Indiana Tribüne, Volume 28, Number 93, Indianapolis, Marion County, 9 December 1904 — Page 3

JndianQ Tribüne, 9. Dezember 190

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Zu den Grund gebohrt

Wnrdm die Schlachtschissc

Arthur.

Aus dem sächsischen Landtag. Hungcrsnoth in Rumänien. Baltische

Flotte soll nach dem Osten gehen. Japanische Trupven nnznfriedcn. Viele gefangene Japaner.

Ost.Asien. i Sämmtliche russ. Schlacht schiffe in den Grund g e b o h rt. London, 9. Dcz. Von Port Arthur wird telezraphirt, daß sämmtiche russische Schlachtschiffe und Kreu. zer sowie die Kanonenboote Giliak und Fusadnek zum Sinken gebracht oder zerstört worden seien. Nur die Tor pedoboot Zerstörer seien bis jetzt im versehrt geblieben. Special'Nachrlch ten von Tokio und Shanghai melden. dafc die Besatzungen sämmtlicher Schiffe gelandet worden seien. Die Japaner werden jetzt auf die Zerstörung der Torpedoboot Zerstörer ihr Haupt-Au genmcrk richten und sollte die erreicht sein, dann werden die im Hafen liegen den TranSport'Dampfer in den Grund gebohrt werden. Russisch' Angriffe zu. rückgeschlagen. Tokio, 8. Dez. Von dem Haupt quartier in der Mandschurei wird gemeldet, daß am 6. Dezember um 2 Uhr Morgen die Russen von Twuchen ping gegen Paoteupen vorrückten, je doch sofort zurückgeschlagen wurden. Ein erneuter Angriff erfolgte am 7. Dezember Morgens 4 Uhr auf unsere Stellungen bei Fanshen und Heilintun, der ebenfalls mit einem schleunigen Rückzug des FeindSS endete. Japanische Truppen angeblich nicht zufrieden. M u k d e n . 8. Dez. Die Russen fahren fort, die japanischen Stellungen mit leichter und schwerer Artillerie zu beschießen. DaS Wetter beginnt kälter zu werden. Japanische Gefangene berichten, daß die so lange Fortsetzung des Kriege? Japan zu erschöpfen be ginne und viel Unzufriedenheit errege. In Folge der' strengen Censur könnten die Zeitungen die wahren Gefühle der Mannschaften nicht schildern. Verstärkung deö GeschwaderS RojestvenSky' drin gend verlangt. S t. Petersburg. 8. Dez. Die amtlichen hiesigen Zeitungen Der langen nachdrücklich, daß das Geschma der deö Admirals Rojestvensky sofort verstärkt wird.' Der Vorschlag die im schwarzen Meere ftationirte Flotte nach dem fernen Osten zu entsenden, sindet hier allenthalben Anklang. Capitän Glado, der vom Geschwader des Admirals Rojestvensky abkomandirt wurde, um vor der NordseeKom Mission auszusagen, erklärte in einem Briefe, daß die Behauptung, die Ent sendung der im Schwarzen Meere befindlichen russischen Flotte würde die Stellung Rußlands im nahen Osten schwächen, nicht überzeugend sei. Die türkische Marine sei machtlos und könne Rußland überhaupt nicht bedrohen. England würde gegebenen Falles wohl Lärm schlagen, aber nicht so kurzsichtig sein und die Ausfahrt der Flotte zu verhindern versuchen. Sollte Rußland seine Besitzungen im sernen Osten ver lieren, so müßte eS naturgemäß solche im Persischen Golf cder im Mittel meere erwerben. Der Capitän frägt zum Schlüsse, ob die Auslegung eines russischen Ar senals, sowie die beständige Anwesen heit einer russischen Flotte mithin wen! ger 100 von Bombay geplant wohl an genehm sein würde. Russen nehmen viele Ja paner gefangen. Mulden, 3. Dez. Zahlreiche japanische Gefangene wurden infolge der häufigen russischen Nachtangriffe eingebracht. Speciell die sibirischen Truppen sind äußerst glücklich in. dem Gefangennehmen von kleinm Kund schaster Abtheilungen und Posten. Einige der gefangenen Japaner erklären, 'daß die Truppen in Folge der gegenwärtigen Unthätigkeit verstimmt und mißmuthig seien. Auf an sie. ge stellte Fragen verweigern die Gefan genen die Antwort. k Die Japaner haben anscheinend ge nügende LbenSmittel; General Leut nant Limvitch, der sich mit seinem

