Indiana Tribüne, Volume 28, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1904 — Page 5
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Böcke als Gärtner. In Shitomir im russischen Gouvernement Wolhynien wurden der Chef der Feuerwehr, Brandmeister Ossipow, und der Oberstleutnant Abramowitsch wegen Brandstiftung zu drei beziehungsweise zwei Jahren Zwangsarbeit verurtheilt. Beide verloren ihren Rang und ihre Orden. Kinderreiche Familie. Just 27 Kinder in 23 Ehejahren sind den Maurer Kuhn'schen Eheleuten in Dirschau, Westpreußen, bescheert worden. Darunter befinden sich mehrere Zwillingspaare. Bon den 27 Kindern sind zur Qvi 11 noch am Leben. Der Vater ist 'genwärtig 43, die Mutter 42 Jahre Ö Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt. Mucho's Longfellow". hmZQ No 1 W. Washington Str (Merchänts National Bank.) Ein europaisches Department. WchseizCreditbriefe und ' VoftanweisungenL auf alle Städte EurovaZ. Schisssscheine "r An und Verlauf ausländischen Geldes. emühen Sie sich nicht über ein Geschenk das Sie Ihren Freunden zu Weihnachten zu ma chen wünschen. Wenn nach allem im Zweifel, so entscheiden Sie sich für ein Spar Conto mit die ser Gesellschaft. Für dieses Jahr haben wir uns vorbereitet mit einem speziellen Buch, prächtig verziert für die Feiertags Saison. Auf diese Art werden Sie den Empfänger beglücken und ihm die Mittel geben zum Anfang für seinen künftigen Erfolg trn Leben. The Indiana Trust Co Ecke Washington Str. u. Virginia Ave. tktlil V?s ".HSJv Kapital und Neberschub 460,000 Hilfsquellen 95,000.000 Genügend Facilitätenum die Geschäfte der Banken, Bankiers, orporansnm und Per sonen in Ooyut zu nehmen. Neguläres Negierungs Deposttorium. Direkte Bank Verbindungen in jedem County in Indiana. Frnk . Powell, Vraftdent. 13. 8s. Shuxchmn, StcePräsident. C asstrer. ZI. CT. Shurchman, Cfilfl-ßajfhtr. .
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t u n u u u j. j. sx Der w TT jiebesbote JLJL. b u K 33 u n 1 i. tV I ber 's ist nur ein einziger I Lügner in der Klasse jetzt. Ich meine nämlich einer, der die Sache aus dem ff versteht, Herr Schulrath," beendete der 60jährige Dorflehrer seinen Bericht, zu dem ihn der anwesende Schulinspektor aufgefordert hatte. Wie sagen Sie?" Verzeihen der Herr Schulrath! Aber ch meine, daß aus emenrordentlichen, lernen Lügenmaul so emem Dreiäsehoch gewöhnlich ein gescheiter Kerl wird" Sie wollen damit sagen, daß zu gechicktem Lügen Verstand gehört? Scharfsinn und eine lebendige Einbildungskraft? Der alte Münchhausen war allerdings kein Dummkopf läßt ich unmöglich so nennen," lächelte der Schulinspektor, indem er überlegte, ob r der ausgesprochenen Ansicht des alten Philosophen beipflichten dürfe. Und wer ist der kleine Lügner und Ihr Lieblina?" Der Schulmeister trat aus dem frisch gescheuerten, kahlen Wohnzimmer in das große Schulzimmer hinüber, woelbst soeben ein Examen stattgefunden hatte. Noch faßen die Kinder mucksmäuschenstill wie nach einem starken Donnerwetter, das zwar glücklich vorübergezogen ist, sich aber durch einzelne raftvolleBlchschlage noch leben Augenblick bemerkbar machen kann. Nur ein paar kleine