Indiana Tribüne, Volume 28, Number 91, Indianapolis, Marion County, 7 December 1904 — Page 3

Jndiana Tribüne, 7. Dezember 190

Aerzte.

DR. F. M. PßAY, Spezialis. Uugen, Ohren, Nase und Säle 31 Oft Ohio Straße, J.ianapolis. Hum Qift&u). ffeetundeu : tu XLlx otm.; 1- Mt. SZa$m. 69nntag3 d bil 4 Uhr Nachm. jfijjk I Dr. Carl .Winter Delttscher Arzt. Lehandelt alle akute und chronische Krank Seiten. GeburtShülfe Spezialität. vwctz J4 wtn y,o w. OsfittLwndm : 1011 orm. i Sonutagi : JO 10.33 VQ. relkVH. jlen 43. Bo5m:M6osjab5M8t evreSunden : 7 L bendß Sonntag,: K- ach. Wohnung Telephon.: I ms; Neu., Dr. j. A. SutdiffO. - Wund-Arzt, Geschlechts., Urin. unlAectun Arankheiten. Offfcc ? 155 OS Market Str. Tel. 94) DfftceStnniea : 61 13 Uhr 8m.; 2 di 4vhr. Etabttrt 1863, nimmt jederzeit Engage. mnua rmgegrn. rgcnse juwP i i k Vi.sjt. rjt I Musik und irgend eine Anzahl von MustknA vird geliefert. Neue Ausstattung und neue Unis ernten. R. A. Miller, Direttor. Henry Sprengpfeil, Geschäftsführer, 301 Kentuckq Avenue. Telephon . . . . , Neu 4593. mülw is CL i 0 0 HL L02 Nord Noble Str. 'STeueS Telephon 2001. Verbringt eine Fröhliche Weihnachten mit den Alten zu Haus. ...Niedrige Raten... ....via.... Big Four Bahn Am 24., 25., 26. und 31. Dezember 1904, sowie am 1. und 2. Januar 1905 werden nuuuui4&n tmua uuu uuva vvu wiuiiv i nen der Bia X ur Baknen. Cincinnati Alat VAi4t?f MAi4t ff dv 0rtss Gil ll Northern R. R und D. & u. R. R.. ebenso nach allen Verbindungs-Stationen in dem Gebiet der Central Passagier Association. Fahrkarten sind bis emschließlich dem 4 icu tr.m y, mr.Jtvi n r: .-. I M hinsichtlich Raten, Limltation. Fahrkarten etc. wende man sich an die Unterzeichneten. Warren I. Lynch, VtN.Pasf.ulld Trcket Agent. . . . i incinnatt, Ohio. oder H. M. Bronson, . G. P.. Indianapolis, Ind. PEIIIISYLVAIilA SH0RT I Verbesserte Bedienung nach LIueNF0 und I01118vill0, effektiv Sonntag, 27. November. Neue Bunet Waggons mit Servirung von Mahl.eiten a la carte. werden auf dem Zua No. 19, der Indianapolis um 11.35 Vormittaas verläßt, in Dienst gestellt : Ankunft m Chlcago um 5.30 Uhr Nachm.; sowie auf ri m . n r . t ; . ? ....-r c I uz vio. iö, :5noianap!ls verta eno um 3.55 Uhr Nachm. und in Louisville ankom. mend um 7.10 Uhr Abends, die aeaenwarKert?eff?nb bei weitem Dre Waggons sind durchaus modern. Der m'.i i ei.zttt v cm . -a I VfHC uu iiuiiuu v vc v uugllvll , ein. um 13 Verfonen i alncker eit u be, dienen. Schneeweiße Leinwand,, dekorirtes nßT-:fEi keine? Kilber linh slfsöiiftcn I Glaswaaren sind in dieser eleganten Bedie nung natürlich Saupt'ache. Em Bibllothek Rauchzimmer verbindet mit dem Svelsesaal, das mtt großen bequemen Aimiiuqn mii zeoervot ler ingcnqiei i i. Die Bibliothek enthält die besten und neuesten Bucher. welche alle den Passagieren zur freien Verfügung ikyen. p i im ertra arok und fvttiell aeeianet tur OBfet. vanon. WSX 48 Weü Washington Straße und Union Bahnbf. W. W. Nichardson, A. G. P. A 1 AKE ERIE & VESTEBII l!. l!. ....Fahrzeit der Züge bfr.rtnku, loltdo. Chieazo und V!ichiganS!Vreß.t 7.15 tio.il Toledo. Detroit n.d Chicago Lim l.t0 t.M ?M5N EU?. Munne u.Lafa:,etteepl.7 7L0 Tl0. töglich t ausgenommen Conntaal.

