Indiana Tribüne, Volume 28, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1904 — Page 7

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oman von S. Ö a i l h c i rn v V j t&it4ritttirbtt:trtrtüüK Fortsetzung Er schalt sich sentimental, er predigte sich Vernunft in allen Tonarten aber was half ihm dies? Das einzige blieb immer die Arbeit, sie lenkte ihn wenigstens für Stunden ab. Heute brachte die Post ihm wieder einen der Briefe von Frau von Sobotka, der ihn aus kurzer Ruhe aufschreckte, denn darin lag eine Einlage, die Hälfte eines Schreibens der Präsidentin an Eva. Während die erstere jubelnd meldete, Professor von Wanger und seine Assistenten hätten sie als vollständig gesrnid, sowohl geistig, wie körperlich, entladen, enthielt das Brieffragment der alten Dame Vorschläge und Berichte für Eva, welche letzteren dahin gingen, daß sie eine Wohnung ganz in der Nähe der eignen für Eva gemiethet habe. Der Kleine sei von seiner bisherigen Pflegemutter zu ihr gebracht worden, ein schönes, wohlerzogenes Kind, dabei aber immer doch ein überaus kräftiges Pflänzchen. dessen echte Iungensart es der Schceiberin Zweifelhaft mache, ob Eva im Stande sein werde, es zu erziehen. Jedenfalls findest Du den herzigen Jungen bei mir, sollst ihn erst mal eine gute Weile haben und Dich daran freuen, da Weitere findet sich." Von Agnes enthielt das Fragment nur die flüchtige Bemerkung: Ich begreife das Kind nicht, ich, die es unter meinen Augen aufwachsen sah! Meine Vermuthung, daß Döhlcrs jetzt offen hervortretende Neigung doch wohl die Ursache ihies so veränderten Wesens fei, scheint ein Irrthum; er that mir recht leid, denn sie lehnte ohne Besinnen feinen Antrag ab. ,Was fehlt dem Kinde?' fragte mein Sohn sofort, obwohl sie sich mit ihm gleich wieder auf die alte, scherzende und neckende Weise unterhielt." Ellern blickte erregt darauf nieder. Schickte Eva es ihm, weil sie daraus für ibn eine schwache Hoffnung keimen w Er wies die Freude über Döhlers" Mißerfolg zornig von sich. Wer war überhaupt Döhler? Agnes hatte den Namen nie erwähnt. Das Grübeln blieb; er war froh, als die Feierstunde schlug. Bei seiner Rückkehr fand er vor der Hausthür einen Menschen, den er nie gesehen und der anscheinend auf ihn gewartet hatte. Jcy vin der Heilgehilfe vom Schlosse und komme von Herrn von Sobotka," stellte der Mann sich vor. Herr Benatfchek hat mich entlassen, ich konnte mich mit der Frau Oberst nicht vertragen; man ist doch auch ein Mensch und hat seine Pflicht," setzte er hinzu. Ellern befand sich nicht gerade in der Stimmung, die voraussichtlichen Beschwerden des ihm unbekannten Mannes anzuhören.

Was da im Schlosse vorging, entzog sich jedem fremden Blick, noch mehr jedem Versuch einer Einmischung und wie hätte ihm ein solcher auch in den Sinn kommen sollen? Der Mann sah ihm offenbar seine Unlust an. Ich würde mich nicht erdreistet haden, den Herrn Baumeister zu stören," sagte er tief'erröthend, eine Stelle bekomme ich alle Tage wieder und der Herr Sanitätsrath hier kennt mich gut Herr von Sobotka bat aber so sehr." Was ist mit dem Sanitätsrath?" fragte aus dem ebenerdigen offenen Fenster der alte Herr selbst. Ah, Sie srnd's, Kiene? Und was will der Unglücksmensch?" Kommen Sie doch auf einen Augenblick herein. Ellern, ich habe was für Sie! Sie auch, Kiene. Erzählen Sie mir doch mal, was macht denn der Sobotka? Und der Oberst?" Die beiton Männer folgten dem Ruf. So, Kiene, nun mal der Reihe nach. Also was wollen Sie?" " Ich bin entlassen, Herr Sanitätsrath, ich sollte dem Herrn Oberst alle Nächte so starke Einspritzungen geben, daß ich riskirte, er wachte uns nicht wieder auf und da hat man doch sein Gewissen." Na, und da3 wollte ich Ihnen auch nur rathen, Kiene! Um Gottes wollen, haben Sie dem Frauenzimmer das Morphium gelassen? Es hat keine Ahnung roi: viel." Hier ist das Glas und hier das Rezept, Herr Sanitätsrato " Gott sei Dank. Recht so. Kiene Ich wollte doch mein. Gewissen rein galten, Herr Sanitätsrath Die dort im Schlosse können ja wohl die Zeit nicht' abwarten Der alte Herr hat aber ine Riesennatur, mir ist so was von Widerstand gegen die Krankheit noch nie vorgekommen der kann es noch Monate so machen Na, und wenn er dann unfriedlich wird, ode? sonst 'stör!, dann bekommt er eine Einfpritzung. Das Testament ist ja fertig, er hat hier eigentlich nichts mehr zu thun." Der erbitterte Hohn des schlichten Menschen bewies zur Genüge, wie sich sein ganzes Gefühl auflehnte gegen das Verfahren der Frau Oberst und Benatscheks.

