Indiana Tribüne, Volume 28, Number 87, Indianapolis, Marion County, 2 December 1904 — Page 6

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..Warum nicht Ihr Heim.. anziehend machen, durch den Gebrauch eines

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Europäische Nachrichten.

S rsßLstyrtgen. Straß bürg. Einer der namhaftesten reichsländischen Journal!sten, Egbert Vogel v. Falkenstein, ein Sohn des bekannten preubischen Generals, ist hier im Alter von 68 Iahren gestorben. Deutsch -Avr:court. E:n schweres Unglück traf den hiesigen 29 Jahre alten Zollamtsdiener Valentin Foußenecker. Als er um 2 Uhr aufwachte, glaubte er, es wäre schon Zeit. Um sich zu überzeugen, begab er sich in schlaftrunkenem Zustande an's Fenster. Hierbei verlor er das Gleichgewicht und stürzte vom , 2. Stockwerk hinunter. Hier blieb er mit gebrochenem Rückgrat liegen. F o r i e ! b a ch bei Mailirch. VZeber Osfland forderte in betrunkenem Zustande seine Frau auf, ihn zu erstechen. Als die Frau diesem Ersuchen nicht nachkam, erstach sich Osfland vor ihren Augen. i Heimsbrünn (Mülhausen.) Landesausschußmitglied Bürgermeister Ruft wurde bei einem Zusammenstoß mit Wilderern schwer verletzt. j Metz. Der hier wohnhafte Arbeiter Simon stellte sich der hiesigen Staatsanwaltschaft mit der Angabe, sein zweijähriges Kind ohne seinen Willen erschlagen zu haben. Als er nach Hause kam, gerieth er mit seiner ,ru ixt tmtn zmnrtrnemtcK ynet toontc ,ni em Schöpflöffel nach seiner ??rau schlagen, traf aber m der Dunkelheit das zweijährige Kind, das die Frau bei sich hatte, und das der Vater nicht sah, so schwer am Hinter köpfe, daß das Kind gestorben ist. Slmon wuroe einuwetten aus freiem Fuße belassen. Merzwelle r. Auf Niai-Kulm wurde der hiesige Geistliche Josef Nit-' ter vom Blitz erschlagen. Er hatte sich in die Schutzhutte auf der Hohe begeV T4i sl tm f"f Wm W neben befindlichen Blitzableiter auf die Hütte übergesprungen sein. Diese selbst zeigte nicht die. geringste Spur einer Beschädigung. Zwei Herren, die sich ebenfalls m dem kleinen Raum befanden, kamen Mit dem Schrecken davon. Der Getödtete hatte Verletzungen aus der rechten Genchtshalfte und unten am rechten Bein. Winkel. Der 76lährige Einwobner Hoenner wurde von seinem Sohne im Streue erstochen. Hierauf brachte der Sohn seiner Mutter mittels eines Knüppels Verletzungen bei. eieckkenburg. Schwerin. In Schwerin ist im Alter von 90 Jahren der frühere Geh. Oberschulrath Dr. Lorenz gestorben, der lange Zeit das mecklenburgische Volksschulwesen geleitet hat. Gadebusch. Der Klempnermeister Levermann feierte sein 50jähriges Meisterjubiläum. G ü st r o w. Sein öMayriges Burgerjubiläum feierte der Rentner Karl Rebenstorf. Klük. Die Lehrerin Aoigt, die zwei Jahre an der hiesigen Ortsschule Wirkte, hat ihre Stelle aufgegeben. An ihre Stelle ist Fräulein Leonie Heyden getreten. . Krakow. Der Glasermeister Karl Steinfurth feierte sein övjähriges Bürgerjubiläum. Neuorandenourg. uson einem jähen Tode ereilt wurde der Erste Bürgermeister, Geh. Hofrath Brückn. 