Indiana Tribüne, Volume 28, Number 97, Indianapolis, Marion County, 14 December 1904 — Page 6
Jndiana Tribüne, VI. Dezember 190Ü
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Europaische Nachrichten. ßrsaß.Lottzringen. Straßburg. Leutnant Schafer vom Jnfanterie-Regiment No. 126 hat sich wegen Aushebung des Verlobnisses auf Fort Wolfisheim erschossen. In den Güterzuggeleisen bei der Aloctstation HauZbergen stießen zwei Güterzüge zusammen. Der Güterabfertigungsarbeiter Lutz wurde getödtet, verletzt sind drei Zugbeamten, darunter einer schwer. Die Ursache des Zusammenstoßes ist Ueberfahren des geschlossenen Signals bei Nebel. Algringen. Auf der Grube Röchling waren drei Arbeiter damit beschäftigt, einen gewaltigen Erzblok anzubohren und ihn mit Hilfe von Dynamit zu sprengen. Plötzlich löste sich die schwere Masse los, zerschlug dem Bergmann Rapp, einem Vater von sieben Kindern, den Schädel, sodaß er auf der Stelle todt war, verwundete den Bergmann Rheinland an Brust und Beinen so schwer, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird, und quetschte dem dritten .zwei Finger der einen Hand ab. Metz. In der evangelischen N:uen Kirche fand eine erhebende Feier, die Ordination zweier Pfarramtscandidaten, der Herren Adolf Bloch und Edgar Braun statt, von denen der erstere in Rombach als Vikar des Hrn. Pfarrer Schwemmling wirkt und der an-
dere' kürzlich zum Wanderlehrer der Metzer Diaspora berufen wurde. Saargemünd. Der verantwortliche Redakteur Leimpeters von der deutschen Bergarbeiterzeitung" wurde dem Elsässer" zufolge von der Strafkammer des Saargemünder Landgerichts wegen Beleidigung zu einer Gefängnißstrafe von 1 Monat verurtheilt. Zlleckkenvurg. Schwerin. Der Geh. Ober. schulrath a. D. Dr. theol. Theodor orenz tl yter nacy langer zrranryen entschlafen. Nach längerem Leiden verschied im 71. Lebensjahre der Geh. Baurath Karl Jacobi. Er war einer von den ältesten Technikern aus der Zeit des lebhaftesten Aufschwunges des Eisenbahnbaues in Deutschland. Berendshagen bei Satow. Langenstück, zu Hof Goldberg gehörend, brannte bis auf die Schmiede ab. Das Vieh und die meisten Sachen sind gerettet. Man vermuthet Brandpiftung. G ü st r o w. Rentier Carl Rebenstorff Hierselbst beging sein 60jähriges Bürgerjubiläum. Magistrat und Bürgerausschuß ließen dem Jubilar ihre Glückwünsche durch Deputationen aussprechen. Krakow. Glasermeister Karl Steinfurth feierte sein 50jährigeZ Vllrgerjubiläum, zu dem er durch zahlreiche Glückwünsche und Ehrungen erfreut wurde. Der Gesangverein brachte dem Jubilar ein Ständchen. M a l ch i n. Am Herzschlage verstarb der Oberlehrer Wilhelm Hacker. Der Dahingeschiedene wurde im Jahre 1831 zu Klein-Vielen bei Penzlin i. M. geboren. Hldenvurg. Oldenburg. Seinem Leben gewaltsam ein Eide gemacht hat der Eisenbahn - Lithograph Meyer. Er hatte einer Jubiläumsfeier beigewohnt und war erst in späterer Nachtstunde nach Hause zurückgekehrt. Seine Frau verweigerte ihm den Eingang in's Haus und machte ihm die heftigsten Vorwürfe. Dies veranlaßte ihn zur Begehung der unseligen That. B ant. Das Fest der SilberHochzeit feierten die Eheleute Karl Zinnel und Frau. Delmenhorst. Beamte