Indiana Tribüne, Volume 28, Number 104, Indianapolis, Marion County, 22 December 1904 — Page 4

JuOlana Tr'dttne, 22 Dezember. sZUÄ.

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Indlana Tribüne. HnausgeAcdra von der Sutenderg Es. Indianapolis, Ind.

Karry 0. Thudinm yräfideut. GeschaftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. telbphome 269. K Ured at the Post Office ot Indianapoli , ccood eins matter Ein Stern im Werden. Der Nan Patterson-Prozeß in New Vor! liefert ein widerwärtiges, aber leider in diesem Lande nicht gerade sei teneZ Schauspiel. Damen" aus den ersten Gesellschaftskreisen schlagen sich förmlich um da Vorrecht, Sitze im Gerichtslokale zu erhalten, wo sie Le benZphafen erörtert hören wollen, die jeder anständigen Frau die Schamröthe in die Wangen treiben. Ein leichtfertiges Geschöpf, das schon durch vieler Liebhaber Hände gegangen ist, steht beschuldigt, einen derselben ermordet zu haben. Das ganze schmutzige Leben des Ermordeten, das nicht besser wie daZ der Sirene war, wird in dem Prozesse in ekelhafter Weise breitgetreten. DamewauS der Gesellschaft sitzen dicht neben feilen Dirnen aus aus dem Tenderloin" Distrikte und schlürfen mit besonderem Behagen jedeS Wort ein. Besonders Begünstigten werden sogar ausgesucht gute Plätze von den Gerichtsbeamten im Saale reservirt. Nan" wird sicher zu einer populä ren Heldin werden. Es ist eine Herab Würdigung des Gerichts, daß die VerHandlungen vor demselben von diesen Sensationsgierigen wie eine billige Komödie besucht werden. Und Nan". der Mittelpunkt all diesen Int resses,'kann, wenn sie wie voraussichtlich geschieht, freigesprochen wird, in eine mateiiell glänzende Zu kunft blicken. Anstatt Chormm oder Statistin, wie früher zu sein, wird sie als Stern auf der Sensationsbühne leuchten. Theaterstücke, in denen sie die Rolle der Heldin übernimmt, wer den für sie geschrieben werden und die Theaterdirektoren werden keine. Kosten scheuen, um diesen kostbaren Stern zu gewinnen. Die Reklame sür sie ist ja in ausgiebigster Weise in den Sensa tionsblättern gemacht worden. Sie wird jedenfalls noch vollere Häuser ziehen wie der berüchtigte Bandit Frank JameS, der wie eS schien, damals in Missouri nur aus dem Zuchthaus be gnadigt wurde, um der amerikanischen Jugend auf den weltdedeutenden Bret tern möglichst realistischen Anschauunger P t. unterricht im Hura.etaolqne.oen zu geben. Die Fürsorge der Missouri Politi ker sür diesen mehrfachen Raubmörder und Spitzbuben ging bekanntlich da mals so weit, daß sie ihn zum Thürhü ter in der Legislatur machen wollten. was übrigens gar' nicht so schlimm geWesen wäce, denn den späteren Enthüllungen zufolge waren die Mehrzahl der damaligen Missourier Gesetzgeber durch die Anwesenheit Frank JameS keines Wegs in unpassende Gesellschaft gerathen. Frank JameS Schauspielerlauf bahn ging in die Brüche, weil er dem Publikum schließlich weiter nichts zu bieten hatte als seine Verbrecherlauf bahn. Nan Patterson aber ist hübsch, hat Theaterschliff und würde als Mär tyrerin gelten. Die flammenden Theaterzettel Nan" oder Nachtseiten von New Jork" wer den nicht lange auf sich warten lassen, sobald Nan Patterson freigesprochen ist. Wenn es nicht sür deutsche Brau kunft und deutsche Turnerei gewesen wäre, würde keine größere Auszeichnung von der WeltauSftellungS-Be-hörde nach Indianapolis gelangt fein. Die Verbrecherzunft in unserer Stadt hat anscheinend Weihnachtsferien gemacht und giebt der Polizei nichts zu thun. Da könnte man wirklich wünschen, daß eS das ganze Jahr hindurch Weihnachten bliebe. Die Prohibitionisten und die Anti' Saloon Liga liegen sich in den Haa ren. Der Grund ist darin zu suchen, daß' die Führer der ersteren ihren Kolle gen von der letzteren die. Kollekten schmälern. Einer gönnt, dem anderen nichts. Prinzipienfragen fnd nicht im Spiele, denn der ganze Schwindel läuft nur daraus hinaus, einigen fanatischen Frömmlern die Beutel zu erleichtern. In ihren Jahresbericht an den Präsidenten befürwortet die zwischen staatliche Commission, daß durch Gesetz

