Indiana Tribüne, Volume 28, Number 105, Indianapolis, Marion County, 23 December 1904 — Page 6
Jndiana Qribüttc, 23. Dezember
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Europaische Nachrichten.
oessen.Aarmkkaöt. Darmstadt. In der hiesigen Zweigfabrik der Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt G. Luther, Aktiengesellschaft, erlitt der 19jähr!ge Zim mermann durch Absturz von einer Leiter einen Unfall, der seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. V i n g e n. Der Maschinenmeister Zachmann aus Wiesbaden hier in der Steinhäuser'schen Druckerei beschäftigt, gerieth mit dem linken Arm in das Getriebe der Schnellpresse und der Arm mußte infolge dessen bis an den Elbogen amputirt werden. D i e b u r g. Auf rragische Weise verunglückte der Gastwirth Tritsch zu Nieder - Kainsbach. Er gerieth vom Wege etwas ab und stürzte in die hart daneben fließende Verspreng und ertrank. Gießen. Das 1371 geborene Fräulein Emmy Winkler hat ihre elterliche Wohnung hier heimlich unter Umständen verlassen, die die Annahme rechtfertigen, daß ihr ein Unfall zugestoßen ist oder daß' sie sich ein Leid angethan. Mainz. Letztens fand hier die Enthüllung des Denkmals statt, welches die Stadt ihrem ehemaligen Stadtbaumeister Eduard Kreysstg in den Anlagen der Kaiserstraße errichtet hat, in der Nähe der Christuskirche, welche sein schönstes Werk ist. Waden. Karlsruhe. Ein Ende mit Schrecken nahm eine Versammlung des Grund- und Hausbesitzer - Vereins im Friedrichshof. Der Vorsitzende des Vereins, Architekt Benzinger, wollte in der Diskussion einige von Stadtrath Dewerth aufgestellte Behauptungen widerlegen. iJ3 n sich plötzlich mit einer Entschuldigung niedersetzte. Mit einer Handbewegung, als ob er sich etwas von den Augen wischen wollte, fiel er im nächsten Momente vom Stuhle. Ein Herzschlag scheint dem Leben des thätigen Mannes ein jähes Ende gesetzt zu haben. Bühl. Als zwischen Ottersweier und Bühl Kutscher V. Viox von Achern mit seinem Einspänner einen Reisenden nach hier fuhr, scheute vor einem Zigeunerwagen das Pferd und sprang auf die Seite. Der Wagen schlug an einen Straßenstein an, sodaß ein Rad zertrümmert wurde; Viox wurde aus dem Wagen und an eine Telegraphenstange geschleudert, sodaß er sofort das Bewußtsein verlor. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Der Reisende kam unverletzt davon. Dofsenheim. Bei der Wahl eines Bürgermeisters hiesiger Gemeinde wurde an Stelle des bisherigen Bürgermeisters Georg Apfel Rentmeister Jakob Ruland als solcher gewählt. Ruland erhielt 34 und der seitherige Bürgermeister 30 Stimmen. Die Vürgermeisterwahl endete mit einem traurigen Nachspiel. Der Sohn des alten Bürgermeisters Apfel wurde im Hof des Gasthauses Zu Rose" derart mißhandelt, daß er längere Zeit besinnungslos war und schwer krank darniederliegt. Der Attentäter wurde von der Gendarmerie verhaftet und in das Amtsgefängniß nach Heidelberg verbracht. E sch b a ch (Waldshut). In der Dunggrube des Müllers Meyer fand man den 60jährigen Straßenwart L. Huber von Gais bewußtlos in einer Blutlache liegend. Huber, welcher als friedliebender Mann allgemein geachtet war, starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Es scheint ein Unglücksfall vorzuliegen, da Huber sich auf dem Heimweg bei der Dunkelheit möglicherweise verirrte. Auf dem Gllterbahnhof wurde der 45jährige verheirathete Bremser X. Ritter, als er vom Dienst nach Hause gehen wollte, beim Stellwerk 2 von einer Manövrirabtheilung erfaßt. Der rechte Arm wurde ihm vollständig abgedrückt. In der Klinik mußte der Arm abgenommen werden. G L r w i h l. Pfarrer' und Kammerer Jos. Döbele, der erst kürzlich sein 50jährigesPriesterjubiläum feierte und bereits im 30. Jahre seiner mtlichen Thätigkeit in diesem Orte stand, wurde durch den Tod von einem tt näckigen Fußleiden erlöst.' Der bereits 80jähr:ge Greis unterzog sich noch letztens der Amputation seines linken Knies, die aber seine rasche Auflösung nicht mehr verhindern konnte. Der Mitinhaber der hiesigen Löwenbrauerei Adolf Huber ist flüchtig. Es heißt, er habe Wechselfälschungen in Höhe von 80,000 Mark zum Schaden des Stadtraths Osterwalter begangen. Nadol'fzell. Ertrunken sind im Zeller-See Pauline Engesser, Marie König und Sophie Osterwald, weiter der Sohn der Wittwe Engelmann von Jznanz, sowie Therese Graf und Agnes Hepfer von Weiler. Die Verunglückten, welche sämmtlich hier in der Schießer'schen Fabrik arbeiteten, fuhren nach Fabrikschluß trotz des heftigen Sturmes in einer leichten Gondel ab, die aber umschlug. WUrtternderg. Stuttgart. An dem Hause Hauptstätterstraß? 53 stürzte der mit Renovirungsarbeiten beschäftigte Zim mermann Wilhelm Burkhardt aus Ditzingen aus einer Höhe von 16 Meter vom Gerüst und war sofort todt. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau mit 5 Kindern. Der frühere Ge-
meindepfleger Frech von Degerloch, der nach Unterschlagung von 2025,000 Mark Gemeindegelder nach Amerika geflüchtet war, ist in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert worden. Kürzlich waren es 25 Jahre, seitdem M. Kübler als Kutscher bei Freifrau v. Entreß Fürsteneck im Dienst steht. Aus diesem Anlaß wurde der Jubilar mit einer goldenen Uhr und einem Geldgeschenk bedacht. H e i l i g k r e u z t h a l. In einem unbewachten Augenblick fiel das 2jährige Söhnchen des Stiftungspflegers Traub in den Ortsbach und ertrank. Kirchheim -u. T e ck. Beim Einnehmen des Nachtessens in der Wirthschaft zur Rose hier ist der hiesige Bauer Wilhelm Zeh erstickt. L i ch t e l. Der Gutsbesitzer Bauer hier wurde von seinem Pferde so un glücklich geschlagen, daß ihm ein Fuß abgenommen werden mußte. R e u t l i n g e n. In der Maschinenfabrik der Firma Ulrich Kohllöffel wurde der 37jährige Eisenbohrer Andreas Schnitzer beim Abstellen der Centralbohrmaschine vom Getriebe am 5kopse erfaßt, wobei er einen doppelten Schädelbruch erlitt, so daß das Gehirn bloßlag. Der Verunglückte starb bald darauf. Tübingen. Der Senior der hiesigen Jurisienfakultät, Professor Dr. Otto v. Franklin, beabsichtigt, mit Beginn des Wintersemesters in den Ruhestand zu treten. Der Gelehrte wirkt seit 1873 an der hiesigen Hochschule als Lehrer des deutschen Privatrechts, des Handels, und Seerechts und hat das 74. Lebensjahr vollendet. 