Indiana Tribüne, Volume 28, Number 86, Indianapolis, Marion County, 1 December 1904 — Page 5
s
Jndiana Tribüne, 1; Dezember lsmy. r 5
ml
000 o o preise geliefert von A. B. MEYER & 00. Pennsylvania Anthracits. ....... . . . . . $7.50 Pocahontas Lump ....' 5.25 Smokeleß Lump...... 5.25 Ohio Cannel Lump. 5.25 Ohio Cannel Egg 5.25 Kanawha Lump 4.25 Pittsburg Lump . . . . .. 4.25 Vrazil Block. . . ; . . .... 4.00 tzocking Valley 4.00 Straight Creek Lump 4.50 Straight Creek Egg. 4.25 Greene Eounty. No 4, Vein Lump 3.25 Greene Counto, No. 4. Bein Egg. ..... 3.25 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Coke Egg 5.50 Gas House Lump Coke' '.. 5.50 GaS House Crushed Coke .7. ........ . 6.00 Extra?erelhnung wo solche getragen werden müssen. Probatgericht. In dem von Charles Senggock hinterlassenen Testamente wurde deffen Gattin als TeftamentZvollstreckerin eingesetzt. Sie stellte eine Bürgschaft von $200. Alle seine Hinterlassenschaft sowie mehrere Grundstücke fallen der Wlttwezu. Fehlgeschlagene Ehen. Weil er sie beständig schalt und sie schlecht behandelte und weil er sie zu letzt sogar sitzen ließ, will Anna M. Hitchcock von Julius Hitchcock gefchieden sein. Böswilliges Verlassen bringt auch Sarah F. Ruddick in ihrer gegen Thomas Ruddick erhobenen ScheidungSklage als Grund zu ihrer Handlung vor. Samuel R. Forward sucht von Minnie forward geschieden zu werden. Er klagt, daß sie die Angewohnheit hatte wochenlang vo Hause fortzu gehen. Frenze Sto 1 W. Washington Str (Merchaiits National Bank.) Em europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen auf alle Städte EurovaZ. Schisssscheine na.r An- und verkauf ausländischen Geldes. sOs giebt 'da einige Leute die w man bemerken hört: Ach wenn ich nur einige Hundert Dollars hätte, ich könnte dann etwas Geld machen." Es ist keine schwierige Sache ein paar Hundert Dollars zu sammeln" und es gibt nicht wenig Leute, die wenn fest entschlossen, dies nicht zu' Werke bringen, wenn eine ge wisse Summe von ihrem Einkommen positiv jede Woche oder jeden Monat deponirt wird in Der Jndiana Trust Company. Das Resultat wird bald ein paar Hundert Dollars sein" mit denen Sie Geld machen können. Probieren Sie es. Beginnen Sie heute.
! iras.,
IM ERIE & VESTERII R. R, ....Fahrzeit der Züge.... Abfahrt nkunf lokdo. hieago und VNchizan Ex?reß.t 7.1 tiojil Zoltho, Detroit und Hicago Ltm 11.10 t 2 lZkichtga TU?, Muncie u.LafayetteSpl.5 7JK fiO.16 t3aU5 t au? genommen onfitaat.