gebung sämmtliche Bahnen m Lande gezwungen werden sollten, zur Ver

hütung der entsetzlichen Anzahl von Bahuunfüllen das Blockfystem. wie es sich auf den Penna Bahnen so gut be währt, einzusühren. Der Bericht sagt weitere Wir empfehlen die Abschas, fung der Unfall'Meldung im JahresReport und dafür eine MonatS-Sta tistik der Unfälle. Sehr schwierig ist es, von allen Compagnien zu gehöriger Zeit die ge. setzlich vorgeschriebene Liste zu erlern gen. Im letzten Jahre haben uns 64 Bahnen, unserer direkten Aufforderung ungeachtet, ihre Meldungen vorenthal ten, obwohl auf ihren Linien 109 Per sonen um'S Leben und . 226 zu Ber letzungen gekommen sind. Gegen eine Anzahl der Gesellschaften wurden Pro' zeffe wegen Nichtbeachtung deS Gesetzes eingeleitet." ES würde wohl kaum so schwierig sein die gesetzlich vorgeschriebene Liste über die Ungkückösälle von sämmtlichen Vaonen zu erlangen, wenn mau nur einige, sondern alle DelinquentenBahnen wegen Nichtbefolgung deS GesetzeS processirt worden wären. Auch wäre es recht interessant zu ersayren, aus welcyen Gründen nur einige bet schuldigen Bahnen pro cessirt wurden. Die Einführung des Blocksystems würde wohl die Verluste an Passagieren reduciren, aber die un heimlich große Anzahl der verunglückten Angestellten dürfte dadurch kaum verringert werden, weil diese sich zumeist beim Waggonkoppeln und nicht bei Collisionen ereignen. Die Unfallziffer der Ange stellten nämlich hat sich während der letz' ten zwei Jahre in grauenvoller Weise vergrößert, obwohl die Meilenzahl der Schienen doch nur um wenige Prozent wächst. ES gab in dem (mit dem 30. Juni beendeten) Fiscaljahre 1902: Verletzte 33,711; Getödtete 2,516; 1904: Verletzte 43,266; Getödtete 3,367 unter dem Eisenbahn Betriebs Per sonal. " Es gab im letzten Jahre circa 6000 Collisionen und 4,800 Entgleisungen zusammen 10,800 Unfälle oder 30 per Tag. Zehn (darunter 8 Collisionen waren sehr verhängnißvoll; sie repräfentiren fast den vierten Theil der P a s s a g i er Verlustlifte. (3.077 verletzt und 421 getödtet.) Hl Die Scheidungsmühle. Nachdem er seinen Bankerott an meldete, änderte sich das Verhalten seiner Frau ihm gegenüber gewaltig. sagt Arthur R. Michel in seiner Cchei dungSklage gegen Ellen N. Michel. Sie beschwerte sich, daß in der Nachbar schast kein passender Umgang für sie sei und einmal wurde sie sogar so böse. daß sie ihn in's Gesicht biß. Die grau verwahrt sich gegen die Anklage und giebt ihrem Manne die Schuld, gleich von den ersten Tagen an, konnten sie sich nicht vertragen, wie sie sagt. Rich ter LeatherS nahm den Fall in Bera thung. Auch den Scheidungsfall Emma F. Ballard gegen ihren Gatten James W. Ballard nahm der Richter unter Bera thung. Ballard ist ein Barbier in Haughville. Als sie nach hier verzogen, verlegte sich die Frau auf Massage, wäh rend er in Haughville im Barbierge schäfte thätig war. Eines schönen Ta ges. sagt Ballard, erhielt er Nachricht, daß er sich nicht nach Hause zu bemühen brauche, da seine Frau die Möbel zu sammeugepackt habe -.und fertig zum Fortziehen sei. NichtVersorgung bringt die Frau gegen ihn vor. Charles F. Craft wurde von Fleet Craft .geschieden. Zeugenaussagen zeigten, . daß. die Frau " ihn mit einem Ofenstocher bearbeitet hatte. NichtVersorgung bringt Samantha CollinS in ihrer Klage auf Scheidung von JameS E. CollinS als Scheidungs gründ vor. Auch beschuldigt sie ihn, dem Trunke ergeben zu sein. M i 1 1 Müller y, 19, aus Brightwoodund Harry Hartman, 2123 Olney Str., wurden gestern unter der Anklage der Trunkenheit und der Grau samkeit gegen Thiere vom Polizisten Streit verhaftet. Wie verlautet, hatten die beiden in einem Leihftalle an der Wabash Str. Pferd und Wagen at liehen und hatten das arme Th'er an gebllch fast völlig abgehetzt, als sie ve gastet wurden. Mickey While. der die Walnüsse ae stöhlen hatte, wurde im Polizeigerichte mit S1 nebst Kosten und 180 Tagen Arbeitshaus bedacht. Sein Genosse John Wilson kam mit $1 nebst Kosten und 30 Tagen davon.

