Indiana Tribüne, Volume 28, Number 101, Indianapolis, Marion County, 19 December 1904 — Page 1
X o oo WSuJ St&S V r . w-. w iv'-r!:-!----' ? (Tage und v V X x i v tn c ! f) W r 9) fT"-." iiit t 7 I i " t rrv Vi - i g 8 SointtagsWalt 9 i.ii ii i n i' 1 w i i rrr IV g v tR .i.i ? sZ OUUUIo,flUUU (i IOC; Woche. 8 l)M : f) lOc per Woche. li V fcSSo3SSSSSS3 v 3SSSSS3SÄ rsdjcUtt joden tadimitta0 Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Montag, 19 Dezember 1904. No 10l.
f o r 1 rT ,iv0 p lx LJJJL
nCS
! inyv
sfT v L M
V,"v
nwt
Angriff ans die Sevastopol". Tokio, 19. Dezember. Vice.Ad' miral Togo meldet bezüglich der Operationen: In der Nacht vom 14. Dez. machten unsere Torpedo-Divistonen einen Angriff auf das russische Thurm schiff Sevastopol. Die Flott? langte gegen Mitternacht im Außenhzsen von Port Arthur an. DaZ Füdrerboot unter Kommandeur Unchida und ein Spezialtorpedoboot, thettweise für den Angriff, theilweise für den Kundschafterdienft bestimmt, näherten sich beim Lichte der Scheinwerfer und unter dem Feuer der feindlichen Schiffe und der Strandbatterien der Sevastopol um 1 Uhr. Eine Bombe traf das Torpedoboot des Kommandeur Mitamura, während 4 Geschosse Kommandeur Nakamuta'ö Schiff trafen. Hier wurden drei See leute verwundet. Zugleich mit diesem griffen die Tor pedoflotillen unabhängig an. Flot tille A" unter Kommandeur Kosama voraus, zum Zwecke, die Vorrichtungen zum Schutze der Sevastopol zu zerstör ren, und zugleich um da Feuer des Feindes abzulenken. Flottillen B, C. D und E fuhren in Reihenfolge h:ran und fetzten mit Bravour die Angriffe von 2 Uhr bis 4 Uhr Morgens fort.
Flottille C gelangte in nächste Nähe des Feindes und sührte den schärfsten Angriff aus. Früherer West Jndianapoliser ermordet. William A. Agee, ein alter Kriegs Veteran, der bis vor etwa Jahresfrist in West Indianapolis wohnte, wird aus Janes Eity, O. T., als dort ermordet gemeldet. Vor mehreren Ta gen sandte IameS Bratchee. ein Neffe deS Ermordeten, feine Familie nach Tenneffee. seiner alten Heimath, zurück und machte sich dann auf den Weg nach dem Jndian Territorium. Am Sams tag scharrte dann ein Hund in dem Hof des von Bratcher verlassenen Hauses eine Leiche aus der Erde, die. als die Leiche des alten Agee identisizirt wurde. Agee war ein wohlbekannter Einwohner unserer Vorstadt, verschiedene Acker Land an der BiZmarck Avenue und Miller Straße gehören ihm. Er war ein Mitglied deS Hovey Post G. A. R., der Samaritan Loge der Odd Fellow, des . Sa rnaritan Encampment und des Eo manche Tribe der Rothmänner. Wil liam I. Agee, der Sohn deS Ermordedeten, wohnt in La Follette, Tenn., auch er wohnte früher hier. Zu Tode gequetscht. Indem er zwischen einen LeiterHeu wagen und einen Zaunpfosten einge klemmt wurde, verlor heute Vormittag I. B. Harris, 1142 Süd Keystone Ave., fein Leben. Harris versuchte zwischen dem Heuwagen und dem Zaune durchlausend, sein führerloses Gespann, welches den Wagen anzog, zum Halten zu bringen, als er sich so unglücklich einklemmte, daß ihm der Brustkasten zerdrückt wurde. . Der Unglücksfall ereignete sich an der Süd Keystone Ave., eine halbe Meile südlich von der Gürtelbahn. . Da weder Arzt noch sonstige Hilfe zur Hand war, überführte die DiZpensariumSambu lanz, trotzdem sich das Unglück außer halb der Stadtgrenze zugetragen hatte, den Verunglückten in feine Wohnung. Zu anderster Noth. Die Behörde der ChildrenS GuardianS hat die 7 Kinder der Frau Maude Scott, 510 Douglaß Straße,. in Ob Hut genommen, nachdem es sich erwies, daß bereits feit Frühjahr die Familie in größter Noth gewesen. Der Vater der Familie ging im letzten Frühjahr mit einer Frau auf und davon und soll jetzt in Cincinnati sich aufhalten. ES erwies sich, daß die Familie schon seit dieser Zeit Zäune und Fensterläden als Brennholz benutzen m'ßte. . DaS HauS war kalt und ohne Fenstergläser und zwei weitere Personen wohnten noch mit der Familie im selben Hause.