'. .ifof$l$i . - . ' o , v 9 UiVi ' 00 en Urheber des Einbruchdiebstahls beim Installateur Mittag haben Sie noch immer nicht heraus?" Nein, Herr Staatsanwalt." Fatal. Bis wir den -Kerl erwischen, hat er die gestohlenen fünftausend Mark bereits verjubelt, und der arme Mittag erleidet einen Schlag, von dem sich' der fleißige Mann in Jahren nicht wieder erholt." , Kommissär Vogel zuckte die Achseln. Was gethan werden konnte, ist gethan worden. Es ist eben auch gar kein AnHaltspunkt vorhanden.'" Sie haben doch die Krawatte?" Der Kommissär lächelte. Eine ist wie die andere. Was läßt sich damit anfangen?" 'Es muß aber doch Jemand gewesen sein, der nicht nur im Hause Bescheid weiß, sondern auch von dem Vorhandensein der Summe in jener Nacht Kenntniß besaß. Dachten wir auch, Herr Staatsanwalt, scheint aber doch nicht der Fall zu sein. Wir haben die beiden Gehilfen und auch den Lehrling Müller scharf' m's Gebet genommen und genau beobachten lassen, auch das Dienstmädchen ist wiederholt verhört und überall Haussuchung gehalten worden alles umsonst. Ich neige jetzt mehr der Ansicht, daß der Dieb ein zufälliger Einbrecher gewesen ist." Das kann ich kaum glauben. Mir thut der arme Mittag ungemein leid. Aber auch der Ruf unserer Polizei steht auf dem Spiele." Der Kommissär zuckte nochmals hü Achseln. Wir sind eben auch : nur Menschen," warf er philosophisch hin und empfahl sich. Nach der Entfernung des Kommissärs wandte sich der Assessor Orthaus, feit einigen Wochen der Gehilfe des Staatsanwalts, lebhaft' an seinen Vorgesetzten mit der Frage: Der Vorfall liegt jetzt'' doch schon eine Woche zurück?" Fünf Tage." Und der arme Mittag ist wirklich durch den Diebstahlruinirt?" Wenigstens hat tz Hz Früchte jahrelangen Fleißes eingebüßt." Der EinbiuchjZ nicht blos singirt?" Bewahre. Mittag ist ein Ehrenmann die Vorspiegelung, brächte ihm selbst auch keinen Nutzen." Assessor Orthaus blickte nachdenklich vor sich nieder. Lächelnd betrachtete ihn der Staatsanwalt. Hier wäre ja mal eine Nuß. Herr Kollege, ,an der Sie Ihre mit allen Waffen der modernen Kriminalisiik ausgerüsteten Zähne versuchen könnten." Orthaus war nämlich dafür bekannt, daß er mit leidenschaftlicher Hin, gebung sich dem Studium aller in das Fach der Kriminalistik KriminalPsychologie und gerichtlichen Medizin .schlagenden Fälle widmete. Die 2leußerung war trotzdem mehr scherzhaft gemeint. x Orihaus aber faßte sie ganz ernst auf und entgegnete: Wenn Sie mir den Fall übertragen wollen, Heri Staatsanwalt, will ich gern meinen geringen Scharfsinn daran Probiren." Wenn Sie Lust haben ich wünscht Ihnen von Herzen den besten Erfolg Orthaus ging sofort an's Werk. Zunächst begab er sich nach dem Polizeiamt, um sich die Akten vorlegen zu lassen und das bisher aufgelaufene Material einer eingehenden Prüfung zu unterwerfen. Das Studium der zahlreichen Prokokolle nahm gegen zwei Stunden in Anspruch. Dann ließ e: sich das einzige Beweisstück, das man bei der örtlichen Besichtigung vorgefunden hatte, eine Krawatte, aushändiaen. betrachtete sie aufmerksam und steuerte dann der Wohnung des Bestohlenen zu. Installateur Mntag bewohnte das Erdgeschoß eines Hauses an der Bergstraße, dessen für seine Geschäfte g:eigneten Hof er mit gemiethet hatte. Ei war noch ein junger Mann, höchstens dreißig Jahre alt, und lebte in glück-lichster-Ehe mit seine? jungen Frau, dik ihn thatkräftig in seinem Beruf unterstützte, indem sie ihm die schriftlichen Arbeiten