Der Herr Mandatus' (so nannte man diesen jetzt im Schlosse) der ist noch hundert Prozent besser als die Frau Oberst; in seiner Gegenwart darf sie nicht schlecht gegen den alten Herrn sein aber !" Er zuckte die Achseln. Der Herr Mandatus hat so

viel Zeit nöthig, auf dem Sofa 311; liegen und Cigarren zu rauchen. Der kann nicht oft zu dem Herrn Oberst." Und fühlt der Unglückliche fein Elend?" fragte Ellern. O5 er!s fühlt? Lieber Gott, er ist doch kein Holzklotz! Die Frau behandelt ihn freilich, als ob er es wäre aber er weiß ja er hat es selbst so haben wollen. Nachts, wenn die Wirkung des Morphiums vorüber ist, da hat er schon öfter geweint und laut gebetet. An so einem Vett mochte ich sobald nicht wieder stehen, Herr Sanitätsrath Es ist nicht zum Aushalten, wenn er seine Frau anbettelt: Katharina, sei gut mit mir es dauert ja nicht mehr lange." Und dieser Frau hat er alles vermacht alles die Tochter bekommt nur ihr Kindestheil." Ellern bebte vor Grimm und Wuth. Evas Vater um Gnade bettelnd bei dem Weibe! Der Sanitätsrath legte ihm finster blickend, aber beruhigend die Hand auf den Arm. Was macht denn der Herr von Sobotka, Kiene? Die Pflege muß doch so schlecht nicht sein!" fragte er weiter. Was leben soll, das lebt! Herr Sanitätsrath haben das gewiß schon oft erfahren. Jeden Tag hab' ich gedacht, es sei der letzte, und seit einer Woche geht es wieder so leidlich " Das letzte Aufflackern!" Denk ich auch, Herr Sanitätsrath, aber er wollte ja partout Herrn von Ellern noch sprechen, darum schickt er mich hierher; er bat mich vom Himmel bis zur Erde. Und es wäre ungeheuer wichtig, sollt ich bestellen, wichtig wegen des Testaments für die junge gnädige Frau." Herr Sanitätsrath Sie sollten Frau von Sobotka sofort telegraphisch rufen; sie darf den alten Mann nicht so allein und elend sterben lassen," sagte Ellern erregt. Ach. da thäten der Herr Sanitätsrath ein gutes W?rk!" rief Kiene. Der alte Arzt wandte sich ohne ein weiteres Wort ab und trat an seinen Schreibtisch. Erzählen Sie weiter, Herr Kiene ich hatte vorhin den Kopf voll von eigenen Bitte was sollten Sie mir bestellen?" fragte Ellern unterdeß. Ja, das l nämlich 'ne Sache, die man so einem Herrn gar nicht zumuthen mag. aber auf andere Weise geht es überhaupt nicht. .Sie' läßt nämlich den Herrn Baumeister gar nicht zu ihm; sie ist wie ein Polizeispion im Hause herum bald beim alten Herrn, bald beim Herrn von Sobotka. immer auf Strümpfen. Wenn der Herr Baumeiste? zu ihm kommen wollen, kann es nur spät Abends geschehen, das ist die Zeit, wo sie mit dem Herrn Mandatus hinter der Flasche sitzt, und ich habe versprochen, daß ich den Herrn Baumeister hereinbringen will in' Schloß. Es ist nämlich furchtbar wichtig, sagt der arme Herr von Sobotka. Er hat Tag und Nacht keine Ruh er will es dem Herrn Baumeister sagen wegen der gnädigen Frau und dem kleinen Sohn, denen doch von Rechts wegen das ganze Hab und Gut gehören müßte. Er sagt, wenn Herr von Ellern es machen könnte, so wäre das ganze Testament des Herrn Oberst unguhg. Und noch an Eller herantretend flüsterte er geheimnißvoll: Der Herr Benatschek . soll em alter Liebhaber sein." Inzwischen hatte der Sanitätsrath von semem Tische ernen Brief aufqegriffen, den er Ellern offen zum Lesen hinreichte. Warten Sie doch mal, Kiene, tragen Sie dies eben hinüber auf's Telegraphenamt und dann kommen Sie wieder, Herr von Ellern soll den Brief da erst einmal lesen." Der Krankenwärter ging bereitwillig mit der Depesche. Ellern las; der Brief kam von Professor von Wanger und interessirte ihn schon um Evas willen in höchstem Grade, denn gleich cm Eigg berichtete der Professor sehr eingehend über diese. Dann kamen die Worte: Sie ist gefund! Ich habe mir kein Verdienst dabei erwerben können, nie aber habe ich mit solcher Freude die drei Worte geschrieben: Sie ist gesund. Dann kam aber ein anderer Passus. Bei meinem Dortfein traf ich flüchtig mit diesem Benatschek zusamme-, der nach Herrn von Ellerns Briefen an Frau von Sobotka jetzt dort mit der Frau Oberst die leitende Behörde svielt. Vielleicht ist es r.Utzl:cy. Daß lch Ihnen mittheile und Sie bitte, es Herrn von Ellern zu sagen, daß mir jetzt wieder eingefallen ist, jener Mensch sollte damals in seiner Garnison einer vollführten Erpressung halber verhaftet werden; man gab ihm aber im Interesse des Regiments Zeit zu flüchten. Es schwebt mir auch etwas wie eine gleichzeitige Heirathsaffäre mit fatalen Nebenumständen vor aber die .erste Notiz wird vielleicht genügen, den Menschen dort los zu werden, falls die Sache nicht verjährt ist. Jedenfalls werden wir jetzt sofort an das Bezirkskommando in Graz schreiben," sagte Ellern lebhaft. Kiene fnm iitritrf Iturn gutuu. Ich habe mich entschlossen. Herrn