im Hasen von Port

Stäbe bis nahe 1000 Jards einer japa nischen Batterie genähert hätte, wurde um ein Haar breit durch eine Granate getödtet. Rumänien. H u n g e r s n o t h i n R u m ä n i e n. Bukarest. 8. Dez. Durch die Strenge des Winters und das Miß rathen der Maisernte befinden sich die ärmeren VolkSklaffen in der größten Nolhlage. DaS Parlament hat am Mittwoch eine Regierungsvorlage an genommen, derzufolge 400.000 Dol lars für den Ankauf von MaiS etc. zur Vertheilung an die Armen bewilligt werden. Deutschland. Die sächsische Civilliste. D r e s d e n, 8. Dez. Der sächsische Landtag, der sich versammelt hat, um die Civilliste des Königs zu arrangiren, findet eS schwierig, den veränderten Verhältnissen in der königlichen Familie gerecht zu werden, ohne die Be willigung zu erhöhen. Gemäß der Regierungsvorlage bleibt die Civilliste auf 887.500 Dollars jährlich begehen. welche Summe vor 2 Jahren für König Georg festgesetzt wurde, obwohl dieser Betrag kaum ausreichte, um den Ab schluß der Finanzen des königlichen Haushaltes miteinem Defizit zu verhindern. Eine höhere Bewilligung indessen ist nicht möglich, wie die Debat ten im Landtage bereits gezeigt haben. Nachdem nun der Minister deö könig lichen Hauses eingesehen hat, daß eine Erhöhung der Liste aussichtslos ist, trägt er sich mit Plänen zu Erspar Nissen, so daß die Erziehung der königlichen Prinzen nicht leiden wird. Der Minister erklärt, daß eine beträchtliche Summe erspart werden kann ' durch Aufgebung der zahlreichen gepachteten Jagdgründe, von denen der König doch keinen Gebrauch macht. Die Einwohner Dresdens befürchten. daß auch die königlichen Theater und das königliche Orchester in Mitleiden schaft gezogen werden dürsten. Die Kosten der königlichen Theater betrugen im Jahre 1902 $220,212, was unge fähr den Kasseneinnahmen gleichkommt. Die Zeitungen verlangen bereits, daß in der künstlerischen Beschaffenheit der Vorstellungen keine Einschränkungen vorgenommen werden. Da über König Georg'S Privat'Vermögen übertrieben Angaben in die Oeffentlichkeit getragen waren, so hat die Regierung eine Er klärung abgegeben, wonach das Ver mögen des verstorbenen Königs weniger alS 8500,000 beträgt. Zu Gefängniß verurtheilt. Berlin, 8. Dez. In Glogau ist Major v. Zimmermann vom 3. Posen schen Jnfanterie-Regiment No. 53 we gen Falschmeldungen beim Kaiserpreis schießen zu sieben Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Die Oldenburger Erb-folge-Frage. Berlin, 8. Dez. Großherzog August von Oldenburg, der sich in ein Dresdenei Sanatorium zu einer drei wöchigen Kur begeben hat, verweilte einige Tage in Berlin, wo er mit dem Herzog Ernst Günther zu Schleswig Holstein, dem Bruder der deutschen Kaiserin, zusammentraf und mit ihm einen persönlichen Ausgleich betreffs der Erbfolgefrage in Oldenburg schloß, so daß die bisherigen erbitterten Preßfeh den der verschiedenen Parteien aushö ren werden. Die Entscheidung der Regierung und des Landtags von Ol denburg fiel bekanntlich zu Ungunsten der Ansprüche deS Herzogs Ernst Gün ther aus, der dann feierlich Protest er hob. Bekämpfung schlechter Literatur. Berlin, 8. Dez. In Dresden haben zahlreiche höhere Beamte, Schristfteller, industrielle zc. unter dem Vorsitze des Hof-Jntendanten Grafen v. Seebach eine Versammlung abzehal ten, um über Mittel und Wege zur Bekämpfung schlechter Literatur zu be rathen. Nach längeren Debatten wurde die Gründung eines Ausschusses zur

Verbreitung guter Volksliteratur be schlössen, welchem die angesehensten Persönlichkeiten angehören.