5n einer im Ratbbause abaebaltenen Sitzung des Armenrathes erlitt Herr m v rullner einen Hercylag. R e h n a. Sein Löjähriges Amtsjubiläum feierte der Stadtsekretär Schipmann. Hrdenöurg. Oldenburg. Der Großherzog bat den Geheimen Oekonomierath Petersen in Eutm aus sein Ansuchen m den Ruhestand versetzt und den Oekonomierath Ruhstrat in Güldestein zum landwirtschaftlich - technischen Beam ten derGüter-Administration in Eutin ernannt. Altjührden. Ein Raub der Flammen wurde das dem Landmann (mifcr-. cv.j.t? ... nf,t:.':k.5..vk.lk ZMlUjZllll UIUU iUJuytVtlU.Wv aehoriae, von ihm selbst bewohnte Haus. Außer dem Mobiliar sind auch zwei Ziegen in den Flammen umgekommen. Cloppenburg. Der Forstausseher Ernst Burmeister zu VorderstenThule ist mit der Wahrnehmung des Forst- und Jagdschutzes innerhalb des Forstdistrikts Cloppenburg beauftragt und eidlich verpflichtet worden. H o o k s i 1 1. Der Grenzaufseher Gerdes ist in gleicher Eigenschaft nach Friederikenstel, der Grenzaufseher Janßen als Steueraufseher nach Del menhorst versetzt worden. R o d e n k i r ch e n. Verkauft wurde die z' Strohausen belegene Besitzung desSchlachtermeisters H. Töllner zu Ellwürden an Fräulein Mathilde Eymers zu Strohausen. Der Kaufpreis beträgt 15,500 Mark. ' Atrückhausen. Hier e:hang!e sich der Arbeiter Johann Wragge, der bei den hiesigen Torfstreufabriken G. Mekners besckaftlat war. l ' , Unbegreiflich. Student (zu seinem Schuster): Wegen der .hn Mark, die ich Ihnen schulde, machen Sie mir so einen Lärm?... Und gerade Sie wurden mir als guter Schuster empfohlen!

Die Cttmargttö.

Eine vegetationslose Wüste im üj den Europas. Prärieleb, in der Vrovenee Die Tm ftangS" und CowboyS" LüdsrankreichZ. LtierkSmpfe nd Hirtenfeste 2ie Ztt xalfGint beschwerliche Tchwlmmpartie. In dem von der Natur so verschwenberisch bedachten südlichen Frankreich gibt es eine weite Landstrecle, die mit vollem Recht als eine Wüste bezeichnet werden kann. Es ist. dies die zur Provence gehörige Insel Eama:gue, die zwischen den beiden, getrennt dem Meere zuströmenden Armen des Rhoneflusscs gelegen ist. Sie hat eine Langenausdehnung van 26 Meilen und einen Flächeninhalt von ungefähr 304 Quadratmeilcn. Durch die Anschwemmungen des mächtigen Stromes cntstanden, zeigt sie alle charakteristischen Merkmale eines reinen Alluvialöodens. Auf der ganzen großen Insel, die. sich nirgends über eine Höhe von 11 Mb erhebt, findet sich nicht ein einziges Steinchen, endlose Grasflächen, nur unterbrochen durch Streifen röthlichen Sandes oder durch größere oder kleinere Lachen salzigen Wassers, geben der Landschaft einen eintönigen, melancholischen Charakter. Daö einzige brauchbare Beförderungsmittel auf der Camargue ist das Reitpferd. Die einheimischen Pferde sind kleine, ungemein widerstandsfähige und ausdauernde Geschöpfe, die in ihrem Körperbau, wie in ihren sonstigen Eigenschaften an die Mustangs der texanischen Prärien erinnern.' Sie sind von unglaublicher Ausdauer, können Durst, Hitze und Moskitofliche heroisch ertragen und legen in den Scharmützeln, die sie unaufhörlich mit den wilden Stieren zu bestehen haben, bewunderungswürdigen ' Muth und sehr schätzenswerthe Gewandtheit an de.i Tag. .Die wilden Stiere, deren Zahl auf etwa 3000 geschätzt wird, sind nicht nur die wichtigste Erwerbsquelle, sondern auch der Stolz der spärlichen Bevölkerung der Camargue. Sie erreichen nur eine verhaltnißmaßig gennge Groß:. aber was ihnen an Mächtigkeit Formen acgeht, ersetzen sie rc durch ein äußerst leidenschaftt.. Temperament und durch eme recht ger" m . 