Die

"

M

WliL

ILZJs

Der

Congrcß Vorlöusigcr Bericht ticr

ifttferrniftmM RrtTmnrnsW rtfin fittrntrrtrtf. Cfhftmt für sTrtfrfi Nnw5?.

V (Myj VV Z.,. r v

Landgauner schuldig befunden. Ernennungen für Bundesämter.

Cablnets - 58. Congreß. Senat. Washington, 6. Dezbr. - D Senat war heute über zwei Stun. h)en jn Sitzung und vernahm nach I . . . Verlesung der Bot qatt emen vor " ... . ' taupgen Berlcy: oer VanoetSjcylNk' Commission. Senator Thomas C. Platt von New Bork wird morgen eine Vorlage be i-.CC (O.Xit ti:. X- Mv44 im IIIC3 HCUUlllUil UU ouuuuuy lM Congreß in gewissen Südstaaten ein reichen. Senator Platt behauptet, daß seine Vorlage keine Partei besonders begünfligt, weil auch nördliche Staaten, wie Massachusetts, in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Vorlage bestimmt, daß die Ver tretung eine Staates im Congreß nach der Anzahl der männlichen Wähler be messen werden soll. Wenn die Vorlage zum Gesetz erho ben wird, dürften die soliden demokra .skn gvTVmtiottrn tima 16 Mitalie " " der einbüßen. Neue Vorlagen. Washington.. 6. Dez. Abg. Giell reichte im Hause eine Vorlage ein, welche die Einlösung der SilberCertificate mit Gold vorschreibt und den SchatzamtZ-Sekretär anweist, die Summe von S150.000.000 in Gold zur Verfügung für diesen Zweck zu halten. Der Abgeordnete Deemer aus Penna unterbreitete eine Vorlage, welche ein sr 10'000 M"f0n Robert- aus Massachusetts brachte eine Vorlage für Penfionirung von Soldaten und Marinen mit je 815 monatlich ein. Untersuchung der Panama Bahn. Washington,6. Dez. Der Abgeordnete Shakleford reichte im Hause einen Beschlußantrag ein laut welchem die HandelsCommission be austragt werden soll, die Geschäfts führung der Panama Bahn zu unter suchen, da die Vereinigten Staaten nun 96 Prozent der Bahnaltien eignen. EabinetSsitzug. Washington, 6. Dez. Bei . . . r l. v o rr t! io i i heutigen Sitzung des Cabmets legte Staatssekretär Hay den Status der amerikanischen Missionäre in Perflen dar. Sekretär Shaw sprach über die Nerwenduna von Alcobol in der sabri Mon. Der Präsident besprach mit " w Herrn Hay verschiedene wichtige ErNennungen. wz.r:..s:F.:..s k fc I fc w w " " v 5?Nracuse N?i Dei " , , U -W J Simon Buttner, der wegen Großdieb hier in Hast ist. erklSr.e dem P. M AE tam AiV fr. ms ni MXAHwytM iijtiui, uuj uuc. tgiy iiiuttiiuiis actionen, die sich in die Hunderttausende beliesen, Ausschluß geben könne. Die Schwindler sollen unter dem Namen einer Corporation Farmprodukte ge kauft und werthlöse Checks in Zahlung eaeden baben tom 1'aüen' Cbance fürCaleb VowerS unc !ul uieo 4301019. L 0 U t s v i l l e, y., 6. Dez. r ' ' i " m.n'...; n:.r, DaS Appellatlonszencht stieß heute daS Urtbeil aeaen den mm Tode verurtbeil mm Mörder von Gouverneur Goebel aewe r. f.. r mK ,Z5k:t 1 1n soll, UM UNS bewilligte einen neuen Prozeß. Die Landgauner schuldig, rt 9 f rt x - v " " . g. Geschworenen in dem Landbetrugs XflW r fÄ- rtT ,.z vmrt.M Prozesse, der feit länger als zwei Wochen vor Richer Bellinger geführt wurde, er ..,... f, lf.x. ra...i. -.n luutuitiiiuc cuuHic um 8nabme von Viil Ware als lckuldia. Di. V.rur.h,il,m sind: Emma L. Watson, S. A. D. Puter, Horace G. McKinley, D. W. Forstley und F. H. Wolgamot. Sie waren beschuldigt versckmoren in baben Reoierunas. ländereien durch Betrug zu erlangen. Versuchter Bankraub. DeS MoineS, Ja., 6. Dez. Eine Räuberbande zerstörte das Gec,v. ni.f.- : cvn.. c r c "Uly, u. Drei QtC HtXlt UUrdeN Verhaftet.

