Indiana Tribüne, Volume 28, Number 99, Indianapolis, Marion County, 16 December 1904 — Page 6
Jttdiana Tribünc, 16. Dezember
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Europäische Nachrichten.
Frovinz Fomrnern. ' l r i 1 1 z cesp JXSt t t.n. Das Mgemeinc EhHit.iin lntii feTtAftTt t k.tfrtt renzeichen wurde verlieben den Seifen kochern Johann Sitz und August Verch, die, ersterer seit 50, der zweite seit nahezu 50 Jahren bei der Firma Schindler & Muetzell in Arbeit qestanden haben. Die Firma Schindler & Muetzell Nachf. hat den Auszeichnungen ein ansehnliches Geldgeschenk hinzugefügt. B ü t o w. Der Sohn der Abdeckereibesitzers - Wittwe Hering versuchte seinem Leben dadurch ein Ende zu machen, daß er sich mit einem Revolver einen Schuß beibrachte, welcher die Lunge traf, so daß er dem Krankenhause übergeben werden mußte. G reifen hagen. Der Arbener August Kraatz von hier, welcher auf dem Gute Staffelde durch einen Bullen chwer verletzt wurde, ist im Kreiskranenhause zu Colbitzow, .wohin er nach dem Unfall überführt worden war, seipen Verletzungen erlegen. K o s l l n. Erschossen hat sich der 65 Jahre alte Rentier F. Buchholtz auf dem Hofe seines Grundstückes. Er ollte in einer Prozeßsache als Zeuge auftreten, was ihm so nahe ging, daß er qanz schwermütbia würd und inolgedessen zum Revolver griff. Rummelsburg. Lehrer Siewert in Gewiesen hat in seinem Acker einen großen Vronzenng gefunden und dem Alterthumsmuseum in Stettin übergeben. Der Ring soll aus der Zeit 500 vor Christi Geburt stammen und als Armring benutzt worden sein. Fast in allen Kreisen der Provinz sind solche Ringe gefunden worden. In hiesigem Kreise war diese? der erste. S t o l z e n h a g e n. ElN schreckllcher Unglücksfall ereignete sich auf dem Eisenwerk Kraft". Der Arbeiter Roenhager aus Gotzlow, der bei der Fuluna des Hochofens beschäftigt war, stürzte auf unerklärliche Weise in den Schacht, ohne daß die mit ihm Veschäftigten irgend etwas bemerkt hatten. Als sie ihn vermißten und in dem Hochofenliegen sahen, wurde er zwar sofort mit Haken herausgezogen, war aber bereits todt. Treptow a. T. Selbstmord verübte der Fuhrmann Dettmqnn, der in seinem Pferdestall erhängt aufgef unden wurde. Die Zurücknahme einer Bestellung bezüglich Benutzung eines Fuhrwerks zu Gunsten eines anderen Fuhrhalters versetzte Dettmann in so heftige Gemüthserregung, daß er die unselige That beglng. Jrsvinz cHreswig-Lbokkletn. Schleswig. Nunmehr sind 25 Jahre verflossen, daß Adolph Leonhard die Redaktion der Schlesw. Nachr." übernahm. Der Jubilar hatte sich allen Kundgebungen durch eine Reise nach Hamburg entzogen. .A l t o n a. Sein 50iahnges Dienstjubiläum im Dienste der EisenbahnDirektion feierte der hiesige Schlosser Stahl. Der Kaiser ließ dem Jubilar das Allgemeine Ehrenzeichen verleihen. Von feinen Vorgesetzten und Mitarbeitern wurden ihm verschiedene Aufmerksamkeiten zu theil. Ihr 25jähriges Jubiläum konnte die 9. KnabenVolksschule in der Adolfstraße feiern. Die Schule wurde als 4. KnabenFreischule eingerichtet und war zunächst in derAdlerstraße untergebracht. An demselben Tage konnte auw der Rektor der Schule, I. Stehn, auf eine 25jährige Thätigkeit als