'in 1 r f sayruHe Bewaffnung nm slarien, schon geschwungenen und mörderisch spitzen Hörnern. Die Pferde und Stiere sind durch ein mit glühenden Eisen in den Senkel gebranntes Zeichen für ihren Eigenthümer kenntlich gemacht und es ist bezeichnend für den Charakter des Camarguolen, daß die Vornahme dieser zwar nothigen, aber grausamen Prozedur, die Ferrade, wie das Brennen im Volksmunde genannt wird, für die Hirten ein Fest bedeutet, zu welchem von Nah und Fern alles herbeiströmt. Ebenso sind die überaus häufigen Stierkämpfe in der Camargue stets eines dankbaren Publikums sicher. Das Instrument, dessen sich die Hirten zur Bändigung wie zur Abwehr der Snere bedienen, ist em an emer langen Stange befestigter Dreizack, von dem sie ebenso gewandt als energisch Gebrauch zu machen wissen. Ihrer wenige sind im Stande, eme aus zalreichen Kopsen bestehende Heerde im Schach zu halten, und es geschieht verbaltnißmäkia selten, daß einer von ihnen das Opfer seines Berufes wird. In den Sommermonaten ist die Hitze in der Camargue geradezu unerträglich. und die unbarmherzige Sonne laßt den im Frühling ziemlich üppig aufschie ßenden Graswuchs bald so vollständig verdorren, daß zwar die genügsameren Schafe eine kümmerliche Nahrung finhert rrfir Vn (XrfiTP CSirnnrS ftTfiTt v. VtW fr t W V V jy V V 4V4V VH müßten, wenn man ihnen nicht andere Weidegelegenheit verschaffte. Zu diefem Zweck werden si$ alljährlich in der heißen, völlig regenlosen Zeit über den Fluß getrieben. Dies ist eine der schwierigsten Auf gaben für die Hirten, denn ihre Schutzbefohlenen sind nur durch die Anwendüng brutaler Gewalt zu der bei der Breite des Stromes allerdings recht beschweriichen Schwimmpartie zu bewe gen. In großen Heerden werden die Rinder an einer besonders tiefen Stelle, wo sie sofort den Boden unter den Fützen verlieren munen, an den Fluß aetrieben, und die hintersten werden so lange mit dem Dreizack gespornt, blö die vorderen dn ungestümen Andrängen nicht mehr widerstehen können und in's Wasser fallen. Der Trieb der .Selbsterhaltung zwingt sie alsdann. dem jenseitigen Ufer zuzuschwimmen, und ist erst einmal der Leitstier in; Strome, so folgen die anderen freiwlllig nach. Auf demselben Wege erfolg' im Herbste die Rückkehr. . Allerdings sind dann in der Zwischenzeit die Heer den oft durch Krankheiten und allerlr Unfälle stark gelichtet worden.. Großherzige Stiftung. Der Direktor Fussing in Kopenhagen. Dänemark, welcher auf der durch Tycho Brahe berühmt gewordenen dänischen Insel Hveen große Ziegeleien besitzt, schenkte eine bedeutende Summe zur Restaurirung der Sternwarten Tycho Brahes. Die Arbeiten wurden sofort begonnen. Wert o r e P r x n 3 t p a 1 1 n ihrer Schule entladen worden war. strikten 200 Schulkinder in Chicago. Zur Sinnesänderung ihrer Sprößlinge bedienten sich die Mütter mit Erfolg ihrer Pantoffeln.

Von der Furie des Krieges.

