Indiana Tribüne, Volume 28, Number 106, Indianapolis, Marion County, 24 December 1904 — Page 4
Jttvtana Tribüne,. Dezember 1903.
Jndiana Tribüne. HerauigeAcHin von drr utenderg Es. - Indianapolis, Ind.
vany O. Thudinm Präsident. GeschäftSloeal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 260. fcrtered at the Post Office oi Indianapolis as second eins matter. Fröhliche Weihnachten! Regen und grauer Himmel, die so aar nicht vx einem richtigen WeibnochtS feste passen, sind uns diesmal beschie den. Keine tanzenden Schneeflocken, kein Schellengeläute dahinsausender Schlitten, wie sich das eigentlich gehört. grüßen Auge und Ohr. Grau in Grau liegt Alles da. Selbst die noch übrig gebliebenen WeihnachtZbäume, die dem Courthouse-Platze einen festlichen An strich gaben, lassen trauernd die Zweige sinken und sehen so grau au wie ihre Umgebung. Mißmuthig platschen Käufer und Käuferinnen, deren Weihnachtstisch noch nicht bestellt ist, durch die Pfützen, die sich in den Löchern im StraßenPflaster gebildet haben; und nicht etwa fromme Weihnachtswünsche sind es, die der Administration, welche so tresflich für die Straßen zu sorgen versprach und sich nun augenscheinlich gar nicht darum kümmert, dargeblacht werden. Der Rauch aus riesigen Schloten der großen Gebäude machte sich lästiger be merkbar wie sonst, denn er fiel in großen Flocken schwer zu Boden, ein schwarzes Gestöber statt des eigentlich vorschriftsmäßigen weißen. Aber all das thut der richtigen Weihnacht-freude keinen Abbruch, denn die kommt doch von Innen und kann nur in ganz g ringem Maaße durch äußere Einflüsse gedämpft werden und dann hat man ja auch die Hoffnung, daß am nächsten Tage echtes Weihnachtswetter eintritt und das nasse graue Gestern ist dergessen und froh tust man allen seinen Freunden ein Fröhliche Weihnachten" zu. Tas schwierigste Problem, das dem Congresse zur Lösung vorliegt, scheint der Jnaugurations'Ball zu sein. Um die Weihnachtszeit gelten die Sympathien Derer, die sonst mit den Japanern halten, unzweifelhaft den armen, ihrem Heim entrissenen Mu schiks. .. Wie wackere Streiter hielten gestem selbst im strömenden Regen die Soldaten der Heilsarmee bei ihren Kes seln Wache. Mag auch nicht jeder mit den Methoden dieser Leute übereinstimMknz ihre' Ausdauer im Dienste der Wohlthätigkeit sichert ihnen das Wohlwollen des Publikums.' Tas Prachtalbum des Williams burger Sängerbundes,dasEhrengeschenk dieses Sängerverdandes für Kaiser Wilhelm den Zweiten von Deutschland, wurde jüngst von dem Brooklyner Congreßreprüsentanten Frank E. Wilson im Gebäude der deutschen Botschaft dem deutschen Botschafter Baron Speck von Sternburg feierlich übermittelt. Das Album, ein prachtvolle Erzeugniß mo derner Buchbmderkunsi, enthält eine Kantate, komponirt von Dr. Felix Jäger, einem Mitglied des Verbandes, welche zum ersten Male auf dem golde nen Jubiläum des Williamsburg Sän gerbundeS am 15. Januar 1905 Sffentfich vorgetragen werden soll. Baron v. Stern'burg nahm das Geschenk als Wer treter Kaiser Wilhelm's in den Wer. Staaten entgegen und sprach den Gedern, soweit das in seiner Macht stand, den vorläufigen Dank des Empfängers der herrlichen iGabe aus. In seiner Ansprache an den deutschen Botschafter legte Congreßrepräsentant Wilson mit kurzen Worten dar, daß er von dem Williamsburg Sängerbund, dem ölte sten deutschen Gesangvereine Brook lyn'S, dazu ausersehen worden sei, dem deutschen Kaiser dieses Ehrengeschenk durch dessen ossiziellen Vertreter in den Ver. Staaten zu übermitteln. Das Prachtalbum mißt 12 bei 155 Zoll und ist in gepreßtes rothes Marokko Leder gebunden, mit vergoldetem Schrügschnitt'Rand. DaS SBibtmtngsMatt Ij: aus weinfarbener Moireseide hergestellt und die Kantate ist auf den folgenden Seiten in grauen Pastell rahmen angebracht. Das Prachtal bum ist in ein Portefeuille aus rothem Seidznsammt eingeschlossen. Admiral Dewey's Allgemeine Ma rinekommijsion hat ein Schiffsbaupro gramm entworfen, welches die Bewilli