des Frühzuges nach Wildeshausen fanden in der Nähe der Bremer Linoleumfabrik auf dem Bahnkörper eine männliche Leiche. Es handelt sich dem Vernehmen nach um die Person des BahnWärters Kracke aus Dwoberg. Der Körper des Verunglückten war von einer Maschine förmlich zerstückelt. Das Unglück dürfte sich gelegentlich der Vorbeifahrt des Oldenburger Spätzuges zugetragen haben. Freie Städte. Hamburg. Die 31 Jahre alte Frau Siebenmark am Baumkamp Hierselbst stieß unvorsichtigerweise einen brennenden Spiritusbehalte'. um. Im Nu standen die Kleider der Frau in Flammen, und obgleich sofort Hilfe zur Stelle war, hat die Unglückliche so schwere Brandwunden erlitten, daß sie starb. Im Niederhafen wurde der Rumpf eines etwa 5 Jahre alten Kindes gefunden. Man glaubt, daß es sich um das 100. Opfer des Primus".Schiffsunglücks, das 5jährige Mädchen Lipp handelt. Außerdem wird noch der Tischlergeselle Geißler vermißt. Im Beruf verunglückt ist der Rammmeister Dahl aus dem Hammerbrook, der im Hafen die Arbeiten an der Pfahlgruppe 33 beaufsichtigte. Er stürzte von einer hohen Stellage auf eine weiter unten an der Gruppe befindliche Stellage und erlitt unter anderen schweren Kopfverletzungen emen Nasenelnbruch. Semen Tod in den Wellen fand der Arbeiter August Bretthauer. Er stürzte beim Abstoßen seiner Schute von einem im Segelschiff-Hafen liegenden Dampfer über Bord in's Wasser und konnte, obgleich sofort Hilfe zur Stelle war, leider nur als Leiche geborgen werden. ' Bremen. Die goldene Hochzeit
feierten Buchhalter Wilhelm Heineke und Gemahlin, Buntenthorsteinwea, in vollster Frische und Rüstigkeit. He:neke, der hier seit langen Jahren seine Heimath hat, ist im Alter von 79 Iahren noch ein eifriger Kegler, der noch manch' guten Wurf thut. Brotfuhrmann Auaust Blancke aus Grambke wurde vor dem Hause des Schulvorsiehers Meyer von dem eigenen Gespann, das vor einem vorbeifahrenden Kohlenschisf scheute, überfahren. Arg zugerichtet wurde der Bedauernswerthe dann gefunden. Beide Beine waren gebrochen, dazu waren zwei Finger stark gequetscht, wahrscheinlich auch gebrochen. Buchdruckereibesitzer Joh. Dan. Pröhl beging sein fünfzigjähriges Berufsjubiläum. In diesen 50 Jahren hat er bereits 29 Jahre hin
durch seine Firma I. D. Pröhl geführt. Zwischen ihm und semen Angestellten hat stets ein schönes Einvernehmen bestanden. Lübeck. Grobfeuer entstand im Drogenlager der Firma Hungeus & Schlüter dadurch, daß der Lagermeister Holz mit einem brennenden Zündholz einem lecken Sikkativfaß zu nahe kam. Der Feuerwehr gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Sie war bereits bei den Aufräumungsarbeiten, als plötzlich ein Faß Terpentin explodirte und das Feuer von neuem entfacht wurde. Durch die Explosion erlitten ein Oberfeuerwehrmann erhebliche, zwei Feuerwehrleute weniger bedeutende Brandwunden. Senatssekretär Regierungsrath Dr. Eduard Hach, geb. 23. December 1841, erwählt am 11. October 1871, tritt ajuf sein Ersuchen mit Ende dieses Jahres nach über 83jähriger arbeitsreicher Amtsthätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand. 5'chwekz. Bern. Als Nachfolger Brückner's wurde zum Lehrer der Geographie an der