in

Schung.

Handcls-Commission. .jj. -j..... w.--- yvwwv Sltzung. Ernennungen.. Washington, 6. Dez. Unter den zahlreichen Ernennungen, welche der Präsident heute dem Senat zur Be stätigung übersandte, befanden sich die von: Wm. H. Moody für General'An walt. Robt. I. Wynne, General-Postmei ster. Paul Morton, Marine-Secretär. Victor J.Metcalf, Departement für Handel und Arbeit. Generalkonsuln Frank Dyer Ehester, Massachusetts, Budapest; Hezekiah Gadder, Nord Earolina, Panama; Julius G. Lay, District Columbia, Can. ton, China; Henry B. Miller, Oregon, New Chwang, China; Daniel Mayer, West Virginia, Buenos AyreS; Benjamin H. Ridgeley, Kentucky, Bar celona; Wm. F. Wright, Pennsylva. nia, München, Baiern. Vereitelter Bankraub. Metamora, Mich., 6. Dez. Mittels Nitroglycerins zerstörte heute eme Banoe von 0 Bankräubern das feuerfeste Gewölbe in der hiesigen Bank. Durch die Explosionen erwachten die Bürger und eine Anzahl mit Revolver bewaffneter Einwohner eilte zum Bankgebäude. Dort fanden sie wache haltende Kumpine der Räuber, welche beim Herrannahen der Bürger die im Bankgebäude beschäftigten Kumpane warnten. Die Räuber bewerkstelligten ihre Flucht, jedoch ohne irgend welche Beute gemacht zu haben. Panik im Theater. Norfolk, Va., 6. Dez. Eine wilde Panik ereignete sich heute bei der Cinde rella.Vorstellung im Norfolk Auditorium. Eine Anzahl Personen wurde unter Füßen getreten und schwer verletzl. Ein elektrischer Draht hatte eine kleine Flamme verursacht und Jemand gab von der Gallerie aus den Feueralarm. DaS Publikum stürzte in wilder Flucht den Ausgängen zu. Trotzdem die kleine Flamme im Nu gelöscht war, ließ sich das Publikum nicht beruhigen, sondern setzte seine Flucht fort, obgleich keine Gefahr drohte. Wieder Einer. M a c o n, Ga., 6. Dez. W. Potter, der Kaffirer für Banken in Davisboro, Glenwood und Helena ist auf räthselhafte Weise verschwunden, leider aber auch S20,000 der Bank gehörige Gelder. Vom Chadwick-Fall. t New York, 6. D?z. ' Bislang hat zwischen Carnegie und Bundesbe amten noch keine Conferenz bew. der Chadwick'Affaire stattgefunden. Frau Chadwick ist vom Holland House nach dem Amsterdam House übergesiedelt. Zwei Geheimdienstbeamte folgten ihr. Streik Gerücht. Elmyra, N. N.. 6. Dez. Von Morris Run, Pa., kommt die Nach richt, daß die Weichkohlengräber, im Distrikt die Morris Run Coa! Co. auf gefordert haben sich mit ihren Leuten zu einigen oder eines Streiks im ganzen Weichtohlenbezirk geärtig zu sein. Finanzausweis. Washington, 6. Dez. , Der heutige Schatzamtsbericht, exklusive der Goldreserve von 5150,000,100, zeigt eine Basrbilanz von $ 143.024.947; Gold $85,585,910. i Lyncherei durch Neger Von weißen Männern verhindert. Kolumbus, Ga., 6. Dez. Nur durch die entschlossene Haltung einiger weißen Männer, wurde ein Neger-Mob, der auch einmal Lynch justiz ausüben wollte, im Zaume ge halten. Wm Vaughn bekannte sich schuldig. seine Großmutter ermordet und beraubt und dann deren Leiche in das von ihm in Brand gesteckte HauS geworfen zu haben. Nur der Energie der weißen Männer gelang es, Vaughn, einen kohlschwarzen Neger, den Händen seiner Rassege nossen, die ihn ausknüpfen wollten, zu entreißen.