gung von fast S42.000.000 für dre
Panzerschiffe, fünf mittelgroße Kreuzer, sechs Torpedoboote, sechs Torpdojüger und zwei Kohlenschiffe einbegreist, und Sekretär Morton indossirt dieses Pro gramm. DaS Budget der letztverflosse nen Session enthielt Bewilligungen sür ein "Panzerschiff, zwei große Kreuzer, drei mittelgroße Kreuzer, zwei Kohlen schiffe, und einige UnterseeTorpedo boote, welche insgesammt ohne Pan zerung eine Bewilligung von $22,500, 000 involvirten, und sür Armirung etc. $14,000,000 mehr, also inSge sammt rund S37,000.000. ES wur den somit 5 Millionen Dollars weniger. als je&t vorangeschlagen, und doch war das Marine-Budget auf S 102,000,000 hinaufgeschraubt. Daß für die Armee weniger gefordert würde, als letztes Jahr, erhellt ebenfalls nicht. Das Ackerbaudepartememt wird ungefähr eine Million mehr fordern, hauptsäch lich, weil die Bewilligung von ändert halb Millionen für daS neue Departe mentsgebäude nicht genügt, daS Post departement wird mehr verlangen als voriges Jahr, und die übrigen Departe ments werden wohl nicht zurückstehen. Eine Fluß und Hafenbill war beim letzten Budget nicht eingerechnet, und fär öffentliche Gebäude war auch nur soviel vorgesehen, als die laufenden Kontrakte absolviren. Wie soll nun das Gesammtbudget herabgefetzt wer den ? In dem zur Veröffentlichung gelangten Jahresbericht des Sekretärs Hitchcock vom Departement des Innern ist eines der Hauptkapitel dem Pen sionsbureau gewidmet. ES ist daraus ersichtlich, daß am Schlüsse des Fiskal jahres (30, Juni 1904) die Gesammt. zahl der Pensionäre der Ver.' Staaten sich auf 994,762 stellte, was .im Ver gleich mit dem Vorjahre einen Rück gang von 1783 an der Zahl bedeutet. Insgesammt kamen während des Iahres 47,374 neue Pensionäre auf die Liste und 49,157 kamen von der Liste. Die Pensionsliste umfaßte am Schlüsse des Jahres die Namen von 720,315 Soldaten und von 273,841 Soldatenwittwcn und Kindern und von 606 Armee-Krankenpflegern. Aus dem Re volutionSkrieg sind noch drei Pensio näre vorhanden und zwar eine Wittwe und zwei Töchter. Aus dem Krieg im Jahre 1812 sind 919 Pensionäre vor Handen; aus den Jndianerkriegen 5886, aus dem Krieg mit Mexiko 13,035, aus dem Bürgerkrieg 326,759, aus dem Kriege mit Spanien 16,829 und Pensions-Berechtigte laut Gesetz vom 27. Juni 1890 618,596 Personen. Vom Jahre 1790 bis zum 30.. Juni 104 sind insgesammt $3,182,769,. 018 süc Pensionen verausgabt worden. Der Commissür schätzt, daß durch To dessülle die Liste der Pensionäre im laufenden Fiskaljahre um etwa 17, 000 abnehmen und daß die Zahl sich durch andere Ursachen um 5,000 ver ringern wird. Der Höhepunkt der Pensionen der Zahl nach wurde im Juli 1902 erreicht, in welchem Monat 1.001,494 Pensionäre auf der Lifte standen und diese Zahl dürfte unter den bestehenden Bestimmungen nicht wieder erreicht werden. Unfälle. Frau MaryKöehne, 622 Oft Walnut Str. wohnhaftkam auf dem Seitenwege an der Massachusetts Ave. so unglücklich zu Falle, daß sie mittels Ambulanz in ihre Wohnung gebracht werden mußte. Wm. P. Co a l e, 66 Woodruff, Chefinspector der Atlas Engine Werke, kollidirte gestern Abend mit einem Jr vington Straßenbahnwagen, wurde jedoch glücklicherweise nicht schwer ver letzt. ' Coale stand im Begriffe, an der Delaware Str. die Washington Str. zu kreuzen und ging einem östlich gehen den Wagen aus dem Wege, als er durch den westlich fahrenden Wagen getroffen und am Kopfe schmerzlich ver letzt wurde. A..J. Beck, ein Kutscher in Diensten W. D. Beck, erlitt in einer Kollision zwischen seinem Geführt und einem Straßenbahnwagen, eine zerbrochene Rippe. Beck fuhr an der West Wash. iugton und Birmingham Str. aus die Geleise und wurde von dem Wagen ge troffen, er wurde etwa 1520 Fuß weit geschleudert. Nachdem seine Ver letzungen verbunden waren, wurde er nach seiner Wohnung überführt. Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negensburger Marien Kalender für 1905 stnd durch unsere Office zu beziehen.
