Indiana Tribüne, Volume 28, Number 84, Indianapolis, Marion County, 29 November 1904 — Page 5
Jndi an a Tribüne, 29 November 1901.;
Asylen.
Preise geliefert von UHU Pennsylvania Anthracits $7.50 Pocahontas Lump .'. . . .... ... 5.23 Smokeleß Lump 5.25 Ohio Cannel Lump 5.25 Ohio Cannel Egg 5.25 Kanawha Lump 4.25 Pittsburg Lump 4.25 Trazil Block - - 4.00 tzocking Valley 4.00 Straight Creek Lump 4.50 Straight Creek Egg 4.25 Greene County, No 4, Vein Lump .... 3.25 Greene Counto, No. 4, Vein Egz 3.25 Jackson Ohio Lump 5.00 Oven Coks Egg 5.50 Gas tzouse Lump Coke 5.50 GaS tzouse Crushed Coke ..' 6.00 (zxtra.Berechnung wo solche getra gen werden muffen. Kein Gluck im Ehebunde. In ihrer gegen Frank R. Stuard eingeieichten Scheidungsklage giebt Kittie M. Stuard an, daß er nicht für ihren Unterhalt sorgte, sowie auch, daß er sie verließ. Emma Lotshaw reichte gegen An drem Lotshaw eine Klage auf Scheidung ein. Uebertreten deZ achten Ge boteZ Deinerseits giebt sie als Grund für ihr Handeln an. Außer der Schei dung verlangt sie $500 Alimente. Ob Hut über die beiden der Ehe entsprösse, nen Kinder, sowie auch $5 wöchentlich' zum Unterhalte derselben. Der KrenMg gegen die Kohlendiebe. Eine ganze Anzahl weiterer Kohlendiebe wurde gestern Abend verhaftet. Wie es scheint, geht man !m Leutchen augenblicklich scharf an den Kragen. Die Eisendahnen sollen soweit um Hunderte von Tonnen Kohlen beftohlen sein und einzelne der heimlichen Ab nehmer" sollen sogar Kohlenhandel in beträchtlichem Maßstabe mit der gestoh lenen Waare getrieben haben. Franzel iro No. 1 W. Washington St, (Merchants National Bank) Ein europäisches Department. Wechsel, Creditbriefe und Postanweisungen ' aus alle Städte Europas. Schiffsscheine "MT An- und verkauf ausländischen T Geldes. giebt da einige Leute die man bemerken Hört: Ach wenn ich nur einige Hundert Dollars hätte, ich könnte dann etwas Geld machen." Es ist keine schwierige Sache ein paar Hun dert Dollars zu sammeln" und es gibt nicht, wenig Leute, , die wenn fest entschlossen, dies nicht zu Werke bringen, wenn eine ge wisse Summe 'von ihrem Einkommen positiv jede Woche oder jeden Monat deponirt wird in Der Jndiana Trust ' Company, , Das Resulta5 wird bald ein 'paar Hundert Dollars sein" mit denen Sie Geld machen können. Probieren Sie.es Beginnen Sie
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UMlt Die Allen ? & :- : sl - . . jungen" V Z t fr .! , ir - SUijjc aus ocr Attnocr,iuor a. on Illu Cortuno i . r. V 7 4 Isor -titoa sechs Wochen . Hat!: , mein Bruder seine Iunaens Cjr ln's Museum schZesischer Alterthümer mitgenommen. Das war das winzige Senfkörnlein, welches auf den gedeihlichen Boden einer üppigen Kinderphantasie fiel und dort reichlich Blüthen und Früchte trug. Einen Piepvogel " wie meine Schwägerin Helene, die gluäuche Besttzerm dieser hoffnungsvollen Jungens, sagte, hatten sie seitdem namnch alle -vier. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Ein Dutzend Mal des Tages erschienen seitdem die Zwillinge Paul und Joscl auf der Bildfläche, um sich den Bodenkammerschlufjel auszubitten. Ihr habt so prachtvollen alten Plunder, Tant' Liesel," pflegten sie anerkennend zu sagen und so oft und so viel war m dieser Zeit von emem m der Villa zü gründenden Museum die Rede, daß es mich nicht im Mindesten überraschte, als eines schönen Sonntagmorgens Hemz, mein ältester Nefse und leider, leider vor drei Tagen sitzengebliebener Tertianer, in höchsteigener Person mich zur Besichtigung des neugegründeten- Gorlich'schen FamilienAlterthumsmuseüms" einlud. Ich versprach, in einer Stunde zu kommen. Das Görlich'sche ..Familien - Alterthumsmuseum" schien indeß eine Stiftung zu sein, die entweder noch kerne Normaluhr besaß oder zum Warten keine Zeit hatte. Denn kaum zehn Minuten später klingelte es abermals. und die Zwillinge erschienen in ihren Sonntagsanzügen und sichtlich erregter Stimmung, klappten wie auf Stommando die geschorenen Blondköpfe herunter und wiederholten die ebenso dringende wie feierliche Einladung. Jch nöthigte die Unzertrennlichen m den Salon, und hier rm hellen Tageslicht sah ich, daß der eine von ihnen einen blanken Konservenbuchsdeael, der andere den' gelben Deckel einer Schuhwichsdose vermittelst rother Seidenschleifen auf der linken Brustseite ange. heftet hatte. Ihr seid wohl, die Museumsmener?" fragte .ich harmlos neugierig. Nein, , wir sind die Direktion, belehrte mich Paul etwas von oben herab. Der Aufsichtsrath," fügte Josel treuherzig hmzu. Diese boshafte Emflusterung, deren tieferen Sinn die arglosen Seelen der Zwillinge freilich nicht ahnten, rührte entschieden von ihrem älteren Bruder Heinz-her, und mit taktvollem Stillschweigen gma,:ch darüber hmweg. Wahrend die Direktion Mit beneidenswerthem Appetit meine Cakesdose leerte, erkundigte sich Paul: Kommt der Großpapa nicht mit?" Großpapa ist zur Kirche gegangen." Ach so. Dann kommt er hoffentlich nachher? Hat er seinen Stock mitgenommen?" Ich bejahte gedankenlos, da ich wußte, daß Großpapa nie ohne Stock ausging, und wurde gleich darauf in freundlich zuredendem Tone aufgefordert doch ja einen Schirm mitzunehmen. Aber wozu denn, Jungens?" Da wir im Parterre und mein Bruder im ersten Stock derselben Villa wohnten, zudem draußen die Sonne mit wahrer Frühlingspracht herniederstrahlte, konnte ich die Nothwendigkeit, einen Regenschirm mitschleppen zu sol len, durchtaus nicht einsehen. Es ist nur wegen siehst Du, Tant' Liesel der Berndl hat nämlich die Garderobe," erklärte Paul em wenig verlegen, und Josel beruhigte mich: Du kriegst natürlich eine Marke. - Ach so!" Jetzt begriff ich auch die besorgte Erkundigung nach Großpapas Stock. Entschieden eine lukrative Idee, die den spekulativen Kopsen der Zwrllinge.'alle Ehre machte! Man braucht sich keinen Kummer um ihre Zukunft zu machen; dah sie einstmals Millionare wurden, schien mir rn jenem Au genblick so einleuchtend wie möglich. Folgsam nahm ich meinen Reaenschirm, und in erwartungsvollem Schweigen stiegen wir drei die Treppe hinauf, Oben öffnete uns Berndl die Etagentbur. Ueber. sem feierliches, kleines Ge ficht hatte er Vaters große Pelzmütze gestülpt, an deren Stirnseite mit schwarzen Buchstaben auf gelbem Pa pierstreifen Pottjeh" zu lesen stand. Ihm hatte ich also meinen Schirm anzuvertrauen, den er umständlich in dem ausgeräumten Schirmständer unterbrachte, und mir dafür um unangenehmen Verwechselungen vorzubeugen, einen Zettel mit der Nummer 573 ein.händigte. . Es kostet, bitte, zehn Pfennig," erklärte er mit einer köstlichen Mischung von Verlegenheit und Selbst bewußtsein. Zugleich entdeckte ich eine weitere Veranstaltung: eine . . Art Schlagbaum, kunstvoll, aus einem alten Besenstiel. und Vaters Stiefelknecht hergerichtet, 'surrte die Kinderstubenthür; daneben, auf einem Tischchen, stand eine Riesensparbüchse mit der Aufschrift: Zuin Besten des Unternehmens !' Unaufgefordert m.d großmüthig steckte ich vier Nickel hinein, die mit ufdringlichem Geklapper in das , leece.. Innere purzelten. .. . Hinter , mir drei .Seufzer tiefster Befriedigung; ...Josel schob .sich heran und. bemerkte vertraulich: Wir wollten eigentlich ptö' d Petson - blos
