier und Hausbesitzer Herr AndreasAchatzy beging mit seiner Gattin Rosina, geborenen Miksche, das Fest der goldenen Hochzeit. K r a w s l a. Hier wurde die Leiche des seit dem 15. Juli d. I. vermißten Knaben Franz Mansch aus Wolframitzkirchen aufgefunden. M a r i e n b e r g. Der Bergmann Michael Zajac in Marienberg wirrde im zweiten Horizonte des JgnazSchachtes von der Schale, mit welcher obgleich das Zeichen zu deren Weiterfahrt gegeben war, hantirte, erfaßt und erdrückt.
Was Jagden rosten. Der große Wintersport, das Jagen, ist für John Bull ein kostspieliges V:rgnügui; die Jägerei erzeugt eine wichtige Industrie, in der viele Menscken Beschäftigung finden. Von der Jcgd leben in erster Reihe die eigentlichen Jagddiener, die Jäger, die Vurschm, die Piqueure etc. Danach kommen die Verstopfe? des Fuchsbaues, die Stcllknechte, die Reitknechte irnd andere, die zwar nicht in ihrer ganzen Zeit mit den Vorbereitungen zur Jagd beschäftigt stnd, aber dcch ein schönes Stück Geld dabei verdienen. Eine cenaue Schätzung des jährlich für die Jagd ausgegebenen Geldes ist allerdings kaum möglich, man kann nur annähernd Zahlen geben. So schätzt man, daß im Vereinigten Königreich 220,000,000 Mark im Jagdsport angelegt stnd, und die jährlichen Ausgaben sih auf 100,000.000 Mark belaufen. Nach den letzten statistischen Aufstellungen giebt es in Großbritannien und Irland 204 Koppeln Fuchshunde. Die Kosten der Iazdsaison belaufen sich ab:r au 40,000 bis 50.000 Mark, wenn man viermal wöchentlich mit 50 Paar Jagdhunden jagt. Für 204 Meuien ergiebt sich also bei einem durchschnittlichen Aufwand von 40.000 dzs stattliche Sümmchen von 8.160.000 M:rk. Hasenhunde kosten natürlich weri er. etwa 5000 Mark bis 20.000 Mark. Nimmt man die jährlichen Kosten für eine Meute Hasenhunde mit 6000 Mark an, so betragen die Gesammtkosten der Hasenjagd bei 145 Koppeln 860.000 Mark. Noch billiger ist Vxt Erhaltung der Stöber, der kleine.i Hunde zur Hasenjagd; diese Jagden kosten nur 2000 bis 2500 Mark jährlich. Vei einem Durchschnitt von 210 Mark jährlich kosten die 60 Meuten 144.000 Mark jährlich; außer FuchsHunden, Hasenhunden und Stöbern giebt es noch 23 Meuten Hirschhunde und 8 Meuten Fuchshunde, die auf künstliche Spur dressirt sind. Da di's weitere 1,000.000 Mark kosten, so belausen sich die Gesammtkosten dieser 440 Meuten auf 10.200,000 Mark. EntsHidigungsansprüche und andere Ausgaben können mit 3.000.000 Mark festgesetzt werden, sodaß also eine G:sammtsumme von 13.200.000 Mark herauskommt. Diese Schätzung ist durchaus nicht übertrieben; andere Sachverständige auf diesem Gebiete geben noch weit höhere Schätzung' an denn die Summe wird noch äußererdentlich vermehrt, wenn man hinzurechnet, wieviel Geld für Pferde un Futter, für die Kleidung der Jäger und der Diener, für Pferdedecken, Sätiel, Thierärzte, Ställe usw. ausgegeben wird. Im Vereinigten Königreich ci bt eö fast 100.000 Jagdpferde, die 100,000,000 bis 140.000.000 Mark kosten; weitere 80.000.000 bis 100.000.000 Mark kostet ihre Erhaltung. St:
Werth der Hunde ist nicht so leicht zu schätzen, da lhr Preis sehr stark dlfferirt; es giebt 12.000 Paar für XU Jagd verwendete Hunde. D?e größte Summe, die je für eine Meute ge?eben wurde, ist 64.500 Mark, die Lord Susfield für Mr. Lambtons berübmt; Meute gab. Colonel Cook giebt folgmde Berechnung, wen man mit fünfzii Paar Hunden viermv- wöchentlich Zagt: 14 Pferde 14.000 Mark;xHundefut!cr 5500 Mark. Löhne für Jager 6000 Mark, 2 Piqueure und Fütterer 4270 Mark, Feuerung 1000 Mark. Steuer 2400 Mark, Verstopfen der Fuchsbau1600 Mark. Sattelzeug 2000 Mark. junge Hunde und Ausgaben für Forstreviere 2000 Mark, sonstige Ausgaben 4000 Mark. Gesammtsumme 42,700 Mark. Abgeführte Lügner. Ende September verbreiteten sozialdemokratische Blätter in Kiel unerhörte Anschuldigungen gegen die Kriegsmarine. Danach sollten deutsche Kriegsschiffe und Torpedoboote am 21. September dem versinkenden deutschen Segelschiff Dorothea trotz Nothsignal und Notbflaaae keine Sülfe leistet haben. Der Gewährsmann war der Führer der Dorothea. Die letzt beendete see amtliche Verhandlung hat die Unhaltbarkeit der Beschuldigungen ergeben. Der Schiffer behauptete, ein Panzerschiffsacschwader sei ihm vor Schiel münde in einem Abstand von 4 bis 5 Seemeilen, also einer vollen deutschen Meile, begegnet, er habe ein Horn geblasen. Selbstverständlich ist ein Hornstgnal auf solch beträchtliche Enlfernung. nicht hörbar. Das Flottenkommando erklärt noch dazu, daß am 21. September kein deutsches Panzerschiff sich vor Schleimünde aufgehalten habe. Nach den weiteren Angaben der sozialdemokratischen Blätter sollte eine von Eckernsorde kommende Torpedo bootsflottille kurz vor dem Versinken der Dorothea in geringer Entfernung achtlos an dem Segler vorüberaefahren sein. Der Flottillenführer bestritt die Richtigkeit der Behauptungen aufs Entschiedenste, und der Schiffer mußte vor dem Seeamt einräumen, daß er keine Nothflagge, Kugel cder Korkfender unter der ??laaae aehißt habe. Der Reichskommissar hob das m:rkwürdige Verhalten des Schiffers beim Vorüberfahren der Torpedobootsflottille hervor: der Schiffer sah die Boote und machte sich nicht bemerkbar. Der Spruch des Seeamts betonte, .daß die im Samburaer Echo No. 125. 1904. vom Schiffer aufgestellte Behauptung. es seien deut'che Knegsschlfse Kenntniß davon, daß der Segler sich Zn Seenoth befinde, vorbeigefahren, ohne ilp Hülfe zu leisten, sich als unwahr herausgestellt hat.
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Haus, Huf und Knid H-H-n-i' ..... rn ?'!' 1 !' I1 1 I"H"I-M" U m Pet'role um flecke aus Fußböden zu entfernen, nimmt man ein Gemenge von drei Theilen trockenem Thon und emen Theil kohlensaurem Natron, wovon man beim Gebrauch nur eine kleine Menge mit Wasser anzurühren und in Form eines Breies auf die Flecke aufzustreichen braucht. Schon nach sechs bis acht Stunden sind die Flecke verschwunden, worauf der Fußboden gewaschen wird. Reinheit des Wassers zu erproben. Man fülle ein Glas mit dem Wasser, das wir in Verdacht haben, thue ein Stück Würfelzucker hinein und lasse es über Nacht an einem nicht zu kühlen Ort stehen. Ist das Wasser rein und frei von gesundheitsschädlichen Substanzen, so ist es am Morgen ganz klar; ist es aber milchig, so thut man am besten, solches Wasser nicht zu trinken. Die kupfernen und Messinggefäße werden wöchentlich einmal am besten mit wollenem Lappen, welchen man zuerst in Stearinöl und dann in fein pulverisirten Wiener Kalk getaucht hat, geputzt. Dann reibe mit einem trockenen Lappen und Pulver die Stücke solange, bis die Politur zum Vorschein kommt. - Das Putzpulver kann man sich selbst aus einer Mischung von Kreide, Branntwein und Seife herstellen. Makronen-Reis. Ein halbes Pfund Reis wird mit etwas Was-ser-Butter, Zimmt und Zucker steif ausgequollen, dann gießt man ein wenig süße Milch daran. Wenn