Indiana Tribüne, Volume 28, Number 88, Indianapolis, Marion County, 3 December 1904 — Page 6

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S5 Z-m t MniM Merkt Dieses Man kann sich nicht des Lebens erfreuen, en ma mit Seberkeiäen geplagt ist. Mann kann je doch Unwohlsein mit Wohl sein vertauschen durch die Anwendung von Dr. August König's ambursxr Tropfe ..Warum nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch den 0c brauch eines r-:, nrv.iv,. - iHSTgKv!, MWWMÄ ntfrÄi rivr:f-trrtoüL" kr?4rjf-L'"?" Garlnltd Ofen... .... und .... Range... Dieselben übertreffen alle andern in Schönheit. Dauerhaftigkeit, Heizkraft und Spar samkeit im Kohlen Verbrauche., Dieselben werden mit Vergnügen gezeigt, in WILLIG'S ...Möbel-Handlung... 141 West Washington Straße. Zos. F. Kumz, ...Herrenschneider... No. 1020 Süd Meridian Str. Niedrizftt Preise. Gutes Passen garaatirt. j'l"l"k"l"I"Z"I"l"!"I"!"k"!"I"k.4"tt.4''H w. h.burton,! RechtsanwaZt. T (Früher Konsul in Deutschland.) Deutscher Adbokat und Notar. Praktizirt in allen Gerichtshöfen der Ver. Staaten. 613 State Life Gebäude. n n i i 11 11 Theodore F. Smither, geschickter und zuverlässiger yech' und Kiesdächer. Dacher von Asphalt und Gilsonit. . , 4 ZZT Enzros-Händler in allen Arten von JDagmaxmalten. Telephon : Neu 861. 301 West Marhland Otr. CUtve l. 5 vsz Staate Are. und Marvlaad vtr.

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Europäische Nachrichten. ScHwekz. Bern. Hier verschied jenes Frl. Martha Gerber, die vor ein paar Iahren die durch den Einspruch Englands vereitelte schweizerische Hilfsaktion zv. Gunsten der Buren in Südafrika unter der Leitung des Dr. Haslebacher als Krankenpflegerin mitmachen wollte. Vubendorf. Ein jüngerer Mann, Adolf Eschbach, fiel von einem Nußbäum so unglücklich herunter, daß er einen Schädelbruch erlitt und sofort todt auf dem Platze, blieb. Er hinterläßt eine trauernde Gattin und fünf Kinder, die noch unerzogen sind. Casonay (Waadt). Der 49jährige Charles Sechau, Substitut des Betreibungsbeamten, stürzte beim lofahren infolge Zusammenstoßes mit einem anderen Nadfahrer so schwer, daß er an einer Schädelfraktur sterben mußte. 'Genf. Der wegen Unterschlagung öffentlicher Gelder in Untersuchung ge zocene Sekretär des Polizeikoml'sissa, riats hier ist identisch mit dem 1899 in der Schweizer Presse oft genannten Korporal Boisdechne. Er hatte-da-mals wegen angeblicher Ueberanströnaung im Dienst und schlimmer Be Handlung durch seine Vorgesetzten die Schweizer Presse mit Vejchwerden erfüllt. M e d l i k o n. Die neue Baumwolle