lehn Pfennig Entree .nehmen .. Ein heimlicher Knuff und' ein ärgerlich geflüstertcs: Na, laß 'sie doch!" seines Zwillingsbruders unterbrach ihn dann öffnete die Direktion eigenhändig die Thür des Kinderzimmers, an der mit Kreide: Einaang zu Saal I" ae-
schrieben war, und wir befanden uns im ersten und vermuthlich 'einzigen Saale 'des GLrlich'schen FamilienAlterthumsmuseums.". : Ich schaute mich um und staunte über die : Verwandlung, die mit dem sonst in gemüthlicher Ordnung, in herzerqüickend zwanglosem Durcheinander' von Schul- und Spielsachen sich präsentirenden Raume vorgegangen war. Alles Störende, aller kleinliche Alltagskram, der die Weihe und Wichtigkeit des Familien-Alterthumsmuseums Prosaniren könnte, war sorgfältig beiseite geräumt und unwillkürlich überkam mich eine fast feierliche Stimmung. Uebrigens war ich nicht das . einzige Publikum. .Meine Schwägerin Helene und ihre liebe alte Mama waren gleichfalls anwesend. Wir begrüßten uns. wie bei allen derartigen Veranstaltungen, mit einer steifen Verbeugung. Es war entschieden wünschenswerth und im Sinne der Direktion, sowie der EhrWürdigkeit des uns umgebenden Raumes entsprechend, alle Verwandtschaftlichen Beziehungen zu ignoriren und uns emzig und allem den Alterthumern zu widmen. Mein Neffe Paul, als der altere und redegewandtere der Zwillinge, begann uns auch sogleich mit den ausgestellten Sehenswürdigkeiten bekannt zu machen. Nummer 1: Eine von uns verstorbene Schildkröte. Nicht ohne Rührung , betrachteten wir das uns allen einst wohlbekannt gewesene kleine Thier,' das sich durch ein langes, kummervolles Leben die ' Unsterblichkeit in Spiritus ohne Zweifel redlich verdient hatte und säuberlich in eine aus Helenens Speisekammer stammende Glaskrause zur letzten Ruhe gebettet war. ' " O es kommt noch ganz' anders!" versicherte Paul mit strahlender Genugthuung, indem er unsere .Aufmerksamseit auf ein unter dem Tisch, liegendes geheimnißvolles Etwas 7e'nkte, das wir nach einigem Besinnen für die übriggebliebenen Gänge! eines von meinen Brüdern zu Tode gerittenen SchaukelPferdes hielten. . Aber . Paul belehrte uns eines Besseren. Er, holte einen der altersschwachen Gänge! hervor . und präsentirte ihn uns mit der. .offenbar von Heinz herrührenden' Aufschrift: Knochen eines vorsündf!uthlichen Mammuththieres." Unwillkürlich sah ich mich um und fragte:. Aber wo steckt denn der Heinz?" Den haben wir 'rausgeschmissen," sagte Josel prompt. So weshalb denn?" Na, Du wirst ja schon selber sehen, warum," unterbrach uns Paul unge-. duldig. .Bitte, meine Herrschaften, hier Nummero 4!" Josel, der ' aNe Dmge stets mit peinlicher Gewissen haftigkeit behandelt, flüsterte mir schnell in's Ohr: Er wollte uns verhauen. Aber Mama litt es nicht,, weil -heute doch Palmsonntag is. Da, mußte er .'raus, 's ist ihm aber ganz recht. Na. Du wirst ja sehen, Tant' Liesel ! Es ist 'ne Glanznummer und kommt ganz zuletzt." Die Sache nahm ihren Fortgang. Drer Haare vom Bare des Propheten." Wir beugten uns andächtig über das Stückchen schwarzen Sammet, worauf drei krause "schnieweiße Häark lagen. Ich dachte an Grvßßöväs Bari und bedauerte den AermstenoH seines unfreiwilligen Martyriums, aber durch Befühlen überzeugte ich mich, daß es unverfälschte Roßhaare waren die vielleicht einst Achill, dem' stolzen Schlachtroß gehörten, dessen Gänge! sich m Mammuthsknochen verwände! hatten. Der Kerl hieß Muhammed sagte Paul geringschätzig. Nein, Mahomed." verbesserte Josel. Meinst Du den auf oder unterm Tisch? Die Knochen sind vom Mam muth und die Haare von Muhammed! schrie Paul mit ausbrechender Heftigkeit. Ich weiß es genau. Heinz hat mir's gesagt. Der eine war 'n Thier. noch zwanzigmal großer wie der Ele phant im Zoologischen, und der andere ,'n Prophet bei den Türken. '..Aber Du bist immer so 'n Esel und verwechselst alles!" ... Aber Vater hat gesagt, erließ Ma homed!" betheuerte Josel hartnäckig. Um ein Haar hatte die Direktion ange fangen, sich zu prügeln. . Ihr , habt .Beide recht," entschied meine Schwägerin und lenkte die Aufmerksamkeit der streitbaren Bruder Mi mütterlicher Klugheit auf einen anderen Gegenstand. Aber was ist denn das hier?" In einem flachen Pappschächtelchen lagen einige sonderbar dünne grauschwarze Drähte. Haare vom .afrikanischen Elephanten. Sehr selten," stand dabei geschrieben. Josel nickt? schnell beruhigt. Die ha Onkel Harry' aus Sansibar mitgebracht. Während wir noch darüber nachdachten. ob - Elephanten überhaupt Haare hätten und wo diese spiralförmigen Dinger gewachsen snen ob als Mahne Bart- oder Schwanzhaare, kam schon Nummer 6 und '7 - an die Reihe: Ein gewöhnlicher schwarzer Flußkrebs in Spiritus und ein ebensolcher rother vom Aeauator, besagte die Etikette. Aber. weshalb ist er denn roth? fragte ich gedankenlo5. Paul sah mick mitleidig überlegen an und zuckte du Achseln. ' .Na-da ist es doch furchtba heißl . Es fehlte blos, daß er mit dem
Finger an die Stirn getippt hätte und Josel 'fügke eifrig hinzu: Es ist de: Siedepunkt! Heinz fagt, das Wassei kocht da ganz von selbst.". . - Keins von uns erwiderte einen Ton aber ich sah, wie meine Schwägerin
krampfhaft ihr Taschentuch vor den Mund drückte, wie verdächtig es in ihren Augen wetterleuchtete; halberstickt flüsterte sie mir zu: Weißt Du, woher der rothe ist? Ein übriggebliebener. neulich von der Krebssuppe..." Und dann zwickte sie mich in den Arm, daß ich fast aeschrieen hatte. Sieh nur. Liese, erkennst Du die?" Auf dem Tisch vor uns lag ein abgebrochener Virkenast und darauf hockte oder klebte vielniehr, jämmerlich anzuschauen, eine l'inlose,. von Wmd und Wetter arg mitgenommene Schwalbe, die einen ganzen Sommer lang Helenens Hut geziert hatte: Nummer 9: -Himmla urbica." Die gemeine Hausschwalbe," dozirte Paul, der unseren lateinischen Kenntnissen offenbar nicht recht traute. Der Pottieh" hatte sich, ln Ermangelung anderer Berufspflichten, mit hereingeschlichen und zupfte mich jetzt am Aermel: Denk' 'mal, Tant' Liesel. Heinz sagt immer: ,Hinmda nippica,4 das is doch scheußlich von ihm, nich? Die Zwillinge sind auch wüthend auf ihn." Es kamen noch eme Menge der verschiedensien und wunderlichsten Dinge. Wer, weiß, wodie Bengels das alles aufgestöbert haben mochten, was da, so liebevoll und sorgfältig etikettnt. und numerirt vor uns aufgebaut lag! Dann waren wir mit den Tischen fertig und näherten uns der vor den Betten aufgestellten spanischen Wand. Ueber emen Besen gestülpt trauerte dort die einst so glanzende, wundervolle