Zwei japanische Eifenbavnzüge und ihre Passaglere-Beryflegung. Auf der Station Namasu an der japanischen Eisenbahnstrecke KiotoTokio hielten unlängst zwei lange Züge, der eine voll von Truppen, die nach Westen auf den Kriegsschauplatz gesandt wurden, der andere ebenso dicht besetzt mit Verwundeten, die nach Osten, nach Tokio, weiter fahren sollten. Die Soldaten aus beiden Zügen sahen sich unverwandt an, aber obwohl die Züge dicht nebeneinander hielten und die Fenster der Wag?n geöffnet waren, wurde kein Wort, kein Zeichen gewcchseit, vielleicht weil auf dem Bahnsteig hohe Offiziere und Beamte auf und ab gingen, vielleicht aber auch, weil die Infassen beider Zuge von Gedanken erfüllt waren, die sie nicht gern laut werden ließen. Die Verwundeten mit verbundenen Köpfen, Armen und Beinen hatten ihre erste Pflege bereits in der Nähe des Schlachtfeldes erhalten, gingen aber noch einer weitern langen BeHandlung entgegen. Sie mcchten be:m Anblick der ausrückenden Truppen der Zeit gedenken, da sie selbst gesund und kampfesfroh auszogen und ihre Blicke schienen stumme Fragen: Wie lange wird eö dauern, bis auch Ihr Euch mit zerschossenen Gliedern heimwärts schleppt oder Euch da draußen zum langen Schlafe streckt?" Und auch die Ausziehenden werd:n in diesem Augenblick weniger an Sieg und Lorbeer gedacht haben als an das Elend des Krieges, dieser furchtbaren Wetterwolke, die über die Volker dahin zieht und ohne Wahl den Strahl hernieder sendet, sie werden empfunden haben, daß alle Sie gessanfaren den Jammer Taufender von Müttern, Frauen und Bräuten nicht übertönen können. Der Zug mit den frischen Truppen dampfte davon, und die Aufmerksamkeit des Publilums wandte sich nun ausschließlich den Verwundeten zu. Damen kamen an die verschiedenen Wagen heran, um Thee zu reichen, Lieferanten erschienen, die kalte Mahlzeiten m Holzkasten, Ventos, vertheilten: Die Offiziere arüßten militärisch in alle Fenster hinein, und die Verwundeten erwiderten den Gruß, so gut sie konnten. Nach einem halbstündigen Aufenthalt setzte sich auch dieser Zug m Bewegung, um nach langsamer Fahrt spät Abends die Hauptstadt Tokio zu erreichen. Onkel SamS Heer. Der Jahresbericht des Generals 5? C. Ainsworth. des Militärlekretärs der Bundesarmee, welche Stsllung durch den Kongreß in seiner letzten Session geschaffen wurde, beziffert die lsejammtstarke der Äer. Staaten-Ar-mee am Schlüsse des veraanaenen ??iskalmhres aus 3871 Ossiziere und 63,94ü Mann. Ter Verlust an Ottiue ren durch Ableben. Entlassuna. Pennonnung uno aus anderen Ursacyen betrug im Laufe des Fiskaliabres 155 der Mannschafts-Vestand verlor durch Ableben 456 Mann. Von den 27.380 Rekruten, die wahrend des verflossene! Fiskaahres eingestellt wurden, waren -mz aus dem Auslande aedürtla. Be den im Laufe des Jahres abgehaltenen Miliz-Jnspektionen waren 6366 'OHiziere und 83,102 Mann zugegen. Die durchschnittlichen Unterhaltunaskost: der Kadetten in West Point waren 64.3 Cents pro Taa. aeaen 53.9 Cents im vorausgegangenen Fiskaljahre. Diese Kostenzunahme kam theils auf Rech nung der ungewöhnlich hohen Lebens mittelpreise, theils auf die Führung emes Ertra-Tisches wahrend der Vor verettungözeit für die- athletischen spiele. Wie Abnahme von Malaria Fällen unter den Kadetten ist der fyste man eben Nelamvfuna der Moskito Plage zuzuschreiben. Seltene Ehruna eines deutschen Gelehrten. Der Professor für Civilrecht und Proceß- ! .recht, Dr. Karl Crome von der Universitat Bonn. Rheinprovinz, ist von der französischen Regierung zum Offizier der französischen Ehrenlegion ernannt worden. Diese seltene Auszeichnung erfolgte in Anerkennung der Verdienste dieses Gelehrten um das franzosische Recht, sowie um die Verbreitung französischer Recht5ideen in Deutschland, besonders m dessen neueitem bürgerlichen Recht. Das größte Hotel der Welt soll in Chicago. Jll., mit einem Kostenaufwand von $10.0()0.000 durch em Syndikat erbaut werden. Es soll 22 Stockwerke hoch und das höchste Gebäude in Chicago werden, mit Ausnähme des Frennaurertempels. ' Die Struktur soll aus Stahl bestehen. Das Grundstück, auf welchem dasselbe erstehen soll, ist 400 Fuß lang und 171 Fuß tief und an Michigan Avenue, südlich vom Auditorium, gelegen. Die Errichtung eines M u.s e u m.s für Naturkunde in Lima, Peru, ist von Seiten der peruanischen Regierung beschlossen worden. Das Museum wird in drei Abtheilungen das Thier- und Pflanzenleben, sowie Mineralien vorfühxen. Der Gummierport aus dem Gebiete des AmazonenstromeZ. Südamerika, bezifferte sich für die Saison von 1903 auf 1904 auf 67,314.116 Pfund. Die Pferde langsam anzüspannen und dann schnell zu fahren, ist eine bezeichnende Eigenthümlichkeit der Russen.