abnahm Vorn nach der Straße heraus hatte er ein kleines Kontor eingerichtet, nicht größer als eink Speisekammer. In dieses begab sich Orthaus, um sich nach den- näheren Umständen des Einbruchs zu'erkundigen und denThatort zu, vestchtigen. Die bisherigen Ermittlungen gaben leider keinerlei Anhalt," erklärte er dem Ehepaar, nachdem er sich vorgestellt. Ich muß noch einmal ganz von vorn anfangen. Wollen Sie mir zuvördersi den Hergang noch einmal genau erzählen?" Die Geschichte' war die denkbar einfachste. . Gerade vor fünf Tagen, in, bei Nacht zum Sonntag, einer mondlosen, finsteren Herbstnacht, war der DiebstahZ ausgeführt worden. Der Einbrecher hatte sich wahrscheinlich über die, niedere Hofmauer geschwungen, worauf er mit einem Dietrich die Hausthür, Lffnete. Die gestohlene Summe-- wie
3iß dimü)(i((ij
e o 0 Krimintürrzählung o von f. Clemens ,G ,G 0 09 9 0 überhaupt seine- Gelder und sonstigen werthvollen Papsere und Dokumente bewahrte Mittag in einem fensterlosen Alkoven neben der Schlafstube aus. Der Dieb muß durch das Schlafzimmer hindurch und an uns vorbeigeschlichen sein," meinte Frau Mittag. Lassen Sie die Thür Nachts offen?" forschte der Assessor. Bis dahin geschah dies stets," erwiderte die Frau. Jetzt sind wir natürlich vorsichtiger." Ja,' ja, ' wenn das 'Kind in den Brunnen gefallen ist! Ab: ist es nicht möglich, daß der Spitzbube sich eingeschlichen hat, bevor Sie noch schliefen?" Unmöglich! Meine Frau ist den ganzen Tag nicht aus dem Hause gekommen. Außerdem habe ich die Gewohnheit, jeden Abend vor Schlafengehen mit der Lampe unter die Betten zu leuchten und auch den Alkoven zu durchsuchen. Als ich mich niederlegte,' war gewiß noch Niemand da." Aber das Geld war vielleicht schon fort?" Nein, denn ich habe mich von seinem Vorhandensein überzeugt. . Wie Sie sehen werden, bewahre ich mein Geld in einem verschließbaren Schrank im Alkove'n auf. Das Schloß ist ein . ganz gewöhnliches, nicht etwa ein Sicherheitsschloß. Man hält ja dergleichen nicht für nöthig, und für gewöhnlich handelt es sich auch nur um geringe Summen, selten kommen einmal ein paar hundert Mark bot'n Kurz und gut, am Morgen fand ich die Schrankthür offen. Das Geld war fort. Daß der Dieb von außen eingedrungen war. stellte sich später heraus, als meine Frau die Hausthür wie gewöhnlich aufschließen wollte und' sie schon offen fand." Der Assessor blickte, sinnend den Installateur an. Sie hegen gar keinen Verdacht?" Gar keinen." Sind Ihre Leute ganz sicher?" . Gewiß. Trotzdem sind alle vernommen worden, haben aber ihre Unschuld nachgewiesen." Oder doch glaubhaft gemacht, denn .nachgewiesen' ist wohl zu viel gesagt. Wer will wissen, ob einer wirklich die ganze Nacht in dem Bett geblieben ist. in das er sich scheinbar gelegt?" ' Na ja, wenn Sie'es so auffassen." Wieviel ist Ihnen gestohlen worden?" Fünftausend Mark." Und wie kam es, daß Sie sich im Besitz einer so großen Summe befanden?" Cs war die Restzahlung für eine von mir für die Gemeinde Schwabsdarf gebaute' Wasserleitung in Wahrheit mein Verdienst an der Arbeit, .in die ich alles bisher Erworbene gesteckt. Also so recht eigentlich mein Vermögen. Wenn ich es nicht zurück erhalte, kann ich wieder von vorn ansangen. Leider kann ich, Ihnen nicht verhehlen, daß jetzt, , nach fünf Tagen, die Aussichten schon ziemlich gering sind und mit jedem Tage geringer werden. Es handelte sich um Papiergeld?" Einiges war auch in Gold dabei." Ich verstehe auch nicht: warum