Eisenbahnunfall mit tödtlichem
ViuSgange. Ein Mann getödtet, ein verletzt. ander tödtlich William A. Barrett, 640 Süd Alabama Str.. Manager des Cracker-De-partkm?nts der National Bisquit Co., wurde gestern Nachmittag, a!S er m seinem Buggy im nordöstlichen Stadttheile spazieren fuhr, durch einen Passagierzug der Pennsylvania Bahn ge troffen und sofort getödtet, während Stuart P. Johnson, 735 S. Dela. wäre Str., Theilhaber und Geschäfts führer der Commisfions'Handlung Joseph M.Larossa.so schwer verletzt wurde, daß er heute früh etwa 4 Uhr feinen gräßlichen Verletzungen erlag. Da? Pferd wurde getödtet und der Wagen völlig demolirt. Barrett, ein großer Pferdeliebhaber, hatte ein schönesPferd, mit welchem er fast an jedem Sonntag Spazierfahrten machte und als fte auf einer solchen Fahrt gestern die L. E. & W. Geleise und MillerSville Road zu kreuzen im Begriffe standen, ereignete stch das Unglück. Der Ingenieur deS Zuges, Patrick Greney, sagt auS, daß er einer Bie gung halber das Gesährt nicht eher sah, als bis der Zug fast schon mit demselben zusammen stieß. Der Jnginieur giebt an, daß er vor der Kreuzung mit der Dampfpfeife daS WarnungSstgnal gab. Die Verunglückten wurden vom Zuge nach der Stadt gebracht, wo Dr. Hoover vom Dispenfarium den schwerverletzten Johnson abholte und in'S Hospital überführte. Die Leiche Bar. rettS wurde nach dem städtischen Lei chenhause gebracht, später aber durch Tutewiler k Son abgeholt, um zur Bestattung vorbereitet zu werden. BarrettS Kopf war bis zur Unkennt lichkcit zermalmt, jedoch wurde die Leiche .sofort an einer Verkrüppelung der Hand erkannt. Johnson erlitt einen doppelten Bruch des rechten Bei neS, das linke Bein und der linke Arm wurden gleichfalls gebrochen und außer dem trug er noch schwere Verletzungen am Kopfe davon. Die Kreuzung wird als sehr gefährlich angesehen, da die Züge mit ziemlicher Geschwindigkeit an dieser Stelle vorüberfahren. Barret hinterläßt Frau und sechs Kinder, zwei derselben sind verheirathet. Skat im Unabhängigen Tnrw Turnverein. Gestern hielt die Ckat-Sektion deS Unabhängigen Turnvereins ihr zweites Turnier der Saison ab. Das Spiel aber begann nicht eher als bis auf Antrag eines Mitgliedes die Anwesenden Herrn George Seiden fticker. durch Erheben von den Sitzen ihren Dank für den werthvollen, von ihm gestifteten Preis, ausgedrückt hatten. Die Preise waren überhaupt diesmal besonders schön und regten zu lebhaf tem Wetteifer an. Sie wurden von folgenden Herren gemonnen: 1. Preis LouiS Meier, 19 ge wonnene Spiele. 2. Preis Wm. Beaning, 669 Punkte. 3. preis G. Oberländer, Schip. penSolo gegen 4. 4. Preis B. Keller,-16 gewonnene Spiele. 5. Preis R. Keller. 431 Punkte. 6. Preis C. Karstadt, hohes Spiel. 100. 7. Preis Wm. W. Rieß, Schippen Tournee gegen 4. 8. Preis Gust. Miller. Auf dem Wege der Besserung. ' Steve ChilderS, Capitain der Feuer, wehr, der neulich bei der GasolinEx plosion an der Hillside Avenue so schwer verbrannt wurde, besindet sich auf dem Wege der Befferung. ES wurde zunst befürchtet, der Mann werde sein Au genlicht verlieren, Dr. Garstong sagi jedoch jetzt, daß er ohne Schaden für sein Augenlicht davonkommen wird.
