Indiana Tribüne, Volume 28, Number 100, Indianapolis, Marion County, 17 December 1904 — Page 4
Judtana Tribüne, 17 Dezember lüon
Indiana Tribüne. HeraukgeAebt von der utendtrg Indianapolis, Ind. fiang O. Thudium Präsident. GeschäftSlocal: No 31 Süd Deläware Straße. Telephone ses. tered ai ihe Post Office oi Indianapolis a, tecond dass matter. Ei Sturm auf Port Arthur.
Die Schilderung eines SturmangriffZ der Japaner giebt der Nowy Krai" vom 2. November. Das Blatt schreibt: Von Minute zu Minute wird ein Angriff auf die Fort, Befeftigun gen und Redouten erwartet. Durch ein zwei Tage währendes Ar tilleriefeuer haben die Japaner unsere vorgeschobenen Stellungen zerstört. Die Blindagen, Schanzen, Brustwehre und Höfe der Forts find von Tausenden feindlicher Geschoffe aufgewühlt. Alles, was während der Nacht, wo das feindliche Feuer etwas nachläßt, zur Noth ausgebessert worden ist, wird mit dem Anbruch des TageS wieder zerstört. Der Feind hat Gelegenheit gehabt, sich von der Wirkung seiner Geschosse zu überzeugen und wird daher wahrschein lich mit dem Angriff nicht zögern. Wir treffen daher die erforderlichen Vorbe reitungen. Kisten mit Patronen werden schnell geöffnet, die Geschoffe herausgenommen, die Kanonen und Ma schinmgewehre auf ihre Stellungen geschafft, und ihre Bedienung begiebt sich auf ihre Posten. Eine finstere Nacht, unheimlich und angenehm zugleich. Alles wartet gespannt in tiefem Schweigen. Die Ra kete! commandirt der Compagniechef. Ein Augenblick noch, in den Hinteren Reihen entsteht eine Bewegung und im mittelbar darauf sieht man ein feurigeZ Band sich durch die Luft schlängeln. Es wird länger und länger und zerstäubt schließlich in einen Feuerregen, der in tausend Funken herabfällt. Am Fuße des BergeS ist jetzt reges Leben wahrzunehmen. ES wimmelt da unten von Menschen. In kleinen Gruppen, in größeren Clonnen oder auch einzeln sieht man den Feind fallend, stolpernd, dann sich wieder aufrichtend', den Berg hinankletternd. ES ist der Feind! Das Herz beginnt, schneller zu schlagen, bald krampst es sich auch zusammen und scheint für einen Augen blick still zuZstehen. Noch einen Augenblick und.es entsteht ein betäubendes Vetöse. . Das Knattern des Gewehrfeuers, das Rasseln der sMaschinengewebre, daS Donnern derlGeschütze, daS Zischen der Raketen, daSiGeftöhn der Verwundeten und sterbenden und die Angriffsrufe der Japaner vermengen sich zu einer Höllenmusik. Es hat sich ein entsetz licher Kampf entsponnen, ein Kampf, wie wir ihn bisher hier noch nicht erlebt haben. Dutzende, Hunderte greifen krampfhaft an ihre Köpfe, Herzen und .brechen zusammen; über ihre Leiber hinweg klettern andere, auch sie stürzen zu Boden; trotzdem tritt keine Stockung in der heranbrechenden Woche ein. Die Todten .und Verwundeten werden ununterbrochen im Nu ersetzt, und fast will es scheinen, als ob der Feind aus der Erde herauswachse. In großen -Haufe?? liegen die Leichen des Feinde? übereinander?gethürmt. Wer verdient wohl mehr Mitleid als diese Helden, die so tapfer für ihr Vaterland den Tod erleiden ? Und doch kennen wir im Moment weder Mitleid noch Erbar men. Automatisch heben und senken sich die Arme lund automatisch, mit teuflischer Schlauheit werden die Feinde medergemacht,jwird gemordet. ES beginnt Zzu ltagen, der Kampf nimmt an Heftigkeit ab. Auf der Ku ropatkin-Schanze befand sich bereits der Feind. Der Mmeur Klipfchin em pflng als erster mit zwei Kameraden den Feind. Nicht wenige der Gelb häute hat er mit seinem Bajonett nie dergemacht, bis er selbst schließlich sein Leben lassen mußie. Immer näher rückten die Japaner heran, immer wü thender wurde ihr Angriff, da eilte im kritischen Augenblickunsere Reserve he? bei und schlug,kzuerft mit Gewehrseuer, darauf mit Bajonetten den Feind zu rück. Die japanischen Reihen began nen zu wanken, und bald ergriffen sie die Flucht. Doch auch die Stunden der Ueberlebenden waren gezählt; nicht ein einziger von den Japanern, die eö ge wagt hatten, die KuropatkinSchanze zu stürmen, kamen mit dem Leben da von. Alle'ohne Ausnahme wurden ein Opfer deö Feuers unserer Gewehre und
Maschinengewehre und .der russischen Bajonette.