Sie einen so erheblichen Betrag nicht sicherer geborgen hatten? Warum schafften Sie ihn, nicht auf die Sparkasse oder auf die Bank?" Der Bote des Bürgermeisters von Schwabsdorf, der mir das Geld, auszahlte, war erst Abends gegen acht Uhr bei mir. Er hatte mich vorher 'nicht angetroffen. Es blieb mir also nichts übrig, als das Geld bis zum anderen Tage be: mir zu behalten. Der Bote hat sein Alibi nachge wiesen?" fuhr der Assessor rasch auf. Jawohl. Er ist von mir aus sofort nach dem Bahnhof gegangen. Abends noch im Wirthshaus gewesen und die Nacht hat er mit den anderen Knechten des Schulzen in seiner Kammer zugebracht. Daran ist kein Gedanke." Und doch muß der Dieb ein Eingeweihter gewesen -sein. Jemand, der sowohl Ihre Wohnung kannte, als auch von dem Vorhandensein der Summe und deren Aufbewahrungsort unterrichtet war." ' Das Ehepaar stimmte diesem Argumente lebhaft bei. Es bleibt keine .andere Annahme übrig, als daß der Ueberbringer des Geldes irgendwo geschwatzt hat," fuhr der Assessor fort. Oder haben Sie vielleicht selbst" Mittag schüttelte energisch den Kopf. Sollte mir einfallen! Und meine Frau ist, wie gesagt, Abends gar nicht wieder fortgekommen." Bitte, zeigen Sie nur nun das Schlafzimmer, und den Alkoven." . Aufmerksam, beschaute der. Assessor den Schauplatz bej Verbrechens,' besah sich den Schrank, prüfte das Schloß und nahm die Hausthür in Augenschein. Der- Alkoven war- nur durch einen Vorhang von der Schlafstube abgetrennt; das Schloß des Schrankes, ebenso wie, das Hausthürschloß, hatte sich als unverletzt erwiesen, beide wa-
ken vermuthlich mit einem Nachschlüssel oder Dictr-Ich geöffnet und dann die Thüren offen gellassen worden. Die V:tten des . Mittag'schen Ehepaares stanken - je an einer Wand des Zimmers, so daßder Einbrecher sich zwifchen ihnen hindurchschleichen mußte. Wollte er in den Alkoven, eintreten, so kam er ganz nahe am Kopfende des Lagers der Frau vorbei. 1 Seltsam, daß Sie gar nichts gehört haben," sagte Assessor Orthaus, nachdem er alles in Augenschein aenommen. Der Spitzvuve mußte doch dicht an Ihnen vorüber?" Allerdings und das ist gerade das Unheimliche bei der Geschichte," meinte der Mann. Da legt man sich ganz ruhig und harmlos zu Bett, und kann todtgeschlagen werden, ohne daß man eine Ahnung hat." Sie haben nichts vernommen, nicht das geringste Geräusch?" Nein." ' Sie schlafen wohl Beide recht fest?" Der Mann erwiderte, daß er am betreffenden Sonnabend außergewöhnlich angestrengt gearbeitet und dann allerdings wie ein Bär geschlafen habe. Ich bin wohl ein paarmal aufgewacht," erklärte Frau Mittag, aber ohne mir meiner recht bewußt zu werden. Sie wissen schon in der Weise, daß man zwar erwacht, aber im halben Traumzustand die Augen nicht aufreißen kann und sofort wieder weiter dämmert." Vielleicht sind Sie doch von einem Geräusch. erwacht?" Wenn man in der Nacht aufwacht, hört Nan ja allemal irgend etwas. Einmal war mir's, als hörte ich ein leises Knarren. Ich legte jedoch keinen Werth darauf,, oder vielmehr' konnte gar keinen darauf legen, denn ich schlief wieder ein. ohne überhaupt zur Klarheit gekommen zu sein. Ich träumte dann auch, es käme Jemand in unsere Wohnstube, ich weiß aber nicht mehr, was er bei uns wollte." 