Schaurige That.

Ein Kind von seiner Mutter er drosselt. Mount Vernon, N. Y., 6. Dezember. Ein entsetzlicher Kindesmord, der allem Anscheine nach von einer, den sogenannten besseren Ständen angehörenden, entmenschten Mutter verübt wurde, versetzte Mount Vernon und JonkerS in Aufregung. Während sie mit ihren Kindern im Belmont Park einen Spaziergang machte, entdeckte die Gattin des Alderman Dudley Valentine von JonkerS in einem Gebüsche nahe der Central Ave. die Leiche eines etwa drei Monate alten Mädchen. Die entsetzte Frau meldete ihren schaurigen Fund der Polizei und Coraner Weisendanger ließ das Kindchen nach dem Etahlissement eineS Leichenbestatters bringen. Daß daS arme Geschöpf das Opfer eineS unglaublich brutalen Verbrechens ist, unterliegt einem Zweifel. Es wurde kaltblütig erwürgt. Von den Fingern der Mör denn herrührende Male sind am Halse und hinter den Ohren deutlich sichtbar. daS Gesicht ist schwarz und blau und die Zunge hängt weit aus dem Munde. Die schreckliche That wurde wahrschein ich in letzter Nacht oder heute Morgen begangen, denn der Coroners-Arzt hat entschieden, daß das arme Würmchen höchstens zwölf Stunden todt ist. Bis jetzt .fehlt jede Spur von der Mörderin, doch glauben der Coroner und die Polizei, daß dieselbe in wohl habenden Kreisen zu suchen ist. DaS Kind war nämlich so reich gekleidet. daß seine Mutter kaum eine verzweifelte arme Arbeiterin oder ein Dienstmädchen sein kann. ES trug ein theueres seidenes Mäntelchen, ein weißes Kleidchen auS feinstem Stoff, gestrickte blau und weiße Stiefelchen und ein seidenes Häubchen mit Schleier. Steigen der Werthpa- ' Piere. New York, 6. Dez. WerthpaPiere erreichten im Laufe der Woche den höchsten Preis des Jahres, ohne daß ein scheinbarer Grund für dieses Stei gen vorhanden gewesen wäre. Es war eben die alte Geschichte. So bald nur die geringste Nachfrage nach gewissen Papieren sich bemerkbar machte gingen die Preise flugs in die Höhe, um eben so schnell wieder zu fallen. sobald die Nachfrage nachließ. Der Markt zeigte Stärke genug, um die Baissespeculanten, die sog. Bären" zu erschrecken und schwach genug um die Huussespeculanten, die Bullen", zur Vorsicht zu ermähnen. Auf dem Baumwollmarkt machte sich ein sensationelles Fallen der Preise be merkbar, wozu der äußerst günstige Erntebericht der Regierung Anlaß ge geben hatte. Der Stapelartikel ging von den künstlich in die Höhe ge schraubten zu seinen Normalpreisen herunter. Die Preise waren so hoch gewesen, daß Baumwolle zu ihrem ei gentlichen Zwecke kaum mehr verwend bar und lediglich zum Speculations artilel wurde. Baumwolle zu unter neun Cents kann mit Vortheil gespon nen und exportirt werden' ES werden dadurch Spinnereien und Eisenbahnen in Thätigkeit gesetzt und zahlreiche An gestellte erhalten Beschäftigung. Diese Art von Schwäche deS.MarkteS wird zur Stärke für die Industrie. Dasselbe gilt bis zum gewissen Grade für die hohen Haferpreise. Alle anderen Farmprodukte zeigen den seltenen Umstand, daß bei reichem Ertrage gute Preise vorherrschen. Mit dem Ackerbau und der Eisen Industrie in gedeihlichem Zustande, flo riren als logische Folge auch die Eisen bahnen. Folgende Bahngefellschaften haben für die dritte Woche deö Monats No vember Zunahmen deS Bruttogewinnes zu verzeichnen. Louisville & Nashville S90.975. Canadian Pacific S161,000. Southern S50.061. Missouri Pacisic 547,000. Saulte St. Marie S46.402. Für den Monat Oktober erzielten folgende Bahnen die beistehenden Zu nahmen an Reingewinn: National of Mexico $95,760; St. Paul 2231,111; Rcck Island $319, 112; St. Louis $342,479; Big Four $226.823; Illinois Central $367.672. Es liegt nichts vor, was störend au den Markt einwirken könnte.Man erwartet nichts Radikales in der Botschaft deö Präsidenten Roose