Da zeigt sich eine neue Colonne und sofort treten die Maschinengewehre auf dem Fort No. 2 in Thätigkeit. Die Reihen des Feindes lichten sich, in Massen wird er niedergemäht und bald ist die ganze große Colonne aufgerieden. Gieb mir dein -Gewehr," ruft Compagniechef Rjafonow einem Soldaten zu, meines ist beschädigt, du kannst dich inzwischen Holm." Gleich darauf knallt es, und ein Japaner wälzt sich auf den Boden ; wieder ein Schuß und ein anderer Feind bricht zusammen. Im übrigen hatten die Fliehenden auch unter dem Feuer ihrer eigenen Leute zu leiden. Aus Ver sehen wurden sie von japanischen Schrapnells überschüttet. -Als es völlig hell geworden war, staunten alle über die Ergebnisse deö Kampfes. Die Anlagen der Sappeure waren zerstört, Gewehre, Ranzen, Granatensplitter, Menschen, Köpfe, Armee, Beine und andere Gliedmaßen lagen in graußem Wirrwaar übereinander. Doch trat keine Pause ein, wieder flogen die feindlichen Artilleriegeschosse zu uns herüber, und unentmuthigt versuchte der Feind die Scharte auszuwetzen. Wenn Lawfon und Ereene sich zanken, haben ehrliche Leute den Vortheil. Der EeschästSmann der leine An zeige in der Deutschen Zeitung" hat. kann flaue Geschäfte diesem Umstände zuschreiben. Die Japaner haben wie es scheint den Gebrauch der so fürchterlich wirkenden Handgranaten, den russischen Anarchisten abgeguckt. Der furchtbare Druck, den die SemstwoS auf die Regierung des Zaren ausgeübt, wird dem Volke im Ruffenreiche wenigstens einigeErleichterung bringen, abtr wirkliche Reformen wird der Russe seinem Feind, dem Japaner, verdanken, wenn dieser Rußland durch seine Ueberlegenheit weiter demüthigt. Nur noch eine Woche trennt nnS vom schönen Weihnachtsfeste mit seinen Freuden, seinen Bäumen und Kerzen. ES ist die Zeit, in welcher nur ganz verknöcherte Menschen kein Gefühl für die Freude ihrerNSchsten und selbst keine Freude am Geben haben. Wohl können nicht alle die Taschen öffnen, aber ihre Herzen können geöffnet sein zur Theilnahme an den frohen Festtagen. Den Deutschen besonders gilt dieses Fest viel. ES trägt sie zu den frohen Erwartungen der Jugendzeit zu den vielen Beweisen inniger Elternliebe zurück. So rüstet sich das Deutschthum in diesem La.ide zum frohen Feste. Nicht nur im Familienkreise, sondern anch in den Vereinen regt und rüstet sich alles für die Weihnachtsbe' scheerungen und frohe Unterhaltungen. Für Werke der Barmherzigkeit rüh. ren gar fleißig die Damen unseres so viel Gutes stiftenden Frauen-HilfS-Vereins und der anderen Frauenvereine die Hände. Sie werden Freude und Festglanz in so manches Heim bringen, das mit Sorge durchseucht