Kürassierrüstung, womit ich mein' Pathchen Bernd zum Glucklichsten aller Sterblieben gemacht emst der Gegenstand glühendsten Neides seiner Brüder jetzt eme klägliche Jammergestalt aus verbeulter Pappe und schwarz gewordenem Silberpapier kaum"'wiederzuerkennen! Daneben em -verbögener Säbel, em Fähnchenfetzen an zerbrochener Stange, em Helm ohne Spitze der 'wie em alter Kochtopf aussah. Rüstung eines Ritters aus der Zeit der Kreuzzuge, verkündete Paul mif 'Stentorstimme, indem er uns alle der Reihe noch ansah, ob wir zu zweifeln oder gar zu lachen wagen' würden. Aber wir benahmen uns musterhaft, nur der Pottjeh" drückte seinen Ruschelkopf an meinen Arnimd flüsterte mir scheu in's Ohr: ' r in i m 'r a f A i A VMAtCi 4 XJUp 1VUI 1UUI 111 t I 11 ( ( lUtlßl noch Tant' Liesel? Aber man darf nix sagen, sonst hauen sie einen gleich. Ein neues Glanzstück. Wir befan den.üns jetzt im Reich der Kleider und Waffen aus alter Zeit, vor uns hm gen ein kurzer, grüner Sammetrock und. mit 3 Stecknadeln daran befestigt, ein Par braune Lederstulpen, die melanchölisch von den einst dazu gehörigen hefelchen zu träumen - schienen. Es flimmerte,.mir vor den Augen: der Anzug,' den ich als fesche Sonntagsjägerin aufPaul und Helenens Polterabend getragen Du liebe Zeit! und jetzt schimmelt" Bruder Paul schon bedenklich, und die schmächtige Helene ist eine pummelige Mama geworden, die. fünf spänn'ig kutschirt, eine große Tochter in der Pension und' emen leider sitzen aebliebenen ... Ich seufzte tief; reden wir lieber nicht davon das. ist und bleibt diese Ostern der wunde Punkt in der Familie! . - . , Mit seiner schönen, .steilen Schulschrift hatte dieser-. Unglücksheinz die -Erklärung dazu geschrieben': Anzug der -Jagdgöttin Diööna. Unersetzlich! ,D Jagdstiefel leider .von Musen zer fressen." , ' Dicht daneben baumelten, mit Bindfaden zusammengebunden, 'ein Paar unglaublich zerrissene Kinderschuhe Schuhe eines Wanderburschen aus dem 15. Jahrhundert." Die Wander burschen von Anno dazumal müssen blutjung auf Reisen gegangen, sein ihre Schuhe waren nicht größer als die von Paul oder Josel. Nun ein isolirt dastehendes Tischchen und auf demselben nichts weiter als die uns allen wohlbekannte Schulmütze von Heinz: Die Mütze eines ,Kläbengeoneoenen.' ?eyr eitern" Das war die Rache der Zwillinge für so manchen heimlichen Knuff und Puff, den sie im Laufe der Jahre von ihrem in dieser Beziehuna allzu freigebigen Bruder davon getragen hatten.' Dietaffinirte Rache der Versetzten, der neugebackenen ' Quartaner! Sehr selten" war dreimal unterstrichen und. mit drei fetten. Ausrufungszeichen versehen, von denen jedes einzelne zu sagen schien: Sieh u n s an! Wir sind-versetzt!- W x r sind m' unserem ganzen Leben noch kein einziges Ma kläben" geblieben! Ja,, w i r sind 'n paar fixe Kerle! Und nun war mir's auch klar, warum die Zwillinge Heu am Palmsonntage beinah Prüge gekriegt hatten und Heinz, der arme Klabengeoliebene aus dem Alter thumsmuseum "hinausgeworfen war! Ich sah Helene an. Lachlust und Mitleid kämpften' in ihrem Gesicht, daneben auch wohl em bischen gekränkte mutier licke Eitelkeit. Aber s saate kein Wor ihrer vernünftigen Ansicht nach müst sen - Geschwister . derartige kleme Necke reien unter einander ausfechten Die gute Großmama hatte dafür Thränen Y , 1 rw x. . " 5 . m oen ÄUgen. Ich auch aoer vor Lachen. Doch nun kam die Reihe 'an. mich Helene gab mrr einen klemm freund schaftlichen Puss. und ich drehte .mich UM. Dicht vor meinen etwas, kurzsichtiaen Augen "iing. mit Stecknadeln