Mas'sen - Auswanderung russischer W e h r p f l i ch -t i g e r. . Berlin, 3. Dez, Hamburger und Bremer Berichten ist zu entnehmen, daß die Anzahl der russischen AuSwanderer in stetigem Wachsen begriffen ist. Unter ihn?n befinden sich überwiegend Männer in wehrpflichtigem Alter. In den letzten Wochen war der Andrang so stark, daß die großen Schisssgesellschaften sich gezwungen sahen, Extradampfer zu chartern. Trotz der strengsten Vorsichtsmaßregeln der russischen Regie rung an der Grenze schlüpfen Tausende durch, und man macht sich darauf gefaßt, daß' die Menge der russischen Emigranten aus geraume Zeit keine Abnahme zeigen wird. Lobeshymnus auf Amerika. Berlin, 3. Dez. Baronin Bertha von Suttner, welche gleichfalls vor kurzem aus den Ver. Staaten zu rückgekehrt tst, hielt gestern Abend in Wien vor einem erlesenen Äuditorium einen Vortrag über die Eindrücke, welche das Leben und Treiben in Amerika auf sie gemacht hat, und ihre gesammelten Beobachtungen. Ihr Vortrag gestaltete sich zu einem begeisterten Lobehymnus auf die Ver. Staaten und ihre Bewohner. Baronin von Suttner erkennt dem ' amerikanischen Volke die edelsten Eigenschaften zu; Sombart'sProphezeiung. . Berlin, 3. Dez. In Vreslau hat der bekannte Nationalökonom, Professor Werner Sombart, welcher unlängst in den Ver. Staaten weilte. gestern Abend einen höchst interessanten Vortrag über amerikanische ArbeiterVerhältnisse gehalten, welche er während seines Aufenthalts im gelobten Lande, zu seinem Spezialstudim gemacht hat. Professor Sombart prophezeite im L aufe seiner Ausführungen einen UN' geheuren Aufschwung des Sozialismus in den Ver. Staaten infolge der Pro letarisirung der Arbeiterschaft, sowie des Zerfalles der demokratischen Partei. Berlin und die Botschaft des Präsidenten Roosevelt. Berlin, 7. Dez. Die Erklärungen des Präsidenten Roosevelt in seiner Botschaft an den Congreß betreffs der Vergrößerung der amerikanischen Flotte, der Aufrechterhaltung der Ordnung in den lateinisch'amerikanischen Republiken und seine Betonung des Friedens der Gerechtigkeit" werden von den Zeitungen dahin aufgefaßt, daß sie die amerikanischen Ziele in Bezug auf andere Länder klarer darlegen, alS es je zuvor geschehen ist. Diese Theile der Botschaft werden als Beweise sür die'Entwicklung der Ver einigten Staaten zu einer Großmacht ersten Ranges mtt allen darin einge schlossenen Bestrebungen betreffs der westlichen Hemisphäre betrachtet. Einige Zeitungen bemerkten, daß eS nicht leicht sei, Kanonen mit Ethik in Einklang zu bringen, doch daß derPräsident nach besten Kräften versuche, dies fertig zu bringen. Kontraste werden gezogen zwischen den Arbitrationsverträgen, die zwischen den Hauptmächten negociirt werden, während die SchiffsWerften und Geschützfabriken nie so thätig waren, wie gerade jetzt. Der hervorstechende Ton der Leitartikel ist die Anerkennung der Thatsache, daß die Ver. Staaten sich zu ernstlicher Arbeit in Mittel- und Südamerika anschicken, mit einer gelegentlichen sarkastischen Bemerkung. Mormonen ausgewiesen. Berlin, 8. Dez. , Au- Zittau im Königreich Sachsen sind neuerdings zwei Mormonen-Missionare ausgewiesen worden, welche die Proselhtenmacherei gar zu unvorsichtig betrieben hatten. Sachsen ist überhaupt kein günstiger Boden mehr für. die Propaganda der Polyzamisten, weil die Behörden überall ein scharfes Auge auf sie haben und ihrer Agitation hindernd in den Weg treten. Selbstmord Affaire vor dem Reichstag. Berlin, 8. Dez. Im Reichstag wird bii der Debatte über die neue, Mi litär-Vorlage auch der Selbstmord des Leutnants 'Friß Dietz vom HusarenRegiment König Humbert von Italien (1. Kurhesstsches) No. 13 in Mainz, zur Sprache kommen.