'Bai hin gen' a. E n z. Der vor kurzem beim Bahnbau verunglückte Heinrich Flaig, dem der rechte Arm und das linke Bein abgenommen werden mußten, ist seinen Verletzungen erlegen. W i l d b a ch. Das vierjährige Kind des Fuhrmanns Haisch hier kam unter einen Karren und war sofort todt. Wayern. München. In den Maximiliansanlagen brachte sich der ViceWachtmeister Johann Iahn des 2. sächsischen Ulanen - Regiments (Leipzig) einen Schuß in die rechte Schläfe bei und verstarb alsbald. Die Leiche wurde in den östlichen Friedhof verbracht. Das hiesige Landgericht verurtheilte den Realitätenbesitzer Ludwig Eisenböck wegen Betruges und Meineidsverleitung zu einer Zuchthausstrafe von 3y2 Jahren. Berchtesgaden. Die 60jährige Sennerin Liesel des Glaserbauern in Königssee wollte zum Krautkaser, um dort noch verschiedene zurückgebliebene Gegenstände zu holen. Bei dem hoben Schnee kam sie aus Erschöpfung nicht weiter, blieb liegen und wurde erst später todt aufgefunden. D o r f e n. Revierjäger Hans Schuhbeck wurde auf der Jagd in Taufkirchen vom Pächter der dortigen Gemedejagd durch einen Schrotschuß so erheblich verletzt, daß er sich sosort
einer Operation im hiesigen KrankenHaus unterziehen mußte.' Trotz derselben verstarb Schuhbeck. 2c t l 1 1 f c tt5 e i Lichtenfelö. Korbmacher Georg Müller erschoß seinen Lljährigen Bruder während des Abendessens mit einer Jagdflinte. Die beiden Brüder waren wegen der Pflege ihrer kranken Mutter in Streit gerathen. Der Thäter wurde verhaftet und in das Landgerichtsgefängniß eingeliefert. Oberdorf (Markt). Das bei der Ortschaft Apfeltrang gelegene große Anwesen des Oekonomen Mich. Samenfink wurde bis auf die Grundmauern eingeäschert. Puchheim. In der hiesigen Station verschied der zweite Stationsvorstand Daßler. Derselbe hatte giftige Schwämme genossen. Die darauf folgende Erkrankung hatte einen t'odU lichen Ausgang. Daßler hinterläßt eine Wittwe und zwei Kinder, welche auch von den Schwämmen aßen und erkrankten, jedoch wieder gesundeten. Regensburg. Der seit dem letzten Corpsmanöver abgängige Schwere Reiter Hartmann vom 2. Schweren-Reiter-Regiment in LandsHut wurde von mehreren Unteroffizieren, die sich auf die Suche begaben, in einer Kiesgrube zwischen Untermassing und Weillohe sammt seinem Pferde todt aufgefunden. Trichtenricht (Naöburg). Das hiesige Dorf brannte bis auf drei Häuser ab; 6 Haupt- und 19 Nebengebäude sowie viel Vieh fiel dem wüthenden Element zum Opfer. Zehn Feuerwehren erschienen am 23iand platze. Die Brandleiter sind fast alle nicht versichert und nennen nun nur mehr das nackte Leben ihr eigen. Wörishofen. Nach voraufgegangenem kurzen Wortwechsel wurde der 22jährige Schmiedgeftlle Georg Schallmayer von hier von dem ebenso alten Schweizer Joh. Fischer aus Weinheim durch einen Stich in die Lunge getödtet. Der Thäter, der in Nothwehr handelte, wurde verhaftet und in das Uniersuchungsgesängniß nach Türkheim eingeliefert. Vyeinplarz. Bergzabern. Letztens starb hier im Alter von 67 Jahren der Vorsteher des hiesigen Forstamts, Forstrath Robert Bischoff. Der Verstorbene war seit 1893 hier thätig und ein eifriger Förderer des hiesigen Verschö-ti'runn2hmin2
(5in ideales ZkinderHeim. Zweckentsprechender Entsatz für der, sagtcö Familienleben.