Aus der FuchsMÄ.

kenilchtungSkrieg egen Meister Neinecke. Ta Fuchsgraveu." Die Gestaltung der deutschen JagdVerhältnisse ist im Gegensatz zu England, wo noch der Wille des grundoesitzenden Jagdherrn maßgebend - ist. durch das Nützlichkeitsprinzip bestimmt worden. In England wird der Fuchs mcht nur geschont, er wird auch in zahlreichen Exemplaren importirt, um mit der Meute gehetzt zu werden. In Teutschland ist Meister Reineckk der Vernichtungskrieg erklärt worden. well er mcht nur Der niederen Jagc unermeßlichen Schaden zufügt, sow dern auch die auf der Erde brütenden Vogelarten mltsammt ihrer Brüt ver tilgt. Eine Zeitlang haben stch die Landwirthe gegen die Vesehdung Reineckes gewehrt, weil sie ihm ein großes Verdienst als Mäusefänger zuschrieben. Jetzt ist wohl allgemein die Ueberzeugung durchgedrungen, daß all dn mäusefangettdenThiere nicht im Stand sind, die in manchen Jahren eintretende massenhafte Vermehrung der Nager hinanzuhalten. Nur die Natur kann dem Uebel steuern. -Seitdem Meister Neienae bet den landwirthen keinen Rückhalt mehr findet, hat er die Schlacht verloren. Denn die Jäger kennen für ihn kein Mitleid. Sie stellen um mit Tellereisen und Schwanenhals, stellenweise sogar mit Gift nach, sie fckießen ihn sowohl nn Sommer; wenn trotz des Sprichwortes sein Lalg nichts -gilt, wie im Wmter und stürmen mit Hilfe des Teckels oder des Foxterriers die Burg Malepartus." wenn Frau Fähe" ihr Wochenbett abhält. Diese Erbitterung der Jager wird erklärlich, wenn man den Schindanger! gesehen hat. den der Fuchs um semen Bau anlegt. Da findet man die Ueberreste von zahlreichen Rebhühnern und Hasen, ja nicht selten sogar das Genppe eines Rehntzchens. Man weiß nicht, soll man sich mehr über die Geschicklichkeit des rothen Räubers wundern oder über die Vernichtung des nutzbaren Wildes ärgern. Aus langer Erfahrung , heraus beziffert der Weidmann den Jahresverbrauch des Fuchses allem an Hasen auf etwa 60 Stuck! Die starke Hebung . der niederen Jagd, die überall eingetreten ist, wird mit Recht auf dieVertilgung des Raub zeugs zurückgeführt. . Wo vor .30 Iahren vier Hasen und drei Fuchse aus einer Treibjagd geschossen wurden. werden zetzt 100 Hasen und kein Fuchs geschossen. Auch der Naturfreund der kem Jager ist. muß an diesem Umschwung seine Freude haben, denn er hat auch den kleinen Singvögeln, an denen die Volksseele hängt, eine große Anzahl ihrer schlimmsten Feinde, wie Fuchs, Marder, Iltis und Wiesel vom Halse geschafft und auch die Schaären der Habichte, Falken und Weihen jtarl gelichtet. Leider gibt es infolge der eigenthümlichen Gestalt der deutschen Jagdverhältnisse noch viele Reviere, . denen das Raubwild sich ungehindert vermehren kann. . . Wo aber em wackerer Jagdherr schaltet und waltet, da beginnt, jetzt der Sturm auf Malepartus." Es ist.zq, leicht zu erkennen, ob Frau Fahe darin ihr Wochenbett aufgeschlagen hat. Em sorgsamer Gatte und Vater ist Herr Rcinecke, das muß man ihm lassen. Nicht Tag. nicht Nacht gönnt er sich Ruhe. Auf leichten Sohlen schleicht er über das. Feld, nichts entgeht seinem schiefäugigei Blick, seiner feinen Witterung. Hier erhascht er die spielende Maus, dort die brütende Lerche und kurz darauf bringt er mit scharfem Viß einen Junghasen zur Strecke. Sehc geschickt trägt er eine ganze Anzahl von Beutestücken gleichzeitig im Fang. Das Fuchsgraben" vollzieht sich auf folgende Weise: Zunächst verstopft der t." . . L. V 5 ' l aaer oie noyren vis aus eme, oann werden die Hunde auf Reinecke losge1 . tr . nv -i ri ff 1 . , , lauen. u)as ieiiarr. oer yunoe tretet den Fuchs aus der Höhle, wo ihm ein wohlgeztelter Schuß den Garaus macht. Nachdem die Hunde die jungen Fuchse m ihren Fangen an s Tageslicht gebracht, beginnt der Tanz mit der Fuchsin, die erst nach verzweifelter Gegenwehr in s Jenseits befordert wird. Mühevolle Dichtcrlanfbabn. Einen vielgewundenen Weg hatte der kürzlich in Kiel, Schleswig-Holstein, verstorbene, auch über die Grenzen seiner engeren Heimath hinaus bekannte plattdeutsche Dichter Johann Meyer zum Parnaß wandern müssen. MU lö.Jahren kam er von der Elementarschule zu emem Zimmermann m die Lehre, und so lange war er ein eifriger Lehrling mit Hobel und Säge, bis der Vater starb und der Junge die Mühle übernehmen mußte, die der Alte ihm hinterlassen hatte. Das Klappern der Mühlräder begleitete die ersten Skandierversuche deö jungen Müllers, und die enteilenden Wellen lockten seine Sehnsucht zu der Welt da draußen vor" und den Schätzen ihres Wissens und ihrer Kunst; 22 Jahre alt, kehrte der bildungsdurstige Müllersmann v ner Väter Sitz den Rücken und zog auf die Lateinschule als Tertianer. In zwtt Jahren arbeitete der eifrige Autodidakt sich mit eisernem Fleiß durch die sechs Klassen römischer und griechischer Bildung hindurch, und mit 24 Jahren bestand er mit lehren das Abiturientenexamen. Mit Eifer warf sich Meizer nun auf das Studium der Medizm, über dem er freilich die Poeterei n'e vergaß, und als Direktor einer rühmlich bekannten Irrenanstalt in der Nähe von Kiel hat sich der frühere Zimmermannslehrling in den Sarg gelegt. ."