der Reis gar und recht steif ist, zieht man ihn mit acht Eigelb ab und thut ihn in eine Porzellan- oder Mehlspeisenform. Ist er erkaltet, so kommt folgender Guß darauf: In den Schnee von acht Eiweiß gibt man Pfund Zucker, Pfund geriebene Mandeln und von zwei Citronen den Saft, streicht die Masse auf den Reis und läßt es bei gelinder Hitze Stunden gelbbraun backen. F l e i s ch k l ö ß e. Kalbfleisch wird von Knochen und Sehnen befreit und ganz fein gehackt. Ebenso zerhackt man eine Zwiebel, etwas Petersilie, frisches Ochsenmark oder ein Stückchen ungeräucherten Speck und gibt es dazu. Dann wird eine Semmel in Wasser eingeweicht, das gehackte Fleisch mit der fest ausgedrückten Semmel in eine Schüssel gethan, Salz und Muskat dazu und mit drei bis vier Eiern gut untereinander gerührt. Hieraus werden. Klößchen geformt und in Fleischbrühe gar gekocht. Von Schweinefleisch, Rindfleisch, Hühnern u. s. w. macht man die Klöße ebenso. Ein einfaches Hausmitt e l , um weiße Hände zu erhalten, ist folgendes: Man wasche die Hände in ziemlich warmem Wasser, daß sich die Poren öffnen und die Haut geschmeidig wird. Dann seife man sie tüchtig ein und tröpfle etwa einen Theelöffel Glycerin in die Hand und' wasche sie mit diesem Seifenschaum. Darauf trockne man sie, ohne die Seife abzuspülen, ab. Die Hände werden, wenn sie aufgesprungen sind, schon nach einmaligem Gebrauch heilen, und wenn man täglich mehrere Male beim jedesmaligen Wasehen sie so behandelt,' wird man bald eine schöne zarte Haut erhalten. Rostbraten mit RahmSauce und Schmor-Kartöffelchen. Anderthalb bis zwei Stunden. Vier bis fünf aus dem Roastbeefstück eines jungen Ochsen geschnittene Scheiben klopft und falzt man, legt sie mit Speckscheiden, Wurzelwerk -und einem Kräuterbündchen in eine Kasserolle, gießt etwas Fleischbrühe über, fügt einen halben Theelöffel Liebigs Fleisch-Extrakt bei und dämpft sie weich. Nun nimmt man die Fleischstücke aus der Sauce, stäubt über diese einen Löffel Mehl, gibt einige Löffel Bouillon, ein wenig Esstg hinzu, verkocht dies, seiht die Brühe durch, giebt sie in die Kasserolle zurück, verbindet sie mit einem Tassenköpf fettem, saurem Rahm und läßt den Rostbraten noch ein Weilchen darin durchziehen. Oel und Pomade. Die Entscheidung der Frage, ob man sein Haar einfetten soll oder nicht, müßte verständigerweise gar nicht von der jeweils herrschenden Mode, sondern allein von dem Zustand des Haares und der Kopfhaut abhängig gemacht werden. Es gibt Köpfe genug, bei deren Reichthum an natürlichem Fett eine weitere Hinzufüguna emes künstlichen Haarfettes ein schädlicher Ueberfluß sein würde. Wenn dagegen eine Kopfwäsche alles Fett aus dem Haare entfernt hat, so kann eine geringe Fettgebung auch bei diesen Köpfen nur von Nutzen sein. Viel großer ist jedoch die Zahl derjenigen, die bei fettloser und trockener Beschaffenheit ihres Haares einer regelmäßigen Einfettung derselben dringend bedürftig sind. .Das ist bei verschiedenen krankhafter'z Zustanden der Kopfhaut der Fall, namentlich bei dem sehr verbreiteten Schinn. Das Haar wird dann hart und widerspenstig in der Frisur, verliert seinen schönen Glanz und seine Weichheit und fällt durch seine Trockenheit auf. Dies vom natürlichen so abweichende Verhalten fordert mehr oder weniger dringend zum gewohnheitsmäßigen Gebrauch von Haaröl oder Pomade auf. Jedenfalls ist die Unterlassung desselben von entsckiedenem Nachtheil für das Haar.