Der Aeöcrzug.
Niiencr Skizze von E. Pötzl. So gegen acht Uhr Morgens pflegte der Herr von Nigerl sein Beltzeug zu lüften. Dies aesqay infolge emer letzt willigen Anordnung seiner Frau vor ihrer Abreise zu der Tante im Kampthale. Franz," hatte sie mit einem zufriedenen Blicke auf die kahl geräumte, jeder Bequemlichkeit beraubte Wohnung gesagt, i übergib Dir alles rein, ka (stauoerl is oa; na, und a Ungeziefer gibt's Gott sei Dank bei uns ebnet. Aber das fag' i Dir: 's Bett muaßt alle 2aa7 rn der ruab zon Aemter leg'n. daft's ordentli auskühlt, sonst wachsen die Wanzen von selber. Wann x was sind , wenn i z'Haus komm , nachher schau Dl an! Aber Resi, könnt' das net der Stutz thuan?" fragte der Hausherr etwas verorojjen; zu was hab' x denn den Klachel?" Der Stutz?" eiferte die Frau von yngerl; i maß gar net, wlas D mir vorkommst. Kennst' do, den Patschachter. Er is ja so weit a braver Kerl. oatz ma alles unversperrt vor ihm lassen kann, aber wo er hingreift, da is der Tod d'rauf. Wenn der Tei Bettzeug lüft'. so kannst D'r die Polster m der Nachbarschaft z'sammllauo'n. Is anua. daft er mit seine Dienstmannklebeln aufbett'. Naan, 's wird Di net umbringen, wennst Du 's Bettzeug feider zon Fenster trägst." Was soll'n si denn die L-ut' denlen, wenn i 's Leintuach aussibeutel?" Nix werd'n sa si denk'n. als daß D' Dein G'hörtsich hab'n willst. Reinlichkcit is ka ScharcdV Und dabei blieb es. Jeden Morgen, wenn der Dienstmann Stutz dem Herrn von Nigerl aus dem nächsten Kaffeehause das Frühstück brachte, lag das Bettzeug bereits säuberlich geordnet am Fenster, das Leintuch über die Brüstung gebreitet, darauf Polster und Decke, daneben stand je ein Matratzentheil, dem Luftzuge preisgegeben. Nach dem Frühst"ck, während der treue Stutz in der Küch? die Kleider putzte und bei dieser Verrichtung einen unnatürlichen Lärm verübte, ging der Herr von Nigerl, seine Cigarre rauchend, im Ztm mer auf und ab, mitunter bei dem Vettzeua am Fenster stehen bleibend und sein Werk bewundernd. An emem herrlichen, frischen Morgen. der durch seine erquickende Küble eingeladen hatte, das Bettzeug so weit als möglich hinauszulegen, vernahm der Dienstmann in der Küche seinen Namen mit solcher Heftigkeit gerufen, daß ihm vor Schreck die Stiefelbürste aus der Hand fiel. Siu u utz!" . ;, Schaffen, gnä Herr?" ,.',. Stutz, schaun S' Ihnen mein Bettzeug an. Jessas. is was awig'fall'n?" ' Das net, viel ärger . . ." War Jhna 'leicht übel in der Nacht. gnä Herr? ..." Frag'n S net so viel. S:e Karpf. schau'n S' hin." Stun trat naber und erbob nach kurzer Besichtigung des Bettzeuges die dicken Arme anklagend gegen den Htmmel. , ' Ui Jegerl, a Tauben!" . . A .anziae Tauben, kann das net g'wesen sein, das - warn eahner sechs bis sieben solche Galinavöael. sunst kunnt' die Pletschärn net so groß sein. Da ichau'n her: am Polster, aus der Deck'n und 's Leintuach bat a no an Flitzer derwischt." , Is do nur ane a'weien. an'a. Serr. ma glaubt gar net, was so a Viecherl innehat, b'sunders die Stadttauben. Da hab' i amal a neuche Kapp'n ausg'fakt und am selben Taa' no bat m'r so a Rabexviech..." A