Die tragische Affaire hat in weitesten

Kreisen auf das Peinlichste berührt. und im Reichstag dürfte man um so weniger geneigt sein, die maßgebenden Gewalten zu schonen, da die in AuSstcht gestellte kriegsgerichtliche Untersuchung gegen den Obersten v. Blumenthal, Kommandeur des 13. HusarenRegi ments, durch den der unglückliche Dietz in den Tod getrieben sein soll, noch immer nicht eingeleitet worden ist. Die Aufzeichnungen des Leutnants belasten bekanntlich den Obersten v. Blumen thal in ernstester Weife. Der Vorwärts Neber revolutionäre Bestrebungen in Nutzland. Berlin, 8. Dez. Der Vor. wärtS" veröffentlicht einen Bericht über eine große Conferenz, welche von den Vertretern der revolutionären Parteien in Rußland abgehalten würden. Acht von den achtzehn eingeladenen Organisationen nahmen an der Zusammenkunft Theil. Beschlüsse wurden angenommen, welche die verschiedenen Organisationen verpflichten, zusammen den Maßnahmen gegen die Integrität von Finnland thätlichen Widerstand entgegenzusetzen. Türkei. Gut verlaufen. Constantinopel, 8. Dez. In Folge der energischen Stellung von Oesterreich hat die Pforte sich entfchlos sen nachzugeben, und die Forderungen der österreichischen Regierung als ge rechtfertigt anerkannt. Damit erreicht die Angelegenheit, "die leicht zu fchwie rigen Verwickelungen hätte führen kön nen, ihr Ende. Osfi'icllc Tpatzeniagd. i Das Landrathsamt in Emdcn, Han nover, erließ kürzlich wieder jene originelle Polizeiverordnung zur Verminderung der Sperlinge, wonach im ganzen Landkreise Emden, jedoch mit Ausnähme der Insel Borkum, jede? Land Wirth, der bis 24 Acker bewirthschaftet. drei, jeder, der 24 blZ 50 Acker bewirthschaftet, sechs, und Zeder, der mehr als 50 Acker bewirthschaftet, zwölf Sperlinge oder Sperlingsköpfe alljährlich an seine Gemeindebehörde einliefern muß. Wer dieser Verordnung nicht nachkommt, wird wegen Uebertretung mit einer Geldstrafe oder entsprechender Haft bestraft. Die Gemeindevorstände haben über Befolgung oder Nichtbesolgung zu berichten. Die m e i st e n Preise für Manufakturen sind auf der St. Louiser Weltausstellung Japan und Mexiko zugefallen. Japan, mit rund 2000 Aus stellcrn. erhielt 1701 Preise. Mexiko, mit 2100 Ausstellern, empfing 1358 Preise. Kurze Depeschen. 8. Dezember. Inland. New York. Die Erwählung der Geschworenen sür den Nan Patterson Mordprozeß -wurde heute Nachmittag beendet. Ausland. Paris, 3. Dez. Graf Paul D' Abzac, der ehemalige französische Con sul in New Orleans und General-Con sul von New Jork, verstarb heute. Brest. Frankreich. De russische Torpedo-Zerstörer Prouzitelny", der im hiesigen Hasen wegen dringender Reparaturarbeiten Anker geworfen hatte, fuhr heute ab. London, 8. Dez. 800 Russen, meistens Leute, die aus ihrer Heimath flohen, um sich dem Militärdienste in der Mandschurei zu entziehen, begaben sich heute nach Liverpool, um sich nach Amerika einzuschiffen. Berlin. Die Handelsvertrags Unterhandlungen mit Oesterreich-Un garn werden bald wieder aufgenom men werden. Oefterreich-Ungarn soll den Vorschlag gemacht haben, daß die Unterhandlungen betreffs der streitigen Punkten wieder aufgenommen werden möchten. Schiffsnachrichten. Angekommen. Quttnstown: Aaltic" von Nem Dork Neapel: König Albert" von New Jork. Abgefahren. New Jork: La Touraine" nach Havre Pomeranian" nach Glasgow Liverpool: Caledonian" nach Boston. Queenstown: Majeftic" nach New Jork.