Günstige Lage-Innere Einrichtung-Tchul, Schlaf und Waschzlmmcr Telbstbeschäfti gung nach Fröbel'scher SketHode- LuzuS an Lust ud Licht. Es werden aus so vielen Anlässen in Wort und Schrift allenthalben ideale Forderungen" erhoben, wie dies und das beschaffen sein müsse, um in jeder Weise zu genügen. Viel weniger hört man aber davon, wo einmal eine solche Forderung erfüllt worden ist. Da nun auch über die Einrichtung von Kindergärten und Kinderbewahranstalten schon viele Wünsche geäußert wurden, erscheint es angebracht, einmal ein wahrhaft ideales Kinderheim zu fchildern. Ein solches besitzt der Dresdener Vorort Loschwitz, der durch Schillers Aufenthalt im Landhaus des Vaters von Theodor Körner bekannt geworden ist. Der Zweck dieser Anstalt ist, Kindern unbemittelter Eltern im Alter von zwei bis sechs Jahren allwochentags von etwa früh sieben Uhr bis Abends um sieben in Obhut zu nehmen, geistig und körperlich zu beschäftigen, an Ordnung und Sauberkeit zu gewöhnen,' zu speisen und ihnen ihr Dasein froh zu gestalten. Der vor einem waldigen Berghang errichtete villenartige Bau, der Keller Erdgeschoß, Obergeschoß und Dachräume umfaßt, liegt in günstiger centraler Lage des Ortes. Ein von Oberlicht erhellter, geräumiger Vorsaal mit Treppenhaus empfängt den Besucher. Zur Linken sieht man die Küche, darin pyramidenartig aufgestapelt die 60 Tassen und Eßnäpfchen in weißem Email, die als Speisegeschirr dienen. Gegenüber, rechter Hand, liegt ein großer, von Möbeln fast völlig freier Raum: der Tummelplatz während der kühlen Jahreszeit. Hier werden Reigen aufgeführt, Spiele veranstaltet, ebenso gelegentliche Feierlichkeiten und die Weihnachtsbescherung. Eine weit offene Schiebethür führt in einen zweiten, wohl noch größeren Raum mit Tischen und Lehnbänken, der Schul- und Arbeitsraum. Hier wird früh Morgens Andacht gehalten, biblische Geschichte erzählt, das Gedächtniß durch Lernen von Gedichten und Liedern und die Hand in Selbstbeschäftigungen nach Fröbel'scher Ari geübt. Ein dritter Raum, etwas kleiner, ist der Schlafraum. Hier stehen an den Wänden ringsum weiche Pritschen, auf denen die Kleinen ein Mittagsschläfchen halten. Zu viert kommt ein Waschzimmer. Da hängen an der Wand, terrassenförmig angebracht, vier Waschbecken, so daß alle Kinder bequem daran Hantiren können. Jedem Becken führen zwei Wasserleitungshähne kaltes und warmes Wasser zu, das nach dem Gebrauch durch Umkippen der Becken entfernt wird. Der Fußboden dieses Zimmers und der Küche ist der Sauberkeit und des vielen Wasserverbrauchs wegen mit Fliesen ausgelegt. Die anderen Räume sind unten vollständig mit Linoleum bedeckt. Um Erkältungen durch Luftzug an den Wänden vorzubeugen, sind auch diese, bis zur Kopfhöhe der Kinder mit Linoleum ausgeschlagen. Das kommt zugleich wieder der Reinlichkeit zugute und verringert die Schmerzen bei gelegentlichem Anstoßen. Zu dem Grundton der Linoleumbeläge sind die Wände axz" eingestimmt, so daß sie z. B. über . rothbraunen Tiefe in Grün leuchten Oben, unterhalb der Decke, umzieht alle Wände ein breiter Fries. Dessen - Bildungen sind nun vollends dem Verständniß der Kinder und ihrer Welt angepaßt. Im Vorraum zeigt der Fries Gruppen von je drei Kindern, das in der Mitte mit weit ausgebreiteten Armen, als wollte es. die anderen als Ankömmlinge im Heim begrüßen. An der als Windfang dienenden Glasthür befindet sich ein niedliches Schwalbennest, im Sinne des Psalm 84, gewissermaßen als Symbol der Anstalt. Die Wände sind mit vielen schönen Bildern geschmückt. Sonst ist alles vermieden, was Kosten verursacht hätte, ohne unbedingt nöthig zu sein. Luxus herrscht allein an Luft und Licht. Ein großer Tummelplatz im Freien kommt in der schönen Jahreszeit zu diesen Innenräumen noch hinzu. Die eigentliche Kinderbewahranstalt umfaßt also nur das Erdgeschoß und Wird allen Anforderungen im Interesse des körperlichen und seelischen Gedeihens ihrer Insassen vollkommen gerecht. Im Obergeschoß wohnen Jbxt Unstaltsleitmn, die Anstaltsköchin und die Gemeindeschwester. Die Anstalt verdankt ihre Entstehung der Mildherzigkeit einzelner Kinderfreunde, und konnte darum so zweckmäßig und zugleich schön eingerichtet werden. Leichte Schulden. Am geängsten unter allen deutschen BundesMaaten mit Staatsschulden belastet ist das Herzogthum Altenburg. Während auf den Kopf der Bevölkerung in Brcmen 856 Mark, in Hamburg 597 Mark, in Lübeck 379 Mark, in Hessen '297 Mark. Württemberg 240 Mark, Bayern 236 Mark, Sachsen 233 Mark. Baden 226 Mark, Mecklenburg-Schwe-rin 209 Mark und Preußen 204 Mark Staatsschulden entfallen, ist Altenburg neben Weimar mit 4.94 Mark nur mi: I '4.53 Mark pro Kovf belastet.