Universität. Bern berufen Dr. PHZlippson, a. o. Professor in Bonn. Im Alter von sttb:nudfünfzZa Iahren verstarb hier Oberst Divisionär Alfred Scherz. Eine Blinddarmentzündung war die Todesursache. Courtemaiche (Bern). In der Bettagsnacht erschlug der Wirth zum Weißen Rößli" den Stellvertreter . des Gemeindepräsidenten, Faivre, der Feierabend gebieten wollte. Genf. Abgestürzt ist vom Saleve ein 22jähriger Berner, Schneeberger, der bei einem hiesigen Mllchhändler in Diensten fand. Dieser junge Berner ist das dritte oder vierte Opfer, das der Saleve einzig m diesem Sommer gekostet hat. L u z e r n. In der Gemeinde Eich ist das Schulhaus in Flammen aufgegangen. Es liegt Brandstiftung vor. Zum Tode verurtheilt hat das Krimrnalgencht rn Luzern den Brauereiarbeiter Bernhard Hofstetter, der seinen Nebenarbeiter hinterrücks überfiel, mit einer Eisenstange erschluci, dem Todten dann den Kofferschlüssel aus der Tasche nahm und den in dem gemeinsamen Schlafzimmer stehenden Koffer des Anthofer ausraubte. Ölten. Es starb hier im 67. Lebensjahre unerwartet an den Folgen eines Schlagflusses Herr August Michel, Buchdrucker und Verleger des Oltner Wochenblattes". Zürich. Bei einem Motorrennen über 10 Kilom. kam in einer Kurve infolge Reifendefekts der Fahrer Eggenschwyler von Ulster zu Fall. Das Motorrad sauste unter der Barriere der Piste hindurch in die unmittelbar dahinter wie eine dichte Mauer gedrängte Zuschauermenge hinein und verletzte dort zwei junge Männer derart, daß sie ebenfalls wegen complizirter Quetschungen und anderer schwerer Verletzungen in das Spital verbracht werden mußten. Hclxcrreich''ZtNttarn. Wien. Der bekannte Componist und Gesanglehrer Josef Scheu ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Nächst Längenfeld im Oetzthal wurde am Fuße einerFelswand die Leiche des Schlossers Heinrich Kreisl von hier aufgefunden. Die Leiche des durch Absturz Verunglückten war stark verWest und dürfte dort sechs Wochen gelegen haben. Der 62jährige Hausbesitzer und Installateur Julius Klarnet stürzte, als er seine Arbeiter auf dem Neubau des Hauses Hietzing, Dreihausergasse No. 20, inspicirte, durch einen Fehltritt drei Stockwerke tief und war sofort todt. Der Hauptkassier der Oesterreichischen Nordwestbahn Oberinspektor Karl v. Sögner vollendete sein 50. Dienstjahr als Eisenbahnbeamter. Die beiden 13jährigen Schüler Emanuel Steiner und Alois Schuster spielten beim Frachtenbahnhof der Staatsbahn auf einem Holzstoß. Die Stämme (vier an der Zahl) kamen ins Rollen und begruben beide Knaben unter sich. Man befreite beide Knaben aus der fürchterlichen Läge und berief Aerzte der Rettungsgesellschaft, doch konnten sie bei Steiner nur den durch Ersticken emgetretenen Tod feststellen. Schuster hat leichte Quetschungen in der Kreuzbcingegend erlitten. Der 24jährige, wiederholt abgestrafte Bernhard Köhl, auch Kohl, ein berüchtigter Raufbold, brachte in der Weihburggasse dem 28jährigen Tagelöhner Franz Mandl, Kleine Schiffgasse No. 20 wohnhast, eine Stichwunde bei. Mandl ist an ihr gestorben. Köhl wurde verhaftet und wegen Verbrechens des Todtschlags dem Landesgerichte eingeliefert. '
Raucht die Tish I Mingo.