von Sobotka zu besuchen," redete Ellern ihn an. Sie verabredeten das Nöthige. Der Kranke sei sehr schlaflos; nie schlummere er vor drei Uhr Nachts ein. Kiene wollte ihm heute Abend Nachricht zu-

kommen lassen, morgen Nacht wurde Ellern kommen. Der alte Sanitätsrath hatte als Kreisphysikus in den Nachmittagsstunden in der Stadt zu thun. Er kam selten dahin und kümmerte sich um die gesellschaftlichen Vorgänge dort niemals, so war ihm also der Herr, der in der Angelegenheit als einziger Zeuge vernommen wurde, völlig fremd. Später traf er denselben in einem Bierlokal noch einmal, sie erneuerten die Bekanntschaft des Morgens und kamen in ein längeres. Beide, gleich sehr interessirendes Gespräch. ' Der ehemalige mährische Gutsbesitzer war dort ein Nachbar des Oberst Altmann gewesen, er hatte Evas Heirath und die kurze unglückliche Ehe derselben gekannt und miterlebt. Später war er mit feinem einzigen Sohne von Garnison zu Garnison gezogen. Dieser hatte sich dann als Rittmeister hier verheirathet und durch einen der neuen Bekannten hörten sie nach Jahren zuerst wieder von Altmann und Eva, von Professor Wanger und Sobotka sprechen. Es ist merkwürdig, wie gewisse Menschen und ihre' Schicksale immer wieder sich berühren, wenn auch ohne jede innerliche Verbindung." sagte der Herr aus Mähren nachdenklich. Da treffe ich neulich auch noch einen Bekannten aus Graz bei meinem Vankier; der Mensch war dort Offizier, wurde aber einer ganz unmöglichen Heirath halber aus dem Regiment entfcrnt, hatte auch sonst noch eine schmutzige Geschichte auf dem holzSie meinen doch nicht den Herrn Benatschek, der V Natürlich! Den Mandatar des Oberst Altmann. Aber er hieß damals Vena von Benatschek so ist auch fein richtiger Name Bena und das längst verflossene Stammgut der Familie hat Benatschek geheißen, wird auch cz geschrieben. O, ich kenne diesen Gentleman sehr wohl er seinerseits hatte jedoch keine Ahn'ma. wer ick bin." Mi Sanitätsrath erzählte und der ande'.e horte mit großem Interesse zu. Es soll sich um Erpressung gehan delt haben, schloß er seinen Bericht. Da fuhr der einstige Gutsbesitzer lebhast aus. So war es! Jetzt fällt mir alles wieder ein. Der Bena hat einem ältlichen Herrn große Summen abgenom men; es hat sich für denselben um Liebesaventüren gehandelt, deren Beröffentlichung er unterdrücken mußte um jeden Preis. Ja ja und schließlich hat der Bena ihn doch zur Verzweiflung gebracht