ist. Ihre Werke find es, welche dem Feste erst seine schöne Bedeutung, seine wahre Weihe geben durch ihr selbst loseS Wirken im Dienste der reinsten Menschenliebe. DaS Deutschthum hat viel geleistet in Indianapolis, aber die Werke der deutschen Frauen flnd' seine schönste Zier. Eine alte Pionierin. Frau Ruth A. Grizsby, 90 Jahre alt, fast 80 Jabre in Jndiana und über 60 Jahre in Indianapolis anlässig, starb gestern im Hause ihrer Tochter Frau Samuel A. Hamilton, 24 Süd Summitt Str. Vor etwa 60 Jahren erbaute ihr Gatte ein Blockhaus auf demselben Platze wo jetzt das Haus No. 1203 South Eastern Ave. fteht. Die alte Dame erzählte stets viele in teressante Episoden auS der Ansiedler zeit unseres Staates, wie damals sich die Bewohner durch anzünden von Feuern Nachts gegen Wölfe schützten, wie Pogue, nach dem der Fluß, Pogue'ö Run benannt wurde, zur Zeit kich auf die Suche nach verlorenen Pferden begab, den Indianern in die Hände gerieth und spurlos verschwand, ohne daß jemals etwas wieder von demselben gehört oder gesehen wurde. Drei Nachkommen überleben die Grei sin, Jeffe GrigSby. 71 Jahre alt, Frau Nancy Mitchell, 65, und Frau Hamilton, in deren Hause sie starb.
Glückliches Zllchtcnstrin! Nachdem Johann II., Fürst von und zu Liechtenstein, am 21. Juli 1866 eine Inspektion des liechtensteinischen Kontingents in Vaduz vorgenommen hatte, rückte dieses und zwar mit der öfterreichlichen Armee vereint in's Feld, um im Süden gegen einen auswärtigen Feind" zu kämpfen, wie es in der Proklamation des Landesfürsten hieß. Ihr Schlußsatz lautete: So glaube . Ich denn das Schmerzlichsie und Grausamste. abgewendet zu haben, indem wir nicht gezwungen sind, die bundbrüchi--gen, deutschen Brüder mit eigener Hand zu bekämpfen." Das Kontingent kam bis zum Stilfserjoch und Santa Ma ria am Wormser Joch. Die Piemontesen ließen sich jedoch nicht blicken. Die Truppen wurden bald zurückberufen, ohne in Aktion getreten zu sein. Im Jahre 1867 wollte die Negierung wieder zur Nekruten-Aushebung schreiten, und es sollten wie seither je 21 Mann der stellungspflichtigen Leute zur Fahne einberufen werden. Nach Auflösung des deutschen Bundes existirte aber keine Vundespflicht mehr, Militär zu halten. Der einzige Feind des Landes, so wurde im Landtage treffend hervorgehoben, sei der Rhein, der hie und da in's Land einzubrechen drohe, und gegen diesen Feind müsse man Gut und Blut einsetzen. Der Landtag beschloß, die Truppenaushebung bis zu einem unter Zustimmung des Landtags erfolgten militärischen Ansckluß an einen größeren Staat einzustellen. Der Fürst sanktionirte diesen Beschluß am 12.