Goldgewinnung. Fundorte des Metalls und vcrschies dcne ProduktionsmctHodcn.
vold im MeerwaNer, Quarzgkstein und Sande Steinbrecher und Pochwerke. Waschverkak-.ren-QueckfZlbe? uud Cyenkallum Prozentsätze. Gold ist kein seltenes Metall; es sindet sich weit verbreitet beispielsweise im Meerwasse? gelöst und weiter im Sande der meisten Flüsse und schließlich sogar in den allermeisten Sanden überhaupt. Allein die Goldmengen, welche unsere Ozeane gelöst enthalten, dürften ein vielhundertfaches derjenigen darstellen, die die Menschheit gegenwärtig gemünzt und ungemünzt besitzt. Indessen ist hier die Verdünnung eine so ungeheure, daß an eine nutzbringende Gewinnung mit den gegenwärtigen Mitteln der Technik nicht gedacht werden kann. Betrachten wir die Mittel der Goldgewinnung systematisch, so müssen wir zunächst einmal unterscheiden, ob das Gold im festen Quarzgestein oder im lockeren Sande vorkommt. Finden wir es im Sande, so können wir sofort an seine Gewinnung gehen. Finden wir es im festen Fels eingesprengt, so müssen wir den Stein zu Sand zerpochen, was mechanisch betriebene Steinbrecher undPochwerke nothwendigmacht. Wenn wir aber das goldhaltige Gestein zerpocht haben, so haben wir damit immer noch kein gediegenes Gold gewonnen, sondern erst einen goldhaltigen Sand. Die Mittel, um aus solchem das Gold herauszubekommen, sind nach Art und Wirkung verschieden. Das einfachste wäre am Ende, das Gold mit den Fingern herauszusuchen. Zweifellos sind die ersten Goldfunde auf diese Weise gemacht worden. Diese Methode setzt aber bereits das Vorhandensein größerer Goldstückchen voraus, wie sie freilich in den natürlichen Sanden nicht eben selten sind. Das Aussuchen mit der Hand kann aber nicht als wirklicher Gewinnungsbetrieb angesehen werden. Von einem solchen kann man erst bei den Waschverfahren sprechen. . Diese beruhen ausnahmslos auf dem Umstände, daß das Gold ungefähr zehnmal so schwer wie der umgebende Sand ist. Wenn man also den goldhaltigen Sand mit Wasser zu einer trüben Brühe anrührt, so wird sich zu allererst das Gold auf dem Boden niederschlagen, und wenn man solche Brühe langsam durch Holzrinnen fließen läßt, deren Boden mit Leisten benagelt ist, so wird das schwere, nach unten sinkende Gold hinter diesen Leisten sitzen bleiben, während der Sand mit dem Wasser abfließt. Das'' Waschverfahren gestattet es, das feinvertheilte Gold, welches sich mit Händen niemals greifen ließe, in einer Menge bis zu 50, ja 60 Prozent festzuhalten. Die Apparate, welche dazu verwendet werden, sind sehr verschieden, angefangen von den Thierfellen, welche unsere Vorfahren mit der haarigen Seite nach oben und mit Steinen beschwert auf den Grund goldführender Flüsse hersenkten, auf daß sich das rollende Gold in den Haaren finge und festsetze, und aufgehört bei den hydrautischen, kalifornischen Waschapparaten. Eine wesentliche Verbesserung stellte indessen das Quecksilberverfahren dar. Es ist bekannt, daß Gold sich im Quecksilber auflöst und mit ihm Goldamalgam bildet. Wenn man nun goldhaltigen Sand mit Wasser zu einem Schlamm ansetzt und im Weiteren mit Quecksilber tüchtig durchknetet, so müssen sich sämmtliche Goldpartikelchen im Quecksilber lösen, und das Quecksilber, welches sich nach einiger Zeit der Ruhe auf dem Boden sammelt, muß alles Gold enthalten. Man gewinnt