Leiter der Schule zurückblicken. Ebenfalls ist der Hauptlehrer I. Asbar 25 Jahre an der Schale thätig. A l s e n. In Siellerup geneth die zweijährige Tochter des Landmannes Chr. Jespersen beim Spielen mit der rechten Hand in die Dreschmaschine eines Nachbarn, welche einige Knaben in Bewegung gesetzt hatten. Der Arzt mußte dem Kind drei Finger abnehmen. E ck e r n f ö r d e. In dem benachKarten Dorfe Gettorf feierten Maurermeister Karl Sacht und Frau ihre goldene Hochzeit. Sach ist Kampfgenosse von 18481851. Stall und Scheune des Kaufmanns A. Möl ler in Gottrupelfeld sind abge brgnnt. Kiel. Oberconßstorialrath Dr. Georg Friedrich Wilhelm Schwartz ist hier gestorben. Derselbe war geboren am 17. November 1819 zu Neuennr chen in der Propstei Münsterdorf, wo sem Vater derzeit Pastor war. Neumllnster. Einen plötzlichen Tod erntt derHolzkaufmann L. Fried m w w m rimien rnerieivir. viiß er von einer Sitzung des Aussichtsraths der Ber einsbank in seine Wohnung zurückkehrte, wurde er plötzlich vom Schlage gerührt und war sogleich todt. Randsburg. In Prinzenmoor fiel das zweijährige Kind des Arbeiters Kurtz in ein Gefäß mit kochendem Wasser und starb darauf an den erlitetnen Verletzungen. Sarzbüttel. Das Gewese des Einwohners Genmes ist mederge brannt. Das Mobiliar ist zum gr'öß ten Theile gerettet. W e s s e l b u r e n. Ihrem qualvollen Leiden erlegen ist die Frau deZ Arbeiters Peters, die sammt ihrem kleinen Töchterchen schreckliche Brandwunden erlitt. Frovinz Schrelien. B r e s l a u. Schneidermeister Friedrich Kiesewetter, Hummerei 23, konnte sein 40jährigeS Miethsjudij läum begehen. Der im Böhmischen
Braubaus Mrma Nitsckke und Telt-
scher) angestellte Oberböttcher Wenzel Humpel blickte auf eine 25jährige Thätigkeit bei der genannten Firma zurück. Oberböttcher Krüger, bei ou;uu sunvunuyci .niuyci, b Sxaümi spfciffetf, Carl Scholtz. - . ' ' beging sein 25zahriges DienstMiläum. Vermißt wird seit einiger Zeit der Cigarettenhändler Paul Rudolf Kegel aus Hamburg, geboren am 7. December 1877. B e r n st a d t. Auf dem Dominium Ober - Wabnitz brach Feuer aus. Es brannte eine große, zweitennige, massive Scheuer vollständig nieder. G l a tz. Zwei Silberjubilare wurden in ehrendster Weise gefeiert; es waren dies Landgerichtspräsident, Geheimer Oberjustizrath Zweigel und der Erste Staatsanwalt Schmidt. Beide blicken auf eine 25jährige Tha-' lgken :n ihren jetzigen Aemtern zurück. K a t t o w i tz. Mehrere Knaben brachten bei einem Neubau im benachbarten Aawodzie einen Kivvwaaen n's Rollen und überfuhren hiebei den 6jährigen Knaben Urbainzyk, der auf der Stelle todt liegen blieb. Urbainzyk til1L- :i r.. Ijjicue INII anoeren nnaoen in einem Sandhaufen, welcher sich neben dem Geleise befand. L l e b a u. Im Walde wurde ein Mann todt aufgefunden. Die Unterucyung ergab, datz man es mit dem eit einiger Zeit verschwundenen geitesschwachen 38jährigen Ernst Kluge aus Hortau (städt.) zu thun hatte. Neu - H e i d u k. Die Invalide Langosch'schen Eheleute begingen in voller Frische und Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. P e l l a u. Das Fest der goldenen Hochzeit beging das Schneidermeister Seeligiche Ehepaar bei großer