Februar 1868. Die Mannschaft wurde entlassen, das Kontmgentskommando aufgelöst und seither gibt es in Liechtenstein keine MilitärdienstpDcht. Ein sozialdemokratisches Militär Programm. Der in Zürich tagende Varteitaa der schweizerischen Sozialdemokraten hat r v r.; tf-Li r . i ucy in inner uijxen iFung yaupisäcklicb mit militärischen Landesfra gen beschäftigt.' Die Reden, die dabei gehalten, und die Beschlusse, die gefaxt wurden, geben em anschauUches no davon, wie ein Heer nach sozialdemokratischem Geschmack aussehen würde. Der schweizerische sozialdemokratlsche Parteitag, von 300 Delegirten besucht, beschloß, die bevorstehende Revision der schweizerischen Militärorganisation zu verwerfen, wenn dieselbe künftig nickt ein striktes Verbot des Truppenaufgebotes in Streikfällen enthalte. Diese Forderung gab Anlaß zu heißen Nedekampsen, ebenso die mit aroner Mehrheit anaenommene Forderung: es seien für die schweizensche Armee die Ossiziere und unteroffiziere durch die Soldaten selbst, statt wie bisber durch die Reaieruna zu wählen. Sodann soll die Militärgerichtsbarkeü abgeschafft und zede Berlänaeruna der Militärdienstzeit verworfen werden. Zwei Anträge, welche auf direkte Dienstverweigerung bei Truppenaufgeboten in Streikfällen hinausliefen und eventuelle gewaltthätiae Mittel bierüber erlauben wollten.' wurden fast einstimmig abgelehnt. Alles geladen. Eine Aufsehen erregende Hochzeit fand neulich in Grand Center, Wis:? statt.. Die ganze Einwohnerschaft von Grand Chute Township, 800 bis 900 Personen, waren von den Hochzeitern Frl Kate Losseljungs und Peter Schetter zu diesem Familienfeste eingeladen worden und alle leisteten der Einladung Folge. Die Trauung fand aus emer vor dem Wohnhause der Eltern der Braut errichteten Tribüne statt. Dann setzte man sich an den langen Tafeln, die in dem Wohnhause, den Scheunen und in dem für die Hochzeit errichteten Tanzpavillon improvisirt' waren, zu Tisch. Das Serviren des Hochzeitsmahles für die Gäste nahm drei volle Stunden in Anspruch. Dann wurde getanzt. Am Abend wurde wieder ein opulentes Mahl fervirt und dann die ganze Nacht hindurch wieder getanzt. Es waren zu der Hochzeit nicht nur die Farme.rfamilien, sondern auch die Knechte und Mägde eingeladen. In'olgedessen war in dem ganzen Townhip die' Arbeit eingestellt und alle Lä)en u. s. w. geschlossen. Reiche Gold lag er tni. deckt. Seit vielen Jahren wurden öfters in Pepin, Wis., in einem kleinen Wache Goldkörner gefunden. Der drei Meilen von Pepin wohnhafte Farmer Hucalet Milirm war längst überzeugt, daß Gold auf seinem Lande entlang dem Bach ezistirt und hat kürzlich einen 13 Fuß tiefen Schacht in die Seite des Berges gegraben. Er stieß auf rostig aussehendes Felsgestein und ließ dieses untersuchen, es soll Mehr wie $200 Gold die Tonne enthalten. An einer anderen Stelle fand er Sand, der kleine Goldkörner enthält." Seitdem haben sim andere Goldsucher eingefunden, die aus der Minder-Farm eine reiche Ader goldhaltigen Quarzes gefunden haben sollen. Etwas zur Ziegenzucht. Für die sechs Wintermonate rechnet man auf eine Zieg5 sechs bis sieben Centner Heu. Als Beifutter gibt mar Kleientränke und geschnittene Rüben. Im Winter muß die Ziege täglich ge striegelt und gebürstet werden, und stets ist darauf zu achten, daß sie ein trocke nes und gutes Lager hat. Im vierten bis fünften Jahre steigert sich die Nutzungsfähigkeit der Ziege am hoch sten und nimmt vom sechsten bis siebenten Lebensjahre wieder ab. Ueber zehn Jahre alte Thiere geben wenig Nutzen und müssen daher abgeschafft werden.