velt betreffs deö Schutzzolles oder der

Trusts, zwei Fragen, woran Wall Str bedeutend interessirt ist.

Europa kauft ziemlich lebhaft amerianische Werthpapiere und eS sind keine Anzeichen vorhanden, daß der sinanzielle Horizont sich durch irgend ein Ereigniß versinstern könnte! Riesiges Schadenfeuer. EastTamas. Mich.. 6. Dez. Heute Abend brach Feuer in I. Felchers Laden aus, verbreitete sich so dann über die sämmtlichen Häuser des Geviertes. Die Feuerwehr ist hilflos, da eine Haupt - Leitungsröhre platzte. Die Stadt ist in Gefahr gänzlich einge äschert zu werden. Toledo, O. Durch Explosion einer Kanne Gasolin brach ein Feuer in Perrysburg aus, welches einen Schaden von $20,000 anrichtete. Ueber ein m e r k w ü r d ig e s Zollkuriosum wird aus Kuxhaven berichtet: Jn dem Augustthurm ist in Duhnen die in die See gebaute lange Brücke, die sogenannte Heimliche Li:be", unter der Einwirkung des schweren Seeganges in Trümmer geganaen. Die Trümmer sind durch die hohe Fluth dort an Land gespült worden und wurden dann in Sicherbeit gebracht. Jetzt verlangt nun die Zollbehörde von der Kurhausgesellschaft Duhnen, der Eigenthümern der Brücke, eine Verzollung dieser gevorgenen Trümmer. Die Gesellschaft soll also ihr rechtmäßiges Eigenthum verzollen. Dieses sonderbare Ansinnen stützt sich auf folgende kuriose Abgrenzung der Zollgrenze am dortigen Strande. Danach bildet die Wassergrenze auch die Zollgrenze. Bei niedrigem Wasser, wenn das ganze Watt bis nach Neuwerk trocken liegt, ist dieses Watt Zollinland, bei Fluth jedoch, wenn es vom Wasser überspült ist. gehört es zum Zollauslande. Da nun diese Trümmer natürli nur bei hohem Wasserstande antreiben konnten, so kamen sie eben aus dem Zollauslande und müssen verzollt werden, obgleich es sich durchweg um inländisches und theilweise um ausländisches, längst bei der Einfubr verzolltes Holz handelt. Die noch stehen- gebliebenen Reste der Brücke, die der meorigem Wasser aus dem Watt geborgen wurden, bleiben von der Zollbehörde unbehelligt, denn da war das Watt ja schon wieder Zollinland. 