Central Chair-Fabrik in Flammen aufgegangen.
Verlust wird auf $50000 ge schätzt. Harte Arbeit für öie Feuerwehr. Aus nicht bekannter Ursache entstand gestern früh im Hauptgehäude der Cen tral Chair Co., 213 Süd Missouri Str., ein Feuer, welches fast das ganze 4-stöckige Gebäude mit feinem kostbaren Inhalte in Asche legte. Der Schaden wird aufetwa 950.000 geschätzt. Diesem Verluste steht eine Versicherung von etwa 540,000 gegen über. Alle werthvollen Maschinen, fast der gesammte Vorrath fertiger und theil weise fertiggestellter Waaren fielen dem wüthenden, prasselnden Elemente, wel ches in den Holzwaaren reiche Nahrung and, zum Opfer. Gleich beim Ein reffen der Feuerwehr erwies es sich. daß das Feuer einen ungeheuren Vor prung hatte und ein zweiter Alarm wurde eingesandt. Der Wasserdruck war ein ausgezeichneter, aberdie heißen. beulenden Flammen, in dem wie Zun der brennenden aufgespeicherten trocke nen und leichten Material? verhinder ten die Feuerwehrleute, sich dem Flam menherde bis auf die gewünschte Di stanz zu nähern. DaS vordere Gebäude wurde durch eme Brandmauer, welcde lnnerbalb desselben aufgeführt war. geschützt, sonst wäre auch wohl dieses nebst In halt als totaler Verlust zu verzeichnen gewesen. DaS Gebäude wurde durch Oefen geheizt, jedoch war nach Angabe deS farbigen Fabrikwachters in keinem derselben Feuer gewesen. Der Wächter selber wurde durch die Feuerwehrleute angeblich auS tiefem Schlummer er weckt und soll zu seiner Entschuldigung angegeben haben, daß er während der Nacht schwer arbeitete und sich deshalb ermüdet fühlte. Von etwa 9 Uhr bis um 11 Uhr hatte die Feuerwehr hart zu arbeiten ehe es gelang, des verhee renden Elements Herr zu werden. Der dichte Rauch, der sich über die Nachbarschaft wälzte und dann sich. zum Himmel steigend über den südli chen Stadttheil hinweg zog, rief eine ungeheure Menschenmenge zur' Stelle, die jedoch durch die intensive Hitze in außerordentlich großer respektvoller Entfernung gehalten wurde. Beamtenvahl Der CheruSker-Loge, O. D. H. S. Die gestrige Versammlung war gut besucht. Das Comite für die am letzten Sonntag abgehaltene Abendunterhal' tung berichtete über großen Erfolg und Erzielung von Ueberschuß. Die vorgenommene Beamtenwahl ergab folgendes Resultat: Präsident Peter Hännerle. Vice.Prüftdent Carl Hoffmann. Protokollirender Sekretür C. Thielmann. Finanz-Sekretür K. O. Gloger. Schatzmeister' M. Eschenbach. Trustee Paul Janke. Führer Georg Pröschel. Innere Wache Paul Dux. O- Raucht die Tish I Mingo. Eine Warnung vor dem Dichten. In einem niederösterreichischen tc hat der Bürgermeister am 26. Qktober folgende Warnung erlassen: M M. JJlam dem umwaren unneu, oas in letzter Zeit hier die Beschäftigung mit der Poesie herbeigeführt hat, wobei in einem Falle sogar ein Familienglück m Grunde dichtet worden ist. lxilte lÄ es für meine Pflicht, die GemeindeMitglieder vor Zeder Beschäftigung mit der Dichtkunst eindringlich zu warnen." Die sonderbare Warnung begebt siÄ. wie die Generalverkehrszeitung" mittheilt, auf einige trübe rr . " 11 JC S , irmami e. oic iiuaucu uu vem vuu der Poesie verseuchten Orte geschehen i md. Ein Schristtteuer hat ircy erckossen. die Zrau eines Eemeindebeamten ist Mit einem Zungen, scanne durchgebrannt, der ihr Herz durch Verse erweicht hatte, der Mann ist durch dies Erlcbniß verrückt geworden ' . ... . . im und macht nun gleicyMS er,e.