Evatöchter probirten die linken Zunglein, indem sie einander em paar wichtige Bemerkungen über die aufgetrennte Naht im Rock des Schulmeisters zuflüsterten. Volkmar! Fritz Volkmar!" rief der Schulmeister in die Reihen der schweigenden, aber mit den Beinen strampelnden Knaben hinein. Der Gerufene erhob sich, hoch verwundert. Komm her! Macht Platz!" Jetzt brach sich der Knabe dreist die Bahn durch die vordere Reihe der Böcke," wie die Knaben im Gegensatze zu den weiblichen Schafen" ge nannt wurden ... Die Klasse blickte ihm nach, gespannt, schadenfroh, unklar darüber, ob der Fritz belohnt, an den Ohren gerissen, oder gehängt werden sollte. Nachdem sich der Schulmspektor den so sonderbar empfohlenen Knaben zwei Minuten nachdenklich angesehen hatte und im Allgemesnen- befriedigt schien,begann er ein Examen, indem er frug: Kennst Du das achte Gebot?" Die Antwort schnurrte nur so ab. selbst das schwer einzuprägende Was ist das?" hörte sich frisch und lustig an fast wie ein in Frühlingslust auf hartem Steinboden tanzender Kreisel. Man bemerkte nicht einmal ein Athemschöpfen. Weint Du. weshalb ich Dich das achte Gebot aufsagen ließ?" Nein!" iWeil'Gott durch dasselbe den Menschen die Wahrheit zur Pflicht macht und der Herr Lehrer hier die Wahrheitsliebe bei Dir vermißt. Ich erwarte, daß er niemals wieder Klage über Dich führen wird! Nun geh' wie der!" ' . ' ' Eine Minute spater stand Fritz draußen auf der Dorfstraße, dicht umdrängt von seinen Mitschülern. Sie verwunderten sich, daß ihm nichts geschehen sei. Als er eben eine schlaue Miene auffetzte, um mit dem Aufschneiden zu beginnen, bemerkte Petersens Karl, sein Feind, daß Fritz' Ohrläppchen feuerroth war, von einer Liebkosung des Schulraths, durch welch: ihm dieser zuletzt noch die Wahrheitsliebe fest eingekniffen hatte. Hat eine Maulschelle gekriegt! Hurra!" Ist nicht wahr!" vertheidigte sich Fritz energisch, buchstäblich genommen mit Recht. Dabei theilte er Püffe aus. nach rechts und links, mit denen er sich auch glücklich die Bahn brach. Da aber sein Ohr durch die feinen, geschmeidigen Finger des- Schulraths noch heftiger schmerzte, als sonst bei ähnlichen Veranlassungen, zog er es vor, Reißaus zu nehmen. Das Vaterhaus lag am äußersten Ende von Pennigbüttel und' stieß dicht an die Heide, über welcher jetzt, zur Mittagszeit, die Bienen summten und kleine blaue Argusfalter sich wiegten. Fritz trat auf die große Diele, die hier aber nur beschränkt war. Doch brannte daselbst ein lustiges Feuer von Torf soden, über welchem der Kessel mit der Buchweizengrütze hing. Um das Feuer standen die gewöhnlichen, roth ange stricheneir Vinsenstühle, auf einem der selben der schnurrende Hauskater. Be merkenswerth war ein Kinderwagen mit emem Achtwochenkmde. Ein balbwüchsiaes Mädchen,' das aber noch aussah wie ein Kind, hantirte auf der Dicle umher, indem es Teller und Lonel auf dem klobigen , Elchenholztisch zur Mahlzeit ausbreitete und dazwischen denKinderwagen beruhigend vor i:7!b rückwärts bewegte. Als sie das lustige, pfiffige Gesicht des Bruders erblickte, frug sie argwöhnisch: Deine Bauker? Wo sind sie? Die Tafel? Lüg nicht!" Wo In der Schule!"