5k n d e r R u e R i ch e r in Paris stürzte vor einigen Tagen ein eilig dabmsckreitender Mann, der ein kleines Packet unter dem Arm trug, über i . p r eine am Boden liegende wpseurnenschale. Er selbst fiel ziemlich heftig, das kleine Backet floa weiter fort und öffnete sich dabei ein wenig. Man sah .'' . ' i ... . .rrn ix durch den spall eme lonoare, mu Edelsteinen verzierte Uhr. Der Mann raffte sich schwerfällig auf und nahm hastig das Packet wieder empor. Ein in der Nähe stehender Sergeant de Ville half ihm, den Bindfaden darum befestigen. Er that es schweigend und ,., U, . ' rv ' rzum Ittllle leme einzige Illge, U1 yuguu, der Mann nervös und unruhig anfing, ihm auseinanderzusetzen, er sei doppelt froh, daß dem kleinen ueriyaeaenstand nichts zugestoßen sei, weil er ihn soeben vom Kriegsminister er- ., . 7 V v rt- 't.! ' rlj 1tt. hauen yaoe. z jei namu ut machet für diesen und die ihm anvertraute Ubr sei von unermeßlichem Werth. Durch das Schweigen des Beamten, dem das eigenthümliche isebabren des Mannes schon aufzufallen begann, irritirt, fuhr er dann, nachdem er das kleine Packet wieder unter den Arm geschoben und dem Polizisten -. . , , , f i für seine Hilfe gedankt hatte, sori: Ich habe in meinem Besitz die Uhr Robesvierre's. die berühmte Zwiebel, und habe sie vorgestern dem Präsidenten der Republik zum Geschenk gemacht." Darauf wollte er sich verabschieden, aber der Sergeant de Ville war mißtrauisch geworden und nahm i r i - -V f. ki . mrl-.irii:-. ihn Mli aus vie nacuie onzrluvil, wo sich sehr bald herausstellte, daß die ibm anaeblich vom General Andre anvertraute Uhr von ihm soeben in einem Juwelierladen der Nue de Mont Martre gestohlen worden war. Reingefallen. . Warum so wütbend?" .Ack. denk Dir. aebe ich aestern freien zum Rentier Klinaler und wähl' mir natürlich die ältere und haßlichere Tochter, weil ich denk , die bekommt mehr mit! Ich geb' mein Ehrenwort, da ich's ehrlich mein' Verlobung Kuß Handschlag! Bei der Tafel fragt der Vater, welche seiner Töchter ich für die schönere halt'! Natürlich meine liebeBraut", sag' ich aus Höflichkeit. Erwidert darauf der Schlaumaier: Ich frag' das nur, wissen S', weil ich der Häßl.cheren um die Hälfte mehr mitgebe, wie Sie beareifen werden!" Genau ausgedrückt. .Von einem Strolch sind Sie neulich angefallen worden? Hat er Ihnen denn - etwas angethan?" Professor: Wie haißt angethan! Im Gegentheil. er hat mir etwas abgethan, nämlich meine Uhr und meine Krawattenna del. ßcr Der Lahrer Hinkende Bote sowie der Negenöburger Marien Kalender für 1905 sind durch unsere Ofstce zu

beziehen.

wlkmger.?ustschlff.