spinnerei Brüschler im ?loos zwischen Aathal und Medlikon brannte nieder. 300 Arbeiter wurden brodlos. W i a t e r t h u r. Bei den Manövern in Thurgau wurde ein Manöverbummle: Namens Hofmann von hier, der unvorsschtlgerwelse vor die Mun düngen einer feuernden Batterie kam, durch emen blinden Kanonenschuß tödtlich verletzt. Er starb -bald darauf. Zürich. Im hohen Alter von 87 Jahren ist der aus demKanton SchafsSausen gkbürtige Georg Stoll gestorUn, der nacheinander hiesiger Posto:rektor, Nordostbahndirektor und Drektor der Schweizerischen Kreditanfielt war, von welcher Stelle er wegen rasch eintretender vollständiger Erblindung zurückzutreten gezwungen war. Seerreich'ngarn. . Wien. Der Mitinhaber der Tertilfirma S. Taussig in Wien, Äiktor Tausslg, hat sich erschossen. Glelchzeliig hat ein zweiter Gesellschafter, Otto Taussig, Wien verlassen. Sein Aufenthalt ist unbekannt. Der 20iat rige Maurergehilfe Matthaus Dorninger, Rokitanskygasse 28 wohiihafi, stieß sich in betrunkenem Zustand: in der Qriliebgasse in Hernals.sein Ta schenmesser in die Magengegend und verletzte sich schwer. Von der Kaimauer, gegenüber der Nothenthurmstraße, sprang in junger Mann in den Donaukanal und verschwand sogleich in den Wellen. Es wurde erhoben, daß der Selbstmörder mit dem vermißten 23jährigen Geschäftsagenten Rudolf Kabert identisch ist. Kürzlich feierte der Oberrevident der Donau - Dampfschifffahrts - Gesellschaft Josef Kaiß die Vollendung feiner 25jährigen Veamtenlaufbahn. Aus diesem Anlasse wurden ihm von Vorgesetzten und Coilegen herzliche Ovationen zu Theil. Vielitz. Im Pavillon auf i: Friedrichsruhe" im Zigeunerwald hat sich ein Liebespaar aus Friedrichshütte in Oberschlesien, der 23 Jahre alte Josef Frank und die 18jährige Elsa Bolnik durch Revolverschüsse entleibt. B r ü n n. Ferdinand Satori, icitender Betriebschemiker der Fabrik von Hochstätter &. Schickardt, feierte, das Jubiläum seiner 25jährigen ununterbrochenen Thätigkeit in der genannten Fabrik. E z e r t o w e tz. Die 31jährige Veronika Valdik fuhr mit einem Wagen, dem zwei Kühe vorgespannt waren, vom Felde heim. Unweit der Mühle glitt die Frau aus und wurde von den von ihr lenkten Kühen, an deren Seite sie ging, einige schritte geschleift, pobei sie einen Bruch der Wirbelsäule erlitt und sofort todt war. G rüg an. In dem dem Franz Suchane5 gehörigen Hause entstand ein Brand, welcher auf das benachbarte Gebäude, Eigenthum des Fran? Na vratil, übergriff. Beide Objekte wur den ewae'äschert. Gurschdorf. Oberlehrer Adalbert Endlicher, Schwiegersohn des Landtasabgeordneten Theod. Grams. feierte jun 25jähriges Lehrer Jubi läum. Innsbruck. Der bekannte Touristenwirth Franz Kirchebner in der Jussenau, Sellrarnthal, ist be:m Schaf suchen abgestürzt und um's Leben gekommen. Er hinterläßt eine Wittwe mit sechs unmündigen Kindern. ' Luxemvurg. - Luxemburg. Das vierjährige Söhnchen des Arbeiters Souvignier in Dekirch, welches sich auf der Straße berumtummelte. wurde von einem Last wagen überfahren und ernstlich verletzt.

Echter nach. In der GeneralVersammlung der hiesigen Gesellschaft Union des jeunes GenZ" wurde Her? Professor I. Tockert einstimmig unter allgemeinem Beifall zum Präsidenten ernannt. Der frühere Präsident, Her; Ph. Kries, hatte auö Gesundheitsrück. sichten. sich zurückgezogen. Limpertsberg. Der Geschäftsagent Schouweiler erwarb dieser 2qac von Architekt Gust. Serta ein:r. zu Limpertsberg gelegenen, durch Niederreißen des Cirkus freigelegten BauPlctz.