lunnvou ' an die' Wand gefpiem, em
spitzenbcsetz''e''' rösaseidenes - Etwasfleckig geworden, 'verblaut, zerknittert, aber noch ganz wohl erkennbar: Meine erste .Balltaille! Und, ich las: Nummer 153, Tallje einer alten Dame aus dem 17. Jahrhundert." Aus -dem s ieb zehnten Jahrhundertl. Ihr Götter, hat man so etwas erlebt! S o also taxnten michmeine leiblichen Neffen! So ur-ur-ur-alt kam i$ ihnen vor! Ich, die ich so stolz darauf war, daß ich die verhängnißvolle Dreißig noch nicht überschritten, die ich Mir so jung vorkam im Vergleich zu der behäbigen Mütterlichkeit Helenens! Ich sah, wie schadenfroh es um ihre Mundwinkel zuckte, und schwor mir zu: den Vodenschlüssel megen sie nie wieder,, die verflixten Vengels! Mer weiß. was alles, sie sonst noch aus der Vergangenheit aufstöbern und im grellen Tageslicht ihres ' Alterthumsmuseums pietätlos zur Schau stellen würden! Verstohlen blickte ich mich um Gott sei Dank, die Ausstellung war zu Ende! Es waren die beide Glanzstucke des Görlich'schen Famiiienmuseums gewesen, diese Mütze eines Kläbengebliebenen" und die Tallje einer alten Dame aus dem 17. Jahrhundert." Und nun lachte auch ich, hell, übermüthig. und betrachtete mit staunendem Vergnugen die rosaseidene Balltaille. Wie schlank. ich damals war, und wie blutblutjung . . . Was da alles wieder lebendig wurde! - Und dann verabschiedete ich mich bti der Direktion, und hätte beinah ver? gessen, mir vom Pottjeh" meinen Schirm wiedergeben zu lassen. Er verglich erst sorgfältig die Nummer, 573 es stimmte genau. Als ich die Treppe hinunterging, diesmal, ungeleitet, hörte ich oben die Blechbüchse klappern: die Direktion untersuchte das Resultat. Lauter ruppige Böhms," brummte Paulchen enttäuscht' Lachend lief ich die Treppe hinunter. Dumme . Jungens als ob ; ich meine Fünfböhmer" nicht für Ostereier brauchte, für die Direktion, den Pott-' jeh" und den Kläbengebliebenen!" Na wartet nur, suchen follt Ihr sie aber, bis Ihr schwarz werdet! Ich werd' Euch Rangen, die alte. Dame aus dem 17. Jahrhundert" schon anstreichen! . .. , - . -. Dcr Gartcn dcs Kalifen. Für den Kalifen Hakam von Eordova (796822) sollte ein Pavillon vor der Stadt gebaut werden. Die Wahl- fiel hinsichtlich des Platzes aus den schönen Garten einer armen alten Wittwe, und als sie sich weigerte, den selben zu verkaufen, wurde er ihr mij Gewalt genommen. In ihrer Noth wandte sie sich an den Kadi Bechir, der schon vielen -durch seinen klugen Rath geholfen hatte, und auch ihr auf das bereitwilligste feinen Beistand versprach. Als der Kalif eines Tages mit seinem Gefolge in dem neu erbauten Pavillon weilte, sah er Bechir mit einem leeren Sack über der Schulter und mit Hacke und Spaten in der Hand aus einem Esel m den Garten reuen. Be lustigt über den Aufzug ging er ihm entgegen und fragte ihn nach -seinem Anliegen. Ich bitte um Erlaubniß," versetzte der Kädi, den Sack mit Erde aus diesem Garten füllen zu dürfen." Hakam nickte, und Bechir machte sich an die Arbeit. Als sie beendigt war. bat er den Kalifen, ihm den Sack aus den Esel laden zu helfen. Hakam war an diesem Tage so guter Laune, daß er auch darauf einging und ohne Be denken zugriff. Allein er hatte den Sack, kaum ein wenig gehoben, alZ er ihn wieder fallen ließ und' lachend ausrief: Wahrhaftig, es geht