'So, so" bemerkte zerstreut der Beamte. Plötzlich führ er auf: Sie träumten also ah-gerade nachdem Sie das Geräusch' gehört hatten?" Jawohl." . : :C " Haben Sie dem Herrn Kommissär von dem Traume erzählt?" Ja. Aber er legte ebenso wie ich selbst keinen Werth darauf. Welch vernünftiger Mensch gibt denn was auf Träume!" , In diesem Falle liegt die Sache doch anders" belehrte sie der Assessor. Es ist -'eine psychologische Thatsache, die jeder, der auf sich achtet, an sich selber erfährt, daß .bestimmte Erscheinungen in vielen, vielleicht allen Fällen bestimmte Traumbilder auslösen. Ist es Ihnen noch nicht begegnet, daß Sie schlummern, vielleicht Mittags auf dem Sosa, oder Morgens vor dem Erwachen i& :r.3ett da klingelt Jemand an. der Thurund sofort träumen Sie, eine Glocke werde geläutet, sie seien in der Kirche obh etwas ähnliches, worin das Klingeln in veränderter, meist stark übertriebene?.- Form eine Rolle spielt. Oder es dringt , ein anderes Geräusch
an Ihr Ohr, ein Fenster wirdzugeschlagen oder sonst etwas, und sofort besteht die"W:rkung in einem Traume, m welchem der betreffende Ton wic'oerkehrt?" Gewiß, dergleichen war Beiden schon begegnet. Nun wohl. Ebenso oft geschieht das Folgende. Wahrend Sie schlafen, tritt Jemand, den Sie kennen, herein in's Zimmer: er tritt aber leise auf, um Sie nicht zu wecken, spricht auch ganz leise. Sie 'sehen ihn 'nicht, hören ihn kaum, trotzdem verflicht sich seine Gestalt oder Stimme sofort in freilich oft. ganz seltsam bizarrer Weise .in Ihre Träume oder löst einen besonderen Traum aus. Wenn Sie dann gleich darauf erwacyen. rufen' Sie verwundert: ,Ach, Du bist wirklich da? Ich habe eben von Dir geträumt!' Ist's mqi or Ganz recht, so ist's mir selber schon gegangen, bestätigte die zunge Frau. Es ist das derselbe Vorgang " belehrte Orthaus weiter, der uns so häufig auf der Straße begegnet. Wir nähern uns einer Biegung, und plötzliÄ . , r w " , orangt i.icy uns ganz unvermittelt und lebhaft der Gedanke an irqend emen Bekannten auf. Im selben Augenblicke tritt er wirklich um die Ecke." Daher das Sprichwort vom Wolf, der gerannt kommt, wenn man ihn nennt," stimmte Mittag bei. So ist es. Letzterer Vorgang e7scheint noch räthsclhafter, als derjenige der Verarbeitung äußerer unbewußter Eindrücke in Träumen. Denn im letzteren Falle nehmen die Sinne doch wirkliche Reize auf, die sie einfach weitergeben, während wir für das plötzliche Erscheinen des Freundes, an den wir eben dachten sofern das seltsame Zusammentreffen nicht überhaupt auf einen Zufall zurückzuführen ist keine andere Erklärung besitzen, als die vor längerer Zeit aufgestellte Hypothese von der. durch die Annäherung bewirkte Reizung unserer Geruchsnerven. Wir wittern danach den Ankömmling gleichsam. wie ein Hund den Menschen wittert. und der uns bekannte Geruch löst, ohne daß wir uns seines Vorhandenseins überhaupt bewußt werden, . das- Bild des Betreffenden in unserer Vorstellung aus." ' " Die Eheleute lachten, so wenig spaßhaft ihnen auch im Hinblick auf den erlittenen Verlust zu Muthe war. Ein bischen phantastisch," meinte der Mann. ' Gewiß ist's nur eine Hypothese, und ich selber mag kaum ernstlich 'daran