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Edelsteine. Wenn wir jetzt bei irgend einer Festliäskeit eine .juwelengeschmückte Dame sehen und sich der Fall ereignen sollte, daß uns die funkelnden Steine, mehr interessiren als die Trägerin, dann schweifen unsere Gedanken zumeist nur nach denl Geldwerth all' dieser Pracht ab. In einzelnen Fällen beschäftigen wir uns wohl auch mit der Frage, .ob, die Herrlichkeiten echt sind, und plaudern dann mit unserer Nachbarin über die Fortschritte unserer Zeit in Beziehung auf falschen Schmuck. Sind wir anders geartet, so kommt es wohl auch vor, daß wir an Geld und Geldeswerth gar nicht denken. Wir sind ganz und gar künstlerisch gestimmt und betrachten die Juwelen nur vom ästhetischen Standpunkte aus. Sogar ein Ehemann ist dann unter Umständen im Stande, sich so weit zu vergessen, daß er seine Frau begeistert darauf hinweist, wie kleidsam ein Brillantenhalsband sein kann. In alten Zeiten war es dagegen weniger der Geldwerth und noch weniger der ästhetische Werth der Juwelen, der nach derartigem Besitze brachten ließ. Was man an den Edelsteinen zumeist schätzte, das war ihre magische Kraft. Es ist eins der wunderlichsten Kapitel in dem Buche von den Wunderlichkeiten der nrenschlichen Seele, das sich uns öffnet, wenn wir uns mit dem Aberglauben in Beziehung auf Edelsteine beschäftigen. Im Alterthum wie im Mittelalter beherrschte, der Glaube an geheime Kräfte, die in diesen Steinen wohnen sollen, nicht bloß die Menge, sondern häufig auch die Weisen. Im Orient ist er auch heute noch ziemlich weit verbreitet, während er sich in der christlichen Welt immer mehr verlor, was der aelebrte Tbeovbrastus Vombastus Paracelsus ad Hohenheim damit motivirte, daß der Himmel jetzt in trntx anderen Eigenschaft denn zu früherer Zeit", weshalb die Steine ihre Kraft verloren. Aber ganz ist der Glaube an solche Kräfte auch bei uns nie geschwunden und es gab sogar einige mystisch veranlaate Naturforscher, die sich mit der Untersuchung jener magischen Wirkung beschäftigten und einen geheimen Zusammenhang zwischen dem Nervenleben der Menschen und der Kristallisationsform und den sonstigen physikalischen Eigenschaften der Steine nachzuweisen suchten. Dabei mußten sie freilich von den Meinungen der Alten zuweilen sehr weit abweichen, da ja ein moderner Naturforscher doch nicht an böse Geister und dergleichen glauben kann. Sehr nützlich gegen böse Geister sollen .sich insbesondere Diamanten erwiesen haben, die übrigens in jener Zeit, da nach Theophrastus der Himmel noch eine andere Eigenschaft hatte offenbar sehr vielseitig waren. Sooar als Abwehrmittel gegen wilde Thiere und als Schutz gegen Vergiftung wurden sie gerühmt. Als Abwehr gegen Ansieckungsstofse galt der Rubin; kein besseres Mittel gegen den Schnupfen als so ein rother Stein! Der Topas schützte, gegen allerlei Begierden, der Ehalcedon machte sieghaft, der Granat fröhlich. Ein Achat an der linken Hand steigerte die Weisheit; beim Schlafen unter den Kopf gelegt, verhalf er zu angenehmen Träumen. Der Chrysopras stärkte das Herz, der Bergkristall löschte den Durst und bewahrte am Halse getragen vor Schwindel. Amethyst vertrieb die Trunkenheit, Smaragd bewahrte vor Krämpfen, epileptischen Zuständen u. dgl., Jaspis schärfte das Auge und stillte das Blut. Dem Saphir wurden insbesondere von den Buddhisten köstliche magische Kräfte zugeschrieben, Türkis und Jaspis, Sardonix und Diamant genießen im Orient auch jetzt noch großes Vertrauen als Mittel gegen gewisse Krankheiten, als Schutz gegen solche und insbesondere auch als twt Art Seelenstärker, Sie machen muthig, geben gute Gedanken. erhalten die Seele wach für die

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Der WIni . ol Cardul ist eine Medizin für alle Frauen. Er kaut die Kräfte einer Frau auf und macht sie für alles ihre Pflichten tüchtig. Wenn sie leidend ist, dann bringt er ihr beste Gesundheit. Wenn sie krank ist, dann kurirt er sie von folchen Leiden, wie unregelmäßiger MonatSNuß. nieder.

drückende Schmerzen nd alle weiblichen Schwächen. Sie brauchen aber nicht erst krank zu fein, um den WIni ol

Cardul zu gebrauchen. Tiefes

Mittel ist zu jeder Zeit zuträglich. Periodischer Gebrauch des WIne of Cardul thut den meisten Frauen noth, welche mit Gesellschaftspflichten belastet sind, und Frauen, welche junge Kinder zu pflegen haben, und ihre Arbeit selbst verrichten ums sen. Sie finden, daß dieses berühmte Stärkungsmittel ein wohlthuendes Gefühl erzeugt, wenn sie matt, nervös und er fchlafft sind. Mollen Sie emen versuch mit WIne of Cardul machen? Alle Apotheker verkaufen M.VV-Flaschen.