Rüstigkeit. R a t i b o r. Für Unvorsichtigkeit beim Umgehen mit Spiritus hat der Bahnarbeiter Piontek aus Nendza schwer zu büßen. Er goß m eine Löthlampe Spiritus nach, dabei entzündcte sich der Spiritus und Piontek trug so schwere Brandwunden im Gesicht, an der Brust und an den Händen davon, daß er nach hier in das städtische Krankenhaus gebracht werden mußte. T r e b n i tz. Nachdem erst kürzlich ein großer Scheunenbrand auf der Besitzung des Ackerbürgers Garbsch gewüthet hatte, entstand schon wieder Feuer, und zwar auf dem ehemaligen Klostermühlengrundstück, jetzt der Frau Bauunternehmer Blum gehörig. Es brannte ein umfangreicher Schuppen mit großen Holzvorräthen nieder. Frovinz Fofer:. Posen. Tödtlich verunglückt ist der in Winiary wohnende 32 Jahre alteFortifikanonsbote Hermann Giese. Von einer Nadfahrt heimkehrend. wollte er sein Rad die Treppe hinaufschaffen, verlor dabei aber das Gleichgewicht und stürzte mit dem Rade so unglücklich die Treppe herab, daß er todt liegen blieb. B r o m b e r g. An dem Jubiläumstage der Justizorganisation konnte auch der Erste Staatsanwalt bei dem hiesigen Landgericht. Geheimer Justlzrath Bartsch ein Jubiläum üt gehen: er stand nämlich an -diesem Tage 25 Jahre an der Spitze der hiesigen Staatsanwaltschaft. K r o n e a. Vr. Der hiesige Evan gelische Frauen- und Jungsrauenvev ein beging die Feier seines 25jährigen Bestehens durch eine öffentliche Theatervorstellung und durch Tanz. Die Festrede hielt Rektor Stiller. Zum Verein gehören noch zwei Damen, die zu den Mitbegründern zahlen, Mlkorczyn. Lehrer Pieczonka ist nach 61jähriger Dienstzeit im Alter von 82 Jahren in den Ruhestand qc treten. M i l o s l a w. Auf dem Dominium Vuggi des Besitzers v. Koscielski brach ein Großfeuer aus. Die Brennerei, die Dampfmühle, die Molkerei sind bis auf die Umfassungsmauern ein Raub der Flammen geworden. Schnei demühl. Vom' hiesigen Schwurgericht wurden die Schuhmachergesellen Bernhard Senniewski aus Jastrow und Emil Dieckow aus Hasenfier, beide noch junge Leute im Alter von 20 und 21 Jahren, wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu 5 und zu 3 Jahren Gefängniß verurtheilt. Wolfskirch. Als der Ansiedler Stellmacher auf eine Eule schießen wollte, ging der Schuß nach rückwärts los. so daß der Lauf zerplatzte und die Schrorladung dem Schützen ins Ge-sicht-drang. Ein Auge lief aus, mehrere Schrotkörner sitzen in der Stirn. Der Arzt zweifelt an dem Aufkommen des Verunglückten. EinGauner st reich, der eineS gewissen Humors' nicht entbehrt, wird aus Lothringen gemeldet. Der in Großhettingen bei Diedenhosen stationirte Gendarm hatte, als er auf dem Rade eine Vatrouillefabrt an der luxemburgischen Grenze unternahm, einen Deserteur erwischt; es brachte diesen, nachdem er ihm Handschellen angelegt hatte, hierher. Vor seiner Wohnung stellte er seinRad an's Haus, um sein Pferd zu besteigen und den Arrestanten nach Diedenhosen zu transportiren. Während er im Stall beschäftigt war, gelang es dem Verhafteten, seine Handfessel zu sprengen; rasch schwang er sich auf des Gendarmen Rad und fuhr nach der Grenze zu davon. Roß und Reiter sah man niemals wieder.
Tcr Psendo-Kronprinz in Servien.