glauben,? , versicherte Orthaus., Anders jedoch verhält' sich's mit den Träumen. Die Erscheinung, die ich Ihnen dargestellt, hat jeder an sich selbst erfahren. Und gerade, deshalb halte ich es durchaus nicht für ausgeschlossen, daß Sie in dem Augenblicke, wo .Sie das Geräusch hörten, von der Person geträumt haben, welche es veranlaßte. Allerdings hätten Sie dann, irgend welchen Eindruck von ihr empfangen müssen, hinreichend,' um in Ihnen die Vorstellung der betreffenden Persönlichkeiten hervorzurufen; . es sei denn, daß Sie einige Worte von ihr, auffingen oder ihre Umrisse. in. einem Äugenblick des, Erwachens, dessen Sie sich nicht mehr erinnern, wahrnahmen." Ich habe weder eine Stimme vernommen, noch eine Gestalt, oder einen Schatten aeseben." Bewußt nicht, Sie würden ja sonst auch aufgeschreckt sein. Es braucht auch nicht gerade ein Reiz aus Ihr Gesicht und Gehör gewirkt zu haben. Der Mensch hat mehr Sinne. Darüber kann ich natürlich nichts sagen. Jedenfalls müssen wir das Phänomen in's Auge .fassen. Selbstverständlich muß es Jemand gewesen fein, den Sie kennen, oder er mu doch mit einem Bekannten Ähnlichkeit gehabt haben, wenn er Ihnen im Traum dessen Züge hervorrief. Entsinnen Sie sich der Person gar nicht mehr?" Gar nicht. Ich dachte bald nach dem Erwachen an meinen Traum, und da schon war der Eindruck nur noch ein dunkler. Jetzt ist. er. mir ganz entschwunden. Den Namen des Mannes aber vermochte ich mir schon damals absolut nicht zurückzurufen. Ich weiß nur, daß es eine Person war, die ich kenne, und die auch schon bei uns geWesen fein muß." . Da sehen Sie und nur ein mit der Oertlichkeit Vertrauter kann den Diebstahl ausgeführt haben. Suchen Sie sich zu besinnen, strengen Sie Ihr Gedächtniß an!" Ich weiß es wirklich nicht', Herr Assessor." So will ich sehen, ob ich Ihrer Erinnerung zu'Hilfe kommen kann. Man hat ja einen, wenn auch - anscheinend unerheblichen Gegenstand in der Nähe des Schrankes gefunden." Eine Krawatte nicht weit von dem Vorhang!" rief Mittag. Ja, weiter nichts," bekräftigte die Frau. Der Assessor lächelte. Weiter nichts, meinen Sie?" Aber ich bitte ie. Die Krawatte gibt doch keinerlei Aufschlüsse. Die sieht so aus, wie jede andere auch. Es ist eine ganz gewöhnliche Schleife." Nun, ich will Ihnen zeigen, was ein scharfsinniger Mensch alles aus der Krawatte herauslesen kann." Er wickelte die Schleife aus der Zeitung heraus, in welche sie sorgsam eingeschlagen war. ', '4 1 Also Sie kennen die Krawatte nicht?" Beide Ehegatten verneinten. In Ihrem Hause trägt Niemand derartige Krawatten?" Nein. Mein Mann trägt Stehkragen. und kann keine derartigen AnHängeschleifen brauchen ebenso unsere beiden Gehilfen."
Weiß Jemand von der Auffindung des Gegenstandes?" Der Installateur schüttelte den Kopf. Der Kommissär Vogel hat uns sofort gesagt, wir sollten Niemand von dem Fund' erzählen, der Verbrecher würde sonst gewarnt. Befriedigt nickte Orthaus, ließ sicü sodann an dem Tisch in der Wohnstube nieder, legte die Krawatte vor sich hin und begann sie eifrig mit Hilfe einer Lupe zu untersuchen. Neugierig sahen Mittag und seine Frau ihm zu, denn ihnen erschien es unbegreiflich, was der Beamte an dem Ding erkennen wollte. Eine halbe Stunde verqing in fast ununterbrochenem Schweigen, da blickte Orthaus triumphirend empor und rief: Nun, ich hoffe, daß diese Krawatte uns doch noch auf die Spur des Diebe führen wird." Wieso?" Hören Sie, was sie mir alles erzählt hat. Sie sehen, wir haben nur eine einfache Anknopfschleife vor uns, em Ding mit zwei Gummischnüren zum Anhangen an den Kragenknopf." Ganz recht," gab der Installateur zu. ' Die eine der Schnüre ist zerrissen, vie andere besitzt nur noch wenig Elastizität, das erklärt das Verlieren. Beim Oezfnen der-Schrankthür brauchte der Spitzbube nur irgendwo , hängen zu bleiben, und die Krawatte glitt herab. Er selbst, hat m der Dunkelheit den Verlust offenbar nicht emmäl wahrge nommen. sonst hätte er das - verrätherische