durch die unerhörten Zahlungen. Freilich, ich erinnere mich und auch, daß die Frau dieses Bena in die Sache verwickelt war " So redeten sie hin und her. Der Sa nitätsratl) blieb ungewöhnlich lange hinter denl Biertisch sitzen Er fühlte sich auf das Angenehmste erregt durch den m ?hm auftauchenden Gedanken. daß man doch vielleicht auf Grund solcher Neuigkeiten diesem sonderbaren Herrn Vena, oder Benatschek den Boden im Schlosse entziehen könne. Spät'fuhr er heim und als er sofort bei Ellern anklopfte, um dem das Gehörte mitzutheilen, fand er ihn nicht zu Haus. 19. Kapitel. Lern hatte die Nachricht des T' A Ms iMfrlAAA? VO llkA A A lllUlUtUfM ItUtlXI ItlUt WlUliC uc 7 fassen. Was für Mittheilunaen tonnten es sein, die Sobotka für so äußerst wichtig in Bezug auf das Testament des Obersten hielt. 11 giltig würde es sein? Dann ist es Deine heiligste Pflicht für die Frau und ihr Kind einzutreten," faßte er sich. Sobafd es Feierabend geworden und die Arbeiter entlassen war.-, suchte er Kiene aus. Können Sie Sobotka noch benack richtigen, daß ich heute Abend zu ihm kommen will?" fragte er. Das ganze Gesicht des Mannes lachte: Ich habe meinen Fieberthermometer bei Äerrn von Sobotka gelassen, den kann ich mir letzt gleich holen, zagte er schlau lachend. So melden Sie ihm, daß ich, etwas nach elf Uhr kommen werde!" Das Wetter war nach einem heftigen Nachmittagsgewitter regnerisch geolie ben; der Hochsommer gab sich herbst lich kühl, das dunklere und härter ge wordene Laub raschelte im Winde. Ich darf keine Möglichkeit zu Gun sten der armen Frau und des Kindeversäumen," hatte Ellern sich den gern zen San aesaat. um den immer wiede auMmenden ' Wioerwmrn gegen vu cmi.itfjtti - rr . ganze iuutiqjuaji im vs?u?uc zu uocrwinden. Daß Eva ihrem Gatten verziehen fand er in der Ordnung Sympathien i. Tij. e c icnnic er in iicq jux oen vegroaeq ling" nicht finden, der diese Frau um ihr Lebensgluck betrogen. Kiene erwartete ihn auf dem ver adreveten Platze, das Weib hat den Teufel im Leib, sie hat heute die Köchin und den Pferdeknecht auch weggezagt erzählte er sofort. .Ellern hätte kaum weiter hingehört wenn Kiene nicht binzuaesekt: .Deshalb hat sie selbst Sobotka fein Essen kochen und bringen müssen das verlangte der Herr Mandatus und eine fürchterliche Szene hat's inzwischen bei

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den Beiden gegeben, fagte mir der Gartenbursche Thomas."