Im serbischen Heere giebt es auch Spaßvögel. In der Unterosfiziersschale zu Belgrad werden die Zögiinge gar streng gehalten, was Wunder, daß sie über die Strange schlagen, wenn sie sich frei fühlen. Zwei Lusensrcunde in dieser Schule, die erst kürzlich die erste Stufe auf der Leiter zum Generalsrang erreicht hatten und das 5t'asernenleben gern einmal mit dem freieren Dasein der übrigen Got-te-swelt vertauschen wollten, verabredeten sich zu einem Ausfluge nach dem Städtchen Obrenowatz. Die, Arreitstrafe, die ihrer hierfür harrte, schien ihnen nicht schlimm und nur eine erwünschte weitere Abwechslung im ewigen Einerlei des Dienstes. Sie zogen also aus. Schon im nächsten Dorfe, wo sie beim Gastwirth einkehrten, begannen die Abenteuer. Der Kellner brachte ihnen nicht ilur den bestellten türkischen Kaffee, sondern auch ml größter Diensteifrigkcit und unter tiefen Verbeugungen das nationale Slatko . Man rnelt oort den einen der beiden schneidigen Korporale jü? den Kronprinzen Georg, dem er thatsächlich zum Verwechseln ähnelt. Insgeheim befragt, beiheuerte allerdings der Andere, daß sein Kamerad nicht der Kronprinz sei. fand damit aber keinen Glauben. In Obrenowatz wurden unsere Knegsknechte alsbald ebenfalls der Gegenstand ehrerbietigster Aufmerksamkeit. Ihre Anspruchslosigkeit hinsichtlich des Mittagsmahles und ihr freies Benehmen im Gasthause wurden von den Neugierigen des Ortes als demokratische, echt serbische Charaktereigenschaften des Kronprinzen aufgefaßt, der nach einer Zuflüsterung des übermüthigen Adjutanten" im strengsten Inkognito zu reisen beliebte. AlS die beiden hohen Gäste Nachmittags von einem kurzen Spaziergange in das Gasthaus zurückkehrten, stellte sich ihnen bereits der Bezirkshauptsann zur Ver sügunq und erbat sich die hohe Ehre. Se. Königliche Hoheit zu einem üppigen Mahle einzuladen. Dabei ging es so hoch und feierlich her, wie es eben in dem glücklich überraschten Obrenowatz möglich war. Erst als m der Dämmerung den Beiden das Gewissen schlug und sie an den Heimweg dachten. nahte das Verhangmß. Der Bezirkshauptmann glaubte nicht zugeben zu dürfen, daß fein hoher Gast durch das seiner Fürsorge anvertraute Gebiet, das nicht ganz frei von Zaubern ist. unbeschützt in die Residenz heimkehre. Aus eine telephonische Bitte um eine entsprechende Anordnung bei der Velgrader Präfektur erfuhr er aber zu seinem nicht geringen Schrecken,, dag es sich bei dem vermeintlichen Gaste nicht um des serbischen Thrones Erben, sondern um einen gewöhnlichen Sterö lichen handle. Seine frühere Höflichkeit verwandelte sich nun in ebenso große. Rücksichtslosigkeit; ohne Seitengewehr wurden der Pfeudokronprinz und sein Adjutam schleunigst in die Belgrader Feste abgeschoben. Wer die Zeche in Obrenowatz zu zahlen hat, darüber mag der Bezirkshauptmann sich den Kopf zerbrechen; für den Spott aber brauchen die Obrenowatzer vorläufig nicht zu sorgen. Gogols Revisor hat in Serbien in veränderter und verbesserter Auflage seine Aufführung erlebt. Unter MensSzcnfressern. Der Kapitän Neid des im Juli in Neu-Guinea gestrandeten Segelschiffes Aigburth" ist in Liverpool eingetroffen. Er erzählt über ein Zusammentreffen mit Kannibalen folgendes: Nach der Strandung des Schiffes erreichte er m einem kleinen Boote mit sieben Mann der Mannschaft die Insei Long Island. Hier wurden d'ü: Schliffbruchigen von 50 Wilden umringt, die mit Bogen und Pfeilen bewaffnet waren, und die Ankömmlinge betasteten, um zu sehen, ob sie zum Schlachten fett genug seien. Nur dem Resvekt. den die Wilden vor dem Gewehr des Kapitäns hatten, war es zu danken, daß sich die Schiffbrüchigen wieder in ibr Boot zurückziehen konnten. Dies war aber mittlerweile von den Kannibalen zurHälfte ausgeplündert worden. Die Wilden waren acoße Leute, deren scheußliches Aussehen noch dadurch gesteigert wurde, daß sie als Sckmuck Knochen durch die Nase und durch die Ohren gesteckt hatten. Der Kapitän war der Ansicht, daß die Zivilisation in Neu-Guinea nur wenig Fortschritte mache. Als Beweis für diese Bebauvtuna führte er die bekannte Ermordung deutscher Missionare an. die Nicht weit von der Stelle erfolgte, an der der Napitän landete. 3rnn Cormmtium uberattrelene m de verfielen in der Negel, sobald sie die Mssionöstation verließen unv zu lyren Stammen zuruateyrten, wieoer oem Kannibalismus. Dies erklärt Kapitän Neid dadurch, daß infolge der Fliegenpest das Thierlcben in NeuGuinea fast aara ausgerottet ie:. ??leiscksveise ist infolae dessen btwaZ sehr seltenes.' Selbst Vögel meiden das Land. Die Einaeöorenen liegen daher beständig auf der Ausschau nach Schiffbruchigen, die sie todten unr auffressen. Die Wilden sprechen sogar gebrochenes Englisch und verleiten die armen Schiffbrüchigen, ihnen m oaInnere zu folgen, indem sie sagen: Missionar will Dich sehen, komm mit! Die liivQueiie, weiaze m Folge anhaltender Trockenheit eine ., , . n . jci . : . r. i 1.1.1 . gcu lang ocqicuji war, jucßi der.