nicht; er ist mir doch zu schwer!" ; , Beherrscher der Gläubigen." ergriff nun Bechir das Wort, der Sack, dcr nur ein winziges. Theilchen des Gartens enthält, ist Dir zu schwer, wie willst Du dereinst, wenn Du vor den ocersten Richter trittst, den g a n z e n Garten tragen? Der Kalif hatte schweigend zugehört und war sehr ernst geworden; doch weit entfernt, dem kühnen Bechir u zürnen, umarmte er ihn und dankte ihm auf das herzlichste für seine Mahnung. Der Wittwe aber gab er. nicht nur ihren Garten zurück, sondern schenkte ihr auch den Pavillon mit allen darin befindlichen Kostbarkeiten., Der Vorname Marie stand im Mit telalter in hoher Verehrung und zwar m so hoher, daß m gewinn Landern die Männer eine' abergläubische Furcht davor hatten, ' Mädchen zu heirathen, die diesen Namen führten. Wenn es nicht anders ging, bat man die Braut, ihren .Namen .mit einem anderen zu vertauschen. Me Marien besaßen, so glaubte man' wenigstens, zaubechaftc Kräfte, die sie auch im gewöhnlichen Le ben bethätigen .würden. Deshalb' erließen verschiedene Herrscher Befehle, die Mädchen sollten in , ihren Ländern nich! mehr mit dem Namen Marie getauf! werdend ' Auch König Alfons IV. von Kastllien stellte, als er eme junge Mau. rin h:irathete, die Bedingung, daß die zum Christenthum bekehrte. Braut bei der Taufe nicht den Namen Marie an nehmen dürfe.' In den Heirats klau s seln zwischen Ladislaus von Polen .und Marie von Revers wurde festgesetzt, -daß die .Prinzessin sich .'verpflichtete, ihren Namen mit dem. Namen Aloysia zu vertauschen" '
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s i Pennszlv vad Startet i k!glish'Op-HsuS I Sast und 9iH) Fork Noble und Mchigan i N. Jerjey u. Itofl Ave 9 Pine und Norty " n MarketV'nd Pin , j,i Vermont nahe East No. 8 Spritzenhaus Naff. Avc nahe Ndie iS Dewan und Walnut K. Jersey u Ckntral LU k MaZZ, und Eornell 2iv Ab m d 11. Stteße 7 ParkLve nb 12 6 . 4 Colurn&ta undHillstd v High!andAveu.Pratt ZI Illinoii und St. J 3 Ptnnsvlv. und Pratt '.4 Meridian und li. Stt Tu. 6 Spritzenhaus 15 nah Jllmkni " 6 Senate Tveu.StClair JllinoiZ und Mtchigsa Dk tfylöania und 14. Senate Lve. und 15. n 9iO. l EprhenhauS ' JndFrenaheMichiga Weridia und WaKrut 'S California u Vermont S Blake und New go Ind. Av. u. et litt? 7 Sity Hospital Blake und Norty Nichigan und Lgneö 41 No. c Spritzenhaus ' Washington nah WeK Gnsendorf u Wash. Mifssuri u New ForZ Meridian u Wasy JlKnoiS und Ohis . 7 Capitel Zkv. u Waff 1? mgan'ö PorkhauS . 48 Straßenbahn Etäll, . W. Washington Stt ' a No. 10 Spritzenhaus LUinoii u Merrill t JllinoiS u Louisianä ' it Weil und South . Z4 West und McEatty ü Senat Lde. u Hrt) 57 Meridian und Ray No. 4 Spritzenhaus VadisonLv.'n Morris Madiion Lv.u Dunlop N 5!o Haken Leiterhauk - South nah DIawar UPmnuerriU delavar u. TücEartv afindrSltz UNJersqu.ZZra 7 virg. v. u radfha Saft und Prospekts icking und High n R. 11 Spritzenhaus Lir Äv. nah Hur f Est und Georgia 7t Seda? und Ein 74 Davidson u Georgia 7 Gnglish Av. Pine 7 Chelby und ZSate No. k Spritzenhaus Prospekt nah Shelby 19 Fletcher Lv. u Shelby 51 Market u. New Zersey 52 Delaware und Wash. ü Saft u Washington 54 New York u. Davids 55 Taubstummen Anstalt Ki Vcr. Staaten ArsenaZ 37 Orient! und Waff. SS Frauen-Resormat. l No. iz Spritzenhaus Marvland nahe Mer. Meridian .Veorzia. 98 Meridian und South , 94 Pennsyls u. Louistana 5 Lirgini Ave u. Llab. SS Hauptquartier. 