Frack und Cylinder.

Allerlei geschichtliche Reminiscenzen über ihre Entstehung. Tyrann! Mode Unentbehrliche Toilette, stücke der Männerwelt TaS Urbild deö FrackS Goethe als Modeheld Stratzenkeh, rer in BaUtoilette. Ohne Zweifel hegt die Mehrzahl derer, die stch des Fracks und des Cylinders bedienen müssen, gegen sie einen geheimen Haß, dessen Gründe weniger auf die Unkleidsamkeit beider, als aus den Umstand zurückzuführen sind, daß sie keineswegs bequem zu tragen und außerdem dem häufigen Wechsel der Mode unterworfen sind. Die Gegner der glänzenden Röhre und der Jacke mit Schwalbenschwänzen kann aber vielleicht der Umstand zu größerer Milde stimmen, daß beide keineswegs als Ausaeburten der Phantasie eines tollgewordenen Bekleidungskünstlers fertig in die Welt gesprungen stnd, sondern ihre Geschichte mit regelrechter Entwickluna und Anpassuna haben. Das Urbild des Fracks entstand fast gleichzeitig im Laufe des 18. Jahrhun derts bei Militär und Civil, für dessen Staats-, und Paradekleider die milita rischen Moden damals weit mehr maßgebend waren als heute. Wer viel zu Pferde saß, fand es recht zweckmäßig, den weiten Schooßrock, der beim Reiten die Beweguna der Beine hemmte, da durch bequemer zu machen, daß er die langen Schoße nach aunen umklappte und festhakte oder mit Knopf oder Naht befestigte. In Deutschland übernahm man den auf diese Weise entstandenen Mllltarfrack in die Herrenmode des Civils bald nach dem Siebenjährigen Kriege. Man schlug den Schooß aber nicht um. sondern schnitt das überflüsstge Stucc Tuch einfach ab. Seinen Namen verdankt das vielgeschmähte Kleidungsstück den Engländern. Dort trug man ungefähr um dieselbe Zeit einen enganliegenden, . verhalwißmaßig kurzschomgen Rock, den Frock" mit abgekappten oder ausgeschmttenen Schooßtheüen. der namentlich beim Reiten benutzt wurde, und dessen Namen man auch anderwärts auf das neue Kleidungsstück übertrug. In Deutschland hat zur allgemeinen Einführung des Fracks kein Geringerer wesentlich beigetragen, als Goethe, der im blauen Frack mit blanken Messings knöpfen am Hofe Ernst Augusts erschien. ' Weit älter ist die Geschichte des Cylinderhuts. und seltsamer Weise gab das Konstanzer Konzil (141418) den Anlaß zu feiner Einführung. Zu dieser Kirchenvcrsammlung erschienen nämlich die hohen Würdenträger der griechischen und russischen Kirche in cylinderförmig gestalteten, oben und unten gleich breiten, dunklen und steifen Kopfbedeckungen, welche die Popen viel fach noch heute tragen und die ihnen im Verein mit den lang herabwallenden Gewandern ein impomrendes, ehrwur diges Ausfehen geben. Die sonderbare Hutform gefiel allgemein. Man gab ihr, um bequemer grüßen zu können, einen Rand zum Anfassen und der Cy linder war wenigstens der Form nach in feinen wesentlichen Theilen fertig. Mit schmalem Rande und von mäßiger Hohe, aus Seide mit steifer Unter läge gefertigt, wurde er namentlich in Spanien schnell beliebt. Selbst Philipp II. bediente sich seiner zum taa lichen Gebrauche. Auch in den Niederlanden trug ihn bald hoch und niedrig und er wurde schnell ein unentbehrlicher Theil des bauerlichen Sonntagsstaats Vielfach fand er jedoch auch hartnäckige Gegnerschaft. Der Landgraf von Hes-sen-Kassel staffirte, um den Kasselanern ein