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I' . s s J. Ö 32 14 ov eile von Zoc v. Keuss f Vr tt tt VT W u u n Sind's auch keine Lägen nich. Du Lork? " Das Weitere wurde durch den Eintritt des Vaters abgeschnitten, der augenblicklich den erkrankten Großknecht auf einem großen Hofe vertrat, und zum Essen kam. Man sah dem stattlichen Mann noch immer an, daß er einst bei der Garde gedient hatte, die Kleidung war so sauber, als sie bei seiner Arbeit sein lonnte. Er nickte den beiden älteren Kindern zu. warf die Pelzmütze von sich und nahm das Achtwochenkind aus dem Kinderwagen und tänzelte es hin und her. Und da sich die Windeln lösten, schlang er geschickt das buntgestreifte Windelband fest, und trug nun den kleinen, raupenähnlichen Leib in's Bett zurück. Dann liebkoste er die fünfjährige Anning. die zum Essen aus dem Nachbarhause kam und "Grütze fertig, Gesche? Hab's hille!" (eilig).' Als Antwort setzte die Vierzehnjährige keuchend den schweren Holzkllbel auf den Tisch. Lüttge Dirn mußt schaffen als 'ne Olsch!" bedauerte der Vater, indem er das Kind mit den Augen maß. Das Mädchen schien ihm ordentlich kleiner geworden, von der schweren Arbeit, seit dem Tode der Mutter. Soll anners wern, anners! Morgen kommt die Adelheide, aus Brake dat Hus besehen! Peter Kohrs kam in den Perdsiall rin, mit Botschaft. Sie kommt" Die Nachricht, daß Peter Kohrs, der Heirathsvermittler, fchon eine neue Heirath für . den Vater angebahnt hatte, machte wenig Eindruck auf Gesche. Die kürzlich gestorbene Frau war auch schon die Stiefmutter gewesen. So nickte sie nur. Am heutigen Sonnabend war, wie immer, eine Stunde früher Feierabend gemacht worden. Es trieb Klaus Volkmar auf den Friedhof, zu den, Gräbern semer beiden, nach kurzer Ehe verstorbenen Frauen. Die erste, Gesches Mutter, war, zwei Jahre nach. der Henath, an der, Schwindsucht gestorben, die zweite im Wochenbett. Er hatte mal kein Gluck mit dem Henathen. Aber er konnte sich sagen, daß er zu beiden brauen aut aewesen war . . . Und weil sich sein Schicksal sich aus s Neue ent chied, nahm er sich vor, die. Todten als lediger Kerl noch mal zu besuchen, und es ihnen selbst mitzutheilen. Der Todtengraber hatte die Hügel nebeneinander aufgemacht, für ihn war kein Platz mehr. Er mußte sich schon einen anderen Platz besorgen, mit der dritten Frau. Merkwürdig es graute ihm plötzlich vor der Heiratherei. Aber, mußte, es nicht sein? 'Die arme lüttge Dirn zu Hau,e . . . Das gmg nicht, .mehr. Freien makt Arbeit und Muhe, gift aber Linnen und Kühe!" tröstete er sich. und trat zwischen, die beiden Graber. faltete die Hände. und sprach, mehr mit Gedanken als mit Worten: Min leiwe Herrgott, wenn Du dat, Sterben mcht laßt, kann ich dat Freien mcht laten! Dann bückte er sich nach dem Grabe von Gesches Mutter, um eme Blume zu bre chen. Die Blume versuchte ihn zu hal ten, weil es eine schöne Pechnelke war. Er steckte sie aber in die Brusttasche und trat getröstet den Heimweg an. Dies mal würde es ihn hoffentlich nicht malheuren. Beruhigt, schmunzelnd, wiederholte er sich den Spruch: Wem die Perd stahn und die Weiber mit Tod ab gähn, kann schnell Braten eten und Wein trinken!" Die Adelheide mit ihrem ererbten Geloe sollte ihm