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$ X Inland -!-z-!-!-!--:z-:-z-:-!-z-z-z. Eine Vorlage zur Abschaff n-g der Todesstrafe im Staate Vermont wurde vom Repräsentantenhaus der Legislatur verworfen. Es wurden 83 Stimmen für und 163 gegen die Vorlage abgegeben. Das Opfer eines eigen,thümlichen Unfalles wurde jüngst Frank Grosvenor, Neffe des Generals Chas. H. Grosvenor, in Athens. O., auf einer Spazierfahrt. Eine Laterne, welche er bei sich in seiner Kutsche hatte, explodirte, zertrümmerte das Fuhrwerk und fetzte es in Flammen. Die Leiche des jungen Grosvenor wurde fast total verbrannt. Frau als Mrtsterschütze. Frau A. Topperwein m St. Louis, Mo., gelang es letzthin auf dem SchießPlatze der Weltausstellung, von 1000 Metallscheiben, welche einen Umfang von 21 Zoll hatten und 23 Fuß in die Höhe geworfen wurden, 967 zu treffen und dadurch den bisherigen Rekord im Freihandschießeü sür Frauen zu über--bieten. Die Schießzeit dauerte 1 Stunde und 40 Minuten. Feuerwehr-Chef als V r a n d st i f t e r. In Chariton, Ja., ist der Feuerwehrchef Grant . Shelton unter dringendem Verdacht der Brandstiftung' festgenommen worden. Als im vorigen Frühjahr ein Brand ausbrach und Gebäude im Werthe von ?4000 zerstörte, war er vorher an der Stelle gesehen worden, er verwickelte sich seither in solche Widersprüche, die zu der Anklage führten. Beim Kaninchenfang erfroren ist der acht Jahre alte Sohn des County-Clerks William 'Smith in Eagle River, Mich., in der, Nähe des Seeufers. Der Knabe befand sich in Gesellschaft von anderen Knaben, als seine Kräfte ihm versagten. Die Knaben ließen ihn unter der Obhut seines kleinen Bruders und eilten zur Stadt, um Hilfe herbeizuholen. Der Wind vom See her war bitterkalt, und als die herbeigerufenen Leute zur Stelle kamen, fanden sie den einen Vruder als Wächter der Leiche des anderen. Beim Barte des Prop h e t e n. " In den Spezial-Assisen in New Iork bot sich jüngst das seltsame Schauspiel, daß ein in einer Diebstahlssache als Zeuge vorgeladener Äraber, der sich Ali Achme nannte, nach heimathlichem Ritus vereidigt wurde, da er sich weigerte, einen christlichen Eid zu leisten. Der Araber, der in seinem Nationalkostüm erschienen war, leistete durch Vermittlung eines Dolmetschers folgenden Eid: Ich schwöre beim Barte des Propheten, bei der Kaab, bei dem schwarzen Stein und bei der Tugend meines Harems, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit. " Vom Nachtwächter zumLord. Ein schottischer Arbeiter Namens William D. Moir, der in Seattle. Mont., als Nachtwächter ein kümmerliches Dasein fristete, ist durch Erbschaft Lord Corrienony of Glen Morrison, Jnvernes in Schottland, und Mitglied des englischen Oberhauses geworden. Was ihm jedoch vielleicht noch werthvoller erscheint, er ist in den Besitz eines jährlichen Einkommens von etwa Z200.000 gelangt, d. h. sobald die letzten Formalitäten erledigt sein werden, die dem Antritt der Erbschaft noch vorausgehen müssen. Bis dahin behütet seine Lordschaft mit der Laterne in der Hand noch die Baulichkeiten seiner ganz gewöhnlich bürgerlichen Arbeitgeber. Theodore F. Smither, geschickter und zuverlässiger PeH' und Kiesdacher. Dacher von Asphalt und Gilsonit. Engroöchändler in allen Arten von Oachmaterialien. Telephon: Neu 861. 301 West Marysand Str. Btltot I. cke vou Seuate ve. vnv Mailand tt Verbringt eine Fröhliche Weihnachten mit den Alten zu Haus. ...Niedrige Naten... ....via.... Big Four Bahn Am 24., 25., 26. und 31. Dezember 1904, sorzie am 1. und 2. Januar 1905 werden Fahrkarten verkauft nach allen Local Statia nen der Big Four Bahnen, Cincinnati Northern R. R und D. & N. R.,R., ebenso nach allen VerbindungS Stationen in dem Gebiet der Central Passagier Association. Fahrkarten sind bis einschließlich dem 4 Januar 1905 für die Rückfahrt gültig. Für nähere Information und Einzelheiten hinsichtlich Raten, Limitation, Fahrkarten etc. wende man sich an die Unterzeichneten. Warre I. Lynch, kn.Pass. vud Ticket gent Cincinnati, Ohio. oder H. ZU. Vronssn, . S. P.. Jndiauapolil, Jud

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