es dann aus dem Quecksilber durch Erhitzung. Thatsächlich gewinnt man durch diese Amalgamirung Gold bis zu 90 Prozent. Nun ist es aber schwer, das Quecksilber gleichmäßig in den Sand zu verreiben, und daher entgeht ihm immer noch einiges Gold. Wir besitzen aber noch ein anderes goldlösendes Mittel im Cyankalium. Eine Lösung dieses Salzes in Wasser wird wirklich jedes Goldstäubchen treffen und auflösen. Das Cyanidlaugeverfahren wurde zuerst im Transvaal angewandt. Es rief dort einen Boom" erster Güte hervor, da es jetzt ein lukratives Geschäft wurde, sämmtliche, nach dem Quecksilberverfahren verarbeiteten Sande, welche man seit Jahren als werthlos fortgeworfen hatte, nochmals auf Gold zu laugen. Das Verfahren holt etwa 99 Prozent allen Goldes heraus. Theure Orden. Die Gebühren für Auszeichnungen in England sind außerordentlich hoch, so daß diejenigen, die irgendwie einen Titel oder Orden erhielten,oft in größte Verlegenheit wegen der Bezahlung der Gebühren waren. So sollte der Erzbischof Magen von York für die Erhebung in diese Würde Z7O00 bezahlen. Als er der Königin Viktoria vorgestellt wurde, sagte er: Majestät sind die erste offizielle Person, die ich seit meiner ErNennung gesehen habe, die mir nicht eine Gebühr abverlangt hat." In jüngster Zeit sollte auch Lord Roberts für seine Auszeichnung, die ihm wegen seiner Verdienste in Südafrika zutheil wurde. $5(XX) Gebühren zahlen. Lord Roberts, der gar kein Vermögen hat. verweigerte die Bezahlung, wodurch die Sache dem König Edward zu Ohren kam. Er schaffte sofort durch einen Federzug einen Gebrauch ab, den feine Mutter vergeblich zu bekämpfen gesucht und der stets für die mit Auszeichnungen Beglückten ewe bittere Pille gebildet.
Wohlseit und praktisch. Sortheile der gelei5losc Tchtttten-Stratze bal)n mit elektrischer Oberleitung. Geleislose Straßenbahnen mit elekirischer '"Verleitung, wie sie bereits mehrfach in Europa zur Verwendung kommen, sind infolge der Forilassung des Schienenweges bedeutend billiger als andere. In dieser Art ist auch die Straßenbahn Dresden-Arsenal, Schänkhübel - Klotzsche - Königswald
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Elektrische Schliltenstraßenbahn. (Dresdner Heide-Bahn") gebaut. Der Stromabnehmer läuft auf den ober irdischen Drähten und ist mit einem langen, biegsamen Kabel mit dem Motorwagen verbunden, so daß letzterer andern Gefährten bequem ausweichen kann. Einem entgegenkommenden andern Motorwagen weicht' er dadurch aus, daß die Wagenführer die Zuführungskabel auswechseln, die durch Steckkontakte an den Wagen befestigt stnd. Den Wagen bedient der Führer ganz allein. Ein hinter ihm an der inneren Vorderwand des Wagens befindlicher, mit Glaswänden versehener Geldkasten zeigt ihm, ob alle Fahrgäste, die das Fahrgeld hier hineinlegen müssen, bezahlt haben. Die Motorwagen besitzen drei Achsen und sind vielseitig verwendbar. Es können Landauerkasten und Güterwagen an Stelle des Motoromnibus im Bedarfsfalle aufgesetzt werden. Bei starkem Schnee im Winter erhalten die auf der Antriebsachse sitzenden Räder Eisreifen, die Hinteren großen Wagenräder werden entfernt und durch Schlittenkufen ersetzt. Dadurch bleibt solche geleislose Straßenbahn auch im Winter bei hohem Schnee betriebsfähig. Unser Bild zeigt diese Schlitten-Straßen-bahn. Das socialistische