. Wie der Befreiungskrieg 1813 ein edles Mädchen veranfaßte, in den Reihen der Kämpfer zu fechten und mit ihrem Blute ihre Liebe zum Vaterland zu besiegeln; wie jetzt auch in der Mandschurei . eine junge Russin durch ihren Heldenmuth von sich reden macht, so könnte etzt auch General v. Trotha in Südwestafrika über weibliche Kämpfer verfügen, wenn er wollte. In einem bei Spandau gelegcnen Haveldörfchen haben sich zwei .Bauernmädchen als Kämpferinnen für Südwestafrika gemeldet, sie haben in aller Form bei dem Meldeamt Spandau sich für Südwestafrika .notiren lassen und in ihrem Schreiben betont, daß allein die Liebe zum Vaterland das Motiv für ihren Schritt geWesen sei. Die beiden wackeren Dorfmädchen haben dann weiter bemerkt, daß, falls sie nicht mit der Waffe gegen die Wilden fechten dürften, sie um ht Erlaubniß bitten, als Krankenpflegerinnen in Südwestafrika, thätig sein zu dürfen. Das Spandauer Meldeamt hat die jungen Mädchen an das Rothe Kreuz in Berlin verwiesen. Sie werden wohl nicht nach Südwestafrika kommen, da sie doch immerhin für ihren schweren Beruf nicht ausgebildet sind. In Ruschwitz in Pomm e r n hatte eine Frau, um das fortWährende Zuschlagen der Hausthür, zu der drei Stufen führten, zu verhüten, eine Schnur an den Drücker und Thürrahmen gebunden, die in der Mitte eine Schleife hatte. Die Schleife wurde in Abwesenheit der Mutter von den Kindern als Schaukel benutzt, indem sie ihre Hände in die Schleife steckten, die Thür dann aufstießen und so mit der Thür hin und her baumelten. Während dieses Spiels' kommt die zwölfjährige Tochter aus der Schule; sie will nun auch so schaukeln. Dabei steckt sie Kopf und Hände in die Schlinge. Ein Windstoß reißt in diesem Augenblick die Thür weit auf, lachend zieht sie noch die Hände aus der Schleife, um nach dem Drücker zu greifen; sofort zieht sich aber schon die Schleife um ihren Hals zusammen. Die kleineren Geschwister stihen lachend daneben und freuen sich über die Gebeiden, die hervorquellenden Augen, und wie ihre Schwester strampelt und sich sträubt. Endlich wird eine Nachbarin auf das Gelächter aufmerksam. Sie befreit zwar sofort das unglückliche Kind aus der gefährlichen Lage, aber leider schon zu spät; die Kleine war schon erstickt! Ein eigenthümlicher Mord hält die Gemüther im'Haag in Aufregung. In einem der schönsten Theile des von Spaziergängern viel besuchten Scheveninger Parkes wurde eine etwa 35jährige, in Indien geborene Dame von einem jungen Burschen niedergestochen. Eine andere Spaziergängerin sah die beiden eine kurze Strecke zusammengehen, ehe dje That erfolgte. Sie gab eine Beschreibung des Mörders. Zwei Tage darauf beobachtete der Feldwächter Vermeulen im Haager Wäldchen einen jungen Menschen, der wie betrunken einhertaumelte. Die Beschreibung stimmte auf ihn, und als der Polizist zur Festnahme schritt, brach der Bursche in Thränen aus. Er ist der kaum 17 Jahre alte Sohn des Direktors einer großen Brot- und Mehlfabrik, Namens Brouwer, und er gestand, daß ihn die unbekannte Dame nach 'dem Weg gefragt habe. Er ging neben ihr her. Plötzlich bog er ihr den Kopf zurück und tödtete sie mit einem Stich seines Federmessers in die Halsschlagader. Er hätte übrigens, gab der Junge an, jeden anderen ermordet, der