Weihnachtsfeier im Socialen Turnverein.
Ein reichhaltiges Programm der Sonntags und Turnschule. Der Sociale Turnverein legt seit Jahren besonderen Werth auf die Veranftaltung einer gediegenen Weih nachtöfeiir für die Zöglinge der Turn schule und der freisinnigen Sonntagsschule. So ist er auch heuer besorgt gewesen. für die am Montag Nachmittag, den 26. Dezember stattfindende festliche Veranstaltung ein inhaltsreiches, in teressanteö .Programm aufzustellen, wo durch den Schülern beider Institute Gelegenheit gegeben wird, von ihrem Können Zeugniß abzulegen. Daß, wie aus dem nachstehenden Programm ersichtlich ist, die Frei sinnige Sonntagsschule etwas in den Vordergrund tritt, liegt in der Natur der Feier; bei dem Ende Januar statt findenden Schauturnen wird dagegen die Turnschule vollauf zur Geltung kommen. Daz beim Weihnachtsfeste zur Durchführung kommende Programm lautet wie folgt: Programm. 1. Lied: Vögelein im Tannenwald" ... Volksweise. . Freisinnige SonntagLschule. 2. Schmiede-Scene . , .'. Kindergarten und Unterklasse der Sonntagsschule. 3 Lebendes Bild: Rothkäppchen". 4. Turnerische Vorführungen Zöglinge der Turnschule. 5. Lied: Ward ein Blümlein".. .Volkslied. Frsisinnige Sonntagsschule. 6. Lebendes Bild: Aschenbrödel". 7. Lied: Barkarole" Kücken. Sextett der Sonntagsschule. 8. Das Jahr und seine Kinder'' Allegorische Darstellung mit Deklamation. 9. Weihnachtslied Abt. . Chor der Sonntagsschule. 10. Bescheerunz der Kinder. 11. Spiele und Tanz. Die Feier wird im großen Saale des Deutschen Hauses abgehalten und nimmt um 3 Uhr ihren Anfang. DaS Publikum ist zum Besuche freundlichst eingeladen; Eintrittskarten sind von den Kindern der beiden Schulen, sowie im Deutschen Hause zu haben. Civildienft-Prnfungen Für Stellungen an den Canalbauten. Der 18. Januar k. I. ist für Prüf linge für den Panama CanalDienst von der Ver. Staaten Civildienst Prü fungö Commission festgesetzt worden Diese Examina die in der hiesigen Post Office abgehalten werden, dürften für manchen, der auf eine gute Stelle reflec tirt, von großem Interesse sein. Candi daten sind nach abgelegterPrüfung wühl bar. Die Angestellten stehen laut Präsi I dent RooseveltS Verfügung mit wenigen Ausnahmen unter dem CivildienstVer forgungsamt v. 15. 11. 1904. Fü: den Canalbau sind mindestens 3 Jahre vorgesehen und dürften für fo lange auch die Contracte laufen. Quartier wird in Panama gestellt, freier Trans Port von New York, New Orleans und St. Francisco auS! Gut dotirte Stel jungen sind laut Secretär Milhouf für folgen)? Berufe ausersehen: Assi stant kivil.Jngenieure, Werkzeugleute, Weg undNivellirungS'Beamte, ClerkS, Stenographen, Buchhalter, Heilgehil fen, Aerzte, Apotheker, HoZpitalperfonal, Krankenpfleger etc. Damen-Enchre im Unabhängigen Turnverein. Während die Schneeflocken draußen gar lustig tanzten, amüstrten sich vie Damen des Unabhängigen Turnvereins bei einem flottenEuchre. Begehrenewerthe Preie waren angeschafft worden und der rechte und linke Wenzel tüchtig in Altion gebracht. Die Preise gewannen: 1. " Preis-Frau R. Maurath. 2. C. Robison. 3. C.Markley. 4. E. Santo. 6. h ' L. Levey.