'l-l-M-l l -I-I-H-I-I-IM-l-l-I-l-I-M-I-M-
I Inland 4 I-M M I I II I I I 1 H-H-I-H-H I : l . E i n e n K a m p f m i t e i n e m verwundeten Hirsch hatte John Strog in Calumet, Mich., am Dutch River zu bestehen, nachdem er das stattliche Thier durch einen Schuß niedergestreckt hatte. Während er sich seine prächtige Jagdbeute näher besah, sprang, der Bock plötzlich auf und ging dem Jäger mit den Hörnern zu Leibe. Der Jäger wurde schlimm verwundet, ehe er das wüthende Thier vollends tödten konnte. Gipfel der Faulheit. Ein typischer Landstreicher, wenigstens in Bezug auf Arbeitsscheu, wurde jüngst in St. Paul, Minn., einem Polizeirichter vorgeführt. Der Kerl, ein gewisser Walter Bernau, hatte sich zwei Wochen lang ohne einen Cent in der Tasche in einem Kosthaüs verpflegen lassen, und als er ersucht wurde, für seine Rechnung wenigstens bei der Reinigung des Geschirrs zu helfen, wies er das Ersuchen mit -Entrüstung zurück. Der Kadi schickte das arbeitsscheue Subjekt in's Arbeitshaus. Merkwürdiger Tod. In einem Stieite wurde der Buchdruckerbesitze? Schwan in Bute, Mont., unlängst mitten durch's Herz geschossen. Mit dieser Todeswunde schritt er durch drei Zimmer und durch einen langen Korridor und brach erst nach drei Minuten zusammen, sich im Sturz das Genick brechend. Schwan, welcher von seiner Frau getrennt lebte, war in seinem Hause erschienen, und ein junger Mann, Namen John Evans, wollte ihn hinausweisen. Darüber kam es zum Streit und Evans feuerte zwei Schüsse ab, von denen einer Schwan in's Herz traf. Prairiebrandschaden. Die Prairiefeuer, die unlängst bei Gladstone, Man., so viel Schaden anrichteten, sollen durch Funken aus einer Lokomotive entstanden sein. Diese Annähme wird damit begründet, daß das Feuer unmittelbar nach dem Vorbeifahren einer Lokomotive entstand. Das Feuer ergriff das ganze Land zwischen Woodside und Veaver. Man., und viel Heu und etwa die Hälfte der Ernte fielen ihm zum Opfer. Das Heu gerieth in Brand, obwohl es durch doppelte Feuerfurchen geschützt war, da durch den starken Wind brennendes Gras durch die Luft fortgetragen wurde. Der Verlust an Heu allein wird auf $5000 geschätzt. Eine Frau Namens Olson, die Frau eines isländischen Farmers, verlor ihr Leben beim Versuch, dem Feuer Einhalt zu thun. Fataler Traum. Infolge eines Traumes verlor die 41 Jahre alte Frau Lizzie Couet in Chicago ihr Leben und deren Gatte, und ihr jüngstes Kind erlitten tödtliche Verletzungen. Die Frau träumte, ihre Ersparnisse seien ihr aus ihrem Versteck in einem Zuckerkrug in der Speisekammer gestöhlen worden. Erwacht, ergriff sie die Lampe mit der einen Hand und unter dem anderen Arm hielt sie ihr Baby und begab sich an die Untersuchung. Dabei fiel ihr die Lampe aus der Hand und explodirte. Ihr Gatte, aus dem Schlafe geweckt, eilte herbei und suchte die Flammen zu löschen, was ihm schließlich mit Hilfe einer Matratze gelang, aber erst nachdem er, wie seine Frau und das Kind furchtbare Brandundeu erlitten, denen Mrs. Couet auf ocm Transport nach emem Hospital erlag. Nimmt Gift aus Aerg e r. Ein Eisenbahnangestellter Namens Chas. Gallagher in Minneapolis, Minn., trank unlängst aus geringfügiger Ursache eine ziemliche Quantität Laudannm in der Absicht, sich möglichst schnell in's Jenseits zu befördem; er hatte jedoch die Rechnung ohne Rücksicht auf die Magenpumpe gemacht. Als man ihn nach dem Stadtspital gebracht hatte, benutzten die Aerzte dieselbe sofort und stellten Gallagher wieder her, so daß er wohl bis auf Weiteres auf dieser schönen Welt verbleiben muß. Gallagher hatte in einer Wirthschaft einen 'Fremden getroffen, mit dem er sich in eine UnterHaltung einließ, die aber damit endete, daß Gallagher mit einigen Schimpfnamen belegt wurde, die er sich so p Herzen nahm, daß er den verhangnißvollen Schritt zu unternehmen beschloß, um seinem Kummer ein Ende zu machen. Infolge einer Wette getraut wurden Roscoe Carson und Jessie Carson in St. Louis, Mo., aber die aus so unsinnige Weise eingegangene Ehe ist dieser Tage wieder gelöst worden. Das Paar hatte nie zufammengelebt. Die Wette bestand darin, daß Carson mit einem Wirthschaftsbesitzer um $10 wettete, daß er binnen 24 Stunden verheirathet sein könnte, sofern er wollte. Der Wirth bestritt dies und machte die Bemerkung. daß er eine Hochzeit nicht in einer Woche zustande brächte. Daraufhin verließ Carson den Saloon, begab sich zu Frl. Jackson, einer alten Freundin, und benachrichtigte sie von der eingegangenen Wette. -Sie ging darauf ein und fand den Witz" gottvoll. Auf dem Standesamt gab sie einen falschen Namen an, und ein Richter, der die Thatsachen nicht kannte, traute das Paar auch. Nach vollzogener Trauung begab sich das Paar nach der erwähnten Wirthschaft, legte dem Besitzer das Certifikat bor und strich die gewönnenen 510 ein.