Wahrnehmung aller möglichen Gefahren und für die Vertheidigung gegen dieselben. Die Schönheit der Frauen. Ueber die wichtige Frage, warum die Frauen hübscher sind, als die Männer, hat ein englischer Arzt sehr eingehende Untersuchungen angestellt, über deren Ergebniß Folgendes mitgetheilt wird: Die Forschungen des britischen Doctors beziehen sich auf 1600 Frauen, die den verschiedenartigsten Nassen und Völkerschaften der ganzen Welt angehören; und er kommt zu dem Schluß, daß die Frau ihre Schönheit dem Umstände verdanke, daß sie sich geistig so wenig anzustrengen brauche. Die ernsthaften Studien, die zu strenge geistige Arbeit, überhaupt die angespannte Bethätigung des Geistes übten einen sehr verderblichen Einfluß auf die Schönheit aus. Der gelehrte Doctor weiß seine Ansicht auch durch ein Ge genbeispiel zu beweisen. In Englisch Indien gibt es einen Stamm, die Zaro. bei dem die Frau die Staatsgeschäfte besorgt, das Haus unterhält und dem Manne Liebeserklärungen macht, wahrend der Mann eigentlich nichts zu thun hat; er pflegt die Kinder und achtet auf den Kochtopf. Und die Folge davon foll sein, daß die Manner schön und die Frauen häßlich sind wie die Nacht. Aus England hört man schon feit Langem Klagen über die gesundheitlichen Schädigungen, die das Rauchen bei jungen Leuten, auch bei jungen Mädchen, anrichtet. Die Sucht hat schon ihre ganz ernste Seite gezeigt. Die Militärbehörden klagen nämlich immer wieder darüber, daß die jungen Rekruten durch das übermäßige Ciga rettenrauchen, das in England wegen der größeren Billigkeit gegenüber dem Cigarrenrauchen neben dem Pfeifenrauchen geübt wird, gesundheitlich vollkommen untergraben werden. Verschiedene Generäle, darunter Lord Roberts, haben schon öfter die Soldaten ermahnt,' von dem übermäßigen Rauchen abzulassen. Jetzt ist dem Unterbaus eine Gesetzesvorlage zur Bekämpfung dieser Uebel zugegangen. Es soll jun gen Leuten unter 16 Jahren das Rauchen bei einer Strafe bis zu 10 Shilling verböten werden. Das Verkaufen von Tabak an solche jugendliche Personen soll ebenfalls und zwar im ersten Fall mit 20, im Wiederholungsfall mit 40 Shilling und wenn eine dritte Verurtheilung erfolgt, mit Entziehung der Verkaufsconcession bestraft werden. Auf der Insel Man ist schon vor zwei Jahren ein solches Gesetz eingeführt worden und wahrscheinlich wird es auch in England durchgehen. Gries - Pudding. 1 Pint Milch läßt man. kochen, giebt zPfund Butter dazu, rührt 4 Pfund Gries hinein, läßt eS auskochen und erkalten, giebt löffelweise Pfund Zucker nebst 6 Eigelb hinein, das Weiße zu Schnee, den Saft und eine abgeriebene halbe Citrone dazu, dann wird die Masse untereinander gemengt, eingefüllt und 1 Stunde gekocht. Man giebt Weinsauce dazu oder irgend einen Frucht"B e'd e n k l i ch. Hat man denn bei der Aufführung Deines Schwankes gelacht?" Im Allgemeinen nicht, nur. als ich am Schlüsse einem Ruf nach dem Verfasser Folge leistete." Unterschied: Besucher: Wie, dieses dickleibige Lexikon nennt sich Taschenformat? DaS ist doch mehr als unverfroren!" Commercienrath: Wie haißt unverfroren! Es ist eben ä Format für Taschen, wie se hat unseremsl" Von der Schmiere. Neu hinzugekommenerSchauspieler: Spielen wir hier" gegen Gage oder auf Thnlung?" Alter: Sind S' froh, wenn S' einen Vorschuß kriegen!"