Arbeiter Kranken- und Sterbe-
Kasse. 7. Stiftungsfest durch einen Kommers ge feiert. Die Branch 151 obiger Kasse hielt gestern ihre regelmäßige Versammlung in der Columbia Halle ab, in welcher 2 neue Mitglieder aufgenommen und Candidatin in Vorschlug kamen. Da der 13. Dezember gerade der Tag war, an welchem vor 7 Jahren die hie sige Branch in's Leben gerufen wurde. so wurde nach der Versammlung der Geburtstag durch einen Kommers in feuchtfröhlicher Weife gefeiert. In dem letzteren fungirte Präsident H. Hedderich als Ceremonienmeister. John Burlhardt, dec erste Präsident deS Vereins, betonte in kernigen Worten des weiteren Fortschrittes der Kasse. Der Finanz'Secretär Richard Hinze hielt eine Ansprache, hervorhebend, da& die Gesammtkasse am 19. October 1834 von einer kleinen Anzahl solidarisch und sozialistisch denkenden Arbeitern gegründet wurde und zwar ursprünglich nur für New York berechnet. Jedoch alsbald wurde ihre Solidität erkannt und verbreite sich schnell im Lande, und vertheilt sich jetzt in 205 Brancheö in 22 Staaten und hat eine Mitglieder zahl von 31.921. Bis zum Schlüsse des JahreS 1903 wurden insgesammt 81, 543,764.82 an Krankengeld und $433,664.29 ' an Sterbegeld ausbezahlt. Die hiesige Branch, welche am 18. Dez. 1897 gegründet wurde und jetzt über hundert gutgehende Mitglie. der Zläblt. bat während dieser 3eü $4087 an Krankengeld und S1000 an Sterbegeld gezahlt. Zum Schlüsse forderte der Redner die Mitglieder auf, sich, wo nur immer möglich,, recht zahlreich an den Bera thungen und Versammlungen zu be theiligen; wäer dies der Fall, so würde die Kasse immer weiter wachsen, blühen und gedeihen zum Wohle für alle Mit glieder und zum nachahmenSwerthen Beispiele für andere solidarische Einrichtungen. Und wenn etnstenS die Gesammtheit die Pflege der Kranken, die Bestattung der Todten und die Fürsorge der Hinterbliebenen über nimmt, so hat die Kasse ihre Pflicht er. füllt und wird dann guteS statistisches Material bilden. Nachdem noch der Präsident Herr Henry Hedderich, der VicePräsident Herr Wm. Kappmeyer und der Schatz' meiger Herr Peter Hammerle noch An sprachen gehalten, welche alle darin gipfelten, daß die Kasse auf gesunder Grundlage beruhe, und die Einigkeit und Solidarität unter den Mitgliedern zum guten Gedeihen der 'Kasse mitgehalfen hat, ging mam zum humoristi schen Theile über. Alle die schönen Vortrüge auszufüh ren, dazu mangelt der Raum. An dem selbeubetheiligten sich folgende Herren : Aug. Ä)aum Hugo Miller, Albert Kempe, Gust, Heinze, Reinh. Stark Wm. Kappmeyer, Alexander Burkhardt und Theo. Hasse. Dieselben hielten die Lachmuskeln fortwährend in Bewegung und einzelne Vortrüge riefen einen wahren Beifallssturm hervor. Allem in allen genommen war diese pro grammlofe Festlichkeit eine solch zu friedenstellende, daß von vielen Seiten der Wunsch geäußert wurde, öfter eine derartige Festlichkeit zu arrangiren. Bei dieser Gelegenheit hat sich bewiesen, daß die Kasse über ein Material, so. wohl in gesanglicher, deklamatorischer und humoristischer Weife verfügt, wel cheö gar nicht geahnt wurde, und eS bedarf nur den Anstoß um die Ge fammtkrüfte zu vereinigen. Zum Schluß fei noch erwähnt, daß der Herdergsva ter in liberaler Weif? für guten Lunch und prompte Bedienung gesorgt hatte. Süiffsnachriöten. Angekommen. New Vork: Brandenburg" von Are men; St. Paul" von South, ampton und Cherbourg; .Um bria" von Liverpool und QueenStown; Roma" von Marseilles und Neapel. Plymouth: Blücher" von New York nach Cherbourg.