Kappen is leicht zon erseken. Aber was thuan m'r mit der Bettwäsch'? Mei faau bat mir kein' andern Ueberzeug herausd lassen, weil s' eh bald wieder kommt." jJla, x kunnt's ia auswasch'n: bis auf d' Nacht is's wieder trocken." Pfui, was fallt Ihnen em! Laufen S' fort und fraaen S' in einer Bettwaarenhandluna nach, ob s' folche Ueberzüg' hab'n." Stutz setzte seme . kurzen krummen Beine in hurtiae Beweauna. wendete sich aber an der Thür zurück, um seine Meinung zu hinterlassen: I hab' Jhna's immer g'sagt: lahnen S' des Bettzeug net so weit aussi.' geb'n S' es auf Sesseln herinnat. Wann S' des than hätten, wär' Jhna ka Tauben d'rüberkommen. so kunstferti is kane." Schaun S' daß S' weiterkommen. i brauch Jhnere Weisheiten net. Und werd'n S' glei das Scheibbandl weggev'n, was (b hinten m die Hosenschnalln hineing'strickt hab'n! Zu was brauchen S' denn a Scheibbandl bei meiner Bedienung? Vielleicht kommen .S' nächstens no mit ein' Veisser daher! .)iaz sein S a Stubenmadel, versteh' S'. ka Möbelpacker net!" Stutz lehrte nach kurzer Zelt unverrichtete? Dinge zurück. Se hab'n kane Ueberzua' nrtl. de müass'n erscht ang'schafft werden," berichtete er kleinlaut. Na alsdann, schrie Niaerl voll Zorn, das kummt davon, wenn ma ?tf lp. ir s.iv' in yni !S lii tm tiytHtrn yuu, wenn aus eina'sverrt wird, als wenn ma a Schränkwerfer wär'! Soll i am naaeten Bett schlafen? I zwg m's Hotel und So können Jhna Scheibbandl nehmen und zon Wasser aroT'
geh'n. I pfeif' auf Jhna Bedienung,
wann a anzige. Tauben un Stand is mi obdachlos z'machen." Unterdessen war Stutz in das Nebenzimmcr gewatschelt und kam mit einem verschmitzten Gesichte zurück.' I wußt schon, wia m'r 's Bett wiever überziag'n kunnten." sagte er. aber die gna Frau wird halt ein' Murrcr halten." Das is mir hiatz't alleseins," cntgegnete Nigerl entschlossen, hätt' s' d:e Schlüsseln dalassen. Was meinen S' denn. Stutz?" Na. da drinnen im Sitzzimmer fein so schöne Ueberzüg' auf die Möbeln; de kunnten m'r Herrichten für's Bett: a paar Sesselüberzüg' für die Polster und den großen Ueberzug vom Sofa sur die Steppdeck'n. Na, und den klan' Spritzer im Leintuach, den wasch' x Jhna halt aus." Der Herr von Nigerl blickte den Nathgeber überrascht an. Is guat." sagte er, da hat wieder amal a blinde Henn' a Wazkörndl g'funden. Hol'n S' ein Spagat oder a Wo3 und a Heftnadel. Zuaschneid'n tonnen mir die neuchen Ueberzug' mit der Papierscheer. Tummeln S Ihnen!" ' Als Stutz mit seinen Einkäufen zu rückkehrte, hatte der Herr von Nigerl die Möbelhüllen schon auf dem großen Eßtisch ausgebreitet und sie nach dem Maß des. Bettzeuges zugeschnitten. Stutz zeigte ihm Heftwolle -und eme Nadel. Des is ja eine Spicknadel," fuhr ihn Nigerl an, das Instrument pru send. Abelei, aber i hab' die alleraröbste Heftnadel g'nommen, weil ma si leichter thuat damit. Die Frauenzimmer kinnans Nah'n besser als unseraner. Lassen S' mi nur mach'n,. gnä Herr, s! t-nAvV'v tn'.? " yiti iutiu ii in i;? iuu ii. Mit seinen ungelenken Trommel schlägelfingern stach er die Nadel wie ein Bajonett in die Decke hinein. daS stellenweise die Watte