7 Grand Hotel. 3 Capital 2b und Ohi 28 No. 10 Spritzenhaus 15. und Ash. .4 Alabama und IS. K Central Av und 1&. 128 DandeS und 15. (27 Brookside und Atpit 123 Central Av und 17. 129 Deülware und 19. M Alabama und 11. i zt Vellefontawe und W. 151 College Ar und . 75 Delaware und 18. '5S Alabama und Nsrth -77 Newmann und 18. 138 College Ave und 14. 138 CorneU Ave und lt. 141 'DandeS unl) 19. 142 Highland Ave und 1&, 48 Xecurnjeh und 10. 445 New Jersey an lkk. i46 LUvord und 17. 47 No. 2 Spritzenhau Hilside Av und I. 8 College Ave und 2. i49 College Av und 27. 152 Pk Av und 58 L S u. WLahn u.,. ;54 Ramsey Ave und 10. K Stoughton u Newme .67 AtlaS und Pik. i58 Blovd und Pawpaw. .s No. 21 Spritzenhaus Brightwood Arden und Depot 168 Brigytwood und 25. U Rural und Blovd 5 St. Clair u. Sehstone .7 Arsenal Av un 8. u Lellefontatne unl . Park v nd 1. 2ft Capital Lve nd 17. 218 Pennshw..MichiM !4 JllinoiS und k. 2l5 Senate Ave und N. IS Pennsvlvania und i 217 Meridian und l. ' 218 Cavttal Av und tt, ' 21 S Broadway und 10. 4t ss,'ZZ mk VlrQprrm , V . JrtWWW 234 No. 14 Spritzenhaus Kenwood und 50. 5 JllinoiS und 83. s Ännetta und SC 37 No. 9. Epritzenhzu ,Ndll und Kai) 233 Udell Ladder Sor LL Jsabel und t7. ' 241 Meridian und 24. 2' JllinoiS u St. C& 243 Cldridg und 23. 812 West und Wakmt Z1Z West und lt. 814 Howard und 1&. .815 Torvet und Paca 81 Capital Av und IV 017 Northwest Av ttM 818 Gent und 18. 819 Crnul nd 10. 821 Cerealine Wor 824 Vermont und Lyn 825 BiSmarcku Grandv 82 No. 9 Spritzenhaus Haughville. 827 Michigan u. Hswes. 828 Michigan u. Loncord 841 West und MeJntyr 41 Missouri u. Warylan 418 Missouri und nhu? 415 Capital Av.org 41 Migourtu jkentucky Zl. 417 Senate Av u. Atofr 421 P und E slundauS . W. Washwgton. 428 Jrren-Hospital. 424 Miley Av u. I D utk 425 Wash and Harr" 42 No. 18 Svridend ' tm cro tfiim i so. uuvi.v . 427 Olwa und Bireh " 428 Oliver und OSgoob 429 Rordhte und ZZort .481 Hadley Ave u. Morr 43 NwerAv n. 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Pleasa? 7i5 Prospekt und ?laZU TM Dr ane nd Hlso 723 Liberty und Vc 729 Noble und South 81 No. 15 Spritzenhaus ' Oft Washington eis Market und Nobl L14, Ohio u. Highland V Sl5Miöig2u. Highwe. Li Market Arien! Zl 817 t 6V Elair nd Union ah Seleis. z Ll Pan Handl Ehovs k8 ernntnd Oeltt 824 Wash. und State 6X5 Mavdm's Lounge Fai. 2 Tka und DorsY S27 Wash. und evill Av sNo.uexritzenhauk evLl nah Michig 1 SoueafternAvema - Woodstd. ' 832 Walh. und Dearb, 834 Southeafter nd Arsenal Ades. fOR ew ork d ZvSd 12 Illinois und Maryl. ,18'MnsiS nnd Markt. 14 Penn, nd Bttft 9l5Delawar nd? vpezial Signale. rsten Schlag, zweit Alarm,' Koeitea Schlage, dritter Llar, - Dritten Schläge, vierter Alarm. 1-9-1, Feuer aus und Schlauch aufgenS. 5 Schlage, Wasserdruck ab. 1 Schlage, 1 Uhr Mittags, Die so bezeichnete Signale verdea nur o ryur dächter angegeben da an den betreffende Strahl keuzungeR keine AlarmVken lmgebrcht t& , Durchlaufende Züge. t.Oouis.
, Die einzige Linie, welche Passagiere und Gepäck in dem AnSftellnngSplatzlan' det, ehe der Zug in St. Lo'uiS Anfährt. QiR (1(1 2ßst090" Exkursion jeden Tag, OUiUU ausgenommen " Freitags und Samstags, giltig für 7 Tage. - $9.00 He Tag. ilttg für 15 Abfahrt von Indianapolis 1) .60 Uhr Vor mittags und 11 10 Uhr AbendS. Ankunft auf dem Ausstellungsplatz' 7 Nhr Abends und.7:40 Uhr Morgens : . ,ii Stadt'Ofsice: -8 NorÄ Illinois Stt.