dazu verhelfen. So gewann er den Ausgang. Plötzlich ward ihm von seitwärts die Tageszeit geboten. Die Stimme klang etwas brustschwach, aber die Aussprache war deutlich, fast richtiges Hochdeutsch, wie es der Pastor auf der Kanzel spricht. Klaus blickt in ein ernstes. blasses Gesicht, das durch ein paar sprechende dunkle Augen wunderbar belebt wurde. Das Alter der Sprecherin war schwer zu bestimmen, denn der Wuchs war gering und fast ohne jede weibliche Formenausprägung. Das knappe, saubere Kleid verhehlte auch schlecht den Höcker. Der Kopf aber war stark und charaktervoll, wie die meisten Buckeligen besaß das Mädchen einen reichen, schönen Haarschmuck, der sich ihr wie ein Heiligenschein um den Kopf legte, denselben aber noch mächtiger machte. Voll Herzlichkeit streckte sie Klaus die Hand entgegen und sagte: Bist bei ihrem. Grabe gewesen? Hab', Dir noch mcht mal sagen können wie nah mir Dem Unglück geht!.. Mein' 's ist Jahreszeit, daß wir einander mcht gesehen haben, Klaus? Kann möglich sein!" antwortete der Wittwer gleichmuthig. Dann., der Schulkameradin m die Augen sehend setzte er theilnehmend hinzu: Siehst nicht aus, als ob Du Noth littest Trma? Freut mich freut mich Glaub's!" Die Bucklige erröthete leicht, weil sie den festen Händedruck des Mannes spurte. Tann erzählte sie, daß sie ietz viele Kunden besitze, sogar der Frau Amtsvorsteherin habe sie ein Kleid gemacht, ganz nacy dem Modeiournal Der nebe Herrgott -hat Trinchen mch vergessen. Klaus, gibt immer wieder
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Im bischen, nein, viel gibt unser Herr-
gott ..." Viel? Du? Aßest immer wie ein Pi5pvogel," meinte Kaus. Ich habe Deine Frau begraben sehen so sc5ön, wie bei einem großen Bauer! Recht von Dir, Klaus! Der arme Lüttge! Wer verwahrt ihn denn?" Wer?-Die lüttge Gesche! Und die Kuh und die Ziege auch. Und den Bruder und Schwester!" Du mem Herrgott! Das ist ein bischen viel, nein sehr viel, Klaus!" Mem' ich auch, Trina!" Dein Kreuz ist schwer!" ' Soll bald leichter wer'n! Willst auf den Gottesacker, mit Deinem schönen Kranze?" Zu Mutters Grab! Morgen ist ihr Sterbetag. Schon der dritte!" Ich gehe mit Dir, Tunchen!" Du wolltest?" Snake gern mal 'ne lüttge Weile. Den ganzen Tag nichts, wie hü und hott und Kinderschrein. Wir gehen zu Deinem Grabe, dann bring' ich Dich auf den Weg. Freut mich, daß ich Dich traf." Vermuthlich wußte es die Bucklige selbst nicht, daß sich ihr blasses, leidendes Gesicht durch ein sonniges Lächeln schmückte. Sie nahm sich nicht viel Zeit, zum Snak," obgleich sie viel Gelegenhelt dazu besaß, durch ihre Kunbinnen, die das Stäbchen oft zum Taubenschlag machten. Um nichts zu versäumen, gab sie ihren Damen die alten Modejournale zum Durchblättern. Aber ein Snak" mit dem alten Jugendfreunde! Solch Glück hatte sie lange nicht genossen! Denn Klaus hatte sehr bald das Poussiren angefangen und dazu war die bucklige Trina doch nicht zu gebrauchen. Man schütz telte sie ab . . . Dafür nahm er sie aber jetzt wieder bei der Hand, ganz wie in ven .moeriagen, wenn iie zusammen über die Heide rannten und sie mcht zurückbleiben sollte..'