Votum. Lew starkes Nnwachse seit RS0 Sozia listen alS Gesetzgeber. Zu den Überraschungen, welche durch die heurigen Staats- und Nationalwahlen hervorgerufen wurden, gehört das starke Anwachsen des sozialistischen Votums. Der sozialistische Präsidentschaftskandidat Eugene V. Eugene V. Debs. Debs erhielt rund 600.000 Stimmen, gegen 97,730 bei der Präsidentenwahl im Jahre 1900.. Die größten Gewinne hatten die sozialistischen Kandidaten in den mittleren Staaten zu verzeichnen, und unter diesen ragte besonders Illinois hervor, wo Heuer dem Debsund Hanford-Ticket rund 80,000 Stimmen zufielen, gegen nicht ganz 20.000 im Jahre 1900. Von diesen 80,000 Stimmen kamen allein 42.000 auf Chicago, das zwei Sozialisten, I. A. Ambrose u Andrew Olson, in die Staatslegislaw'.' entsandte. In Wi-consin ist die sozialistische Stimmenzahl von 7000 im Jahre 1900 auf 32,000 bei der jüngsten Wahl gestiegen. -Es wurden dorten fünf Sozialisten in ' die Staats--Assembly und einer in den Staatssenat gewählt. In zwei Milwaukee'r Wahldistrikten waren die sozialistischen Kandidaten zudem scharfe Bewerber um Kongreßsitze, indem sie 9517 bezw. 9981 Stimmen auf sich vereinigten, gegen 11,75.77 bezw. 6963 Stimmen, welche auf die demokratischen, und gegen 16,116 bezw. 11.446 Stimmen, welche auf die republikanischen Kandidaten entfielen. In Ohio wurden heuer ungefähr 80.000 sozialistische Stimmen abgegeben oder nahezu fünf Mal so viel als -m Jahre 1900. In Kansas wuchs ?as sozialistische Votum ttrn .1600 Stimmen im Jahre 1900 auf 12.000 am 8. November 1904 an; in Indiana betrugen die korrespondirenden Zahlen 2400 und 30.000, im Staate New York 12.869 und 40.000. Pennsylvanien gab Debs in diesem Jahre etwa 30.000 Stimmen.
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Vom AnölaNdc.
N ach 15 jähriger Abwesenheit kehrte dieser Tage Davis Porter, ein Sohn von Herrn und Frau John E. Porter von Towson,. einem Vororte Baltimore's, zurück, um seine Verwandten aufzusuchen, und fand, daß sein Vater schon seit mehreren Jahren todt ist, während die übrigen Mitglieder der Familie nach allen Richtungen der Windrose hin zerstreut sind. Er fuhr sodann gleich wieder nach Los Angeles ab. Seine Schwester, Frl. Bertis Porter, ist eine Lehrerin zu St. Dennis, doch machte er keinen Versuch, sich mit ihr in Verbindung zu setzen, und hat auch keine Ahnung, wo sich die übrigen Mitglieder der Familie befinden. Por-ter-verließ Towson im Jahre 1889, um eine Reise durch die Welt zu machen. Er trat in die Armee ein und diente im spanisch - amerikanischen Kriege. Seit dem Kriege diente er in den Philippinen und in China. Anläßlich des vorzüglichen Ausfalles der Weinlese veranstaltete kürzlich das Würzburger Bürgerspital, einem uralten, aber lanae nicht mehr aeübten Brauche folqend, einen Winzerzug. Voran schritt, wie sich's gebührt, die löbliche DorfPolizei mit gewaltiger Glocke. Dann kam der bunte Zug der laubbekränzten Winzer und Winzerinnen. Auf rebengeschmückten Wagen thronten die großen Kufen, des süßen Mostes voll. Dazwischen drängten sich allerlei vermummte Gestalten, die neckischen Geister des gährenden Weins darstellend. Von Musik begleitet, fröhliche Lieder singend, zog die lustige Schaar von den Weinberoen des Burgerspitals an den rebengesegneten Abhängen des Steinbcrgs zu den Kellereien des