Fast täglich treffen in Bern, wie von dort geschrieben wird, jüdische Handwerker aus Rußland ein, die wegen des Krieges und der zerrütteten wirthschaftlichen Verhältnisse ihre Heimath verlassen haben. Ein großer Theil wandert nach überseeischen Staaten aus, während andere
sich in Bern eme Existenz gründen Die gelernten Arbeiter (Schuhmacher, Maurer, Schneider usw.) haben ausnahmslos Beschäftigung gefunden, während ein kleinerer Theil ungelernter Arbeiter in einer Schokoladenfabrik thätig ist. Es sind in der Regel junge, kräftige, unverheirathete Leute, die still und ruhig ihrer Arbeit nachgehen und am Abend in der bernifchen Lesehalle des akademischen Zionistenvereins zusammenkommen, wo sie Unterricht in deutscher Sprache, Arithmetik, jüdischer Geschichte und Hebräisch erhalten. Die russischen Zionisten nehmen sich in wohlwollender Weise ihrer an. Eine typische B r i g a n -tengeschichte hat sich einmal wieder in Sizilien bei San Mauro, dem Gebiet des berüchtigten Briganten Candino, zugetragen. Als der reiche Arzt Giaimo Gosario eines Abends nach Hause zurückkehrte, wurde er von drei in lange Mäntel eingehüllten und maskirten Unbekannten angehalten und aufgefordert, ihnen zu folgen, um einem schwer Erkrcmkten beizustehen. Der Arzt antwortete, dazu habe er seine chirurgischen Instrumente nöthig, die er aus seinem m der Nahe befindlichen Hause holen wolle. Darauf bemerkte der eine Bandit, das sei unnöthi?, wahrend der zweite semen Revolver hervorzog un'd der dritte den Arzt beim Arm packte. Dieser behielt jedoch seine Ruhe bei, fuhr fort, zu Pariamentiren, und riß sich dann plötzlich los, UM seinem Hause zuzueilen, das er auch wie durch ein Wunder erreichte. Nachdem sich die Verbrecher vom ersten Schreck erholt hatten, feuerten sie hinter dem Fluchtigen her und stellten sich dann am Hause aus, um Rache zu üben. Der Arzt aber gab aus seinem Hause Alarmschüsse ab, und als darauf Carabmieri erschienen, entflohen die Briganten. Man weiß nicht, ob es sich bei diesem Streich um. einen Racheakt oder eme Erpressung handeln sollte. Der Jahresbericht des Schweizerischen Alpenclubs erwähnt unter den zahlreichen Schutzhutten, die wahrend des vergangenen Sommers wiederum m den verschiedensten von Touristen aufgesuchten Gegenden errichtet wurden, im besonderen die neuen Stationen, die am Großen St. Vernhard-Paß angelegt und mit dem Hospiz in telephonische Verbindung gebracht worden sind. Dabei gedenkt der Bericht der zahlreichen Rettungsthaten, die durch die das Hosplz fuhren den Mönche und ihre berühmten Bernhardinerhun'de auch in diesem Jahre wieder vollbracht wurden. Diese weit entrückten und weltfremden' Männer haben alle verwendbaren modernen Hilfsmitel ihrem wohlthätigen Zwecke dienstbar gemacht. Ueber alle m der Umgebung des Hospizes ' liegenden Berge und Wege erstreckt sich jetzt der von ihnen organisirte Rettungsdienst. Wenn von verirrten Wanderern, deren Kräfte durch langes Umherirren oder durch die Unbilden des Wetters, durch Kälte oder Schnee geschwunden sind. jemand eme von den 'Schutzhutten des Hospizes zu erreichen vermag, so ist er gerettet: denn durch Telephon oder elektrische Klingelleitung kann den Mönchen angezeigt werden, wo Hilfe venoiylgl nur. ;$n eg.elluug ii 1 I v c cn . . i.. . It. trefflich abgerichteteten Hunde geyen sie