Pclrolcumöscn. Vorzüge betreffs der Bequemlichkeit und ge sundheitllche Stachthcile. Bei mäßig kalter Witterung, im Herbst und im Frühjahre, so schreiben die Münchener Neuesten Nachrichten," wird oft der Petroleumofen verwendet. Er ist leicht transportabel, man kann bald in dem einen, bald in dem anderen Zimmer eine annehmbare Wärme erzielen, er kostet nicht viel, er läßt sich jederzeit wieder auslöschen. Dieser Vorzüge wegen hat sich der Petroleumofen rasch eingebürgert. Nur der unangenehme Geruch wird öfter als störend empfunden; doch soll das angeblich an falscher Handhabung liegen, auch wird jeweils die Konstruktion angeschuldigt. Aber auch der bestbrennende Petroleumofen hat gesundheitliche Nachtheile. Diese Oefen haben kein Abzugsrohr in's Freie. Folglich müssen sich die Verbrennungsgase 'in dem Wohnraum ansammeln. Dabei kann man es gerade als besonders gewichtigen Nachtheil ansehen, daß bei richtigem Funktioniren des Ofens diese Gase sich nicht durch unangenehmen Geruch bemerkbar machen. Wenn also die Geruchlosigkeit der Petroleumöfen als ein besonderer Vortheil hervorgehoben wird, so ist dies wohl für unsere Nase, nicht aber für unsere Lungen und das Blut zutrefsend. Denn jede Lampe verschlechtert schon die Zusammensetzung der Luft, indem sie Sauerstoff verzehrt und Kohlcnsäure abgibt. Bei einem Petroleumofen ist dies aber noch in viel höherem Grade der Fall. m Nun behauptet man, daß auch bei geschlossenen Fenstern und Thüren noch eine genügende Lufterneuerung durch die Ritzen und die Poren der Wände stattfinde. Auch dies ist nicht zutrefsend. Wohl erfolgt auf diesem Wege eine Verbesserung der Luft, aber nur in geringem Grade und besonders in der Zeit geringer Kälte in ganz unzulänglicher Weise. Die zu Tage tretenden Schädigungen sind Hemmung des Appetits, schlechtes Aussehen, Mattigkeit, Sinken des Stoffwechsels. Nur unter der Voraussetzung, daß man dafür sorgt, die entstehenden Verbrennungsgase in das Ofenloch oder sonstwie in's Fre'? durch einen .aufgesetzten Kamin zu leiten, kann man vom gesundheitlichen Standpunkt den .Petroleumofen gelten lassen. Telegramm-Kürzungen. Bei Telegrammen, wo es sich wenigcr um Sprachschönheit als um den weit wichtigeren Geldbeutel handelt, werden