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natürliche Frauen.Stärkungs Vngltslye Nrtlielle r die Hcljc reien der Times. Vielleicht trägt es dazu bei, d:: deutschfeindlichen Hzhereien der Times auf ihren wahren Werth zurückzuführen. wenn man sich die Thatsache gegenwärtig hält, daß dor politisch anständigere Theil des. englischen Publikums dieses Treiben mißbilligt. So schreibt im Hinblick auf die fortgcsetzten Verdächtigungen der deutschen Politik in China, die das Blatt zu seiner Aufgabe gemacht zu haben scheint, der North China Herald, eine Zeitung, die im allgemeinen -die Auffassungen der englischen Kolonien in Ostasien vertritt und der man wahrlich keine deutschfreundlichen Tendenzen nachsagen kann.' unter anderm folgendes: Wenn auch die Times unter ihrer gegenwärtigen Leitung aufgehört hat. der Spiegel der öffentlichen Meinung zu sein, wie sie es in den Tagen Delanes war, so 'hat sie doch immer noch einen bedeutenden Einfluß, und zwar besonders außerhalb Englands. ES ist deshalb bedauerlich zu sehen, daß sie ihre Spalten einem derartigen grundlosen Angriffe auf Deutschland öffnet" .Und weiter: Dieses besiändige Herumhacken auf Deutschland ist ebenso würdelos, wie es gefährlich ist. Es ist dazu angethan, gerade die Lage der Dinge herbeizuführen, deren AbWendung die Times anstrebt. Rußland ist unzweifelhaft und ganz natürlicher Weise darauf bedacht gewesen, alles zu thun, was in seinerMacht stand, um Deutschland zu gewinnen. Wenn also die Haltung der Times" und des Spectator" überhaupt eine Wirkung hat, so kann es höchstens die sein, Deutschland in Rußlands, offene Arme zu treiben, mit andern Worten. Deutschland zu veranlassen, thatsächlich das zu thun, dessen man es jetzt ungerechterweise anklagt." Würdelos" ist die richtige Bezeichnung für das Gebahren der Times. Das in Kode in Japan von Roben Doung herausgegebene Kobe Chr? nicle äußert sich zu der Behauptung der Times, daß ein geheimes Abkommen zwischen Petersburg und Berlin deutschen Schiffen ermöglicht habe, Frachten nach Japan zu übernehmen, welche die 'britischen Dampfer aus Furchtvor Beschlagnahme sich weigerten zu verladen. Das Kobe Chronicle schreibt: Es ist wirklich unglaublich, daß ein Blatt wie die Times so völlig des Gefühls der Verantwortlichkeit entbehrt, daß es Verdächtigungen ausspricht, die es nicht beweisen kann. In einer andern Nummer sagt das Blatt: Wenn die Londoner Times 'freie Bahn hat, werden Großbritannien und Deutschland bald im Krieg miteinander sein. Seit Monaten hat das Blatt, welches einmal als Vertreterin der Ansichten des englischen Mittelstandes galt, alles was es nur konnte, gethan, um gegen Deutschland eine nationale. Mißstimmung ' zu erwecken, und das durch Mittes. die selbst von Blättern wie die Saturday Review verdammt werden, die trotz ihres Anspruchs imperialistisch zu sein, etwas mehr Verstand in ihrer patriotischen Parteilichkeit' verwendet. Die Times sieht den Pferdefuß in allem, was Deutschland während des jetzigen Krieges gethan oder nicht gethan, hat, und hat das offenbare Ziel, zu beweisen, daß Deutschland immer mit Rußland gegen Japan als Verbündete. Englands intriguirt. Der vorurtheilslose Zuschauer möchte annehmen, daß die deutsche Regierung seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten das peinlichste Bestreben gezeigt hat. nichts zu thun, was Japan den geringsten Grund zu Klagen gegen die deutsche Haltung geben könnte. Die Unwahrscheinlichkeit solcher Berichte verhindert das Blatt, das so übermäßig Pigotts Fälschungen gegen Parnell aufbauschte und eine ganze Literatur darauf aufbaute, nicht daran, jedes Gerücht, so unwahrscheinlich es auch sein mag, zu verbreiten, wenn es nur die Beziehungen zwischen Deutschland und England verschlechtern kann. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho's Longfellory".