dann an das Rettungswerk, un zählige abgestürzte oder verschollene Wanderer sind von diesen Hunden auffunden worden. Nicht weniger als 200 Menschen fanden in diesem Jahre ' . ' 1 f r. m.i durch das St. Bernyaro-ofpiz raitung ans Lebensgefahr. JmBreslauerZoologischen Garten erregt ein Affe mit einer Brille berechtigtes Aufsehen. Es dürfte wohl der erste Vierhänder sein, der durch eine glückliche Staar - Operation sein Sehvermögen wieder erlangt yat Längere Zeit schon machte sich bei diesem weiblichen Spinnen - Affen eine Trübung beider Augenlinsen bemerkbar. und vor einigen Wochen erblindete das vorher sehr bewegliche, lustige Tbierchen infolge grauen Staares gänzlich. Nun begann eine Leidenszeit für Gustel. so heißt die Aeffin; sie konnte nicht mehr herumklettern, ihre Käfiggenossen machten sich ihre Hilflosiakeit zu Nutzen, fraßen ibr oasFUl ter weg und quälten sie noch durch grausame Neckereien, gegen die t ihre Blindheit wehrlos machte. So kam das arme Gustel sichtlich herunter und wäre wohl bald draufgegangen, wenn Direktor Grabowsky sich seiner nicht angenommen hätte. Auf sein Ersuchen erklärte sich die Königliche Universitätsklinik bereit, der vierhändigen Blinden ein Freibett zu gewähren. Die Operation wurde ohne Narkose, nur unter Cocainanästhesie erst an dem einen, dann an dem t ndern Auge ausge führt, und wie schon oben erwähnt, mit m M n . iT gutem lörsolg. um imfiei zu verändern, die kranken Augen zu berühren, feste man sie in einen Holzkasten, aus dem sie nur mit dem Kopf herausschauen konnte. Die Heilung verlief sehr günstig. Wie die meisten Staaroperirten mußte Gustel nun auch eine Staaronlle bekommen. Sie gewohnte sich sehr schnell daran und tragt daö Glas sogar mit Vergnügen, wie eö lckmt-
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K"M-M";-i-m-:-'M":-h-; 1 -i 'M m-i-Haus, Huf und Wnd 44 ......... ....-...-.. t Das Reinigen dänischer Handschuhe. Dänische Handschuhe werden einige Stunden in kaltem Flußwasser eingeweicht, dann in lauwarmer Seifenbrühe gewaschen, bis sie rein sind, und nicht ausgcrungen. Hierauf 24 Stunden lang in ein zu verschließendes Gefäß mit Weingeist gelegt, dann aufgehängt und im Schatten an der Lust getrocknet. Wildes F l e i s ch. Oft entsteht. an verwunoeien bleuen ivgenanmes wildes Fleisch, welches die Heilung der Wunde verzögert und weggebeizt wer den muß. Dies geschieht am besten mit pulverisirtem, gebranntem Alaun, welcher einigemal aufgestreut wird. Auch zerriebener, femer Zucker bangt den Ansatz von wildem Fleisch weg; oft genügt ein Druckverband mit Heftpflasterstreifen. Haltbar-machung von P f o st e n. Um 'hölzerne Pfosten u. f. w. im Boden dauerhaft zu machen, nimmt man gekochtes Leinöl un) rührt in dasselbe pulverisirte Kohle, bis diese Mischung die Konsistenz einer Anstrichfärbe erhalten hat. Damit streicht man den Theil der Pfosten an, welcher in den Boden getrieben werden soll. So zubereitetes Holz halt im Boden langer als Eisen. Wie soll man Wasser kochen? .Das Geheimniß des Wasserkochens besteht dann, daß man fri sches Wasser m emen sauberen Kessel gießt, es schnell sieden läßt und dann benutzt, ehe es verdorben ist. Laßt man dagegen das Wasser brodeln, bis alles gute Wasser in die Luft fliegt und der nur mit Kalk und Eisen versetzte Niederschlag übrig bleibt, dann kann