Der Flnd von Osebcrg und scine hochinte ressauten Vcstanöthcile. Vor ungefähr 25 Jahren wurde in dem Hügel von Goksiad am Christianiafjord in Norwegen ein etwa 800 Jahre altes Wikingerschiff aus der Erde gehoben. Im Sommer 1904 hat man in Oseberg. gleichfalls am Chriftiamafjord, ein ebenso altes Fahrzeug ausgegraben. Beide Schiffe stammen zweifellos aus jener Zeit, als die Normannen, die germanischen Einwohner Skandinaviens, unter Fuhrung von Seekönigen räuberische Einfälle in die Küstenländer der Nordsee und des atlantischen Ozeans unternahmen. Höchstwahrscheinlich sind sie unweit ihrer Fundstellen an's Land geschleppt worden, um bet der Beerdigung des Eigenthümers. dessen Leiche im Schiff aufgebahrt wurde, mit dieser nebst verfchiedenen anderen Gegenständen in sogenannten Hünengräbern beigesetzt zu werden. Leider ist das Oseberger Grab genau so wie das Gokstader in früheren Jahrhunderten von Räubern heimgesucht worden; man sieht noch deutlich den Gang, den sie im Hügel bis zu den Schiffen gegraben haben. Es sind aber, abgesehen von goldenen und sil"--nen Gerätschaften, die übrigen l quitaten zum größten Theil erhaben geblieben. Wahrend nun das Gokstad-Schiff unverkennbar ein Seefahrzeug war, dessen Seetüchtigkeit man unter Anderem dadurch erprobte, daß man eme TaS Wiklngerschiff von Oseberg. getreue Nachbildung desselben 1893 gelegentlich der Chicagoer Weltausstellung über den atlantischen Ozean führte, ist das Osebecg-Schiff wahrfcheinlich nur zu Binnensee- oder Flußfahrten benutzt worden. Allem Anschein nach war es ein Lustfahrzeug, und zwar das einer vornehmen Dame, vielleicht einer Königin. Darauf lassen zunächst die Holzschnitzereien, meist Ornamente aus dem Thierreiche, schließen, die sich am Schiffsbord sowie am Vorder- und Hintersteven befinden. Ferner hat man im Schiffe und im Grabhügel Gerätschaften gefunden, die auf weibliche Arbeiten hindeuten, so unter anderm einen Webstuhl. Außerdem sind noch zu erwähnen einige Pferdeskelette, ferner ein Schlitten, ein Holzstab, sowie ein Stab mit Runenschrift. Wenn das Schiff gehoben ist, wird.es, wie das Gokstad-Schiff, im Garten der Universität zu Christian! aufgestellt. Sinniger. Vrauch. j Wie man m Lucientag in Schweden der ttrmcn gcdcnkt. Ein hübscher alter Brauch in Schweden ist die Feier des Lucientages, der auf den 13. Dezember fällt. Eine Jungfrau befestigt eine Anzahl brennender Lichter an einem Reifen, den sie 'auf den Kopf setzt, und geht, angethan mit einem weißen Kleide, eine holzerne Schale mit Speisen in der Hand, vor die Thüren der Armen. Der Brauch schreibt sich aus alten Zeiten her. Heidnische und christliche Vorfiellungen sind hier zusammengekommen. Lucia ist in der germanischen Mythologie gleichbedeutend mit Holda oder Verchta (Beratha die Glänzende), der himmlischen Sonnenfrau, also eine ErDer Lucicntag i l Schweden. scheinungsform der Freya, der Gemahlin Wodans. Die Legende hingegen, erzählt, eine Jungfrau Namens Lucia (die Leuchtende) sei als Christin vom römischen Präfekten Paschalius gemartert worden, der befohlen habe, brennende Lichter an ihrem Kopfe zu befestigen. Als sie trotzdem unbeschädigt blieb, brachte ihr das Schwert den Tod.

ltä "s"iv m Ixvrr; s-,fr Av4 svt " pktiiWM j lfjdz M'V hwfmlP Wfchlk& vfl ii? M UM UrwW zWOWWÄ i ÄM 42

i mßmmM ifiHj r'L-'ß irV '- ÄI!, s&fe wmm:ßM wftffiPZli' l Wh r ''h',4 q zMhkWMW I ! MÄK Si i ii 2t. v '-"tW - GsSTMut' i ,'vS?t;ck Vf:,! i ; im$tm !,, h, M ii 41 h l!:,r Li ' Jl' L-', h 1 k ' fei ij rTu. yS, ( tr 9 i t 3 yl XK'l m.i IfS-H V S X Qnfllf im H MM J3 M mm I jfar Wwzwr