Ding sicherlich nicht liegen lassen." Xa mögen Sie wohl recht haben, rres -Frau Mittag. Weiter: heutzutage sind' die Um legekragen nicht mehr in der Mode, es trägt sie also nur noch .wer muß. Und wer ist das? Das sind die Männer mit kurzen Halsen, also die von unter fetzter,' gedrungener Statur.. Unser Mann ist also vermuthlich von gedrun genem Körperbau, mit kurzem Hals. Er ist ferner ein noch junger Mann" ': (Schluß, folgt.) Frische Lust-TadleLten sind ein Präparat, das ein französischer Chemiker herüestellt hat. Bü Untersuchungen des Acetylens beschäftigt, fand er, daß sich mit gewissen Chemikalim Tabletten herstellen ließen, die, in Wasser gelöst,, ganz reinen Sauerstoff, r i ' ' -
JeuASignM
5 , 1s I II Tir 1 MaV 'm..A i unpvr na aiuic . k Gnziist's Opn-Hut t Eastund Ntt Fork ' Noble und Mch lgan - N. Jnley u. ZNaff Av Pme und North Market und Pine i Ctrrnont nah Saft, . No. 8 EprHcnha:6 . Stoff. Ave nahe N"d!t Tnaware und Zbalnul Jersey u Central Sl. 5 aflafi unfcCormSEüt Sto m.d lletrafct ' Park Tve nd ,2 Stt Crlumbia undHtllsid 'j Higbland Lve u. Pratt ii JllinoiS und et. In ' ;5 Pennsylv. und Pratt .4 Meridian unv lx. Str S Sa.5vT;$ii&nilk nalt Jllinorg -6 ScnateAveu. StCiatr -7 JllinviZ und Michiga De sylvania und 14. es Smate Ave. und 15. 31o. 1 Epritznchau Ins ÄrenaheMchigan ' Meridian und Oalnnt 4 California u Vermont Slake und New gork w Ind. Av. u. t Ela 17 City Hospital Blake und NorH 18 Michigan und Lgne No. 6 Spritzenhaus . Washington ah ZöeH Gsendorf u LZash. Missouri n New Dori 16 Meridian u Wash JllinoU und Ohi, L7 Capitol v. u Waff Kmgan'Z Porkhau 49 Straßenbahn EtSll, W. Washington Ctt ' U No.10 Spritzenhaus Illinois u Werrill ei Illinois u Louisiana SS West und South 54WeftundMcTarry M Senat Lve. u Henry 7 Meridian und Rah U S!s. 4 Spritzenhaus RadisonXv.uMorrii öS Wadison Lv.u Dunlop No 2 Haken Leiterhaut Eouth nah Delaware Pen.rM I IIawr u. WcLsrtS afi nt 5fcart New Jersey .VenA tr Birg. v. u radsha 8 Tast und Prospect tt ickmg und High fl N. 11 Spritzenhaus 6ir Ave. nahe Huro fl C&fl und Seorgia 7 Eeda? und Eln 74 Qwidscn u Seorgia 75 English Sv.u Pine ? Ehelöy und DateS 8 Ko. t Spritzenhaus Prospect nahe Ehelly X Jletcher Av. u Sbelby Sl Market u. New Jersey 6 Delaware und Wash. S East u Washington 34 New York .Davids Taubstummen Anstalt er. Staaten Arsenal 37 Orient! und Wash. Zg Frauen-Rcsonnat. n No. 13 Spritzenhaus MsrtMnd nahe Mer. i Neridian u. Heoraia. 38 Meridian und South ?4 Pennfhl) u. Louisiana 5 Virginia Ave u. Llab. 5 Hauptquartier. 97 Grand Hotel. an Capual Ave und &hli 83 No. 16 Spritzenhaus 16. und Ash. . .81 Alabama und 18. .25 Central Ave und 11. 126 DandeS und 15. 127 Braokside und Juptt '.es Central Av nd 17. 129 Delaware und 19. Zl Alabama und 11. iZi Bellefontawe irniV, i34 College Av und 0. . "55 Delaware und 13. -56 Alabama und Nsrth .37 Netomann und 19. '53 Colleg Ave und 14. i39 Corncll Ave und 18. 141 FandeS und 19. 142 Highlsnd Ave und is. 43 Tecumseh und 10. U5 Nett Jersey nd 22. 46 SUvord und 17. .47 5!o. Spritzenhaus HiHfibe Ave und 16. 6 College Ave und U .49 College Av und 7. .62 Park Av und S2. 6Z L 2 u. W BHn u.k2. f54 Ramsey Ave und 10. .56 Ttoughton u New man -.57 Atlas und Pike. JS8 Blohd und Pawpaw. ;59 No. 21 Spritzenhaus Brightwood Äi Arom und Depot i63 Brightwood und 26. 64 Rural und Bloyd 65 St. Clair u. eystone .67 Arsenal Ave un 23. 163 llefontam und 98. 169 Park Ad Mid 5 21 Capital nd Vi 313 Pennshl.n.Vichtaai? 