kem gesundes Getränk aus demselben zubereitet werden. Solcbes Wasser ist sogar gesundheitsschädlich. Kartoffel-Schnee. Mehlige Kartoffeln werden geschält, gewaschen, mit Wasser und etwas Salz zugesetzt und langsam ziemlich weich gekocht; dann gießt man das Waffer ab und läßt die Kartoffeln noch so lange im Ofen stehen, bis fle in Stücke zerfallen. Man reibt sie nun durch ein Drahtsieb in eine gewärmte Schüssel, so daß sie eine ganz leichte, flockige Masse bilden, berührt sie nicht weiter, sondern bringt sie sogleich zu Tisch; als Beigäbe zu Braten und allerlei Saucengerichten sind sie vortrefflich. " Praktischer H o l z a n st r i ch. Zum Anstreichen von Latten,' Glashausläden, Mistbeetkästen, Staketenzäunen und Bretteremfnedigungen dient folgender sehr leicht herstellbarer und sehr wohlfeiler Anstrich: Man nimmt frischen, gut verschlossen aufbewahrten Cement bester Art und reibt ihn mit Milch auf einem Reibstein. Die Farbe muß die Dicke der gewöhnlichen Oelfarbe erhalten. Das Holz, welches damit angestrichen wird, darf nicht glatt abgehobelt, sondern muß rauh gesägt sein. Zwei- bis dreimaliger Anstrich sichert das Holz nicht nur gegen Einfluß der Witterung, sondern auch gegen Verbrennen. Das anzustreichende Holz muß vorher gut ausgetrocknet sein. Spitzen zu waschen. Man lasse in heißem Wasser ein wenig Borax auflösen, seife die Spitzen ein und wasche sie vorsichtig. Wenn sie rem sind, lege man sie noch in kaltes Wasser und drücke sie dann gut aus.. Sodann spanne man sie auf em Bügelbrett und zwar so, daß die rechte Seite nach unten kommt. Das Spannen geschieht mittelst feiner Stecknadeln, indem man jede Zacke gut auszieht und ansteckt und auch die gerade Seite ziemlich dicht steckt. Man muß hauptsächlich achtgeben, daß die Spitze überall gleich breit bleibt. Die Stecknadeln werden erst entfernt, wenn sie vollkommen trocken ist. Ist die Spitze schon alt und morsch, darf sie nicht zu stramm gespannt werden. Kultivir'te E.i e r. Die Eier werden ganz hart gekocht; wenn sie erkaltet sind, schneidet man sie der Länge nach durch, nimmt die Dotter heraus, zerdrückt sie in einem Napf und rührt sie zu Brei. Alsdann fügt man beinahe eben oder doch reichlich halb -soviel schöne, frische Butter und einige gut ausgewässerte, entgratete und sehr fein gehackte Sardellen hinzu, verrührt die Masse so, daß sie recht glatt und gleichmäßig wird, worauf man sie in die Höhlungen der durchschnittenen Eiweiße streicht. Da die Masse sich vermehrt hat, wird jedes Ei eine runde Wölbung erhalten. Man ordnet sik auf eine Schüssel und garnirt diese mit grüner Petersilie. Man gibt Mayonnaisensauce hinzu. Schinken mit Sauerkraut. Recht weißes Sauerkraut wird sorgfältig gewaschen. Der Boden einer Kasserolle wird mit dicken, in Scheiben zerschnittenen Karotten belegt; auf diese plazirt man das Sauer, kraut und auf letzteres wieder ein Stück Brustspeck nnd em Stück rohen Schin. . ken. Man fügt einige Eßlöffel guter, Fetts von , Schweinebraten bei, gieß: ein Gemisch von in Wasser ausgelöstem Liebig'schen Fleischextrakt daran, deck! die Kasserolle möglichst schließend zu und setzt sie während fünf bis sechs Stunden an schwaches Feuer. Nach Garwerden schneidet man Schinken uni Speck in Scheiben, belegt damit daZ auf einer warmen Schüssel angerichtett Sauerkraut und servirt.