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1080. Alt 1050 5555 Schnmcksachm DA lypool Hl t:l Ist mir gegenübei. 4 j; t 19 mmi BßEAD I Eine G00 Jabre alte Uhr. Die älteste Uhr in England befindet sich in der Kirche zu Peterborough. Siestammt aus dem Jahre 1320. Es wird überliefert, daß sie die Arbeit eines Mönches ist. Natürlich ist sie sehr primitiv. Ihr Gang wird durch ein, Bleigewicht von etwa 300' Pfund geregelt, das an einem Tau von 90 Yards Länge hängt; dieses Tau ist auf einer Holzwelle aufgerollt. DieUhr muß tätlich aufgezogen werden. Sie schlägt die Stunden auf einer der großen Kirchenglocken, die 3200 Pfund wiegt, mit Hilfe eines Klöppels von 72 Pfund. Das Räderwerk und das Läutwerk sind einige Fards von einander entfernt und durch ein 'kleines Tau verbunden. Die Uhr hat kein Zifferblatt; die Stunden sind auf. dem Hauptrade der Hemmung angezeigt, das sich in zwei Stunden einmal umdreht. ... Ein theurer Corot. Eine amüsante Maleranekdote erzählte jüngst der greise Maler Ziem im Freundeskreise. Casimir-Perier, der Vater des Eintagspräsidenten" der französischen Republik, besuchte einmal den Maler Corot in seinem Atelier und bewunderte ein Bild, das Corot gerade vollendet hatte. Das Bild -möchte ich haben," sagte Casimir-Perier. Wenn Sie die Bäcker- und Fleischerschulden meines Freundes Millet bezahlen, ist es Ihr Eigenthum," erwiderte Corot. Abgemacht!" Froh so billigen Kaufs zu einem großartigen Gemälde gekommen zu sein, fuhr Casimir-Perier sofort nach Chailly und erfuhr dort zu seinem Schreck, daß Millet beim Fleischer 22.000 Francs und beim Bäcker 24.000 Francs Schulden hatte! Er hatte zwölf Jahre lang gepumpt und seine Glaubiger immer mit der Hoffnung auf den großen Koup, der ihm schließlich doch gelingen müsse, vertröstet. Der große Koup war nun in der That gelungen, denn Casimir-Perier zahlte als echter Edelmann die 46.000 Francs, ohne mit der Wimper zu zucken. Es war ein theurer Corot geworden, denn damals zahlte man für ein Bild des berühmten Malers höchstens 100 Francs; heute allerdings wäre Casimir-Periers Corot dreimal 46,000 Francs , werth gewesen. goskijafk. Reiche, doch unliebenöw u r.d i g e Erbin (mit der sich ein Leutnant schuldenhalber verlobt hat): Nun, was sagst Du zu meiner Verlobung?" F r e u n.d i n : Wieder eine Offizierstragödie." Bestrafte Giftmischex i n. Vom Schwurgericht in Auch im Sranzöstschen Departement Gers wurde ..ie 24jährige Rachel , Galtie. die ihren Gatten, den Friedensrichter von Saint. Clar, ihre Großmutter und ihren Bruder vergiftete, zu 20 Jahren Zuchthaus mit harter Arbeit vermtheilt.
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