. So traten sie Hand in Hand an das Grab von Trinchens Mutter, das wie ein richtiges kunterbuntes Gartenbeet aussah, mn seinem Feuerblumenflor. Dann be gleitete Klaus Trina noch ein gutes Stück über die Heide. Doch blieb die Unterhaltung . einsilbig jedes hatte seine eigenen Gedanken. Endlich sagte Klaus: Was hab' ich alles durchgemacht!" Dann stockte er plötzlich, weil er nicht sagen mochte: seit ich Dich beiseite schob!" ' Trma verstand aber und 'wischte sich dieAugen. Dazu schritt sie tapfer aus, wie um zu zeigen, daß sie Schritt halten könne. Und als er den Weg durch die Heide nahm, anstatt gradWegs durch's Dorf, an dessen anderem Ende Trina wohnte, erschien das ernste Antlitz strahlend in verborgener Wonne. Erschüttelte sie also nicht ab!... Es tba ein unbekanntes, wunderbar schönes' Gefühl, das sie durchströmte. Sie ahnte kaum, daß es ein verspätetes Jugendgefühl war, kannte sie doch die Maienzeit des Weibes nicht! Denn über Nacht war aus dem Kinde ein menschliches Lastthier geworden, dem noch nicht einmal die Anerkennung der physischeri Kraft, zu theil, wurde, die hier doch sonst die Anerkennung herausfordert. Wie m dem schönsten Morgen träum schritt sie mit dem . Jugendgeliebten 'über die Heide, die in ihrem schweigenden Abendfrieden noch stiller zu athmen schien wie um die Bucklige Nicht aus ihrem Gluck zu wecken. Halb wegs lag ein brcmbeerumrankter Rie senftein. den die . letzte Erdrevulution vermuthlich aus dem Wikingerland heräbgeschleudert hatte und der nun hier auf den Jüngsten Tag zu warten schien. Klaus bog die Brombeerzweige zurück. deutete auf ein moosiges Plätzchen und sagte: Du läufst wie 'n neumodiges Zweirad und snakst kein Wort. Und .Stöhnen ist dok de halbe Arbeit!'" Dabei druckte er sie sanft und fest auf den Stein und setzte sich zu ihr. Sie fprachen nun wie in der Kindheit, aber es war alles schöner, bewußter. Sie ge wahrten es kaum, daß der Vollmond ihnen zublinzelte und der erste Stern herabgrüßte. Endlich besann sich Klaus auf die Gegenwart und sagte: Du sollst der Gesche ein schönes Kleed malen, Trina zur Hochtld mit der Adelheid. Willst?'? W as? Du heirathest die Adel heid?" Morgen kommt sie, das Haus zu besehen. Die Gesche . muß em neue? Kleid haben! .Wenn 't Kleed :s schänn't Kleed!' " Ueber Trinchens sanftes Gesicht gingen Plötzlich unheimliche Lichter als wenn Blitze aufzucken über einer Heer denlandschaft. Es geht schnell mi Deiner Heirath," stotterte sie gepreßt. Um die Gesche kann's nicht schaf fen! Komm, ich bring Dich heim!" Geh nur! Ich finde meinen Weg allem!" Willst nicht? Gut! De sik anbütt des Lohn is nich groot! Adjes Trina! Jk' nehm den Richtwea muß den Pferden Futter aufschütten. Adjes!" Die Antwort blieb aus es war, als ob sie nicht über die blasse Lippe wollte Klaus achtete aber nicht darauf, sondem ging wie mit .Siebenmeilenstiefeln dem ersten Vauerngehoft zu. Andern Tags erschien die Adelheid in Begleitung einer Anverwandten, die ordentlich m die Ecken sehen sollte, falls die Braut von Klaus daran verhmder werden sollte. Er hatte es auch ganz gewiß auf ordentliches Schönthun abgesehen, denn er ging im Sonntagsstaat, führte die Bryut in die Stube und hieß sie dort mit kraftigem Hände
druck willkommen. Auf dem Tische standen Kaffee, süßer Branntwein und ein Berg voll. Butterkuchen.