ihm zufällig in diesem Augenblick über den Weg gelaufen wäre. Brouwer selbst wird als ein sanftmüthiger, aber nervöser und energieloser Mensch geschildert, und seine Mutter klammert sich an die Hoffnung fest, daß nur die Sucht, die Thaten anderer auf sich zu nehmen, ihr Kind zu diesen fürchterlichen Angaben verleitet habe. JnWienerregtdas tragische Ende des 16jährigen Gymnasiasten Josef Raninger allgemeine Theilnähme. Raninger war der Sohn einer armen Wittwe, die Brigittenauerlände No. 32 wohnt und sich mühselig durch Handlangerdienste fortbringt, um für sich und die Ihren zu sorgen. Der Stolz der armen Frau war ihr 16jähriger Sohn Josef, der dasStaatsgymnasium in der Leopoldstadt ' besuchte und als einer der besten Schüler der fünften Klasse galt. Er war wegen seiner guten Fortschritte von der Zahjung des Schulgeldes befreit, aber auch Kleider und Studienmaterial wollte er sich von seiner Mutter nicht zahlen lassen, und während der Stunden, die er nicht in der Schule verbringen mußte, verdingte er sich selbst als Handlanger, um so Geld zu verdienen. Erst während der Nacht widmete er sich seinen Schulaufgaben. Kürzlich war er damit beschäftigt, von einem Schleppschiffe Obst an das Land zu tragen, und während er mit einem Korbe voll Aepfel von dem schmalen Stege zum Ufer des Danaukanals gehen wollte, rutschte er aus und stürzte in dasWasser. Er ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte. Zur selben Zeit, in welcher sich das Unglück ereignete, hielt das Professoren - Collegium des Staatsgymnasiums eine Sitzung an, in welcher beschlossen wurde, dem Josef Raninger in Anerkennung seiner vorzüglichen Studien ein Stipendium zu verleihen. Die Wohlthat kam zu spät.
Die rabiate E i e r f r a u.
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Lrau (bestellte Eier zahlend: . . . 60 64 68 72 72 76 Gigerl (muthwillig): 67 53 24 52 89 " Frau: Herrschaft, jetzt hat mi' der Lalli d'raus'bracht jetzt dcrf i' wieder von vor'n anfangen!" Erklärung. Richter: Sie haben diesen Herrn Schafskopf" und Lump" genannt! Wie kamen Sie dazu?" Angeklagten (Weinreisender): Schafskopf" hab' ich ihn genannt, weil er mir für vierhundert MarkWein abgekauft hat, und Lump" ... weil er sie nicht bezahlt hat!" Im Salon. Ich störe vielleicht, die Damen hat ten wohl gerade ein interessantes Ge spr'achsthema vor?" O nein, durchaus nicht, wir spra chen zufällig gerade von Ihnen." Immer derselbe. Räuber: Geben Sie mir sofort alles Geld, das Sie bei sich haben!" Schmierendirektor: Genügt nicht ein Vorschuß von zehn Mark?" Aus dem Lokalbericht. Einige Radaubrüder haben heute Nacht wieder die Ruhe unseres Städtchens durch wüste Raufscenen gestört. Unter den Verletzten befindet sich auch unser hochverehrter Herr Bürgermeister." Gemüthlich. Arzt (der zu einer schwer kranken Bäuerin geholt wurde): Donnerwetter, Bauer, warum habt Ihr mich denn nicht schon lange geholt?" Bauer: I ho halt denkt, wenn mer no a wengl warten, nache siehst Du eher, was für a Krankheit mei' Alte hat." Die Weisheit des Kv. r a n s. Der Koran verbietet den Wein, gestattet aber mehrere Frauen, weil er weiß, daß sich im nüchternen ZustandNiemand mehrereFrckuen nehmen wird.
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