214 JllinoiS nd 20. 216 Senate Av und 21. 16 Pennsvlvania und 2 i7 Meridian und 16. 213 C avital Av und 26, 219 Broadway und 10. 31 JllinoiS und VtcLes, 234 No. 14 Erritzenha- ' Aemvood und 80. 35 JllinoiS und 58. -36 Ännetta und S 37 No. 9. SprijmhM" Udell und Äaoer 8 JXttU LQdder Sor 2S9 Jsavkl und 27. 41 Meridian und 4. 2Minol6 St. Clan 243 Clbräge und tt. ' 813 West uub SBalnut 813 Wcst und 12. 314 Howard und 16. 315 Tv'.'bct und Poe 316 Capital Ave und 1 317 NorthweZinn Lve sli 818 Gent und 18. 319 Canal und IC 324 Cereali Works 824 Vermont und Lyn 825 BiSmarSu Srandvler 826 No. 20 CpntzenhauS Haughville. 827 Wichigan u. slmeS, 82S Michigan u. Concor 41 West und McJnryre 412 Missouri u. Mary lau 413 Missouri und pihio 415 Capital Ave seorgia 416 Missouri u llenwckyA, 417 Senate Av u. Oash. 421 P und E lundkau LZ. Washington. 428 Jrren-Hospital. 424 ? iley v u. I D & 425 Wash and Harr 426 No. 18 SpritzenZH W. WashiTtgto 427 Oliver und irch 423 Oliver nd. OSgood 429 Nordhke und ZZork 431 Hadley Ave u. viorrtt 422 Nwer Ave u. VLn&i 484 River Av nd Skay 43S Harding u. Big 4 R ? 4Z6Hardwz und C&c 457 No. 19 e pritzenhqZ VorriS und erdk S Hu uV 459 EtÄkySkdö 461 ReiSn nd M2s . 45 Howard und & 453 MorriS und c&d 5 Sarndcrt nd Sc&orat 457 Nordsk Ave c Ua mm WorkS 612 Weft und Rsy 18 Senwcky Av u, Llerrv, 14 Meridian und ütotti 616 JllinoiS nd ÄanVtf 617 Morris und Txdota 618 MorriS und Lhurch '61? Capital A. u McCar 621 Meridian und PaKs 628 Pme unk Lord 624 Wadisor. Av u An m Meridian und elt ZA 627 CarloS und Ray 628 Meridian und Arizon 529 Äridian u. Raymond 631 Meridian u. M-cCal. i 682 No. 17 Spritzenka? MorriS nah !sest 51 McKeraa?.und Dou.H. 618 East u. Lincoln Zct 614 East und Beecher 616 Wright uns Sakdert 17 McCarty und Leaty 18 New Jersey fr 71 Spruce uns Prsspt ?li Snglish Av. tu Leuril 714 State Avu.rU R 715 Shelby und Veecher 715 Etate Av und Orane: 71 Orange und Laurel 719 &)tVb4 u. Gcaca 781 keringtonA. SUuQ 713 Fletcher Av. Cprud 714 State v u. Pleasa? 716 Prospekt und nleasak T6 Orange und Harlar 7t8 Liberty und 5io 72g Noüle und Louth 81 No. 15 Spritzenhaus Oft Washington V'? 818 Market und Noble 14 Ohio . Highland Ad. 815 Wbigan u. HighKn? 81 Market u Arsenal ZU 17 Ost Olate U. Union Bahn Seins. Lkl Pan Handle Ehopß L2Z Vermont nd Waleotk 24 Wash. und State . 828 Madden'S Lounge Fa 826 Xvdcs und Dorsey 827 Wash. und Levile Q 829 No. 1 Eprttzenhau ' cvile nahe Michig 851 Southeaster tt MU Woodside. ) 83 QaZ. und Xtaxbeii 634 Southeaftern ts (7mI 9Tta 883 New Fork und reoyZt 12 JllinoiS nd Marhl. 18 JllinoiS und SkS. 914 Penn, rtrb kissZ. 15 Delaware nnd ' Spezial-Signale. krfte Schlage, zweiter Alarm, Swetten Schläge, dritter Alarm, Dritten Schläge, vierter Alarm. i--l, Feuer aus und Schlauch ufeaoSk l Schlägt, Wasserdruck ab. 1 Schläge, 1 Ohr Mittag. Die so bezeichneten Signale tvrde nur do Teeret ivächter angegeben da an de btrs?ende Strah? kreuzungen keme AlannkäneV anaebracht ßnd FeiertagsRaten. Ein und ein Drittel Fahrpreis für die Rundfahrt nach allen Punktm in, dem Gebiet der Central Passagier Association. " , . Fahrkarten werden verfanft a 24., 25., 26. unb' 31. Dezember 19GA und am 1. und 2. Januar 1905. . Gültig für die Rückfahrt bis 4. Januar inclusive. . . , ... I Für nähere Einzelnheiten wende man sich an die Agenten der C. H. & D. Bahn oder an D. P. A l g e o, D. P.'Agent, 8 Nord Illinois Str. Indianapolis. Ind.
-1 -
ueserien.