Mit der Unterhaltung machte man sich nicht viel Beschwer. Man wußte ja, was man voneinander wollte. Darum schickte sich der Wirth an, seine Zukünftige alsbald im Hause umherzufuhren. Die sorgfältige Genauigkeit, welche die angefahrte Adelheid beim Kennenlernen der zukünftigen Häuslichkeit entwickelte, trug ihr be, dem Freier Anerkennung ein. Sie hatte nicht Lust, die Katze tm Sack zu kaufen, dachte er bewundernd, und nahm sich vor. es bei der Mitgift ebenso zu machen. Man besuchte zusammen den Stall und bewunderte die Bleß, die den Knaben in der Wiege ernährte. Dann wurde die Vorrathskammer m Augenschein genommen. Dabei gab es aber nicht viel zu rühmen. Die Federbetten wurden gewogen, beklopft und geprüft. Aber die Antwort war ein Kopfschütteln. Dennoch ward auch die bunt bemalte Lade unter dem Bette der seligen Frau hervorgezogen. Sie enthielt grodes handliches Drellgespmst, war aber längst nicht bis zum Rande gefüllt. So ging es nicht ohne Nasenrümpfen ab . . . Dessenungeachtet war Klaus mcht wemg erscarocken, als drei Tage spater Petcr Kohrs, der Heirathsvermittler, mit einer abschlägigen Antwort erschien. Als Hausschneider kam er m viele Häuser und pflegte von seinem Schneiderthron herab den Leuten bis m den Magen zu gucken. Und nun doch dies Ende, wo ein gunstiges Resultat fest erwartet wurde!... So kam es zu offenem Bruch. Der lahme Schneider verließ empört das Haus, mdem er sagte: Freete maken und Eurkaken verdeent flechten Dank!" Wieder verstrichen em paar Wochen. Weil sich Klaus aber in den Kopf gefetzt, endlich sein Gluck zu machen, that er sich unter der Hand selbst nach einer Frau um. Es dauerte auch nicht lange. bis er etwas Passendes fand. Diesmal war es eine Wittfrau, die von ihrem Manne Haus , und Hof geerbt hatte. Einheirather werden, war allerdings nicht Klaus' Geschmack, denn er hing an seinem Anwesen, in dem er geboren war, ebenso wie seine Kinder. Auch Gesche, mit der er den schwierigen Fall berieth, hatte em Grauen vor dieser Stiefmutter. Denn Frau Trina galt für geizig, und das Brot, das sie gab, war groß, wie eine Nuß und hart, wie ein Stein. - Aber eine mußte es doch sein schon um das Hochzeitskleid, das die bucklige Trina für Gesche gearbeitet hatte. Darum ließ sich Klaus durch Fritz einen schönen Briefbogen mit einem gemalten' Blumenkörbchen und zwei schnäbelnden Tauben aus dem Verkaufsladen der Schankwirthin holen, zu einem Liebesbriefe. Während er qualmend dabei saß, mußte Gesche den Hcirathsantrag schreiben, den er ihr aus dicken Rauchwolken heraus diktirte. Denn sie schrieb eine reinliche Handschrift und war die erste in der Schule gewesen. Am Nachmitt.-ge sollte Fritz dann den Brief nach Stotel herübertragen. Nächsten Sonntag konnte Verspruch fein... Nach verschiedenen Versuchen stand zu lesen, gerade unter den schnäbelnden Tauben: Liebe Frau Müller! Hierdurch-thue ich Ihnen zu wissen, daß ich mich verändern, möchte, und frage Ihnen, ob Sie vielleicht ein ähnliches Gelüste besitzen? Wir könnten dann den Peter Kohrs sparen, der seine Kunden hineinfallen läßt, wenn er nur seinen Kuppelpelz kriegt. Wenn es Sie paßt, könnten Sie Sonntags die Wirthschaft besehen kommen, wo ich Ihnen aufwarten würde. Mit Schuldigkeit . Klaus Volkmar." Gleich nach dem 'Essen ward Fritz mit dem Briefe abgesandt, nachdem ihm der Vater eine pünktliche Besorgung noch ms Ohrläppchen emgekmffen hatte. (Schluß folgt.) (ntvitlct. Alte Jungfer (bei der Damenwahl auf eme Gruppe Herren los steuernd, die sich bei ihrem Nahen drucken): Feige Bande! Der Maisertrag in Iowa wird auf 300.000.000 Bushel, oder zu dem gegenwärtigen Preis von 40 Cents per Bushel gerechnet, auf Z120,000.000 geschätzt. Die Sanitätsbehörde m Rio de Janeiro, Brasilien, sezte eine Prämie von zehn Cents für jede todte Ratte aus, um der Rattenplage Einhalt zu aebieten. Die Folge dieser Mafc nähme war die Bildung eines Syndikats für die Jmportirung dieses Ungeziefers.