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Groszmüttcrchcu. Dafür, daß die Mutter einer jungen Ehefrau oder eines Ehegatten zu weilen unter dem Odium der "Schwiegermutter" zu leiden hat, wird sie in einer mit Kinder gesegneten Ehe doppelt entschädigt durch die Liebe, welche von Seiten der Kinder dem GroßMütterchen" entgegengebracht wird. Hier tritt das böse Wort Schwiegermutter sofort in den Hintergrund. Unsere Kleinen kennen nur Großmütterchen, das sie am liebsten ganz sür sich haben möchten. Mama kann unbesorgt ihren Geschäften, Pflichten, ihren Vergnügungen nachgehen oder auch verreifen; Kinder und Haus sind gut versorgt, unter zuverlässiger Aufsicht. Die Großmutter ist em Schatz für die Kinder und ein Segen für die Mutter, die enorme Vortheile und ungezählte Annehmlichkeiten durch die ständige Anwesenheit der alten Frau hat. Wi: schwer geht manche junge Mutter von ihrem Kleinsten sort, um ihren gesellfchaftlichen Verpflichtungen nachzukommen! Wie unruhig und besorgt ist sie um ihr Liebstes, das sie unzuverlässigen Dienstboten überlassen mußte! Ist Großmutter im Hause, fallen solch' beunruhigende Gedanken und Skrupeln weg. Bei Großmütterchen können unsere Kinder spielen, schalten und walten, ganz nach Wunsch und Willen. Großmutter stört nichts, sie geht auf alles ein,' hat für die hundert Gedanken und kleinen Wünsche ein feines Verständmß und ein offenes Ohr. Das merken die Kinder. Papa und Mama sind streng, verbieten vieles, lassen so manVMtrr&rtflsNar STOirV rttAt nßt 113 tllUt VUVUlJltl UUV lU(l i)w folgt, so setzt es Schelte oder Strafe. Bei Großmuttchen gibt's höchstens ein leichtes Drohen, oder einen sanften Verweis, die leichter hinzunehmen sind. Großmutter liebt ihre Enkel so sehr, sie füllen ihren Lebensabend aus, sie liebt sie viel mehr, als die eignen Kinder. Damals bei den eigenen hatte sie ja keine Zeit, sich ihnen so zu widmen, wie sie es jetzt in ihren einsamen Lebenstagen den Enkeln gegenüber thun kann. Da muß die alte Frau nachholen, was sie versäumt hat, sie will die Freude und das Glück auskosten. Gegen das Lärmen und Toben ist sie blind und taub, , die kleinen Unarten der Enkel mildert, beschönigt und entschuldigt sie; sie hat immer Nachsicht, selten Tadel. In ihrer Angst um die Kleinen nimmt sie oft skrupellos deren Vergehen auf sich, um die geliebten Kinder vor Strafe zu bewahren. Diese Liebelst aber falsch; sie verwohnt und verweichlicht unsere Kinder, und alle verständigen Eltern werden sie energisch bekämpfen. Denn mit Liebe und Güte allein erreicht man in der Erziehung nichts. ' Im Gegentheil, aus solchen Kindern werden meist unausstehliche, anmaßende, herrschsüchtige Menschen. Jede kluge Mutter wird ihr Kind, für dessen spätere Entwickelung sie verantwortlich ist, mit Liebe, aber auch mit Strenge erziehen. Kinder, die von Klein auf in Selbstverleugnung, demgemäß auch in Selbstzucht geübt sind, werden tüchtige Menschen, die einen festen Halt in sich tragen. Darum, Du junge Mutter, erkenne froh und dankbar Großmutters 'Liebe und Hülfe an; scheue Dich aber nicht, ihrer weichlichen Erziehung, ihrem Bemänteln und Entschuldigen ernst entgegen zu treten. Ueberlaß Großmutter Deine Kinder nicht vollständig ausMangel an Zeit oder aus Bequemlichkeit! Sei wachsam und immer auf Deinem Posten, denn Deine Pflicht ist es, das junge Bäumchen zu einem starken, geraden Baume zu ziehen, dem Sturm und Wetter später nichts anhaden können. P r o t e st. Wirth (zu seiner jungen Frau, die mit den Gästen kokettirt): Jetzt hart's aber aus oder glaubst Du vielleicht, ich hätte Dich zu: Hebung des Fremdenverkehrs gebira thet?"