abschreckendes Beispiel zu geben, die Straßenkehrer seiner Residenz mit Cylinder und Frack aus. Noch verpönter aber war der Cylinder bei Kaiser Paul I. von Rußland, der zwischen EinheiMischen und Fremden, die mit ihm be troffen wurden, nur den einen Unterschied machte, daß er die letzteren über die Grenze, die ersteren aber nach Sibr rien spediren ließ. Trotzdem wurde, aber der CylinderHut bald fast überall hoffähig, und auch die Straße eroberte er sich, weil er rm Vergleich mit dem anspruchsvollen. agraffen- und federgeschmuckten Drei stützer den Vorzug der Einfachheit und sogar einer gewissen Bequemlichkeit hatte. Nur über das Material konnte man sich ewige Zeit lang noch nicht einigen, bis sich die gesellschaftliche Sitte für den bei feierlichen Gelegenheiten zu tragenden Hut mit Seidenvelag end schied, während der hellgraue Cylinder die Kopfbedeckung der Sportsmen wurde und der Halbcylinder aus rauh haarigem Filz zur großen Schaar der gewohnlichen Straßenhute heraosheg. Die Edelsten der Nation. Ein Mitarbeiter des Pesti Hirlap" hat die Daten darüber zusammengestellt, wieviel Personen seit der WiederHerstellung der ungarischen Verfassung, also seit 37 abren. den unaarischen Adel erhalten haben. Er kommt zu dem Ergebniß, daß unter den Vorgängern des gegenwärtigen MinisterPräsidenten 658 Personen aeadelt wur den, und zwar unter dem Ministerpräsidmm des Grasen Julms Andrassy 17, unter Lonyay 8, unter Szlavy 5, unter Bitto 3, unter Wenckheim 2, unter Kolomon Tisxa 290. unter Sapary 55, unter Welerle 40, unter Banffy 152, unter Szell 56 und unter Khuen-Hedervary, der nur kurze Zeit im Amte war, . kem emziger.

Chinas Liaiscrin-Wittivr.

Wie sich , die Serrfchcrin bet einem Empfang suslandlscicr Tamen ttlgte. Eine Diplomatenfrau, Lady Susan Townley, die seiner Zeit mit anderen ausländischen Damen die Ehre genoß, der Kaiserin-Wittwe von China vorgestellt -zu werden, schreibt über diese merkwürdige alte Frau in ihrem neulich veröffentlichten Tagebuche unter Anderem Folgendes: Vor der Kaiserm-Wittwe stand em hoher, mit gelber Seide bedeckter Tisch, auf dem zweiVasen mit Chrysanthemen gestellt waren; zwischen den Vasen stand ein Glaskasten, m welchem em geschnitzter Korallenszepter von feinster Arbeit lag. Erst als die KaiserinWittwe diesen Kasten entfernt hatte. um den ihr vorgestellten Damen die Hände zu schütteln, kam ich dazu, die Kaiserin-Wittwe näher anzusehen. Sie saß auf einer Art türkischem Diwan, der mit Ornamenten aus Seide von schöner eigelber Farbe beseht war. Da sie nicht sehr groß ist, reichten ihre Füße, i' ( im ir r n Die, weil ne eine canocyusrau t, mcyl verkrüppelt sind, kaum auf den Boden, und nur der Kopf und ihre Schultern wurden über dem vor ihr stehenden Tisch erkenntlich.' Sie trug ein chinestsches Kleid, das lose von den Schultern herabhing: der Stoff war von blauer, durchscheinender Seide und mit Rebenblattern und Trauben m. vornehmster chinesischer Arbeit bestickt. Um den Hals trug sie em 1.3 Zoll breites Band von blaßblauer Seide, das mit glänzenden, durchlochten und aufgenähten Perlen besetzt war. Ihr Kopfschmuck war nach 'Mandschuart: das Haar vorne gescheitelt und glatt über die Ohren gestrichen und hinten zusammengefaßt und m einer breiten und hohen Anordnung über