Nachrichten aus Jndiana.' C o l u m b u S. W. Allen vom 9. Cavallerie.Regiment, ein Neger, wurde letzten Freitag vom Gericht zu Salina, Cal., .wegen des letzten Oc tober d. I. an dem Sergeanten Tooley zu Montery, Cal., begangenen Mordes zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt. Genannter A. Tooley wurde in dem Augenblick erschossen, als . er als einzig anwesender Beamter einen zwischen 2 Leuten ausgebrochenen Streit, schlichten wollte. Sein Vater Beverley B. Tooley zu Petersville, Ind., erfuhr diese traurige Nachricht erst aus der Zeitung. R i f i n g Sun. Eine Woche quälenden Harren? für JameS Gilles pie ist wieder dahin. Dieser Mann der seine Schwester ermordet, zeigt noch immer keine Spur von Gewissensbissen, die ihn schon längst in seiner Zelle hätten quälen sollen. Man ist sich darüber klar, daß sich die jetzige An klage gegen ihn schärfer, als je zuvor
zugespitzt hat und sind die ZeugenauS sagen alle zu Ungunsten deS Angeklag. ten ausgefallen. ES hat sich gezeigt, daß fchon lange Zeit vorher eine Span nung unter den Gliedernder Gillespie' schen Famitt: okgzwltt; h. so daß man schon eher auf dmn Ausbruch tv 8 cil.n Waffen hätt? gßt frfn sifjfcDennoö, würd; 55 L-fliffenilkch den, irgend eraS dclTn n th fentlichkeit treten zu lassen. lange auch schon der Haß G's gegen seine Mutter und Schwester brannte. Un wahrscheinlich ist es, daß das Urtheil noch vor dem Weihnachtsfeste gefüllt wird, man ist auch wenig voran ge kommen in dieser Woche. Am SamS tag ist nur ein Zeuge George H. Ken ney VerncmiN worden, der auSführ liche .7igLbe'i üd?r den Platz machte, woselbst der o:s slattgcf'.'nden. DaS Gericht anriu izrM die SitzuNu u?; Montag. . Gesang und Snmor der Unterhaltung der tzarugari Sänger. Ejnen sehr genußreichen Abend' ver lebten gestern die Gäste deS Harugari Süngerchor in der Halle 29 Süd Dela wäre Str. Ein reichhaltiges Pro gramm wurde tresflich durchgeführt und die anregende Musik und die sonstigen Vorträge ließen keine Müdigkeit auf. kommen. Der Sängerchor gab besonders vor zügliche Leistungen, welche rauschenden Beifall fanden. Die Herren RieS und Richter zeigten durch ihren Duett.Vortrag, daß tüch tigeS Talent ihnen inne wohnt. Aber auch die FrlS. G. und S. SowderS trugen nicht wenigzum Ge lingen der Unterhaltung bei und der Humor fand in den Vortrügen der Herren Wischmeyer und Schmidt und den Herren Baaske und Pflüger er götzliche und fähige Jünger. Kurz, es war eine Unterhaltung, wie nur Deutsche sie zu geben ver stehen, ohne Mißton und voller Ge müthlichkeit. Prohlbitioniften-Conferenz. Morgen werden die Prohibitionisten deS Staates in unserer Skadt zusam menkommen, um die von ihrer Partei erzielten Zuwüchse(?) in der letzten Wahl zu feiern und zugleich um für die nächste Campagne Beschlüsse zu fassen. cft& Qt4.rr,!4. fixn r.,.t. 0f&...v cu9 wiuuivumuc lyuu icuic iucr.u bereits feine Sitzung ab. Unter den abzuwickelnden Geschäften wird auch die Erwählung eines Staatövorsitzen den fein, welcher für die nächsten zwei Jahre die Geschäfte der Partei leiten trn'rV f ' Die Conferenz wird in der Masonic Halle morgen Vormittag und Nach mittag, stattsinden. C. E. Newlin, 'der jetzige Staats Vorsitzende giedt kund, daß er kein Can didat für Wiedererwählung fein wird, da er sich seinen Geschäften und seiner Familie zu widmen gedenkt, doch wird er vermuthlich angegangen erden, den Vorsitz wieder zu übernehmen. .