Pferdedecken im Win t e r. Es ist gewiß sehr zu empfehlen, daß man Pferde, die sich heiß gelaufen haben, mit einer Decke einhüllt, um Erkältung, Gliedersteifheit und ähnliches zu vermeiden. Häufig genug sieht man, daß gegen diese erste Regel der PferdeHaltung in leichtsinnigster Weise verstoßen wird. Aber beinahe ebenso falsch ist es, die Pferde schon während de Laufens eine Decke tragen zu lassen. Man glaubt, damit den .Thieren etwas Besonderes zu thun, eine Annahme, die jedoch nicht zutrifft, weil die fortdauernde feste Bedeckung das Schwitzen vermehrt und. der Haut dann gerade im Ruhezustande die trockene aufsaugende Umhüllung fehlt, die nothwendig und willkommen wäre. Durch dies falsche Verfahren wird sicher der Grund zu Krankheiten gelegt. Das Pferd hat seinen natürlichen Pelz und braucht keinen Ueberzieher. Das Steifwerden der Schweine. Das Steifwerden der Schweine ist die Folge eines Knochenleidens, welches aus Mangel an phosphorsaurem Kalk in den Knochen entsteht. Ist das Futter, obwohl an sich gesund, zu arm an Kalk, so beseitigt man diesen Uebelstand dadurch, daß man Roggenkleie als Kraftfutter in stärkeren Gaben gibt oder dem Futter phosphorsauren Kalk beimischt. Bekommen dennoch die Schweine die Lähme, so ist dies nach allen Ersahrungen eine Folge von ungeeigneter Futtermischung, wodurch die Verdauungsorgane erkranken Namentlich kommt dieser Fall häufig bei Ferkeln und jungen Schweinen vor. Vei Thieren in diesem Alter hat man deshalb die größte Sorgfalt auf die Zusammensetzung des Futters zu richten. Das Eierfressen der Hühner beginnt in der Regel im Winter bezw. im Anfang der LegePeriode, wenn die Hühner vielleicht in einem dunkeln, engen Raum ohne Bewegung ihre Existenz fristen müssen. Wenn dann ein Ei zerbricht, entweder weil es zu dünnschalig ist, oder weil es aus dem Nest gestoßen und zertreten wird, so ist der Anfang gemacht, und man merkt in der Regel das Unheil' erst, wenn bereits sämmtliche Hühner sich diese Untugmd angewöhnt haben. Man streue ihnen deshalb, namentlich bei kälterer Jahreszeit, die Körner nicht auf den nackten Boden, sondern auf Schutt, Häcksel und ähnliches, damit sie das Futter suchen müssen und sich erwärmen können, auch gebe man ihnen genügend phosphorsauren Kalk. Zur Ziegenhaltung. Der Aufenthaltsort der Ziegen muß geräumig, trocken und luftig, jedoch nicht zu zugig sein. Für Nässe und Zugluft sind die Thiere ziemlich empfindlich. In dumpfen und unreinen Ställen bleiben die Ziegen nicht gesund, und die Milch nimmt auch einen scharfen Geruch und Geschmack an. Durch öfteres Lüften ist daher für eine gehörige Lufterneuerung zu sorgen. Durch regelmäßige Einstreu muß man den Ziegen ein trockenes Lager bereiten, da sie sich durch Nässe leicht Gliederkrankheiten zuziehen. Bei Ziegen, welche immer im Stalle gehalten werden, darf man nicht vergessen, ihnen von Zeit zu Zeit die Hufe zu beschneiden, da sich diese sonst umlegen und den Thieren das -Gehen und Stehen erschweren. Verhütung des Vorlammens bei den Schafen. Eine vorzeitige Geburt kann bei den Schafen herbeigeführt werden, wenn sie zu schnell laufen oder sich drängen. Aus diesem Grunde muß man das Hetzen mit Hunden und das Drangen bei dem Ein- und Austreiben vermeiden. Hochträchtige Mütter sollte man von den übrigen Thieren absondern und in kleineren Abtheilungen zusammenstellen. Ebenso nöthig ist es, daß man Mütter, welche einer weichlichen Rasse angehören, vor der Ungunst der Witterung und vor dem Liegen auf kaltem oder feuchtem Boden schützt. Schlempe als Schweinef u t t e r. Schlempe läßt sich mit Vortheil auch an Schweine verfüttern. Bei' der Mast empfiehlt es sich, die Hälfte Schlempe und die andere Hälfte gedämpfte Kartoffeln mit dem sonst üblichen Kraftfutter zu geben, um so die Schweine schneller fett m machen. Ein Zusatz von Vuttermilch erhöht die Freßlust der Thiere. Nach den bisherigen Erfahrungen kommen Krankheitserscheinungen bei Schlempefütterung nicht vor. Junge und alte Tauben. Eine junge Taube läßt sich an der Blässe ihrer Färbung, an den glatten, geschlossenen Füßen und an den langen gelblichen Flaumfedern erkennen, welche zwischen ihr Gefieder eingestreut sind. Eine alte, schon ausfliegende Taube hat roth gefärbte Füße und keine Flaumfedern; finden sich letztere Erkennungszeichen, so ist sie für den Tisch als schon zu alt anzusehen. Gegen Kälberdurchfall hat sich stets folgendes Mittel, in drei Portionen gegeben, bewährt: Nimm ein Ei, ein kleines Glas Rum, eine halbe Muskatnuß, fein gerieben, und so viel Weizenmehl, daß ein steifer Teig fertig wird, und theile es in drei gleichgroße Portionen, die dem Kalbe Früh, Mittags und Abends gegeben werden. Frost an Topfgewächs e n. Topfpflanzen, welche etwas durch Frosi gelitten haben, bespritze man mit recht kaltem Wasser und stelle sie etwa 24. Stunden lang an einen kühlen und dunklen Ort, bewahre sie aber vor ieder Äualuft.