Jetzt wäre das Schlimmste für.uns. wenn Herr Benatschek so viel Anstandlichkeit hätte und wollte vor dem Scklafen noch nüch seinem alten Kameraden sehen." Wer ist bei dem Herrn Oberst?" fragte Ellern. Nur der Thomas. Herr Baumeister aber der ist ein Junge von sechzehn. Jahren, ver schlaft wie ein Hamster j und der arme alte Herr kann um seinetwillen zehnmal im Herzkrampf bleibm" Großer Gott: isoa war hier dringend nöthig, .sie hätte nicht abreisen sollen! Aber freilich mit einer Triebe als Stiefmutter " Schwelgend gingen sie die wenigen Schritte durch den dunklen Garten. Wie em Dieb schleicht man sich heran!" dachte Ellern unbehaglich. Dann waren sie an Evas Wohnung. Die Balkonthür haben sie verschlossen und die Läden innen vorgelegt. Wie eine Festung ist s. Aber die Kochm hat mir den Kellerschlüssel gegeben: o, nicht jetzt schon neulich ich wollte doch mal ein Stündchen Luft schöpfen, ohne erst um gnadige Erlaubniß gebeten zu haben." Unter der Treppe, die zum Balkon führte, lag eine in das Souterrain gehende Thür. ' Der Schlüssel kreischte ein wenig. aber der Wind, der durch die Bäume rauschte, übertönte das Geräusch. Drinnen steckte Kiene ein Wachslichtchen an. Wir brauchen uns nicht zu fürchten," sagte er vom ganzen Dienstper sonal ist nur noch die Lotte da, das Hausmädchen, und wenn uns die sähe, verriethe sie es nicht, wenn sie auch der allergnädigsten Frau Oberst schmeichelt, der Geschenke wegen." Horchen Sie. Herr von Ellern da spricht die Gnädige; ihre laute Stimme hört man immer durch's ganze Haus." In der That sie hörten die Frau Oberst in zänkischem Tone reden dann Benatschek lachen, es klang spöttisch. Die sitzen wieder beim Wein, wie alle Abend. Einmal ist der Herr Oberst dazu gekommen, hatte sich allein an Stühlen und Tischen fortgeholfen war wohl eifersüchtig auf den Herrn Benatschek. Ich aß .gerade in d"r Küche mein Abendbrot und da war plötzlich ein fürchterliches Schreien und Schimpfen gegeneinander. Natürlich bekam er seinen Herzkrampf wieder; ich trug ihn nachher in sein Bett sie , half mir der Liebhaber war weaelaufen." Und in diese Zustände hinein mußte Eva zurückkehren! Es war schauderhaft zu denken. Leise traten sie in den Gang, an.welchem die Zimmer der Frau Oberst und nahe dabei die Krankenstube Sobotkas lag. Dort brannte ein kleines Nachtlicht am Bette der. Kranke stöhnte; zu erkennen vermochte (5 llern anfangs nichts. Dann aber erschrak er war. der Mann todt? Da bringe ich Ihnen Herrn von Ellern!" flüsterte Kiene, auf den Zehen an das Bett huschend. Sobotka schien ihm zu schlafen, er rührte sich nicht. Herr des Lebens, was ist mit ihm?" fuhr der Pfleger empor lief nach dem Nachtlicht und zündete die Wachskerze daran wieder an, die er vor der Thür gelöscht hatte. Damit leuchtete er Sobotka in's Gesicht. Der schlug die Augen auf schwer und mühsam schien es und sie blickten erschreckend starr. Herr von Ellern ist hier Sie wollten ihn ja durchaus sprechen," rief Kiene ihm mit gedämpfter Stimme in's Ohr. Hören Sie! Herr von Ellern! Wegen des Testaments." Langsam besann sich der Sterbende. Ein solcher war er das wurde Ellern klar. Die spitze Nase, dieser hypokralischen Zug in dem starren Gesicht konnte man mcht verkennen. Die großen Augen hatten schon fast den gebrochenen Blick. Aber letzt es war, als ob etwas wie Leben wieder hineinkam. Ellern! Gott sei Dank!" murmelte er schwerfällig und seine Hand suchte aus der Decke umher. Ellern legte die seine hinein die So botkas war feucht und marnvrialt. " Ellern! Eva das Testament. Nun schien er wieder den Faden der Gedanken verloren zu haben. Sobotka! Ist es Evas wegen? Was ist mit dem Testament?" fragte Ellern erschrocken und drmgeno. Ja! Ich komme schon. Testa ment! murmelte Sobotka erloschend. Plötzlich richtete er sich etwas auf. Das Weib sie ist seine Frau, Ellern! rief er mit ungeheurer Willensanstrengung und fiel wieder zurück Unendlich enttäuscht blickte dieser. -Sobotka laa und atbmete sckwer Kiene wischte ihm mit verzweifelter cm : . . ? r . , ciene oen cizmel von oer 'Älirn. Sah es Sobotka, daß Ellern i nickt verstand? hn Er zuckte ungeduldig, flüsterte mit riv,fY- rncj :.v.. rrY.i . v uiiyivvucui juu iuicuci uuiuci UIW P i ? jm i mm lUHle Mlt den Handen an semem Kopf kissen herum. Ellern beugte sick ;u ibm brab Aber er verstand nur zwei Silben: Älga Vlöklick sa& er unter kern Kanfttss, en hervor ein Stück Papier sichtbar wer den. Er-griff danach und zeigte eö So-

oona. (Fortsetzung folgt.)

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