Bürgcrspitals im uralten lUmerhof, der schon seit dem Jahre 1358 im Besitze dcs Bürgerspitals ist. Dort wurden Wagen und Kufen zurückgelassen; dann ging's in das Spital selbst, wo allen an der Weinlese Beschäftigten ein reiches Mahl und ein frischer Trunk gereicht wurde. DieBeschießungder Fischerflotte in der Nordsee durch die russischen Kriegsschiffe hat in London bereits ihren Dramatiker gefunden. Das Vari6t6- und Ballettheater AIhambra" brachte den aufsehenerregenden Zwischenfall zur See mit erforderlicher Geschwindigkeit auf die Bühne. Der Divergenz zwischen Großbritannien und Rußland wurde nicht ein eigenes Drama gewidmet, sondern ihrer derzeitigen Bedeutung gemäß nur eine pantomimische Einlage in einem politischen Ballett, das die Entente Cordiale" zum Gegenstand hat. Die Attacke durch das russische Geschwader wird folgendermaßen dargestellt. Auf der völlig verfinsterten Bühne werden im Hintergrunde zwei Fischerboote mit den vorgeschriebenen grünen Lichtern sichtbar. Die Mannschaften der Boote sind eben im Begriff, ihre Netze ins Meer zu versenken, als mächtige russische Kriegsschfe am Horizont erscheinen, welche die Fischerboote zu beschießen beginnen. Die Fischer rufen zu ihrem Entsetzen über diesen Ueberfall den Schutz einer riesengroßen Figur der Britannia an, die, mit einer gebieterischen Handbewegung englischen Matrosen befiehlt, den Angriff abzuwehren. Dies geschieht, und schließlich erscheint der russische Admiral auf der Bühne und salutirt der Britannia, während die Musikkapelle die englische Nationlhymne spielt. Diese gleich aktuelle wie patriotische Pantomime erweckt den stürmischen Beifall des Publikums, das sich namentlich an dem Salut des russischen Admirals förmlich zu berauschen scheint. Großen Heldenmuth bewies ein durch eigene Schuld versiümmelter elfjähriger Knabe Namens Harry Lent in dem Groß - New Jorker Stadttheile Vronx. Er begab sich dort an einem der letzten Nachmittage mit seinem Schulkameraden John Wood nach den, Frachthöfen der New Fork, New Haven & Hartford-Bahn, mit der Absicht, eine kurze Fahrt als blinder Passagier zu ergattern. Als der nächste Zug vorbeifuhr, sprang Wood behende auf denselben, doch Harry Lent gerieth unter die Räder und beide Beine wurden ihm abgefahren. Der kleine Mann gab keinen Schmerzenslaut von sich; jedoch sein Kamerad Wood sprang, als er das Schicksal seines Freundes erkannte, ab und schrie aus Leibeskräften um Hilfe. Polizei und Ambulanz kamen. Der kleine Duldner wurde in den Krankenwagen gelegt. Aber meine Beine' müssen mitgebracht werden", sagte er noch, als die Ambulanz sich anschickte, abzufahren. Der Krankenwagen fuhr dem Lincoln-Hospital zu; der Arzt staunte über die Ruhe des Kleinen. Im Hospital fand sich die Mutter des Kleinen, röelche von der Polizei benachrichtigt worden war, ein und vergaß heiße Thränen weaen des Schicksals ihres Lieblings. Mutter, weine, nicht", stieß .der Kleine hervor, es thut Dir zu wehe. Sollte der Arzt wirklich meine Beine nicht mehr annähen können, gut dann loerde ich hölzerne Beine bekommen, und wenn ich auch verkrüppelt sein werde, liebe Mama, ich bleibe Dir wenigstens noch erhalten." Kein Auge blieb bei diesen Worten trocken. Aerzte und Wärterinnen, welche Zeugen so vielen Herzleids und Heldenmuths gewesen, konnten sich der Rührung nicht enthalten.