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City Hospital Bke und North Mchigan und Lgyes 41 N. 6 Spritzenhaus Washington nahe Wey tf Fusendorf u Wash. 18 Missouri u New Fort Meridian u Wash Ö Jllinoi und Ohi 7 Capitel v. u Waff 249 Park 5d 14 212 Capital Ose und t Älj PcnnshJ,..T!ichiMS 2 1 Illinois und a. 215 Senate Act und 21. 218 Pennsvlvania und Z2 17 Veridian und 18. 218 Capital Ave u:'d & 213 Broadway und 10. -31 JllinoiZ und ?tLk!U 234 No. 14 Spritzenhaus Kcnwood und 5?. 2? 5 JllinoiZ und 52. 236 TnnrUa und 8( 337 No. 9. Svntzcnijau Ndell und Naoer 233 Udett Lorver 2ZS Jsabel und 27. 241 Meridian und 24. 242J2w0iS tt Ct.CIer'i 24Z Cldridge und 23. 812 West uud Walnut Z!Z West UUd 12. S14 Howard und 18 815 Zoxbtt und Paea 218 Capital Ave und rt 817 Northwestern ZÜve u,A 518 Gent und 18. 81 Canal und 10. 224 Cerealin Worts S24 LeMvnt und Lhn 825 Bismarck u Grandtte Z28 5!o. 2l Spntzenhaut H,:ughville. 527 ZNichigan . Keimet, 226 Michigan u. Concert 211 West und McJntvre 12 Missouri u. Varvlant 413 Missouri und Dhio 415 Capital Ave eorgia 418 WisZourt u entuck? L. 417 Senats Äve u. Wash. 421 P und E swndiaut W. Washington. 422 Jrren-Hospital. 121 Vileq Ave u. I D utk 425 Wash and Harr 428 No. IS SpritzenhWß W. Washwgton 427 Ollver und Lirch 423 Oliver und OSgood 429 Nordhke und Volk 4Z1 Hadley Ave u. MorrU 432 S?iver Ave u. WmW 434 Riva Ave und Sdch 435 Harding u.Lig4K? 436 Harding und ONv2 437 No. 19 epriHenhq? Morrit und taMr 4H8t0HsB 489 ttodbfßtti 451 Reisn und VZSJtt 452 Howard tn L 452 Blorrtl und KCfai 45 Sarntot und köu'' 457 Nordete Ave c ton Wer US West und Sfcn)' BIS Amtuckh Ave u. üerrÄ 511 Veridian vcrJb VorrO 618 Jllmoit und Sätffit 117 Korrit und Dakta S18 Vorrit und Church kl? Capital A. u Sfc&m, (21 Meridian und Pa'un 523 Pme und Lcrd 521 Uor.AveLin!s ?24 Veridian undlt.SkZ 527 Carlot und Ratz . t28 Meridta und Arize? 29 Vridian u. Skaymond 121 Meridian u. M.-?al. I 53t No. 17 Spritzenb-vS Morrtt nahe West NZ Mnacmund Dou.H. 81 S.st . Lincoln irt4 14 Esst und Beeche? 15 Wright uns Sardat 17 NcCarty und LearZ IS New IerZch u Vu Ar 71 Spruce uns PttZp TU tnglish Ave. k. Zcuxtl 714 Etat Ave .ZteU RS 715 Shelby und Veech 71 State Lve und Oranz? 71S Orange und Laurel 71 Shelby U. Gtaftt AD i kerinatSnA. 48 Smgan'S PorkhauZ 18 Straßenbahn Etälk 8. Washington Stt No. i Svritzenhau JllinciZuWerriU it Illinois u Louisiana We und South Z4 West und VcTarty M Senat Ave. u Henry Meridian und Skay 58 5lo. 4 Cpritzenbaus SZadisonNv.nVorrit 59 Madiion Lv.uDunIop n No Haken Leitkrhauk South nah Delaware tt Penn u Ikerrill 13 ttlawcre u. SteSarta aftdctH U New Jersey. r Birg. Lv. n Brabfhet Esst und Pro spect Bicking und High H 5lo. ll Spritzenhaut Lir Ave. nahe Hur 5 Slst und Georgia 7k Eedar und Eln 74 Davidson u orgia 75 English Lv. Pine 75 Shclby und Batet 8 51. Spritzenhaus Prospect nahe Shellch Fletcher Zlv. u Shelby 31 Market .New Zersey 33 Dclaware und Wash. 82 Saft u Washington 34 New York . 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