vorwurfsvoll herauslugte. Aber nach einer Weile war die nothdürftige Deckenkappe fertig und es kamen die Polster an die Reihe. De werd'n sogar fein werd'n." versprach Stutz; i hab' a paar Seidenbandeln miibracht, de ziag i durch die Löcher, de i in Stoff einischneid'. durch und mach', wenn der Polster drinnat is, schöne Mascherln, daß die G'schicht a Anseg'n hat. De rein' GlöckelPolster!" Löcher wollen S' hineinschncid'n, Stutz? Das kost' Jhnan Kopf, wann mei Frau z'ruckkommt." Ja, de Löcher müassen schon der gnä Herr auf Jhna G'wissen nehmen; ohne Löcher wußt i net, wie m'r de Polsterziechen z'sammbring'n soll'n. Schaun S' her. in die andern, was de Tauben ankladert hat, sein ja a Knopflöcher drinnat." Na in Gott'snam, thuan S', was S' woll'n. Stutz; Ueberzüg' muaß i hab'n, und wann's Graz kost." Es waren die thörichsten Polster, die je von Menschenhand erzeugt wurden, und sie sahen mit ihren farbigen großen Maschen so lächerlich aus, daß der Herr von Nigerl erklärte, er werde, in diesem Bette liegend, wohl einem Pfingstochsen ähnlich sehen. Aber sie konnten ihren Dienst thun, und das war die Hauptsache. So, hiazt wasch' i den Tauöendreck aus," meinte Stutz, geschäftig nach den beschmutzten Ueberzügen greifend. Net untersteh'," entgegnete Nigerl, leg'n SL s' nur, wia s' san, als Beweisstücke auf die Möbeln d'rauf, sunst glaubt mir mei Frau den ganzen Unglucksfall .net und greint mit mir als wia. Sie is so viel mißtrauisch." : - Stutz dachte eine Weile nach, dann sagteer kopfschüttelnd: Dös schon; aber wird Jhna denn d' gnä Frau nachher glaub'n, daß dös g'rad a Taub'n g'macht hat?..." Eine Leidensgeschichte. Eine Leidengeschichte seltener Art 'bringt Frau Charith Ann Keer in der gegen ihren Gatten Frank Keer gerich tetenUnterhaltsklage an die Oeffentlich keit. Der Klage nach heirathete sich das Paar im Jahre 1887 und 7 Kin. der, von welchen noch 3 am Leben sind, entsprossen der Ehe. Da sich ihr Gatte weigerte, die Kinder zu verfügen, über nahm sie diese Arbeit, jetzt aber, wo sie Mutterfreuden entgegensieht und völlig arbeitsunfähig ist, sind dieselben ohne Kleidung und barfüßig, fo daß sie sich gezwungen sah, die beiden ältesten der Schule zu entnehmen. Die zwei letztge nannten Kinder, versorgt sie allein und für den Unterhalt des anderen erhielt sie von der Seite ihres Gatten nur ge ringe Unterstützung wie sie sägt. Keer, giebt sie an, eignet HauS und Hof, hat 2 Pferde und Wagen und läßt eS an Futter für daS Vieh nicht fehlen, er arbeitet schwer, giebt aber entweder sein Geld für sich selber auS oder ver fügt über dasselbe in solcher Weise, daß sie glauben soll, er habe nichts und sei nicht fähig sür seine Familie zu sorgen. Außer der Versorgung ihres KmdeS, sagt die Frau, besorgte sie auch noch ihren Haushalt, besorgte daS Flicken und Stopfen, Wäsche usw. und arbei tete noch für andere Leute nebenbei; jetzt jedoch, wo sie arbeitsunfähig ist, stehe sie sich gezwungen, unter Anru fung des Gerichts, zum Wenigsten 525 per Monat Unterhaltsgelder für sich
und ihre Kinder zu erzwingen.
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