zur Ersparniß von Drahtgebühren die verschiedensten Kürzungen versucht. Sehr beliebt ist eine in der Neuzeit in Belgien immer häufiger werdende Kürzung. die gegenwärtig die dortige Telegrapyenverwallung vejHasttgt. In Belgien sind das Flämische' und das Französische staatlich anerkannte Landessprachen. Findige Köpfe haben nun entdeckt, daß sich in den Telegrammadressen, deren Worte einzeln berechnet werden, in vielen 'Fällen Ersparnisse dadurch erzielen lassen, daß man die französischen Straßennamen in's FlaMische überträgt. So heißt z. B. die Brüsseler Rue de la Croix de Fer auf Flämisch Jjzerkrulsstraat, was m Depischen eine Ersparniß von vier Worten bedeutet. Aehnlich verhält es sich mit dem Quai au Bois-a-bruler" (Brandhoutkaai), der Rue du Chemin de Fer (Spoorwegstraat), der Place de la Monnaie" (Muntplaats) u. f. w. Wie das Deutsche ermöglicht das Flämische die Bildung vieler Worter durch Zusammensetzung in solchen Fällen, wo der Franzose zum Artikel greifen muß. Zur Lösung dieser Sprachstreitfrage schlug die Etoile Belge" vor, die Gebühren für Telegrammadressen einfach fallen zu lassen. Unheilvoller Sturm. Während eines Sturmes an den engliscken Küsten wurde von dem britischen Schooner Superb" ein Matrose über Bord gespult. Em zweiter Mann der Besatzung sprang seinem Kameraden nach, um ihn zu retten. Beide verschwanden in den Fluthen. Das Rettunasboot von Margate, das einem Schiffe in Seenoth zu Hilfe eilen wollte, wurde durch ein Versehen zu früh zu Wasser gelassenund konnte nach stundenlangem mühseligem Kampfe mit dem furchtbaren Elemente kaum geboraen werden. Äwei Mann der Rettungsmannschaften wurden vdn der Mutb erariffen. an den Strand at schleudert und schwer verletzt. Auf dem Fischerboote Noble" wurde der Sohn des Kavltans und Schlfsseiaenthumers von einem schlagenden Segel, das er zu reften tm Begriffe stand, über Bord gefegt und fand seinen Tod m den Im then. Auf französischen Hochschulen. In den letzten Jahren hat die Zahl der auf den französischen Hochschulen studirenden Ausländer nicht unbetrachtlich zugenommen. Ihre löesammtzahl bclief sich im Jahre 1903 auf 2510. darunter 1003 Studentin nen. Auf Paris kamen allein 1313 Ausländer mit 401 Studentinnen. Montpellier zählte 224 auslandische Studirende. von denen beinahe die Hälfte Studentinnen waren. In Grenoble wurden 223 Auslander mmamkulirt. von denen die meisten Deutsche waren. Außerdem betheiligten sich noch 352 Auslander an den Ferienkursen. Von den ubnaen französischen urnver sitäten sind noch Nancy mit 165, Lyon mit 87 und Bordeaux mit 55 Auslan dern zu nennen.'

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