eine Art PaPiermesser aus dunkelgrüner Jade vertheilt, das wie ein elsasuscher Kamm kreuzweise auf dem Scheitel aufgesteckt war. Die Enden dieses Papiermessers waren mit dicken Bündeln künstlicher Blumen und Schmetterlinaen aeschmückt und mit Quasten aus hochrother Seide behängen. Die KaiserinWittwe war nach ihrer Angabe damals 66 Jahre alt, aber mit ihrem glänzend schwarz gefärbten und meist kunstlichem Haar sah sie weit zunger aus. Ihre Hände sind lang, Mit spitzig auslausenden Fingern, und wie bej den meisten chinesischen Frauen wohlgesormt, leider aber durch die Landessitte, die Nägel auswachsen zu lassen, entstellt. Die Nägel des Daumens und des kleinen Fingers an der rechten Hand sahen aus wie em Fmqerhut und fcenunaten sich bis zu einer Länge von 2.7 bis 3.9 Zoll. Russische Journalistcnschule. Auf Betreiben des Universitätsprofessors L. Wladimirow soll in Moskau. Rußland, eine Journalistenschule eröffnet werden. Das Programm dieser Kurse umsaßt unter Anderem Qiqxl, Geschichte der russischen Literatur, Geschichte des Zeitungswesens, Kunstgeschichte, Stenographie, allgemeine Literaturgeschichte, sowie zahlreiche juristische Fächer. Das gelehrte Komite des Unterrichtsministeriums hat den Lehrplan der Moskauer Kurse kürzlich geprust und ' umgearbeitet und dem Professor Wladimirow dann die Genehmigung zur Eröffnung der Kurse ertheilt. Das vollständige Programm der Kurse sieht em dreisemestriges Studmm vor, icdes Semester dauert vier Monate. Die Hörer werden bei ihren praktischen Beschäftigungen sich im Abfassen von politischen Leitartikeln, Berichten über Versammlungen, G.erichtsVerhandlungen und Bücherrezensionen. sowie im Korrekturlesen zu üben haben. Sie werden zum Schluß eme Prüfung zu bestehen haben, und zwar, soll diese von Professoren aus der zuristischen Fakultät der Universität Moskau abgehalten werden. Eine geradezu einziaartiaeStelluna unter den Städten, die elektrische Beleuchtung besitzen, nimmt das kleine Monbeim im Kreise Solingen ein. Das Städtchen hat nur 2000 Einwohner, aber es brennen dort 1500 Glühlampen, so daß fast auf jeden Kopf der Bevölkerung eine Glühlampe entfällt. Von den etwa 250 Häusern Monbeims sind 150 an das Stromvertheilungsnetz angeschlosien; auch die städtische Straßenbeleuchtung ist durchwea elektrisch. Die meisten Handwerker, Bäcker und Metzger veounen. sich zum Betriebe ihrer Maschinen der Elektromotore, das Gleiche l t bei sechs Landwirtbcn der Fall, die mit Elektrizität dreschen. demnächst sollen auf den weltgedehnten Ackerflächen Monheims auch Versuche mit elektrisch betriebenen Pflüaen angestellt werden. Die 3 a b I d c r S6ülfr. welche im Jahre 1903 in den öffentlicöen Scbulen in den Aer. Staaten Unterricht genossen, bezifferte sich auf 16,009,361 oder auf etwa 20 Prozent der. Gesammtbevölkerung. Die Gesammtkosten -des öffentlichen Schulsystemö stellten sich auf 251.457.625 oder L16.000.000 mebr als im Norjähr und betrugen 3.15 per Kopf der Gesammtbevölkerung oder $22.75 pro Zögling. . Der russische Thronfolger steht im Range höher als der jetzt 22 Jahre alte deutsche KrönPrinz. Letzterer ist im. deutschen Heere Hauptmann, während der am 12. August 1904 geborene Zäsarewitsch schon bei seinem Eintritt in die Welt zum Obersten ernannt ward.